| Kanal-Aufrufe | 0 |
🔗 https://www.youtube.com/watch?v=eMVB5R3sPgg
🤖 Zusammenfassung
In Großbritannien vollzieht sich der Machtwechsel von Premierminister Keir Starmer zu Andy Burnham: Starmer tritt offiziell bei König Charles zurück, bevor Burnham den Auftrag zur Regierungsbildung erhält. Trotz Starmer selbst dargestellter Erfolge – stärkere Wirtschaft, sinkende Immigration, bessere NHS-Wartezeiten, Annäherung an die EU und Ukraine-Unterstützung – wurde er faktisch von der eigenen Labour-Fraktion gedrängt. Gründe sind die desaströsen Kommunalwahlen, sinkende Umfragewerte, ungelöste Lebenshaltungskostenprobleme und die umstrittene Ernennung von Peter Mandelson als US-Botschafter. Burnham gilt als kommunikativer Hoffnungsträger mit dem „Manchester-Modell“: wirtschaftsfreundlich, aber sozial ausgewogen, mit mehr Regionalisierung, Regionalsteuern und Steuerfreibeträgen. Migration dürfte er restriktiv fortsetzen, die EU-Annäherung und die Ukraine-Hilfe wahrscheinlich beibehalten. Scheitert Burnham, könnte die Reform Party von Nigel Farage profitieren – ein ernstes Risiko angesichts der Instabilität mit sieben Premierministern in zehn Jahren.
Summary created by "LinkBuster-KI HAL8999 – Status READY!!"
📜 Transkript
äh wird in wenigen Augenblicken erwartet. Christoph Pössel ist Prössel, Entschuldigung, ist uns zugeschaltet aus London. Herr Prössel, wie hat man sich das sozusagen von der Zeremonie vorzustellen? Wie geht diese Staffelübergabe über die Bühne? Das sieht so aus, dass in etwa 20 Minuten Kieram hier in der Downing Street eine letzte Rede halten wird, bevor er dann zum König fährt, um dort offiziell zu erklären, dass er nicht mehr der Premierminister vom Vereinigten Königreich ist. Und dann in der Folge, etwa eine Stunde, anderthalb Stunden später, wird Andy Burnham beim König sein, um dann in Empfang zu nehmen, den Auftrag eine Regierung zu bilden und er wird dann nach diesem Termin mit dem König hierher in die Downingstreet fahren, um dann hier eine Rede zu erhalten, in der er dann schon so ein bisschen einen Vorgeschmack gibt auf das, was in den nächsten Monaten und Wochen eher umsetzen wird. Jetzt haben wir, während Sie gesprochen haben, Bilder gesehen aus London, aktuelle Live Bilder. Nicht nur das Wetter ist schön, sondern auch es gibt sehr großes Interesse, nicht nur bei den Journalisten, sondern offenbar auch bei den Britten und Touristen an diesem Ereignis. Kirs Dammer tritt ja ab quasi gleich mit seinen Abschiedsworten. Herr Brüste, was genau hat dieser Mann eigentlich falsch gemacht? Er wird in seiner Rede wahrscheinlich deutlich machen, dass Großbritannien deutlich besser da als vor zwei Jahren, als er übernommen hat. Das heißt, aus seiner Sicht nicht so viel falsch gemacht, aber natürlich sind die Umfragewerte in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich runtergegangen. Er hat eine Regional und Kommunalwahl krachend verloren und das vielleicht auch, weil er nicht der nahbare Politiker ist, weil die Erwartungen an ihn aber auch extrem hoch sind. Er hat sicherlich einige Punkte liefern können, aber es hat auch Fehler gegeben in seiner Amtszeit. Beispielsweise die Ernennung von Peter Mendelson, der ja dem Sexualstraftäter Epstin sehr nah stand als Botschafter, aber er hat auch nicht liefern können. So ist die Wahrnehmung vieler Britinnen und Briten bei den Lebenshaltungskosten, die endlich runter müssen. Das ist das Gefühl vieler Menschen hier im Land. Auf der anderen Seite gilt ja eben Andy Burnhham als großer Hoffnungsträger, auch vor allem Laborers. der soll diese tiefe Regierungskrise, die es ja wohl gibt, beenden. Was macht Burnham denn zu diesem Hoffnungsträger? Ich glaube, es ist seine Art ganz wichtig, äh die ganz anders ist als äh ähm äh Kirs Dam, aber dazu kommt vor allem seine Strategie, wofür er steht. Als Bürgermeister von Manchester konnte er dort eine sehr gute Bilanz zeichnen. 