Das Transkript zeigt einen hitzigen Streit auf einer öffentlichen Versammlung zwischen einem live filmenden Medienvertreter und einer Demonstrantin mit Fahrrad und Schild von „Omas gegen rechts“. Die Frau fühlt sich durch die Kamera bedrängt und versucht offenbar, durch Stellen des Fahrrads und Verdecken des Bildausschnitts die Aufnahme zu verhindern. Der Filmer beruft sich auf Pressefreiheit und Grundgesetz Art. 5. Beide werfen sich gegenseitig Provokation und Einschränkung der Bewegungsfreiheit vor. Die Polizei soll dem Filmer die Verwendung der Aufnahmen untersagt haben, was dieser juristisch bezweifelt. Ein Ausgleich scheitert zunächst, da die Frau ein Gespräch ohne Kamera fordert; schließlich einigen sie sich, sich räumlich zu trennen.
📜 Transkript
Also irgendwie stelle ich trotzdem immer wieder fest, so richtig wohl fühlt man sich nicht, sonst würde man nicht immer wieder mit dieser Bedrängungstaktik kommen jetzt hier. Das Fahrrad muss immer genau dort stehen, wo ich gerade bin. Man muss auch immer sich verdecken, so dass man Gesichter nicht erkennt. Ich weiß nicht, wovor man da Angst hat. Ich habe keine Gewalt bis jetzt gesehen, die von da drüben ausgeht. Ich habe manchmal den Eindruck, man ist gar nicht so sicher, ob seine Meinung so gefestigt ist und ob das wirklich die richtige ist. Das ist so ein Eindruck, den ich habe dabei. Aber der muss ja nicht richtig sein. Ist bestimmt reiner Zufall, dass ihr Fahrrad immer gerade dahin schieben, wo ich gerade stehe. Oder sie haben einfach einen großen Die stehen ja auch irgendwo. Ja. Ja, sie haben einfach einen großen Bewegungsdrang, ne? Ja, sie doch auch. Stimmt. Meiner ist doch nicht größer wie ihrer. Nee, das stimmt. Das glaube ich auch nicht. Sind wir uns doch einig. Ja, können wir uns trotzdem irgendwie etwas netter begegnen, ohne dass wir uns immer wieder die Sicht versperren? Ich versperre ja ihre nicht, aber sie wollen ja immer wieder so stehen, dass ich gar nicht sehe. Das merke ich ja schon, dass die Absicht so ein bisschen dahinter ist. Warum? Ja, sie machen auch mit Absicht, filmen sie Leute, die nicht gefilmt werden wollen. Machen Sie doch mit Absicht. Das mache ich mit Absicht, weil das Grundgesetz und das Presserecht mir das garantiert. Ja, und das Grundgesetz gestattet mir, dass ich das nicht möchte und dass das auch akzeptiert wurde. Nicht auf einer Demonstration. Nee, auf einer Demonstration sind Sie Teil der Öffentlichkeit. Das ist halt ein Unterschied. Das können Sie in Ihrer Hofeinfahrt so festlegen oder zu Hause. [schnauben] Hier sind sie ja hergekommen, um etwas mitzuteilen, auch mir was mitzuteilen, auch möglicherweise diesen 2000 Menschen, die jetzt gerade zuschauen, mitzuteilen. Und deswegen finde ich, kann man denen das in der Demokratie nicht vorenthalten und sagen, uns gefällt nicht, wie sie reden, uns gefällt nicht, wie du s wie sie das filmen, deswegen wollen wir als Demokraten die Presse abschaffen. Das muss ich ja daraus interpretieren. Wir wollen die Presse abschaffen, oder zumindest die freie Medienberichterstattung, denn dazähle ich mit runter. Interpretation von Was ist denn ihre? Ich störe einfach, es gefällt ih nicht. Unsere unsere ist eine ganz andere und die möchte ich gern kennenlernen. Wie ist die? Nee, ihnen sage ich das nicht, weil sie weil sie mich ja filmen