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phoenix – Sondersendung zum CSD-Angriff, Teil III: u.a. Statement von Bundeskanzler Friedrich Merz | 26.07.26

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phoenix – Sondersendung zum CSD-Angriff, Teil III: u.a. Statement von Bundeskanzler Friedrich Merz | 26.07.26

phoenix – YouTube Kanal-Aufrufe 0 Kanal https://www.youtube.com/channel/UCwyiPnNlT8UABRmGmU0T9jg 🔗 https://www.youtube.com/watch?v=mC1T9gibDHU Nach dem Angriff am Rande des Berliner CSD will sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CSU) am Nachmittag öffentlich in Berlin äußern. Wie ein Sprecher der Bundesregierung mitteilte, wird Merz gegen 16.15 Uhr ein Statement vor der St. Marienkirche abgeben. In der Kirche ist am Nachmittag eine Andacht…

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Sondersendung zum CSD-Angriff, Teil III: u.a. Statement von Bundeskanzler Friedrich Merz | 26.07.26

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Nach dem Angriff am Rande des Berliner CSD will sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CSU) am Nachmittag öffentlich in Berlin äußern. Wie ein Sprecher der Bundesregierung mitteilte, wird Merz gegen 16.15 Uhr ein Statement vor der St. Marienkirche abgeben. In der Kirche ist am Nachmittag eine Andacht geplant. Dabei will Bischof Christian Stäblein eine kurze Ansprache halten.
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🤖 Zusammenfassung

Beim Berliner Christopher Street Day fuhr am Abend ein Kleintransporter in eine Menschenmenge am Rande des Tiergartens. Eine Person starb, die Verletztenzahl wird widersprüchlich angegeben (Polizei zunächst 16, Innenminister später 29, darunter Schwerverletzte). Der flüchtige Tatverdächtige ist der deutsche Staatsbürger libanesischer Herkunft Abdul Ballut/Balut; er soll der islamistischen Szene angehören, vorbestraft und radikalisiert sein. Bei der Flucht sollen weitere Menschen mit einer Hieb- bzw. Stichwaffe verletzt worden sein. Die Ermittler gehen von einem islamistisch motivierten Terroranschlag aus; die Generalbundesanwaltschaft übernimmt. Offen bleibt, ob es Mittäter oder Unterstützer gab, wie der Täter in den eigentlich abgesicherten Bereich gelangte und warum eine als Hochrisiko bekannte Person nicht früher gestoppt wurde. Politiker verurteilten die Tat, riefen zur Geschlossenheit auf und kündigten Konsequenzen an; Trauer, Blumen und Notfallseelsorge begannen.

Summary created by "LinkBuster-KI HAL8999 – Status READY!!"

📜 Transkript

Phönix vor Ort. Ganz Berlin, ja, ganz Deutschland ist entsetzt und in Trauer. Meine Damen und Herren, ich grüße Sie sehr herzlich. Der Berliner Christopher Street Day wollte und sollte ein Signal der Friedlichkeit, der Toleranz, der Weltoffenheit und der Verschiedenheit sein. Doch die Veranstaltung mit Kundgebungen, Paraden und Party musste gestern Abend dann je unterbrochen und abgebrochen werden, nachdem ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren war. Der Tatort war der Tiergarten am Rande des CSD Geländes. Laut Polizei starb ein Mensch, 16 weitere wurden verletzt. Der mutmassliche Fahrer gehörte laut Polizei der islamistischen Szene an und er wird jetzt mit diesem Foto gesucht. Wir sprechen deshalb jetzt auch von einem Anschlag mit mutmaßlich islamistischem Hintergrund. Zunächst ein Überblick über den tragischen Abend in Berlin und die Nacht. Trauer und Gedenken am Tag danach, Blumen und Kondolenzbekundungen an dem Ort, an dem gestern Nacht das Unfassbare geschah. Bin natürlich jetzt schockiert und haben jetzt [schnauben] ein persönliches Anliegen einfach auch alleine hier zu sein und ähm Blumen niederzulegen und zu gedenken. Wir lassen uns davon nicht wir lächeln weiter und wir machen weiter, aber ich hätte nicht gedacht, dass es nach so einem wunderbaren tollen politischen, friedlichen CSD sowas passiert. Ausgelassene Stimmung gestern beim Christopher Street Day. Hunderttausende auf den Straßen Berlins feiern ein buntes Fest. Um 22:15 Uhr dann die Schocknachricht. Ein weißer Kleintransporter rast in eine Menschenmenge erste Reaktionen. Bin erstmal überwältigt von dieser Nachricht und ich fin völlig erschüttert mitzubekommen, was am Ende unseres CSDs heute passiert ist. Das ist für die Community großer Trauertag. Die Polizei hat inzwischen einen Tatverdächtigen identifiziert. Per Öffentlichkeitsfahnung wird nach Abdul Ballut gesucht, deutscher Staatsbürger mit libanesischem Hintergrund. Auf seiner Flucht hat er noch Menschen wohl mit einer Machete verletzt. Die Ermittler gehen inzwischen von einem Terroranschlag aus. Wir haben es hier mit ähm einem mutmaßlichen Täter zu tun, der in der Vergangenheit auffällig war durch ein hohes Maß an Straftaten, durch eine Radikalisierung, durch eine Zugehörigkeit zur islamistischen Szene. Die Großverhandlung nach ihm läuft europaweit. Ein trauriger Sonntag für Berlin nach einer fröhlichen Party. Die Tat ist für viele immer noch unbegreiflich. Und seit dem Terroranschlag, wie er eben gerade auch genannt wurde im Beitrag, es sind jetzt nun einige Stunden vergangen. Ähm wir lesen natürlich