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🤖 Zusammenfassung
Der britische Premierminister Andy Burnham hat in seiner Antrittsrede eingeräumt, dass die britische Politik in den vergangenen Jahren „nicht gut genug“ war. Er ist in nur zehn Jahren die sechste Person, die das Amt übernimmt, und verspricht einen „Gamechanger“: eine neue politische und wirtschaftliche Ordnung, die größte Veränderung seit 40 Jahren. Kernpunkte sind Dezentralisierung von Macht auf kommunale und regionale Ebene, Rückführung lebenswichtiger Daseinsvorsorge unter öffentliche Kontrolle, Reindustrialisierung durch britisches Beschaffungswesen, ein 10-Jahres-Plan, mehr sozialer Wohnungsbau, Hilfe bei Lebenshaltungskosten und ein präventiver Staat. Sofortmaßnahmen will er unter anderem gegen Obdachlosigkeit ergreifen.
Analyst Sibo Jansen betont, dass Burnham vor tiefgreifenden gesellschaftlichen Spaltungen steht: Nord-Süd-Gefälle, Brexit-Gegner und -Befürworter, Migrationsskepsis gegen weltoffene Positionen sowie sozioökonomische Ungleichheit. Ob der 10-Jahres-Plan umsetzbar ist, bleibt fraglich, weil bis dahin mindestens zwei Unterhauswahlen anstehen. Außenpolitisch dürfte Burnham zunächst den Fokus auf Innenpolitik legen, die Ukraine-Unterstützung aber fortsetzen. Eine schnelle EU-Mitgliedschaft hält Jansen für politisch unmöglich; allenfalls eine schrittweise Annäherung etwa nach norwegischem Vorbild sei realistisch.
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📜 Transkript
Ich komme gerade aus dem Buckingham Palace, wo ich den Auftrag des Königs akzeptiert habe, eine Regierung zu bilden. [applaus] Damit ist mir absolut bewusst, dass ich die sechste Person in den letzten 10 Jahren bin, die diese Straße hier zur Nummer 10 hochkommt, der siebte Premierminister seit 2016. Und deswegen sollten wir diesen Moment nutzen, um darüber nachzudenken und neue Entschlossenheit zu zeigen. Das erfordert meine Generation. Es erfordert, dass meine Generation von Politikern auf Höhe ihrer Aufgaben sich verhält und der neuen Herausforderung begegnet. Großbritannien muss der Welt zeigen, dass wir unsere Stabilität wieder zurückgewinnen können. Und das ist unsere Herausforderung, das ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Politik funktioniert und zwar besser funktioniert. Ich weiß, dass die Menschen zu Hause die Nase voll haben von Politik. Ich höre eure Stimmen und ich möchte euch gegenüber ehrlich sein. Wir waren nicht gut genug und wir müssen besser werden. Wir werden besser werden. Wir werden diesen Augenblick zu einem Gamechanger für Großbritannien machen und die größten Veränderung der letzten 40 Jahre in um in Umsetzung bringen mit einem neuen politischen Modell und einem neuen Wirtschaftsmodell. In den 80er Jahren hat Großbritannien einige falsche Entscheidungen gefällt. Die politische Macht wurde zentralisiert, die wirtschaftliche Macht wurde privatisiert, große Teile des Landes wurden deindustrialisiert und sie haben sich immer noch nicht erholt davon. Viele Städten, viele Städte und Gegenen sind immer noch im Abschwung und sie haben nicht die Möglichkeit, die Dinge zu verändern und eine Wende herbeizuführen. Deswegen müssen wir die Politik verändern. um die Politik mehr auf Zusammenarbeit auszurichten, mehr auf Problemlösung statt auf Schuldzuweisung. Wir werden die Macht von hier zu in das Land zurückgeben, damit sie auf den unteren kommunalen und regionalen Ebenen mehr tun können und die dass die wesentlichen Elemente der Daseinsvorsorge wieder unter öffentlich Kontrolle bringen, damit sie bezahlbar werden, die Reindustrialisierung Großbritanniens mit einem Beschaffungswesen, dass die britische Industrie wieder zurückbringt. Ich werde einen neuen Plan für Großbritannien, ein 10 Jahresplan vorstellen in seinem späteren Zeitpunkt und dort den Weg vorzeichnen, von da, wo wir jetzt sind bis dahin, wo wir Großbritannien sehen wünschen zu sehen wünschen und zwar wir alle meiner Meinung nach und wir können etwas dafür tun, dass die Menschen jetzt mehr Platz zum Atmen erhalten und Hilfe bei den Lebenshaltungskosten und ich werde ab morgen einige Sofortmaßnahmen vorstellen inklusive der Präsentation, wie wir sie bezahlen. Wir werden mehr jungen Menschen in Arbeit bringen, indem wir das Bildungssystem verändern und ihn mehr Unterstützung, auch mentale Unterstützung anbieten. Wir