3,1 % Wirtschaftswachstum in 10 Jahren. Und das ist etwa doppelt so viel wie im Vereinigten Königreich. Und er will diese Regionalisierung vorantreiben. Er will die Regionen stärker machen, mehr Steuereinnahmen auf regionaler Ebene, mehr Selbstbestimmungsrechte und das soll Wirtschaftswachstum entfachen. Dazu kommt natürlich, dass er verspricht, Lebenshaltungskosten runter. beispielsweise Steuerfreibeträge sollen jetzt deutlich angehoben werden. Das dürften viele Menschen im Vereinigten Königreich sehr gut heißen. Also wirtschaftliche Akzente, möglicherweise was die Steuerpolitik angeht. Herr Prösel, die Migrationsfrage stellt Großbritannien ja vor eine riesige Zerreisprobe. Was ist denn davon Burnham zu erwarten? Ich glaube, da wird er den Kurs von Kieribehalten, der sehr restriktiv ist. Es gab mehrere Maßnahmen, die ja Kier da schon eingeleitet hat. Es ist, das ist zwar merkwürdig zu sagen, aber es ist ein bisschen so, dass dieser diese Frage insgesamt ein bisschen in den Hintergrund getreten ist im Vereinigten Königreich und in den Vordergrund ist wirklich diese Frage nach den Lebenshaltungskosten äh gekommen und ich denke, deswegen hat er jetzt schon sehr viele Antworten dazu formuliert. beim Thema Migration noch nicht so sehr, aber es ist eben vermuten zu vermuten, dass er dort den Kurs von Kirstdammer fortsetzt und natürlich dafür sorgen möchte, dass es nicht mehr so viel Migration wie in den vergangenen Jahren in das vereinigte Königreich gibt. Christoph Prössel war das live aus London. Ich sage ganz herzlichen Dank. Also Kir Stammer geht, Andy Burnhham kommt. Er wird der neue Premier Großbritanniens. BN ist bereits der siebte Premier in den letzten 10 Jahren. Das zeigt vermutlich auch, wie es um die politische Kultur dort bestellt ist. Burnam gilt, wir haben es gerade gehört, bei Laber als großes Kommunikationstalent, eine Fähigkeit, die seinem Vorgänger wohl eher abging. [applaus] Der Moment, als die Laborpartei Andy Burnham zu ihrem Chef macht. [applaus] Es ist ein Moment, für den ich bereit bin. Ich bin bereit. Bereit. Denn schon zweimal in seiner politischen Karriere hat Bam versucht, Parteivorsitzender zu werden. Ab jetzt sagt er, wo es lang geht. Als neuer Vorsitzender werde ich eine Richtung vorgeben, die unmissverständlich lber ist. Wir wollen nicht grüner sein als die Grünen und nicht den Ideen der Rechtspopulisten von Reform UK hinterherlaufen. Als Bürgermeister des Großraums Manchester hatte sich Burnham den Ruf erworben, die Dinge hinzukriegen. Sie nennen ihn auch den König des Nordens, der Fest daran glaubt, dass manche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dinge besser vor Ort zu regeln sind. Manchester Manchester war vor 30 Jahren eine Stadt, deren Zentrum eigentlich tot war. Inzwischen schießen alle paar Monate neue Wolkenkratzer aus dem Boden. Die Stadt brummt und wächst noch immer. Das geschieht weitgehend unabhängig von der Zentralregierung. Das ist für mich als Ökonom Manchestermodell oder Manchesterismus. Macht abziehen aus London. mehr regional entscheiden, ob das die Briten nach vorne bringt, ist zu beweisen. Wir können die Partei sein, die Entscheidungen in die Hände der Menschen vor Ort legt für gutes Wachstum und Hoffnung im Herzen. Laber hofft mit Bnhams Kommunikationstalenten besser zu