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🤖 Zusammenfassung
Die Reportage begleitet den Reporter Peter Gesel bei der Verfolgung von Urlaubsbetrügern in Asien, wobei der Schwerpunkt auf Hongkong liegt. Angeblich zollfreie Elektronik und Schnäppchen locken Touristen, doch die Realität sieht anders aus.
Der Ausflug zum Victoria Peak beginnt mit einer langen, heißen Warteschlange. Für umgerechnet 40 Euro pro Person statt etwa 6 Euro verspricht ein „Fast Lane“-Ticket das Überspringen der Schlange – tatsächlich erspart es nur den Ticketverkauf, nicht die eigentliche Wartezeit vor der Bahn. Die Reporter empfehlen stattdessen ein Taxi für etwa 7 Euro, das schneller und deutlich günstiger ist.
Auf der Nathan Road wird dem Reporter eine angeblich „in Deutschland hergestellte“ Actionkamera der Marke Vmix aufgeschwatzt. Experten und Händler in einem anderen Stadtteil entlarven sie als umgelabelte, weit verbreitete Billigkamera der Marke Eken im Wert von rund 45 Euro. Zusammen mit einer angeblichen Spezial-Speicherkarte, die sich als handelsübliche 8-GB-Micro-SD-Karte entpuppt, zahlt er statt etwa 45 Euro rund 586 Euro. Die Verkäufer rechtfertigen den Preis mit einer fingierten Webseite und verweigern eine Rückgabe.
Auch der Handel mit „antiken“ Objekten auf der Cat Street ist problematisch: Zwei als tausend Jahre alte Song-Dynastie-Stücke angepriesene Gegenstände werden von einem Fachmann der Universität Hongkong als moderne Kopien eingestuft, höchstens wenige Monate oder Jahre alt. Die Händler weichen bei Konfrontation aus.
Zudem werden Fälschungen in Indien angekündigt: falscher Marmor am Taj Mahal, gefälschte Sonnencreme in Goa und angebliche Kaschmirschals.
Fazit: Gerade an bekannten Touristen- und Shopping-Hotspots lauern betrügerische Verkaufsmaschen; Preise vergleichen, Zweifel melden und Scheinangebote grundsätzlich hinterfragen lohnt sich.
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📜 Transkript
Asien, Weltwunder, Megastädte, Naturparadies und mit Abstand die Urlaubsregion mit dem schnellsten Wachstum weltweit. Mein Name ist Peter Gesel und ich bin Urlaubsbetrügern auf der Spur. Ich war gerade damit schon bei der Polizei. Soll ich die herholen? Nein. Vor dem Touchmahall in Indien wird mir falscher Marmor angedreht. Sie sind derjenige, der mich abgezockt hat. Nicht andersrum. Am Strand von Goa kaufe und teste ich vermeintliche Sonnencreme. Das sind Fälschung, die wirklich Leben gefährden. Und den Traum jeder Frau einen echten Paschminerschal. Super günstig. Du hast mich belogt. Du hast gesagt, es wäre reine Pchminerwolle und das war eine Lüge. In Hong Kong locken mich steuerfreie Elektroartikel Schnäppchen. Dumm ist nur, dass wir für die eine fast elf mal so viel bezahlt haben. Der Ausflug zum Victoria Peak. Eine teure Geduldsprobe. Fast Lane zu Deutsch Überholspur. Auf der verrecken wir hier gerade. Angeblich tausendjährige Antiquitäten gehen der Nachwelt für immer verloren. Danke schön. So behandeln sie ihre Antiquität. Achtung Abzocke. Ich bin den Urlaubsbetrügern auf der Spur, damit ihr nächster Urlaub kein Reinfallz. Erstes Ziel meiner Asienreise: Hong Kong. Seit 1997 gehört Hong Kong zur Volksrepublik China. Doch eine Sonderverwaltungszone [musik] räumt der Stadt einen Sonderstatus ein, auch eigene Zölle. Viele Touristen glauben, dass sie hier nicht nur prima staunen, sondern auch gut shoppen können. [musik] Quasi zollfrei sozusagen. Mason Hong aus Hong Kong. Wörtlich übersetzt heißt der Name dieser Stadt eigentlich der duftende Hafen. Was hier heutzutage noch duftet, ist vor allem das Geld. Hinter mir, das ist keine Fototapete, das ist Hong Kong Island und da hat ungefähr jede große Bank der Welt ein eigenes Hochhaus. Dabei hat Hong Kong die höchsten Lebenshaltungskosten fast in ganz Asien und ist trotzdem ein Shoppingparadies. soll es zumindest sein. Das werden wir in den nächsten Tagen herausfinden. Auch ob die asiatische und unsere westliche Kultur sich hier gut vertragen. Ich freue mich wahnsinnig auf diese Stadt und das, was wir in ihren werden. Hong Kong Skyline bietet fantastische Motive. Den wohl berühmtesten Blick gibt es vom Victoria Peak. Ein echtes Postkartenmotiv. Die Aussichtsplattform auf dem Berg ist die beste Selfiebühne, die sich Touristen wünschen können. Und doch das ist noch nicht alles. Eine berühmte [musik] historische Bergbahn aus dem Jahr 188 bringt jeden, der will, nach oben und das für nur 6 €. So, heute ist der Tag des großen Ausflugs. Es geht zum Victoria Peak und das, was ich hier sehe, sehe ich sehr gerne. Schau mal, hier stehen wahrscheinlich normalerweise Hunderte von Touristen, wenn ich tausende an. Ich kann hier einfach Ah, wir sind so mittags schon hier schön durchlaufen, alles frei. Ich kann es kaum glauben. Ohne Anstehen komme ich direkt an den Eingang. Hallo. Hier ist der Eingang. Dort entlang, bitte. Da drüben. Erst dort anstellen, dann hier. Ah, wir müssen uns erst da drüben anstellen. [gelächter] Okay. Bisschen zu früh gefreut, denn die Warteschlange lauert nicht am Eingang, sondern auf der anderen Straßenseite. Versteckt im Schatten einer Autobahnbrücke. [musik] Ah. Jetzt wird vieles klarer. Das hier ist nur die Zone, in der man sich anstellen muss. Gemeinsam mit geschätzt, na ja, 500 anderen Touristen. Das kann eine Weile dauern bei ca. 30° im Schatten. Ist ja mein ganzer Urlaubstagfutsch, wenn ich mich da jetzt reinstell. Ich fah noch mal nazkönig sein. Auf der anderen Straßenseite steht eine Frau mit einem Schild. Darauf die frohe Botschaft. Ah, danach habe ich gesucht. Geht es auch ohne Warteschlange? Ja, sie können die Warteschlange überspringen. Ah, sie können dann gleich auf den Bahnsteig. Da können sie denn nach ein paar Minuten direkt einsteigen. Klingt so, als ob ich dann sofort los kann. Doch das hat seinen Preis. Einen hohen Preis. Genau. Für 355 Hong Kong pro Person. Soll man machen. Die billigste Lösung. Können wir direkt bei ih kaufen? Direkt hier. Der Preis. statt 6,40 € pro Person. Eine vierköpfige Familie zahlt also 160 € 1400 Hong Kong Dollar. Ganz schön viel, aber dafür ohne Schlange, oder? Aber wie komme ich denn jetzt auf den Bahnsteig? Da stehen ja ungefähr 500 Leute vor mir. Wie lange dauert denn das? Bis zum Gipfel braucht die Bergbahn 8 Minuten. Ja, schon klar. Aber wie lange dauert es, bis ich zur Bahn komme? Ungefähr 25. Dann doch. Alles klar. Für 40 € überspringe ich nur die Schlange zum Ticketschalter, doch nicht die eigentliche Schlange dahinter. Also hinten anstellen. Nee, nee, nee, nee, nee. Auch in die kommen wir nicht rein. Niemals. Da sind noch mindestens zwei Ladungen, drei Ladungen vor uns. Oh ja, wenigstens hier nicht so ein eine Hitze hier drin. Schön klimatisiert und mein Urlaubstag [gelächter] tröpfel vor sich hin. 25 Minuten ist untertrieben. Alle 8 Minuten kommt eine Bahn und da passen nur 120 Touristen rein. Jetzt geht's los. Jetzt geht's los. Jetzt geht's los. Jetzt geht's los. Fast eine halbe Stunde stehe ich jetzt hier und zahle mehr als das sechsfache. Fast Lane zu Deutsch Überholspur und auf der verrecken wir hier gerade. In kleinen Schritten komme ich dem Bahnsteig langsam näher. Die siebte Bahn ist endlich meine. [musik] Nach einer Stunde war. Das war schon anstrengend. Die 8minütige Fahrt auf den Berg für Eisenbahnfriaks sicher ein Erlebnis. Ansonsten, na ja, wer was sehen will, sollte eines beherzigen. Setzen Sie sich auf die rechte Seite in dieser kleinen Tram, weil da kann man viel besser gucken als links. Da gibt's bloß Gewisch zu sehen. 6 € mag die Fahrt mit dieser alten Bahn wert sein, aber sicher keine 40. Kaum oben angekommen geht der Tourist Nep weiter. Ist klar. Erstm Souvenir Shop hier oben, als wä ich schon so viel Geld hier gelassen hätte. Und ich bin noch lange nicht auf dem Victoria Peak. Ich kämpfe mich durch ein Labyrinth aus Geschäften und Rolltreppen. Nervt mich jetzt, obwohl ich mich auf die Aussicht freue. Und die lohnt sich wirklich. Hoch oben auf dem Victoria Peak überblicke ich die ganze Stadt. Kann nur jedem empfehlen, hier auf den Peak zu kommen. Die Frage ist, man muss vorher mal durchrechnen oder wir können das jetzt, was der ganze Spaß kostet. Für eine Familie mit vieren, die Kinder über 14 wären das 160 €. Dafür stehen wir zwei Stunden an, fahren ein paar Minuten mit der Bahn hier hoch, müssen durchs Einkaufszentrum und stehen dann hier oben. Und ich wette, dass es da noch preiswertere Möglichkeiten gibt, die die Urlaubskasse nicht gleich sprengen. Erst noch ein paar Fotos und dann finden wir das gemeinsam raus. [musik] Ein schneller Schnappschuss und alles auf Anfang. Huh, hier ist das ganze losgegangen vor 4 Stunden. Jetzt mal schauen. Diese Schlange ist auch viermal so lang. Und natürlich gibt es auch einen ganz anderen Weg, dann nach oben zum Victoria Peak zu kommen. Schau mal, Entschuldigung, eine Frage. Was kostet die Fahrt mit Ihnen hoch zum Peak? Ungefähr Hong Kong Dollar. Sehr gut. Kann es wahr sein? Das sind 7 €. Können wir das gleich machen. Auf geht's. Alright. Diesmal geht es auf kleinen Straßen hoch auf den Peak. Vorbei am Stau Hong Kongs. Keine halbe Stunde später erreiche ich mein Ziel. Und wir sind oben auf dem Peak und wir haben bezahlt, umgerechnet. So ein bisschen mehr als 7 € und nicht 160. Den Eintritt für die Aussichtsplattform spare ich mir diesmal übrigens, denn ich entdecke hier oben einen Pavillon. Von dort aus habe ich denselben tollen Blick auf Hong Kong und das ganz umsonst. Also, wenn Sie wirklich ein Bahnenthusiast sind, ja, dann nehmen Sie diese Tram hier nach oben. So historisch ist die übrigens auch nicht mehr. Vor allem aber kostet es wahnsinnig viel Geld, da auch einigermaßen zeiteffektiv hochzukommen. 160 € für eine vierköpfige Familie versus das Taxi hier nach oben gerade mal 7 € zu viert. Und sie können sich auch da oben dieses Einkaufszentrum sparen, weil der Blick von dieser kleinen Pagode aus über Hong Kong ist ebenso schön. Später kaufe ich jahrtausender alte Antiquitäten, die vor meinen Augen das zeitliche segnen. Danke schön. Aber so behandeln sie ihre Antiquitäten gleich. China ist eines der technik verrücktesten Länder der Welt. Deswegen glauben viele Touristen, dass sie hier tolle Technik Schnäppchen machen können. Besonders hier auf der Nathan Road, der Hauptverkehrsader und Shoppingmeile der Stadt. Hongkong ist eine Autostunde vom chinesischen Festland entfernt und dort hinter der chinesischen Grenze stehen hunderte von Fabriken für Unterhaltungselektronik, Kameras, Fernseher, Smartphones und man könnte natürlich meinen, dass in diesem Teil der Welt der Kauf von solchen Artikeln besonders günstig ist. Lässt es sich also hier gut shoppen im Bereich Elektronik? E verrate ich Ihnen, sie werden gleich Augen machen. Hier zahlt man übrigens in Hong Kong Dollar. Der Umrechnungskurs zum Euro ist 1:9. Ich suche nach Action Kameras. Ich hoffe auf große Auswahl und kleine Preise. Die gängigen Marken gibt es praktisch an jeder Ecke. Hallo. Ich suche eine Actionkera. Ja. hier kein Problem. Was kostet die? 1600 für die GoPro 5. GoPro 5. Ich möchte gerne die GoPro 7. Was kostet die? Die sieben kostet 2900. Oh, und die anderen? Kommt auf das Modell an. Die aus Deutschland sind teurer. Die aus Deutschland sind teurer. Ein Modell aus Deutschland soll angeblich besser sein als der Marktführer. Das riecht nach Abzocke. Okay, welche sind das hier? Okay. 6800. Nein, nein, 4300. Die sind gerade im Angebot. 4300 aus Deutschland. Ja, made in Germany. Ja. Ja. Genau nach solchen Angeboten suche ich. Ich stelle mich dumm und frage nach. Sicher ist sicher. Und das ist das bessere Modell. Würden Sie sagen, dass es aus Deutschland besser ist als die GoPro? Ja. Ich meine ich find schön im Ausland zu hören, dass Made in Germany immer noch was wert ist. Ich habe bloß diese Namen von dieser Firma noch nie gehört. Also das ist für meine Familie. Hat das eine gute Qualität? Ja, die ist super. Okay, ich schlucke den Köder und kaufe die angeblich in Deutschland hergestellte Kamera der Marke Vmix. Oh, das ist aber teuer hier, du. Und alles ist drin hier. Ja, ich zeig es Ihnen gleich. Ich zahle Baro, teils sogar in Euro. 486 € bin ich los. Ein wenig Restgeld habe ich noch und das wollen die Verkäufer jetzt auch noch. Welche haben Sie vorher benutzt? Gar keine Kamera. Dann lassen Sie mich Ihnen das erklären. Viele wissen nämlich nicht, wie Sie Ihr Video oder Foto abspeichern. Es ist ein neues System. Sie müssen dafür einen neuen Chip kaufen. Eine Speicherkarte. Die nennen das nicht Karte, das heißt jetzt Chip. Chip. Ein Speicherchip für super schnelle Highspeed Videos. Alles in 4K. 4K? [gelächter] Wenn Sie laufen, Sport machen oder was auch immer, da brauchen Sie was für schnelle Videos. Ah, ich weiß. Okay, dann her damit. Ich nehme ein. Ich bin nur nett und erzähle Ihnen das, weil es sonst schwierig für Sie ist. Ah, das ist gut. Wir müssen jetzt quasi sagt er diesem Chip, [gelächter] ich mache das jetzt erstmal so und tue einmal auf ganz ganz dumm, aber ich weiß, dass hier schief ist. Dieser besondere Chip kostet mich weitere 100 €. Ich habe noch nie von dieser neuen Technik gehört. [musik] Lieber noch mal Rückversichern. Aber das ist was ganz Neues, richtig? Das ist hergestellt in Deutschland und ein neues Modell. Das ist eine Topmarke für Kameras. Insgesamt habe ich am Ende 586 € ausgegeben. Damit lege ich weit über den Freibetrag von 430, den der deutsche Zoll erlaubt. Was habe ich da gerade gekauft? Teuer ist es auf jeden Fall, aber das sieht mir schon sehr schrottig aus. [musik] Wie schrottig, das ahne ich noch nicht. Im Hotel werfe ich einen genaueren Blick auf die beiden handschriftlich ausgestellten Rechnungen. Ich kann gerade wirklich gar nicht glauben, wie viel Geld wir da gerade ausgegeben haben, aber es stimmt in der Tat. Alleine für diese Kamera sind es umgerechnet 48678 am heutigen Tag mit dem amtlichen Kurs. Viel Geld für eine Kamera, [musik] die angeblich aus Deutschland kommt. Doch außer einer Flagge finde ich keinen einzigen Hinweis dafür. [musik] Guck mal rein, was drin ist. Aber ich kann es nirgendwo erkennen. Was wir sehen ist hier vorne registered in Germany. Ob das hier jetzt registriert ist oder nicht, können wir nicht rausfinden, aber es gibt hier noch ein QR Code. Einmal abgescannt und Sackgasse. Diese Seite gibt's gar nicht, aber ich könn ja mal nach diesem Gerät suchen, vielleicht finde ich sie irgendwo da. Schau hier, die Firma gibt's wirklich, da ist zumindest eine Webseite. Schau mal. Und die kostet online sogar noch mehr 5380 Hong Kong Dollar. Das sind weit über 600, 650 €. Ehrlich, es gibt keine Action Kamera der Welt. Und ich glaube, das wissen hier alle Kameraleute im Raum, die über 5600 € gibt's nicht. Es existiert nicht. Ich vermute also, dass diese Seite nur dafür eingerichtet worden ist, sie den doofen Kunden zu zeigen und die Kamera selbst hochauflösend UHD, also 4K Format. So lautet das Versprechen. Ich versuche diese Einstellung einmal auszuwählen. Das gibt's gar nicht, diese 4K Auflösung. Also zumindest wird die mir hier nicht angezeigt als Option, als Auswahlmöglichkeit. Die Speicherkarte, der spezielle Chip für fast 120 €. Mal schauen, was er uns da verkauft hat. Die angeblich neue Spezialtechnik hat mir der Verkäufer freundlicherweise gleich eingebaut. Das ist der Special Chip. Das ist eine 8 GB Micro SD-Karte. Kennen Sie selbst von vor 5 Jahren aus ihren Kameras. Mal schauen, was die bei uns in Deutschland kostet. Einige wenige Klicks und die Abzocke ist [musik] offensichtlich. Das ist das ist exakt diese Karte und die kostet 9 € nicht 120 €. Boah, ist das frech. Maßlos überteuert. In der Betriebsanleitung finde ich einen weiteren QR-Code und der führt mich zu einer App. Mit der lassen sich verschiedene Noame Marken chinesischer Actionkameras [musik] bedienen. Aha. Hat zwar überhaupt nichts mit Wimx zu tun, führt mich aber auf eine Pferte. Ich finde eine Kamera der Marke Eken. Die sieht meiner Wimx zum Verwechseln ähnlich. [musik] Es würde wirklich mit Teufel zugeben, wenn wir dieses Modell hier nicht morgen auch irgendwo finden in Hongkong. Ich gehe erneut shoppen, aber diesmal nach Kaulon. Hier gibt es viele Märkte und Technikshops. Doch im Gegensatz zu den Läden auf der Nathan Road scheinen mir die Preise hier deutlich niedriger zu sein. Werde ich hier die Aen Kamera finden und kennt man hier meine Vimix? Haben Sie je davon gehört? Nein. Ich auch nicht. Okay. Alright. Thank you much. Alle Parameter einladen und das Angebot ist immer irgendwie das gleiche. Also, die sehen wirklich alle fast baugleich aus, bloß mit einer anderen Farbe. Die Knöpfe sind an derelben Stelle hier bei jeder Kamera. Die Fernbedienung sehen sich ähnlich, aber die kosten alle weniger als ein Zehntel. [musik] Ist die Aen Kamera, die ich suche, auch so günstig? Und warum ist die von mir gekaufte Wimmix dann so teuer? Und warum kennt die hier keiner? Eine Frage. Kennen Sie die? Haben Sie schon mal von der gehört? Kennen Sie diese Marke? Nein, die kenne ich nicht. Noch nie gehört? Noch nie gehört. Ich auch nicht, aber ich habe sie gekauft. Und wissen Sie für wie viel Geld? Keine Ahnung. 4000. Hong Kong Dollar. Warum haben Sie keine GoPro gekauft? Die Fachverkäufer in Kaun sind ratlos. Sie sagen nur, meine Wimmix war völlig überteuert. Also, wir haben mit anderen Worten das Zehnfache bezahlen müssen. Was ist das hier für eine Marke? Wer hat die erfunden? Möglicherweise nur für uns Touristen. Ich suche weiter. Klappere alle Elektrofachgeschäfte des Stadtviertels ab. Nach zwei Stunden Suche werde ich endlich findig. Die Marke heißt Eken. Ja. Ich bin skeptisch wegen des Preises. Kann ich Ihnen kurz was zeigen? Ich zeige dem Verkäufer meine 480 € teure Errungenschaft. Wir haben hier zwei sehr ähnliche Modelle. Nein, nicht ähnlich. Dieselben. Genau gleich. Die Firma hat ursprünglich diese hier gemacht. Sie haben nur den Namen der Marke geändert und verkaufen sie unter einem anderen Namen. Das muss also ein Modell für 600$ sein. US-Dollar. Viele Unternehmen kaufen im Werk diese Art von Kamera und kleben dann den eigenen [musik] Namen drauf. Aber was kostet sie denn? Wie viel? 48. 48? Ja. Wir verkaufen die für 48 US-Dollar. Wissen Sie, wie viel ich dafür bezahlt habe? 600 US-Dollar. Laut den beiden habe ich mir eine 35 € Kamera für 480 andrehen lassen. Ich habe noch eine SD-Karte gekauft. Wie groß? 8 GB. 8 GB. Ja, Klasse 4, 8 GB. Raten Sie, wie viel? Wenn er Sie da auch abgezockt hat, 20 USDLAR, [räuspern] ne? 115 US-Dollar 115 US-Dollar. [gelächter] Für das Geld kriegen sie ja alle zusammen. 45 € statt 500 € für das wirklich gleiche Modell. Was für eine Unverschämtheit. Hey, thank you very much. Thank you. Nun will ich noch mal einen genauen Blick auf beide Kameras werfen. Haben die Verkäufer recht, dann sind sie technisch identisch. Sind gleich schwer. Sie haben das gleiche Menü, die gleichen Knöpfe an exakt derselben Position. das Design bis auf die Vorderblende hier, die hat bei diesem Modell, Ach, ich kann hier sogar abnehmen. Auch unter der Blende ein und dieselben Komponenten. Jeder Zweifel ist ausgeräumt. Das ist die gleiche Kamera, der gleiche Chip, nur diese Vorderseiten aus Plastik, die sind ausgetauscht worden. Dumm ist nur, dass wir für die eine fast elf mal so viel bezahlt haben. Das ist Betrug und darüber muss ich mit den Verkäufern in der Nathan Road sprechen. Wir machen uns fertig, diese Abzocke mit angeblichen Technikschnäppchen zu enttarnen. Okay, ihr Chef hat mir die hier verkauft oder er meinte, die Kamera wäre in Deutschland hergestellt. Deutschland? Ja, es ist nicht Made in Germany. Ich bin aus Deutschland. Die wurde nicht in Deutschland produziert. Ist doch egal. Das ist nicht egal, weil ich es zu einem sehr hohen Preis gekauft habe. Was haben Sie bezahlt? 4300. Ja, ich kann Ihnen die Webseite zeigen. Ah, sie zeigen mir die Webseite. Na klar. Genau so funktioniert die Masche. Die Webseite soll den Kunden den hohen Preis rechtfertigen. Ah, da ist ja der Chef. Wir rufen gerade die Webseite von Wimmix auf. Ich habe nämlich rausgefunden, dass das nicht in Deutschland hergestellt ist und dass die Kamera für 4300 maßlos überteuert ist. Ihre Beschwerde ist also, dass es zu teuer ist. Das ist der 20fache Preis. Beschweren Sie sich über den Preis? Sind Sie der Profi oder ich? Also geht es nur um den Preis. Das war's das 20fache. Warum machen Sie dann hier so einen Aufriss, wenn es nur um den Preis geht? Sonst nichts? Weil sie mich angelogen haben. Als sie sagten, ich bräuchte. Wenn es nur um den Preis geht, habe ich nicht gelogen. Und ob sie das haben? Er hatte mir weiß machen wollen, dass die Kamera nur mit einem speziellen Chip funktioniert. Der entpuppte sich als billige SD-Karte. Ja. Ja. Freie Marktwirtschaft, aber das ist Touristenabzocke. Wenn Sie eine alte SD-Karte für den zehnfachen Preis verkaufen, ist es kein Markt, sondern Abzocke. Okay, pass auf. Wenn dir die Karte nicht passt, kannst du sie umtauschen. Aber die Kamera kommt vom Großhändler, nicht von mir. Ja, aber ich habe sie doch hier gekauft. Er hat gesagt, die wäre super. Wenn die Karte zu teuer ist, nehme ich sie zurück. Na, die Kamera gebe ich auch [gelächter] zurück. 4300 haben sie mir abgenommen und eigentlich kostet die nur 380 Hong Kong Dollar. Aber das ist nicht dasselbe. Die ist anders. Das Geld für die SD-Karte bekomme ich zurück, rund 100 €. Doch die Kamera für 480 € wollen die Verkäufer nicht umtauschen. Ist mega Geschäft, was die hier machen. Der weigert sich es hier umzutauschen. Ich nehme das jetzt mal so hin. Was mich aber am meisten verärgert hat, ist, dass er mich angelogen hat. Ich mag es nicht angelogen zu werden. Sie etwa? Hören Sie, es geht eben ums Geschäft. Der Preis ist vielleicht ein bisschen hoch, aber Sie bekommen ja auch eine neue Kamera. Aber 1100% ist nicht nur bisschen. Entschuldigung. Alr, alles klar. Warnung, Warnung, Warnung. Boah, ich hät ja ein bisschen mehr schon erwartet, dass er das vielleicht umtauscht. Mir Geld zurück gibt gar nichts. Und deswegen meine ganz klare Warnung. Natürlich kann man hier in dieser Gegend der Welt äh elektronische Geräte kaufen, sogar keine Mehrwertsteuer hier in Hong Kong. Könnte mal denken, das preiswerter ist, aber nicht hier auf der Nathan Road. Preiswert einkaufen, das funktioniert tatsächlich in Hong Kong. Doch ein viel besseres Produkt als der Marktführer zum Schnäppchenpreis. Das ist überall auf der Welt zu schön, um wahr zu sein. Hotspot Touch Mahall abgefertigt, abgeramscht und abgezockt. Vorsicht Weltwunder. Bin jetzt nicht nur angelogen worden, sondern richtig betrogen worden, finde ich gleich mehr. Doch zunächst zu meinem letzten Abzockgefall in Hong Kong. China ist ein antikenparadies. Ganze Armeen [musik] buddeln sie hier aus. Ganze Schiffsladungen holen sie vom Meeresgrund. Hong Kong ist der Umschlagplatz für chinesische Antiquitäten. Ein Eldorado für Sammler und Touristen und für mich. Ja, tausendalte Geschichte ist das, was man hier teilweise zu sehen bekommt. Na ja, wobei ich gar nicht weiß, ob diese ganzen Vasen und Figuren wirklich so viele tausend Jahre auf dem Buckel haben. Angeboten werden sie einem hier in wirklich jedem Laden. Ich sehe hier Worte wie Ming, die berühmten Vasen. Haben Sie vielleicht schon mal gehört. Ob das jetzt bei mir ins Wohnzimmer passt, weiß ich nicht, aber vielleicht finde ich ja was kleineres, was trotzdem ein Wert hat, vielleicht sogar einen antiken Wert, weil antik soll hier alles sein. Glauben Sie das? Ich habe da so meine Zweifel. Auf der berühmten Catstreet will ich mir das Angebot der Kunst und Antiquitätenhändler genauer ansehen. Zugegeben, ich bin ein absoluter Kunstleihe [musik] und gerade deshalb bin ich auf die Ehrlichkeit der Händler angewiesen. Na, ich suche nichts Neues. Ich suche eher nach was altem. Wie wä es mit 80 Jahre? 