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🤖 Zusammenfassung
Im Bendlerblock in Berlin legten 240 Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr ihr öffentliches Gelöbnis ab. Die seit 1999 am 20. Juli stattfindende Zeremonie verbindet die eigene Geschichte der Bundeswehr mit der preußischen Heeresreform und dem militärischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Oberst a.D. Patrick Sensburg betonte, dass die Bundeswehr im Gegensatz zur Wehrmacht nicht auf eine Person, sondern auf Grundgesetz und freiheitlich-demokratische Grundordnung schwöre.
Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs rückte die Landes- und Bündnisverteidigung in den Mittelpunkt. Die NATO fordert eine Aufstockung auf 260.000 aktive Soldaten und 200.000 Reservisten. Sensburg zeigte sich skeptisch, ob die bisherige Freiwilligenstrategie ausreicht: Von 40.000 angesprochenen Jugendlichen dienten letztlich nur 530. Er plädierte daher mittelfristig für eine Rückkehr zur Wehrpflicht, während der Reserve-Dienst per Reservistenstärkungsgesetz bereits verpflichtend werden soll.
Verteidigungsminister Boris Pistorius und Ehrengast Navid Kermani betonten in ihren Reden, der 20. Juli stehe für das „Aufstand des Gewissens“ und die Pflicht zum Widerstand gegen Unrecht. Kermani warnte zugleich, das Gewissen allein genüge nicht; objektives Korrektiv sei das Grundgesetz.
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📜 Transkript
sich Pardon. Gibt es hier das feierliche Gelöbnis? Damals hat das Rudolf Scharping, der damalige Verteidigungsminister beordert und er ist heute auch einer der Ehrengäste hier. Ähm der Ehrengast allerdings, der hier die Rede hält, das ist David Kermani, der Schriftsteller. Da kommen wir nachher noch zu. Und im Moment sehen Sie hinter mir schon die ersten Abteilungen, die ja einmarschieren. 240 Rekrutinnen und Rekruten aus den verschiedenen Teilstreitkräften werden heute hier ihr öffentliches Gelöbnis ablegen. Seit 1999 habe es gesagt, findet das hier statt manchmal auch auf dem Platz der Republik, der aber im Moment eine Baustelle ist, deswegen geht das da nicht. Deswegen geht man hier auf diesen Paradeplatz. Und das Ganze möchte ich heute kommentieren mit Oberst Patrick Sensburg. Ähm, bis zum April diesen Jahres waren Sie der Vorsitzende äh der der Reservisten des Reservistenverwandes, so nennt man das, der Präsident des Reservistenverwandes. Jetzt habe ich es genau. Sie waren auch lange Jahre für die CDU Abgeordneter im deutschen Bundestag und sie sind Professor an der Hochschule für Polizei und äh äh öffentliche Verwaltung in Köln. Jetzt habe ich es ziemlich lange Vorstellung. Wir bleiben mal praktischerweise beim Herrn Oberst. Also dieses öffentliche Gelöbnis, ich habe es gesagt, äh seit 99 findet das hier statt, auch weil der 20. Juli für die Bundeswehr als Tradition ja sehr wichtig ist. Welchen Stellenwert hat dieses dieses Attentat, was ja fehlgeschlagen ist? Dieses Attentat hat natürlich einen ganz hohen Stellenwert und dieses Datum, das ist eine der drei Traditionslinien der Bundeswehr. Die Bundeswehr hat drei Traditionslinien. Die eine ist natürlich die eigene Geschichte der Bundeswehr seit 1955. Das ist einmal die Armee im kalten Krieg, das ist aber auch natürlich die Bundeswehr im Einsatz mit den vielen Einsätzen, die die Bundeswehr gehabt hat. Die meisten werden sich an Afghanistan, an Mali erinnern, aber natürlich auch im Kosovo beispielsweise, dort sind wir immer noch, aber auch die UN-Einsätze, also das hat die Bundeswehr, die Bundeswehr mit ihren Soldatinnen und Soldaten, aber auch die Familien, die dahinter stehen, maßgeblich geprägt. Es ist die preußische Heeresreform in der Geschichte. Weg von einem Kadavergehorsamen hin zu einem Sinn und Zweck, für den man dient. Und dann eben die dritte Traditionslinie, der Widerstand, der militärische Widerstand, der sich gerade in diesem Datum besonders zeigt. Es gab vielen militärischen Widerstand, aber es gab eben insbesondere dieses Datum, an dem man das festmacht. Und deswegen ist es, glaube ich, wichtig, dass diese Traditionslinie besonders herausgestellt wird, dass Glöbnisse an diesem Tag stattfinden. Man muss auch gerechterweit sagen, die Bundeswehr ein bisschen gebraucht, um das Ganze auch äh sozusagen in die innere Führung einzupassen. Ich kann mich erinnern äh, dass vor allen Dingen nach dem äh Krieg und am Anfang der Bundeswehrzeit die Angehörigen z.B. überhaupt nicht. Es gab keine Wittelpension, nichts. Das hat also ein bisschen gedauert, jemand die Leistung von Staufenberg und anderen zu würdigen wusste. Ja, das hat gedauert. Es ist aber gut, dass dieser Schritt gegangen worden ist, weil es rückt alles in einen besonderen Hintergrund und es stellt im Grunde immer wieder das, wofür man dient, heraus. Und ich glaube, das ist so wichtig, wenn wir jetzt wieder über Landes- und Bündnisverteidigung zentral reden. Das Ganze hat einen Grund. Es hat eben nicht nur den Grund, dass wir Territorien schützen, unsere Bundesrepublik Deutschland, unsere Partner, sondern dass wir für das einstehen, was als Werte dahinter steht, die freiheitlich demokratische Grundordnung, die Werte, wie sie sich im Grundgesetz widerspiegeln. Dafür dienen wir, dass wir in einem freien Land leben, was in anderen Ländern ja nicht selbstverständlich ist. Und so eine Veranstaltung, wenn man auch mal Kritik übt beispielsweise, geht in vielen Ländern nicht. Und die Bundeswehr hat einen schönen Spruch. Wir kämpfen dafür, dass ihr auch gegen uns sein könnt. Heute werden wir aber für die Bundeswehr sein. Und diese 240 Rekruten hier, die werden ja heute schwören oder geloben auf das deutsche Grundgesetz. Die Wehrmachtsoldaten z.B. haben auch die Person Adolf Hitler gelobt. Das ist ja schon mal der Unterschied. Das eine der waren ganz großen Unterschiede, dass hier ganz klar ist, es werden Werte in den Vordergrund gerückt. Wir wissen, wofür wir dienen und das ist eben gerade dieses Grundgesetz, diese Gesellschaft, diese Werte, auf denen die Gesellschaft aufbaut, dafür steht man ein. Nicht auf eine bestimmte Person, nicht auf Persönlichkeiten, Institutionen, sondern das Gesamte. Das schützt man, das will man tapfer verteidigen. Nun sind Sie selber oberst der Reserve und dennoch muss man sagen, diese 240 jungen Männer und Frauen, die heute angetreten sind, das ist ja doch in den jetzigen Zeiten 2026 sich bei freiwillig bei der Bundeswehr zu melden durchaus auch ein Verdienst dieser jungen Leute, denn wir haben ja einen veritablen Krieg in der Nähe und natürlich muss ein auch klar sein, dass der vielleicht nicht spurlos auch an uns in Deutschland vorbeigehen wird. Also, wir diskutieren seit der Vollinvasion Russlands in die Ukraine sehr natürlich wieder über den Dienst, über die Bundeswehr, über die Aufgaben, über die Rückbesinnung zur Bündnis- und Landesverteidigung, die eigentlich schon seit 2014 stattfindet, jetzt aber erst so richtig und in der Bevölkerung wird über die Truppe über die Aufgabe der Bundeswehr diskutiert. Das ist auch