und meinen Ton verwenden, obwohl ausdrücklich ich dagegen spreche, dass sie das machen dürfen. Na ja, dann unterhalt mein Ton und mein Bild nicht verwenden. Hat ihn auch die Polizei gesagt und sie verwenden sie im Kanal. Sie kommen immer wieder zu mir. Sie stehen neben mir. Ich stand die ganze Zeit. Ich habe mich keinen Millimeter verrückt. Sie haben Warum warum warum handeln sie denn entgegen der Ansage der der Polizei, dass sie die Bilder nicht verwenden dürften? Weil ich mich sehr recht sicher fühle, dass ich da mehr im Thema bin als die Polizei hier, die vielleicht nicht genug Kenntnis darüber hat, was man als Medienvertreter darf und was nicht. Sie sind zu mir gekommen. Sie sind mir näher gekommen. Man kann das auch ganz leicht sehen. Ihr Fahrrad berührt fast meine Knie hier. Ja. Und ich habe mich fast keinen Meter bewegt und sie sind zufällig immer da, wo ich stehe. Und damit ist es unabwendbar für mich, dass ich sie irgendwann anspreche Okay, dann gehe ich jetzt hier rüber und dann dann treffen wir uns nicht mehr. Wollen wir so machen? Ja, gut. Ich hab doch hier ich kann mich überall schi bewegen. Ich auch. Ja, natürlich. Also, aber dann bitte nicht wundern, dass sie in meinem Bild drin sind, weil ich filme ja gerade live. Ich darüber beklagen, dass ich in ihr Bild gehe, wenn ich beweg gucken sie jetzt kommen sie wieder näher. Jetzt kommt er wieder näher und dann sagt er: "Oh, ich möchte nicht in ein Bild." Das ist schon so ein bisschen, das hat schon bisschen Psychiatriecharakter gerade, was wir hier durchführen beide, ne? So ein bisschen lustig ist das schon. Genauso frei bewegen wie sie. Sind wir uns da einig? Da sind wir uns einig. Ja, also alles klar. Aber ich bin gerade im Selfie Modus, ich filme mich und jetzt sind sie wieder in mein Bild gekommen, wiederholt. Ich kann Ihnen nur sagen, wenn Sie das nicht möchten, ist es vielleicht besser, verlassen insgesamt die Versammlungsfläche, weil die ist ja gerade Teil der des öffentlichen Interesses. Ist hier ein öffentliches Interesse, was entsteht oder glauben Sie, die 2000 Menschen schalten gerade ein, weil die das nicht interessiert? Frage für ein Freund. Keine Ahnung. Ach Mensch, in was für einer Zeit wir leben genau schon verrückte Zeiten. Also ich stehe nach wie vor hier da Omaß gegen rechts steht jetzt auf dem Schild. Genau. Und sie wollen vielleicht auch noch eins das Stereus daneben halten auch noch lesen für die Achtung der Menschenwürde. Ja, bin ich auch. Ja, wer sagt denn, dass ich das nicht, wenn ich wenn Sie sagen, ich gehe ihn ständig, bestehe ich Ihnen im Wege. Ich darf mich frei bewegen und das ist mein gutes Recht und das nehme ich in Anspruch. Okay, mein gutes Recht ist allerdings auch hier mich selbst zu filmen und wenn mir dann immer wieder ein Fahrrad im Wege steht mit einem Mann, dann kann es sein, dass entspricht mich nicht filmen. Da entsteht aber wie soll ich denn das aber machen, wenn ich mich gerade selber filme? Anzeige. Okay. Na ja, die Polizei hat meine Daten, dann wert man das vor Gericht aus in zwei Jahren, ne? Machen wir so. Aber ich sag Ihnen, die Anwaltskosten können Sie sich sparen, weil ich kann hier das sehr gut dokumentieren, wie Sie mir immer wieder auf die Pelle rücken und auch selber sich an dem Gespräch, welches ja freiwillig doch auf die Pelle, wir