punkten. Er ist nah dran an den Leuten, auch bei Social Media. Von Premierminister Starma hatte sich die eigene Fraktion abgewendet. Ihr Urteil zu zögerlich, glücklos. Heute wird König Charles ihn entlassen und dann spricht Burnham im Palast vor. [schnauben] Ja und gleich um 12:15 Uhr ca. erwarten wir quasi die Abschiedsworte von Kirst Damer zuvor und auch dann dazu nehmen wir jetzt Sibo Jansen, den Politikwissenschaftler mit in die Sendung, den ich ganz herzlich begrüße. Guten Tag, Herr Jansen. Hallo, schönen guten Tag. Also, sie kennen sich ja exzellent aus, was die Politik in Großbritannien angeht. Here I am, sagt er, Burnham Andy Burnham, also ganz pronziert und sehr deutlich. Und damit ist wahrscheinlich schon ein großer Unterschied benannt zu Kier Star, der ja offenbar eher sehr zurückhaltend zu den Briten gesprochen hat. Vielleicht können wir anknüpfen an dem, was wir gerade besprochen haben mit unserem Korrespondenten in London London. Offenbar ist es sozusagen von Erfolg gekrönt, was ähm Burnham in Manchester geleistet hat. Was müssen wir darüber wissen? Was hat er dort, vor allem was die Wirtschaftspolitik angeht, für Erfolge vorweisen können, die sozusagen ja auch ein bisschen offenbar gegen die Zentralregierung in London stehen. Also, er hat tatsächlich versucht, soweit das möglich ist als Bürgermeister dieses Greater Manchester Councils ähm in Manchester selber eine Reihe von wirtschaftlichen Schwerpunkten zu setzen. Er hat einerseits gesagt, er möchte Betriebe ansiedeln, hat ihn dazu auch durchaus in Anführungsstrichen verlockene steuerliche Angebote gemacht, nur soweit das möglich war. Er hat auf der anderen Seite aber gesagt, und das ist ein ganz interessanter Aspekt, diese Ansiedlung von Betrieben darf nicht zu Lasten von Arbeitnehmern gehen, darf nicht zu Lasten der sozialökonomisch schwächeren gehen und ist deshalb sozusagen auch mit einer ökonomischen und sozialen Offensive in Manchester groß geworden. Er hat also auch versucht z.B. ähm ich sage jetzt mal Kriminalitätsschwerpunkte durch Sozialprogramme abzufedern. Also er hat versucht wirklich das, was der äh Kollege Gösel sagte, Manchesterismus, das ist sozusagen wirklich das Modell, das Andy Burnham geschaffen hat. Das heißt, einerseits eine sehr wirtschaftsfreundliche Politik, ohne aber die sozialökonomischen Belange der Bevölkerung aus den Augen zu lassen. Das ist ihm zumindest für Manchester City gelungen. die Vorstädte, da sieht es nach wie vor schwieriger aus und das könnte auch einer der Kritikpunkte sein, die vielleicht auf ihn zukommen in den nächsten Wochen, Tagen, Wochen, das gesagt wird, na gut, du hast vielleicht eine ganz erfolgreiche Politik gemacht für Manchester City, aber wenn du 10, 15 km außerhalb Manchester City bist in den Suburbs, da sieht es schwieriger aus, zumindest in einigen, da haben wir nach wie vor starke ökonomische Probleme, da gibt es auch keine Ansiedlung von Firmen, also ein bisschen eine zweigeteilte Message Einerseits die Message, das gesagt wird, er hat da wirklich einiges bewegt, er hat in Firmen angesiedelt, er hat das soziale Gleichgewicht in der Stadt selber stabilisiert, aber es gibt eben auch die andere Seite in den Vorstädten. Er hatte auch versucht etwas zu bewegen, aber das ist noch weitesgehend, ich sage jetzt mal unter dem Radar geblieben und auch noch nicht so erfolgreich wie in Manchester selber. Also die Wirtschaftspolitik, die soziale Frage, das ist wahrscheinlich ein Ansatz für Andy Burnham. Auf der anderen Seite war unter Kirs Dama ja die Migrationspolitik enorm im Fokus. Wir haben alle diese Bilder