80 Jahre, das ist ja nicht antik, oder? Noch nicht. [gelächter] Du hast nicht gesagt antik, nur alt. Ja, dann sage ich jetzt Antik. Gibt's da ein Unterschied? Na ja, ich bin erst 80, noch nicht antik. [gelächter] Thank you. Nett ist er und das passende Angebot scheint er auch zu haben. Ich habe zwar wenig Ahnung von Antiquitäten, aber anscheinend ein glückliches Hähnchen, wenn ich dem Verkäufer glauben darf. Okay, darf ich anfassen? Guter Geschmack. Sie sagen, sie verstehen nichts davon und greifen direkt das beste Stück. Das ist das wertvollste. Ja, ist sehr alt. Ja, Song Dynastie ungefähr um die Zeit. Wie alt wä das denn? 1000 blabla Jahre über 1000 Jahre. Ernsthaft, das kann ich ja gar nicht einfassen. Ja, keine Sorge. Die Song Dynastie endete tatsächlich vor rund 1100 Jahren. Seine Hausaufgaben hat er gemacht. Ist das ihr Ernst? Wirklich 1000 Jahre? Oh ja, natürlich. Oh mein Gott. Wenn Sie mir 1000 geben wollen, dann müssen Sie das mit ihr ausmachen. [gelächter] Nein, ich meine 1000 Jahre alt. Ja, 1000 bis 1200 Jahre ungefähr. Jetzt habe ich wirklich Angst vor dem Preis und was kostet das? Wo ist sie schon wieder hin? Ah, sie macht die Preise. Aha, für die Märchen. Entschuldigung, Geschichte ist der kantonesische Straßenhistoriker zuständig. für den Preis seine Frau. Ja. Ja. Also, was kostet das? 2220. Leute, das sind 180 €. Ich habe noch nie eine Antiquität für so ein Preis gesehen oder gekauft. Also, ich würde dir gern mitnehmen. Thank you. Thank you very much. Ich bezahle 2200 Hong Kong Dollar rund 250 € für eine mehr als 1000 Jahre alte Antiquität. Ein Schnäppchen. Thank you very much. Thank you. Hat das System auf der Cat Street? Ich gehe in einen anderen Laden. Ich wähle wieder eine Karaffe. Sie steht in einer Vitrine. Scheint also alt [musik] und teuer zu sein. Die Kanne hier finde ich hübsch. Kann ich die mal ansehen? In meinen Augen liegt das Alter irgendwo zwischen zwei Tagen und 2000 Jahren. Ich frag mal lieber nach. Ah, das ist alt. Da muss ich nachfragen. Die Verkäuferin scheint nicht gerade die Hausarchäologin zu sein, dafür aber die Dame an der Strippe. Das ist Song. Song Dynastie. Und wie alt? Oh, so alt, dass ich schon vergessen habe. Ich hab schon vergessen. [gelächter] Sehr lange her. Long long time sattelfest in chinesischer Geschichte ist sie nicht. Wer hier echte Antiquitäten verkauft, kennt sich besser aus. Alleine wie sich es anfühlt. Gibt mir keinen Hinweis darauf, wie alt es ist. Aber sie sagte gerade schon Song Dynastie sind ja auch fast 1000 Jahre. Das ist ja Wahnsinn. So eine gute Schau mal ja nicht so irgendwie was abgeklopftes. Was kosten die? 5000. Das sind 560 €. Ein stolzer Preis für ein Souvenir, aber nicht für eine echte Antiquität, wenn ich der Verkäuferin glauben darf. Über 1000 Jahre, das ist ja wirklich Antik. Ja, ich will die haben. Sagen wir 2500. Mit ein bisschen Verhandlungsgeschick geht auch in Hong Kong in Sachen Preis immer etwas. Hallo. Hallo Chef. Für 3300 nehme ich sie gleich mit. Okay, okay, okay. Sie das teure Stück landet in der Hochsicherheitsverpackung aus Zeitungspapier. Na ja, die letzten 1000 Jahre hat's ja auch überlebt. [musik] Bei uns Sachen, die 1000 Jahre alt sind, da gibt's Scherben für die Museen bei uns gemacht werden. Geschweige, man kann das kaufen bei uns. Das gibt's nicht zu kaufen. Also, ich weiß nicht, ob du die antike Kunst oder solche antiken Gegenstände bei uns überhaupt kaufen kannst aus dem Jahr 1100. Wahnsinn, wenn der graben Leute nach bei uns. Insgesamt habe ich 400 € für zwei Antiquitäten ausgegeben, beide angeblich über 1000 [musik] Jahre alt. Und dann stellt sich mir natürlich die Frage, beide Sachen, diese beiden Sachen, die wirklich viele 100 € gekostet haben, aber tausende wert sein müssen, sind die auch so antik, wie uns da gerade erzählt wurde. Mein Team hat hier in Hong Kong einen Experten für solche antike Kunst gefunden und den werden wir jetzt treffen, um die Wahrheit rauszubekommen, weil wenn das wirklich so ist, dass das hier ist, ist ja Wahnsinn. Ich habe einen Termin an der Universität in Hong Kong. Wie es der Zufall will, ist der Direktor der kunsthistorischen Fakultät ein Deutscher und natürlich Fachmann für chinesische Kunst und Antiquitäten. Was weiß ich über diese Statue Sungastie Jahre ist es mindestens alt. Ja. Zes Jahrhundert. Ja, das ist dieses diese Dynastie gibt's die Dynastie gibt es und heißt bekannt für chinesische Keramik. Also, das ist schon vom Material her richtig. Ähm, die Figur ist wahrscheinlich nicht ganz so alt. Wie alt würden Sie die schätzen? Ja, ganz neu. Auch meine so dre vi Wochen oder was? Wahrscheinlich oder dre vier Monate [gelächter] maximal 3 vi Jahre ist vielleicht sogar aus Gips und dann so ein bisschen auf alt gemacht. Der Blick in die Fachliteratur zeigt, ähnliche Figuren sind in China tatsächlich verbreitet, doch die unterscheiden sich von meinem Schätzchen. Also, es gibt diese Art der Oberfläche, die gab es schon ursprünglich zur Hann Dynastie, also vor 2000 Jahren. Diese Figuren wurden dann allerdings erst während der Tangynestie, also vor Jahren, bekannt oder beliebt. Ähm, waren dann aber oft schon ganz fein auch glasiert. Kann die sich denn abreiben im Lauf der Jahrhunderte? Eher nicht. Also, ich denke nicht so, wo die ganze Oberfläche ja ganz einhaltlich ist. Das würden Sie jetzt mal ganz ganz grob schätzen. Da reden wir über mehrere 1000 € wahrscheinlich hier, ne? Ja, also gute Figuren, ähm, wenn nicht sogar ztausend. Ja, und deutlich mehr Geld als diese, ich nenne das jetzt mal so frech Fake Antiquität, weil so halt wie gesagt ist es nicht. Habe ich hierfür bezahlt eigentlich auch ein wirklich ich finde schönes Stück, was auch aus der Zang Dynastie, also deutlich über 1000 Jahre alt sein soll. Sowas, wenn es so gut erhalten wäre und mehrere hundert Jahre alt ist, es dürfte ich gar nicht anfassen. Warum ist es in Europa so selten? und in China so verbreitet noch, weil die Stücke immer hoch angesehen und geschätzt wurden, gut behandelt wurden und zum Teil auch in diesem Zustand noch erhalten sind, aber halt Ausdassung Dynastie, also wirklich äh 1100 1200 Jahre alt. So wie die hier wahrscheinlich eher nicht. Ähm ich schaue mal gern. Ähm, dieses Stück ist auch viel neuer und auch interessant z.B. wie das hier angesetzt ist, ist ja nicht ganz perfekt, aber man versucht dann halt doch irgendwie zu zeigen. Genau. zu zeigen, wie ähm unperfekt das damals war. Genau, obwohl die zum Teil ganz fein damals schon gearbeitet wurden, die ich will mal sagen, ich habe hier 500 € fast für bezahlt für äh diese Vase, wenn die wirklich echt wäre, was hätte in das ungefähr für einen Preis ungefähr nur echt, also ich denke bis 15 000 sicherlich gute Stücke liegen sicherlich drüber. Die habe ich jetzt gerade nicht in meiner Urlaubskasse. 10 bis 15 000 €. Die Kopie ist jedoch sehr nah am Original. Man muss eben nur wissen, worauf man achten muss. Bitte, das sind wir doch schon fast. Ja, der Aber hier sehe ich auf dem Foto, ja, meine we sowas ist, dass es viel feiner glasiert ist. Ganz ganz gleichmäßig halt. Hat die hat die guten Stücke dann halt auch ausgemacht. In diesem Fall, wenn Ihnen erzählt wurde, das ist aus der Sung Dynastie, dann dann tut mir leid zu sagen, dass es leider nicht so ist. Mit diesem Experten Urteil bewaffnet will ich die Händler zur Rede stellen. Immerhin haben sie mir für billige Kopien von Antiquitäten aus der Songynastie mehrere 100 € abgenommen. Den Anfang macht die grüne Karaffe. Verkaufen Sie hier Antiquitäten? Diese Sachen hier. Ja. Sind die alt? Äh, nein, also nicht alt. Wissen Sie was? Ihre Chefin hat mir aber gesagt, dass das hier richtig alt ist. Zeig sie mal. Jetzt bin ich verwirrt. Plötzlich gibt es hier keine Antiquitäten mehr. Ach so, ja, das ist alt. Nicht alt, oder? Doch, doch alt. Wie alt? Song Song Dynastie. Ja, ja, ja, ja. Und das soll Song sein? Ja, Song. Wissen Sie was? Das ist nicht S Dynastie. Auf keinen Fall. Das ist neu. Das ist nicht ein Tick. Moment. Ja. Sein letzter Versuch, mir weiß machen zu wollen, dass die Karaffe wirklich alt ist. Ich darf wieder einmal am Telefon verhandeln. Ja, sie müssen mir helfen. Ich habe hier dieses Kunstwerk und sie haben mir gestern erzählt, dass es aus der Song Dynastie stamme. Aber das ist nicht der Fall. Wir haben es an der Universität überprüfen lassen. Kann ich bitte mein Geld zurück haben? Ich muss mit meinem Mann sprechen, wenn Sie morgen bitte zurückkommen können. Okay, dann komme ich morgen und sie erstatten mir das Geld. Ja, ja, ja. Yes, yes, yes. Bye bye. Am nächsten Tag kehre ich mit meinem Team noch mal zurück auf die Catch Street. Zwei vermeintliche Antiquitäten würde ich heute gerne zurückgeben. 5 Minuten nach der Zeit ist in diesem Fall des Deutschen Pünktlichkeit. Ich habe den ein bisschen Vorsprung gelassen, nicht dass man uns jetzt gleich wieder erzählt, ach die Chefin ist nicht da und sie müssen morgen wiederkommen, weil jetzt holen wir uns nur wirklich das Geld wieder. Es wurde uns ja gestern versprochen. Die Karaf hat 560 € gekostet. Viel zu wenig für eine echte Antiquität, aber viel zu viel für eine billige Kopie und ein Souvenir. Ohne Diskussion. Ich dachte, würde was erfahren darüber. Ist ihre Frau heute hier? Ah, schade, denn ich wollte mit ihr hier rüber sprechen. Ich glaube, dass wir hier abgezockt wurden. Das ist eine ganz schön komische Art Geschäfte zu machen. [gelächter] Sie können aus den Kunden nicht als Antiquität verkaufen, wenn es nicht alt ist. Also, was machen wir jetzt damit? Stellen Sie es zurück und schwups. Das Schätzchen steht bereit für den nächsten ahnungslosen Touristen. Was kostet jetzt? Ähm 2500. Und wie alt? Song. Song jetzt schon wieder, [gelächter] ne? Ja. Sie sind ein lustiger Vogel. So viel steht fest. Das lass ich hier, ne? Dazu muss ich jetzt wirklich nichts mehr sagen. Mal sehen, ob ich auch die Statue so einfach zurückgeben kann wie die Karaffe. 250 € hat sie gekostet. Nicht ganz so teuer, aber nicht weniger unverschämt. Also, sie sind wahrscheinlich das Älteste im ganzen Laden, oder? Nein, ich bin erst 80. Okay. Erinner sich an diese kleine Statur? Ich glaube, die ist gar nicht so alt. Ich glaube, sie sind sogar älter als diese Statue. Sie beleidigen mein Wissen. Ist das so? Ist das wirklich ihr Wissen? Wissen Sie alles über diese Statuen? Fast alles. Fast. Das Gute ist, ich kenne hier jemanden, der an der Universität arbeitet. Aha. Es ist der deutsche Direktor des antiken Kunstmuseums, also ein echter Experte. Und ich habe ihm das hier gezeigt. Was denken Sie? Was sagt er? wie alt es ist. Ach, das ist im Endeffekt doch egal. Also mir nicht vielleicht schon. Sie haben mir gesagt, dass es antik sei und auch, dass es viel Geld wert ist. Das hier ist nicht antik. Ist es nicht. Ganz einfach. Was wollen Sie? Ich will Ehrlichkeit. Wenn wir uns unterhalten und Sie mir sagen, dass es 1000 Jahre alt ist, lügen Sie mich an. Das ist Abzocke. Ach komm, nimm dein Geld und gehe. Ich habe keine Lust zu reden. Er weiß, er ist überführt. Mein Geld bekomme ich zurück. Hey, du willst es nicht? Nee, es ist ja nicht antik. Okay, danke schön. So, behandeln sie ihre Antiquitäten? Nein, so behandle ich einen Freund wie Sie. Zweimal habe ich mein Geld zurückbekommen, doch dieser Händler hat nicht nur den Gewinn verloren, sondern auch sein Gesicht. Dass wir uns richtig verstehen. In Hong Kong sowie in ganz China gibt es natürlich antike Kunst. Z.B. diese Figur hier kostet umgerechnet 430.000 € sagt das Preisschild. ist deswegen wahrscheinlich auch wirklich echt, denn in China sind Kunst und Kulturgüter über Jahrtausende wertgeschätzt und damit auch konserviert worden. Natürlich nicht so wie bei diesem Straßenverkäufer, der frech wurde und überhaupt keinen Respekt vor seiner Ware hat. Ich will nicht sagen, dass man hier keine echten Antiquitäten findet, auch durchaus bezahlbare für vielleicht 1 2000 €. Das ist wirklich so der Startpreis, wenn Sie hier was kaufen und erwerben wollen, vorher zu einem Fachmann gehen, wissen, was man kaufen möchte, mehrere Läden vergleichen und sich am besten ein Zertifikat über das ausstellen lassen, was man da bezahlt und machen sie sich auf eins gefasst. Für ein paar hundert Euro gibt es auch hier keine Antiquitäten. Ich verlasse das spannende und sehenswerte Hong Kong. Mein nächstes Ziel: Indien. In Goa komme ich einem Schwindel mit falscher Sonnenmilch auf die Schliche. Okay, das heißt anderen Worten, dann verkürzt sich im Prinzip wegen so einem Quatsch hier meinen Urlaub auch noch spürbar. Gleich Indien. Das Land ist nicht nur das zweitgrößte in ganz Asien, sondern auch das zweitbevölkerungsreiste. Wer irgendwann vom bunten und hektischen Treiben in den Städten genug hat, der flieht an den Strand. Auf 5000 Küstenkilometern finden sich unzählige Paradiese. Willkommen sind Touristen in Indien überall. Doch jeder will mit ihnen Geld verdienen. Namaste aus Deli. Wir sind in Indiens Hauptstadt. [musik] Ich war privat schon paar mal hier auch mit Kamerateams. Ich kann Ihnen sagen, ein Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern, was zehn mal so groß ist wie Deutschland, da ist der Kulturschock vorprogrammiert und von denen gibt es in der heutigen Sendung mehrere. [musik] Also auf diesen Tag freue ich mich ganz besonders. Wir gehen gleich rüber zu einem der sieben Weltwunder, zum Touch Mahall. Eigentlich ein Mausoleum, aber natürlich eines der berühmtesten Sehenswürdigkeiten ganz Asiens. Man muss nur reinkommen und zwar ohne abgezockt zu werden. Es ist gar nicht so leicht. Ein Mogulkaiser ließ vor 360 Jahren dieses weltweit einmalige Gebäude als Grab für seine Geliebte erbauen. Jeden Tag besuchen rund 40.000 Touristen das Weltkulturerbe. Es ist voll, sehr voll. Schau mal, ist richtig was los. Schon vor den Toren stauen sich die Massen. Die ersten Fremdenführer stürzen sich sofort auf mich. Regierungside. Regierungsgeide. Ja, ich erkläre euch alles. Das ist sehr hilfreich. Da drin sind so viele Sachen. Ich mache schöne Fotos von euch und erkläre alles. Oft gibt's da auch lange Schlangen. An denen bringe ich euch auch vorbei. Mit einem Führer ist einfach alles besser. Warteschlangen überspringen. Mehr Informationen, Musik in den Ohren jedes Touristen. Hier scheint jeder dritte Fremdenführer zu sein. Beeindruckend. Tourgeide, bitte Tourgid, Sie sind ein Tourgit. Okay, ich kann sie zum Touchmahal bringen, ohne anzustehen. Da ist eine lange Schlange. Lange Schlange, die mag ich gar nicht. Ich ma von Ihnen auch ein schönes Foto und sie müssen nicht warten. Okay, super. Zigaretten sind dort nicht gestattet. Die müssen sie draußen lassen. Okay, ich lasse mich darauf ein. Mir fällt auf, er zeigt mir keine Lizenz. Dafür will er mein Geld sehen. Ein Ticket kostet 1300 Rupien. 1300? Ja. Die indische Währung heißt Rubien. 80 Rubien entsprechen 1 €. Der Eintritt kostet 16 €. Für vier Personen zahle ich also rund 65. Zu entrichten beim Fremdenführer. Entschuldigen Sie, kann ich bitte Ihre Zigaretten haben? Die gibt es später wieder. Die machen sonst Ärger. Ja, das möchten wir nicht. Das Feuerzeug auch. Feuerzeug auch. Feuerzeuge, Zigaretten und ein Fotostativ sollen wir nach der Tour zurückbekommen. Na, hoffentlich. 5200. Ja, 100 200. Für Indien ein kleines Vermögen. Für uns der Freifahrtschein an der Warteschlange vorbei. So war es versprochen. Super. Das hat sich ja schon fast gelohnt mit dem kommen an der ganzen Schlange vorbei. Tatsächlich. Statt mir in der Hitze die Beine in den Bauch zu stehen, geht es direkt zum Tor. Und zur ersten Überraschung. Wir haben h nichts gespart. Wir hätten gar kein anderes Ticket kaufen können, weil es gibt eine indischen und eine für Touristen Schlange und wir können nur in die hier rein. Also gespart hat er uns gar nicht. Die zugegeben längste Warteschlange, die ich je gesehen habe, hätten wir auch ohne fremdenführer überholen dürfen. Und das Ticket war bei ihm so teuer wie an der Kasse. Ich frage mich, was will er dann von uns? Was kommt da noch? Ich bin gespannt. [musik] Eine ordentliche Führung gibt es jedenfalls nicht. Es scheint ein Problem zu geben. Der Fremdenführer ist wild am Diskutieren. Ich schnappe etwas von einer fehlenden Lizenz auf und frage nach. Haben Sie eine Lizenz? Klar, aber ich habe sie nur draußen gelassen. Aber Ah, Sie haben sie draußen gelassen. Kein Problem. Das hoffe ich doch. Ich spreche mit denen und klärre das. Ist das ein Polizist? Ich gebe Ihnen hier Tickets, sie können weitergehen. Er kommt in ein paar Minuten wieder, keine Sorge. Offizielle Fotografen des Touchmahall komplimentieren ihn heraus. Nach 5 Minuten taucht er wieder auf, recht plötzlich und in Erklärungsnot. Warum haben Sie ein Problem gehabt? Haben Sie eine offizielle Lizenz? Ich bin offizielle, ich habe auch eine Lizenz, aber das Problem ist, dass mein Chef nicht da ist. Ihr Chef ist von der Regierung. Ja, von der Regierung. Mein Chef ist draußen, deswegen ist alles okay, aber der andere Typ hat ein Problem mit mir. Okay, eine abenteuerliche Ausrede. Ich will seine Lizenz sehen. Er zeigt mir einen Ausweis. Der ist aber vor allem eine Preisliste. Hoppla. Geld habe ich bisher nur für den Eintritt bezahlt. Wenn ich am Ende dieser Tour die Preise hier auf der Liste zahlen müsste, wäre ich 100 € los. Dafür sollte der Mann jetzt aber richtig viele Infos über den Touchmahall vom Stapel lassen können. Also, der bekommt hier richtig Ärger. Ich habe jetzt gerade mir mein den Ausweis von ihm zeigen lassen. Das sieht da steht zwar irgendwie Government drauf, aber der kann nicht offiziell sein. D hätte er nicht so ein Ärger bekommen eben gerade und deswegen gehe ich davon aus, dass zu dies 65 € die wir bezahlt haben, gleich noch richtig was dazu kommt. Ich meine sehr viel zu erzählen hat der auch nicht. Unsere Führung durch den Garten des Touch Mahal kann beginnen. Der Andrang ist riesig und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass der Tourgit uns hier schnell durchschleusen will. Das ist Mosaik. Das ist nicht gemalt. Wenn wir drinnen sind, können Sie noch mehr dieser feinen Arbeiten sehen. Also ein Geschichtsprofessor ist an ihm nicht wirklich verloren gegangen. Selbst Wikipedia weiß er mehr. In der Mitte können Sie das Königsgrab sehen. Es ist größer. Von der anderen Seite können Sie es klar sehen. Sie können Marmorsteine und Wandmalereien sehen. Marmor und Goldmalereien. Die einzig wirklich relevante Info von ihm gibt es auf dem Weg zum Ausgang. Er warnt mich vor Abzockern rund um den Touchmahall. Oft wollen die nur 100 Rupien, 200 Rupien, 500 Rupien, weil sie möchten, dass sie später noch einkaufen und dann verlangen sie noch mehr. Okay, zuerst wollen sie dein Vertrauen, danach zocken sie dich ab. Mir scheint, er warnt mich vor sich selbst. Ja, da drüben ist das Fundament des schwarzen Touch Mahall. König Touch Mahall wollte ein Grab mal für sich selbst errichten lassen. Wenn Sie Zeit haben, können Sie hingehen und sich das anschauen. Aber leider auch nur eines dieser Märchen, mit denen Tourgeiz an solchen Orten bei dummen Touristen Punkte sammeln wollen. Und jetzt drängt er zum Ausgang. Ein unangenehmes Gefühl. Hier entlang, bitte. Ja, wir kommen. Das ist so dieses Gefühl, wenn du genau weißt, alle anderen haben die bessere Tour gehabt und den besseren Führer, nur wenig. Noch habe ich kein Cent bezahlt und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Führung kostenlos war. Genau wie die nächste Warnung. Wenn wir rausgehen, achten Sie bitte auf Ihre Wertsachen. Die Leute werden versuchen, sie in die Läden zu locken. Oh, also er warnt uns quasi vor. dass hier gleich Aquisel ist. Hallo. Das hier gleich verkauft wird. Seht das auch schon. Diese Straße, die wir jetzt hier betreten, rechts und links. Nur so Touristensachen. In die wollen wir natürlich nicht und das Gute ist, er bringt uns da jetzt einfach dran vorbei. Augen zu und durch. Nichts da. Nach wenigen Metern biegt er ab. Aber er geht ja selbst da rein in so ein Ding. Was ist das? Er wird Ihnen die seltenen Minerale erklären. Ach, deswegen hat er uns das mit den Sternen. Und die Zigaretten sind auch hier. Die Zigaretten meiner Kollegen. Ja, aber das war doch die vor dem Tickethäuschen. Und was machen die jetzt hier im Geschäft? Sie wurden hergebracht. Das ist echt eine clevere Idee. Das ist kein Trick. Sie wurden hergebracht, ne? Ich will hier aber gar nichts kaufen. Und das ist ja natürlich ein super Trick. Ja, unter dem Vorwand, dass hier unsere Wertsachen warten, die wir vor der Führung abgeben mussten, lzt er mich in den Laden und damit in die Falle. Schauen Sie hier, zieht sein, ich werde es ih zeigen. Zieht sein Zeug ist durch die ganze Verkaufsveranstaltung Malachitp. Wir wollen unsere Wertsachen zurück. Mir scheint, dafür muss ich mich auf die Nummer hier einlassen. Dasselbe, was beim Touchmahal benutzt wurde. Ja, aber worüber reden wir hier überhaupt preislich? Wie viel kostet es z.B. hier in Dollar oder Euro? Das kleine kostet 50$ und der hier kostet 100$. Oh, also unterschiedliche Ausführung. Wir bedrängen und zwingen hier keinen. Na ja, wie man es nimmt, ne? Tür ist zu, keiner kommt mehr rein. Wir sitzen zu zehn da. Kenne ich angenehmere Verkaufssituation. Alles mal hören. Ich spiele das Spielchen mit und ich vermute, dass die Preise hoch sind und die Qualität mies. Kurz gesagt, die nächste Abzocke. Also, ich finde den am schönsten hier. Absolut. was rausgeschlagen. Ja. Ja. 90 € die ich eigentlich nicht ausgeben wollte. Aber da war doch noch was. Aber zuerst bekommen die Kollegen ihre Zigaretten zurück. Haben sie die? Ach so, die sind doch nicht mal hier. Die Zigaretten sind da. Okay, dann so der Deal ist gemacht. Ah, schau mal, hier ist auch unser Stativ wieder. Und das bekommt man natürlich nur und auch eure Zigaretten hier, wenn man hier was kauft. Das ist Achtung mit unseren persönlichen Gegenständen und einem kleinen Kästchen verlassen wir schließlich den Laden. Eines [musik] steht fest. Wir sind hier erpresst worden. Diese nicht offiziellen Tourgeids nehmen dir so ein paar ja so Halbwertsachen ab, die ihn halt so gibst und nach der Tour musst du kaufen, um sie wiederzubekommen. Doch die Tour ist noch nicht zu Ende. Wie hoch seine Provision in den Laden ist, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass ich ihn jetzt für seine Führung bezahlen muss. Darf ich Ihnen meine Karte zeigen? Ja. Ach so. Ah. Bislang habe ich nur den regulären Eintrittspreis [musik] gezahlt. Er zeigt mir die Karte, die ich schon kenne, seinen Ausweis bzw. seine Preisliste. Pro Person verlangt er umgerechnet 100 €. Das ist echt so mittendrin in der Absocke. Erst haben was zahlen müssen, dann haben wir eine schlechte Tour bekommen, noch mal was zahlen müssen, was gekauft. Kassensturz, der reguläre Eintritt für vier Personen 65 €. Und den Fremdenführer haben wir am Ende auf 100 € runtergehandelt. So, also 115 € sind wir hier schon losgeworden für diese ja den Witz einer Tour und für sein privates Trinkgeld, was viel zu hoch war. Aber ich bin auch noch mal 90 € los geworden für dieses ja Marmorschmuckstück hier. Hier direkt an der Hauptstraße gibt's noch ganz andere Marmorläden. Mal schauen, was das hier kostet. Keine 500 m entfernt vom Ausgang. Ich möchte herausfinden, wie viel meine 90 € Marmo Schmuckschatulle woanders kostet. Ja, ich möchte eine Schatulle. Welche möchten Sie? Wie finden Sie die hier? Die habe ich auch, aber auch andere. Ein Griff in die Vitrine und ich habe ein fast identisches Stück in der Hand. [musik] Genau. Wie viel kostet die? Die kostet 800 Rupen. 