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Simplicissimus – Warum der US-Präsident so schwer zu töten ist

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Simplicissimus – Warum der US-Präsident so schwer zu töten ist

Simplicissimus – YouTube Kanal-Aufrufe 0 Kanal https://www.youtube.com/channel/UCKGMHVipEvuZudhHD05FOYA 🔗 https://www.youtube.com/watch?v=21dtlVV_SUE 🤖 Zusammenfassung Der Text beschreibt Geschichte, Arbeitsweise und Probleme des US-amerikanischen Secret Service. Er beginnt mit dem Mord an John F. Kennedy 1963 in Dallas, der als Wendepunkt gilt: Damals war die Behörde klein, schlecht organisiert und unzureichend ausgebildet. Kennedys Tod führte zu massiver Aufstockung von…

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Warum der US-Präsident so schwer zu töten ist

🔗 https://www.youtube.com/watch?v=21dtlVV_SUE

🤖 Zusammenfassung

Der Text beschreibt Geschichte, Arbeitsweise und Probleme des US-amerikanischen Secret Service. Er beginnt mit dem Mord an John F. Kennedy 1963 in Dallas, der als Wendepunkt gilt: Damals war die Behörde klein, schlecht organisiert und unzureichend ausgebildet. Kennedys Tod führte zu massiver Aufstockung von Personal, Budget und Sicherheitsstandards.

Der moderne Secret Service arbeitet mit verschiedenen Spezialeinheiten: Personenschützern, dem schwerbewaffneten Counter Assault Team, Scharfschützen, Luftraumsicherung, Spürhunden und Notfallteams. Bei jedem Termin des Präsidenten erfolgt eine extrem penible Vorbereitung, oft Tage bis Monate im Voraus. Ziel ist es, Anschläge bereits im Vorfeld zu verhindern. Die Präsidentenlimousine „The Beast" ist massiv gepanzert und mit Notfallausrüstung ausgestattet.

Ein weiterer wichtiger Fall ist das Attentat auf Ronald Reagan 1981 durch John Hinckley Jr. Agent Tim McCarthy warf sich schützend vor den Präsidenten und überlebte schwer verletzt. Seither dürfen Agenten den Präsidenten nie verlassen. Der Secret Service kategorisiert Drohungen und arbeitet eng mit dem FBI zusammen.

Die Anschläge vom 11. September 2001 offenbarten weitere Schwächen, besonders bei der Evakuierung und bei komplexen Terroranschlägen. Danach wurde der Secret Service in das Department of Homeland Security eingegliedert und erhielt mehr Befugnisse, etwa für die Luftraumüberwachung.

Kritisch betrachtet, litt die Behörde unter Skandalen während der Bush- und Obama-Ära: Fehlverhalten, Korruption, Rassismus, Alkohol am Steuer und Prostitution. Zudem gibt es seit Jahren Personalprobleme wegen niedriger Gehälter und Überstunden. Trotzdem wurde seit JFK kein US-Präsident mehr ermordet. Der Text erwähnt auch den Anschlagsversuch auf Donald Trump 2024 in Pennsylvania und Schüsse beim Correspondents' Dinner 2026 als jüngste Sicherheitsversäger. Hinweis: Der Originaltext enthält Werbeunterbrechungen und Podcast-Werbung, die keine fachlichen Informationen liefern.