gut so. Und die Menschen reflektieren auch, warum ist der Dienst jetzt so wichtig? Er hat wieder in der zentralen Mitte die Bündnis- und Landesverteidigung das eigene Land zu schützen, nicht mehr in Auslandseinsätze zu gehen, die wird es auch weiterhin geben müssen. Aber wir wissen, im Zentralen dienen wir darum, unser eigenes Land zu schützen, zu beschützen. Und ich glaube, das führt dazu, dass viele auch sagen können, damit können wir uns wieder identifizieren. Es macht wieder Sinn in der Bundeswehr zu dienen. Wir haben ja beide noch bei der Bundeswehr gedient, da gab es noch die Wehrpflicht, die gibt es nicht mehr. Insofern ist das wie gesagt ja auch eine besondere Leistung hier der jungen Leute sich freiwillig verpflichtet zu haben. Und die NATO hat ja Deutschland aufgegeben, dass wir von 185 000 Soldaten demnächst bis 2035, glaube ich, auf 260.000 Soldaten kommen müssen. Äh der Verteidigsminister Boris Pistorius hat jetzt diese Freiwilligkeit mit den Unterschriftenaktionen Die jungen Männer und Frauen werden angeschrieben. Glauben Sie, das ist ein Weg äh dass Deutschland diese Sollstarke erreichen kann? Also müssen sogar eigentlich noch auf viel mehr Soldatinnen und Soldaten kommen, sagt die NATO, auf 460.000. Das setzt sich zusammen aus kommen die Reservisten. Das kommen wir gleich natürlich nicht unerwähnt lassen. Also 260 000 aktive Soldatinnen und Soldaten und 200.000 Reservisten. Das versucht die Bundesregierung der Minister jetzt erst mit Freiwillig. Er schreibt also einen ganzen Jahrgang an. Man muss antworten und dann schauen wir, wie viel sich interessieren für die Bundeswehr. Das ist auch, glaube ich, das was zurzeit geht in einer Zeit, wo wir jetzt die Liegenschaften wieder aufbauen, wo wir Ausbildungseinheiten wieder schaffen. Also viel mehr wäre wahrscheinlich von der Bundeswehr selber kaum zu schaffen, aber es wird sich dann auch zeigen, reicht das aus, erreichen wir a die Zahlen und erreichen wir die Fähigkeiten, die die NATO von uns abfordert und da glaube ich, dass wir auf lange Sicht ohne eine Werpflicht nicht hinkommen werden. Dann haben wir aber hoffentlich ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten, ausreichend Ausbildungseinheiten geschaffen, dass wir dann auch umswitchen können von der Freiwilligkeit hin zu Werpflicht. Einen Pflichtanteil soll es aber demnächst ja geben. Es gibt ein Gesetz für die Reserve, das Reservistenstärkungsgesetz. Da soll der Dienst in der Reserve ab dem nächsten Jahr verpflichtend werden. Das kommt noch in die parlamentarische Beratung. Also von daher soweit sind wir noch nicht, aber in kleinen Schritten gehen wir Richtung verpflichtendem Dienst. Ja, das ist ja eigentlich auch ein bisschen unlogisch. Bei der Reserve wird's plötzlich verpflichtend und äh die Leute, die äh sich zur Bundeswehr melden, die sind nach wie vor freiwillig. Da gibt es auch sehr unterschiedliche Zahlen. Also, es wird gemeldet von der Harthöhe, dass sich immer mehr Menschen melden. 40.000 ein großer Zuwachs bei dem Jahrgang 2008, der angeschrieben wurde. Da waren es allerdings am Schluss nur 530, die hier dienen. Also, das ist ja dann doch eher ein Trippelschritt. Wie kommt dieses Missverhältnis zustande? Also, wir haben natürlich jetzt noch kleine Zahlen, bei denen sich es zurückmelden und die wir auch aufnehmen können in den Dienst der Bundeswehr. Wir hoffen, dass wir das in den nächsten Jahren noch steigern können. Klar ist, alle werden angeschrieben, alle können sich melden und wir haben große Jahrgänge, die auch in den Ruhestand gehen. Wir müssen also nicht nur aufwachsen, wir müssen auch das ergänzen, was jetzt an Soldatinnen und Soldaten in den Ruhestand geht. Eine sehr ambitionierte Aufgabe für das Ministerium. Aber ich glaube jetzt erstmal der richtige Weg, weil wenn wir parallel nicht auf die Strukturen aufbauen, dann wird auch eine Werpflicht nicht mal eben gehen. Ich hoffe, dass diese Chance genutzt wird. Schrittweise Aufbauen der Truppengröße und gleichzeitig ausbauen der Kapazitäten, um dann auch in eine Werflicht umschalten zu können, wenn es ohne Freiwilligkeit nicht geht. Bin ein großer Fan der Freiwilligkeit, wenn es gelinge. Ich glaube nur nicht dran. Das warten wir dann mal ab. Im Moment läuft so wie es jetzt läuft. Gucken wir noch mal auf die, die sehr lange Jahre vertreten haben, die Reservisten. 60.000 im Moment, das sollen 200.000 werden. Was halten Sie davon, dass das verpflichten ist, denn das involviert ja auch die Arbeitgeber und natürlich auch den persönlichen Lebenslauf und es ist ja eine Erfahrung, dass man freiwillig Wehrdienst leistet, motiviert dahingeht, wenn man gezogen wird, glaube ich, wird das ein bisschen anders aussehen. Erstmal muss man sagen, in früheren Jahren haben gerade mal 20.000 Reservist und Reservisten regelmäßig bedient. Wir haben also einen Aufwuchs in den letzten Jahren geschafft von rund 40.000 on top. Das ist sehr gut, muss man sagen. Also, kann ich das Ministerium und den Minister nur loben, aber 60.000 sind noch keine 200.000. Und wir müssen dann natürlich auch noch schauen, wie gut sind Sie ausgebildet, wie oft trainieren sie. Deswegen kommt dieser verpflichtende Anteil jetzt rein, weil wenn die 200.000 nicht gut ausgebildet sind und fähig sind, dann wird es auch nicht gelingen mit ihnen diese Qualität zu stellen, die die NATO von uns ja auch erfordert. Gut, dann wollen wir jetzt noch mal hier das militärische Zeremonie in Mittelpunkt drücken. Musikchor unter Führung von Oberstleutnor Chadik hat hier Preußen Gloria gespielt, einzuch der Fahne und das können wir ja auch eine Sekunde mal stehen lassen, damit man das auch im Bildschirm richtig mitbekommt. Formation links ab. Ja, also das ist das Musikor und natürlich das Wachbataillon. Das sind die Soldaten mit den Gewehren. Äh, das äh ist sozusagen der feierliche Rahmen jetzt hier und wir warten jetzt gleich auf den Beginn der heutigen Veranstaltung. Wir wollen mal schauen hier äh als Ehrengast David Kermani, Schriftsteller, Orientologe ähm es ist ein bisschen ungewöhnlich, wenn ich mir mal die Redner seit 99 angeguckt habe. Da waren ausländische Staatsgister dabei und da war Bundespräsident, Bundeskanzler dabei. Ein Schriftsteller hatten wir noch nie. Das ist richtig, aber das zeigt auch gerade, wie besonders die Bundeswehr ist als eine Bundeswehr von Staatsbürgern in Uniform. Und von daher, ich finde es gut, dass ein Schriftsteller da ist, Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels, dass wir dieses reflektieren, dieses Hinterfragen, wofür wir dienen, auch von so einer herausragenden Persönlichkeit haben. Er ist Philosoph, er ist Frischsteller, also von daher, ich bin sehr gespannt auf seine Rede, auf seine Worte und das ist die Stärke auch der Bundeswehr durch diese Armee, die natürlich lange Zeit aus werrpflichtigen Bestand, die fragt sich immer wieder selber und dieses kritische, diesen kritischen Geist, der ist eine Stärke der Bundeswehr. Ich melde die Anfang der Bundeswehr zum feierlichen Gelübnis angetrieben. Herr