sehr viel äh unter anderem, dass die Fahnen auf dem Reichstag auf Halbmast stehen. Wir schalten jetzt zu Carsten Bärend im Tiergarten noch, also nah am Tatort. Karsten, wie ist denn jetzt der aktuelle Stand der Dinge und der Ermittlungen? Ja, mittlerweile hat hier relativ starker Regen gerade eingesetzt, aber wie Tatortarbeit der Berliner Polizei geht weiter. Gerade eben haben wir erfahren, dass in Kürze das Fahrzeug gesichert wird, dass ein Abschleppwagen kommt, der diese stark beschädigt, diesen stark beschädigten Kleintransporter dann äh hier abtransportiert äh abtransportieren wird. Äh es ist aber nach wie vor ein Tatort, von dem die Polizei spricht. Das heißt, die Untersuchungen gehen dort weiter. Wir merken hier eine sehr bedrückte bedrückende Stimmung ähm rund um diesen Ort im Tiergarten unweit von Poznammer Platz und Brandenburger Tor. Viele Menschen kommen her, legen Blumen nieder, bekunden ihre Anteilnahme und sind einfach betroffen, dass dieser Anschlag, von dem jetzt auch der Innenminister gesprochen hat, der Bundesinnenminister, dass der hier gestern Abend nach dieser großen Parade stattgefunden hat. Ähm, es gibt zwischendurch immer wieder Meldungen, von denen wir natürlich immer nicht wissen, ob sie richtig sind oder nicht. Beispielsweise von einem Beifahrer, der offenbar festgenommen worden sein soll. Wie ist da der Stand der Dinge? Ähm, denn flüchtig ist der Täter, der mutmaßliche Täter wahrscheinlich immer noch. Korrekt. Also im Moment ähm spricht sowohl der Bundesinnenminister als auch die Berliner Polizei von einem Tatverdächtigen, der jetzt auch mit größtmöglichem Fahungsdruck über diese Öffentlichkeitsfahndung gesucht wird. Ähm, trotzdem wir haben eben auch noch mal nachgefragt bei der Berliner Polizei, weil der Innenminister es eben nicht explizit Mittäter erwähnt hat, aber diese äh Meldung die ganze Zeit so ein bisschen hier durch äh den Tiergartengeistern und durch die Medienlandschaft. Der Polizeisprecher sagt, es gibt Ermittlungshypothesen, so hat er es genannt, von einem oder mehreren Tätern, auch Tätern, die möglicherweise nicht direkt tatbeteiligt waren im Fahrzeug, sondern als Unterstützer geführt werden. Äh, ich denke, was die Berliner Polizei hier zeigen möchte, dass sie im Auftrag der Staatsanwaltschaft äh noch nicht festgelegt ist, sondern möglichst breit allen Hypothesen nachgeht und nichts ausschließen möchte. Wie geht's den Verletzten? Da haben wir gerade kurz vor unserer Schalte hier eine gute Nachricht bekommen, wenn man von guten Nachrichten in diesem Zusammenhang sprechen kann, äh nämlich, dass alle Verletzten mittlerweile außer Lebensgefahr sind. Einige sind wohl noch in Berliner Krankenhäusern auf Intensivstationen, aber niemand mehr äh stand jetzt in einem lebensbedrohlichen Zustand. Diese Nachricht hören wir natürlich sehr gerne, dass wir dann nicht noch ein weiteres Todesopfer zu beklagen haben. Das ist zumindest positiv. Ähm, schauen wir mal insgesamt darauf. Ein Angriff auf ein Attentat, ein ein Terroranschlag auf den CSD, der CSD als Ziel, Berlin als Ziel. Äh, was heißt das? Ja, das heißt ähm, dass hier eine Veranstaltung getroffen worden ist, die äh für Gleichheit, für Gleichberechtigung, gleiche Rechte eintritt gegen Diskriminierung, die gestern mit insgesamt mehreren hunderttausend Teilnehmern, so ist die Schätzung, friedlich, fröhlich durch Berlin laut gezogen ist. noch mit einer starken politischen Botschaft gerade vor den anstehenden Landtagswahlen im September hat uns haben uns die Teilnehmenden immer wieder gesagt, wir fühlen uns im Alltag bedroht, wir fühlen uns nicht sicher, wir wünschen uns mehr Solidarität der Mehrheitsgesellschaft und das nun ausgerechnet an dem Abend dann ein Anschlag das Umfeld dieser Veranstaltung hier trifft, wo Menschen sich wahrscheinlich noch ausgeruht haben von der Abschlussfeier oder von dem von dieser langen Parade, dass es gerade dort dann zuschlägt, das trifft natürlich die Community ins Herz, aber das ist auch für Berlin natürlich ein schwerer Schlag, denn ähm das äh möchte natürlich niemand mehr, dass solche schlimmen Dinge hier in der Hauptstadt passieren. Du sagtest gerade, wir fühlen uns bedroht, kommt von den Menschen, die damit zu tun haben und auch auf dem CSD waren. Ähm, war er denn genügend aus deiner Sicht? Das wird sich natürlich alles noch zeigen und aufgearbeitet werden, was du beobachten konntest und heute gehört hast, genügend gesichert auch in dem Bereich, wo dann jetzt diese Anschlag war. Das ist dieser Punkt gerade, der Bereich, in dem der Anschlag war. Das war nicht das Hauptveranstaltungsgelände. Die Abendveranstaltung, die Abschlussveranstaltung war vor dem Brandenburger Tor auf dem Abschnitt, den man auch von der Fanmeile z.B. kennt oder von früheren Silvesterpys, da sagte die Polizei und auch der Innenminister, das ist ich kenutzt man den Begriff gewissermaßen eine Hochsicherheitszone. Da wäre dieser Täter auch nicht hingekommen mit seinem Fahrzeug. Wir befinden uns hier im Tiergarten, aber im erweiterten Veranstaltungsbereich und dort war es offensichtlich sehr wohl möglich, diesen Anschlag zu