wollen sie gar nicht haben. Sie uns auf Sie führen mir sie führen ja freiwillig ein Gespräch mit mir. Ich zwinge sie ja nicht und zieh sie vor die Kamera, sondern sie sind die ganze Zeit in meinem Bild und reden mit mir. Ja. Und sie rücken uns auf die Pelle, nicht wir ihn. indem sie immer wieder mit ihrem Fahrrad dahinkommen, wo ich gerade bin. Und Begeisterung erfahren erfährt man hier auch nicht so durchweg, merke ich gerade, ne? Also erfahren wir Begeisterung von Ihnen, wenig wenig Zustimmung, merke ich so. Erfahren wir Begeisterung von Ihnen, das wenn Sie das zeigen wollen, dann Ach so, wollten Sie das gerade zeigen? Das okay erfahren wir Begeisterung von Ihnen? Also ich bin nicht so begeistert von dem was sie sagen und wie sie sich dann geben. Deswegen halte ich das für eine Heuchellei. Ich bin das auch nicht so begeisternd, was Sie hier machen. Leute filmen, die es nicht wollen. Da bin ich nicht begeistert. Na, können sie das nicht akzeptieren? Nicht auf einer Demonstration, nicht auf einer Kundgebung, nicht auf einem auf einer Versammlung, wo man den Menschen und der Öffentlichkeit etwas mitteilen möchte. Und das tun sie ja offensichtlich, indem sie einen transparent hier halten. Ja, sind sie nicht begeistert. Ich bin meine Meinung tut doch auch hier gar nichts zur Sache. Aber ich möchte das umsetzen und möchte meine Rechte wahrnehmen. Ja, ich auch meine Rechte. Hab ich ja jetzt auch schon gemerkt, da haben wir ja beide Rechte. Ja. Was machen wir nur? von meiner Seite nichts. Wir akzeptieren einfach, dass Sie Ihre Meinung hier mitteilen möchten und sie akzeptieren einfach, [gelächter] dass ich genauso das Recht habe, diese zu dokumentieren in Form von Bild, Schrift und Ton. Das garantiert mir das Grundgesetz, welches Sie hier so halten. Artikel 5. Jeder darf seine Meinung in Form von Bild, Schrift und Ton vervielfältigen. Und ich habe hierat ihre Meinung und die findet auf dem öffentlichen Straßen statt. Sie vervielfältigen aber die Meinung, nicht ihre Meinung. Stimmt. Und die machen sie ja öffentlich auf einem öffentlichen Platz, der auch hier steuer finanziert ist. Öffentliche ist ihnen untersagt. Nicht in dem Moment, wo es auch in einem öffentlichen Straß an einem öffentlichen Straßenland sieht das anders aus. Sie müssen da mehr lesen. Ich weiß, sie sind viel schlauer als ich, aber die sind da nicht ganz oft dabei. Sie sind da ein bisschen viel informiert. Nee, na ja. Ich denke auch, dass Ihnen die Polizei das wahrscheinlich schon gesagt hat, aber wenn Sie möchten, tun Sie sich keinen Zwang an und stellen nachher Strafanzeige. Ich denke nicht, dass eine Staatsanwaltschaft unter den Gesichtspunkten der öffentlichen Versammlung undter den Gesichtspunkten, dass sie mir auf die Pelle rücken und den Gesichtspunkten, dass sie ein Schild in der Hand halten, wo Omas gegen rechts drauf steht, dass ich dann ichung, Entschuldigung. Ja, natürlich Achtung von Menschenrechte. Es sind nicht Menschenwürde. Menschen würde, wenn zitieren, dann bitte richtig. Ja, sie haben gerade so hektisch geschwungen und ich habe mich auf das Zitat auf der Rückseite gerade orientiert. Ich hatte mich gerade an dem anderen Zitat orientiert. Es sind ja zwei Zitate. Oder sehe ich das falsch? Ja, aber das ist ja das, was für Sie sichtbar ist. Ach so oder? Ja, können ja auf die