Mor, vielen Dank. Das war also die Meldung an den Gelöbnisführer Oberstleutnand Mike Teichgräber. Und jetzt ist sozusagen alles angerichtet. Gut, äh 500 Familienangehörige sind da, viele Ehrengäste, ich habe es gesagt, unter anderem Rudolf Scharping, der ehemalige Bundesverteidigungsminister, auf den das Ganze hier zurückgeht. Seit 1999 findet das Ganze also hier in Berlin am 20. Juli noch einmal statt und wir warten jetzt äh als nächstes auf den Auftritt äh Stellung des Bundesverteidigungsministers gemeinsam mit dem Ehrengast und dem Generalinspektor. Das Gewehr wer ab Glückausstellung. Ja, Herr Oberensburg, äh jeder neue Soldat in der Bundeswehr hat ein Gelöbnis oder eine Vereidigung. Wo ist eigentlich der Unterschied? Warum gibt's da zwei Formen? Also das Glöbnis, das sprechen Rekruten aus, die in der Regel entweder Werdrdienst oder freiwilligen Werdrdienst oder sehr kurzzeitig in die Truppe gehen. Die Vereidigung erfolgt bei Zeit und Berufssoldaten. Es gibt es in dieser Form auch noch gar nicht so lange. Äh historisch gesehen kann man sagen, eigentlich wollte man mit der Vereidigung nah an die Vereidigung der Beamten herankommen und wollte einen Ausgleich schaffen. Und dann hat man gesagt, wir teilen das, wir machen ein Gelöbnis für die kurzzeitig dienenden und wir machen die Vereidigung für die Berufssoldaten. Im Kern ist aber das, wofür man einsteht, sehr ähnlich, nämlich die freilich demokratische Grundordnung. Dieses Land mit seinen Werten, das will man verteidigen und das auch noch tapfer. Also von daher äh man hat hier zwei verschiedene ähm ähm äh Verfahren geschaffen, die aber in der ähm ich sag mal Anknüpfung sehr ähnlich sind und es drückt eben auch aus, wofür man dient und das wird eben in einem feierlichen Akt bekräftigt. Das zeigt den jungen Rekrutinnen und Rekruten noch einmal, warum sie dienen und warum sie gegebenenfalls sogar ihr Leben einsetzen in ihrem Dienst. Ja, und das ist natürlich besonders feierlich hier in Berlin bei diesem zentralen Festakt. Äh, wenn man Soldat war früher oder auch heute, dann ist das meistens in den Kompanien bisschen einfacher gehalten. Bei uns eierte so ein alter Plattenspieler, kann ich mich erinnern. Aber jedenfalls gab es das und jetzt ist das Kommando erteilt worden stillgestanden. Das bedeutet genau da kommen jetzt der Bundesverteilungsminister und der Ehrengast Navit Kamani sowie der Generalinspekteur. Und gleich wird die Meldung ergehen an den Bundesverteidsminister durch Oberstleutn Teichgräber. Das Gewehr über Achtung, präsentiert das Gewerf zur Meldung. Augen rechts. Herr Minister, ich melde Gelöbnisaufstellung zum feierlichen Gelöbnis angetreten. Ja, und nun kommt das traditionelle Abschreiten der Ehreninformation. เฮ เฮ เฮ Ja, meine Damen und Herren, und der Elengat Navit Kamani macht das hier wie ein Profi, wie ich finde. Er war ja mal vorgesehen als Bundespräsident und zwar sollte er vorgeschlagen werden 2016. äh hatte damals Smar Gabriel, der SPD Cchiff in der Planung. Das war dann nicht durchzusetzen mit den Bündnisgrün. Und dann wurde ja bekanntlich Frank Walter Steinmeier ähm Bundespräsident und der Generalinspektor Karsten Breuer, der wurde jetzt im Februar von der Bundesregierung als neuer Vorsitz des NATO Militärausschusses nominiert. Herr Ober Sensburg, weiß nicht, ob wir es noch hinkriegen. Ähm das bedeutet, wenn er nominiert ist, ist er noch nicht gewählt. Er ist noch nicht gewählt. Aber ich gehe davon aus, dass das in der NATO abgestimmt ist. Ich habe den Eindruck, dass auch da mehr Verantwortung äh auf den deutschen Schultern lastet und ich finde den deutschen Generalinspekteur einen würdigen Vorschlag. Ja. Und jetzt redet der Bundesverteilminister. Das Gewehr über ab. Glück ist auf Stellung. Sehr geehrter Herr Dr. Navid Kermani, sehr geehrte Frau Sand, Exzellenzen, sehr geehrte Frau Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz, ich begrüße Herrn Militärbischof Dr. Bernard Fenberg und Militärbundesrabiner Sold Baller für die anwesenden Repräsentanten der Militärseelsorg. Ich freue mich besonders drei meiner Vorgänger im Amt des Bundesverteidigungsminister heute begrüßen zu können. Die ehemaligen Bundesminister Rudolf Schapling, Dr. Franz Josef Jung und Herrn Dr. Thomas Demisier sowie Herrn Christian Schmidt. Ich begrüße die Damen und Herren, aktive und ehemalige Staatssekretäre, die anwesenden Damen und Herren Abgeordneten des deutschen Bundestages des Europäischen Parlaments. Ich begrüße Frau Senatorin Dr. Hübel für die Handelstadt Bremen sowie Herrn Senator Christian Gebler für alle Anwesenden des Landes Berlin. Ich begrüße den Werbeauftrachten des deutschen Bundestages Herr Henning Otte sowie seine Amtsvorgänger. Ich begrüße General Breuer, den Generalinspekteur, stellvertreten für alle anwesenden aktiven und ehemaligen Admirale und Generale, aktive und ehemalige Spitzenbeamtinnen und Spitzebeamten, Präsidentinnen und Präsidenten, die anwesenden Repräsentantinnen und Repräsentanten der Politikstiftung, Verbände und Vereine. Grüße besonders herzlich die Mitglieder der Stiftung 20. Juli 1944. Aber ganz besonders begrüße ich Sie, liebe Rekrutinnen und Rekruten sowie Ihre Angehörigen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Hier im Bendlerblock begegnet sich deutsche Geschichte und Gegenwart auf einzigartige Art und Weise. Vor 82 Jahren bildete dieser Ort das Zentrum des Widerstands gegen ein mörderisches Regime. Männer und Frauen fassten hier den Mut zur Entscheidung, die sie alles kosten konnte und eben nicht wenige das Leben kostete. Sie handelten trotzdem mutig und entschlossen. Sie übernahmen Verantwortung. Sie übernahmen Verantwortung, weil wegschauen und wegducken keine Option war. Ihr Gewissen war stärker. Stärker als Angst, als Opportunismus, stärker als Gehorsam. Der 20. Juli 1944 steht bis heute für den Aufstand des Gewissens. Seine Geschichte erinnert uns daran, Rechtheit niemals als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Er verpflichtet uns Verantwortung für diese Errungenschaften zu übernehmen. Er verpflichtet uns dafür zu kämpfen, gerade in Zeiten, in denen genau diese Errungenschaften im Inland und Ausland mehr und mehr bekämpft und in Frage gestellt werden. Liebe Rekrutinnen, liebe Rekruten, ihr Bekenntnis der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, trägt das historische Erbe des 20. Juli in unsere Zeit. Sie setzen eine Tradition fort, die seit 71 Jahren bestand hat. Angehörige oder Angehöriger der Bundeswehr zu sein heißt Staatsbürger oder Staatsbürger in Uniform zu sein. Sie geloben keinem einzelnen Menschen die Treue, wie egal wie er sich nennt. Sie geloben keine Treue einer einzigen Partei einer Ideologie. Sie geloben unserer Demokratie. Sie geloben unserem Grundgesetz, der Freiheit, dem Recht der Menschenwürde. Gehorsam ist eine tragende Säule militärischer Ordnung, aber er findet seine Grenzen dort und muss sie dort finden, wo Recht verletzt und Menschlichkeit verraten wird. Individuelle Verantwortung und Gewissen bleiben auch im Soldatenberuf