verüben. Da muss es irgendwo hier eine Lücke gegeben haben, wo er mit seinem Auto durchgekommen ist, trotz Zufahrtsperren, trotz Zäunen. Und ähm da stehen die Ermittler noch von dem großen Fragezeichen, weil nach unserem Kenntnisstand ist noch nicht ganz klar, wo genau er aufs Gelände gekommen ist. Und als er dann einmal hier drauf war, da gab es dann nichts mehr, was ihn gestoppt hat. Ähm, denn wir sind dann hier in dem Parkgelände, den Weg, den er lang gefahren ist. Das war ein klassischer gepflaster Waldweg, den normalerweise im Alltag Fahrradfahrer und Fußgänger nutzen. Der Tiergarten ist ja riesig und hat halt unzählige Wege, die halt auch entsprechend ausgebaut sind. Und einen dieser breiten Wege hat er eben genutzt, um seine Tat zu verüben und wohl und nachhinein dann auch noch äh bei der Flucht Menschen mit einer Stichwaffe verletzt. Ähm, auch wenn diese Waffe noch nicht gefunden worden ist, deuten da Zeugenaussagen drauf hin, die äh auch der Bundesinnenminister äh auch noch mal aufgegriffen hat. Frische Informationen und auch sogar gute Nachrichten, die wir natürlich an diesem Tag der Trauer und des Entsetzens gerne hören. Dafür danke ich sehr lieb ganz herzlich Karsten Ber. Ja, und die Nachrichten, die uns der Bundesinnenminister zu übermitteln hatte über den Stand auch der Ermittlungen, den wollen wir natürlich auch gerne noch einmal Raum geben. Minister Dobrint, wir stehen fassungslos und tief erschüttert vor diesem schrecklichen Anschlag. Unsere Gedanken, unsere Trauer, unsere Gebete sind bei den Opfern, bei den Angehörigen, bei den Verletzten. Wir hoffen sehr, dass es eine Chance gibt, dass diejenigen, die noch um ihr Leben fürchten müssen, diese schwierige Situation überwinden können und eine Chance auf Genesung haben. Meine Damen und Herren, alles was wir hier sehen, deutet darauf hin, dass wir es mit einem islamistischen Terroranschlag zu tun haben. Wir wissen, dass der Verdächtige Abdul Balut flüchtig ist. Ist auch deswegen ein wichtiger Hinweis. Weil das bedeutet, dass wir es zurzeit auch mit sehr hohem Einsatz aller Polizeikräfte zu tun haben, sowohl der Berliner Polizei als auch der Bundespolizei, nicht nur in der Stadt Berlin, sondern an den Bahnhöfen, an den Flughäfen, an den Grenzen. Wir haben hier aktuell ein Todesopfer zu beklagen, eine größere Anzahl von Verletzten, teils Schwerst verletzten. Wir gehen davon aus, dass es sich hier um 29 Verletzte und Schwerst verletzte handelt. Gestern Abend ist der Tatverdächtige mit einem Auto in die Menschenmenge gesteuert, hat damit Menschen schwerst verletzt, bislang diesen einen Tod herbeigeführt. Anschließend ist er mit einer Stichwaffe, mit einer Hiebwache Waffe mutmaßlich einer Machete auf weitere Passanten losgegangen und hat diese ebenfalls schwer verletzt. Wir haben es hier mit ähm mutmaßlichen Täter zu tun, der in der Vergangenheit auffällig war durch ein hohes Maß an Straftaten, durch eine Radikalisierung, durch eine Zugehörigkeit zur islamistischen Szene. Der Tatverdächtige ist deutscher Staatsbürger. Er hat einen libanesischen Hintergrund. Er ist hier geboren 2005. Seine Mutter ist äh im Jahr 2002 eingebürgert worden. Er ist als deutscher Staatsbürger hier zur Welt gekommen. Die Vielzahl der Straftaten, die Radikalisierung, die hat auch in der Vergangenheit zu einer Verurteilung geführt unds bringt ein trauriger Anlass und zugleich eine verachtenswerte Tat zusammen. Meine Gedanken, unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern. dieses terroristischen islamistischen Anschlags der letzten Nacht bei den Familien, bei den Freunden und ich wünsche vor allem den Verletzten, dass sie schnell genesen. Ich möchte den Einsatzkräften danken für ihr geradezu vorbildlich schnelles Eingreifen, das möglicherweise gestern Nacht schlimmeres verhütet hat. Und ich möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Christopher Street Days hier in Berlin, aber auch in ganz Deutschland zurufen. Lassen Sie sich, lassen wir uns nicht einschüchtern. Diese Taten haben nur einen Zweck. Sie wollen unsere Gesellschaft spalten. Sie wollen uns das Wichtigste nehmen, was wir haben, nämlich unsere Offenheit und unsere Freiheit. Ich will für die Bundesregierung sagen, wir werden alles tun, um den oder die Täter so schnell wie möglich zu fassen. Wir werden über Konsequenzen, Nachdenken und mit Besonnenheit, aber auch mit Entschlossenheit entscheiden. Diese Straftäter, diese Extremisten haben in der Mitte unserer Gesellschaft keinen Platz und wir werden nicht zulassen, dass dieses Gift des Terrorismus und dieses Gift gegen unsere Freiheit weiter um sich greift in unserer Gesellschaft, jenseits aller parteipolitischen Meinungsverschiedenheiten. Wir werden die Freiheit unserer Gesellschaft verteidigen. Darauf können sich alle verlassen. Wir sind mehr, wir sind stärker und wir halten in unserem Land zusammen. Das ist das Wichtigste in einer so schweren Stunde. Und lass nämlich es noch einmal sagen, wir werden die Freiheit, die Offenheit, die Liberalität unseres Lebens und unserer Gesellschaft mit allem, was wir tun können, verteidigen und wir werden es gemeinsam auch machen. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Der Bundeskanzler vor dem Gottesdienst, der um 16:30 Uhr in der Marienkirche stattfinden soll, in Berlin. Mit ihm sind vom Bundeskabinett auch gekommen Stefanie Hubich, die Justizministerin und die Familienministerin Karin Prien. Nach dem Statement des Kanzlers warten wir mal nach ab, ob es von beiden Ministerinnen auch noch ein Statement gibt. Aber der Kanzler war ja jetzt gerade sehr klar mit seinen Worten und auch seinen ankündigen Ankündigungen, dass solche Täter in unserer Mitte der Gesellschaft nichts zu suchen haben und mit Besonderheit und Klarheit und Nachdruck muss jetzt natürlich daran gearbeitet werden, das aufzuarbeiten. Ja, meine Damen und Herren, die Marienkirche ist im Zentrum Berlins äh direkt neben dem Fernsehturm und wir sehen, die Ministerin kommt doch noch an die Mikrofone. Ja, es ist ein furchtbarer Anlass, warum wir heute hier sind. Das ist ein zutiefst erschütternder Anschlag, der gestern Abend stattgefunden hat auf unsere Werte, auf die Freiheit, auf die Demokratie, auf die Vielfalt für alles das, wofür die Menschen gestern beim CSD waren. Ich bin in Gedanken bei den Opfern, ich bin bei den Angehörigen, ich bin bei den Menschen, die dort vor Ort waren, die geholfen haben, aber die einfach auch dieses furchtbare Ereignis miterlebt haben. Der Innenminister hat bereits mitgeteilt, dass es sich um einen islamistischen Anschlag handelt. Der Generalbundesanwalt wird die äh Ermittlung übernehmen. Natürlich ähm werden wir die verantwortlich mit aller Härte verfolgen und dann auch vor ein Gericht stellen. Wer schon seine Arbeit aufgenommen hat und es ist wichtig für die Betroffenen, für die Opfer, ist unser Bundesopferbeauftragter in enger Abstimmung mit den Berliner Behörden ähm und auch mit allen anderen hilft er, wird er den Menschen helfen. Es gibt psychosoziale Beratungen, es gibt eine Hotline, die bereits freigeschaltet ist. [musik] Dieser Anschlag erschüttert uns, aber es ist auch klar, wir werden als Gemeinschaft, als [musik] Demokratie, als Gesellschaft gegen die stehen, die unsere Freiheit beeinträchtigen wollen. Vielen Dank. So, jetzt wissen wir ein bisschen mehr und deswegen freue ich mich jetzt, dass wir noch einmal mit dem Terroreexperten Jakob Schintler sprechen können. Grüße Sie herzlich. Hallo. Diese neuen Informationen helfen die uns ein bisschen weiter Ihnen vor allen Dingen weiter das zu verstehen und auch eine Analyse anzubieten? Ja, also es ist mittlerweile klar, ähm er gehörte klar ins islamistische Spektrum, hat eine Reihe von Straftaten auch schon vor diesem jetzt auch Anschlag offiziell so bezeichnet begangen. Das heißt, er war eine Hochrisikoperson. Das leider ist aber noch nicht der Erklärung, was hier genau schief gegangen ist. Denn es gibt auch in Berlin, auch in der islamistischen Szene, mehr als eine Hochrisikoperson und natürlich auch Person aus anderen extremistischen Milieus inklusive und insbesondere natürlich beim CSD aus dem Gewaltorientieräten Rechtsextremist Milieu, auf das die Sicherheitsbehörden vorab ähm achten müssen. Also insofern wir wissen jetzt klar, es geht immer mehr in Richtung eines islamistischen wahrscheinlich ES zumindestens inspirierten Anschlags, obwohl wir noch keinen Bekennerschreiben haben. Aber es sind noch sehr viele Fragen offen. Was war vorher mit der Person? Warum wurde sie freigelassen? Welche Möglichkeiten hatten dann die Sicherheitskräfte, die auch nicht handeln dürfen, wenn jemand eine konkrete Straftat vorbereitet, um gegen diese Person vorzugehen oder eben nicht vorzugehen? Also ist jetzt klar, es war nicht nur das Auto als Tatwaffe sozusagen, sondern eben auch noch ein Messer. Der Bundesinminister sprach von einer Art Machete. Ähm typisch oder? Also der Rat von IS, aber nicht nur von IS, ist, dass bei Anschlägen mit Fahrzeugen am besten noch eine zweite Waffe mitgenommen wird, um dann sobald das Auto nicht mehr funktionsfähig ist, was meistens bei solchen Anschlägen der Fall ist, dann noch beim Aussteigen und Verlassen des Tatortes noch weitere Personen verletzen zu können. Also insofern paradigmatisch, leider sind solche Instruktionsvideos aber immer noch relativ einfach im Internet zu finden. Also rein deswegen kann man jetzt nicht sagen, es ist erst inspiriert, aber die Kombination aus der Geschichte des Täters und diesem Anschlag lässt vermuten, dass es zumindestens inspiriert durch IS-Anweisungen und Propaganda war. Und es war auch die Rede von Handys, wenn wir das alle richtig verstanden haben, die im Fahrzeug gefunden worden sind. Das heißt natürlich nicht automatisch, dass es sich um mehrere Personen handelt. Äh könnte sich allerdings auch darum handeln. Ähm, wir wundern uns ein bisschen darüber, wie lange es dauert, dass wir diese Informationen jetzt überhaupt bekommen haben, auch mit dem mit dem Messer. Ähm, wie lange dauert das? Was erwarten Sie, bis man solche Handys ausgewertet hat? Also, es wird schon eine Zeit lang dauern, weil auf Handys natürlich unglaubliche Datenmengen abgespeichert werden können. Wir sehen ja nicht mehr in den 90er 