werden auch mehr kommunale Wohnungen bauen. Das ist der gerechte und nachhaltige Weg. die für ähm eine einen Sozialstaat zu sorgen und auch unsere Bekenntnisse zu den Verteidigungsausgaben gegenüber unseren internationalen Partnern zu erfüllen. Wir werden den Menschen helfen, gut zu leben, indem wir einen präventiveren Staat aufbauen und investieren in den Erfolg der Menschen, statt für statt für Scheitern zu bezahlen. Und das beginnt jetzt. Ich werde jetzt durch diese Tür gehen und dann meine ersten Anweisungen geben, um dafür zu sorgen, dass in unserem Land die Obdachlosigkeit beendet wird und niemand mehr in der Straße auf der Straße schlafen muss. geht darum, die richtigen Werte und die richtigen Standards wieder ins in den Kern der Regierungspolitik zu bringen. Ich werde die Sorge, um die Menschen ins Zentrum von allem Rücken, was ich tue. Ich gebe euch alles dafür und ich bitte, Sie alle mit an mir an einem Strang zu ziehen. Lassen Sie uns einen neuen nationalen Sinn für Einigkeit und gemeinsame Ziele implementieren. Lassen Sie uns das zu dem Augenblick machen, indem Großbritannien wieder anfängt an sich selbst zu glauben und an dem wir die Hoffnung wieder zurückbringen. Vielen Dank. Soweit Andy Burnam, der neue [applaus] Premierminister [jubel] Großbritanniens mit seiner [applaus] Antrittsrede, seinem Antrittsstatement. Er sagt, wir müssen und werden besser werden. Dieser Augenblick soll ein Gamechanger werden. Ob es dieser auch sein kann, bewerten und besprechen wir weiterhin mit meinem Gast mit Sibo Jansen. Danke, dass Sie noch zugeschaltet sind. Ja, Werte und Standards zurück in die Politik bringen, den nationalen Sinn für Einigkeit wieder herstellen, stärken da direkt direkt die Frage an Sie, welche gesellschaftliche Spaltung prägen denn gerade heutzutage England, Großbritannien am stärksten? Also, es ist eineseits Nordsüdbaltung. Der Süden ist sehr wohlhabend im Durchschnitt. der Norden Englands ist eher arm, hat sich wie Burnham das richtig gesagt hat von der Deindustrialisierung der Secher Jahre 80er Jahre nie wirklich erholt in vielerlei Hinsicht. Also das ist eine Spaltung. Dann gibt es eine Spaltung zwischen denen, die den Brexit nach wie vor beführen. Das wird kleinere Gruppe, aber sie ist immer noch stark. und den die den Brexit mittlerweile als Fehler angesehen haben oder immer schon als Fehler angesehen haben, dann gibt es eine Spaltung zwischen Menschen, die eher ein weltoffenes Großbritannien wollen mit Migration, die die Menschen, die Migrationshintergrund haben, integrieren wollen und denjenigen, die vor allen Dingen von der Reform Party repräsentiert werden, Nigel Farage, aber auch teilweise von den Konservativen, den Turist, die genau das nicht wollen, die im Grunde ein äh äh Britain First haben wollen, das ist eine dritte Spaltungslinie. Und ganz generell ist es natürlich die sozialökonomische Spaltungslinie. Ähm das heißt zwischen sehr wohlhabenden Briten, die in den letzten Jahren auch immer wohlhabender geworden sind und einem Teil, der immer ärmer geworden ist. Und da hat er wirklich eine Riesenaufgabe oder mehrere Riesen Aufgaben und er hat jetzt von dem 10 Jahresplan gesprochen, wenn ich das gerade sagen darf. Ähm, es wäre natürlich toll, wenn er die Zeit kriegen würde, aber da liegen dann mindestens noch zwei Unterhauswahlen zwischen. Das heißt, mit anderen Worten, er muss für diesen 10 Jahresplan dann auch noch zweimal eine Mehrheit äh im Unterhaussicht sichern und auch das gelingt bei der jetzigen politischen Situation schwierig. Dafür muss er auf jeden Fall, wie wir eben schon besprochen haben, einen guten Staat hinlegen. Er hat sehr innenpolitisch, wirtschaftspolitisch und auch auf die Obdrachlosigkeit, die Wohnungsnot sehr viele inpolitische Punkte gesetzt. auch sein Vorgänger. Das war so der Außenpremier, hat glaube ich im Ausland eine andere Wirkung gehabt als im im eigenen Land. Ist das für ihn jetzt für Andy Burnham auch auch der Punkt hier den Fokus auf Großbritannien first zu setzen? Ja, er wird sicherlich in der ersten Zeit verstärkt auf Großbritannien first setzen. Er wird versuchen, diese sozialen und wirtschaftspolitischen Maßnahmen umzusetzen, die er jetzt detaillierter darstellen wird in den nächsten Tagen, Wochen. Äh, aber ihm ist natürlich auch klar äh, dass er äh Fragen wie europäische Sicherheit, wie