unverzichtbar. Dafür steht das heutige Datum. Die Frauen und Männer des militärischen Widerstandes haben bewiesen, dass die höchste Form soldatischer Pflichtfüllung nicht in bedingungslosen Befolgen von Befehlen gibt. Und dieses Selbstverständnis prägt die Bundeswehr bis heute. Militärische Professionalität und ethische Verantwortung sind und bleiben untrennbar miteinander verbunden. Sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich heute besonders Dr. David Kermani mit seiner Partnerin Frau Sand als Ehrengast begrüßen zu dürfen. Sehr geehrter Herr Dr. Kani, sie haben über Länder und Regionen geschrieben, die viele Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr aus ihren Einsätzen kennen. Afghanistan, Mali, Syrien, Ukraine, zuletzt der Sudan. Als Reporter haben Sie Krieg und Gewalt aus nächster Nähe erlebt. Sie haben ihre Erfahrung in zahlreichen Büchern und Essays verarbeitet und sich eben auch immer wieder mit der Rolle der Soldatinnen und Soldaten im Einsatz intensiv auseinandergesetzt. Sie haben persönlich einen Weg hinter sich, den viele Menschen in unserem Land nachvollziehen können. Ein Weg von einer zutiefst pazifistischen Überzeugung hin zu der Einsicht, dass der Wunsch nach Frieden diesen alleine noch nicht zu sichern vermag. In ihrem Ringen mit sich selbst haben sie nie aufgehört, den Krieg zu verabscheuen. Frieden zu bewahren, verlangt auch die Fähigkeit und die Bereitschaft, ihn militärisch zu verteidigen. Denn unsere Freiheit ist nicht selbstverständlich und unsere Demokratie kann sich nicht selbst verteidigen. Beide brauchen Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, sie zu verteidigen, sie zu beschützen und zwar nicht alleine um ihrer Selbstwillen, sondern um unser aller Willen. Gerade diese Verbindung von Menschlichkeit, moralischer Klarheit und der Bereitschaft unbequem zu sein, macht ihre Stimme so wertvoll. Lieber Herr Kamani, ich freue mich auf ihre Worte an unsere Rekrutinnen und Rekruten. Meine Damen und Herren, liebe Gäste, wir alle haben Familie, Freundschaften, Nachbarn und Kollegen. Wir alle wollen in Frieden leben und ihn bewahren. Aber wir wissen, wir sehen jeden Tag und wir spüren, der Frieden ist auch ist ein zerbrechliches Gut auch hier in Europa. Ich habe am Freitag bei einer Kulturveranstaltung in Worms ein sehr bewegendes Zitat gehört aus dem Text heraus, das lautete: "Viele Menschen glauben, Frieden sei die Abwesenheit von Krieg, aber Frieden ist die Erinnerung an Krieg. Und wenn diese Erinnerung verblasst, dann beginnt der Kreislauf von neuem." Russlands Krieg gegen die Ukraine zeigt uns jeden Tag, dass ein freies und selbstbestimmtes Miteinander verteidigt werden muss, wenn es angegriffen wird. Wir wollen keinen Konflikt. Wir suchen nicht den Konflikt, ganz im Gegenteil. Aber wir wollen den Gegner abwehren, indem wir ihn abschrecken, indem wir ihm klar machen, ein Angriff lohnt sich nicht, ein Angriff ist nicht kalkulierbar. Und deshalb richten wir die Bundeswehr weiter konsequent konsequent auf die Landes- und Bündnisverteidigung aus. Deshalb haben wir den neuen Wrdienst eingeführt und stärken langfristig unsere Reserve. Und deshalb legen heute erstmals auch Rekrutinnen und Rekruten dieses neuen Werdrdienstes ihr Gelöbnisse. Der neue Werdienst verbindet Menschen, die sich im Alltag oft kaum begegnen würden. Sie lernen Verantwortung füreinander zu übernehmen, sich auf den anderen zu verlassen. Sie lernen im Team zu handeln und für etwas einzustehen, das größer ist als sie selbst. Durch diesen Dienst werden wieder mehr Menschen an den Küchent Küchentischen in unserem Land sitzen, die eben aus eigener Erfahrung erzählen können, was Dienst für unser Gemeinwesen bedeutet. Menschen, die vermitteln können, dass Sicherheit keine abstrakte Größe ist, eine Größe, um die sich gefälligst andere zu kümmern haben, sondern dass diese Sicherheit Voraussetzung ist für unsere Freiheit, für unsere Demokratie und damit für jeden einzelnen Tag unseres Lebens. Der Wrdstin dafür, wofür es sich als Gesellschaft zu kämpfen lohnt und das stärkt unsere gesellschaftliche Resilienz. Denn eine Gesellschaft ist immer dann besonders widerstandsfähig, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Verantwortung nicht nur einfordern vom Staat oder von irgendwelchen anderen, sondern selbst erlebt und getragen haben. Ich bin überzeugt, der Werdienst wird dazu beitragen, dieses kollektive Verantwortungsbewusstsein tiefer in unsere Gesellschaft zu verankern. Liebe Rekrutin liebe Rekruten, mit ihrem Gelöbnis geben Sie heute ein Versprechen ab, ein Versprechen an unser Land und an die Menschen, die hier leben. Die Menschen, in derer Mitte sie stehen, ihre Familie und Freunde, Partnerinnen und Partner. Und gleichzeitig gebe ich geben wir Ihnen ein Versprechen. Sie haben den Respekt und die Unterstützung von uns allen. Es ist unsere Verantwortung, den Rückhalt für Ihren Dienst gemeinsam weiterzustärken. Und es ist meine ganz persönliche Aufgabe als Ihr Verteidigungsminister die bestmöglichen Bedingungen für ihren Dienst zu schaffen von moderner Ausstattung, Ausrüstung bis hin zur Infrastruktur. Und diesen Auftrag nehme ich sehr sehr ernst. Ihnen wünsche ich für die kommenden Monate alles alles Gute. Aber zunächst und noch das gehört dazu, genießen Sie diesen Tag. Es ist Ihr Tag. Feiern Sie ihn. Seien Sie stolz auf sich. Ich bin es. Vielen Dank. Soweit die Ansprache des Bundesverteidigungsministers und er hat sich als Musikstück Viribus Unitis von Josef Bach gewünscht. Vorsicht. Josef Bach ist ein deutscher Komponist 1921 bis 2012. Er gewann damit 1979 einen Komponistenwettbewerb des WDR. เฮ เฮ เฮ เ พ เฮ เฮ Das Musikor der Bundeswehr. Und jetzt spricht Navid Kmani. Er ist 1967 in Siegen geboren, hat iranische Eltern. Schriftsteller, Publizist und Orientalist. Sehr geehrter Herr Minister, sehr geehrter Herr Generalinspekteur, sehr geehrte Repräsentanten der Verfassungsorgane Exzellenzen, liebe Rekrutinnen und Rekruten, meine Damen und Herren, dass die Bundeswehr ihr feierliches Gelöbnis am 20. Juli begeht, ist keine Selbstverständlichkeit, denn dieser Tag steht nicht etwa für den Gehorsam, der in einer Armee jeden Tag eingeübt wird. Der 20. Juli steht dafür, dass man Widerstand leisten muss, wenn Diensterfüllung ein Verbrechen ist, dass jungen Menschen gleichsam mit dem Tag ihres Eintritts in die militärische Laufbahn die Tugend des Neinsagens nahgebracht wird, wäre in kaum einer anderen Armee vorstellbar und war auch bei der Gründung der Bundeswehr noch undenkbar, denn die Attentäter des 20. Juli 1944, die wir heute gemeinsam ehren, galten den meisten Bürgern der jungen Bundesrepublik noch als Verräter und mochten sich die Gründer Väte der Bundeswehr auch glaubhaft auf das Erbe des 20. Juli berufen, waren doch viele der Soldaten bis zum bitteren Schluss der Wehrmachttreu geblieben. Sie taten sich schwer, sich plötzlich in der Nachfolge von Klaus Schenk, Graf und Staufenberg zu sehen. Wie schwierig der Bruch mit der eigener Vergangenheit war, zeigte