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📜 Transkript

Ein Attentäter zielt gerade auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Das ist das Worst Case Szenario für seine Bodyguards vom Secret Service. Für diesen Fall haben die Agenten jahrelang trainiert. Alle Einheiten werden aktiviert. Der Personenschutz, das sogenannte Counter Assault Team, die Luftraumsicherung, die Scharfschützen und das Notfallteam. Die nächsten Augenblicke entscheiden alles. Wenn der Secret Service den Anschlag verhindert, wird dieser Tag bald wieder vergessen. Wenn Sie versagen, wird es den Lauf der Geschichte wohl für immer verändern. Alles hängt von den nächsten Sekunden ab, von einer Kombination aus Instinkt, Training und der Bereitschaft, den eigenen Kopf hinzuhalten. Seit dem Tod von John F. Kennedy ist dieser Job Routine für die Agenten. Wer sind diese Menschen, die ihr Leben für den US-Präsidenten auf Spiel setzen? Wie bereiten Sie sich auf das Unvorhersehbare vor und wie funktioniert der Secret Service wirklich? Dieses Video basiert vor allem auf diesen beiden Büchern von Carol Lenck und Ronald Kessler. Die Links dazu findet ihr wie immer in der Beschreibung. Port Worth Texas 1963. Die Agenten des Secret Service sind völlig erschöpft. US-Präsident John F. Kennedy zu beschützen ist ihre bislang schwerste Aufgabe. Er reist fast ununterbrochen. Heute ist er in Miami, morgen in Washington. Seine Vorgänger waren deutlich älter und sind die meiste Zeit im Weißen Haus geblieben. Dort sind US-Präsidenten am sichersten. Aber Kennedy liebt es, um die Welt zu fliegen und vor seinen Anhängern zu sprechen. Ich bin ein JFK sucht den Nervenkitzel. Er schleicht sich heimlich an seinen Bodyguards vorbei, um im Meer zu schwimmen, wo er von dutzenden Fremden belagert wird. Er wirft sich in Menschenmengen und er bestellt regelmäßig ungeprüft fremde ins weiße Haus. Ihn zu beschützen ist mehr als nur ein Vollzeitjob. Ständig machen die Agenten Doppel und Nachtschichten. Heute Abend müssen einige von ihnen Dampf ablassen. Sie haben von einem zwielichtigen Nachtclub gehört namens The Seller. Es ist eine Kneipe, in der es regelmäßig Schlägereien gibt. Eigentlich darf ab Mitternacht kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden, aber der Seller ist einer der wenigen Orte, an denen man rund um die Uhr einen Drink bekommt. Ein paar der Agenten bleiben bis weit nach Mitternacht, der letzte sogar bis 5 Uhr morgens. Vier von ihnen müssen nur wenige Stunden später wieder zum Dienst, um den Präsidenten zu beschützen. Du musst dich nach dem Feiern zwar nicht um den mächtigsten Mann der Welt kümmern, aber die anstehende Fußballw sorgt auch für kurze Nächte. Die deutschen Spiele gehen teils erst um 10 Uhr nachts los. Nach so einer Nacht brauchst du Hydration. Am besten Holy Hydration Drinks, die nicht nur ein Lifesaver nach dem Sport schauen, sondern auch nach dem Sport machen. Alle Sorten sind zuckerfrei mit Elektrolyten und Mineralstoffen. Damit der Drink immer eiskalt ist, werfe ich immer ein paar Eiswürfel in den Thermoshaker. Sicher dir so ein praktisches Teil im WM-Design jetzt über diesen QRC. Im Starterset Delux gibt es gerade einen Thermoshaker gratis. Holy hat zum Sommer auch neue Sorten. Aprikose ist eher ein leichter Geschmack. Perfekt jetzt für den Sommer, wenn die Holunderblüte zu boring ist. Blaubeere dagegen. Boah, ist meine absolute IKfrucht. Es läuft mir gar nicht rein. Genauso wenig wie Holy Energy Weer und Koffein raten wir grundsätzlich ab. Wenn du mit unserem Code bestellst, bekommst du 10% Rabatt auf deine gesamte Bestellung und das Starterset Delux so für nur 54 €. Der