800 Oh, wissen Sie, wie viel ich hierfür bezahlt habe? Wie viel? 6000 Rupien. Sie haben das für 6000 gekauft? 100 USDLAR. Oh mein Gott. Und das nur 500 m entfernt von dem Laden, in dem ich die erste Schatulle gekauft habe. Ich neh die hier. Okay. Das gleiche Kästchen kaufe ich hier für 10 €. Das ist so Touristenabzocke auf ganz schön hohem Niveau, was den Preis angeht. Sehen Sie sich bitte vor und morgen führ wir mal ein ernstes Gespräch hier mit dem örtlichen Touristenbüro mit der Tourist Information, wenn die ihren Namen verdient hat. Am nächsten [musik] Morgen suche ich dieses Büro auf. Wir filmen verdeckt, weil wir kein Aufsehen und vor allem eine unverfälschte [musik] Einschätzung hören möchten. Ich will vom Leiter wissen, ob unser Fremdenführer vom Vortag legal arbeitet. Ich zeige ihm ein Foto des vermeintlichen Ausweises. Also, ich frage mich, ob das hier offiziell ist. Da steht ja Republik Indien drauf. Ist das amtlich, wissen Sie das? Was ist ihr Problem damit? Na, das ist offensichtlich kein offizieller Führer. Wir fragen uns also, wer von denen offiziell ist und wir nicht. Wir haben nämlich auch so rote Schilder gesehen. Ja. Ja. Ein rotes Namenschild. Rotes Namenschild. Das sind die einzigen offiziellen. Das sind die offiziellen. Und die anderen, die kein rotes tragen, das sind Betrüger. Dieser Mann ist ein Betrüger. Okay, die Polizei wird das übernehmen. Vor ausländischen Touristen zeigt sich der Leiter engagiert. Wir hinterlassen unsere Daten und man verspricht uns an den Eingängen verstärkt zu kontrollieren. Immerhin. So und da sehen wir mal, wie illegal das ist, was uns da passiert ist. Er wollte jetzt gleich soweit w es nicht kommen lassen, dass wir zur Polizei fahren, den festnehmen lassen, so richtig legal action, wie man hier sagt, gegen den Unternehmen, also richtig ein Strafverfahren oder sowas, das wollen wir ja auch nicht. Auch der Junge ist auf sein Geld angewiesen, wie aber auch und 100$ zahle ich nicht für so einen halt mal bitte kurz, ne? Halt mal kurz. Schau jetzt mal an, was passiert ist. Meine Schatulle ist kaputt. 90 € hat sie gekostet und einen Tag gehalten. Also, ich s mal sagen, ich habe das jetzt eine Nacht bei mir im Koffer gehabt, das ist mir jetzt nicht runtergefallen oder sowas, aber trotzdem im Koffer zerbrochen und jetzt macht das den Blick frei darauf. Es ist kein Marmor. Schmeckt so mineralisch wie die Schulkreide früher ein wen mal geleckt hat. Also ich bin jetzt nicht nur angelogen worden, sondern richtig betrogen worden, finde ich. Ich gehe noch mal zurück in den Laden, in dem ich die Schatulle gekauft hatte. Mal sehen, ob der Verkäufer noch einen drauf setzt und mir die Echtheit zertifiziert. Hallo, wie geht's Ihnen heute? Gut. Und Ihnen? Ganz okay. Gibt es ein Problem? Ja, ich habe kein Zertifikat bekommen. Sie meinen eine Quittung? Na, ein Zertifikat für das Marmor. Ich habe eine Quittung. Ja, eine Quittung ist für das Geld. Ich brauche ein Zertifikat für den Marmor, damit ich in Deutschland die Echtheit belegen kann. Nehmen Sie doch Platz. Bekomme ich für die Kreidedose jetzt allen Ernstes auch noch ein Echtheitszertifikat? Die Verkäufer wollen mir den Kaufbeleg unterjubeln. Ich schreibe immer Marmor. Das schreiben sie, aber ich möchte ein Zertifikat. Wir bieten kein Zertifikat. Ah, ich denke, sie verkaufen einfach keinen echten Marmor. Das ist echter Marmor. Wirklich? Und warum passiert dann das hier? Und warum bricht es so leicht? Ich hatte sie in meiner Tasche. Ich weiß es nicht. Und warum passiert das hier? Haben Sie mir gegeben. Ich weiß, ich weiß. Das ist kein Das ist Alabasta Marmor. Es gibt zwei Arten. Alabasta Marmor und Karara Marmor. Also hören Sie mal jetzt. Lassen Sie mich das Ganze mal beenden hier. Ich war gerade damit schon bei der Polizei. Soll ich die herholen? Nein. Möchten Sie, dass die Polizei in 5 Minuten hier ist oder mir lieber mein Geld zurückgeben? Ich glaube nämlich, dass Sie mich angelogen haben. Sie haben mir Dinge erzählt, die einfach nicht der Wahrheit entsprechen. Ich mag nicht, was Sie da sagen, aber wenn Sie ihr Geld wieder haben wollen, gebe ich Ihnen Ihr Geld wieder. Kein Problem. Der Mann fühlt sich gekränkt und wird plötzlich pampig. Nee, sie müssen nicht sauer auf mich sein. Sie sind derjenige, der mich abgezockt hat, nicht andersrum. Das ist die Summe, die Sie zurückbekommen. Okay, die nehme ich auch mit. Er gibt mir mein Geld zurück. Jeder einzelne Rubier umgerechnet 90 €. Die Freude von Gestern über das ganze Geld ist bei ihm jetzt verschwunden. Aber so ist das nun mal, wenn man uns an der Nase rumführt und als uns erzählt, wir würden hier echtes Mar bekommen. Was? Ich zäh mal durch. 2 3 4 5 6. Gerne hätte ich darüber noch mal mit unserem falschen Fremdenführer gesprochen, aber der war plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Und jetzt kommt mein ganz offizieller Tipp. Hi, kann ich bitte ihr Schild sehen? Wir haben es natürlich hier verabredet. In diesem Fall heißt der Herr, da steht auch drauf Government Approved Guide und nur die mit Lizenz und einem roten Namensschild, nur die können sie legal dort reinführen. Er würde niemals auf die Idee kommen nach der Führung auch noch in irgend so ein überpreisten Laden zu lautchen. Er ist nur dafür da, dieses ja fast schon kultureller Heiligtum der Inder, den Touristen zu präsentieren. Und genau das wollen wir. Hey, thank you very much. Trotz Abzocke, der Touch Mahall ist für mich das schönste Bauwerk der Erde. In Goa gerate ich gleich in eine Polizeikontrolle, doch mein Bußgeld fließt nicht in die Staatskasse. Das hier gerade war Korruption und Abzocke, aber vom Feinsten. Gleich. Indien muss nicht immer Großstadt oder Tempel sein. Indien hat tolle Strände, Palmen, Sonne, 30° Temperaturen jetzt im Januar, wo wir hier drehen. Es geht nach Goa. Von Deli aus sind es zwei Flugstunden. Goa liegt an der Westküste. Der Bagger Beach gilt als einer der schönsten Strände Indiens. Turistisch ist der gut erschlossen und für indische Verhältnisse blitzsauber. Auch mir gefällt's hier bestens. Da freue ich mich auf ein paar Tage unter der Sonne, die jetzt am Vormittag bald rauskommt. Möchte Sie aber hier vor einer Sache warnen, einer wirklichen Gefahr. Ja, im besten Fall äh kratzt und juckt die nur. Im schlimmsten Fall ist der Urlaub beendet oder es kann sogar lebensgefährlich werden, z.B. bei Kindern. Es geht um einen weißen, ja, ich sag mal Rohstoff für uns Touristen, die wir dringend brauchen und mit dem die Inder sehr viel Geld verdienen können. Es geht um richtig Sonnenmehl, die gibt es in Goa in fast allen Läden in Strandnähe. In Reiseforen hat mein Team Touristenberichte gelesen, die von gefälschter Sonnenmilch erzählen. Immer wieder taucht dabei eine Marke auf. Ist dieses Sonnenmilch hier etwa nicht echt? Ist so ein bisschen wie so ein ja wie so ein so ein Reformhaus bei uns, ne? Shampoo und eben auch ganz wichtig hier in so einem Land die Sonnencremes. Die sind beide mit Lichtschutzfaktor 60. Gibt's da Unterschiede? 60 60, das ist dasselbe. Mhm. Okay. Was kostet das? 730. Zwei Tuben für knapp 10 €. Also, man kann hier locker für 1 2 € frühstücken. Ein Abendessen gibt's für maximal inklusive Vorspeise und Getränke 8 9 €. Diese zwei Sonnencremetuben hier, die kosten zusammen 10 €. Das ist jetzt noch im Bereich des Preisniveaus hier. Es muss aber auch Wirkungsniveau haben. Bin sehr gespannt. Für meinen Test brauche ich noch ein paar Proben. Ich klappere die komplette Promenade ab und kaufe überall die Marke, von der in den Reiseberichten die Rede war. Also, das ist Sonnenschutz. Ja. Ja. Das kann ich benutzen, um mich vor der Sonne zu schützen. Ich habe ja eine Glatze, ne? Da kommt viel Sonne drauf. Keine halbe Stunde später habe ich genug Sonnenmilch für die nächsten drei Familienurlaube. Doch was genau habe ich da gekauft? Zudem haben wir uns von unserem Kollegen, der uns hier begleitet, seine Sonnencreme besorgt. Das ist auch so ein Lichtschutzfaktor 50 und der Junge ist relativ bleich. Das ist also die, die ich mir auch wirklich ganz im Vertrauen auftragen kann. bedenkenlos unsere Referenz. Die Frage ist, wie kriegen wir dann raus, ob die hier mit Sonnenschlussfaktor 60 genauso gut sind? Die Gerüchte sagen ja, dass das möglicherweise ja gepuncht, gefälscht eben nicht ganz echt ist. Schauen wir sie uns mal genau an. Ich mach mal auf so als das erste, was ich schon mal sehe, ich weiß nicht, ob es ihnen beim Sonnencremeekauf letztes Mal ausgegangen ist. Sobald man aufmacht, spritzt es einem schon entgegen. Eigentlich ist es doch irgendwie bisschen verschlossen. Normalerweise ist es bei der Marke immer so. Ja, offenbar schon. Nee, eben nicht. Wie bei Zahnpasta gibt es hier eine Schutzfolie. Die hier, die ist sogar noch richtig versiegelt. Das also gibt mir zumindest als Touristvertrauen. Schau mal. [musik] Geruch und Aussehen der Tuben sind ähnlich. Ich kann nur mutmaßen, warum die einen offen und andere verschlossen waren. Wurde hier etwa umgefüllt? Nun können wir kein Chemielabor mitnehmen. Schon gar nicht auf unsere Drehs nach Indien. Haben aber das hier entdeckt im deutschen Bastelfachhandel. Das ist sogenanntes Solarpapier. Jetzt der Test. Ich trage Sonnencreme auf das Papier auf und lege es in den prallen Sonnenschein. Überall dort, wo die Sonne hinkommt, bleicht es aus. Überall dort, wo Creme das Papier vor der Sonne schützt, bleibt es schwarz. Wir werden jetzt hier überall Proben auftragen. 1 2 3 4 5 so ein kleines Gröbchen, also drei, vier drei, vier Tropfen. Zuerst mal von der die wirklich gut ist. Danach trage ich die Proben der Sonnencreme Goa auf. Fünf sind es insgesamt. Und mir ganz sicher gehen will, der zieht sich einfach Textilien an, die die Sonne nicht durchlassen. Das simulieren wir hier mit diesem kleinen Klebestreifen. So, da kommt nun wirklich 0,0 durch. Jetzt noch das Solarpapier unter die Proben und dann [musik] ab damit unter die indische Sonne. Schon 7 Minuten später werde ich das Ergebnis sehen. Je weißer das Papier unter den Proben, desto schlechter die Creme. Je dunkler es bleibt, umso besser die Creme. Und ich erkenne jetzt schon unter den sozusagen indischen Tuben, die wir hier haben, diese hier, da scheint sie durch. Können Sie das auch schon sehen? Und ich glaube hier unter unserer ganz traditionellen Sonnenblocker Creme, da ist es nicht zu sehen. Ich sehe mir das Ergebnis ganz genau an. So sieht's aus, wenn überhaupt keine Sonne rankommt. Auch unter der echten Sonnenmilch ist das Papier dunkel geblieben, voller Sonnenschutz. Und so sieht ihre Haut aus, wenn es der Sonne so ausgesetzt ist. Da kommt nicht nur ein bisschen, da kommt fast die ganze Sonne durch. Das Papier ist an diesen Stellen fast komplett ausgeblichen. Im Vergleich noch mal ganz kurz zu, wenn Sie ein T-Shirt anhätten. Mein Test bestätigt die Internetberichte. Alle fünf Proben sind durchgefallen. Egal, ob geöffnet oder eingeschweißt, jede Probe der indischen Sonnencreme bietet keinerlei Schutz vor UV-Strahlungen. was da alles passieren kann. Ja, man redet immer über Hautkrebs und ja, was denn, wenn ich denke, ich habe Sonnenblocker drauf und in Wirklichkeit ist das nur wahrscheinlich Hautcreme und die [musik] Kurzzeitfolgen leuchten mir ein, man bekommt einen fiesen Sonnenbrand. Kann das gesundheitsschädlich sein? Mit Sicherheit. Kann das wirklich ernste Folgen haben? Das fragen wir jetzt gerade in einem kleinen Gespräch nach Deutschland. Frau Dr. Uta Schlossberger, grüße Sie. Hallo, schön, dass Sie sich Zeit genommen haben. Sie sind Dermatologin, Hautärztin mit solchen Dingen befasst, mit Sonnenschutz, denke ich mal, insbesondere. Da herrschen ja eigentlich ganz schön harte Standards, gerade auch in Deutschland, oder? Ja, das ist aber auch gut so, weil das muss man ja ernst nehmen. Die Sonne muss man ernst nehmen, die Verbrennungen und die Erkrankungen durch die Sonne muss man alles sehr, sehr ernst nehmen. Jetzt sage ich Ihnen aber eins, unsere Tests haben ganz klar gezeigt, die UV-Strahlung kommt durch. Was kann das, ich sag mal bei 2 d Stunden Besonnung für Folgen haben? Ernst mal, das ist extrem gefährlich, weil sie werden anfangen ab der 7.8 Minute sich zu verbrennen und wenn sie dann in 10 Jahren weiterdenken, macht das genau den Hautkrebs. Das heißt, was ich hier im Zweifelsfall habe, ist selbst per Ferndiagnose und dem, was Sie von uns wissen, im Zweifelsfall lebensgefährlich. Definitiv. Normalerweise kommt ja bei so einem ganz starken Sonnenbrand sogar zu Fieber, zu Schüttelfrost, zu Allgemeinsymptomen Erbrechen, Übelkeit und so weiter. Da sollten sie dann schon ganz dringend ins Krankenhaus gehen. Okay, das heißt anderen Worten, dann verkürzt sich im Prinzip wegen so einem Quatsch hier meinen Urlaub auch noch spürbar. Also wirklich spürbar. Alles das Urteil der Medizinerin ist vernichtend, diese Sonnencremes zu verkaufen, grenzt an Körperverletzungen. Ganz ehrlich, Leute, das macht mir Angst. Das ist ja auch nicht mal so ein bisschen lustig. Da berumst mich einer und füllt ein bisschen Bodylogion vielleicht rein oder irgendein anderen Quatsch. Das sind Fälschungen, die wirklich Leben gefährden und die gibt es hier jetzt nicht nur in einem Laden, sondern in mehreren, wie wir haben nachweisen können. Da gibt's ein gewaltiges Wort drüber zu sprechen. Am nächsten [musik] Tag mache ich mich gut eingecremt und mit Kamerateam auf zu den Geschäften, in denen mir die gefährliche, weil falsche Sonnenmilch verkauft [musik] wurde. Hey, wie geht's, Boss? Ich habe das hier bei dir gekauft. Was ist denn das? Wo hast du das gekauft? Das habe ich hier im Laden gekauft. Da drüben aus dem Regal. Siehst du da oben? Das ist dasselbe Spiel mit all den Tuben hier. Alles fake. Das ist kein Sonnenschutz. Ich denke, die wurden hier wieder befüllt. In keiner der Tuben ist Sonnencreme. Das ist Fake. Eine Fälschung. Fake Fake Fake. Du verkaufst hier gefälschte Sonnenkreppen. Wenn ich das auf meinem Kopf schmiere und mich in die Sonne lege, dann kann ich das im schlimmsten Fall umbringen. Befüllst du die Tuben selbst oder macht es euer Lieferant? Ich habe keine Ahnung. Damit habe ich nichts zu tun. Ich bin nicht der Chef. Ich arbeite nur hier. Okay, aber was sagt der Chef dazu? Verkauft er viel davon? Nein, da kommt ein Verkäufer, der liefert das so an. Das sind verschiedene Lieferanten, weiß du? Du bist ein guter Mann. Ich weiß, dass du dafür nicht verantwortlich bist, aber was ihr tun solltet, ist diese Sonnencremes aus dem Regal nehmen. Das ist nämlich eine Fälschung. Alles Fälschung. Der Verkäufer erfüllt meine Bitte. Er nimmt die Marke aus dem Sortiment. Logisch, diese kleinen Verkäufer, ob die hier Überraschungseier, Zigaretten, Feuerzeuge oder eben Sonnenmilch äh verkaufen, die testen das natürlich nicht. Und genau da geht unser Problem. Mus es ist halt nicht überwacht. So wie bei uns in Europa. Deswegen sorge ich heute für etwas Ordnung in der Hoffnung auf Besserung. Sprechen Sie Englisch? Hi. Hi. Wir haben das hier gekauft. Ja. Und was da drin ist, ist nicht Sonnencreme. Wir haben es überprüft. Okay. Alles was hier im Regal steht, sind Fälschungen. Ich will, dass es aus dem Regal entfernt wird, sonst rufe ich die Polizei. Kannst du das übersetzen? Ruf den Boss an. Doch der ist leider nicht erreichbar. Deshalb räume ich das Regal aus. Ich weiß, dass sich das eigentlich nicht gehört und dass der Verkäufer am wenigsten dafür kann, aber ich will ein Zeichen setzen, denn so kann es nicht bleiben. Ja, die haben wir nicht getestet, von denen können wir es nicht behaupten, aber die sind möglicherweise gefälscht. Okay, bring das nach hinten. Okay, nicht noch mal verkaufen das. Und scheinbar hat unsere Aktion zur Einsicht beigetragen. Ups, jetzt plagt sie das schlechte Gewissen. Na ja, dann hat unser Aufenthalt ja hier wenigstens einen Sinn gehabt. In Zukunft können Sie mit ein bisschen mehr Sicherheit sich sonnen, wenn sie mal nach Goa kommen. Je nachdem, wie lange diese Regale leer bleiben. Ich kann mir vorstellen, heute Abend steht das Zeug da wieder drin. Das Problem der gefälschten Sonnencremes in Goa wird bleiben. Doch ich finde, es muss beseitigt werden, ehe tausende ahnungslose Urlauber Verbrennungen oder gar Hautschäden davon tragen. Gleich bekomme ich einen guten Preis für einen Paschminerschal aus Kaschmir. Komm, nimm es mit, sagt er. Was hier drin ist, ist nie im Leben Kashmir. Die haben uns angelogen. Gleich. Indien ist ein Land mit eingebauter Staugarantie. 1,3 Milliarden Menschen leben hier. Gefühlt sind alle permanent unterwegs. Um besser durch den Verkehr zu kommen, habe ich mir einen Roller geliehen und bin promt in eine Verkehrskontrolle geraten. Mein Kameramann hat blitzell reagiert, weil er eine Ahnung hatte. Gleich werde ich mal wieder abgezockt. Diesmal von der Polizei. Alles gut? Ich habe keinen Führerschein dabei. Der liegt eingeschlossen im Hotel Safe. Und das wird jetzt tatsächlich zum Problem. Mal geh mal weg mit dem Fotoapparat. So, die Beamten scheinen nervös. Kameras sind unerwünscht. Zum Glück läuft meine noch. Ich bekomme ein Formular mit einem Betrag, den ich sofort zahlen muss. Noch okay. 1650. Ja. Okay. 1 Okay. Alr. Rund 21 € in Deutschland kostet es gerade mal die Hälfte. Ich zahle Bar. Eine Quittung bekomme ich nicht. Ja, was habe ich da jetzt unterschrieben? ist eigentlich völlig egal, denn das Bußgeld landet nicht in der Staatskasse, sondern in der Hosentasche der Beamten. Ja. Ja. Sie schimpf völlig zurecht. Ich nehme im Urlaub, wenn ich so unterwegs bin, dann mein Führerschein häufig nicht mit, weil ich Angst habe, dass der irgendwo mir uns geklaut wird oder liegen bleibt. Deswegen fahre ich hier ohne Führerschein. Hab natürlich einen dabei, nur im Hotelzimmer. Fahren ohne den sozusagen Führerschein vorlegen zu können, ist eigentlich etwas, was hier sozusagen jeder tut. nur weh man kommt in so eine Polizeistreife. Ich habe keine Quittung bekommen und er hat mir 1 500 Rupis abgenommen. Das sind knapp 20 €. Tut uns jetzt hier ein bisschen weh. Das sind zwei Abendessen. Die Frage ist nur, was kostet es denn normalerweise hier in Indien? Ich schaue nach im indischen Bußgeldkatalog. Fahren ohne den gültigen Führerschein dabei zu haben. Offizielles Bußgeld als Erstäter 100 Rupien. umgerechnet 1,25 €. Bezahlt habe ich 20, also 1500 das 15fache meine, so oder so. Bitte nehmen Sie den Führerschein mit. Immer wenn Sie fahren im Ausland. Ich werde das auch nicht mehr machen. Das hier gerade war Korruption und Abzocke, aber vom Feinsten. Dumme ist bloß, da kann ich jetzt nicht zurückgehen und ein großes Fass aufmachen. Krieg ich vielleicht noch mehr Ärger. Ja, das muss ich jetzt fressen. Mein Tipp, wenn Sie in Indien in eine Verkehrskontrolle geraten, speichern Sie vorher den Bußgeldkatalog auf dem Smartphone. So können Sie die Höhe der Strafe sofort überprüfen. Wo Touristen sind, wird immer kräftig eingekauft. Taschen, Souvenirs, Gewürze und Bekleidung. In Indien sind es vor allem die edlen hauchten Pashminerschals. [musik] Die besten sind aus Kaschmierwolle, die weniger guten aus feiner Seide. Auch ich mache mich auf die Suche, denn hier bekommt man sie wirklich zum Schnäppchenpreis. Kasmir kommt aus dem gleichnamigen Bundesstaat im Norden Indiens. Dort oben am Rand des Himalaya lebt die Kaschmirziege. Die Haare ihres Unterfelds sind extrem dünn. Die Wolle deshalb sehr weich. Pro Jahr liefert ein Tier maximal 200 g. Kasmir ist also teuer und selten. Ein echter Schal kostet bis zu 500 €. Kenn jemand bei mir zu Hause, der würde sich sehr über so ein Geschenk freuen, aber das ist natürlich schon jenseits der Mitbringsgrenze hier 500 €. Die Frage ist, wenn es wirklich so teuer und gutwertig ist, was wird uns Touristen denn dann hier angeboten? Vor allem zu welchem Preis? Ein sonniger Strandtag geht zu Ende. Am Abend strömen die Touristenmassen in die Einkaufsstraßen. Ladenschlussgesetz ist hier ein Fremdwort. Ich suche mir also den erstbesten Tuchhändler. Ja, ich schau mich nur um. Ich suche Kmir. Ja, ein Kaschmirschall für meine Frau. Welche Farbe wünschen Sie? Nicht so glitzernd. Mein Wunsch soll nicht unerfüllt bleiben. Kasmir unbedingt Kasmir. Genau. Lasst mich euch kurz Kashmir und Paschmina erklären. Okay. Kasmir ist ein Ort. Paschmina ist eine Ziege. Also, es gibt kein Kaschmir ohne Pashmina. Genau. Echter Kaschmir ist immer aus Pashmina. Paschmina. Genau. Das hier ist Paschmina. Reines. Reines Paschmina. Also es fühlt sich so zart an. Es fühlt sich nicht an wie Plastik. Keine Frage. Es ist leichter als leicht und weicher als weich. Weicher als die Haut deines Babys. Die Argumente klingen überzeugend. Als ahnungsloser Tourist muss ich ihm vertrauen und möchte zuschlagen. Das muss ganz schön teuer sein, oder? Was macht das? Mal sehen. Wie wär es damit? 8000 Rupien 8000 Komm, gibst mir für 7000. Bist du dann glücklich? Für 7000? Ja. Zeig mir dein Lächeln. Ja, bei 90 € für einen Schal ist mir eher zum Weinen zumute. Aber ich betone noch mal, wie wichtig es mir ist, einen echten Paschminerschal zu kaufen. Also, ich habe keine Ahnung von alldem. Kein Schimmer, aber du schon und meine Frau auch. Also, wenn ich das zu Hause auspacke, wird sie sagen: "Oh, wann fliegt ihr zurück?" Übermorgen. Dann wird sie dich mit einem Kuss auf die Stirn empfangen, vielleicht sogar auf den Mund, weil es echtes Kaschmi ist. Sehr gut. Das quad der lehnt sich ja weit aus dem Fenster. Wie weit gehen die anderen Verkäufer in Goa am Bagger Beach? Keine 50 m weiter. Der nächste Laden. Wie kann ich helfen? Ich suche einen Kaschmirschal bei ihm. Er hat welche in Deutschland gibt es Paschmina nur in teuren Boutiken. Hier in jedem billigen Souvenir Shop. Also was ist es? Es ist ein bestimmtes Tier oder? Es ist ein Tier. Schaf. Ein Schaf. Sollte Kashmir nicht von einer Ziege stammen? Ja, hand gemacht. Oh, handgemacht. Also das das fühlt sich so, es ist ein bisschen weich, aber es hat auch was Plastik. Das ist kein Plastik, das ist natürlich, oder? Klar, alles hand gemacht. Alles natürlich. Das muss doch richtig teuer werden. Ich weiß, dass es ja teuer ist. Mir gep 4500. Ah, geht doch besser. So viel für dich geht es runter runter von den vi auf 4250 auch nicht. Also er möchte, dass ich vier sage im Prinzip. Okay, also ich nehme es für 4000 mit. Okay. Aber versprich mir, das ist echtes. Ja. Echtes Kashmir. Pashmina. Pasm pur rein reines. 