90ern, sondern wir haben richtig große ähm Smartphones mittlerweile. Diese Daten müssen ausgelesen werden, dann müssen sie analysiert werden. Natürlich sind da nicht nur extremistische Inhalte drum, da muss noch aussortiert werden. Also, es wird schon im Minimum Tage dauern, bis wir mehr über die Handys wissen. Leider ist es so bei Terroristen, dass sie meistens mehr als ein Handy haben. Das Faktum, dass es da mehr als ein Handy im Fahrzeug zurückgelassen wurden, heißt ebenfalls noch nicht unbedingt, dass es zwei Täter waren, aber könnte ein weiterer Hinweis sein, zumal eben mehrere Zeugen an dem Abend gesagt haben sollen, dass sie mehr als ein Peter gesehen haben, aber in der Hochstresssituation eines Terroranschlages sind eben Zeugenaussagen besonders vorsichtig zur Hand haben, weil natürlich die Leute im Stress sehr viele Dinge auch sehen und vielleicht dann auch falsch einordnen. Ja, und nun ist ein mutmaßlicher Täter, müssen wir immer noch sagen, mutmaßlich ähm auf der Flucht. Eine ganz schwierige Situation, oder? Ja, natürlich. Gerade, wenn es um den Täterhandelt, der schon natürlich eine ganze Reihe von Straftaten vor diesem Anschlag begangen hat, also nachhaltig bewiesen hat, dass er sehr gewaltaffin ist und in dieses Milieu reingehört. Aber die Polizei ist natürlich auch mit einem extremen Personenpotenzial. Es gab die Zahl von 2200 Beamten hier in Berlin unterwegs. Ich wohne in Mitte, ich höre auch ständig Helikopter, die über die Innenstadt kreisen. Also, es wird schon das Möglichste versucht. Aber im Unterschied zu London haben wir eben keine flächendeckte Abdeckung von Kameras in der Innenstadt von Berlin und es ist eben rechtlich nicht erlaubt, hier im Live Verfahren hier biometrische Daten abzugleichen. Also, sie dürfen nicht Material haben, das live aufgenommen wird und dann im Hintergrund eine biometrische Abgleich laufen lassen aus Datenschutzgründen. Leider, das macht die Sache noch mal etwas komplizierter. Ähm, wie bewerten Sie das, dass der Anschlag quasi nicht auf dem Festgelände des CSD stattgefunden hat, dass ja eventuell sogar dann tatsächlich sehr viel besser gesichert war, sondern im Bereich des Tiergartens. Äh, wie ist das möglich? Eine richtige Straße war es ja auch nicht. Können Sie das irgendwie herleiten? Also zunächst mal ist schon klar, wenn der Täter die Hauptveranstaltung hätte angreifen können, dann hätte er es mit hoher Wahrscheinlichkeit getan. Dann hätte er es natürlich auch vor laufenden Kameras gemacht. Da waren ja unglaublich viele Tänzeams auch auf der Abschlussveranstaltung und Ziel von Terrorismus ist immer maximale Medienaufmerksamkeit zu dem, was man tut. Also ist schon klar, dass es hier eine gewisse Abschrungswirkung hatte und offensichtlich die eigentliche Veranstaltung für sich relativ gut abgesichert war. Aber die Frage ist, wie weit können Sie einen Sicherheitskreis um so eine riesige Veranstaltung ziehen, dass es noch sinnvoll ist? Also im Grunde genommen der gesamte Tierpark absperren ist ein unglaublicher Aufwand. Er war offensichtlich nach Medieninformation zum Teil auch schon gesichert, aber die Teile, die halt sehr nah an den Rändern der Veranstaltung war und nicht der gesamte äh Park, ob es dann irgendwann dazu kommen muss, dass wir noch weiter den Kreis ziehen, der Aufwand noch größer wird, da ist dann irgendwann die Frage, wo ist es dann noch sinnvoll? Denn es wird immer wieder notwendigerweise Wege gehen müssen, indem die Zuschauer und Teilnehmer hin zur Veranstaltung kommen und auch wieder weg von der Anfahstung kommt und die müssen sie offen lassen. Sie können es nicht in ein Hochsicherheitstrakt verwandeln. Leider muss man sagen, so ist die Sachlage. Ich danke ganz herzlich für die Einschätzungen. Jakob Schintler, vielen Dank. Meine Damen und Herren, in wenigen Minuten beginnt ein Trauergottesdienst in der Marichen Berlin. Wir können einmal ganz kurz einen Blick werfen in die Kirche. Dort haben wir noch ein bisschen Zeit. Äh deswegen nutzen wir auch die Zeit ganz kurz unser Staatsoberhaupt zu Wort kommen zu lassen, nämlich den Bundespräsidenten. Wir sind heute hier zusammengekommen, um ein Fest, ein Tempelfest zu feiern. Aber gleichzeitig sind wir alle erschüttert und entsetzt über den mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin, bei dem hunderttausende Menschen in aus aller Welt friedlich und fröhlich feiern wollten, ein Zeichen setzen wollten für Toleranz und Vielfalt, für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben. Diese Tat ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art zu leben und zusammenzuleben. Meine Damen und Herren, meine und ich glaube unsere alle Gedanken sind heute bei den Angehörigen und Freunden der beim Anschlag getöteten Frau und den zum Teil schwerverletzten, denen wir vollständige Genesung wünschen. Pfahrer Albrecht Röpke ist bei mir im Studio. Ähm Notfallseelsorger. Wir sprechen jetzt, bevor dieser Gottesdienst auch gleich beginnt, ähm gleich auch über Gottesdienste als Funktion, aber eben auch um diese Notfallseelsorge. Ähm, was müssen Sie da tun in solchen äh Großlagen? In den Großlagen