Link ist in der Beschreibung. Der Secret Service der 60er hatte wenig mit dem von heute zu tun. Zu Kennedys Zeiten wirkte er eher wie die Lokalpolizei einer Kleinstadt. Die meisten der 350 Agenten waren über das ganze Land verteilt. Nur 36 Männer waren im Weißen Haus stationiert. Sie haben sich abgewechselt, damit immer sechs von ihnen beim Präsidenten sind. Der Secret Service war mit Absicht eine kleine Behörde. Schon die Gründerväter wollten keinen König als Präsidenten. Also sollte auch der Secret Service auf keinen Fall eine königliche Garde sein. Bis zu diesem einen kühlen Novembermorgen in Dallas. JFK zeigt sich gerne. Er besteht darauf im Cabrio durch zu fahren. Zum Ärger des Secret Service will er auch, dass seine Bodyguards in anderen Autos sitzen. Er will sich volksnah zeigen. JFK und seine Frau Jackie lächeln und winken. Ihr Wagen schlecht mit 18 kmh durch Downtown Dallas. Die Lokalzeitungen haben seine Route bereits im Vorfeld öffentlich gemacht. Keines der Gebäude entlang der Strecke wurde durchsucht. Das ist Clint Hill. Er ist verantwortlich für Jackie Kennedys Sicherheit. Normalerweise weicht er ihr nicht von der Seite, aber heute lässt er dem Paar ein bisschen Raum. Der Präsident hatte ihn darum gebeten. Clint hat den Club letzte Nacht als erster verlassen. Es war 2:45 Uhr. Heute ist er der erste, der dieses Geräusch als das erkennt, was es ist. Ein Attentat auf den Präsidenten. Der Agent, der die Limousine fährt, heißt Bill Greer. Er hat kein spezielles Fahrtraining bekommen. Nimmt den Fuß vom Gas und wartet auf Anweisungen. Ein weiterer Schussfeld. Hill rennt zur Limousine der Kennedys. Er will zum Präsidenten, bevor noch schlimmeres passiert, aber er kommt zu spät. Er wirft sich auf den Kofferraum, aber sieht nur noch die schrecklichen Folgen des Attentats. Keine 6 Sekunden nach dem ersten Schuss ist John F. Kennedy tot. Dieser Tag wird den Secret Service noch jahrelang beschäftigen. Kennedys Tod hat gezeigt, dass ich etwas grundlegend verändern muss. Dabei war er nicht der erste US-Präsident, der im Amt ermordet wurde. 1865, 1881, 1901. Mittlerweile sind die USA eine Weltmacht. Der US-Präsident gilt als der mächtigste Mensch der Welt. Er ist in ständiger Gefahr und es gibt immer mehr Möglichkeiten, ihn zu bedrohen. Der Mord an JFK hat das Land traumatisiert. So etwas darf nie wieder passieren. In den 60ern und 70ern werden Personal und Budget der Secret Service massiv aufgestockt. Die Tage sind vorbei, in denen eine kleine Gruppe von todesmutigen Bodyguards den Präsidenten beschützen musste. Der Secret Service wird nicht mehr jeden halbwegs sportlichen Ex-Marine oderreuen Polizisten rekrutieren. Ab jetzt werden die Auswahlverfahren, Trainings und Einsatzprotokolle deutlich strenger. 60 Jahre später sieht das so aus. Der Schutz des US-Präsidenten ist ein 24 Stunden Job. Es ist eine Kombination aus gähnender Langeweile und ein paar wenigen Momenten blanken Horrors. Dann zählt jede Sekunde. Die Agenten müssen sofort reagieren und dürfen keinen einzigen Fehler machen. Laut dem Journalisten Ronald Kessler nennt der Secret Service potenzielle Attentäter intern Schakale. Schakale greifen außerhalb des Weißen Haus an. Der US-Präsident ist am verwundbarsten, wenn er eine Veranstaltung betritt oder verlässt. Dann herrscht höchste Alarmbereitschaft. Bei jeder Veranstaltung des Präsidenten reisen die Agenten mindestens 10 Tage vorher an. Für besondere Anlässer wie die Amtseinführung dauert die Vorbereitung sogar bis zu anderthalb Jahre. Der Secret Service will nicht nur verhindern, dass der Präsident von einer Kugel getroffen wird. Die Kugel soll gar nicht erst in