äh noch vor Augen vor ein paar Wochen, die da in Belfast um die Welt gingen mit pro Grom ähnlichen Übergriffen gegen Einwanderer im Anschluss. Äh man bekommt hier auf dem Kontinent den Ein, dass er unglaublich viel ja quasi kocht in in aus beiden Richtungen, aus Richtung der Migranten, aber aus Richtung auch aus Richtung der radikalen Rechten in Großbritannien. Äh gibt es da irgendwelche Ideen, Ansätze von Andy Burnhham, äh wie man sich mit dem Problem befassen kann? Also, ich denke, ein zentraler Punkt wird sein, dass er und das ist eben auch schon gesagt worden, im Grundsatz die Migrationspolitik von Kirs D und eigentlich auch von den Vorgängern weiter betreiben wird. Er wird versucht, eine relativ scharfe Migrationspolitik zu betreiben. Eine, die letztendlich wenig Migranten zulässt, wenig Flüchtlinge zulässt. Aber und das ist, glaube ich, ein ganz entscheidender Punkt, er wird auf der anderen Seite versuchen, und das ist natürlich auch etwas das, was er in Manchester äh gemacht hat, äh über eine stärkere sozialökonomische Politik, eine stärkere staatliche Interventionspolitik im Arbeitsmarkt, in der Wirtschaftspolitik, doch versuchen auch Menschen mit Migrationshintergrund, die ja häufig auf dem Arbeitsmarkt besonders schlecht gestellt sind, stärker zu integrieren und damit vielleicht auch die Probleme ein bisschen zu ja nicht zu lösen, aber doch etwas aufzulockern. Also, das wäre meine Perspektive, das wäre das, was ich annehmen würde. Einerseits festhalten an der eher strikten Einwandungspolitik, Asylpolitik, aber die Menschen, die da sind, eben auch durch eine gezieltere Sozialpolitik, durch eine gezieltere ökonomische Unterstützung letztendlich dann auch zu versuchen zu integrieren in die Gesellschaft. Herr Jansen, während wir sprechen, haben wir auch Livebilder aus London gezeigt. Downning Street Number C number 10. Dort wird er ja gleich vor die Tür treten. Kirst Damer und seine Abschiedsworte sprechen. Offenbar sind sehr viele Mitarbeiter haben sich dort vor der Tür versammelt, die wir jetzt auch wieder im Bild sehen. Politische weggefährten Mitarbeiter, die sich dann von Kir Star verabschieden werden. Kirammer, welche Akzente hat er denn gesetzt? Konnte er setzen im Verhältnis zur Europäischen Union? Ich meine, es ist ja die Folgen des Brexits sind noch lange nicht abgearbeitet, aber man hatte doch so ein bisschen das Gefühl, hier und da g es so etwas wie eine vorsichtige Annäherung wieder an Brüssel. Stimmt das, Herr Jansen? Und wenn ja, wie was denken Sie, wie wir Bernham das fortsetzen? Also, das ist unbedingt richtig, was Sie da sagen. Äh, ich sehe das genauso. Man hat eine deutliche Annäherung unter der Premierministerschaft damals an die EU. gesehen, völlig anders als unter den konservativen Premierministern zuvor, die ja im Grunde alle mehr oder weniger deutliche Befürworter des Brexit waren, hat man nur das Dama gesehen, dass er diesen Schritt eigentlich für falsch gehalten hat. Er hat ihn akzeptiert, weil es eben das Votum der Mehrheit der Bevölkerung war, aber er war nie an Brexit hier, auch nicht innerhalb der Labor Party. Und deshalb hat er versucht relativ früh zu in seiner Amtszeit auch ja Flöcke einzuschlagen in Richtung einer Wiederlehrung an die EU. Ich erinnere mal an die gemeinsame Fahrt mit März, mit Tusk, äh, mit Macron nach in die Ukraine, nach Kiev. Ich erinnere aber auch an die bilateralen Gespräche mit Frankreich, mit der Bundesrepublik Deutschland über eine Wiederannährung. Das heißt, also da hat da mal wahrscheinlich seine deutlichsten Fuschstapfen hinterlassen, anders als in der Innenpolitik. Und