Die-Handschelle

BILD – Terror in Berlin: Polizeigewerkschafter Heiko Teggatz kritisiert das Sicherheitssystem

  • AFD (12)
  • Bündnis 90/Die Grünen (1)
  • CDU (2)
  • CSU (2)
  • Die Linke (1)
  • FDP (5)
  • SED (1)
  • SPD (1)

BILD – Terror in Berlin: Polizeigewerkschafter Heiko Teggatz kritisiert das Sicherheitssystem

BILD – YouTube Kanal-Aufrufe 0 Kanal https://www.youtube.com/channel/UC4zcMHyrT_xyWlgy5WGpFFQ 🔗 https://www.youtube.com/watch?v=z7oS3j95UtI Polizeigewerkschafter Heiko Teggatz: „Wir haben ein riesen Problem, der Datenschutz“ Nach der mutmaßlichen Attacke im Umfeld des Berliner CSD äußert sich der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Heiko Teggatz, zur laufenden Großfahndung und erhebt schwere Vorwürfe gegen Politik und Sicherheitsbehörden. Er spricht über mögliche Hintergründe der Tat,…

, , ,

BILD – YouTube

Kanal-Aufrufe 0
Kanal https://www.youtube.com/channel/UC4zcMHyrT_xyWlgy5WGpFFQ

Terror in Berlin: Polizeigewerkschafter Heiko Teggatz kritisiert das Sicherheitssystem

🔗 https://www.youtube.com/watch?v=z7oS3j95UtI

Polizeigewerkschafter Heiko Teggatz: „Wir haben ein riesen Problem, der Datenschutz“

Nach der mutmaßlichen Attacke im Umfeld des Berliner CSD äußert sich der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Heiko Teggatz, zur laufenden Großfahndung und erhebt schwere Vorwürfe gegen Politik und Sicherheitsbehörden. Er spricht über mögliche Hintergründe der Tat, Sicherheitskonzepte, den Umgang mit Gefährdern sowie Defizite bei Überwachung und Prävention. Außerdem erklärt er, wie eine Ringfahndung abläuft und warum die Ermittlungen nach dem Tatverdächtigen besonders schwierig sind. Viele Aussagen geben die persönliche Einschätzung des Interviewpartners wieder und sind nicht als gesicherte Tatsachen zu verstehen.

#berlin #polizei #fahndung #deutschland #news #csd #csdberlin

Quelle: BILD
———————————————————————————————-
🔴 Hol dir jetzt BILDplus: https://on.bild.de/3Y47PJA
🎥  Die besten Dokus mit BILDplus: https://on.bild.de/BILD

🤖 Zusammenfassung

Im Interview mit Heiko Taggerz, Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, werden offene Fragen zu einem jüngsten Anschlag in Berlin diskutiert. Ob ein zweiter Täter beteiligt war, ist unklar; Meldungen über eine Festnahme eines Mannes iranischer Herkunft gelten als unbestätigt. Taggerz hält ein Hintermann-Netzwerk aufgrund der professionellen Planung für möglich.

Er kritisiert gravierende Sicherheitslücken: Der mutmaßliche Täter Balut habe das Fahrzeug mit seinem echten Namen gemietet, was auf mangelhafte Kontrollen bei Mietwagenfirmen hindeute. Zudem bemängelt er, dass Gefährder nicht ausreichend überwacht werden könnten. Datenschutz und richterliche Anordnungen erschwerten präventive Maßnahmen wie Gesichtserkennung oder Vorratsdatenspeicherung. Er verweist auf Parallelen zum Amri-Anschlag vor zehn Jahren und wirft der Politik vor, nur kurzfristig zu reagieren, statt dauerhafte Präventionsbefugnisse umzusetzen. Auch die Justiz solle bei Urteilen gegen Extremisten strenger sein. Abschließend beschreibt er die laufende Großfahndung mit Ringfahndung, Grenzkontrollen und digitaler Spurensuche.

Summary created by "LinkBuster-KI HAL8999 – Status READY!!"