seine Nähe kommen. Die Agenten prüfen, wie viele Metalldetektoren nötig sind. Sie untersuchen alle Eingänge und bereiten alles vor, um Sprengstoff zu erkennen. Dabei spielen sie sämtliche Szenarien für einen möglichen Anschlag durch. Könnte ein Schakal für einen Stromausfall sorgen, könnte er Giftgas über die Luftschächte ins Gebäude leiten? Könnte er sich über eine vergessene Kellertreppe reinschleichen. Der Großteil der Arbeit des Secret Service besteht aus extrem penibler Vorbereitung. Sie sollen für so einen Tag gewappnet sein. Diese Agenten hier sind der Personenschutz. Sie sehen so aus, wie sich wohl die meisten den Secret Service vorstellen. Bodyguards mit breiten Schultern, die sich bei Schüssen todesmutig vor dem Präsidenten werfen und ihn dann in Sicherheit bringen. Aber sie sind nur die Spitze des Eisbergs. Das sogenannte Counter Assault Team ist schwer bewaffnet. Dieses Team hat die gefährlichste Aufgabe. Sie müssen den Attentäter finden und neutralisieren, bevor er den Präsidenten erwischen kann. Sie tragen Sturmgewehre und Blendgranaten. Danach eskortieren die Personenschützer den Präsidenten zu seiner Limousine. Sie heißt The Beast. Die 1,5 Millionen Dollar teure Stretch Limo wie wirgt etwa 9 Tonnen und bringt den Präsidenten fast überall hin. Sie wird aus Sicherheitsgründen in den USA gebaut und bietet deutlich mehr Schutz als Kennedys Caprio. Die Panzerung hält Kugeln und Explosion stand. The Beast ist gegen Giftgasangriffe geschützt und hält für den Notfall Blutkonserven für den Präsidenten bereit. Nicht alle eingebauten Abwehrsysteme sind öffentlich bekannt. Gerüchten zufolge kann der Wagen Tränengas versprühen. Direkt neben dem Biest fährt ein Fahrzeug mit Agenten des Countersault Teams. Sie sind darauf vorbereitet, Überfälle auf den Konvoi abzuwehren. Agenten in einem weiteren Wagen bleiben an potenziellen Gefährdern dran. Sie lassen sich aktuelle Informationen zu ihnen geben und analysieren sie. Wenn nötig, können die Agenten ihre Kommunikation aus dem Wagen herausstören. Weitere Details zum Fahrzeug des Präsidenten findet ihr in diesem Video von unserem Freund Neo. Das Counter Assault Team steht in engem Austausch mit den besten Scharfschützen des Secret Service, den Counter Snipern. Kessler zufolge müssen sie jeden Monat aufs Neue beweisen, dass sie aus über 900 m Entfernung ins Sparze treffen. Sonst dürfen sie nicht mehr zum Einsatz. Diese Agenten mischen sich in Zivil unter die Menge. Sie verzichten sogar auf den berühmten Knopf im Ohr, um nicht aufzufallen. Sie halten nach Bedrohungen und Sicherheitslücken Ausschau. Sie achten auf die kleinsten Details, auf Personen, die übermäßig schwitzen, verdächtig gucken oder sich sonst irgendwie auffällig verhalten. Aber sie müssen auch extrem achtsam sein. Viele Menschen verhalten sich unnatürlich, wenn sie plötzlich den Präsidenten vor sich haben. Die einen weinen, andere fallen in Ohnmacht. Der Secret Service kann sie nicht einfach alle außer Gefecht setzen. Die Agenten sind darauf trainiert, wie Attentäter zu denken. Sie überlegen ständig, wie Angreifer am Sicherheitspersonal vorbeikommen könnten. Sobald sie eine Schwachstelle finden, informieren sie die Kommandozentrale. Die Kollegen dort alarmieren dann per Funk den Personenschutz. Zum Secret Service gehören auch Techniker, die Fotos von der Menge machen und später mit Gesichtserkennungssoftware auswerten. So überprüfen sie, ob bestimmte Personen öfter bei Veranstaltungen auftauchen. Vor dem Gebäude steht das Notfallteam. Es steht an vorderster Front. Zu ihrer Ausrüstung gehören meist P90 Maschinenpistolen und Spürhunde. Die Hunde überprüfen täglich