andere Seite gehen, dann können sie es andere Seite filmen. Schulzeit, aber na ja, so stehen wir hier und singen. Kommen sie von nah und fern. Die freien Demokraten, sie haben mich so gern. Reimt sich ja sogar. Könnte ich ein Song draus machen? Aus den Chat kam gerade die Frage, ob sie sich als Oma definieren, weil sie ein Schild hochhalten, wo die weibliche Form des Altwerdens festgestellt wird. Definieren sie sich gar nicht als Opa, sondern eher als Oma? War ist gerade eine Frage vom Publikum. Steht nicht von Oma oder Opa. Doch, die andere Seite, die Sie vorher die letzten 5 Minuten, aber die sehen Sie ja doch. Die anderen haben sie halt vor 5 Minuten gesehen. Das glaub traue ich den Menschen zu, dass sie sich das merken können kurz. Oh je. immer heiß war also aber an dem Badesee jetzt zu liegen wä auch nicht schlimm bei 27° oder und sich ein bisschen entspannt seine sehr sehr schöne Gegend hier schon gut finden sie bestimmt auch ja jetzt stehen wir hier und gehen uns gegenseitig auf den Keks. Ja, glaub die da oben können nicht mehr einschlafen vorlachen. Kann das sein? Vielleicht liegen die am Badestand. Vielleicht sind die gar nicht da oben. Mutter, die lachen sich kaputt, dass wir uns hier die Köpfe einhauen. Ja, wir hauen uns keine. Ich hab gar nichts gegen sie. Ich habe persönlich nichts gegen sie. Ich haue nicht. Ich auch nicht. Aber vorhin war schon so hauen wir uns auch nicht die Köpfe. Nee, aber vorhin war schon so ein bisschen grenzwertig, wie man da rumrckelt an meiner Technik und da über ich hab ihr Technik nicht berührt. Ich hab gesagt, es war un es war grenzwert. Ich hab Ihnen das nicht unterstellt. Okay, also habe ich nicht behauptet. Ja, was können wir denn jetzt machen, dass wir jetzt gleich ein Bier zusammen trinken und uns wieder vertragen? Erst mal überlegen, ob ich mit ihnen Bier trinken möchte. Was spricht denn ganz konkret dagegen? Weil ich zurzeit keine Alkohol trinke. Das ist natürlich ein Argument. Würde mir glaube ich auch gut tun. Habe auch ein paar Kilo zugenommen. W man eine Apfelscholle trinken? Nein, ohne Kamera und einfach mal unterhalten. Kein Interesse, kein Interesse. Ich bin also gegen Ausgrenzung sein, aber Menschen ausgrenzen oder da ist die Dem nicht meine Rechte respektieren und die Kamera ausmachen, bin ich zu solchen Dingen nicht mit Ihnen bereit drüber zu reden. Wenn Sie erstmal die Kamera ausmachen, dann können wir drüber reden, ob wir eine Absatzchen. Das ist ja schon mal Anfang. Wissen Sie was? Dann gehe ich jetzt rüber, auch wenn es nicht ich Ihnen das ja erklärt habe, dass es nicht ihre Rechte sind bei der Öffentlichkeit, bei einer öffentlichen Versammlung. Ich mache das trotz trotzdem, dass ich jetzt noch mal darüber gehe, dass sie ihre Ruhe haben, oder? Ja, es wäre schön. Wollen wir so machen? Ja, machen sie so. Dann Ihnen noch einen schönen Tag und danke, ich wünsche Ihnen ganz viel Liebe und Frieden, wo auch immer der herkommen mag. Ja, bis später. So, dann gehe ich noch mal rüber. und überquere den Radweg. Ja, ist immer verrückt, dass man so eine Gespräche immer führen muss. Ich glaube wirklich, dass die Leute da einfach Schwierigkeiten haben, da so bisschen die Fakten zu verstehen. Ich meine, wir schauen uns das auch noch mal an. Ich will noch mal die Gesamtaufnahme machen von dem ganzen Geschehen.