werden ja dann über den äh über die Behörden, über die Feuerwehr äh Betreuungsplätze eingesammelt. Ähm dann wo dann Zeugen und Betroffene gesammelt werden. Da geht's erstmal um eine Sichtung tatsächlich. Welche Menschen steig zeigen starke Reaktionen? ähm und dort eben die nicht verletzten und die Leute, die sozusagen schon als Zeugen befragt worden sind, da muss man auch eng mit der Polizei kooperieren, ähm dann ähm Interventionen anzubieten, um die Leute schnell äh in der Handlungsfähigkeit wiederzubringen, also raus aus der Ohnmacht in Entscheidungen treffen, sage ich mal ganz basic. Das betrifft nicht nur diejenigen, die selbst betroffen waren von dem ganzen, sondern auch diejenigen, die als als Ersthelfer und Helfer und als Einsatzkräfte vor Ort sind. Richtig? Genau. Richtig. Also, äh das nennt sich ä Verfahren nennt sich Kreise der Betroffenheit. Man muss erstmal sozusagen tatsächlich rausfinden, äh wer hat wer ist Augenzeuge, wer hat geholfen, wer ist in welcher Form von dem Ereignis getroffen und dann möglichst diese Gruppen dann auch zusammen zuuführen. Es gibt auch Gruppeninterventionen, ähm aber dass man erstmal sondiert, ähm wer hat was mitgekriegt und wer zeigt auffällige Reaktionen. Ja, und dann wird immer allgemein darüber gesprochen als Trauma, als Psychotrauma und ich weiß nicht, was für für Worte dann drüber gesetzt werden. Äh, wie kann man sich das vorstellen und wie wie geht das weiter? Also das ist äh mischt sich so sehr stark und das muss man eigentlich fachlich sehr genau auseinander halten. Also, wenn ich sowas heftiges erlebe, dann haben alle Menschen traumatischen Stress, weil das ist einfach schrecklich. Ich habe die totale Ohnmachtsgefühle, ich habe fürchte um mein Leben, da reagieren fast alle Menschen mit traumatischem Stress draus. traumatischen Stress in der Situation zu halben, heißt überhaupt nicht, ob ich ein halbes Jahr später ein Psychotrauma im Sinne einer Krankheit habe. Und die Zahlen sagen sogar, dass zwei von drei Menschen das nicht entwickeln, obwohl sie am Anfang sehr heftig reagieren. Was ist das Allheilmittel für den ersten Moment? Ähm, also [schnauben] Heilmittel sowieso schwierig, aber äh es ist ganz wichtig, die Leute sozusagen aus der Ohnmacht herauszuholen. Also sie ganz schnell äh dass sie merken, ich habe zwar das große Ganze nicht in der Hand, dafür ist so schlimmes passiert, aber ich kann jetzt Entscheidungen äh veren. Also, wir fragen zum als ein Beispiel fragen die Leute, möchten Sie jemanden anrufen? Ähm und da geht's mir nicht darum, dass ich finde, es ist sinnvoll, jemanden anzurufen, sondern um den Leuten sozusagen klar zu machen. Du kannst zwar nicht entscheiden, ob du jetzt bei dieser von diesem Attentat betroffen bist oder von diesem Anschlag, aber du kannst entscheiden, ob du jetzt jemanden anrufst oder nicht. Und das Wichtige ist, diese Entscheidung fällen und dann passiert, was ich sage. Das ist das Wichtige, was mir wieder Kontrolle in meinem Leben zurückvermittelt und dass die Menschen nicht allein sind und nicht alleinelassen werden und nicht nur von einer Maschinerie von Rettungsdienst und dergleichen betreut werden, sondern auch von einer ganz anderen Dimension. Da kommen wir auf die andere Dimension. Ähm, das Bild, das uns angeboten wird aus der Marienkirche ist eine Kerze. Ähm, dort wird gleich der Gottesdienst stattfinden. Welche ähm Rolle oder welche Funktionen haben solche Trauergottesdienste bei solchen Ereignissen? Also einmal ist es tatsächlich für religiöse Menschen ein Ort, sich zu sammeln. Ähm, ich glaube, dass aber jenseits von von aller kirchlichen Fräumlichkeit äh Kirchen äh und Rituale ganz wichtig ist. Und zwar jetzt, ich sag's mal rein psychologisch auch, was kann ich tun angesichts so einer sinnlosen Gewalttat und dann ist etwas tun können und etwas tun können meint auch, ich gehe zu einem Ort, äh ich zeige den Verletzten und der Familie der Verstorbenen. Ähm meine Solidarität äh ich kann beten ist auch eine Handlungsfähigkeit, was gar nicht unbedingt mit meiner persönlichen Fräummigkeit übereinstimmen muss. was ja auch ein ein Punkt ist, ist ein Ort, wo sich Menschen versammeln, ähm dass nicht alle irgendwo mit sich selbst mit irgendetwas umgehen müssen, sondern sie haben die Möglichkeit und wir werden jetzt, ich danke für das Gespräch, in die Andacht leicht live hereingehen nach Berlin in die Marienkirche. Ja. [musik] [musik] เฮ [musik] [musik] [musik] [musik] [musik] [musik] [musik] [musik] [musik] [musik] Meine Damen und Herren, wir haben zur Stunde keinen genauen Ablauf über diesen Trauergottesdienst. Wir haben allerdings die Informationen erhalten, dass der Bundeskanzler auch in Gottesdienst im Rahmen dieses Gottesdienstes zu den Menschen sprechen wird. Das warten wir jetzt ab und verfolgen einfach den Gottesdienst, so wie er uns aus Berlin präsentiert wird. [musik] เฮ [musik] [musik] [musik] [musik] [musik] [musik] [musik] [musik] Ihnen allen, euch allen ein herzliches Willkommen hier in der St. Marinenkirche. Ganz besonders begrüße ich unseren regierenden Bürgermeister von Berlin Karl Wegner und