bis zu 100 Fahrzeuge auf Sprengstoff. Ein Kommando reicht und sie gehen auf Verdächtige los. Dafür dürfen Sie nach dem Einsatz mit dem Ball spielen. Außerdem wird der Secret Service von Polizei und Rettungskräften unterstützt. Wenn die Agenten gerade niemanden beschützen, trainieren sie oder werten vergangene Einsätze aus. Die Vor und Nachbereitung ist heute viel umfangreicher als in den 60ern. Damals gab es nur ein Handbuch. Den Rest sollten die Agenten in der Praxis lernen. Und seit JFK Tod hat der Secret Service schon einigen Präsidenten das Leben gerettet. Hey, ich bin Sophia vom Simply Podcast Unfassbar. Den gibt es seit mittlerweile über einem Jahr und wir sind ultra stolz darauf, was daraus geworden ist. Fast 50 zeitlose Folgen, alles unabhängiger Journalismus. Politische Themen wie der geheime Krieg in der Arktis, die allseits beliebten Hacker Stories und Deep Dives wie zu einem möglichen Krieg um Taiwan. Hört nach diesem Video also gerne mal rein über allo es Podcasts gibt. 1981. John Hinkley Junior ist psychisch krank und besessen von der Schauspielerin Jod Foster. Sie spielt eine Rolle im Taxi Driver. Im Film will ein verwirrter Mann einen Präsidentschaftskandidaten ermorden. Hinkley stalkt Foster und plant sie mit einer großen Tat zu beeindrucken. Er will den Präsidenten töten. Ronald Reagan. Kurz vor seinem Anschlag schreibt er ihr: "Du wirst stolz auf mich sein, Jodi. Millionen Amerikaner werden mich lieben." Uns. Jod Foster informiert das FBI erst nach dem Attentat über Hinkleys Drohungen. Aber dort hatte man ihn eh schon auf dem Radar. Er wurde etwa 6 Monate vorher verhaftet. Damals wollte Hinkley in Nashville mit drei Pistolen in ein Flugzeug steigen. Der Präsident Jimmy Carter war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in Nashwille. Jetzt Hinkley vor einem Hotel in der Hauptstadt Washington DC. Er ist bereit für seinen Angriff. Aus einem möglichen Attentat auf Carter ist nichts geworden, aber dessen Nachfolger Reagan tut es auch. Und da kommt der Präsident. Er ist noch knapp 2 m von seinem gepanzerten Wagen entfernt, als Hinkli Schüsse abfeuert. Agent Tim McCarthy reagiert instinktiv. Er macht sich vor dem Präsidenten bereit, um ihn abzustürmen. Zwei weitere Männer wurden bereits getroffen. Hinkleys nächster Schuss trifft McCarthy frontal in den Oberkörper. Ein weiterer Schuss prallt von der kugelsicheren Limousine ab. Er boht sich in Reagans linke Achselhöhle. Hinkley benutzt sogenannte Devastator Kugeln. Sie zersplittern beim Aufbrall und sollen größtmöglichen Schaden anrichten. Der Präsident verliert schnell viel Blut. All das passiert innerhalb von nur 2 Sekunden und die nächsten Sekunden sind noch entscheidender. Wäre Reagen nur ein paar Minuten später ins Krankenhaus gekommen, hätte er womöglich nicht überlebt. Die restlichen Agenten stürzen sich auf den Attentäter. Theoretisch hätten sie das auch der örtlichen Polizei überlassen und Reagan hinterher fahren können. Doch sie wissen nicht, ob Hinkley allein ist. Lord Kessler wird nach diesem Mordversuch eine neue Regel eingeführt. Die Agenten des Secret Service dürfen den Präsidenten niemals von der Seite weichen. Jeder Fehler ist eine Lektion und sorgt für neue und bessere Sicherheitsmaßnahmen. Dass sie Hinkleys Attentat verhindert haben, gilt als einer der größten Erfolge des Secret Service. Aber es war verdammt knapp. Immerhin konnte ein bewaffneter Mann auf viereinhalb Meter an den Präsidenten herankommen und hätte ihn beinahe getötet. Es war eindeutig Zeit für strengere Standards. Heute werden Besucher bei Großveranstaltungen standardmäßig auf Waffen überprüft. Außerdem arbeitet der