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Schaltgespräch mit Hans-Jakob Schindler (Terrorismusexperte, Counter Extremism Project) zum CSD-Anschlag in Berlin
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🤖 Zusammenfassung
Terrorismusexperte Hans Jakob Schindler äußert sich einen Tag nach der Tat. Er räumt ein, dass bei jedem erfolgreichen Anschlag etwas schiefgelaufen sein muss; konkret nennt er seltsame Justizentscheidungen, offene Fragen zur Deradikalisierung und zum Handeln der Sicherheitsbehörden. Den größten Handlungsbedarf sieht er jedoch bei den Befugnissen von Polizei und Nachrichtendiensten: Deutschland hänge etwa bei Videokameras und digitaler Überwachung hinter dem EU-Durchschnitt hinterher. Für Terrorismus, Spionage und Organisierte Kriminalität seien Online-Tools, Kryptowährungen und verschlüsselte Kommunikation zentral; Behörden bräuchten Massendatenauswertung, KI und eine Meldepflicht für Plattformen, Gefahrenmuster proaktiv zu melden – ähnlich wie bei der Finanzindustrie. Datenschutz erschwere dies. Die schnelle Festnahme führe er auf die Miete des Tatwagens zurück; im Unterschied zum Berliner Attentäter Anis Amri habe sich der 21-Jährige allerdings nicht weit bewegt, sondern im Gartenhaus seines Vaters versteckt.
Summary created by "LinkBuster-KI HAL8999 – Status READY!!"
📜 Transkript
So, wir schalten jetzt zum Terrorismusexperten Jakob Schintler, mit dem wir gestern mehrfach gesprochen haben und seine Einschätzungen waren gestern schon sehr zielführend. Herr Schindler, ich grüße Sie ganz herzlich heute am Tag danach. Hallo. Ähm, was ist Ihr Sachstand, ihr Wissensstand heute und was sind ihre Schlüsse aus dem, was passiert ist am Wochenende? Also klar ist es an vielen schönen Punkten irgendetwas nicht richtig gelaufen. Das ist aber grundsätzlich immer so, wenn ein Anschlag stattfindet. Die Systeme sind darauf ausgerichtet, Anschläge zu verhindern und tun das auch relativ effektiv. In diesem Fall bei der Justiz sind in seltsame Entscheidung getroffen worden. Die Einschätzung deradikalisierungsspezialisten müssen wir noch mal gucken. Dann ist die Frage, wie haben die Sicherheitsbürden agiert oder nicht agiert an dem Tag in Bezug auf diese Person? Also, da sind noch sehr viele Fragen, die offen sind und wir müssen sehen, wo sind die Fehler, was muss verbessert werden, ob es jetzt das Strafrecht ist, wie die Kollegin gerade vorhin argumentiert hat, ich würde sagen, die größere Bedarfe sind hier bei den Befugtnissen der Sicherheits und Polizeibehörden, die weit noch hinter den Befugtnissen liegen, die im Rest der Europäischen Union mit Ausnahmen von Österreich den Behörden zugestanden werden, z.B. Kameras oder noch mehr? Also es geht hier insbesondere natürlich um das neue Informations Umgebung. Also ob wir über Terrorismus oder russische Sabonage, iranische Spionage oder schwere organisierte Kriminalität reden. Nichts geht mehr ohne Online Tools. Ob das Social Media sind, ob das Kryptowährungen sind, ob das kryptierte Kommunikations Maßnahmen sind oder ab sind. Da müssen die Behörden besser in die Lage versetzt werden, rechtlich ihnen erlaubt werden, hier effektiveres Monitoring durchzuführen. Dazu gehört Massendatenauswertung dafür dadurch gehört der sehr viel stärkerer Einsatz auch von künstliche Intelligenz. Und gerade bei den sozialen Medien ist meiner Meinung nach es wichtig, dass die Plattformen endlich wie auch die Finanzindustrie schon seit 20 Jahren dazu verpflichtet werden, proaktiv ihre Daten nicht nur aus kommerziellen Gesichtspunkten her zu analysieren, sondern auch auf Gefahren hindurchzugehen und dann im Bereich im Verdacht einer Gefahr eine Warnung an die Behörden abzugeben. ist die Finanzindustrie in Bezug auf Terrorismusfinanzierung oder Steuerziehung schon seit zwei Jahrzehnten tun muss? Ja, aber Datenschutz ist bei uns das irgendwie gefühlt allerhöchste gut und da ist es schwierig dran zu gehen. Äh, wenn wir jetzt drauf schauen, ähm dass dann doch der Ermittlungserfolg in der Weise, dass man dem äh mutmaßlichen Täter ähm habft werden konnte, gestern schon doch relativ schnell, würden Sie sagen, aus ihrer Sicht oder ähm auch erstaunlich schnell angesichts der Tatsache, dass wir viele Dinge gar nicht zur Verfügung haben, die andere Polizeien in anderen Ländern haben. Ja, also es war relativ einfach, den Täter erstmal zu identifizieren. Er hatte ja das Auto gemietet. Also insofern, sobald man das Kennzeichen hatte, war klar, wer hat das Auto gemietet, dann ist offensichtlich klar gewesen, dass es hier eine Person mit Eisbezug ist. Also war dann die Schlussfolgerung, dass er der wahrscheinliche Täter und nicht nur der Mieter des Autos war, jetzt nicht unbedingt eine besonders große Gedankenleistung. Aber man kann hier im Fall im Vergleich zu Amnis Amri, der Attentäter auf dem Berliner Weihnachtsmarkt vor jetzt vor schon 10 Jahren da erkennen, wie ein noch professioneller Terrorist eigentlich im Schengenraum sich bewegen kann. Der kam bis Italien, bevor er dort erkannt worden ist. Hier der 21-Jährige hat sich in die Gartenlaube seines Vaters zurückgezogen. Also definitiv auch ein Ort, der natürlich durch die Sicherheits Behörden sofort auch überprüft worden ist. Viel Imp, viele Gedanken, die hoffentlich weiterragen und wir sind gespannt, wie die Auswertungen weiterlaufen werden. Für den Moment sag ich mal danke schön. H H Hans Jakob Schintler, vielen Dank. M.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=fxQVkbya-QQ |
| Titel | Hans-Jakob Schindler zum Anschlag auf den CSD in Berlin | 27.07.26 |
| Kategorien | BulkNews |
| Hinzugefügt | 2026-07-27 19:09:47 |
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