📜 Transkript

Ob es einen weiteren Täter gibt, ist derzeit noch unklar. Manche Zeugenaussagen sprechen davon. Es gibt auch Meldungen, wonach es in der Nacht eine Festnahme eines Mannes mit iranischer Abstammung gegeben haben soll, der ebenfalls in dem Auto gesessen haben soll. Das ist allerdings noch unbestätigt. Sprechen wir mit Heiko Taggerz. Er ist Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Herr Tagerz, wissen Sie etwas über einen möglichen zweiten Täter? Nein, leider auch nicht. Also, ich kenne auch nur das, was äh durch die Medien geht äh diesbezüglich, aber ähm auszuschließen ist das natürlich nicht. äh denn äh so professionell wie das äh ganz offensichtlich ja auch geplant war mit der Anmietung eines Fahrzeugs mit möglichen weiteren Tatverdächtigen, die Auswahl des Ortes äh wo dieser Anschlag stattgefunden hat, ist davon auszugehen, dass da ein Netzwerk hinter steckt. Aber wie gesagt, das müssen jetzt die Ermittlung ergeben. Ja, sie sprechen von der Anmietung des Fahrzeugs. Erstaunlich ist ja äh, dass Balut offenbar seinen richtigen Namen ähm genommen hat, um dieses Fahrzeug anzumieten. Daraus wird auch in Ermittlerkreisen jetzt die Gefahr eines weiteren Anschlags ähm hergeleitet, denn offenbar ist es ihm egal, dass man weiß, wer er ist. Ja, und äh offensichtlich ist es ist es auch ähäh den den äh Behörden und vor allem aber den äh Mietäh Wagenfirmen äh egal, wer dort Autos äh anmietet. Also auch das alleine äh zeigt mal, wie wie lückenhaft unser Sicherheitssystem hier in Deutschland funktioniert. Ich glaube nicht äh, dass ein äh Mietwagen äh Verleiher äh in Tel Aviv beispielsweise äh einfach so einen Mietwagen an jemanden vermietet äh hätte äh der äh als Gefährder eingestuft ist. Ich bin sogar sicher äh, dass dort äh die Mietwagenfirmen auch Bescheid wissen. Leider in Deutschland nicht so. Ja, da wird sicherlich bei bei Mietwagenfilmen in Deutschland nichts aufploppen, ähm [schnauben] wenn jemand, der als Gefährde eingestuft ist, äh ein Auto mietet. Ähm der Innenminister hat betont, dass es dass dieser Anschlag nicht auf dem Festivalgelände selbst stattgefunden hat, sondern am Rande dieses Festivals. Trotzdem äh ist der Kstopfer Street Day natürlich eine Hochrisiko Veranstaltung. Wie hoch waren denn die Sicherheitsvorkehrungen? Also, die Sicherheitsvorkehrungen waren ja so hoch, äh dass es dem Attentäter ja definitiv nicht gelungen ist, auf das Festivalgelände zu gelangen, sozusagen, denn das, was er sich da rausgesucht hat, war ja einer der Zugangsäh Wege zu diesem Festival. Also insofern kann man schon davon ausgehen, dass das Sicherheitskonzept, was die Veranstaltung selbst angeht, getragen hat. Ähm äh aber auch das wird sicherlich jetzt äh im Nachgang noch mal ähäh begutachtet werden. Äh noch mal hundertprozentig verhindern kann man sowas leider nicht. Wir haben in Deutschland ein riesen Problem. Äh das ist nämlich der Datenschutz. Also der Datenschutz, der wird ja über alles gestellt. Der Opferschutz scheint nur eine untergeordnete Rolle äh zu spielen. Ähm wir haben jetzt ja nicht zum ersten Mal einen solchen Anschlag. Vor 10 Jahren ist Annis Amri mit dem LKW über den äh Weihnachtsmarkt am Breitscheitplatz gefahren. Seit 10 Jahren diskutiert Politik darrüber, ob wir eine sogenannte Gesichtserkennung an Hotspots, also Bahnhöfen oder öffentlichen Plätzen fahren dürfen, um solche Gefährder überwachen zu können oder nicht. Bis heute ist dort nichts passiert. Politik konnte sich bis heute nicht durchsetzen und sagen, jetzt schützen wir die in Deutschland lebenden Menschen, indem wir die in Deutschland lebenden Gefährder, die hier meiner festen Überzeugungsnacht gar nicht zu suchen haben, zumindest nicht auf freiem Fuß, ähm überwachen dürfen. Und genau da hakt es und äh ich muss ihn auch ganz ehrlich sagen, ähm bei allen Verständnis äh für die äh äh für die für die Trauer jetzt äh die jetzt gerade durch die durch die Lande äh geht. Ähm äh es ist immer dasselbe Muster. Alles ist aufgeschreckt, alles ist empört. Es kommt die Phase der Trauer, ähm die Phase der Fahndung. Jetzt wird irgendwann vermutlich hoffentlich dieser Täter geschnappt und spätestens zi d Tage später ist das im politischen Raum wieder verpufft. Es wird wieder zum Alltag übergegangen. Man unterhält sich wieder darüber, die Polizei eher mit Kontrollquittung äh und Kennzeichnungspflicht äh zu belegen, als tatsächlich anständige Präventivbefugnisse auf den Weg zu bringen und zwar in Bund und Länder, damit wir die Bevölkerung in Deutschland besser schützen können. Herr Tecker, ähm, der mutmaßliche Täter Balut soll vor einigen Wochen ein Foto mit einer Waffe im Netz gepostet haben. Die Polizei durchsuchte darauf in seine Wohnung, fand aber nur eine Spielzeugpistole. Sein Telefon wurde