ich gehe im Prinzip davon aus, dass BN diese Politik fortsetzen wird, weil Burnh eigentlich auch als jemand gilt, der wirklich explizit proche Union, pro europäische Integration ist. Das heißt, also diese Wiederannährung wird sich fortsetzen. Das wird jetzt aufgrund der politischen Stimmung in Großbritannien nicht sofort zu einem äh Beitritt zur EU oder einem Beitrittsantrag äh führen. Aber was ich mir vorstellen kann, ist, dass man im Grunde sozusagen eine Annäherung vornimmt, die irgendwann dann mal den Status haben könnte, z.B. Norwegen oder die Schweiz haben. Das heißt, relativ dicht an die EU angebunden, ohne sozusagen wieder Mitglied zu werden zum jetzigen Zeitpunkt oder auch in absehbarer Zeit. Wir sprechen mit Sibo Jansen, dem Politikwissenschaftler, der sich exzellent mit der Politik in Großbritannien auskennt. Währenddessen sehen wir die Live Bilder von Downing Street Number 10. Ähm das Rednerpult, Mikrofone, Kameras sind schon alles ist bereitet. Ähm Kirst Damer wird dort, so ist es angekündigt, um 12:15 Uhr aus der Tür treten und ab Schiedsworte sprechen. Dann geht's weiter zum König und dann kommt der neue Burnham. Andy Burnh wird dann sozusagen intronisiert werden als Premierminister. Wir haben also noch etwas Zeit, um die Politik unter Kir Star und möglicherweise unter Andy Burnham noch ein bisschen genauer zu beleuchten mit Sibo Jansen. Herr Jansen, Sie haben wir haben es schon angesprochen, die das Verhältnis Großbritanniens zur Europäischen Union. Ich würde das gerne noch mal etwas erweitern im Hinblick auf die Verteidigungspolitik. Großbritannien ist ein wichtiges ein NATO. Es hat in den letzten Wochen und Monaten auch viele Kooperationsansätze, Verträge und ähnliches gegeben, was Verteidigungspolitik angeht, gemeinsame Verteidigungspolitik mit der mit und für die Ukraine. Was ist da von Andy Burnham jetzt zu erwarten? Kann man das aus dem, was er z.B. Freitag gesagt hat, bei seiner Intronisierung durch die Laborparty herauslesen, wie Burnham zur Verteidigungspolitik, zur gemeinsamen Verteidigungspolitik in der NATO, aber auch im Interesse Interesse der Ukraine steht. Also, ich würde vermuten, nachdem was ich gelesen habe und auch was die Statements in den letzten Wochen waren, dass er im Prinzip diese Politik die Star im Bezug auf die Ukraine betrieben hat, die eigentlich im Grunde alle Premierminister äh auch die konservativen Premierminister betrieben haben, ähm weiterführen wird. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Aspekt, der einem noch mal klar werden muss. Ähm, Großbritannien sieht sich als elementare Bestandteil und das ist eine der wenigen Punkte, wo die Konservativen und die Labor Party wirklich einen breiten Konsens haben. Sieht sich als einen der wesentlichen Bestandteile der NATO an und sieht sich auch als einen der wesentlichen Bestandteile eben dieser Allianz für die Ukraine an. Und so gesehen gehe ich sehr stark davon aus, dass BNE diese Position, diese Politik weitertreiben wird. Was natürlich interessant werden könnte, wäre, wenn sie eine stärkere europäische Sicherheits und Verteidigungspolitik herauschälen sollte, wie Großbritannien sich dazu verhält, weil im Moment sprechen wir ja im Prinzip über die NATO, aber wir haben natürlich auch die Debatte innerhalb der EU eigenständigen Außen und Sicherheitspolitik, gerade mit Bezug auch auf das Wegbrechen der USA unter Trump. Wie würde sich Großbritannien dazu verhalten? würde es sich möglicherweise einer solchen Position anschließen, auch wenn es nicht unmittelbar Mitglied der EU wäre, so wie Kanada das z.B. vor, das