4000 Rupien, das sind rund 50 €. Für einen Schal eine Menge, für echten Paschmina ein Witz. Ich habe Zweifel. Leute, ich glaube den keinen Wort, was der mir hier gerade einpackt ist Germany. Niemals. Echtes niemals. Ich ahne wir werden uns bald wieder sehen, obwohl das Falschen richtig Spaß gemacht hat. Wir haben von 5000 auf 45000 auf 4000 habe ich 3200. Komm nimm es mit, sagt er. Was hier drin ist, ist nie im Leben Kasper. Die haben uns angelogen, dass sich die Balken biegen hier. Äh, wir müssen es aber natürlich verifizieren. Nun sind wir weder Schalexperten noch Wollener. Im Hotel recherchiere ich die Preise und schnell finde ich heraus, wirklich echte Paschminas kosten mindestens das dreifache dessen, [musik] was ich bezahlt habe. Darum geht's mir gar nicht, denn ich habe es ja nicht in Deutschland gekauft. Wir haben es ja nicht auf der Kö oder im KDW in Berlin, sondern hier in Goa in Indien gekauft im Herkunftsland und deswegen sollte es hier viel preiswerter sein. Zum einen, aber eben auch echt Etiketten, die mir verraten, aus welchem Material die Schals gemacht sind, finde ich nicht. Mit meinem gefährlichen Halbwissen fällt mir nur ein Test ein, mit dem ich Stoffe auf einen Plastikanteil untersuchen kann und der ist heiß. Ah, das tropft. Autsch. Geh weg. Das hat aber jetzt we Oh, schau mal hier. Hab mir richtig weh getan hier. Das ist reiner Kunststoff, der wenn man ihn anzündet, tropft. Gut, das ist jetzt trotzdem nur meine erste, ja, mein erster Eindruck, meine erste Meinung, die ich darüber habe. Wir brauchen dafür ein Experten, von denen gibt's relativ wenige auch in Indien, aber es gibt, habe ich hier gefunden in Daili, schau mal hier, einen staatlichen Kasmir Shop Kashmir Government Arts. Da ehrlich gesagt musste hin, weil die haben eine staatliche Lizenz. Die werden wissen zumindest, was das ist, worauf wir hier reingefallen sind. Für die Charls macht sich mein Kollege Peter Denk auf den Weg nach Deli. 2000 km und 2 Flugstunden [musik] später in Indiens Hauptstadt. Er geht zu einem Regierungszertifizierten Stoffhändler. Er zeigt ihm unsere Einkäufe und erzählt die Geschichten dazu. Mein Freund hat das hier als reines Paschmina gekauft. Und das hier auch reines Paschmina. Davon ist nichts. Paschmina, das ist, das nennt man Viskose. Okay. Ja, kein Paschmina, aber die haben uns erzählt, es sei 100% Paschmina. Nein, nein, nein. Es ist Plastik. Kunstseite. Ja, künstlich. Das geschulte Auge der Experten erkennt den Schwindel sofort. Er zeigt meinem Kollegen einen echten Paschminerschal. Wie viel kostet das? Der große hier, der kostet 8500. 8500? Ja. Äh wenn ich Peter sag, guck mal, das da wollte 8500 ursprünglich für 7000 hat's der Peter gekauft. Das kostet 8000 und es ist echt mit staatlicher Garantie. Das ist der Beweis. In Indien kommt man günstig an Paschmina, aber eben nur in den richtigen Geschäften. Unsere Ware ist reiner Fake und völlig überteuert. Zurück in Goa wollen wir nun die Händler mit unseren Recherchen konfrontieren. Ich gehe zurück in die Läden, in denen ich vor zwei Tagen belogen und abgezockt wurde. Ich will die Wahrheit. Also, ich gebe dir noch eine Chance ehrlich zu sein. Ich bin Deutscher. Du bist Inder. Was ist hier wirklich drin? Really? Das ist Wolle. Ah, aber keine echte Kaschmirwolle. Wolle aus dem Kaschmir. Ja, genau. Das ist ein kleiner Unterschied, oder? Wolle aus dem Kaschmir und Kaschmina Kaschmirwolle. Also bin ich reingefallen. Wer hat dir erzählt, das sei kein Kashmir? Ein Regierungsladen in Daily. Von der Regierung in Daily? Ja, wir haben es dort überbricht. Damit hätten die beiden nicht gerechnet. Sie geben ihren Schwindel sogar zu. Wenn du echtes willst, ist das sehr teuer. Stimmt, das ist was ich wollte. Pures Pashmina Kaschmir. Ihr habt's mir verkauft und das war Absocke, ganz einfach. Also für viel verkauft ihr es eigentlich? Ich will die Differenz zurück. 6000 5000 für den für ein Wollscha. Das ist nch mal der Preis auch. Das scheint mir maßlos überzogen. Ich will mein Geld zurück. zurück und wir gib mir zurück und dann gut. Nimm meine Karte. Ich habe nicht gelogen. Ich will deine Karte nicht. Keine Sorge. Danke. Ich bin kein Lügner. Du hast do nicht gelogen, aber wir sind okay. qu das ist das ist daselbe wie mit den Schwarzwalduhren. Ja, nur weil eine Uhr aus dem Schwarzwald kommt, ist es eben noch keine Schwarzwelder Kucksuhr. Leute, das ist genau der Unterschied. Welche müden Ausreden servieren mir die Verkäufer im nächsten Laden? Auch hier war die Aussage beim Einkauf eindeutig. Das hier ist Paschmina. Reines Paschmina. ist teuer. So, also du weißt alles über Kaschmir, oder? Klar, dann weißt du doch auch, was das hier ist, oder? Was ist das? Das ist Kaschmir gemischt mit Seide. Ah, aber zuerst hast du mir erzählt, es wäre reine Kaschmirwolle. Du willst Kaschmir? Nein, nein, nein. Warte, pass auf. Ich werde auf keinen Fall mir was von dir kaufen, weil du mich abgezockt hast, betrogen. Und das hier ist ganz einfach. Kein rein Kaschm. Du hast mir das für 90$ verkauft. Insgesamt haben wir 7000 Ruppien bezahlt und es ist noch nicht mal 500 wert. Und du weißt, da gibt's gar nichts zu rechnen. Wer hat dir das erzählt? Sag mir, wer. Wir waren in einem Regierungsladen. Er ahnt, was man dort zu seiner Ware gesagt hat. Offenbar plagt ihn sein Gewissen. Er schlägt einen Tausch vor. Ach komm, vergiss es doch. Ja, ich vergesse es nicht, weil Pass auf, ich hätte es mit nach Hause genommen und meiner Frau zum Geburtstag geschenkt. Jetzt lass mich mal ausreden. Das ist Paschmina. Ist es eben nicht gemischt. Wie viel gemischt? Wie viel Perschminer ist da drin? 20%. Der Rest ist Seide für 7000. Das gibt's für 500. Überall, weil da keine Kashmir Wolle, kein Paschminer drin ist, auch kein Anteil. Das ist eine Lüge. Es ist Abzocke. Hör mal, ich habe kein Geld aus deiner Tasche geklaut. Ja, von meiner Kreditkarte. [gelächter] Du hast mich belogt. Du hast gesagt, es wäre reine Paschminerwolle und das war eine Lüge. Gib's doch zu. Ich sag, vergiss ich vergesse es eben nicht. Du hast mir verkauft. Nein. Aus was ist dieser Schal? Ich will es jetzt wissen. Der Verkäufer muss Farbe bekennen. Eine letzte Chance gebe ich ihm noch. Nimm doch einfach das Geld zurück. Nein, nein, nein, nein. Ich werde das hier in Deutschland veröffentlichen und die Menschen auf diesen Laden aufmerksam machen und zwar sehr viele. Also gebe ich dir eine letzte Chance ehrlich zu sein, dann bin ich weg. Was ist das hier? Nur Seide. Ja, also es geht doch. Das wollte ich wissen. Also was kostet ungefähr? Was ist der Preisunterschied zwischen Seide und Paschmena? 80%. Ja, ungefähr. Ungefähr 80. Ca. 6000. 6000. Ja, gib mir die 6000 und ich bin weg. Okay. Ob echte Seide oder Kunstseide, das weiß ich nicht. Ich weiß nur, sie ist viel günstiger. Ich bekomme in der Tat mein Geld zurück. Ich komme nicht wieder und meine Zuschauer auch nicht. Tut mir leid, Mann. Schon okay, Beu, Gentleman, damit Sie nicht auf diesen kleinen Trick reinfallen, bitte, wenn Sie wirklich das bei uns ausgesprochen teure Paschmina Kashmir haben wollen, das was wir darunter verstehen und was auch offiziell so heißt, eine hohe Qualität hat, dann bekommen sie das nur in Geschäften, die wirklich von der Regierung lizensiert sind. Governmental license steht da drauf. Alles andere ist Nippes und eben nur ganz einfache Wolle oder Seide oder eine Mischung da draußen. We das gibt's bei uns auch in jedem Supermarkt. Mit ein bisschen Achtsamkeit ist aber natürlich jeder Urlaub in Goa ein echter Traum. Naang, vier beliebte Reiseziele Vietnams. Ich bin Peter Giesel und Urlaubsbetrügern auf der Spur. In Himinstadt schrubben mir Schuhputzer ein Loch in die Urlaubskasse. Innerhalb von 3 Minuten waren wir alles geldlos. Zack. Statt geschichtiger Tour gibt's einen Ballerstand für Touris. ist eine so abwegige Vorstellung zwischen Souvenir Shops, Colabuden Leute schießen zu sehen. In Danang erlebe ich die aufdringlichste Verkaufsveranstaltung in der Geschichte von Achtung Abzocke. Nein, Leute, die verkaufen uns jetzt hier bitte nicht wirklich Bettwäsche. Durchgedreht und abgezockt in Heu an wird mir ganz schwindlig und das nicht nur wegen der Preise. Was ist denn das jetzt hier? Entschuldigung, ich wollte hier eigentlich zur Erholung hin. Hummer zum Schnäppchenpreis. Trittbrettfahrer Restaurants nutzen den Ruf des legendären Originals, um abzukassieren. Wir sind im falschen Laden gewesen. Der heißt doch aber so. [musik] Wir beginnen unsere Reise im Süden des Landes. Die bekannte Partymeile Bivien, die Garküchen oder der Ben Tanmarkt machen Saigon so beliebt. Motorroller sind hier die populärste Art der Fortbewegung und die fröhliche Lebensart der Einheimischen macht es wirklich leicht hier anzukommen. Sin ciao und herzlich willkommen aus Hiim Min City, was die meisten seiner Einwohner immer noch mit dem alten Namen bezeichnen, nämlich als Saigon. Wir sind in der größten vietnamesischen Stadt und ich verspreche Ihnen, dass der Trip durch Vietnam spannend, schrill, bunt, aber auch sehr interessant wird. Unter anderem werden wir in dieser Folge, das verspreche ich jetzt schon, gemeinsam zu Millionären. Na, neugierig geworden, stürzen wir uns ins Getümmel, im Land des aufsteigenden Drachens. Egal, ob Unterkünfte, Verpflegung oder Transport, Vietnam ist für deutsche Touristen ein erschwingliches Reiseziel. Hotelpreise ab 20 € die Nacht. Ein Mittagessen gibt es ab 1,50 € und eine Taxifahrt aus der Innenstadt zum Flughafen kostet 8 €. Die offizielle Landeswährung ist der vietnamesische Dong und der stellt uns Touristen für eine kleine Rechenaufgabe, denn 1 € sind umgerechnet 27 000 Dongen. Heißt mit 37 € sind sie schon richtig Millionär. Mal eben beim Einkaufen die Preise umrechnen ist deswegen gar nicht so einfach und der Wechselkurs ist nicht die einzige Stolperfalle. 50 000 Okay, vielen Dank. Nein, 50.000, das sind 500 000. Es kostet nur 50.000. Ja. Ja, schon beim allerersten Einkauf mache ich einen entscheidenden Fehler. 50.000 habe ich gesagt. Gegeben habe ich ihr aber 500 000, also 18 €. So. Und wenn ihr das, wenn sie nicht so eine nette Verkäuferin wäre, je öfter passiert bist ratzfatzarmer Vietnamtourist. Das ging ihnen zu schnell. Keine Sorge, mir auch. Das Problem ist nämlich, dass der vietnamesische Dong eine nominal wahnsinnig hohe Währung ist. Ein kleines Quiz zur Verdeutlichung. Schauen Sie mal, was halte ich Ihnen denn da gerade in die Kamera? Ja, geht ja schnell. Haben Sie es gesehen? Waren es 10 000 oder 100.000? 10 000 100.000. Die Farbunterschiede gering, die Wahrscheinlichkeit da irgendwie reinzufallen sehr sehr hoch. Ganz besonders schlimm finde ich farblich bei diesen hier. Die sehen sich, wenn man sie aus der Tasche zieht, völlig ähnlich. Erst beim zweiten hinschauen merkt man, das eine sind 20, das andere 500.000. Und wer diesen Fehler macht und auf diese Farben reinfällt, zahlt dann statt 80 Cent 18 €. Die halbe Million ist der größte in Vietnam im Umlauf befindliche Schein. Also passen Sie auf mit den Farben, aber selbst wenn Sie das beherrschen und den vietnamesischen Dong gut kennen, müssen sie ja erstmal rankommen. Und nur mal so als Beispiel, das Mittagsgericht, was ich gleich bestellen werde, kostet 2,30 €. Wenn ich da beim Geldwechseln Geld verliere, kostet mich das jeden Tag Mittagessen im Zweifelsweich geht's zum Geldautomaten. Erstmal eine kleine Stärkung. Im Schnitt kann ein Vietnamtourist mit einem Budget von 30 € pro Tag zurechtkommen. Viele Geschäfte akzeptieren Kreditkarten, aber das gängige Zahlungsmittel ist nach wie vor Bargeld. Um etwas Wechselmathematik kommt also kein Tourist herum. Also eins ist schon mal klar, man kann hier, solange es die Karte zulässt mit EC und Kreditkarten Geld ziehen. Und da geht schon los. Der normale Kurs liegt für 1 € eigentlich bei 27 000. Der Wechselkurs am Automaten beschert mir also bei 100 € einen Verlust von gut 6 €. Dazu kommen noch die Gebühren der eigenen Bank. Diese variieren zwischen 1 und 5%. ATM so ein Automat, das kann man machen. Du musst bloß bei einer Familie mit, sag mal vier Köpfen damit rechnen, dass du alle paar Tage mindestens zum Automaten bist. Wenn du shoppen gehst, noch öfter. Ja. Ja. Wir werden nicht, Achtung, Abzocke, wenn wir da nicht ein Mittel gegen wüssten, ganz genau einen Tipp an einem Ort, wo sie ihn mit Sicherheit niemals erwarten würden. Diese touristische Menschenansammlung vor dem Eingang ist ein gutes Zeichen. Mein Kolleginnen aus der Redaktion ist nämlich, als sie hier alles vorbesichtigt haben, dieser Laden aufgefallen. Das ist ein, schauen Sie mal, Juwelier. Und wir fragen uns, warum stehen hier so viele Touristen aus Asien und Europa bei einem Juwelier? Und wenn man nah rangeht, kann man entdecken, die kaufen gar keinen Schmuck oder gar kein Gold. Die tauschen Geld, [musik] denn Hotels oder Caféses müssen für den Geldwechsel ein kostenpflichtiges Zertifikat erwerben. Deswegen erheben sie auch zusätzliche Gebühren auf den Umtausch. Juweliere besitzen aufgrund ihres Goldhandels bereits dieses Zertifikat und können uns Touristen den Geldwechsel zu gutem Kurs und ohne Zusatzkosten anbieten. Ich tausche 100 €. Zack, ich habe zum ersten Mal in meinem Geben Geld gewonnen beim Geld wechseln. Sie werden es nicht glauben. Denn der tagesaktuelle Kurs liegt bei 27 000 Dong für 1 €. Beim Geldautomaten bekamen wir einen Kurs von 25491 und haben gut 6 € Verlust gemacht. Beim Juwelier aber waren es 27450 und ein Gewinn von 3 €. Kein Kurs schlägt den hier des Juweliers. Weder der offizielle noch der den der Geldautomat ausgibt, schon gar nicht der bei den Banken in Deutschland. Also mein Tipp hierher wirklich am Anfang nur das notwendigste aus dem Automaten ziehen, vielleicht für den ersten Tag und dann hier 2 3 400 € Weise, je nachdem wie viel man braucht bei den Juwelieren tauschen. Geld gewinnen mit Achtung Abzocke. Super. Die Menschen in Hochimin Stadt leben ihren Alltag besonders auf den Straßen und wir Touristen sind mittendrin. Die vietnamesische Kultur liegt großen Wert auf soziale Interaktionen und das ganzjährig tropische Klima zieht die Einwohner aus ihren Häusern. Das bunte Treiben kann für uns reisende überwältigend sein und genau das machen sich mobile Putztruppen zu Nutze. Nee, nee, ich habe ja eine Ja, so Straßenverkäufer gehören hier in Vietnam zum Straßenbild. Ja, Süßigkeiten, Sonnenbrillen und wir haben dann noch, ich sag mal, eine spezielle Form und Art und Weise des Straßenverkaufs entdeckt, die ich Ihnen gern zeigen würde. Dazu brauchen wir richtig so ein bisschen schmutzige Schuhe. Das Schöne ist, wir müssen die nicht suchen, die finden uns. Mitten in der Innenstadt, genau im Distrikt 1, liegt unser Teamhotel. Restaurants und Bars befinden sich in unmittelbarer Nähe. Wir haben noch nicht mal Getränke bestellt. Da schrubt der erste meinem Kameramann schon den Flipflop. Zur gleichen Zeit hat ein zweiter Putzer die Schuhe meiner Redakteurin im Visier. Und ehe wir es uns versehen, sitzt mein halbes Team Barfuß im Restaurant. Wo gehst du hin mit den Schuhen? Warum hat er gerade meiner Kollegin die Schuhe aus? Was macht er denn da? Keine Zeit das herauszufinden, denn jetzt sind meine Schuhe dran. Erstmal hat er sie erst dreckiger gemacht, als sie vorher waren. Und warum gehen die Männer plötzlich zur Seite? Und warum nennt keiner der flinken [musik] Saubermänner bislang den Preis für seinen Service? Wie viel? 150. 150 für alle? 150 000. 150.000 Dong, das sind umgerechnet 6 €. Das wäre ein fairer Preis. Plötzlich taucht ein dritter Putzer auf und sie ahnen bestimmt, was jetzt passiert. Deine ist auch schon. Und auch das letzte Teammitglied tauscht Schuhe gegen Schlappen. Ich habe mich noch nicht habe nicht an mein Getränk zu mir genommen und schon ist das ganze Team ohne Schuhe da. In kürzester Zeit erstrahlen unsere Touristenträeter im neuem [musik] Glanz. Dabei wollten wir das eigentlich gar nicht. Oh, besser aus. So und wä meine mein sitzt hier auch gefangen, man kann nicht weglaufen und meine Kollegin bekommt sofort Sonnenbrillen angeboten. Warum hat er mir denn meine Einlagen rausgenommen? Die brauche ich. Wie viel? 450. [gelächter] Jetzt ist plötzlich das Dreifache. Wir müssen uns unterhalten, du hast gleich kein Geld mehr irgendwas zu bezahlen, weil der will von mir jetzt hier 450 000 € sage ich schon Dong haben. 16 € 16 Ein Moment, Sir. Ich will die Einlagen gar nicht. Ich wollte nur ein bisschen putzen. Weder mein Team noch ich habe den Austausch bemerkt. Jetzt wird klar, warum sich die Männer mit den Schuhen wegsetzen. So bemerken wir Touristen die Zusatzleistungen nicht und die müssen wir natürlich teuer bezahlen. Money, money, money, money. Ja, Money ist klar, aber ich was ich hab gerade meine Einlagen auch wieder an. Ich muss auch 300 zahlen. Wie du musst 300 zahlen? So, aber Leute, ich habe auch nichts mehr irgendwann. Ist vorbei. Die Schuhe scheinen, aber die Scheine schwinden. Aus der Situation kommen mein Team und ich nicht mehr raus. Wir müssen den schnellen Putzt bezahlen. Jetzt noch bevor unsere Reise durch Vietnam losgeht, bin ich viel Geldlos geworden. Boah, Moment. Ich fühle mich als hätte mich einen Zug überfahren hier. Also uns alle zusammen, jeder von uns, 1 2 3 4 5 Kollegen, haben gerade die Schuhe geputzt bekommen. In Wirklichkeit aber teilweise auch Einlagesohlen neue bekommen, ohne dass wir danach gefragt haben. Tatsache ist, die Schuhe sind weißer als vorher. Ich kann dir mal zeigen hier. Schau mal. Kann einer noch nachvollziehen, wie viel es insgesamt war? Bei dir waren es 250? Hat er mir wieder gegeben, glaube ich. Bei dir 150, bei mir 300. Bei dir waren es und bei dir 150 und ich habe ih runter gehandelt von 300. Also über eine Million über 40 € innerhalb von 3 Minuten waren wir alles geldlos. Zack. Sorry, das ging mir hier alles zu schnell. Das müssen wir an der nächsten Straßenecke gleich noch mal ausprobieren. Und dafür stürzen wir uns ins Nachtleben von Hochiminstadt. Die Bars, Clubs, Restaurants und Garküchen in der Innenstadt sind ein Touristenmagnet nach Sonnenuntergang. Aber wo sich viele Reisende auf die Füße treten, sind die Schuhputzer sicher nicht weit. Ganz schön was los abends in Seigoton auf der Dung Venking Street so ein bisschen der Fußgängerzone wo irre viel los ist. Den ist eine Fußgängerzone. Ja, so ist die halt und genau jetzt sind die Jungs natürlich noch viel mehr unterwegs und wir wollen mal beobachten, wen die sich vornehmen, wie oft und mit was fürem Erfolg wirtschaftlich vor allem dazu müssen wir hoch hinaus. Sch mal da oben. Während sich die Bars und Restaurants mit immer mehr Touristen fällen, gehen mein Team und ich in Stellung. Wir starten eine kleine Überwachungsaktion mit mehreren Kameras. Nach allen Regeln der Achtung Abzockerkekunst wollen wir lückenlos belegen, wie die Schuhputzer vorgehen. Arbeitsbeginn für die flinken Saubermänner. Das Schöne ist, die Leute können nicht wegrennen. Jetzt verstehe ich das so langsam. Sch mal, der hat sein Ding schon abgesetzt und und sie sagt noch so ein bisschen verschämt, ne? Lassen Sie mal, meine Schuhe sind in Ordnung. Und schon hat er den Kleber angesetzt. Schau mal, die sch weg. Gut, aber das ist der erste. Ich habe mein Wasser gerade mal eingeschenkt und schon geht's hier los. Das könnte ein sehr interessanter Abend werden von hier oben. Ab jetzt sind die Putzer im Minutentakt unterwegs und Stöbern nach dreckigen Trettern. Na ja, dreckig müssen die gar nicht sein. Es scheint auszureichen, Schuhe überhaupt nur an den Füßen zu haben. [musik] So, es ist ab bei unserem Kameramann. Der sollte eigentlich mich hier oben filmen. Jetzt geht's da los. Das sind dieselben Flipflops, die bereits vor wenigen Stunden geklebt und geputzt wurden. Und interessant ist, was jetzt hier an der Seite wirklich passiert. Können wir ih mal auf die Finger gucken. Der Kunde sieht das nicht, ne? Also unser Kameramann, der Christoph, der ist 7 m entfernt. Dass die Schuhe gar nicht dreckig sind, scheint den Prüz nicht zu interessieren. Einmal die Treter in der Hand, zieht er das ganze Reinigungsprogramm durch. Das war's. Ich bin gespannt auf den Preis. Mein Kameramann signalisiert mir, dass er 50.000 Dong bezahlt hat. Hat er Glück gehabt. Das Entscheidende ist, du kannst ja nicht raus. Du sitzt in der Bar. bei deinem Getränk und kannst d weglaufen und das wissen die, das sehen die und gucken sich vorher jeden Schuh an. Touristenschlappen, soweit das Putzerauge reicht. Es tut mir leid, dass unsere Kameraleute und Redakteurinnen heute hier alle sitzen, aber irgendwie müssen wir ja unsere Aufnahmen hier machen und der ist jetzt bei meiner Kollegin Wer und hier wird's ernst, weil ich glaube, die hat keine Flipflops, du. Die hat so richtige Schuhe dabei mit Sohle. Pass mal auf, was der jetzt macht. Für das Putzen dieser Schuhe haben wir übrigens vor wenigen Stunden bereits 250.000 Dong 9 € bezahlt. Er hat ihr den Schuh abgenommen. Ehrlicherweise kein Mensch steht jetzt hier im Nachtleben von Saigon auf und läuft dem auf einem Bein hinterher und hat sie auf die andere Straßenseite begeben außerhalb der Reichweite der Kunden. Er denkt, dass sie nicht sieht, was er mit dem Schuh macht. Ja, wir sehen das schon. Zumindest ich von hier oben. Schau mal. Verlangt der Mann denselben Preis, hätte meine Kollegin gleich neue Schuhe kaufen können. Sag mal, hat er dir irgendwas angesagt? Hat irgendwie ganz schnell die Zahn gezückt und mir angefangen eine ganz kleine Spinne sauber zu machen. Na und die entscheidende Frage ist, warum nimmt er denn nur einen Schuh ab und lässt du den anderen am rechten Fuß? Einer ist weg. Komm weg. Wie immer bei Achtung Abzockel, lass mal geschehen und zahl mal. Okay, was uns heute Mittag entgangen ist, können wir jetzt genau beobachten. Außer dem Putzen hat der Mann noch mehr Auflager. Also offensichtlich hat er jetzt gerade eine neue Einlegeshle reingetan. Der treibt den Preishockes. Das wird teuer. Pass auf. Und sie kann nichts tun. Sie sitzt quasi einschuhig, einfüßig da in dem Caffé die Arme. Und weil sie es auf einer Einlegeshle nicht gut stehen lässt, [musik] macht er den anderen Schuh auch gleich noch. Um das klarzustellen, so etwas machen die natürlich nur mit Touristen. Zur Erinnerung an die Preisverhältnisse in Vietnam, ein Wasser kostet hier 60 Cent. Ein Abendessen etwa 3 bis 5 €. Oh, Preisverhandlung Vera bezahlt mit einem 500.000 Dongchein. Das nicht wahr, ne? Und zack ist er weg. Und zack ist er weg. Kein Rückgeld bedeutet, meine Kollegin ist gerade 18,60 € losgeworden. Da geht er. Ist auch gut für heute. Reicht dann. Ich bin mir sicher, der hat den Umsatz des Tages gemacht. Fast 20 € eine halbe Million für zwei Einlegesen. Und daran siehst du, dass diese Männer viel mehr verdienen als die Gastwirte, vor deren Etabliss sie ihr Unwerk treiben. Wir haben genug gesehen und beenden unseren heutigen Einsatz. So, die gute Nachricht zuerst, also unserem Eindruck nach ist irgendwas so zwischen 9r und 9:30 Uhr langsam Schluss hier. Aber was wir heute erlebt haben, sagt uns eins, das ist fast eine kleine Schubputzermafia. Die sind überall. Du hast kaum eine Chance von den sozusagen wegzukommen, ne? Also du hattest ja auch keine oder? Du bist ja Ratzfatz. Du kannst auch nicht aufstehen, weil ein Schuh hat gefehlt, ne? Ja, ich bin festgesessen. Ja. Und das was du bezahlt hast für deine beiden Einlegesohlen, das werden wir für das ganze sechsköpfige Team ach noch nicht mal jetzt bei Hummer und Reis ausgeben. Hier um die Ecke. Der nächste Morgen. Wir bleiben beim Thema Schuhe. In den belebten Gassen und Straßen von Hochimin statt finden sich kleine Werkstätten, in denen Schuhe noch ganz traditionell in Handarbeit angefertigt werden. Ich meine, so auf wie mir die Schuhe hier repariert werden, denke ich mir, warum denn nicht mal einfach neue machen lassen? Meine handgemachte Schuhe in Deutschland, da bist du bei vielen 100 €. Hello, können Sie mir neue Schuhe machen? Ja, lass mich deine Maße nehmen. Okay. Was kostet es? Eine Million Vietnamesische Dong. Okay, ich lass mich jetzt darauf einfach mal ein. 1 Million Dong sind etwa 38 €. Zum Vergleich, meine Kollegin musste gestern die Hälfte nur für Putzen und Einlegesohlen bezahlen. Aber so maß genommen hat bei mir noch niemand. Ist leather ist Leder oder? Ja, echtlederschuhe für 38 € das wäre ein Wahnsinnspreis, aber vor allem eines günstiger als die geputzten Schuhe meines Teams. Für die mussten wir insgesamt 45 € bleen. 