Secret Service enger mit dem FBI zusammen. Der Geheimdienst wusste damals, dass Hinkley ein halbes Jahr vor dem Angriff auf Reag verhaftet wurde. Für das Justizministerium war der Vorfall aber anscheinend nicht schwerwiegend genug, um den Secret Service zu informieren. Heute wäre das vermutlich ein klares Warnsignal für die Bodyguards. Inkle wurde schließlich wegen Waffenbesitzers verhaftet und das ausgerechnet während Carters Besuch. Der Secret Service und das FBI haben sogar gemeinsam ein System entworfen, um das Gefahrenpotenzial bestimmter Personen zu bestimmen. Angenommen, jemand schreit betrunken in einer Kneipe, dass er den Präsidenten töten werde. Wenn der Secret Service davon erfährt, könnte das Lord Kessler eine Bedrohung der Kategorie 1 sein. Dann könnte ein Agent dieser Person einen Besuch abstatten und mal ein paar ernste Fragen stellen. Dann wird auch geprüft, ob der Verdächtige eine militärische Ausbildung hat oder psychisch krank ist. Außerdem wird geprüft, ob es konkrete Hinweise darauf gibt, dass er seine Drohung tatsächlich umsetzt. Erst dann wird in Kategorie 2 oder 3 hochgestuft. Personen, die ihre Drohung nach Einschätzung des Secret Service nicht umsetzen können, fallen in Kategorie 2. Ernsthafte Bedrohungen fallen in Kategorie 3. Diese Personen wollen töten und sind dazu auch fähig. Sie werden regelmäßig beobachtet. Im Schnitt erfährt der Secret Service von zehn Drohungen pro Tag. Die meisten davon richten sich gegen den Präsidenten. Nicht jeder davon nimmt die Behörde ernst. Viele Drohbriefe werden direkt ans Weiße Haus geschickt. Die Absender denken offenbar, der Präsident werde ihre Nachrichten persönlich lesen. Sie wollen wohl gehört werden. Handgeschriebene Briefe liefern den Kriminaltechnikern beim Secret Service wertvolle Anhaltspunkte. Sie können DNA Spuren, Fingerabdrücke und die Tinte auswerten. In den frühen 80ern entsteht das sogenannte Profiling. Ermittler befragen Attentäter wie Hinkley und Sirhan Sirhan, den Mörder von JFKs jüngeren Bruder Robert Kennedy. Sie analysieren ihr Verhalten und ihre Motive und fügen alle Informationen zu einem möglichst realistischen Profil zusammen. Viele sind paranoide Einzelgänger, die Aufmerksamkeit wollen, aber eben nicht alle. Die erste Kugel verfehlt den Präsidenten nur ganz knapp. Ein Scharfschütze versucht den Angreifer auszuschalten, aber der ist bereits im Chaos untergetaucht. Die Bodyguards werfen sich wie ein menschliches Schutzschild über den Präsidenten. Dann fällt ein weiterer Schuss. Diesmal mitten aus dem Publikum. Ist das eine Pistole aus weißem Kunststoff? Aus dem 3D-Ducker? Die Kugel streift einen der Personenschütze an der Schulter. Jetzt greift das Counter Assault Team ein. Währenddessen führen die Personenschützer den Präsidenten vom Podium. Sie hoffen, dass sie es rechtzeitig zum Biest schaffen und dass die wahre Bedrohung nicht doch von oben kommt. Für genau solche Fälle wappnet sich der Secret Service seit dem 11. September 2001. An diesem Morgen befindet sich Präsident George W. Bush in Florida. Er besucht eine Lesestunde einer Gruppe von Zweitklässlern. Mittags soll er zurück im Weißen Haus sein. Der Zwischenstopp in der Grundschule ist ein Fototermin für Buschs Bildungsinitiative. Seit über einer Woche ist der Termin öffentlich bekannt und er wird im Fernsehen übertragen. Theoretisch kann also jeder wissen, wo der Präsident gerade ist. Das weiß auch der Secret Service. Als das erste Flugzeug im World Trade Center einschlägt, wird einer der Agenten in Florida informiert. Er fragt nach, ob es sich um einen gezielten Angriff auf New York handelt oder ob auch der Präsident in Gefahr