der Streit und die Wehrmachtausstellung. Und so fielen die Reaktionen durchaus gemischt aus, als der damalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping den 20. Juli als Tag des feierlichen Gelöbnis festlegte. Liebe Rekrutinnen und Rekruten, sie wissen jetzt schon besser als ich, der nie eine Waffe getragen hat, warum es wichtig ist und im Gefecht sogar überlebenswichtig werden kann, als Soldat gehorsam zu sein. Man kann nicht jeden Befehl in Frage stellen, wenn man im Krieg bestehen will. Und weil das so ist, achten Armeen bereits im Frieden, schräg auf Disziplin, Kameradschaft und die Einhaltung der Hierarchie. Diese genuin soldatischen Tugenden haben Sie, liebe Rekrutinnen und Rekruten, bis gestern gelernt und werden sie ab morgen weiterlernen. Der heutige Tag lehrt sie etwas anderes. Der heutige Tag lehrt sie, dass sie in bestimmten Situationen nein sagen können und nein sagen müssen, selbst wenn es die Gemeinschaft, die materielle Existenz oder sogar das Leben kostet. Die Attentäter des 20. Juli brauchten lange, zu lange, um die Lektion zu lernen. Es steht uns als Bürgern eines demokratischen und friedlichen Staates nicht zu, sie dafür zu kritisieren. Keiner von uns kann sicher sagen, er oder sie hätte sich unter denselben Umständen auch nur ansatzweise bewährt. Umso dankbarer müssen wir jeden Deutschen sein, die in der Katastrophe und ja manche von ihnen der Schuld über sich hinausgewachsen sind. Nicht nur Klaus Schenk Graf von Staufenberg, Albrech Ritter, Merz von Quirnheim, Friedrich Olbricht und Werner von Heften, die heute vor 82 Jahren an diesem Ort hingerichtet wurden und ihre etwa 200 Mitschreiter. Ich möchte auch an Georg Eisler erinnern, an den Mitglieder der weißen Rose, an den Kreisauerkreis um Helmut James von Moltke, an Dietrich Bonnhöfer und die vielen anderen Aktivisten im Untergrund wie im Exil, die ihre Treue zu Deutschland dadurch erwiesen, dass sie untreu waren dem deutschen Staat. Wir verneigen uns vor ihnen. Liebe Rekrutinnen und Rekruten, das Gelöbnis, dass Sie in wenigen Minuten ablegen werden, gilt nicht einem Führer. Es gilt einem demokratischen Staat und einem freien Volk. Dennoch wird es auch für Sie nicht immer einfach sein, den Punkt zu erkennen, an dem Sie nein sagen müssen. Man soll seinem Gewissen folgen, heißt es oft, das klingt auch im Ideal der inneren Führung an, dass die Bundeswehr sich gegeben hat. Allein dieses Gewissen ist ein sehr zweifelhafter Bürge. Terroristen berufen sich ebenfalls auf ihr Gewissen, wenn sie hunderte Menschen in die Luft sprengen und selbst Himmler glaubte anständig zu sein, als er in Posen über die Auslöschung des jüdischen Volkes sprach. Das Gewissen allein genügt nicht, um zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Das Gewissen braucht ein objektives Korrektiv, soll es nicht willkürlich sein. Sie, liebe Rekrutinnen und Rekruten, besitzen ein solches Korrektiv im Gestalt unseres Grundgesetzes und der darin verankten Grundrechte, die durch keine Mehrheitsentsentscheidung geändert werden dürfen. Diese Grundrechte stehen über jedem Befehl ihres Vorgesetzten gleich unter welchen Umständen. Allein schon Artikel 1 macht hinreichend klar, dass entwürdigende Rituale, sexuelle Belästigung oder rassistische Äußerung nicht mit ihrem heutigen Gelöbnis zu vereinbaren sind und gemeldet werden müssen, sollten sie davon Kenntnis erlangen. Nun sind Missbrauch, Willkür oder Extremismus in den eigenen Reihen vergleichsweise einfache, weil offenkundige Gründe, um nein zu sagen. Deutlich schwieriger wird die Beurteilung in einer Gefechtslage, sagen wir bei einem Auslandseinsatz, der für viele von Ihnen, liebe Rekrutinnen und Rekruten, eine reale Perspektive ist. Seit ihrer Gründung 1959 war die Bundeswehr in 70 Ländern im Einsatz. Allein seit 1991 haben mehr als 500.000 deutsche Soldaten im Ausland gedient. Wen diese Zahlen überraschen, der mag dies als Hinweis darauf werten, wie wenig Bewusstsein über die Arbeit der Bundeswehr in Deutschland herrscht und wie wenig Anerkennung ihr dafür zu Teil wird. Besonders für ihren größten Auslandseinsatz in Afghanistan steht die Politik in der Schuld der Bundeswehr, denn mit dem ungeordneten Rückzug infolge der Machtübergabe an die Taliban, also praktisch der Kapitulation von einem menschenverachtenden frauenfeindlichen Regime hat der Westen und damit auch Deutschland nicht nur die Millionen Afghan und insbesondere die Afghanin im Stich gelassen, denen es den wieder der Aufbau ihres Landes versprochen hatte. Ich habe Afghanistan während des Krieges zweimal bereist und weiß, wie viel Dankbarkeit die lokale Bevölkerung der Bundeswehr entgegenbrachte, die deutlich weniger aggressiv und hemärmlich auftrat als andere ausländische Armeen. Das plötzliche und so chaotische Ende des Einsatzes hat die jahelange gefährliche Arbeit unserer Soldatinnen und Soldaten übernacht, zu nichte gemacht. Und nicht ein einziger Repräsentant des deutschen Staates war anwesend als ein Großteil der Truppe ratlos, deprimiert, in vielen Fällen auch traumatisiert am 30. im Juni 2021 auf dem Fliegerhorst Wunsdorf landete, weil zudem die parlamentarische Aufarbeitung des Versagens im Sande verlief, steht die Afghanistan Mission dauerhaft für die fehlende Wertschätzung und Unterstützung der Bundeswehr durch Staat und Gesellschaft. Sicher, man kann darüber diskutieren, ob der Einsatz richtig war oder nicht, aber wenn sich die Bundesrepublik Deutschland zu einem Auslandseinsatz entschließt, dann muss sie ihre Soldaten ausreichend ausstatten, damit sie ihren Auftrag erfüllen können. Und sie muss ihnen vor allem danken. Dass weder das eine und das andere angemessen geschehen ist, erfüllt mich als Deutscher bis heute mit Scham. Aber zurück zu meiner Frage, wann der Punkt kommt, an dem Sie, liebe Rekrutinnen und Rekruten, nein sagen können und nein sagen müssen. Es gehört zum Wesen von Kriegen, dass sie aus dem Ruder laufen und Situationen entstehen, die niemand vorausgesehen hat. Auch deutsche Soldaten haben in Afghanistan Fehler gemacht und am 9. September 2009 in Kundus viele dutzen Zivilisten getötet. Aber Porschal lässt sich der ein Einsatz gewiss nicht als Unrecht bezeichnen, dass eine Befehlsverweigerung rechtfertigt hätte. Auch für die übrigen Auslandseinsätze der Bundeswehr gab es plausible Gründe an eine parlamentarische Legitimation und in den meisten Fällen ein Mandat der Vereinten Nationen. umstritten einzelne Missionen waren, insbesondere der Kosovainsatz, lag doch in keinem Fall ein offenbares Unrecht vor, das Widerstand grundsätzlich zur Pflicht gemacht hätte, wie man es für den deutschen Angriffskrieg 1939 sagen muss. Aber wird das so bleiben? Immerhin hatte der Bundespräsident in seiner Rede am 24. März auswärtigen Amt Gründe daran zu erinnern, dass Deutschland dem Völkerrecht und der regelbasierten Weltordnung verpflichtet ist. Die Reaktionen der politischen Entscheidungsträger in Regierung und Parlament auf seine Rede, die von Häme über Abwehr bis hin zur Totschweigen reichten, machten