5 m von hier laufen die Jungs rum und reparieren die. war ja bei uns oder putzen die Schuhe für das gleiche Geld wie ich von ihm hier angeblich ein paar handgemachte neue Lederschuhe bekomme, nämlich 40 € um das mal ins Verhältnis noch ist es nicht vorbei. Ich bin sehr gespannt. In paar Tagen sehen wir uns wieder. Übrigens, die gut entwickelte Infrastruktur in Hochiminstadt, die hochqualifizierten Arbeitskräfte und der günstige Arbeitsmarkt haben dazu beigetragen, dass Vietnam zu einem der weltweit führenden Exporteure von Schuhen geworden ist. Hello, Mister. Hello, ich bin wieder da. Ich kann es kaum glauben. Das sind niggelnagel neue Maßefertigte Lederschuhe. Mal sehen, wie meine neuen Anzugschuhe passen. Meine Lieben, sehr, sehr gut. Lange Zeit. Die halten lange. Ja, diese Schuhe passen wie angegossen. Sowas kriegst du nicht im Regal und es hat hier gekostet keine 40 €. 3880 haben wir, glaube ich, nach dem Tageskurs ausgerechnet. Das ist eine echte Sensation. Mehr als 38 € haben wir aber für das Putzen unserer Teamschuhe ausgegeben und das wiederum ist schwere Abzocke, denn den Schuhputzern von Saigon ist es vollkommen egal, was wir Touristen an den Füßen tragen, ob dreckig oder nicht, spielt keine Rolle. Und den Satz, den ich jetzt sage, habe ich mir gut zurecht gelegt. Wenn Sie hier in Holchimin Schuhschein hören, schleichen Sie sich, denn das scheint die Kasse nicht zu schonen. Die Scheine fliegen weg. Schuhe werden daheim geputzt und nicht hier auf den Straßen. Das Geld, was sie an die geben, viel zu viel ist für die hiesigen Verhältnisse. Investieren sie lieber wie ich in neues Schuhwerk oder ein schönes Abendessen. In diesem Sinne schnell weg, weil der kommt schon wieder. Ballermann auf Vietnamesisch in Heuan gibt's schräge Partyboote statt Illle. Jetzt gibt's nicht wirklich Karaoke auch noch. Hör mir auf. Ach du Scheiße. Gleich. Mein Team und ich lassen Him in Stadt hinter uns und fliegen in die Landesmitte nach Danang. Die fünftgrößte Stadt Vietnams hat mehr als eine Million Einwohner, einen Fluss, den berühmten Han River und sechs riesengroße Brücken. Die sehen alles samt spektakulär aus, aber nur eine ist ein echter Touristenmagnet und für Instagram Begeisterte ein absolutes Muss. In den Hügeln von Bar tr oben die sogenannte [musik] Golden Hands Bridge. Ein beliebtes Fotomotiv und aus Instagram Feeds nicht mehr wegzudenken. So einen Schnappschuss hätte ich auch gern. Einen Anbieter für eine Tour zur Brücke zu finden, ist nicht schwer. Hallo. Hallo, ich möchte gern zur Brücke. Ja, die Golden Hand Bridge. Ja, gern. Morgen. Morgen. Ja, gut. Drei Personen. Ja, die Barner Hilztour. Barour mit Mittagessen. Mittagessen. So, super. Also 1,3 Millionen. Mensch, ich muss jedes Mal nachrechnen. Wie viel ist das denn jetzt? Leute, nach aktuellem Kurs sind das 48 €. Der Preis gilt wohlgemerkt für eine Person. Was ist in Begriffen? Der Transport vom Hotel hin und zurück. Wasser, die Seilbahn und das Mittagessen und der ganze Bereich. Oh, danke. Kann ich mit Karte zahlen? Ja, gut. Gut. Visa, wenn Sie mit Karte zahlen, kostet das 4% extra. Ja, ist okay. Das sind noch mal knapp 3 € mehr. Was ist hier Hotel? Ich gebe ihn die Adresse. Wow, das ist weit weg. Ja. Drei Personen, drei Personen. Wenn euch der Turbus dort abholt, müsst ihr mehr bezahlen. 150 000 pro Person extra. Jetzt wird's hier Leute aber immer mehr, ne? Also, wir sind Yes, ist okay. Es ging los bei einer Million Dong. Pass mal auf, was am Ende rauskommt. Du, das ist jetzt kein beliebiges Verging. Die Tickets mittagessen kosten pro Person 1,3 Millionen Dong. Dazu 4% Kreditkartengebühren und 400.000 Dong für die Hotelabholung außerhalb der Stadt. Wir buchen für drei Teammitglieder und kommen am Ende auf einen Gesamtpreis von 4456 000. Bitte. So, wir sind jetzt 170 € los für uns drei. Also, diese Brücke da oben ist wahrhaft golden. Das war jetzt das teuerste, was ich bis jetzt in Vietnam überhaupt für überhaupt gekauft habe. Ist noch keinen Schmuck hier irgendwo oder was? Aber eine Tour für so viel Geld, da haben wir allen Grund uns drauf zu freuen. Zur goldenen Brücke. Morgen früh geht's los. Wie üblich beginnt auch diese Tour im Morgengrauen. Die goldene Brücke erreicht man laut Reisebüro mit einer Seilbahn. Die Fahrt zur Talstation dauert rund 35 Minuten. Guten Morgen zusammen. Mein Name ist Tony und ich bin heute euer Tourguide. In üblicher Manier auch folgen ein paar Informationen zu unserem Ausflugsziel und dem Ablauf der Tour. Ich verstehe es nicht, was er sagt. Versteh nicht. Er hat gesagt, er braucht Zeit, um die die Tickets zu präparieren, weil wir unterschiedliches Essen haben. Dafür wird er uns jetzt in ein Gebäude fahren, wo Handtwerk ist, Leute irgendwelche Klamotten. Das ist ja doof, ne? Das ist das, was ich jetzt irgendwie aus dem K braucht eine halbe Stunde Zeit, um 12 Leute zuzuweisen und deswegen fährt er uns jetzt an einen Ort, wo wir eine halbe Stunde Pause haben. Ja, ist klar, ist klar, ist klar. Ich bin gespannt auf den Ort. Rund 30 Minuten sollte die Fahrt zur Seilbahnstation dauern. Wir sind mittlerweile mehr als eine dreiviertelstunde unterwegs. Ich verfolg das auf meinem Kartenprogramm. Wir fahren, das ist Tatsache, immer weiter weg eigentlich. Wir längst abbiegen müssen, aber wir sind hier irgendwo in der Vorstadt jetzt von Danang, wo wir die Häuser kleiner werden. Aha. Mir schwahnt übles. Diese nummerierten laminierten Kärtchen können nur eins bedeuten. Das ist nicht euer Ernst, ne? Willkommen in Vietnam und willkommen in unserer Fabrik. Ich freue mich euch heute als meine Gäste zu begrüßen und euch unsere Produkte aus reiner Seite vorzustellen. Oh, ich muss durchatmen. Ich muss durchatmen. Ich muss ganz ganz toll durchatmen. Die haben uns jetzt nicht wirklich in eine Seitenfabrik gefahren. Das kann nicht sein. Der Guide will die Tickets vorbereiten. Na, wer es glaubt, eine Reisegruppe nach der anderen kommt an und wird mit nummerierten Karten ausgestattet. Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, ne, das ist jetzt nicht die verkau Nein, Leute, die verkaufen uns jetzt hier bitte nicht wirklich Bettwäsche. Das kann nicht sein. Die verkaufen uns jetzt nicht Bettwäsche. Bitte, bitte sag mir, dass das nicht wahr ist. Sag mir, dass das nicht wahr ist. Wenn Sie heute etwas kaufen, können Sie Familie und Freunde mit etwas Besonderem aus Vietnam überraschen. Als erstes zeige ich Ihnen dieses Laken. Das ist 100% Seide. Ganz kurz mal, während die Frau uns hier über ihre Bettwäsche erzählt, möchte ich Ihnen mal kurz sagen, was das hier ist. Dieses Set von Seidenlagen kostet. 600 €. Also, ich habe schon viele Verkaufsveranstaltung in meinem Leben erleiden müssen. Das hier ist mit Abstand die aggressivste. Das ist so in your face, genau in die Fresse. Die reden nicht rum, die kahren uns hier alle hin und zack zack zack, kauf, kauf, kauf. Das geht hier bei 3 400 € los bis hoch zu 1000. Diese Preise sprengen jede Urlaubskasse und wir sitzen nur hier, weil Tour Guide Tony uns schlichtweg angelogen hat. Also, die einen sind geschockt und genervt, die anderen lachen sich jetzt schon kaputt darüber, was hier passiert. Ich bin ich war erst belustigt, jetzt bin ich wirklich sauer, ne? Ich will jetzt raus. Ich will sofort raus. Tut mir leid, aber ich gehe jetzt. Ich muss raus. Bis jetzt hat sich alles klar. Vietnamm kann ich mir alles gefallen lassen, aber das toppt alles. Wir sind mit dem Bus hergefahren worden und ich fühle mich jetzt wie von dem Bus überfahren. Innerhalb von 2 Minuten kurz die Raupe gezeigt, zack saßen wir in dem Verkaufsraum. Hier brauchen sie eine Bettdecke, brauchen sie ein Kisten. Ich brauche gar nichts davon. Und wo ist der Typ, der mich hier reingeführt hat? Wo ist der Ausgang? Echt? Hey, listen, man. Listen man. What is What is this? Listen. What is this? Why did you take us here? Yeah. Why did you take us here? Because I need time to prepare. You need time to do what? Yeah. Prepare your What? Don't lie to me. Do not lie to me. You are lying to me. You don't need any time for anything. You push into this thing. money okay scam scam big time company Leute ich habe wirklich echt schon viel erlebt das topt alles. Das ist so ein Fall von ich will sofort mein Geld zurück normalerweise. Ja, der erzählt uns was vom Pferd. Er müsste die Essenskarten, die Tickets vorbereiten für uns. Das war eine Lüge, mit der er uns hier reingelogt hat in ein ganz offensichtlich völlig überteuertes Bettwäschegeschäft. Nicht mehr und nicht weniger. Gut, zugegeben, es würde auch niemand diese Tour kaufen, wenn da drauf stehen würde. Vorher noch eine Stunde Verkaufsveranstaltung für Bettwäsche. Ist das unverschämt. Ist das unverschämt. Wirklich. Vielleicht kann der Mann ja nichts dafür. Und schwindeln war Teil seiner Jobbeschreibung. Jetzt abbrechen ist aber auch keine Option. Schließlich haben wir einen saftigen Preis für diese Tour bezahlt. Das Ganze hat jetzt natürlich noch ein bittere Konsequenz. Wir haben eine Stunde hier verschwendet und kommen deutlich später als geplant oben an der Brücke an. Noch mal zum Mitrechnen. Wir haben 168 € also 56 € pro Person bezahlt. Bei einer vierköpfigen Familie wären das über 220 €. Ach du meine Nase. Und so langsam kommen mir Zweifel, ob es äh da oben auf der goldenen Brücke wirklich so aussieht. Vielleicht gibt's ja von denen mehrere, aber hier mit uns in der Schlange stehen schon mal mindestens 200 Leute ungefähr. Wie passen wir da alle rauf auf die Brücke? Tour Guy Tony hat uns allen einen Flyer gegeben. [gelächter] Moment mal, schauen Sie mal das hier. Jetzt wird mir das auch langsam klar. Jetzt fahren wir hier hoch. Da ist die Brücke. Und jetzt würde ich mal gerne wissen, was das dahinter ist. Die sogenannte Sun World. Was auch immer sich dahinter verbirgt, da wollte ich gar nicht hin. Was heute morgen noch nach gutem Wetter aussah, wird leider hier in den Bahner Hills zu einer undurchdringlichen Waschküche. Ob wir überhaupt irgendwas sehen werden? Okay, Leute, das ist unsere erste Station. Wir treffen uns hier wieder um 12 Uhr und dann werde ich euch nach oben bringen zum Mittagessen. Danach habt ihr freie Zeit dort oben. [musik] Tja, nun, wo ist sie denn? Ein Hinweis wäre hier. Wir sind endlich drauf. Nur leider hat unsere Drohne einen etwas besseren Ausblick als ich. Ja, ich ahne. Schauen s mal da hinten. Ich erahne die Hände. Die größte Schwierigkeit ist allerdings hier über die Brücke zu kommen, denn in der U-Bahn zur Rush Hourauer ist besseres Durchkommen als hier. Wenn Sie mich hier sehen, hier bin ich. Hallo. Ich habe hier ein Meter entdeckt, wo ich mal für mich sein kann. Dafür, dass man das hier alles nicht sehen kann gerade kann niemand was. Ja, das hat meteorologische Gründe. Äh, touristische Gründe hat, aber dass es hier wie ein Bienenschwarm ist. Macht überhaupt keinen Spaß. Ein Foto unterhalb der Brücke ist alles, was ich heute bekomme. Das habe ich mir anders vorgestellt. Es ist 12 Uhr, Zeit fürs Mittagessen. Jetzt gehen wir hoch. Folgt mir bitte. Ich weiß nicht, was er damit meint. Wir sind doch schon ganz oben. Jetzt kommt doch Essen, dachte ich. Der Themenpark ist laut Schildern die Nachbildung eines französischen Dorfes mit historischen Gebäuden und europäischen Restaurants. Jetzt verstehe ich, worum es hier in Wirklichkeit geht. Herzlich willkommen in einem kleinen Disneyland für Asiaten. So denken die, sieht's bei uns aus. Je länger wir hier oben sind, desto größer wird die Versuchung, Geld auszugeben. Und genau darauf haben es die Tourveranstalter und Parkbetreiber abgesehen. Einmal oben angekommen gibt es nur einen Weg wieder runter und der befindet sich am anderen Ende dieses Vergnügungsparks. Jetzt klärt sich das Ganze auf. Die goldene Brücke ist im Prinzip das Lockmittel für uns. Eigentlich geht's um diesen Vergnügungspark hier, die Banner Hills. Ich brauche sowas nicht im Asienurlaub. Sie jetzt essen wir mal und ehrlicherweise dann würde ich lieber unter Palmen liegen oder am Strand als hier oben auf diesem Berg noch weitermachen oder? Ich habe genug gesehen. Gekauft habe ich eine Tour zur Golden [musik] Hands Bridge. Bekommen habe ich eine der aufdringlichsten Verkaufsveranstaltungen in der Geschichte von Achtung abzocke. Habe mich auf der Brücke mit hunderten Insta Junkys gedrängelt und dann war da noch der überfüllte Freizeitpark und das alles für 56 € pro Person. Zeit ein ernstes Wort mit denen zu sprechen, die mir diese überteuerte Abzocke verkauft haben. Schauen Sie noch mal, wir waren da heute in diesem Vergnübungspark und von dem ist hier überhaupt gar nichts zu sehen. Also gar nichts, das ist nur diese goldene Brücke. Kann ich helfen? Ja, wir haben bei Ihnen diese Tour zu Golden Handbringe gebucht gestern. Genau. Ganz kurz. Zuerst euer Guy Tony musst uns anlegen. Hier die Seitenfabrik. Ah, sie waren in der Seitenfabrik und das hat ihnen nicht gefallen? Ja, niemanden hat's gefallen. Üblicherweise geht jede Tagestour dorthin, damit nicht alle gleichzeitig hochfahren. Er hat uns erzählt, dass er die Tickets vorbereiten muss. Also ihr zwingt eigentlich den armen Mann zu lügen, denn wo steht hier irgendwas von Seidenfabrik und Shopping? Ja, ich weiß. Das ist, weil schau mal, wenn hier stehen würde Shoppingtour Vietnam, Shoppingtour Vietnam, dann kaufe ich eine Shoppingtour Vietnam, aber ich will keine Shoppingtour, kein Shopping, keine Seite, nur die Hügel. Ich weiß, es tut mir leid. Bitte, bitte, komm noch mal her. Fallen Sie nicht auf dieses Bild rein. Bei den Banner Hills [musik] geht's nicht um diese goldene Brücke, da geht's um den Freizeitpark. können Sie, wenn Sie wollen. Ich würde es ganz ehrlich sein lassen, weil mein Urlaub ist mir dafür zu schade mit lauter Instagrammer da oben rumz auf der anderen Seite vielleicht ist es ja auch ganz schön, wenn dann nicht so viel los ist. Vielleicht muss es ja auch gar nicht so teuer sein. Vielleicht geht es ja auch viel einfacher. Und vielleicht probieren wir das morgen früh mal. Ich habe deine Idee. Wer in Vietnam auf eigene Faust reisen will, sollte das mit dem meist genutzten Fortbewegungsmittel der Einheimischen tun. Ab 5 € pro Tag gibt es Roller zu mieten und man sitzt nicht eingepfercht im Touristenminus. Wir sind früh morgens unterwegs und erreichen das Gelände lange vor den überfüllten Reisebussen. Klar, die hängen alle noch in der Seidenfabrik fest. Wir hätten gern Tickets für drei Personen nach oben. Das macht 900 000 Dogen pro Person. Im Ticket enthalten ist die Fahrt mit der Seilbahn und der Eintritt für den Park. Pro Kopf zahlen wir umgerechnet 33 €. Wer auf die Brücke will, kommt nicht um den Freizeitpark herum. Die Tickets für Beseilbahn und den Park sind verknüpft. Alleine die Fahrt hoch und runter, die wird nicht angeboten. Schon mal der erste Vorteil. Wir haben ungefähr 5000 Leute, die nicht vor uns sind gefühlt. Wir sind fast die ersten. Mit guter Laune und ohne Shopping Stop geht's nach oben und dann endlich. Man wird wahrscheinlich nie ganz alleine hier oben auf der Golden Bridge sein, auf der Golden Hands Bridge. Man muss den Morgen abpassen und bevor die Millionen hier hochströmen. Und das ist genau der richtige Zeitpunkt, dieses Wunderwerk zu genießen. Ganz ehrlich, diesen Freizeitpark, den spare ich mir. Keine Souvenirs, keine Seide, kein Plimp. Einfach nur mal fast alleine den Moment genießen. Nun gut, auch dieser Moment ist nicht von Dauer. Schon kommen die ersten Reisegruppen. Eine nach der anderen trudelt ein und ich habe längst, was ich wollte. Also, wenn Sie beruflich Social Media mäßig unterwegs sind, ja, dann wäre das hier für Sie etwas. Das ist jeder Manns Entscheidung. Die Frage ist nur, muss das Ganze ganzen Urlaubstag kosten und vor allem dann am Ende des Tages auch so viel Geld? Ich weiß es nicht. Wenn Ihnen dieses Foto, aber dieses eine Foto auf der Brücke das Geld wert ist, dann bitte kommen Sie hier morgens früh. Um 8 Uhr macht der Park auf. Um 9 Uhr treten die Leute sich hier schon auf die Sandalen. Gleicher Name, andere Preise. Abzocke, die den Appetit verdirbt. Was meinen Sie? Zu teuer? Ja, ich wollte nur Hey, raus hier, verschwinde. Oh, da wird aber jetzt jemand sauer. Oh, oh, oh. Gleich für mein Team und mich geht es 30 km weiter in den Süden nach Heuan. Das Bild dieser Stadt ist geprägt [musik] von diesen kreisrunden bunten Boten, den Basketboats. Sie sind eine Touristenattraktion mit kulturellem Hintergrund. So ein bisschen Geschichte kann nie schaden. Und auch ich habe mich etwas eingelesen. Zur Zeit, als das hier noch französische Kolonie war, haben die Vietnamesen ein riesen Problem gehabt mit den Steuern auf ihre Boote und haben sich deswegen, schauen Sie mal, diese Körbe gebastelt, die nicht als Schiff galten, sondern halt als Körbe und das waren dann improvisierte Boote. Heutzutage ist es eine Touristenattraktion und das ganze noch in dieser wunderschönen Natur. So ein Basketboot, das ist ein Ausflugwert in der Natur, in einem kleinen Korb, über das Wasser. Eine einmalige Gelegenheit, die es so nur in Vietnam gibt und nach den vielen Menschenmassen der vergangenen Tage eine willkommene Abwechslung. Hallo, wir würden gern die Basketboat Tour machen. Sie meinen die Korpboote. Basketboot. Genau. Jetzt gleich. Was kostet denn? Wie viele Personen seid ihr? Vier. Dann sind es 400 000 € Wie ist so? Ich kann dir ein Video zeigen. Oh, sogar mit Video wird dir gleich gezeigt, was du kriegst. Natürlich täuscht. Du bist hier quasi alleine auf dem Fluss. Na ja, so zwei, drei Boote sind noch dabei und fährst durch diese wunderschöne Landschaft. 45 Minuten soll die Fahrt durch den Kokosnusswald bei Mau dauern. Das meine Lieben sieht wirklich idyllisch aus. Das wollen wir, ne? Machen wir. Okay. Sie wollen buchen? Ja. Vier Personen. Da freue ich mich drauf. Pro Person 350 000 Dong, umgerechnet 13 €. Kein Schnäppchen, aber eine einmalige Gelegenheit. Thank you very much. Ah, wir zahlen schon über 50 € dafür jetzt, was für die hiesigen Verhältnisse wirklich viel Geld ist. Also für 50 € da bekomme ich für uns vier mindestens zwei Abendessen. Aber die Natur und die Ruhe, die lasse ich mir das kosten, das ist es mir wert. Ursprünglich waren die schwimmenden Körbe Fischerbote und sind bis heute fester Bestandteil in vielen Familienbetrieben. Traditionell werden sie aus Bambus und Harz hergestellt. Die Schiffchen für uns Touristen sind zwar bunt lackiert, aber ihr traditioneller Scharm bleibt. Mit dem Taxi geht es zum 20 Minuten entfernten Anlegesteg. Oh, schau mal, wie schön das ist. Hello. In ein Korbot passen maximal drei Personen inklusive Fahrer. Das ist wirklich so nussschalenmäßig. Jetzt ist aber gemütlich. Der Kokosnusswald [musik] bei Mau entstand vor ca. Seit 200 Jahren als Einwanderer begannen, hier die Nip Palme, die sogenannte Wasserkokosnuss zu pflanzen. Im Laufe der Zeit entstand ein etwa 7 Hektar großer Wald im Wasser. Das war ja wirklich sehr schön bis jetzt. Und jetzt muss ich hier sagt sie eine Weste anlegen. Frag mich, warum war doch Ach du Scheiße. Ach, schau mal da. Was ist das denn? Wir sind jetzt ungefähr 3 Minuten hier durchgefahren und jetzt geht's in wirklich, also wirklich los. Schau mal da hinten. Ach du Ach, meine gute Stimmung geht über Bord. Mit der idyllischen Bootsfahrt [musik] wird's nichts mehr, denn unsere Fahrerin steuert direkt auf die Partywelle zu. So, und wer dachte, man fährt hier gemütlich durch die Natur. Ja, gemütlich ist es genau bis zu dem Punkt, wo die anderen 500 Nussschalen stehen und da geht's jetzt acht jetzt so viel zu Ruhe, das ist so ein bisschen wie Love Parade in der Kokosnuss gerade überall Lärms. Die sind geführte 400 dieser Basket Boats und oh, fünf verschiedene Lautsprechersysteme. Versprechen gebrochen. Das wurde uns im Reisebüro anders verkauft. Willst du mitfahren? Ich ja, aber kein Hut. Kein Hut. Was soll ich machen? Willst du mal probieren? Soll ich machen? Ja, ne? Und dass du deine Erholung beiträgt Gangam Star Gangst. Der lädt mich jetzt hier ein zu einer offenbar extra Tour. Yes. Yes. Ja. Was hat er jetzt vor? Also nur um noch mal. [musik] Was ist denn das jetzt hier? Entschuldigung, ich wollte hier eigentlich zur Erholung hin. Das ist jetzt [musik] dann doch ein bisschen was anderes. Okay. Thank you. Ist dann gut. Ist okay. Ist okay. Ja. So schön kann die vietnamänische Natur sein. Einfach mal genießen. In Ruhe. Alter Rband Gangam Star. Da bist du irre. Nichts wie runter von diesem kreiselnden Technoboot. Das ist ungefähr genau das, was ich nicht haben wollte. Hier gedacht war das als ruhige Fahrt [musik] durch die Natur und es endet hier in einer Party auf dem Wasser. Leute, das ist zu viel für mich. Na, wenigstens hatte mein Team etwas zu lachen. Jetzt gibt's nicht karaoke oder? Das ist Jetzt gibt's nicht wirklich Karaoke auch noch. Hör mir auf. Ach du Scheiße. Die schwimmenden Discussschalen sind hoffentlich das letzte Highlight. Das hier fühlt sich an wie der Ballermann, nur eben auf dem Wasser in Vietnam. Und der Trick ist natürlich, kein Mensch weiß, wo du hinfährst, weil einsteigen tust du nicht hier, wo es lärmig ist, sondern da, wo es noch schön ruhig ist. Du, wir haben normal über 50 € bezahlt für vier Leute. Das ist unheimlich viel Geld hier in Vietnam und ich bin fertig für ein Tag. Ich bin echt durch. Touristenabfertigung am Fließband mit [musik] Partyddröhnung. Mein persönlicher Urlaubshorror. Versprochen war und wir erinnern uns an das Video, was uns da in dem Reisebüro gezeigt wurde, eine entspannte Tour durch diese kleinen Kanäle. Klar, dass wir da nicht ganz alleine sind, das wissen wir schon, aber mit einer halben Million Boten und damit dieser Karaoke, nee, das ist ein Schocker und keine Erholung und wir haben über 50 € dafür bezahlt. Das