könnte eine interessante Debatte werden. Aber grundsätzlich denke ich, dass Großbritannien ähm tatsächlich diesen Kurs, den im Prinzip seit dem Beginn des Ukrainekrieges äh gefahren wird in Bezug auf die Unterstützung der Ukraine fortgeführt wird von Bernam. Herr Jansen, schauen wir bitte auf die politische Stabilität respektive auf die politische Instabilität auf der Insel. Ich meine, es ist ja gefühlt jede anderthalb Jahre rein statistisch gesehen in den letzten 10 Jahren, dass ein neuer Premierminister in Downing Street Nummer 10 antritt. Wir wissen alle sie viel besser als ich, wie die politische Lage in der Europäischen Union aussieht. nächstes Jahr in Frankreich Wahlen, Wahlen in Deutschland regionaler Art zwar erstmal, aber äh mit einem Ausgang, der total ungewiss ist, wir wissen alle nicht, wie es ausgeht. Äh will sagen mit der Stabilität der Europäischen Union, das kann ganz schnell auch ins Wanken geraten. Wie sieht es jetzt in England aus? Ich meine, auch da gibt es ja Fliegkräfte von rechts. Vor allem, wie stabil ist denn das, was jetzt unter Andy Burnhem passieren wird auf der Insel? Also Markus Söder hat mal im Bezug auf die jetzige deutsche Bundesregierung gesagt, das wäre die letzte Patrone der Demokratie. Ich sehe das ein bisschen ähnlich für Großbritannien. Ich glaube, Burnam ist jemand, der mit sehr vielen Erwartungen auch ähm belegt ist jetzt erstmal in der Bevölkerung und auch in der Labor Party, wenn Bnham scheitern sollte und das ist absolut nicht ausgeschlossen, weil eben das politische System Großbritanniens, wir haben das bei den Kommunalwahlen im März gesehen, ja doch mittlerweile eine starke Instabilität hat. Also, wenn er scheitert mit seinen Vorhaben, mit seinen Ideen, dann könnte das tatsächlich den Weg ebnen zu einer Machtübernahme der Reform äh Party. Ähm, das heißt der Partei von Nel Farage, auch wenn er jetzt erstmal zurückgetreten ist aufgrund irgendwelcher ominöser Spenden, äh aber er will ja sozusagen seinen Untersitz wieder gewinnen und wenn er den gewinnen sollte, dann wird er natürlich noch viel strahlender da stehen. Das heißt, also ich denke schon, dass Burnham eine Chance ist, aber er ist vielleicht auch die letzte Chance für dieses demokratische System, so wie wir es kennen in Großbritannien mit den zweieinhalb Parteien. Ich sage mal auf der einen Seite Labor, auf der anderen Seite die Konservativen und in der Mitte noch die Liberaldemokraten. Wir haben zur linken natürlich die Grünen, die einen eher linkspopulistischen Kurs fahren und versuchen Labor von links anzugreifen. Von rechts wie gesagt die Reformparty. Das heißt, es wird schwierig, aber ich will jetzt nicht völlig ausschließen, dass es ihm gelingt, weil das was er in Manchester geschafft hat, das möchte er natürlich auch ein Stück weit hier zum Modell machen in [jubel] London. Herr Jansen, ich muss Herr Jansen, ich muss Sie unterbrechen. Danke bis jetzt kommt Kier mit seinen Abschiedsworten. [jubel] [jubel] Danke. Vielen Dank und guten Tag. Ich werde nun seine Majestätin König aufsuchen, um meinen Rücktritt anzubieten und das Buch zu schließen. Das Kapitel meiner Zeit als Premierminister. Meine Arbeit ist getan. In seinhalb Jahren habe ich unsere Partei aus einer historischen Niederlage 2019 übernommen, hab sie und habe sie verändert, damit sie in der Lage war, das Land zu führen und 2024 ein Erdrutschsieg zu erringen. Seitdem war es das Privileg meines Lebens [räuspern] ihnen und diesem großartigen Land zu dienen als Premierminister. Und ich bin zuversichtlich, dass Großbritannien jetzt stärker und gerechter ist als vor zwei