deutlich, wie berechtigt seine Mahnung war. Schließlich häufen sich die Stimmen auch in Deutschland, dass die regelbasierte Ordnung nur noch etwas fürs Föon sei. Kein geringerer als der Bundeskanzler hatte sich zur Gewohnheit gemacht, das Völkerrecht klein und Völkerrechtsverstöße schön zu reden, wo es ihm politisch Opportun erscheint. Liebe Rekrutinnen und Rekruten, sie stehen am Anfang einer womöglich langen Laufbahn in der Armee. Es ist unwahrscheinlich, dass die nächsten Jahrzehnte so friedlich bleiben, wie es die letzten Jahrzehnte für Deutschland alles in allem waren. Sollte eine künftige Bundesregierung sie in einen Krieg führen wollen, der so offenkundig völkerrechtswidrig und auch politisch desaströs jüngste Krieg der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran. Dann wird es ihre Pflicht sein, den Befehl zu verweigern. Ich spreche von offen kundigen rechtsverstößen. Das Völkerrecht ist wie jedes Recht auslegbar und kennt viele Grenzfälle, etwa bei einer prätiven Verteidigung oder wenn trotz eines unmittelbar bevorstehende Völkermords kein Mandat der Vereinten Nation einzuholen ist. Aber die Drohung, eine gesamte Zivilisation auszulöschen oder der erklärte Angriff auf die zivile Infrastruktur eines Landes sind ein so offenkundiges Unrecht, dass man weder Jurist sein noch das eigene Gewissen befragen muss, um es zu erkennen. Und die zentrale Lehre, die nicht nord Deutschland, sondern die Menschheit aus den Verbrechen des Zweiten Weltkriegs und der Schoa gezogen hat, ist die Herrschaft des Rechts. Bereits im ersten Satz ihrer Regierungserklärung, die die Attentäter des 20. und Juli vorbereitet hatten, bezeichneten sie, Zitat, die Wiederherstellung der vollkommen Majestät des Rechts als wichtigste Aufgabe des neuen Staats. Und so gehörte es zur obersten Priorität des ersten Kanzlers der Bundesrepublik Konrad Abenauer Deutschland in die regelbasierte internationale Ordnung zu integrieren. Denn ja, nicht nur Menschen, auch Gesellschaften, ja, die Menschheit insgesamt ist imstande zu lernen, die Anerkennung des Völkerrechts, die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Einrichtung des internationalen Gerichtshofs und des internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, die Gründung der Vereinten Nationen sind Meilensteine der Zivilisationsgeschichte und Deutschland hat sein Ansehen in der Welt nicht zuletzt dadurch wieder gewonnen, dass es die regelbasierte Weltordnung stets verteidigt und vorangebracht hat. Allerdings ist die Menschheit nicht nur im Stande aus der Geschichte zu lernen, sie kann auch fair lernen. Und das sehen wir derzeit überall, da kaum noch jemand Faschismus und Krieg selbst erlebt hat. Wenn ausgerechnet die Bundesregierung sich damit hervort, das Völkerrecht für nachrangig zu erklären oder ausgerechnet ein deutscher Bundeskanzler als einziger westlicher Staatsführer die Drohung des amerikanischen Präsidenten verteidigt, eine gesamte Zivilisation auszulöschen, ist das nicht nur für unser Ansehen verheerend, auf dass wir als Exportnation angewiesen sind, nicht zuletzt ökonomisch. Nein, die Relativierung des Völkerrechts von höchster Stelle ist auch ein fatales Signal für unsere Demokratie. Denn wenn die Herrschaft des Rechts in unseren Außenbeziehung erodiert, wird es nicht lange dauern, bis sie auch im Innern verächtlich gemacht wird. Dass unsere Eltern und Großeltern auf den Trümmern des Dritten Reichs einen funktionierenden Rechtssat aufgebaut haben, ist neben der europäischen Einigung das größte Geschenk, das uns als Bundesbürger gegeben ist. Mögen das auch jene bestreiten, die keine Ahnung haben, wie es sich tatsächlich in einem Unrechtsstaat lebt. Mich, der ich nicht nur Deutscher bin, bringt die Gerschätzung unseres Rechtsstaates vielleicht noch mehr auf als die meisten von ihnen, meine Damen und Herren. Denn als Kind iranische Eltern bin ich zugleich Bürger eines Staates, der Anfang dieses Jahres mutmaßlich an die 30.000 Demonstranten innerhalb von zwei Tagen erschossen hat. Ich könnte jenen, die die Bundesrepublik für ein Unrechtsstaat halten, viel über wirkliches Unrecht erzählen. Aber genauso könnten sie die eigene deutsche Geschichte studieren, um sich selbst der Lächerlichkeit zu überführen. dass jemand wie ich, der nach den Maßstäben der Partei, die die nächste Bundesregierung anführen könnte, nicht einmal ein echter vollgültiger Deutscher ist, bei diesem hochoffiziellen Akt politische Repräsentanten des Staates scharf kritisieren kann. Allein das zeigt, wie großartig unsere Bundesrepublik Deutschland ist. Stell stellen Sie die gleiche Rede vor dem Staat, als dessen Bürger ich geboren wurde oder an diesem Ort vor 85 Jahren. Ich würde sie vermutlich nicht einmal überleben. Liebe Rekrutinnen und Rekruten, so jung wie Sie sind, besteht die Möglichkeit, dass der Krieg im Laufe ihrer militärischen Laufbahn nach Deutschland zurückkehrt. Schon jetzt währt der Frieden, in den wir geboren sind, länger als jemals zuvor in der Geschichte unseres Landes. Historisch betrachtet ist es unwahrscheinlich, dass noch ihr Leben vollständig in eine Friedensphase fällt. Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist eine der gegenwärtigen Fronten nah an Deutschland gerückt und würden die Ukrainer ihre Freiheit nicht so heroisch verteidigen, stünde womöglich jetzt schon auch unsere eigene Freiheit als Europäer unter Beschuss. Es kann sein, dass Deutschland einmal auf ihr Heldentum angewiesen sein wird. Liebe Rekrutinnen und Rekruten, sollten Sie dann auf einen Feindeln in einem Schützengraben oder Panzer in einem Flugzeug oder tausend tausende Kilometer entfernt vor einem Monitor, dann werden Sie sich hoffentlich daran erinnern, wie essentiell der erste Satz unseres Grundgesetzes ist. Ja, es kann Situationen geben in ihrem Beruf, in denen sie töten werden und niemand von uns Zivilisten wird sie darum beneiden. Aber nur wenn sie dabei die Würde auch ihres Feindes achten, werden sie dem Gelöbnisgerecht, dass Sie heute ablegen. Denken Sie bitte stets daran, in jeder Sekunde, egal wie bösartig der Feind sich aus ihrer Sicht verhält, er ist immer noch ein Mensch wie Sie. Denn wenn Sie den Feind als Tier, als bloßen Strich auf dem Monitor oder als Monster ansehen, um ihn leichter töten zu können, dann werden sie sich selbst in ein Tier, eine KI oder ein Monster verwandeln. Ich habe nie eine Waffe in der Hand gehalten, aber ich habe als Reporter genügend Krieg aus nächster Nähe gesehen, um zu wissen, wie schnell Menschen verrohen. Es gibt keine Krieg, keinen Krieg gestern nicht, heute nicht, morgen nicht, indem der Kampf nicht unversehens in Mordblust, Sadismus und sexuelle Gewalt umschlagen kann. An diesem Ort wurden heute vor 82 Jahren vier deutsche Offiziere hingerichtet, weil sie der Enmenschlichung entgegengetreten sind. Danke liebe Rekrutinnen und Rekruten, dass sie sich verpflichten, die Bundesrepublik Deutschland und das Recht und die Freiheit ihrer Bürgerinnen und Bürger auch unter Einsatz ihres Lebens zu verteidigen. Möge Gott