aber überwacht. Er hatte die Auflage, sich wöchentlich bei seinem Bewährungshelfer zu melden. Wie kann es sein, dass er trotzdem durch dieses Netz gefallen ist? Ja, die Frage, die stellen wir uns, glaube ich, alle. Äh, das hat aber auch damit zu tun, ähm, dass äh äh ich sag jetzt mal die die Überwachung eines solchen äh Gefährders immer wieder neu nur auf richterliche Anordnung erfolg. Das heißt, also die Sicherheitsbehörden haben nicht eine Lex Generalis noch nicht äh solche Menschen rund um die Uhr äh zu überwachen und vor allen Ding auch Bewegungsmuster äh zu identifizieren. Also die die Überwachung äh der der Telekommunikation normal beim Telefonieren ist das eine. Aber entscheidend ist ja äh, dass ich als Sicherheitsbehörde bei solchen bei solchen äh äh Gefährdern äh in die Lage versetzt werde, permanent ähm äh die Datenübertragung auch äh zu überwachen. Und da fehlt es eben dran. Und dann hängt das immer davon ab, äh welchen Richter erwischen Sie gerade? Also, die Justiz spielt eine große Rolle äh dabei äh und wie weit darf ich als Sicherheitsbehörde gehen? Für mich ist im übrigen unverständlich, dass jemand äh für solche Straftaten äh verurteilt wird zu einem Jahr und 10 Monate. Also wäre äh länger als 24 Monate verurteilt worden für die Straftaten, hätte sich die Frage der Bewährung z.B. gar nicht äh gestellt. Das sind alles so Dinge ähm die kann ich die kann ich nur schwer nachvollziehen. Äh und genau da muss ich was ändern. Also nicht nur die Sicherheitsbürden müssen besser aufgestellt werden. Das Handwerkszeug dazu kann nur die Politik liefern, sondern auch Justiz sollte sich mal hinterfragen und in solchen Fällen möglicherweise am oberen Rand des ermessen Spielraums entscheiden äh und nicht am unteren. Wie müssen wir uns das vorstellen? Wie sieht diese Großfahndung aus? Also zunächst mal beginnt jede Fahnung mit einer sogenannten Ringfahndung. Also da wird immer so ein so ein Zeitort Zusammenhang gebracht. Wie lange könnte der Täter brauchen zu Fuß? ähm welche Strecke zurückzulegen. Und so baut die Polizei Ring für Ring äh die Fahnung aus. In diesem Fall jetzt äh weil Berlin relativ nah auch an der Grenze zu Polen liegt, ist auch unmittelbar die Bundespolizei informiert worden und hat dort auch an der Grenze äh ihre Fahnungsmaßnahmen ausnahmsweise mal Richtung Polen und nicht umgedreht äh aufgebaut und erweitert. So. Ähm, jetzt versuchen natürlich Ermittler verzweifelt ähm äh nach Möglichkeit äh irgendwelche digitalen Spuren im Netz zu finden. Im übrigen äh äh funktioniert das nur, wenn ein Handy beispielsweise eingeschaltet ist, dann kann man so irgendeinanden Funkzellen ortnen. Alles das läuft jetzt parallel und ich gehe davon aus, dass die Ermittler insbesondere der Berliner Polizei dort sozusagen alles unternehmen, um irgendeinen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Täters zu bekommen. Wenn sich dann solche äh solche Verdachtsmomente eingrenzen lassen auf bestimmten Ort oder ein bestimmten Umkreis, äh dann zieht die Polizei dort gezielt ihre Kräfte zusammen und unterm Strich im Idealfall dort äh den Täter festnehmen zu können. Aber wie gesagt, sie merken selber meiner Formulierung alles nur im Konjunktiv gesprochen, weil keiner weiß, wo dieser Straftäter derzeit aufhält. Und das ist eben genau unser Problem. hätten wir äh eine äh Überwachung, eine eine Möglichkeit der der Nutzung von Videotechnik an öffentlichen Plätzen äh oder auch um öffentliche Plätze herum, wie beispielsweise hier im Tiergarten, könnten möglicherweise auch im Nachgang noch äh Bilder äh ausfindig gemacht werden, die den Täter zeigen und wo man möglicherweise auch mal gucken könnte, in welche Richtung ist er denn geflohen und wo hält er sich auf, in welches Auto ist er möglicherweise eingest gestiegen, um sich schneller vom Ereignungsort zu entfernen. All diese Dinge funktionieren in Deutschland aber leider nicht. Wenn Sie nach Großbritannien schauen, ähm dann sind die da deutlich besser aufgestellt. Das liegt daran, äh, dass bei uns eben die Datenschutzer und dazu gehört im übrigen auch Herr Kubiki, das erwundert mich so ein bisschen, dass er sich auch so ausgibt, das war seine FDP, die auch beispielsweise Vorratsdatenspeicherung immer äh verhindert hat, ähm äh so aufstellt, wie er sich auch sch begrüßt das ausdrücklich, wenn das jetzt eine Kehrtwende bei der FDP wäre. Äh, aber leider war es in der Vergangenheit auch immer ein Grund, genau solche Befugnisse eben politisch nicht durchsetzen zu können. M.


📊 Link-Infos

URL https://www.youtube.com/watch?v=z7oS3j95UtI
Titel Terror in Berlin: Polizeigewerkschafter Heiko Teggatz kritisiert das Sicherheitssystem
Kategorien BulkNews, BILD
Hinzugefügt 2026-07-26 18:22:55
Mediendatei Original-Medium ansehen · Lokale Kopie