ist. Er bekommt keine Antwort. Niemand weiß es. Minuten vergehen. Der Secret Service ist zunehmend angespannt. Dann schlägt das zweite Flugzeug ein. Ein Agent flüstert Busch ins Ohr. Amerika wird angegriffen. Hinter den Kulissen eskaliert der Konflikt zwischen dem Weißen Haus und dem Secret Service. Bushs Berater wollen, dass der Präsident kompetent und nahbar wirkt. Seine Beschützer hingegen sind für seine Sicherheit verantwortlich. Je seltener er in der Öffentlichkeit steht, desto sicherer ist er. Niemand weiß genau, was die nächsten Schritte sind. Der Secret Service will Busch sofort evakuieren, aber der Pressesprecher des Weißen Hauses will den Kindern keine Angst machen und auch nicht den Zuschauern vorm Fernseher. Also bleibt Busch sitzen, sieben endlose Minuten lang. Das anschließende Chaos offenbart weitere schwachstellende Secret Service. Damals waren nicht alle Agenten darauf vorbereitet, den Präsidenten bei einem nationalen Notstand zu schützen. Es gab keine klaren Vorgaben, wie man den Präsidenten in den Schutzraum unter dem Weißen Haus bringt. Viele Agenten hätten dafür ohnehin keine Befugnis gehabt. Sie waren anderen Beamten unterstellt, die sich in Sachen Sicherheit nicht auskennen. Dazu gehörte z.B. auch Bushs Pressesprecher. Der Secret Service war zwar mittlerweile extrem gut darin, Mordversuche von Einzeltätern zu verhindern, aber für einen groß angelegten und komplexen Terroranschlag brauchten die Agenten neue Strategien und mehr Befugnisse. Nach 9/1 schreibt der Secret Service seine Notfallpläne neu. Seitdem hat die Evakuierung des Präsidenten immer oberste Priorität. Kein anderer darf die Agenten daran hindern. Die Regierung hatte noch eine Idee. Vielleicht ist es ja sinnvoll, wenn die Personenschützer enger mit der Behörde zusammenarbeiten, die Terroristen überwacht. Eineinhalb Jahre nach dem 11. September wurde der Secret Service in das neu gegründete Ministerium für innere Sicherheit eingegliedert, das Department of Homeland Security. Seitdem gilt seine Arbeit als Teil der Terrorismusabwehr. Kurz nach den Anschlägen richtet der Secret Service auch eine neue Einheit ein, die sogenannte Airspace Security Branch. Sie überwacht und sichert den Luftraum über dem Aufenthaltsort des Präsidenten. Muss die Einheit heute eine verdächtige Kampfdrohne abschießen? Am Himmel ist nichts zu sehen. Der Präsident schafft es sicher ins Biest. Aber dann bekommt er plötzlich merkwürdige Symptome, winzige Pupillen, heftige Schweißausbrüche. Er muss keuchen und hat Krämpfe. Der Kampfstoff Novich gehört zu den stärksten Nervengiften überhaupt. Bei Kontakt führt er meist innerhalb von weniger als 2 Minuten zum Tod. Um jemanden zu töten oder handlungsunfähig zu machen, muss das Nervengift in die Haut eindringen, geschluckt oder eingeatmet werden. Das heißt, es müsste den Präsidenten aus nächster Nähe verabreicht werden. Gibt es etwa einen dritten Attentäter direkt unter Ihnen? Damit muss sich der Secret Service später befassen. Zuerst müssen Sie dafür sorgen, dass der Präsident überlebt. Genau dafür kommt in wenigen Minuten die Spezialeinheit für Gefahrstoffe und medizinische Notfälle ins Spiel. Heute retten diese Agenten dem Präsidenten das Leben. Der erste Attentäter wurde beim Versuch, das Gebäude zu verlassen, geschnappt und überwältigt. Er sitzt in uhhaft und wird bald vor Gererecht stehen. Der zweite Attentäter mit der Pistole aus Kunststoff wird vom Counter Assault Team ausgeschaltet. Aber was ist mit dem dritten Angreifer, dem Maulwurf im Secret Service selbst, dem Agenten, der es zum Bodyguard des Präsidenten gebracht hat? Er wurde als sogenannter Schläfer von einem