sie beschützen, geben sie acht auf sich selbst. Das war die Ansprache von Navit Kami. Eine sehr interessante, noch mal nachlesenswerte Ansprache, ungewohnte Töne hier bei dieser Veranstaltung. Gerade zu klassisch deine Musikauswahl dagegen. hat sich gewünscht Avewumcorpus von Wolfgang Abadeus Mozart eine Mutette in Dedur. Ja. เฮ Ja, meine Damen und Herren, und so ein feierliches Gelö läuft im Prinzip immer gleich ab. Jetzt kommen wir dann gleich zum Gelöbnis und zunächst dann zum Fahnenmarsch. Marsch aus der Zeit Friedrichs des Großen. Aufstellung Stand. Das wä über Achtung, resitiert das zur Truppenfahne. Augen rechts, Pahne Ma auch gerade aus das Gewehr über Wer ab. Glücksausstellung. Abordnung der 24. Rekrutinnen und Rekruten sind hier angetreten. Patrick Sensburg oberste Reserve kommentiert hier mit mir gemeinsam. Jetzt werden also hier sechs Soldaten den Eid gleich ablegen. Das ist natürlich auch eine große Ehre für die einzelnen Soldaten. Das ist eine große Ehre. Es sind ja Abordnungen. Es können nicht alle Rekruten ähm gemeinsam nach vorne treten, ähm das Gelöbnis abgeben und die Fahne auch berühren. Deswegen ist es eine Abordnung. Das ist natürlich was Besonderes, wenn man das im Leben einmal haben kann und sie geloben dann eben jetzt der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, das was der Minister eben gesagt hat. Und das machen sie im Grunde stellvertretend für alle Rekrutinnen und Rekruten. Man sieht ja auch ähm Marine Luftwaffe her sind vertreten. Also im Grunde machen sie das stellvertretend für alle. เฮ Das altiderländische Dankgebet von Adrian Valerus war das. Und jetzt spricht der Generalinspekteur. Rekrutinnen und Rekruten, sie bekennen sich heute hier in der Öffentlichkeit zu den Grundfeilern unserer Demokratie. Die Grundfeiler, mit denen sie groß geworden sind. Errungenschaften, die heute so sehr gefährdet sind wie nie zuvor in ihrem Leben. Sie bekennen sich dazu, diese Werte zu verteidigen mit allem, was sie haben. Sie übernehmen Verantwortung, wo andere zögern. Verantwortung für uns alle. Verantwortung für unsere Heimat, für unser Land. Verantwortung auch für unsere Partner und Verbündeten. In Zeiten der Unsicherheit tragen sie zur Sicherheit Europas bei und leisten damit einen wesentlichen Beitrag auch für die Stärke der NATO. Sie verpflichten sich heute feierlich, treu zu dienen und tapfer eben diese Werte zu verteidigen. Das ist mehr als eine bloße Floskel. Das ist ein großes Versprechen gerade jetzt, wo unsere friedliche Ordnung auf eine harte Probe gestellt wird, wo wir bedroht sind, anders als noch vor ein paar Jahren. Dieses Versprechen, was Sie heute geben, ist nicht theoretisch, sondern wird hier und heute ganz konkret und es wird sie ihr Leben lang begleiten. Um dieses Versprechen einzulösen, brauchen sie einander. Wir brauchen einander und wir bauen auf Durchhaltevermögen, auf Pflichtbewusstsein, auf einen klaren, festen Kompass, den Kompass treu zu dienen. Die Treue, die Sie zusichern, setzt ihre Verlässlichkeit voraus. Und die Menschen in Deutschland verlassen sich auf Sie. Sie verlassen sich auf ihr Versprechen. Sie verlassen sich, dass Sie unserer Verfassung verpflichtet sind. Genau dazu ermahnt uns uns insbesondere in Uniform der 20. Juli. Der heutige Tag erinnert uns daran, dass das Grundgesetz einem blinden Gehorsam Grenzen setzt. Rekrutinnen und Rekruten, für heutiges Versprechen brauchen Sie Mut. Mut in extremen Situationen, dann wenn Gefahr für das eigene Leben das Leben ihrer Kameraden droht. Und sie brauchen Entschlossenheit. Sie müssen Haltung bewahren, wenn es schwierig sind, egal wo. Sie haben dafür ein festes Fundament, das Vertrauen ihrer Vorgesetzten und auch meins und das Vertrauen in unsere Kameradschaft. Es wird immer mindestens eine oder einer hinter ihnen stehen, vor Ihnen oder neben ihnen, so wie heute. Vergessen Sie das nie. Und auch die Gesellschaft vertraut ihn. Sie verlässt sich auf sie. Sie steht auch hinter ihnen. Die Menschen sind dankbar für das, was sie tun. Sie wertschätzen ihren Dienst als Soldatinnen und Soldaten, weil sie wissen, dass sie da sind, um sie zu schützen, wenn es darauf ankäme. Weil sie wissen, dass sie außerordentliches leisten für unser Land jeden Tag. Das heutige Gelöbnis soll sie immer daran erinnern, dass Ihr Dienst mehr ist als nur eine persönliche Pflicht. Sie sind ein unverzichtbarer Teil der Gemeinschaft, die den Frieden in Europa sichert. Ich danke Ihnen von Herzen für Ihren Einsatz. Gelücknisausstellung zum feilich Gelübnis. Stillstand. Das Gewehr über A präsentiert das Gewehr zur Druckfahne Augen rechts. Soldatinnen und Soldaten auf Zeit, sprechen Sie mir zum feierlichen Gelöbnis nach. Ich schwöre, ich schwöre. Freiwillig Wehrdienstleistende, sprechen Sie mir zum feierlichen Gelöbnis nach. Ich gelobe. Ich Rekrutinnen und Rekruten, sprechen Sie mir nach. der Bundesrepublik Deutschland der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen. treu zu dienen und das Recht und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. tapfer zu verteidigen. So war mir Gott helfe. So war mir Gott helfe. gerade aus. Und jetzt folgt die Nationalemne. เฮ Das Gewehr über Wer ab. Glücka aufus Stellung. Ich stelle fest, dass Sie geschworen und gelobt haben, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und bereit sind, das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Herzlichen Glückwunsch. Ja, meine Damen und Herren, das war der eigentlich Akt. Patrick Sensburg, Oberste Reserve ist immer noch mit mir hier gemeinsam am Mikrofon. Herr Oberst, wir haben ja gehört, ich schwöre und ich gelobe. Können Sie noch mal ganz kurz den Unterschied klar machen? Ganz genau. Also, man sieht an dem einen Wort globe oder schwöre, dass eben die Rekruten, die freiwilligen, Wrdienstleistende freiwillig wdienstleistende sind, kurzfristig bei der Bundeswehr sind, die geloben und die Berufssoldaten und die Zeitsoldaten, die schwören. Ähm, das Ganze findet seine Begründung darin, dass man gesagt hat, wir wollen diejenigen, die beruflich zur Bundeswehr gehen, sehr ähnlich stellen wie die Beamten, die auch ein Eid leisten. Ähm, und diejenigen, die aber nur kürzer bei der Bundeswehr sind, die geloben. Beide Formeln beinhalten aber die Verpflichtung auf das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes und spiegeln das wieder, was in den Reden auch deutlich geworden ist, nicht auf die Verpflichtung einer Regierung, eines Kanzlers, eines Ministers, sondern wirklich auf das Grundgesetz, auf die Werte, auf die Freiheit und deswegen ist es so auch so etwas ein besonderer Moment. Ja, und die Rede von David Kamani, die wird sicherlich noch nachwirken. Er hat ja auch die Gradwanderung recht drastisch äh beschrieben. Äh Aufstand des Gewissens nennt man diesen 20. Juli auch immer und in der Tat ist da immer die Frage äh wo fängt es an, dass man sich nach dem Gewissen richtet und gerade bei der Bundeswehr, wo muss man den Befehl befolgen? Also, ich fand ganz spannend, dass er von einer Tugend des Neinsagens