unseren Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Merz. Schön, dass Sie da sind. Ein herzliches Willkommen auch von mir. Es ist unfassbar bewegend, euch alle hier zu sehen. Von nicht einmal 48 Stunden haben wir hier in dieser Kirche einen großen gemeinsamen Gottesdienst in interreligiöser Vereintheiten gefeiert. Love needs Community. Liebe braucht Community. Das fühle ich in diesem Moment. Das fühlen wir in diesem Moment. Vielleicht ganz besonders. Darum ist es gut, dass wir zusammen sind. Darum ist es gut, dass ihr alle heute hier zusammen gekommen seid an den verschiedenen Orten über den Tag, um mit dieser Tat umgehen zu können. Uns haben viele Botschaften erreicht. Uns haben Nachrichten der Solidarität erreicht, z.B. auch vom Forum Islam Berlin, wo es heißt, eine Gewalttat. wie diese richtet sich nicht nur gegen die unmittelbar Betroffenen, sie richtet sich gegen uns alle, jeden und jede von uns. Diese Worte tragen. Es ist wichtig, dass wir sie miteinander hören und gemeinsam auch, dass wir es gemeinsam tragen. Ich danke ganz besonders all diejenigen, die im Gottesdienst am vergangenen Freitag beteiligt sind und in interreligiöser Verbundenheit auch heute hier sind. die Ibnrus Göte Moschee mit Zeranartisch und Tubai Saraj und mit einem Text auch Rabina Barobi, den er uns heute zugesandt hat. Und nun wollen wir in diesem Gottesdienst gehen. Die Liebe erträgt nicht alles. Mit diesen Worten habe ich zum Gottesdienst am Vorabend des CSD am Freitag alle hier in der St. Marienkirche begrüßt und so begrüße ich sie und euch alle. Die Liebe erträgt nicht alles, wo Hass sie herausfordert, wo Gewalt sie bedroht, wo Propaganda sie aushöhlt. Eine Frau ist bei diesem Anschlag gestorben und nach aktuellem Stand wohl 29 Menschen wurden verletzt, darunter drei lebensgefährlich. Die Liebe erträgt nicht alles. Darum braucht Liebe Community, braucht Gemeinschaft, unsere Gemeinschaft gerade jetzt, die Gemeinschaft der Unerschrockenen, die sich von Hass und Gewalt nicht abbringen lassen, weiter für Liebe und Vielfalt einzustehen. Wir wollen der Opfer dieses Anschlages gedenken, den Betroffenen und ihren Angehörigen und für sie gleich hier ein Licht entzünden und in unsere Mitte nehmen. Wir wollen der Liebe gedenken, die gerade von Hass herausgefordert wird und auch für Sie dieses Licht entzünden. Wir nehmen in diesem Licht beide in diesem Gottesdienst in unserer Mitte, die Opfer ihre Angehörigen und die Liebe. Und nachher besteht die Möglichkeit für alle ein Licht zu entzünden und dieses mit ihrer ganz persönlichen Bitte, die in ihrem Herzen ist, still zum Ausdruck zu bringen. M. Seit gestern trage ich das T-Shirt Liebe tut der Seele gut an mir auch jetzt. Manchmal findet die Seele keine Worte. Ist zerrissen zwischen Klage, Wut Trauer, Angst, Sorge, Widerstandstrotz. Im Buch der Psalm finden sich Worte, in denen sich Menschen seit 3000 Jahren an Gott wenden und wir sind als Menschen miteinander über alle Grenzen von Zeit und Traum verbunden und können uns in diesen Worten werben. Und so bete ich jetzt mit Worten aus dem Psalm 77. Ich rufe zu Gott und schreie um Hilfe. Zu Gott rufe ich und er hört mich. In der Zeit meiner Not suche ich meinen Gott. Meine Hand ist des Nachts ausgereckt und lässt nicht ab. Meine Seele will sich nicht trösten lassen. Ich denke an Gott und bin betrübt. Ich sinne nach, mein Geist verzagt. Du Gott bist ein Gott, der Wunder tut. Du Gott bist ein Gott, der Wunder tut. Und wir beten miteinander. Vor dich Gott bringen wir unsere Trauer, all den Schmerzen, der in unseren Seelen wohnt und nicht nachlassen will. Wir bringen [räuspern] vor dich unsere Gut und unsere Ohnacht. Wir vertrauen uns dir an. Höre uns und wandle alles in stärkende Kräfte. Verbinde uns miteinander. Hilf uns zusammenzustehen und uns nicht auseinander dividieren zu lassen. Hass schadet der Seele und du bist ein Gott der Barmherzigkeit, der Vielfalt und der Freiheit. Du bist ein Gott des Lebens. Sei und bleibe mit uns. Amen. Salam. Shalom. Grüß Gott. Ich hätte nicht gedacht, dass ich Nacht Freitag heute hier wieder stehe und aus Trauren anfallen nach diesem schönen Gottesdiensta Freitag. Bismillahirrahmanirrahim. Im Namen Gottes des Allawamas, des barmherzigen. Wir stehen heute hier in tiefer Trauer. Mein Herz ist schwer. Wir trauern um die Frau, die gestern ihr Leben verloren hat. getrauen mit den Verletzten ihren Familien und allen, die diesen Tag des Schreckens erleben mussten. Als Muslimin möchte ich an einen Vers aus dem Koran erinnern, der zu den wichtigsten ethischen Grundsätzen des Islam gehört. Wer einen Menschen tötet, so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet. Und wir einen Menschen einen Menschen das Leben erhält, so ist es, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. So 5, Vers 32. Der Koran sagt nicht, wer einen Muslim tötet, er sagt, wer einen Menschen tötet. Darin liegt eine universelle Botschaft. Gott macht den Wert eines Menschen nicht nach seiner Religion, seiner Herkunft oder seiner sexuellen Orientierung abhängig. Jeder Mensch ist Geschöpf Gottes. Jeder Mensch besitzt die gleiche Würte und jedes Menschen ist heilig. Diese Botschaft verbindet sich auf wunderbare Weise mit dem ersten Satz unseres Grundgesetzes. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Für mich stehen der Koran und unser Grundgesetz hier nicht im Widerspruch. Sie erinnern uns beide daran, dass ihr Menschen einen unveräußerlichen Wert sitzt und dass kein Mensch wegen seiner Religion, seiner Herkunft, seiner sexuellen Orientierung oder seine Identität weniger würde hat als ein anderer. Wer im Namen Gottes Hass predigt, wer Menschen verfolgt, weil sie lieben, wen sie lieben, wer Gewalt gegen küre Menschen ausübt, handelt gegen den Geist dieses Verses. Er missbraucht den Glauben für eine Ideologie des Hasses. Der Täter selbst, ich muss mutmaßlich auf den Islam. Er glaubt mutmaßlich im Namen dürfen wir das Feld nicht den Extremisten überlassen. Wir müssen den islamistischen Missbrauch unserer Religion benennen und bekämpfen. Deshalb tragen insbesondere wir als Musliminnen und Muslime eine besondere Verantwortung dem religiösen Ex. Meine Damen und Herren, wir bitten Sie zu entschuldigen, dass da die Tonqualität, das ist das eine und das andere ist auch die Bildqualität leidet. Äh, das ist natürlich ein Gottesdienst, der nicht als Live Gottesdienst in der Übertragung vorbereitet worden ist, sondern nur von Kameras, die quasi Nachrichtenbilder machen. Das tut uns leid. Ähm, reden wir noch ganz kurz ähm über das äh über Schmerz und Trauer. Ähm, und aber auch manchmal darüber, dass Gott Leid zulässt. Gott lässt das zu und wenn wir gerade auch von der Muslimin gehört haben, andere ähm töten und verletzen im Namen Gottes. Wie kriegen Sie das von Opfern manchmal auch dann vor als Vorwurf und als Spiegelung und wie gehen sie damit um? Also für einen Menschen, der gläubig ist, ist das natürlich so eine Tat die Frage, wie kann Gott das zulassen? Und das andere, die andere Frage ist gleichzeitig äh wie kann Religion so missbraucht werden? Und ähm ich finde es ganz klar und das ist auch ein politischer Auftrag der Kirchen heute oder der Religionsgemeinschaften. Deswegen bin ich der muslimischen Frau hier auch sehr dankbar zu sagen, dass ähm wir einen Gott glauben, der alles Leben erschaffen hat und sich dabei nicht geirrt hat und dass das universelle ähm die Heiligkeit allen Lebens, egal welche sexuelle Tierung, egal welche Religion voraussetzt. Und da sind wir uns als abrahamitische Religionen, da will ich das Judentum gerne noch mit dazu nehmen, auf jeden Fall einig. Mit den anderen auch, aber mit denen auf jeden Fall. Und dazu gehört auch der Islam. Dazu gehört der Islam. Ganz klar. Und deshalb sind islamistische Anschläge an sich überhaupt nicht zu erklären, aber sie finden trotzdem statt. Religion äh kann missbraucht werden. Ähm wurde sie auch oft auch im christlichen Bereich, im jüdischen Bereich ähm die Gefahr von Extremismus ist eine menschliche Gefahr. Dafür kann nur der liebe Gott nichts. Ja, der Mensch mit seinem Willen und seinem Tun. Und ja, wir sind natürlich heute an solch einem Tag ähm mit Leid und mit Tod konfrontiert. ähm die Rolle eines Seelsorgers äh dazu noch mal zum Schluss und die Rolle auch eines solchen Gottesdienstes helfen manchmal in solchen Sondersituationen, in der ja ganz viel passiert und äh sehr viel verarbeitet werden muss, helfen dann ganz andere und ungewohnte ähm Worte und Gedanken den Menschen, denen sie dann begegnen, die in diesen Sondersituationen ja auch teilweise dann völlig hilflos sind und verlassen. Ich glaube ähm natürlich ist das seorgerliche Wort, das persönlich zugesprochene wichtig. Ich glaube, im Gottesdienst geht es in dem Fall tatsächlich um das Ritual. Wenn ich gar nicht mehr weiß, was ich tun soll, hilft mir das Ritual, dass ich auf etwas zurückgreifen kann, was ich trotzdem tun kann. Und zwar egal wie geschockt ich bin, egal äh wie gestresst ich bin, ich habe ein Ritual und das gibt Sicherheit und Normalität und mir die Möglichkeit etwas etwas zu tun, so wie der Ritual eines äh normalen Arbeitstages oder eines normalen Tages ähm dann doch Hilfe gibt und eine Leiter äh sein kann und ein Gerüst. Ich danke Ihnen ganz herzlich, Pfarrer Albrecht Röpke und meine Damen und Herren, Ihnen danke ich auch ganz herzlich. Wir haben leider keine guten Nachrichten heute, auch wenn ein paar gute Nachrichten in dem ähm in dem Wus der schlechten Nachrichten uns natürlich glücklich stimmen, dass die ganzen Verletzten die 16 Personen außer Lebensgefahr sind. Dennoch beklagen wir ein Todesopfer und einen Anschlag auf ein Fest auf das Fest des Christopher Street Days in Berlin. Meine Damen und Herren, Ihnen einen angenehmen Abend. Wir sind morgen wieder ab 9 Uhr für Sie da. Ich werde dann auch hier im Studio sein und wir sie wieder begrüßen und mit allem versorgen, was wichtig ist. Wiederschauen. Art wo


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URL https://www.youtube.com/watch?v=mC1T9gibDHU
Titel Sondersendung zum CSD-Angriff, Teil III: u.a. Statement von Bundeskanzler Friedrich Merz | 26.07.26
Kategorien BulkNews, phoenix
Hinzugefügt 2026-07-26 18:23:05
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