anderen Staat eingeschleust. Er ist ein Spion, der erst ein ganz normales Leben führt und dann auf Anweisung aktiv wird. Noch ist unklar, welches Land genau dahinter steckt und auch wie genau der Schläfer den Secret Service infiltriert hat. Dort hat man in letzter Zeit Probleme, qualifiziertes Personal zu finden. Vielleicht wurden die Kandidaten nicht gründlich genug überprüft. Sie werden ihn so lange verhören, bis sie es rausgefunden haben. Unser fiktives Szenario ist vielleicht unwahrscheinlich, aber es beschreibt ein paar der unzähligen Bedrohungen, auf die sich der Secret Service täglich vorbereitet. Die Gefahren für den Präsidenten werden immer komplexer. Heute trainieren die Agenten für Szenarien, die früher unvorstellbar waren. Durch den Krieg gegen den Terror hat der Secret Service mehr Geld, mehr Befugnisse und mehr Respekt bekommen und auch mehr Pflichten. Plötzlich mussten die Agenten deutlich mehr Personen rund um die Uhr beschützen und immer mehr Großveranstaltungen überwachen. All das hat sie an ihre Grenzen gebracht. Während der Amtszeiten von Bush und Obama haben etliche Skandale den Ruf der Behörde beschädigt. Dem Motto: Vertrauensvoll und zuverlässig konnte der Secret Service nicht immer gerecht werden. In einem Fall soll ein ranghoher Agent eine Informantin mit nach Hause genommen haben. Die Frau starb in derselben Nacht an einer drogenbedingten Hirnblutung. Trotzdem wurde der Agent später befördert. Und es gab weitere Fehltritte. Vertreuung staatlicher Gelder, Sex mit Minderjährigen, Trunkenheit am Steuer direkt vorm Weißen Haus, Verwicklungen in Prostitution, Rassismus gegen schwarze Agenten, Schlägereien in Kneipen. Während Obamas Amtszeit kamen potenzielle Attentäter mehrere Male gefährlich nah an den Präsidenten heran. Obama erhielt viermal so viele Morddrohungen wie seine Vorgänger, vor allem von Rassisten. Beobachtern zufolge grenzt einen Wunder, dass er noch lebt. Die Arbeitsmoral beim Secret Service soll oft schlecht sein. Viele Agenten würden kündigen. Es ist schwer, guten Ersatz zu finden. Schließlich will nicht jeder für ein Jahresgehalt von etwa 41 000 € sein Leben riskieren. Dazu kommen Dienstreisen, regelmäßige Umzüge und viele unbezahlte Überstunden. Viele Agenten wechseln zu besseren Bedingungen in andere Bundesbehörden. Manche von ihnen gründen auch eigene Sicherheitsfirmen. Trotzdem hat der Secret Service seit dem Mord an JFK seine zentrale Aufgabe erfüllt. Seit 1963 wurde kein US-Präsident mehr getötet, auch wenn es einmal richtig knapp war. 2024 wurde Donald Trump fast bei einem Wahlkampfauftritt in Pennsylvania getötet. Wir haben zu dem Falle auch ein Video gemacht. Bis heute ist unklar, wie der Schütze auf ein unbewachtes Dach mit freier Sicht auf Trumps Podium gelangen konnte. Der Vorfall gilt als schweres Versagen Secret Service. Sechs Agenten wurden danach entlassen. Außerdem ist die Chefin des Secret Service zurückgetreten. Nur zwei Monate später gab es einen weiteren Anschlagsversuch auf Trump und erst im April 2026 fielen Schüsse beim korrespondenten Dinner des Weißen Hauses im Washington Hilton. Einer der Agenten wurde angeschossen, bevor der Schütze vor dem Fest des Hotels überwältigt wurde. Vermutlich gab es im Laufe der Geschichte viele weitere Attentate, die nur ganz knapp gescheitert sind. Wir haben nur einfach nichts davon mitbekommen. Cheers. เฮ


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URL https://www.youtube.com/watch?v=21dtlVV_SUE
Titel Warum der US-Präsident so schwer zu töten ist
Kategorien BulkNews, Simplicissimus
Hinzugefügt 2026-07-18 01:02:35
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