muss es doch noch anders geben. Preiswerter und vor allem erholsamer. Lange suchen muss ich gar nicht. Ein paar Straßen weiter. Abseits der großen Touristenanlegestellen, an denen die Reisebusse ankommen, befinden sich kleine Familienunternehmen. Hello, Peter. Nett dich kennenzulernen. Kann ich bei Ihnen sowas wie eine private Bootstour buchen? Ja, nur für uns fünf. Ja, bitte ohne Karaokee. Ja. Ja, keine Party. Party und nicht so laut. Ja, versprochen. Oh, okay. Wie viel kostet? Pro Person sind es 110 000 Dong. Okay, das machen wir. Thank you. [gelächter] Mal, es kostet gar nicht so viel. Bisschen mehr als 4 € für die ganze Tour und das Boot zu einem looking for. Fre mich schon. Was wir jetzt erleben, ist wirklich eine verträumte und friedvolle Fahrt durch den Wasserkokosnusswald. [musik] Der kleine Familienbetrieb ist mit Leib und Seele dabei und der Fahrer zeigt uns die Natur [musik] von ihrer schönsten Seite. [musik] Oh, very nice, very good. Thank you very much. Und das ist eine frisch gefangene Aust zumindest die Schale gleich für meine Frau, die bekommt das beeindruckende Fingerfertigkeiten des Fischers statt schräge Karaoke Gesänge oder durchgedrehte Kunststücke. So habe ich mir das vorgestellt. Natürlich sind wir hier nicht ganz alleine [musik] und ein paar Kilometer weiter, ich weiß nicht, ob es zu hören ist, da lärmt der Techno so vor sich hin. Aber das hier ist uns eigentlich verkauft worden von dem Reisebüro. Ruhe und ein bisschen Entspanntheit in diesem schönen ja Kokosnusswald und auf diesem kleinen Boot, was ich wirklich recht romantisch finde, ganz egal, ob für die Familie oder zu zweit oder in diesem Fall hier alleine. Wir haben jetzt hier bezahlt gerade mal so 4 €. Das ist gemessen und verglichen daran, was das Reisebüro uns versprochen und verkauft hat in Bruchteil. Ein Drittel, um ganz genau zu sein. Und ganz ehrlich, lieber ernähre ich eine dieser Familien hier ganz direkt mit meinen Urlaubs Dong als irgendein Reisebüro, was mir ein Quatsch erzählt und deswegen werden wir da noch mal hin zurückkehren müssen, weil ihm muss es ja nicht passieren. Sie kennen ja unsere Sendung, sie wissen ja, wie es geht. Wer einen Urlaub in Vietnam plant, sollte Heuan unbedingt in seine Reiserute mit aufnehmen. Gerade in der Abenddämmerung bietet die kleine Stadt einen unvergesslichen Anblick. Bevor ich den allerdings genießen kann, muss ich mit der Mitarbeiterin des Reisebüros sprechen. Ich wollte noch mal ganz kurz das Video von den Boten sehen. Erinnerst du dich, was du mir gezeigt hast? Darf ich noch mal sehen? Genauso. Schau mal, hier ist mein Video. [gelächter] Wirklich? Ja. geht noch besser. Warte mal. Oh, viele Touristen. Ja, sehr viele. [gelächter] Und alle am trinken, betrunken, alle verrückt, überall. Party. Party. Oh mein Gott, dir hat's nicht gefallen. Dir gefällt es Party auf dem Basketboot? Viele Leute mögen das. Ja, aber ich habe ein anderes Video gesehen. [gelächter] Das liegt daran, dass viele Touristen aus Asien kommen und die wollen Show und Unterhaltung haben. Verstehe. Ja, besonders die großen Gruppen kommen hierher. Also die asiatischen Touristen lieben eher Party, richtig? Aber ich verrate immer was. Europäische Turis lieben eher die Ruhe und nicht Party, Party Party. Party, party. Also nächstes Mal, wenn Europäer hierher kommen, verkaufst du ihn einfach eine ruhige Tour, versprochen? Ja. Ah, übrigens zum besseren Preis. Hey, okay. Bye bye. Es ist ja dann häufig so, es gibt Abzocker und es gibt Abzockerlein. Ja, also ohne sie jetzt zu verniedlichen, sie hat uns das Dreifache bezahlen lassen und sie wusste ganz genau, dass wir da auf diese Partybotte kommen. Deswegen noch mal mein Tipp: Kaufen Sie am besten nicht hier im Reisebüro, sondern direkt bei den Familien da drüben. Bei Party gibt's auch zu Hause. Jetzt ist Urlaub. Mir ist noch ganz schwindlig von den sich drehenden Boten. Nee, ganz im Ernst, ich brauche mal ein bisschen Kulinarik, was Leckeres zu essen und genau dafür ist ja Vietnam bekannt. Lass uns doch noch eine andere Stadt besuchen. Wie wäre es denn mit Natang? Das kennen sie vielleicht so ausgesprochen nicht. Wir Deutschen sagen in den Katalogen Natrang. 500 km südlich von hier gibt es, ich verspreche es Ihnen, die besten Meeresfrüchte in ganz Vietnam. Auf geht's. Auf den Spuren des Vietnamkriegs. Die Touristenattraktionen, alles nur Staffage. Die Tunnel hier sind original. Die wurden nachgebaut für die Touristen. Offensichtlich. Schon klar. gleich. Die Anzahl an Fischrestaurants in Nang ist überwältigend. Fangfrische Meeresfrüchte wie Humann, Austern oder in Deutschland gar unbekannte Delikatessen gibt's hier zum Schnäppchenpreis. Das klingt nach einem Ort, der auf unserer Reise To-Do Liste steht. Was würden Sie für eine Pizza im Italienurlaub ausgeben? Also eine gute 20 € für einen ganzen Fisch in Griechenland. Ja, vielleicht auch. Und was würden Sie hierfür ausgeben? 50 €. Das wäre ein bisschen teuer für ein Urlaub, oder? Aber glauben Sie mir, wir, also das ganze Team, wir werden hier heute für diesen ganzen Tisch kaum mehr ausgeben. Also eine Familie zu viert ist hier zum Kantinenpreis, weil vor den Küsten Vietnams gibt es Meeresfrüchte und Fische satt und die kommen frisch auf den Tisch zum tollen Preis. Außer man erwischt den falschen Laden. Mit knapp 3000 positiven Onlinebewertungen von Einheimischen und Besuchern aus der ganzen Welt hat das [musik] Meeresfrüchterestaurant Tan Swang einen legendären Ruf. Tanchong Tanong. Also schöne ist dieser Name, den kann ich lesen. Schreibt t a n h s u o g. Ich habe mir jetzt gerade hier an der Rezeption mal sagen lassen, das spricht man Tong was ich zeig ihm einfach den Namen und der führt mich da schon hin. Danang also der Taxifahrer und der weiß sofort welches Restaurant ich suche. Einmal den Namen gezeigt und los geht die Fahrt. Die kulinarische Vorfreude ist doch die beste Sch, was ich hier schon alles sehe, was uns erwartet. Also in jedem Fall ist es frisch und wurde auch heute gesang gefangen wahrscheinlich gleich hier vorne. Also ich bin jetzt ich gehe ja gern essen sie ja auch im Urlaub oder ich bin bisschen aufgeregt. Von der etwas spartanischen Einrichtung lasse ich mich nicht abschrecken. Andere Länder, andere Sitten und wenn viele Vietnamesen das Restaurant frequentieren und empfehlen, kann es nur gut sein, oder? Hallo. Hallo. Wollen Sie Fisch? Ja. Seaf. Meeresfrüchte. Meeresfrüchte. Ja, klar. Komm mit. Ja. Und der Laden ist ja sehr berühmt, oder? Also, der Laden ist so berühmt, dass die sich quasi gar keine Karte schreiben müssen. Großartig. Ist vielleicht so seiten, aber wirklich sexy wird das ganze hier im hinteren Bereich. Da sind so Frischwasserbar mit Meeresfrüchten und Fisch. Das ist wie im Luxuskaufhaus. So. Und ich glaube, dahin will er mich jetzt mitnehmen, aber da komme ich gerne mit. Was für uns deutsche Touristen ungewohnt scheint, ist für die Vietnamesen hier Normalität und auch ein fester Bestandteil der Eskultur. Die Speisen kommen [musik] direkt aus dem Aquarium. Vor allem ein Zeichen für frische und die Qualität der Meeresfrüchte. Komm, komm zu mir, mein Freund. Ja, du solltest fasst das jetzt nicht an. Ja, okay. Das mag jetzt ein bisschen komisch vorkommen. Die leben noch, aber so muss es eigentlich sein. Das ist sensationell. So und dann hier alle Fische noch da. Das sind besondere Fische hier. Das sind Haifische. Scharkfisch. Scharkfisch. Ach. Und hier, das ist hier, also ganz kurz da hinten Hummer. Hier vorne frische Schrims. Hier alle Arten von Muscheln, Seeschnecken. Das ist ja sensationell. Wir bestellen sechs Austern, ein halbes Kilo Schrims und zwei Meeresschnecken als Vorspeise. Für den Hauptgang wählen wir 900 g Languste und 1,2 kg Steinbarsch. Puh, nur eine Frage. Hat einer von euch ein Preisschild gesehen da am Aquarium? Also im Netz steht überall, wie preiswert das ist, dass es sensationell preiswert sein soll. Da rechnet man mit so 20 € pro Person. Wenn das Netz das sagt, dann hat das Netz vielleicht diesmal recht. Der Preis allein ist nicht das entscheidende. Einige dieser Meeresfrüchte habe ich so in Europa noch nie gegessen, egal für welchen Preis. Austern, Seeschnecken, Schrims. Das, meine Lieben, ist die Vorspeise. Guten Appetit allen. Wir sind zu viert und wir alle tauchen jetzt ein in diese Genusswelt, die uns da wo wir herkommen, einfach nicht möglich ist. Das das kennen wir nicht. Mir fällt was auf. Nah zuu alle Besucher kommen mit dem Taxi oder einer Touristenri. Wir können es nicht genau erkennen, aber es scheint als dass einer der Mitarbeiter die Fahrer bezahlt, nachdem die Neuankümmlinge Platz genommen haben. Meine Kollegin Stella spricht und versteht Chinesisch. Genauer Mandarin. Beim genaueren hinhören fällt ihr auf, in dem Restaurant befinden sich kaum Vietnamesen, sondern vor allem Chinesen. Alles Touristen wie wir. Also, wenn du lokales Essen bekommst und es sitzt in dem Laden quasi kein lokaler, weil die wissen ja, was gut ist, dann weißt du, es könnte eine Touristenfalle sein und du ahnst es. Also ich ahne es gerade irgendwie. Excuse me. Entschuldigung, die Rechnung bitte. Ja. Ja. Okay. Thank you. Jetzt wird auch klar, weshalb keine Preisschilder aushängen. Für die fünf Gerichte, drei Bier und eine Cola, zahlen wir 3,28 Millionen Dong. umgerechnet 121 €. Also die Preissensation ist das jetzt nicht. So geht's auch der Frau vom Nachbartisch. Es stellt sich heraus, sie ist Australierin mit vietnamesischen Wurzeln. Sie hat die Speisekarte gelesen und ist stinksauer. Sie spricht uns an. Kann ich mir das mal ansehen? Und was meinen Sie? Zu teuer. Gut. Was? Ja. Ich wollte nur Hey, raus hier, verschwinde. Geh weg. Oh, da wird aber jetzt jemand sauer. Oh, oh, Leute, lass mal ein Stückchen. Geh mal weg. Geh mal weg. Geh mal weg. Die haben mich rausgeschmissen. Die haben sie rausgeschmissen. Also, was sagen Sie dazu? Sie haben sich ja angesehen. Ich weiß es nicht. Das ist eine Abzocke. Alle reden über das Tan, weil es berühmt ist. Schauen Sie hier das Restaurant. Fragen Sie mal den Taxifahrer. Wo ist? Ich habe einen Verdacht und zeige dem Mann das Restaurant aus dem Internet. Er sucht im Netz nach der Adresse. Bist dasselbe? Nein. Oh. [gelächter] Schau mal. Same, same but different. Ich glaube, wir waren einfach im falschen Laden. Kann das sein? Lass sie mal ganz kurz sammeln da vorne und bevor die uns hier auch noch irgendwie aus der Straße rauswerfen. Schnell weg. Komm. Wir sind ganz offensichtlich nicht in dem mit fünf Sterne bewerteten Laden, sondern in einem der das noch mal checken genauso heißt auf die Idee kommst du ja nicht. Ich würde gern zum Hofbreuhaus und dann mache ich eine Wurstbude auf, die heißt auch Hofbreuhaus und dann kommen alle hin, die Touris. Lass uns mal einen Tisch reservieren für morgen, wenn das geht in dem hier. Wir sind im falschen Laden gewesen. Der heißt doch aber so ist. Dies ein Fall von vietnamesischem Etikettenschwindel? Wir wollen es herausfinden. Erst einmal geht's zurück in Richtung Hotel. Da bin ich gerade im Kreis gelaufen oder was? Hier steht schon wieder Tan Swong. Also ich bin verwirrt. Offensichtlich gibt es mehrere Tanzions. Ist es eine Kette hier? An die Geschichte müssen wirklich noch mal ran, glaube ich. Schau mal, da steht's doch. Ich [musik] möchte einem weiteren Verdacht nachgehen. Dafür sehe ich mir unser gerade gedrehtes Material noch mal an, denn unseren Kameras entgeht nichts. Und da was in diesem Restaurant in Wirklichkeit passiert, hat unser Kollege Sebastian mal zusammengeschnitten. Während wir da saßen, liefen insgesamt vier, fünf kleine Kameras und das ist meine Pass ist mein dicker Rücken und dann hinter mir, ich habe den ja schon bemerkt, ist dieser Mann manchmal mit, manchmal ohne Basecap. Er geht zur Bar, holt sich Barg Geld und dann geht er hier zur Seite und bezahlt die Fahrer. Glauben Sie nicht, da wird der Taxifahrer bezahlt. Die kriegen Provision dafür, dass sie die Menschen dahinfahren. Ja, warum musst du das denn machen, wenn die Qualität so toll ist und der Preis stimmt? Richtig. Die Leute werden extra dorthingahren und keiner soll merken, dass man nämlich im falschen Restaurant ist. Stella, du hast nicht nur ganz so chinesisch, sondern du hast hier im Internet einiges gefunden und zwar jede Menge Einsternebewertungen. Das Restaurant scheint mit den Taxis verbunden zu sein. [musik] Der gefälschte Tanz Wong Shop. Betrug und Nachahmung, das doppelte der Essenspreise. Die Webseite des originalen Tang Restaurants gibt es leider nur auf Vietnamesisch. Die große Warnung auf der Startseite haben wir gerne übersetzt. Derzeit gibt es viele Restaurants, die sich als High Tanz ausgeben. Bitte informieren Sie sich sorgfältig, wenn Sie das Han Tanzor als Reiseziel wählen. Das heißt, das Original bittet uns Touristen, geht nicht zur Fälschung. Noch haben wir das Original ja gar nicht kennengelernt. Ich weiß, wo wir morgen Abend essen gehen, nämlich im echten Tan Swang. Der nächste Abend. Dieses Mal zeige ich dem Taxifahrer nicht nur den Namen des Restaurants, sondern die genaue Adresse. 20 Minuten dauert die Fahrt von unserem Hotel an den Rand der Stadt. Auf den ersten Blick ist klar, hier bin ich richtig. Merkst du was? Großer Unterschied. Hier sehe ich plötzlich Preistafeln. Na gut. Ah, ich würde sogar noch ein paar andere Sachen probieren, aber leider müssen wir heute genau das gleiche bestellen wie im anderen Laden. Auf zwei Ebenen verteilt ist dieser Laden zum bersten voll mit Einheimischen und wir mittendrin. Noch einmal gibt es fangfrische Schrimps sowie Austern und die Trichterschnecken als Vorspeise als krönenden Abschluss, der Fisch und eine riesenlanguste. Geschmacklich ist es alles absolut gigantisch, wenn man merkt, auch wenn wir das aus Europa kaum kennen, wie frisch das ist. Und nicht nur das. [musik] In Deutschland würden wir für dieselben oder zumindest ähnliche Gerichte deutlich über 200 € zahlen. Wie schade, das große Festm ist schon vorüber. Aber ich kann Ihnen sagen, mein Team und ich haben glaube ich fast noch nie, während wir diese Sendung drehen, so toll Meeresfrüchte und Fisch genießen dürfen. Das war ein Wahnsinn. von den Portionen vergleichbar mit dem anderen Restaurant vom Preis her. Hier kommt die Rech 2 Millionen 141 000 Dong 7920 gestern waren es hier über 120 €. Das ist ein massiver Preisunterschied. Wir sind abgezockt worden da drüben, wie so viele andere Touristen auch. Der Laden heißt aber wie der hier. Und warum ist es da alles anders? Fragen wir noch mal beim Chef nach. woran das liegt. Der Besitzer ist schnell gefunden und sogar gesprächsbereit. [musik] Chef, Chef, eine wichtige Frage. Warum heißt ihr Restaurant Tan Swang? Tan Swang. Das sind die Vornamen von ihm und seiner Frau. Wie heißt sie denn? Mein Name ist Tan. Ihr Name ist Tan und die Frau heißt Zong. Ja, genau. Aber das ist nicht ihr einziges Restaurant. Aha. Nein, wir haben insgesamt drei Leben. Das hier, eins ist direkt nebenan und eins ist auf der Insel drüben. Okay, aber weißt du was? Ich habe einen Taxifahrer gefragt und ihn gebeten, mich ins Tan Swong zu fahren. Er hat mich ins falsche Restaurant gefahren. Das liegt daran, dass die Fakes mit den Taxis zusammenarbeiten und die Fahrer bekommen Provision für jeden Gast, den sie bringen. Aber die haben ganz andere Preise, andere Qualität und vor allem anderen Fisch. Richtig. Ja, das muss ja ein riesen Problem für Sie sein, oder? Jemand kopiert euch hier einfach. Ja, sie kopieren einfach unseren Namen und ändern ihn minimal ab. Deswegen können wir sie nicht verklagen. Ja, und wie verändern Sie den Namen? Sie verändern die Farbe oder Sie verändern die Schreibweise? Dann wird es anders ausgesprochen. Die sind alle unterschiedlich. Also, wenn ich jetzt sage Tan Swong, dann könnten das fünf verschiedene Orte sein. Ja, genau. Ja, beim Tan und seiner Frau Swang. Genau. Daen Sie bitte Meeresfrüchte und Fisch, wenn Sie hier sind. Thank you very much. Das very nice. So, jetzt weißt du genau Bescheid. Nicht nur haben wir viel zu viel für unsere Meeresfrüchte bezahlt, wir wurden vom Taxifahrer vorsätzlich in den falschen Laden gefahren. Ein Laden, der mit dem guten Namen der Konkurrenzkasse macht. Es wird Zeit mit diesen Besitzern die dreiste Restaurant Plagiats Abzocke zu besprechen. [musik] Hallo mein Freund. Hallo mein Freund. Da bin ich wieder. Ja, ganz kurz mal, ich habe eine wichtige Frage. Wie heißt der Laden hier? Tanz. Tanzung. Ja, aber siehst du, das heißt anders. Es heißt Tanzung. Also, ich war im Tanzung. Nein, nein. Tschung. Ah, das ist ein Unterschied, wenn ich ein Taxifahrer frage, der fährt mich immer hierher und ich weiß auch warum. Ja, weil der Mann hier drüben bezahlt alle Taxifahrer, damit ich hierher gebracht werde. Ich war im echten Tanong. Hab die gleichen Sachen bestellt und habe über eine Million weniger bezahlt. Ich glaube, ihr klaut den Leuten das Geld hier. Das hier ist eine Touristenabzocke. Und noch was. Ich benutze ein Übersetzungsprogramm, um dem Mann folgendes und missverständlich mitzuteilen. Das ist ein überteuertes Restaurant und ihr lügt die Kunden an, denn ihr seid nicht Zung. Genau, das habe ich ihm gerade vorgelesen. Findst du lustig, ne? [gelächter] Die Vietnamesen lächeln das immer weg, wenn man so ankommt. Das ist ein bisschen die asiatische Freundlichkeit. Die Jungs, gerade der, der hier unten mit der schwarzen Kappe sitzt, weiß ganz genau, worauf wir hinaus wollen. Das hier ist die Kopie. fallen Sie auf sowas bitte hier nicht rein. Es gibt einen, ich gehe noch mal zu der Tafel, damit wir genau wissen, wie das sich schreibt. Und wenn Sie ganz genau hinschauen, dann sehen Sie hier so kleine Sachen wie diesen Punkt z.B. Bedeutet auf Vietnamesisch, dass sich ganz anders ausspricht. Ich kann das jetzt hier nicht reproduzieren, aber ich kann Ihnen sagen, dass das hier Abzocker sind und der eigentliche Laden Tanzong gibt's in der Art und Weise nur einmal im Internet. Da können Sie es übrigens googeln. Fallen Sie nicht auf die Kopien rein. Wer in Vietnam Urlaub macht, kommt [musik] um dessen jüngere Geschichte nicht herum. 20 Jahre dauerte der Vietnamkrieg. Fast 2 Millionen Tote. Er endete am 30. April 75 mit dem Einmarsch des nordvietnamesischen Viet Kong in die Südvietnamesische Hauptstadt Saon, heute Him City. Trotz ihrer militärischen Überlegenheit unterlagen die USA den Gerill Taktiken der Vietkong und ihrer Verbündeten. Kein Urlaub in einem Land, dessen Geschichte man nicht kennt. Dafür interessiere ich mich ganz besonders natürlich insbesondere hier in Vietnam. Und da gibt es noch viele Orte, die man gesehen haben sollte. Originalschauplätze des Krieges, die nicht ganz ohne Stolz von den siegreichen Vietnamesen, den Touristen gezeigt werden für viel Geld. Die Frage ist nur, ist das dann auch ein Original Kriegsschauplatz oder nur für uns Touristen gemacht? Die Innenstadt von Saon ist überset mit Tour angeboten zu den legendären Kuci Tunneln. Touristen sollen dort nicht nur die Reste des erhaltenen Tunnelnetzwerks besichtigen können, sondern angeblich auch einen Einblick in die Gerill Kriegsführung des Kong bekommen. Hallo, kann ich Ihnen helfen? Ja, wir interessieren uns für die Tunneltour. Wann wollen Sie gehen? Morgen. Ja, gern. Die Tunnel dienten als Versteck und Versorgungswege sowie als Wohn und Kampfeinrichtungen. Ich interessiere mich vor allem für die originalen Tunnel. Sind das die echten hier? Ja, das sind die originalen. Sie werden es dort sehen. Okay. Großartig, denn ich möchte nicht irgendein Fake erleben. Ich möchte schon das echte haben. Ja. Ja. Ja, so eine Geschichte kann man hier halt viel besser anfassen und erleben, als wenn man nur immer im Fernsehen darüber was sieht oder Bücher darüber liest. Am Original Schauplatz das entscheidende Stichwort und da bin ich morgen. Die Tour kostet insgesamt 3,68 Millionen Dong. Umgerechnet 136 € macht 34 € pro Teammitglied. Der nächste Morgen, pünktlich um 7 Uhr holt man uns im Hotel ab. Die zugänglichen Tunnelsysteme liegen 40 km nördlich von Hochiminstadt. [musik] Nach knapp 3 Stunden sind wir am Ziel. Thank you very much. Okay, Gruppe, wenn ihr die Broschüre öffnet, könnt ihr sehen, dass es zwei Schauplätze gibt. Heute sind wir in Benin. B E N D I N H. Der andere ist 14 km weiter weg. Der ist hauptsächlich für einheimische und vietnamesische Touristen. Also immer interessant, dass ich vorher schon erfahre, dass es irgendwo noch einen anderen Tunnel geben soll, wo angeblich nur die lokalen, also nur Vietnamesen sind und nur hier sollen wir Touristen hin. Das macht mich schon neugierig, aber nicht auf den Or, sondern auf den anderen. Das Tunnelsystem hatte eine Länge von 250 km auf drei Ebenen. Ganze Städte mit Krankenhäusern und Schulen befanden sich unter der Erde. Die größte Herausforderung für die US-Stitkräfte war es, die Eingänge zu finden. Wie schwierig das war, zeigt uns der Guide. Die Cucji Tunnel schützten nicht nur vor Luftattacken, sondern dienten auch als Basis für Überraschungsangriffe. Hier können Sie eine der Bambus fallen sehen. Das Angebot hörte sich nach einer historischen Erfahrung an, aber allmählich bekomme ich das Gefühl, in eine klassische Massentourismusveranstaltung getappt zu sein. diese Gerill Orte und im Hintergrund dazu hörst du das? Ja, das sind Schüsse. Und das kommt nie aus dem Lautsprecher. Das gibt noch ein Kom, ich glaube, da hinten wird irgendwo wirklich geschossen. Wahrscheinlich für Geld. Wahrscheinlich sind das Touristen, die da rumballern. Aber das gibt der ganzen Sache natürlich diesen echten Soundtrack, den man sonst aus Filmen kennt. Natürlich, jede Nation hat ihre eigene Betrachtungsweise zum Thema Krieg. Unsere Deutsche ist zum Glück wegen der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs eine besondere. Also, wir haben jetzt mindestens sechs andere Touristengruppen vor uns und das macht natürlich jetzt irgendwie bisschen weiß gar nicht zu welcher Gruppe ich gehöre. Bekleidete Plastikpuppen, Stationenlauf der Tourimassen. Mir wird immer klarer, diese Form des Erinnerns mag ich nicht. So, zum Glück sind wir jetzt ein bisschen weg von den anderen Gruppen. Ganz ehrlich, hörst du das? Ein alter amerikanischer Panzer animiert einige Touristen zu einer fröhlichen Kletterpartie. Der Panzer ist zweifelslos echt. Und die Tunnel, sind sie das auch? [musik] Diese Tunnel hier, die wurden nachgebaut. Oder sind das die echten von damals? Was sind die nur für hier gebaut worden? Das hier ist die originale Gegend, aber die wurden nachgebaut. Ah, jetzt verstehe ich's. Ja, die wurden für die Touristen nachgebaut. Ja, offensichtlich. Schon klar. Ist schon klar. Wir wurden also angeschwindelt. Im Reisebüro hat man uns die Originaltunnel versprochen. Man muss aufpassen, dass man nicht in der falsche Gruppe gerätt. Hier sind so viele 100 Leute unterwegs im Dschungel. Alter Mann, geh weg. Ich Das ist nicht schön. Wenn ihr schießen wollt, geht das auf der rechten Seite und auf der linken Seite könnt ihr sitzen und rauchen, etwas essen oder trinken. Ja, da würde ich ja lieber rauchen als schießen. [gelächter] Hier wird mit Kriegkasse gemacht. Für umgerechnet 20 € kann man mit Waffen rumballern für den Realitätskick. Echt ein Alter. Ja, also offensichtlich gehört sie zum Konzept dazu, dass der Krieg eben nicht nur gezeigt und besprochen und dokumentiert wird, sondern eben auch auf eine Art und Weise gelebt wird. Ich weiß nicht, wer darauf noch steht, wenn er das hier alles gesehen hat, sich hier eine echte Waffe zu stellen und dazu schießen. Ganz schwierig, finde ich das. Genau. Und das hat natürlich auch dann nicht irgendwo, sondern genau da, wo der Krieg stattgefunden hat, ist ja eine so abwegige Vorstellung. zwischen Souvenir Tops, Colabuden und diesen äh äh äh Tunneln Leute schießen zu sehen. Eigentlich sollte so etwas ja abschrecken. Für viele ja habe ich aber den Eindruck, ist es eher so Entertainment. [musik] Und dann geht es in die Tunnel. Wir Touristen passen da bequem durch eine Attrappe für wohliges Bunkergruseln. Also dieser Tunnel z.B. der hat damals gar nicht existiert. Der wurde nur für uns Touristen gebaut. Ja. Ah, okay. Die originalen Tunnel waren nämlich gerade einmal 80 cm hoch und [musik] rund 60 breit. Also noch mal, ne? Also hier ist kein vietnamesischer Soldat irgendwie lang kein Wettkong. Das hier ist alles nur für die Touris gebaut, auch viel höher als damals. Für ein Gefühl ist es gut. Historisch ist es natürlich alles Theater, was hier passiert, ne? Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber angemessener und sensibler Umgang mit Leid und Krieg sieht für mich anders aus. Und genau das ist es. Hier steht's im Prinzip noch mal Restaurants, Shooting Range, das ist der Schießplatz, ein Souvenir Shop, das ist alles, was hier äh über den Vietnamkrieg so zu erfahren und zu spüren ist. Das ist halt touristisch. Der wird mir natürlich abgezockt. Das muss es, wenn wir schon mal hier sind, natürlich auch anders geben. Die Touristenführerin hatte doch von einem Ort gesprochen, eher für Einheimische. Genau da fahre ich mit meinem Team am nächsten Morgen hin. Dafür haben wir einen kleinen Turbus [musik] inklusive Fahrer organisiert, der uns nonstop nach Ben Duck bringt. Das erste, was mir mal auffällt, ist hier ist fast niemand. Das muss kein schlechtes Zeichen sein. Hello. Was kostet für eine Person? 125 000 Dong. Nur ja. Oh, gut. Nur 5 € bezahlen wir für den Eintritt. Welcome to the Gucci Tunnels. Keine penetranten [musik] Tourgeids, keine respektlosen Touristenhorden und vor allem kein Geballere im Hintergrund. Hier wird es wirklich greifbar. Hier materialisiert sich sozusagen die Niederlage der US Army in dem Fall der Air Force. Natürlich ist es ein Ort, an dem die Vietnamesen ihren Sieg feiern. Für mich als Betrachter und Besucher ist aber hier der entscheidende Unterschied schon bevor wir überhaupt reingehen. Die Waffen sind da, wo sie hingehören. Verschlossen, verriegelt und nicht für Turis zum rumballern. Und dann nähere ich mich dem Ort, den ich die ganze Zeit schon sehen wollte. Das hier ist echt. Ja, aber wir mussten die Tunnel ein wenig vergrößern. Vergrößert? Ja. Ungefähr 50%. Aber vor 60 Jahren ist dein Opa hier durch, oder? Ja, der ist hier durch. Das ist der originale Tunnel und das ist ganz entscheidend. Bisschen erhöht und größer gemacht für uns Touristen. Da wird dem vietnamesischen Körperbau nicht ganz entsprechend. Aber dieses Gefühl jetzt in den echten Wirt Kong Tunnel zu steigen, das ist schon was anderes als da drüben. Es ist hier sozusagen eine geheime Küche mit Wasser, was hier tief unter der Erde rausgeholt wurde. Das ist echt mal, das haben sie nicht für Turis gebaut, das ist ganz klar. Ein Leben im Krieg unter der Erde verlangte Entschlossenheit. und Durchhaltevermögen. Schwer vorstellbar, aber hier bekomme ich einen ersten echten Eindruck davon. So und genau das ist was ganz anderes als vorhin. Was ganz anderes. Zumü habe ich das hier auf. Es bekommt man gissen beklemmendes Gefühl. Man weiß nicht, ob rechts oder links. Die meisten von uns kennen vor allem die amerikanische Perspektive auf [musik] den Vietnamkrieg. Dies hier ist die Vietnamesische, greifbar und deswegen bedrückend, vor allem aber am Originalschauplatz. Natürlich ist es derselbe Dschungel, ein paar Kilometer nur weiter, Hitze, wie man merkt, aber ist ein ganz anderes Gefühl. Das sind und das glaube ich all den, die es uns jetzt gesagt haben, die echten Tunnel von Kucin. Und dieser Ort ist ein wirklich wichtiger Teil der vietnamesischen ja der Weltgeschichte. Hier konnte ich mir ein authentisches Bild von den Bedingungen machen, unter denen der Wet Kong lebte und kämpfte. Der Ben Drog Memorial Tempel wurde [musik] als Gedenkstätte für die über 44 000 Menschen errichtet, die in der Region Kuchi ums Leben kamen. Also was dieser Krieg, dieser grausame, völlig unsinnige Krieg mit der amerikanischen Volkseele gemacht hat, das haben wir nun alle in vielen Filmen, Liedern, Büchern schon mitbekommen als Mitteleuropäer. Aber was das mit den Vietnamesen gemacht hat und was der Sieg für sie bedeutet, das bekommt man nur an diesem Ort in ganz Vietnam so zu spüren. Den Anlagen von Bend Duck. Ob authentisch wie hier oder mit Baller Action für die Massentouristen. Was den Krieg betrifft, hat sich Vietnam auf jeden Touristenwunsch [musik] eingestellt. Ob den Vietnamkriegstunneln von Kui über den Wolken, im Freizeitpark von Bard in kreiselnden Technurboten oder in Restaurantraubkopien. Ganz ehrlich, die Abzocken in Vietnam sind bunt und schrill. Dabei ist das Land ja eigentlich bekannt bei Gomes und kulturbeflissenen Reisenden, jetzt auch bei uns Sparfüchsen. Wenn Sie es richtig angehen, kann der Urlaub hier zu einem der schönsten unter der Sonne Asiens werden. Versprochen. Kaum zu glauben, aber auch im Land der aufgehenden Sonne gibt es Schattengestalten, die Touristen abzocken. Ich bin Peter Giesel und heute [musik] Urlaubsbetrügern in Japan. auf der Spur. Ich will nur einen kurzen Schlummertrunk in Downtown Tokyo und bekomme St. Pauli Japanstyle. Du kommst hier rein [gelächter] und dann zahlst du und zahlst du und zahlst du. Können wir noch einen Drink bestellen? Ich will ein echtes scharfes japanisches Küchenmesser und bekomme ein stumpfes Werkzeug, das eigentlich aus jeder Küche verbannt werden sollte. Ach du Scheiße, dieses Messer habe ich vor einer Minute ausgepackt und jetzt passt mal gut auf. Siehst du das hier? Mit meinen Gesangskünsten will ich big in Japan werden, aber die Karaoke Bars in Tokyo und Osaka treiben mich fast in den Ruinen. Das ist hier schon echt so ein billig karaoke. Ja, weil es denen hier nicht ums Karaoke geht. Die wollen, dass wir saufen. Das mache ich nicht mit, oder? Schweinchen Otter und noch viel mehr Tiere, die von Ladenbetreibern ausgebeutet werden. Was zur Eule ist den japanischen Tiercaffees los? Also, das ist jetzt hier, der hört mein Spaß irgendwie auf. Schweine. Okay, bei den Ottern hatte ich schon Magenschmerzen, aber bei den Eulen jetzt gibt viele gute Gründe für eine Reise nach Japan. Das Land kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schreine, Tempel, Paläste zeugen noch heute von den Kulturen Fehlerepochen. Kulinarisch ist Japan eine Offenbarung. Sushi, Koberint und Sake sind nur einige der Köstlichkeiten, die hier erfunden wurden. Die Menschen sind unglaublich freundlich. Jeder Tourist ist das spüren wir an jeder Ecke. Kichiwa aus Tokyo. Herzlich willkommen im Land der aufgehenden Sonne. Wir sind zum ersten Mal mit unserer Sendung in Japan. Es werden sich fragen, was machen die in einem Land mit einer der wahrscheinlich niedrigsten Kriminalitätsraten der Welt? Gibt's hier überhaupt Abzocken? Seien Sie sicher, wir haben welche gefunden. Wenn Sie sich fragen, Japan, ist das so weit weg und so teuer? keineswegs. Sie werden sich wundern, wie preiswert alles hier in Tokyo und generell in Japan ist. Also, machen wir uns auf eine wilde und bunte Reise nach Tokyo, Osaka, Kobe und Kyoto. Herzlich willkommen in Japan. Japan, das ist doch viel zu teuer für mich. Diesen Satz können Sie getrost vergessen. Die Schwäche der japanischen Währung des Jens [musik] macht das Land für uns zum absoluten Preisparadies. Besonders in diesem Jahr hin und Rückflug von Frankfurt nach Tokyo gibt's für Frühbucher schon ab 500 €. Zur gleichen Reisezeit kostet ein Flug nach Bangkok mindestens 100 € mehr. Auch vor den Hotelkosten müssen wir uns nicht fürchten. Im Gegensatz zu Mallorca z.B. beginnen Preise für ein vier Sterne Doppelzimmer in Japan nicht erst bei 130, sondern bereits bei 60 €. Besonders günstig ist hier das Essen, egal ob im Imbis an der Ecke oder im Restaurant. Ein Lunch kostet in Japan selten über 10 bis 12 € pro Person. Kein Scherz. Einzelne Sushi Portionen gibt es schon für 50 Cent. Eine ganze Abendplatte Royal für 15 €. Dazu ein Bier für zwei. Wo gibt's sowas noch? Kurz, Japan [musik] ist mein ganz persönlicher Preis Geheimtipp für Sie. Das Land gehört zu den sichersten der Welt. Aber wo 12 Millionen Touristen auf 36 Millionen Einwohner im Großraum Tokios [musik] treffen, da gibt es sicher auch Abzocker. Wir zeigen ihnen, was Sie hier besser lassen, aber auch was Sie unbedingt tun sollten. Viele Tokyo Neulinge verschlägt es zuerst nach Kabukicho. Ein echtes Szeneviertel mit Clubs, Bars, Pups und Restaurants. Praktisch jeder Reiseführer empfiehlt Nachtschwärmern diesen Kies. Und auch die örtliche Polizei hat eine klare Empfehlung per Lautsprecher. Das ist eine Durchsage der Shinjuku Polizei. In dieser Gegend gibt es Kobra und Einrichtungen, die Kunden zu hohe Kosten in Rechnung stellen. Das ist eine ganz wichtige Nachricht. Dort wird nämlich auf Chinesisch, Japanisch und vor allem auch Englisch vor Menschen gewarnt, die uns Touristen in Etablisss und in Bars reinziehen. Sogenannte Tuts, würde man auf der Reerbahn Kober nennen. Warum das da so tönt, das will ich Ihnen gerne zeigen. Und auch was passiert, wenn Sie es überhören und trotzdem drauf reinfallen. Vor fast allen Bars locken Promoter Touristen mit All You Can Drink [musik] angeboten. innerhalb einer Stunde trinken so viel man will. Ich höre mich um, merke aber schnell, hier geht's eigentlich um was ganz anderes. Wir haben Drinks und Ladies aus Brasilien, Kolumbien, Getränke. All you can drink für eine Stunde. Wer in Tokyo feiern will, kommt hierher. Was für Parys das werden, ist leider auch nicht zu übersehen. In so gut wie jedem Laden wartet leicht bekleidete Gesellschaft und die Promoter tun alles, um die Touristen anzulocken. Was ist das für ein Ort? Stripclub. Süße Brüste und freie Drinks. Ah, nee, danke. Ich will mit den Kollegen nur ein paar Bierchen trinken, ohne mir über die Preise Gedanken zu machen. All you can drink ist das, wonach wir suchen. Na, Mann, was geht? Wir gehen gerade was essen. Wie wär es mit einer japanischen Mädelsbar? Na, das brauchen wir nicht. Okay, dann habe ich noch was Besseres. Glaube ich dir. Aber Essen reicht. Plötzlich steckt mein Kollege Peter in Schwierigkeiten. Es kommt zu Handgreiflichkeiten vor einer Bar. Ich muss dazwischen gehen. Ich war auf Toilette. Ja. Und haben wir gesagt, Order und ich muss echt dringend pinkeln. Ja. Und habe ich gesagt, okay, wir können ja ein Bier trinken hier oder? Ja. Bier. Und jetzt sagen sie, ich soll jetzt 60 € bezahlen. 60 € fürs pinkel. Moment mal € für pinkel. Okay, du hast uns let's be so we can go. 60 € für einen Toilettengang. Ein Zwangsbier zur Versöhnung erspart uns die teuerste Pinkelpause der Achtung Abzockergegeschichte. Ja, eigentlich suchen, sind diese hier überall angepriesenen All you can drink Etablissms geht gleich los, deswegen lass ich die Hälfte von dem Bier gleich hier stehen. Trotzdem pr, wir haben die Gemüter gekühlt. Wir suchen weiter. Ein All you Can Drink Angebot, aber bitte ohne weibliche Begleitung. Sir. Hallo, Sir. Wie wär es mit einer guten Zeit in der Happy Lounge Bar? Lach. Happy Lounge Bar. Aber bitte ohne Damen. Ohne Damen. Nur Bier trinken. Nur Getränke. Wie teuer ist es denn? Ein All You can Drink Angebot. Ja, nur All You can. Wenn du eine Stunde lang All You can Drink möchtest, kostet es 3000 Jennen pro Person. 3000 für eine Stunde? Ja, eine Stunde. So viel es geht. Das hört sich noch am guten Angebot an. Ist es unmissverständlich. No girls, so das Versprechen, [musik] keine Damen. Für 18 € pro Person eine Stunde trinken, so viel wir möchten. Ich zahle 2 3 2 Das ist jetzt einer. Das ist ohne Limit. Bier, Whisky Cocktails. Nicht übertreiben, aber für 18 € jetzt mal eine Stunde alles trinken. Wir Whisky Cocktails, alles was ihr wollt. Das machen wir mit. Ja, okay. Alles außer Champagne. Umgerechnet sind wir 60 € los geworden. Wenn die Lautsprecheransage der Polizeirecht behält, dann ist das erst der Anfang eines teuren Abends. Wir erinnern uns, in dieser Gegend gibt es Kobra und Einrichtungen, die Kunden zu hohe Kosten in Richtung stellen. Also, wir sind jetzt alleine in dem Laden. Das macht mich normalerweise ja dann immer ein bisschen nervös, aber nun gut, ist ja auch noch früh am Abend. Wir sind die einzigen drei Männer hier. Drei Damen arbeiten da vorne und ganz ehrlich, 18 € pro Person für eine Stunde trinken dürfen, was man möchte, ne? Also auch die teuren Sachen. Mal gucken, was es hier alles gibt nach dem Begrüßungspieren. Das finde ich sehr fair. Unsere erste Runde ist schnell da und die haben wir auch bestellt. Im Gegensatz zu den Damen, die sich dann doch ungefragt zu uns gesellen. Aus No Girls wird Two Girls. Da sitzen wir alle zusammen. Alle zusammen. Wir sind mittlerweile ein paar mehr geworden. Ja, genau. Hallo, wir stehen unter Dauerbeobachtung, deswegen muss ich die Runde verlassen in Richtung stilles Örtchen für ein Zwischenfazit. So, meine Lieben, ich ziehe mich jetzt hier mal zurück auf die Toilette mit euch. Natürlich ist es offensichtlich dann doch keine normale Bar und diese Damen haben sich ganz schnell zu uns gesetzt. Ratze Fratze waren die da und jetzt geht die Nummer nämlich los. befürchtigt. Bis jetzt haben wir nur diese 18 € pro Person bezahlt. Äh, aber ich glaube, jetzt wird's gleich teuer. Kaum habe ich wieder Platz genommen, kommt die Dame zur Sache. Können wir mittrinken? Ihr wollt mittrinken? Ja. Ich schätze mal, das ist dann nicht inklusive in unserem Angebot, oder? Was hättet ihr denn gerne? Wir trinken Champagner. Oh, wow. [gelächter] Bevor ich zustimmen kann, ist sie auf und davon. Shampoos holen. Sag euch mal, wie es ist. Da gibt's die Barb und dann ist hier die ganzen Tonic super Getränke, alle anderen Sachen, die es hier sozusagen auch im Angebot gibt. Und dann gibt's die meisten hören dann auf zu blättern. Ich nicht, weil dann gibt's die Seite mit den Getränken für die Angestellten hier STF Drinks und da gibt's natürlich die normalen hier 2000, das wollen die natürlich auch was haben die Mädels, aber die haben sich gleich den Champagne ausgesucht für 5000. Das sind 30 € pro Glas. Bei zwei Damen meine ich den Preis für diese Runde jetzt schon zu kennen. [musik] Wir sagen Prost und gleich pleitung. Ja, auf Kabel 1 und unsere Ehefrauen, die uns das hier sicher verzeihen werden. Kann ich mich zwischen euch setzen? Oh ja, warum? Klar, schließlich ist außer uns niemand im Laden, den sie abzocken könnte. Durst hat auch sie. Die Stimmung der Damen steigt genauso wie unsere Rechnung. Dabei hatte ich am Eingang klar gesagt: "No girls, no ich sag ihm eigentlich nicht diese Art von Damenbas. Du wolltest keine Mädels, bist aber doch hier. Wie ist das passiert?" Na ja, weil der Mann auf der Straße mir versichert hat, dass das hier eben nicht so ein Damenladen ist. Aber so läuft's hier, ne? Richtig. Du kommst hier rein. [gelächter] Er erzählt dir ein Quatsch unten und dann zahlst du und zahlst du und z. Und bitte, wir sind für Sie hier, damit ihnen das nicht passiert. Können wir noch einen Drink bestellen? Kommt, lass uns einen letzten trinken. Nee, wir müssen gehen. Sie versucht noch mal. Und jetzt ist Schluss. Bevor die Rechnung kommt, verlassen uns die Damen. Klar, bei uns ist jetzt nichts mehr zu holen. Weder Shampoos noch Kohle. Und dann stehen sofort alle auf und ist wieder unter [musik] sich und es ist auch gut so. Und wie teuer wird's jetzt? Unsere Getränke sind ja per All You Can Drink Paket abgegolden. Zahlen müssen wir die Zeche der Damen. Wo steht da jetzt? Ich kann nicht lesen. 19500, also sind wir 120 €. Kann ich mit Karte zahlen? Hast du es im Bar? Wir haben hier gerade kein Lesegerät. Aber wir haben nur Karten dabei. Ihr könnt den Bankautomaten benutzen. Bankautomat? Habt ihr einen hier? Nein, aber hier ist einer in der Nähe. Nicht weit? [musik] Also ab zum Geldautomaten. In Begleitung versteht sich. Gesamtkosten knapp 180 €. Mal hören, was mein Freund der Türsteher zu unserem angeblichen damenfreien Besuch zu sagen hat. [musik] Hallo mein lieber, mein Freund. Danke dir. Ich schätz dich, Mann. Ja, aber hät mir schon vorher sagen sollen, dass man uns da drin abzocken wird, oder? [schreien] Nein, ich habe euch gewarnt. Ich sagte doch, bleibt draußen. Ihr wolltet aber in eine Bar und jetzt ist es wie es ist. Was für ein Quatsch. Es ist und bleibt viel zu teuer. Statt 60 € für drei Personen zahle ich 120 und Topen [musik] drauf. Wie viel war's? 19500 Yen. Ich kann dir gerade nur 20 000 geben. Se wir mal ehrlich. Das ist doch eine Masche, was ihr hier macht, oder? Ihr wartet da oben, der gerade auf der Straße logt uns rein mit einem Lockangebrot pro Stunde und ihr verdreifacht dann die Rechnung noch mal. oder? Na, man muss ja irgendwie Geld verdienen und Rechnung zahlen oder? Man verdient immerhin mehr als in einem Bürojob. Aber ich glaube mal, du solltest den Beruf wechseln. Mache ich bald. Es fällt mir schwer, ihr das zu glauben. Wer die Promoter auf der Straße ignoriert, stellt schnell fest, in den Bars und Pups hier in Kabukicho kann es auch ehrlich und preiswert zu gehen. Lassen Sie die Lockangebote also einfach links liegen und vertrauen Sie ausnahmsweise hier in Japan den Preisen auf den Tafeln. Übrigens, Trinkgeld gibt man in Japan überhaupt gar nicht. Bekommt jeden einzelnen Yen wieder. jeden einzelnen Jen. Wir haben dafür gerade mal 600 bezahlt. Das sind umgerechnet 3,60 € für ein frisch gezapftes Bier. Toll, oder? Und nichts anderes sollten sie auch tun. Nicht reinfallen auf irgendjemand, der ihn hier sagt: "Happy Hour". Auf jemand, der ihn sagt: "All you can drink." Das sind alles Fallen, die sie sehr, sehr viel Geld kosten werden. Japan ist sehr preiswert, viel preiswerter als ich vor unseren Dreharbeiten hier gedacht hätte. Gönnen Sie sich ein Bierchen oder ein Saker oder was auch immer. zu ein kleinen Preis, aber bitte geben Sie ihr Geld nicht hier aus und darauf ein herzliches Kamp. Mythos japanische Küchengeräte. Warum Messer nicht gleich Messer ist. Achtung, stumpf. Ach du Scheiße. Dieses Messer habe ich vor einer Minute ausgepackt und jetzt passt mal gut auf. Siehst du das hier gleich? Tokyo ist mit rund 37 Millionen Einwohnern im Ballungsraum die größte Stadt auf der Erde und voller Sehenswürdigkeiten. Der Asakusa Schrein, der Mai Schrein, der Kaiserpalast mit seinen Parks, der Skyree und und das Problem Tokyo ist gigantisch, laut und überfordert Neuankümmlinge [musik] schnell. Japan Neulinge buchen deswegen oft online eine geführte Bustour. Die Haupthighlights an einem Tag erkunden. Genau wie hunderte Touristen es täglich tun, buche ich mir das auch per Smartphone. Eine Schnäppchentour ist es nicht gerade. 112 € pro Person, das heißt zu dritt sind wir hier bei 340 fast. Echt wollen wir das wirklich machen, aber es bleibt einem. Andere Option hat man nicht. Also ab dafür. Oh, der Veranstalter verspricht die berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ist es sinnvoll, die alle an einem Tag abzuhaken? Wir werden es herausfinden. Pünktlich wie fast alles in Japan startet meine geführte Toky Tour. Und sowas haben wir noch nie erlebt bei Natur. Schau mal, da ist das ganze Programm mit jedem einzelnen Stop vorher schon laminiert und angegeben. Überraschend wird es jetzt nicht. Du weißt von Minute zu Minute, was passiert. Sehr japanisch. Die Organisation ist vorbildlich. Der Bus rollt durch den dichten Stadtverkehr und schnell wird klar, dass wir hier viel Zeit verlieren werden. Alleine die Fahrt zum Majchreien dauert 60 Minuten. Eigentlich genug Zeit für ein paar Hintergrundinformationen der Reiseführerin. Kommt, da gibt's fast ke folgt der Flagge und versucht bei mir zu bleiben. Wenn ihr die Flagge und rote Haare seht, dann bin ich da. [gelächter] Vor dem Schrein stehen leere Sagfässer, die zu Ehren des Kaiser Mejis gespendet wurden. Das erfahre ich von der Informationstafel, nicht von unserer Fremdenführerin. Ich wollte immer schon mal hinter so einer Fahne herlaufen, wie das ja die Japaner bei uns auch tun. Ich frage mich dann immer, was solche fremdenführer erzählen. Ich kann es Ihnen verraten. Eigentlich all, was hier vorne auf der Tafel auch noch mal detailliert steht. Aber von der müssen wir jetzt schon wieder weg. Wir haben ein straffes Programm. Über den Schreien selbst habe ich noch gar nichts erfahren. Nicht mal, dass er zu Ehren von Kaiser Mai vor rund 100 Jahren errichtet wurde. Also, ich gebe euch etwas Zeit zum Beten. Wir treffen uns also in 10 Minuten wieder hier. Immerhin beten. Lieber hätte ich ein bisschen Hintergrundinformation bekommen. Schließlich steht der Schrein inmitten eines 170 Hektar großen Waldes. Leider reichen meine Zeh Gebietsminuten nicht für ihn. Also so einen Shinto Schrein, nicht Tempel, ein Shinto Schrein muss man in Japan besucht haben und es schadet überhaupt nichts hier den ein oder anderen Wunsch dazulassen. Um Geld bittet hier niemand. Glück. Gesundheit, Frieden lese ich auf fast jedem Schild. Es geht weiter. Der nächste Halt, der Kaiserpalast. Der halbstündige Transfer bleibt völlig informationsfrei. Dreieinhalb Stunden sind wir jetzt schon unterwegs und dann stehe ich vor der Kuzonoki Massachige Statue, ein Samurai aus dem 14. Jahrhundert. Ein kleines Foto und weiter geht's. Nicht nur wir geraten in Eile. Ich habe doch keine Zeit hier was zu drehen oder mich mal darauf einzulassen oder hier mal zu verwein. Unsere Fahne ist immer weiter weg. Schau mal, die ist schon wieder fast 100 m. Nee, es ist echt keine Zeit mehr. Doch, ich nehme sie mir. [musik] So, mein Selfie habe ich gemacht. Ja, ja, ich komme ja schon. Meine Güte, immer dieser Fahne. Der Palast selbst ist nur mit einer Extraatur Tour zu besichtigen. Für die frei zugänglichen Gärten bleibt mal weder keine Zeit. Das nächste Ziel auf meiner Tempotour ist der Asakusa Schrein. Dort angekommen [musik] sollen wir uns umsehen alleine [musik] und jetzt genau fühle mich natürlich ein bisschen hilflos hier vor dem Asschreien weiß ich nicht wo was ist und würde gerne viel mehr erfahren als nur die Abfahrszeit vom Bus. Aber hier merkt man es man sozusagen in dem religiös spirituellen kulturellen Zentrum Tokios. Dann stehst du da als Tourist und gleich kommt der Bus. Diese Rieten und ihre Geschichte bleiben für mich zumindest heute [musik] ein Rätsel, leider. Ich kann nur ein paar Fotos machen auf die schnelle und alles ganz kurz auf mich wirken lassen, dann geht es weiter. Dieses Gefühl, ich muss hier noch mal wiederkommen, wenn ich eigentlich auf einer Stadtrundfahrt bin. Das ist doof. Weißt, ich meine, das ist