auch sprach. Deutlich wird das, was ich zu Anfang sagte. Die Bundeswehr versteht sich eben auch als Garant für die Grundrechte, die Grundwerte. Wir kämpfen dafür, dass ihr auch gegen uns sein könnt. Ähm nein zu sagen dann, wenn es völkerrechtswidrig wird, so wie er sagte, das natürlich eine hohe Last für die Rekruten jetzt am Anfang zu überlegen, wann ist etwas offenkundig völkerrechtswidrig. Aber ganz deutlich ist eben einen Befehl, der gegen die Menschenwürde verstößt, der nicht das widerspiegelt, was unsere Werte ausmacht, dem es auch nicht Folge zu leisten. Zurücken. Ja, und jetzt gehen die Rekruten wieder zu ihren Abordnungen. Und ähm ich habe es ja schon angesprochen. Ähm hier haben wir schon viele Reden zum 20. Juli gehört, aber dieses hier war schon eine ganz spezielle Rede und ich hatte ja vorher gefragt, ein Schriftsteller passt überhaupt in die Reihe. Also er hatte uns doch ganz schön viel zu sagen, finde ich. Also ich glaube, das muss man auch noch mal nachlesen und gerade das, dass man darüber diskutiert, dass eine Truppe auch immer selbst reflektiert, dass es wichtig, wie Bundeswehr versteht, sich als Parlamentsarmee. Es ist schön zu sehen, dass der Werbeauftragte da ist, dass auch die Vorgänger da sind, Vorgängerinnen und Vorgänger. Also, das ist eine Armee mitten in der Gesellschaft der Gesellschaft und das zeichnet auch die Bundeswehr als besondere Armee der Bundesrepublik Deutschland eben aus. Ja, und da so ein Gelöis immer gleich abläuft, wird jetzt die Truppenfahne zunächst zurück ins Lied gehen mit dem Marsch der Truppenfahne gespielt von Musikkur der Bundes Ja. เฮ Augen gerade aus. Als nächstes folgt die Europahymne. Der Europarat nahm die Hymne 1972 als eigene Hymne an. Es ist die Instrumentalfassung des Hauptthemas des letzten Satzes der neunten Synfonie von Ludwig von Behofen oder an die Freude. เฮ Ja, Patrick Sensburg, Oberste Reserve. Die Bundeswehr ist ja auch keine Armee, die für sich alleine da steht, sondern sie ist auch im europäischen Kontext natürlich eingebunden. Gerade, wo wir momentan ein bisschen mit den Amerikanern hadern, wie wichtig ist dieser europäische Verbund für uns? Also die Bundeswehr ist eindeutig international eingebunden, eng mit den Franzosen natürlich auch mit den Polen, aber auch mit den Niederländern seit langem. Wir sind bei der Brigade in Litau enge an Gesamtgefüge der NATO eingebunden. Man muss ja auch sehen, bei der NATO sind fast alle Mitgliedstaaten europäische Staaten, Türkei, Kanada, USA, aber ansonsten sind es europäische Staaten oder EU-Staaten enges eingebunden sein seit langem auch bei den Auslandseinsätzen schon. Also die Truppe ist international, das muss man sagen und das werden auch die jungen Rekrutinnen und Rekruten erleben. So, wir werden jetzt hier den Ausmarsch erleben von der Truppenfahne, dem Musikor und dem Wachbataillon und wir hängen ein wenig im Zeitpark, Herr Oberst. Deswegen müssen wir uns jetzt ein wenig sputen. Herr Kam hat doch länger gesprochen und wir haben die Rede ja schon mehrfach angesprochen, aber noch mal, wenn man heute als junger Rekrut hört, welche Gefahren da auf einen zukommen, ist es ja zunächst erstmal wirklich eine Entscheidung. überhaupt zur Bundeswehr zu gehen. Wir müssen unseren Verpflichtungen nachkommen. Mal sehen, wie das in Zukunft werden wird. Aber glauben Sie denn auch, was alle sagen, dass wir kurz vor einem Krieg stehen, also das, was hier ja heute auch noch mal beschworen wurde, oder ist das nicht alles so ein bisschen übertrieben? Ich glaube erstmal eins, dass ein besonderer Tag für die Rekrutinen, Rekruten und deren Familien ist. Sind ja auch 450 Familienangehörige hier. Ich weiß, dass es bei mir und meiner Familie auch ein besonderer Tag war, das Gelöbnis. Und die Soldatinnen und Soldaten alle stehen ja für den Frieden ein. Durch ihren Dienst gewährleisten wir, dass wir eben nicht kurz vor einem Krieg stehen. Gemeinsam die deutsche Bundeswehr, aber auch die Bündnispartner schaffen es mit dem, was wir gerade machen, eine Abschreckung aufzubauen, dass wir Frieden erhalten. All das, was wir an Anstrengung militärisch gerade machen, sichert einem, Frieden zu bewahren. Aber wir müssen uns eben auch jeden Tag klar werden, dass das nicht äh normal ist, sondern dass wir uns darum bemühen müssen. Und da Sie lange der Chef der Reservisten waren, ein abschließendes Wort zur Reserve. Bisher haben wir 60.000 1000 Mann. Demnächst sollen 200.000 Mann sein. Eigentlich ist ja jeder Mann, der oder auch Frau, die beim Bundeswehr gedient hat, theoretisch in der Lage auch als Reservistin Reservist herbeigezogen zu werden. Ja, wir haben in Deutschland eine besondere Situation, dass wir bis 2011 die Werrpflicht hatten, dass wir viele gediente, hauptsächlich Männer haben, knapp über 900.000 haben in der Bundeswehr gedient und sind auch vom Alter her noch unter 65. Da wird die Bundeswehr auch diese Gruppe sich noch einmal angucken und vielleicht auch kontaktieren und anschreiben, denn wir brauchen eine starke Reserve und die brauchen wir auch langfristig. Also wir brauchen eine starke Truppe aus 260.000 Soldate und Soldaten minimum. Ich glaube, wir werden sogar mehr brauchen und wir brauchen eine starke Reserve, die die Aufwuchsfähigkeit und Durchhaltefähigkeit gewährleistet. All das sind Anstrengungen, die das Bundesverteidigungsministerium gerade auf den Weg bringt. Eine Mammutgabe. Aber ich glaube, der Minister macht es gar nicht so schlecht. Der Frieden ist selbstverständlich. Wir müssen was dafür tun. Äh die Traditionsbildung hier des 20. Juli ganz wichtig für die deutsche Bundeswehr. Oberensburg. Vielen Dank, dass Sie den Nachmittag hier mit uns verbracht haben. Meine Damen und Herren, das war's hier vom Paradeplatz hinter dem Bentlerblock mit dem feierlichen Gelöbnis zum 20. Juli und damit gebe ich zurück in unser Studio zu Tobias Ufer. Danke Gert Jochim von Fallouter und danke an Oberst Sensburg. Und dann noch einen Nachtrag, denn bei der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung zum 20. Juli, da kam da kam es am Mittwoch zu einem Klar um einen Kranz der AfD Bundestagsfraktion. Tobias Korenke, ein Großnfe des evangelischen Theologen und NS Widerstandskämpfers Tidrich Bonhöffer, versuchte nach Angaben der Deutschen Presseagentur das Gebinde an der Gedenkstätte im Bendlerbock zu entfernen. Sicherheitskräfte griffen ein, dabei wurde der Kranz beschädigt. Korinke sagte, viele Nachkommen auch. Er selbst empfinden große Wut darüber, dass die AfDgrenze niederlege. Das zur Vollständigkeit noch zu diesem Gedenktag heute und dann der Hinweis, dass wir uns um 17:30 Uhr wiedersehen können mit aktuellem und der Ausgabe Phöniix der Tag. bleiben Sie also bei uns. Bis dahin.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=6po-qYB7lHs |
| Titel | Gedenktag gegen die NS-Gewaltherrschaft mit Verteidigungsminister Pistorius (SPD) | 20.07.26 |
| Kategorien | Real-Life-TV, BulkNews, phoenix |
| Hinzugefügt | 2026-07-21 00:03:59 |
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