Jahren. Unsere Wirtschaft ist stärker. Unser öffentlicher Dienst ist besser mit den geringsten Wartezeiten seit 17 Jahren für den nationalen Gesundheitsdienst. Kinder werden aus der Armut geholt jeden Tag. Die Immigration ist zurückgegangen, unsere Verteidigungssicherheit ist viel stärker aufgestellt und unser internationaler Ruf ist sehr großartig verbessert und eins werde ich immer mit mir nehmen. Der demütigste Aspekt dieses Berufs ist der Sitz in der ersten Reihe, den man einnimmt, um die großartigsten Kräfte dieses Landes in Aktion zu erleben, um jeden Tag in messbaren Taten von Anstand, Mut und Mitgefühl die Taten von Menschen zu erleben, die unserem Land dienen, ob in den Farben ihres Regiments oder einfach die Millionen Menschen, [räuspern] die in in den Gemeinschaften und in ihren Communities daran arbeiten, ihre [räuspern] Lage und ihre Situation und die Lage der Gemeinschaft zu verbessern. Wir wollen nicht zulassen, dass sie immer und etwas uns spaltet wegen unseres Anstands, unserer Werte, unserer Freiheit und wegen unserer Entschlossenheit gegenüber den tapferen Menschen der Ukraine Solidarität zu bewahren. Angesichts dieses Angriffs ist es wichtig, dass wir uns daran denken, wo es Großbritannien ausmacht. Während wir darüber diskutieren, wie wir unsere Probleme lösen, haben wir einen Charakter, der uns Vertrauen gibt, nämlich, dass wir unser Land zum besseren verändern können, dass wir in Großbritannien schaffen können, in dem jedes Kind so weit kommt, wie sein Talent ihn es trägt und wo wir unterschiedlichste Menschen unter unserer gemeinsamen Flagge vereinigen können, wenn wir nicht den Tendenzen zur Spaltung nachgeben. Jetzt gebe ich den Staffelstab weiter an Andy Burnham. Ich wünsche Ihnen vollen Ich wünsche ihm vollen Erfolg. Er hat meine volle Unterstützung und ich möchte einmal mehr meiner Familie danken, meiner Frau Wig und meinen Kindern, meinem Team, den ganzen Mitarbeitern hier und allen in der Labor Party, allen in der Downing Street 10 und im öffentlichen Dienst, die unsere Bemühungen unterstützt haben während dieses Weges. Bei allem Fokus auf Einzelpersonen wird Politik immer ein Mannschaftssport bleiben und die Veränderung, die wir für unser Land und unsere Partei bewirkt haben, gehört Ihnen allen. Ich möchte Ihnen danken und ich danke dem britischen Volk für die Chance zu Ihnen zu dienen. Ich gehe mit einem guten Gefühl, mit einem Lächeln. Ich gehe stolz auf alles, dass wir erreicht haben. Vielen Dank. [jubel] Soweit also K Star mit seinen Abschiedsworten die Umarmung der Gattin selbstverständlich viel Unterstützung von seinen Mitarbeitern von politischen Unterstützern vor Ort vor Downing Street number 10. Es war das Privileg meines Lebens, Premierminister von Großbritannien gewesen zu sein. Also jetzt zum Schluss starke, wie ich fand, dann doch starke Worte auf dem Weg zu König Charles, dem er jetzt seinen Rücktritt anbietet und er wird natürlich er König dieses Rücktrittsgesuch annehmen. Im Laufe des Nachmittags geht's dann sozusagen in umgekehrter Reihenfolge. Andy Burnham wird dann zum König gehen und mit dem König zusammen zu Downing Street Number 10 gehen und dann quasi ist der Stabwechsel ist der Machtwechsel dann von Star zu Burnham vollzogen. Stammer steigt jetzt in die in das in den PKW, um zum König zu fahren. Interessanterweise haben wir vorhin schon bei Livebildern gesehen, rund um den Buckingham Palace in London Innenstadt sind viele viele Zuschauer. Klar, es sind natürlich auch viele Touristen, aber vielleicht auch viele Brüten vor Ort, um sich das dann anzuschauen, um einen Blick