internationale Beziehung, Verhältnisse den USA auf Dauer nicht ausblenden kann und er wird sich auch dazu verhalten müssen. Äh, aber tatsächlich ist da in der Rede jetzt gar nichts von gesagt worden, aber das ist natürlich auch ein bisschen jetzt der Erwartungshaltung der Zuhörer und auch natürlich der medialen Öffentlichkeit geschuldet. Äh Außenpolitik ist halt in den allermeisten Staaten und dazu gehört Großbritannien auch in der Regel nicht so besonders sexy. Deshalb versucht man das erstmal ein bisschen zurückzustellen. Ich denke aber, die Realität wird ihn da schnell einholen und er wird auch schnell drauf reagieren müssen auf die Entwicklung im internationalen Kontext. auch gerade mit äh mit Blick auf die zukünftige Verteidigungspolitik und natürlich auch die NATO, die Unterstützung der Ukraine. Wie schätzen Sie es ein? Wie schnell wird er sich da hin orientieren? Was dürfen wir von Burnam hier erwarten? Also er wird, denke ich, den Kurs seiner Vorgänger und das ist ja einer der die ganz wenigen Punkte, wo wirklich die Konservativen, also die Tor und die Labor Party und auch die Liberaldemokraten eine gemeinsame Position haben, dass man die Ukraine uneingeschränkt unterstützt. Also, das wird er im vollen Umfang übernehmen und da wird er auch relativ schnell agieren. Es wird auch ein bisschen drauf ankommen, wer jetzt Außenminister wird. Äh, ob das jemand ist, der vielleicht schon eine gewisse internationale Erfahrung hat oder ob das ein ganz neuer Außenminister ist, der im Prinzip noch keine internationale Erfahrung hat. Da muss man mal gucken, da wird auch ein bisschen von abhängen, wie schnell sich das einspielt. Aber generell denke ich, dass die Grundlinie Ukraine sich nicht ändern wird. Ich gehe auch nicht davon aus, dass es im Grundsatz eine Abkehr von der Annäherung an die EU gibt, aber er wird jetzt natürlich erstmal versuchen, diese innenpolitischen Fragen, diese sozialpolitischen Fragen äh in den Vordergrund zu stellen und das andere wird eher im Hintergrund laufen, ein bisschen äh zurückgesetzt, aber es wird laufen. Mhm. zum Schluss noch die Bundesregierung auch schon in der ersten Reaktion äh setzt auf ein eine sehr enge Zusammenarbeit mit Burnham auch natürlich mit Blick auf eine, wir haben auch schon im Gespräch drüber gesprochen, eine mögliche Brexit Abkehr, eine EU Mitgliedschaft Großbritanniens. BN selber ist da ein durchaus auch Befürworter, äh wird dies aber nicht so schnell aufs Tableau bringen können und umsetzen können. Richtig, das ist erstmal schwierig aus dem simpelten Grunde, weil die Gegenkräfte da einfach zu stark sind. Er spürt die Reformparty von Ferage im Nacken. Er spürt natürlich auch nach wie vor die starken Strömungen, die für den Brexit waren im Nacken. Also, das wird er eher, wenn er die Zeit dafür kriegt, als mittelfristiges Projekt angehen. Aber das heißt ja nicht, dass es nicht eine Annäherung geben kann, die schon in Richtung auch eines norwegischen oder schweizerischen äh Weges in äh als Annäherung an die EU geht. Also, wir reden nicht über eine Mitgliedschaft in 5 Jahren oder oder 3 Jahren, sondern das ist wirklich eine langfristige Sache und ähm ausschließen will ich es nicht, aber er wird das natürlich nicht als sein Hauptziel äh vorgehen. Das wäre politisch in der jetzigen Situation selbstmörderisch und er würde damit auch die Spaltungstendenzen in Großbritannien noch weiter verschärfen. Also deshalb denke ich, eine Schritt für Schritt Annährung wird das sein, was folgen wird. Wir halten fest, Andy Bnam hat viel vor. ob er die Zeit für seine Vorhaben bekommt. Das wird der Karlstad zeigen, wie gut er äh eben diesen hinbekommt. Der siebte Premierminister in den letzten 10 Jahren Großbritanniens. Sibo Jansen war das mit einer Einschätzung und Einordnung. Ganz herzlichen Dank dafür und Grüße. Ich danke Ihnen. Schönen Tag noch. Wir bleiben so ein bisschen beim Thema EU, was wir ja auch gerade schon bisschen angerissen und besprochen haben heute im Phönixgespräch bei meinem Kollegen Hans Werner Fitc hatten wir nämlich
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=UMjJgDqEMLA |
| Titel | Neuer britischer Premierminister: Antrittsrede von Andy Burnham | 20.07.2026 |
| Kategorien | Real-Life-TV, BulkNews, phoenix |
| Hinzugefügt | 2026-07-21 00:03:59 |
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