auf den Scheidenden und den [jubel] neuen Premierminister zu erhaschen. Wir nehmen der Sibo Jansen, den Politikwissenschaftler mit in die Sendung, der sich excellent auskendet mit der Politik in Großbritannien. Ich sag's noch mal, es war das Privileg meines Lebens. Äh, er behauptet, Kistama, Großbritannien wäre jetzt stärker und gerechter. geworden in den letzten zwei Jahren. Da habe ich mir gedacht, ja, warum ist er denn denn quasi aus dem Amt äh gekickt oder getrieben worden? Kann man f schon sagen, denn es gab ja kein Misstrauenswoto, wie es möglicherweise in Berlin geben würde oder könnte gegen den Kanzler, sondern er ist ja, wenn ich das richtig verstanden habe, von seiner eigenen Partei aus dem Amt getränkt worden, oder? Ja, absolut. Also, das ist in Großbritannien tatsächlich etwas anders als bei uns. Ähm, wir hatten im März die Kommunalwahlen, die sehr deutlich verloren gegangen sind für Labor wo Labor wirklich massive Einbußen erlitten hat zu äh Ungunsten der Reformparty, aber auch zu Ungunsten der Grünen auf der linken Seite. Und das hat eigentlich eine Diskussion verschärft und letztendlich dann auch zu diesem jetzt Rücktritt geführt, dass eben Star nicht mehr die Mehrheit der Abgeordnen hinter sich hatte und damit auch nicht mehr Parteivorsitzender sein konnte. Es gab eine klare Erklärung von mehreren dutzend Abgeordneten, dass sie ihn nicht mehr unterstützen wollen. Es waren am Ende auch die mehr als 81, die gebraucht wurden, um sozusagen eine Palastrevolution zu entfachen. 81, das ist die Zahl, die da in dem Kontext jetzt äh aufgrund der Mandatsträger der Laborparty im Unterhaus gebraucht wurde. Und ähm ja, das hat dann diese Kettenreaktion in Gang gesetzt. Und was ihm natürlich auch schwer geschadet hat, war diese völlige Fehlereinschätzung. Das ist eben auch schon mal gesagt worden, [schnauben] ähm dieser Ernennung Peter Mendelson zum äh Botschafter in den USA, der nur sehr enge Verbindung zu Skin hatte. Ähm, Star hat also durchaus einen gemischtwagenladen hinterlassen, würde ich mal sagen. Wie gesagt, außenpolitisch hat er durchaus Akzente gesetzt, hat sich der EU angenähert, hat auch ein gutes Verhältnis zu Macron, zu Merz gehabt. Also, das muss man sehr klar sagen. Innenpolitisch ist er eigentlich eher blass gewesen. Er hat es nicht geschafft, die Akzente, die er im Wahlkampf versprochen hat, im Grunde dann auch äh umzusetzen. die Kaufkraft ist nicht gestiegen, die Inflation ist relativ hoch geblieben, die Arbeitslosigkeit ist auch nicht wesentlich gesungen. Das heißt, also diese ganzen Faktoren, die ökonomisch ähm im Grunde ausschlaggebend waren, da hat er keine wirkliche Relevanz erreicht. Dann kommt diese schwere Wahlniederlage dazu, dann kommt dieser Mendelson Skandal dazu und das hat dazu geführt, dass er am Ende eben das Vertrauen der Mehrheit der Abgeordnen verloren hat und äh Konsequenz ist das, was wir jetzt heute sehen. Sie Jansen war das der Politikwissenschaftler. Ich sage ganz herzlichen Dank bis hierher. Sie werden uns am Nachmittag weiterhin begleiten, wenn es dann zur Intronisierung von Andy Burnham kommt. Danke bis hierher. Also das Ganze hat sicher Auswirkungen für das Verhältnis Großbritanniens zur Europäischen Union, zu Paris und Berlin, aber auch zu Brüssel. Darin ginge.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=eMVB5R3sPgg |
| Titel | Amtsübernahme in GB: Abschiedsrede Keir Starmer – scheidender britischer Premierminister | 20.07.26 |
| Kategorien | Real-Life-TV, BulkNews, phoenix |
| Hinzugefügt | 2026-07-21 00:03:59 |
| Mediendatei | Original-Medium ansehen · Lokale Kopie |