blöd. Mit diesen Eindrücken bleibe ich mir selbst überlassen und meine Zeit im Schrein ist leider richtig schon wieder vorbei, denn auch für diesen Stop werden nur 30 Minuten eingeplant, viel zu wenig. Als nächstes Ziel wartet der Skyree mit 634 m das dritthöchste Gebäude der Welt. Das Ticket ist in meiner 112 € Tour inklusive. Die Aussichtsplattform befindet sich auf 450 m Tokio von oben. Ein wirklich unvergesslicher Anblick, den ich nur jedem empfehlen kann. Also, ich habe in meinem Leben noch nie auf eine Stadt mit 36 Millionen Einwohner geschaut und das ist wirklich atemberaumend. Auch hier bleiben leider nur knapp 30 Minuten für den 360° Rundgang. Wieder empfinde ich das als viel zu wenig. Diese Tour überzeugt mich nicht. Ich spüre, dass ich mir auch mehr Zeit lassen könnte für all das, dass ich da eben mehr erfahre und deswegen ist ja auch Schluss für mich, weil hier würde es noch weitergehen irgendwie mit einem kleinen Bootstour und mit noch irgendwas, aber immer mit dem Bus hin und her noch weitere dreieinhalb Stunden. Für mich ist es heute nichts. Ich weiß, dass Tokyo auch viel besser zu entdecken geht, als wir das heute gemacht haben und preiswerter natürlich zeigen wir Ihnen das noch. Aber jetzt erstmal hier bist ja irre. Schall es mal an. Tokyo an einem Tag unmöglich, obwohl sie es verspricht, die 112 € teure Bustour wird dieser Stadt nicht gerecht und das Geld ist futsch. Aber wie kann ich Tokio richtig erleben? Ich habe die Webseite eines freiwilligen Netzwerks gefunden, organisiert und autorisiert von der nationalen japanischen Tourismusorganisation. Das Angebot: Free Guided Tours, also kostenlose Stadtführungen, die teilweise sogar mehrmals täglich an den touristischen Hotspots stattfinden. Gibt's das wirklich? Klingt gut. Außerdem möchte ich noch mal den Asakuza Schrein besichtigen, an dem ich gestern ja alleine gelassen wurde. Wo zahle ich jetzt? Oh nein, nein, die Tour ist kostenlos. Wirklich? Ja, das ist ja toll. Wo gibt's denn sowas? Richtig in Tokyo. Nennt mich Hiroko. Ich bin heute euer Guide durch das Asakusa Senso Giertel. Okay, mit unserer ehrenamtlichen Fremdenführerin Hiroko begeben wir uns noch mal auf einen Rundgang durch den kleinen Stadtteil. Den aber erkunden wir jetzt umso intensiver. Ich bin zurück am Asus Schrein. Die Gebäude wurden bei einem Luftangriff zerstört. Kurz nach Kriegsende wurde dann alles aber wiederhergestellt. Eine Fremdenführung, wie man sie sich wünscht. Handfeste historische Fakten und lustige Anekdoten, die garantiert hängen bleiben. Wenn ihr diese Sandalen berührt, dann bekommt ihr starke Beine. Also, es kann nicht schaden, sie anzufassen. Okay, Hiroko klärt mich auch über die Rieten hier auf. Das Omikuji ist eine Art Orakellotto. Ein Stäbchen aus der Schüttelbox führt mich zu meiner Weissagung. Excellent. Ah. Also jetzt wird meine Stimmung wird immer besser mit Hiroko San unterwegs zu sein. Ist ein Traum. Also meine Wünsche werden wahr. Ach, ich glaube wir haben heute wirklich Glück. Das Tolle an der Tour, sie würde uns nicht die ganze Stadt aufzwingen, sondern die vielen Facetten eines kleinen Teils erklären. Ich finde das ganze Tempo so angenehm. Ja, also noch mal, wir sind da gestern rumgehetzt von Meeting Point zu Meetingpoint und kommen sie, sein sie schnell da und immer so und mit Hiroko, ist es eine ganz andere Welt. Innerhalb der zwei Stunden mit Hiroko erfahre ich viel mehr über Tokyo und Asakusa als während der gesamten Bustour am Vortag. Das ist der beste Weg eine Stadt kennenzulernen, den ich jemals erlebt habe und es war umsonst. Tokios Sehenswürdigkeiten besichtigen Sie besser an mehreren Tagen. Nutzen Sie dafür die U-Bahn und eine Navigationsapp und suchen Sie [musik] nach den freien geführten Touren, die überall angeboten werden. Das Schöne ist, Tokyo hat ein riesengroßes U-Bahnsystem. Sie sind schnell von A nach B gekommen und an den entscheidenden Orten werden ihnen diese gratis Touren angeboten. Das teuerste Rind der Welt. Kobeb Beef, abgöttisch oder Abzocke 190 € und alleine das kleine Stück waren davon 100. Oh, das tut weh. Gleich auf dem Zukich Fischmarkt finden wir fast alles, was die japanische Küche zu bieten hat. Der Markt ist ein echter Touristenmagnet. Entsprechend hoch sind hier die Preise. Man kann sich satt essen, aber nicht satt sehen an der Fingerfertigkeit der japanischen [musik] Straßenköche. Und ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber ich schaue einem Sushikoch so gerne bei der Arbeit zu, da muss ich gar nicht essen. Das finde ich schon toll. Alleine diese Handwerkskunst. Dazu braucht man aber ein gutes Messer, also ein sehr gutes. Und in Japan haben die Köchen ja fast schon Berufswaffen, diese tollen japanischen Messer. Und das Gute ist, wir Touristen können nicht nur das Sushi, den Fisch und die Meeresfrüchte hier kosten, sondern wir können uns auch genauso ein Messer mitnehmen nach Hause nach Deutschland. Ah, ich will so ein Messer. Japanische Küchenmesser gelten als die besten der Welt. Unerreicht in Langlebigkeit und Schärfe. Aber sie haben ihren Preis. Da sind wir hier bei teilweise über 120 140. Oh, wow, wow. Thank you very much. Komm, wir gehen mal ein Stückchen weg. Ich will es jetzt vor ihm nicht sagen, aber so toll das hier ist auf dem Fischmarkt, es scheint mir deutlich teurer zu sein, als in der Stadt nicht nur das Essen, sondern wahrscheinlich auch die Messer und 200 € möchte ich dafür nicht ausgeben. Das Gute ist, es gibt hier in Tokyo eine Straße, in der gibt es eigentlich nur Messer. Am nächsten Tag suche ich in der Kappaabashi Road mein persönliches Japan Küchensvenir. Ein Allzweckmesser langlebig ultra scharf und bitte preiswert. Die Kappabashirot ist berühmt für ihre Fachgeschäfte. Die Messerhändler geben sich hier sozusagen die Klinge in die Hand. Ich bin optimistisch, dass ich findig werde. Es gibt sogar Sonderangebote. Glaubt man gar nicht. Äh, aber hier sind solche tollen Messer, die bei uns teilweise mehrere hundert kosten. Erschwinglich. Ich entscheide mich für ein 60 € teures Messer und lasse mich an der Kasse noch mal beraten. Ist das die Klinge für alle Fälle? Ist das gut? Es ist härter. Ah, also je höher der Preis, desto härter ist das Messer. Ah, also je härter, desto terrorer. So, die sind hier die besten hier. Ja. Ja, deswegen ist der Preis auch so hoch. Okay, gut. Thank you very much. Da sind wir jetzt bei 60 €. Also, für ein gutes Küchenmesser in Deutschland gibst du da auch locker 60 € aus, weil hier hast natürlich die japanische Qualität, wie er selber sagt. Wer es verkauft, muss es ja auch wissen. Ich möchte aber mehr als nur ein Mitbringsel kaufen. Und hier hast du gleich ein ganzes Set. nur 80 € für drei Messer. Einmal für Gemüse zum Schälen, wie ich es richtig sehe und im Set. Fragen wir mal. Alles ist im Angebot. Der Ursprungspreis steht nirgendwo. Dafür darf ich auspacken, bevor ich kaufe. Oh, das sieht echt gut in der Hand. Das ist leicht. Auf der anderen Seite aber auch gut griffig. Dann nehme ich das hier bitte. Danke gleich nur ein Weihnachtsgeschenk. Ich habe jetzt gekauft ein Einzelmesser für 60 und ein dreiteiliges Set für 80 €. Alles echte japanische Alzwergküchenmesser, wie mir die Verkäufer bestätigen. So, also schärfer wird's nicht mehr. Nein, also Preiswerte aber auch nicht. Das, was ich mir jetzt hier gekauft habe, sind Messer, die hochqualitativ sind und von der Preisgefüge her eher weiter unten so im Schnäppchenbereich anzusiedeln sind. Aber die sind mir natürlich verkaufvoll als scharf. Darauf kommt's vor allem an, die müssen gut schneiden können. Was habe ich denn da gekauft? Was wird uns hier angedreht? Das kann am besten jemand beurteilen, der mit sowas jeden Tag umgeht. Dafür geht's in eine Sushiküche, denn dort wechseln die Meister die Klingen nur alle 8 Jahre. Herr Matsui oder Matsui San ist seit mehr als 30 Jahren Koch und vertraut bei der Arbeit auf nur zwei Klingen. Können Sie uns bitte Ihre Messer mal in Aktion zeigen und erklären, warum eine gute Qualität so wichtig ist? Meister Matsui greift zu einem hartnäckigen Versuchsobjekt. Ein Fischkopf. Ein gutes Messer, so sagt er, ist nicht nur scharf, sondern hat vor allem eine stabile Klinge. Klar, sein Arbeitsgerät spaltet den Fischkopf. Butterweich, also so ein Küchenschefmesser kommt durch jede Geräte durch und zwar und es schneidet auch hauch dünn. So muss es sein. Nun zu meinem ersten Schnäppchen. Ich erwarte nicht, dass mein Messer dem Meister die Sprache verschlägt, aber für 60 € sollte es ordentlich abschneiden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Qualität erkennt man an der Stabilität der Klinge. Auch mein Küchengerät muss gegen den Fischkopf antreten. Ein Alzweckmesser wie meines muss das schaffen. Sein Sie bitte vorsichtig. [gelächter] Sir, please, please. Stop, stop, stop, stop, stop, stop. Bitte. Ich möchte nicht, dass Sie sich verletzen. Ich Ach du Scheiße, Entschuldigung, da ich das sage. Versteht er zum Glück nicht. Ja, ja, ja, ja, ja, ja. Dieses Messer habe ich vor einer Minute ausgepackt und jetzt passt mal gut auf. Siehst du das hier? Nach dem ersten Schnitt bereits ist die Klinge an zwei Stellen verbogen. Ein Schnitt und das Messer für 60 € ist hin. Gebe ich gleich mal hier aus dem Bild. Die Klinge, also das Qualitätsmerkmal Nummer 1, ist nicht hart genug. Nun zum Messerset für 80 €. Geht nicht. Das heißt so wie es so wie es ist, kann ich gar nicht damit schneiden mehr oder das schauen Sie es ist stumpf mal. Oh, das ist jetzt ein spielbarer Unterschied. Passiert da gar nichts. Und ich dachte, das wäre ein japanisches Messer. Schalte das ist auch schon kaputt jetzt. Also auch bei diesen Messern. Eine dicke Grete von dem Fisch und schon sind die Löcher drin. Ja, da sind schon richtige Cuts drin. Also, ich will noch mal sagen, alle Messer, die wir gekauft haben, sind nach einmaliger Benutzung nicht mehr zu benutzen. [gelächter] Right. [schnauben] Ich würde noch mal sagen, wir haben das ja nicht in irgendeinem Kaufhaus erworben, sondern wir haben es in der Straße, in dem Geschäft, wo es top japanische Messer geben soll, verstanden. So, also sie sagen, es ist zu weich. Genau richtig. Danke für ihre Zeit. Herr Matsui gibt mir noch einen Ratschlag, wie ich denn die Qualität von Messern überprüfen kann. Und eben gab es noch einen Tipp. Es gibt hier in Japan und sogar in Tokio einen Ort, bei dem wir mal das Metall testen lassen sollen, was in den Messern drin ist, sagen die beiden. Und den schauen wir uns jetzt noch mal an, weil Ding was so schlecht schneidet, da würde ich schon gerne wissen, was drin ist. Im industriell technologischen Forschungsinstitut kann sich jeder japanische Verbraucher für eine kleine Gebühr Produkttests durchführen lassen. Wir überprüfen den Härtegrad der Messer. Je härter, desto besser, sagt ja der Verkäufer. Für die Härte der Klingen gibt es Messwerte und eine Tabelle, auf der ich die Qualität meiner Klingen ablesen kann. Wie gut sind Sie denn nun, meine gekauften Urlaubsmesser? Also sehr weich, oder? Ja, genau. Sehr sehr feich. Also, es gibt hier in diesem Institut für Verbraucherschutz, dass ich auch die Köche schützen können, verschiedene Qualitätsstufen. Dieses Messer und der Härtegrad, der taucht auf dieser Tabelle noch nicht mal auf. Das gibt's gar nicht. Meine Messer für 60 bis 80 € sind einfach zu billig produziert. Aber wie werden dann die legendären japanischen Küchenmesser hergestellt? Das erklärt mir Gregor Wolf. Er arbeitet für die Traditionsschmiede Aoki Harmono. Zusammen mit dem Werkstattleiter zeigt er mir, wie ein japanisches Messer entsteht. Alles in Handarbeit. Was für Eigenschaften hat denn das zurfolge, diese Mühe, die da drin steckt? Also, die sind einfach stärker, äh belastungsfähiger und das führt dazu, dass die Klinge weniger schnell ausbricht. Im Messerk sorgt har Carbonsstahl für Stabilität. Damit die Klinge später nicht bricht, ummantelt dein weichereres Metall, den Kern selbst. Der letzte Arbeitsschritt, das Schleifen. Allein dafür braucht es jahrelange Erfahrung und Training. Der richtige Winkel ist entscheidend für das japanische Profimesser. Darf ich einmal sehen. Genau. Das ist das ist ein das ist ein Kunstwerk, wenn man das schon so in der Hand hat. Hand aufs Herz, was wird das auf dem Markt kosten? sind wir im Bereich von 600 € unterwegs. Zugegeben kein Schnäppchen, aber ein Messer, das jeden Koch lebenslang begleitet. Kriege ich da draußen auch etwas auf dem Markt? Ich sag mal so um die 150 € wo ich sagen kann, da waren nicht nur Maschinen dran, sondern auch Menschen. Ja, sie werden auch mit 150 € Ah ja Spaß haben und diese Präsenz von diesem Messer, die werden Sie auch bei 150 € irgendwie noch finden. Okay, also das finde ich ein ganz ganz schönes Wort, was Sie da benutzen, die Präsenz des Messers Kemas. Und jetzt weiß ich auch, was dahinter steckt. Nämlich viel viel Zeit und Arbeit, Qualität. Von Ihnen nehme ich mit 150 €. Das ist drin. Dann können wir schon mal was finden. Ja, mit meinen angeblichen Profimessern gehe ich zurück ins Fachgeschäft. Warum haben denn meine Exemplare trotz Härteversprechen, schon nach dem ersten Schnitt schlapp gemacht? Chuldigung. Darf ich eine Frage stellen? Ich habe hier vor ein paar Tagen diese Messer gekauft. Aus was ist es denn gemacht? Aus welchem Material? Aus rostfreiem Stahl. Schauen Sie mal, ich habe nur eine Fischgräte damit geschnitten. Eine Fischgräte? Eine Grätte. Manchmal brechen die Messer. Manchmal. Ah, okay. Manchmal das finden sie normal. Sie bringt mich zu ihrem Chef und der hat eine andere Erklärung, warum mein Messer sofort kaputt ging. Normalerweise nutzen wir diese Messer nicht für Geräten. Wenn das Messer gut geschmiedet ist, dann ist die Chance höher, dass es splittert. Deswegen bricht es, wenn Sie versuchen, eine Geräte zu schneiden. Das Messer war zu scharf. Ja, genau. Es ist zu scharf. Zu scharf. Schon klar, dass der Härtegrad des Metalls im Verbraucherschutzlabor gar nicht mehr messbar war, interessiert ihn nicht. Er rätdt mir das Messer neu zu schleifen und damit nur Gemüse zu schnippeln. Auch in Japan hat Qualität eben ihren Preis. 120 € sollten Sie für ein japanisches Küchenmesser mindestens einplanen. Na ja, na ja. Also gleich nach der ersten Benutzung schon wieder schleifen müssen, das ist ja auch keine Lösung. Sie müssen sich auf dem Preis von mindestens 120 teilweise 150 € einstellen. Lassen Sie sich beraten von einem Laden, der sich Zeit nimmt für Sie. Und dann verspreche ich Ihnen, nehmen Sie aus Tokio einen Kochmesser mit, was Ihnen ein Leben lang erhalten bleibt. Wie mit Karaoke richtig Kasse gemacht wird. Hier sinkt lediglich das Niveau. Das ist hier schon echt so ein billig karaoke. Ja, weil es denen hier nicht ums Karaoke geht. Die wollen, dass wir saufen. Das mache ich nicht mit. Oder [schreien] gleich. Es heißt ja, um eine Kultur wirklich zu verstehen, muss man ihre Küche kennen. Einen weltweiten Ruf hat das japanische Rinfleisch oder Vagio. Ganz besonders berühmt, das Kobelfleisch. Das muss ich einfach erleben. Ein Tipp schon mal, weil ja die wenigsten von uns Japanisch lesen können, da geht's ja schon los. Ich habe immer so eine Live Übersetzungsapp dabei. Die halte ich einfach z.B. an Straßenschild und sehe, dass Ricks parken hier verboten ist. Super. Um Kobbeef zu finden, brauche ich diesen Übersetzer nicht, weil wenn Sie mal schauen, überall dort, wo wir Touristen willkommen sind, steht Kobebef in westlichen Buchstaben und genau da wartet die Falle. Komm, wir gehen jetzt ein Steak essen. Kurbefleisch ist zumindest in der Werbung allgegenwärtig in Tokyo. Einen Etikettenschwindel haben wir nicht feststellen können. Sehr teuer wird's aber trotzdem. Ich könnte jetzt hier ohne weiteres für 600 € ein Stück Fleisch essen. Mache ich natürlich nicht. Für mich jetzt als Kurbe Erstling Ding, weil ich habe noch nie Kurbe Beef in meinem Leben gegessen, würde ich mich mal jetzt an der sozusagen unteren Preisrand orientieren. Alles auch fast 100, ne? Richtig, 100 € kostet das kleine 110 g Kobelende. Damit ich mich von der besten Qualität überzeugen kann, wird es mir sogar vorher präsentiert. Zum Vergleich in einem gehobenen deutschen Restaurant zahlt man für dasselbe Lendenstück, also das Zirleun vom deutschen Sementaler halb so viel. Aber der Preis ist erstmal vergessen, denn es sieht wirklich köstlich aus. Keine [musik] 5 Minuten später darf ich auch probieren. Das muss man sich jetzt auf der Zunge zergehen lassen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Jedes Stück, er hat es jetzt hier in acht geteilt kostet 12,50 €. Also hierfür bekomme ich ein komplettes Sushi Abendmenü mit Getränken und allem dabei sozusagen. Ja, hier in Tokyo. Man hat dieser angenehme Fett, es ist medium gebraten. Oh, komm, wir teilen doch hier auch, oder? 1250 und dann ist es auch schon allem ein [musik] echter Appetit. happen im Gegensatz zur Rechnung. Thank you so er dreht extra um. Höflich wie er ist, weil er weiß, dass es den meisten aus der Hand fällt. Also meine Lieben, wir sind hier für eure drei quasi Vorspeisenportionen und dieses eine noch mal kleinste vom Preis her billigste Steak 190 € groß geworden. 190 € und alleine das kleine Stück waren davon 100. Oh, das tut weh. Also, man ist zwar selbst, wenn man sowas mag, jetzt irgendwie glückliches mal probiert zu haben, aber das tut mir weh. Das tut mir weh. Nur leider und das werden wir Ihnen gleich zeigen, gibt's hier kaum einen Ort, wo uns Touristen das nicht weh tut, weil dieser Laden hier ist sowas wie alternativlos. Beim Blick in die Nachbarstraßen fällt auf, von diesem Restaurant gibt es hier viele. Das gleiche Aussehen, die gleichen Menüs und Preise. Alles in einem Viertel. Eine kluge Strategie, denn egal welche Straße man zum oder vom beliebten Sensor GT Tempel nimmt, an allen Zugängen stolpert man in Restaurants dieser einen Kette. Der nächste Laden dieser Kette, dieselben hohen Preise, die übrigens hier draußen in Netto angegeben sind, das ist zu teuer für mich. Tut mir leid, mit dem Kobelbeef ist es so ein bisschen wie mit dem Champagner. Der darf nur aus der Champagne kommen. Und richtig, das Kobelbebeef nur aus Kurobe. Das Schöne ist, Kobe, die Stadt, der Landkreis ist gerade mal zweieinhalb Bahnstunden von hier. Machen wir uns mal auf dem Weg dahin und finden das Geheimnis hinter diesem unverschämt hohen Preis heraus. Das muss doch preiswerter gehen, oder? Die Koberinder sind nach ihrer Heimatstadt Kobe benannt und die ist nur einen Tagestripp [musik] von Tokio entfernt. Kobe ist die Hauptstadt der Provinzoggob. Nur hier ist es erlaubt, Kurberinder zu züchten, zu [musik] halten und zu schlachten. Die Industrie verarbeitet jährlich gerade mal 3000 Rinder und exportiert das Fleisch in die ganze Welt. Den gesamten Prozess kontrolliert die Kurbe Beef Marketing Association. Ich treffe Herrn Mazuo oder Mau San, der mir hoffentlich die Besonderheiten des Koberins erklären kann. Also Matusan, vielen Dank für ihre Zeit. Wir wissen immer noch nicht so richtig, was der Unterschied zwischen Wagiu und Kobe ist. Kobe ist eigentlich eines der vier Schwarzrin Wagius. Das Kurbefleisch unterteilt sich in verschiedene Klassen. Von 1 bis 12. Je mehr Marmorierung, desto besser und teurer. Der hohe Preis für Koberint hat sich aufgrund der vielen Arbeit und Mühe ergeben, die in die Verbesserung der Fleischqualität gesteckt wurde. Die Reinhaltung der Rinder und die Verbesserung der Futterqualität sind teuer und haben den Preis stetig gesteigert. Also stimmt es, dass die Tiere Musik hören und Bier trinken? Nein, kein Bier tun sie nicht. Echtes Kobel zertifiziert die Association mit dieser Bullenstatue und einem kleinen Schild. Danach kann man in jedem Restaurant fragen. Die Reinhaltung der Blutlinie, also der Rinderrasse, die ist besonders wichtig, sonst kann man diese Qualität nicht garantieren. All diese Geschichten von Bier trinken, massieren und Mozart hören, das haben wir jetzt offiziell gehört, sind Mythen für Touristen. Das hier ist ein Zertifikat, auf das man sich verlassen kann. Wenn Sie also wirklich Kurbebrief unbedingt haben wollen, dann schauen Sie danach. Wer ihn das nicht zeigen kann, hat auch keines. Die Frage, die sich mir jetzt im Anschluss natürlich stellt, ist es diesen hohen Preis auch wert für den, der es ist, also uns Touristen. Sag aber erstmal thank you very much. Thank you very much for having us. Kobe Beef ist also nicht mehr als die edle Variante des Wagu, also des japanischen Rindfleischs, aus Kobe. Aber auch das Wagu aus anderen Provinzen ist lecker und von höchster Qualität. Das bringt mich auf eine Idee. Schmecken wir als Touristen denn überhaupt den Unterschied zwischen Kobebef und Wagio? kann ich Kurbe nicht verlassen, ohne Kurbe Beef oder Wagu noch mal gegessen zu haben. Und hier schreit ein wenigstens der Preis nicht sofort an, nur der Titel hier wieder. Kobe, ich habe da eine Idee. Kommt ihr bitte, habt ihr Hunger alle? Ne, dann kommt mal mit. Ich bestelle ein Kobe und zwei Vagio Steaks. Der Preis liegt meilenweit auseinander. Der Preisvergleich zeigt, in Deutschland ist das Kobebef etwa um ein Drittel teurer als das Vagiofleisch. Schlimmer noch in japanischen Restaurants. Hier ist das Kurobe oft doppelt so teuer wie das Vagio. Aber ist es deswegen auch doppelt so lecker? Mein Team darf heute probieren und soll in der Blindverkostung [musik] das teure Kobelfleisch herausschmecken. Hier auf dem Tisch ist jetzt alles Wagio, aber nur eins davon ist auch Kurobe Wagio. Ich weiß, welches Fleisch welches ist. Mein Team weiß es nicht. Ich blende Ihnen das jetzt mal ein. Und jetzt darf ich die Herren im Team bitten zu probieren. Was essen die Kollegen hier? Kobe oder nur Wagiu? Jeder darf eine Stimme abgeben. Welches von diesen drei Fleischsorten zwar das beste, das teilweise doppelt so teure, das Kobe Wagio. Jeder Kollege hat nur einen Versuch. Robin, Ulli und Alex tippen auf die Kurzrippe vom Vagio. Nur Redakteur Peter liegt richtig. Drei Kollegen falsch, nur einer hat es richtig rausgeschmeckt. Das hier sind Wagu Sorten unterschiedlicher Qualität und doppelt so teuer ist das, was hier oben ist. Das ist Kurbelebef. Und was zeigt uns dieser kleine Geschmackstest? Du merkst es nicht. Jetzt überlegen Sie sich bitte, ob Sie bereit sind diesen unfassbaren Mehrpreis dafür auszugeben, wenn man noch nicht mal merkt, dass es Kobel Beef ist. Wenn Sie mich fragen, ich bleib im Team Vagio. Osaka Castle versprochen wurde, eine alte mittelalterliche Burg, aber das hier ist eine Touristenhochburg. gehört natürlich auch zu so einem Tourispaß dazu, sich verkleiden und dann Fotos machen lassen. Das würde ich mir an ihrer Stelle ersparen. Gleich zurück [musik] in die Nacht von Tokyo, wieder nach Kabukicho. Der Partyracher hier ist natürlich Karaoke. Das Wort bedeutet leeres Orchester. Überall wird gesungen. Japan liebt Karaoke und feiert sogar jedes Jahr am 17. April den Karaokeetag. Herzlich willkommen in Kaboko. Ich sage ihn eins, wenn es irgendein Synonym oder eine Ähnlichkeit zu St. Pauli hier in Japan gibt, dann ist es dieses Viertel. Da sind wir Touristen gerne und ich vor allem oder wir, weil wir einmal in echte japanische Karaokeben wollen. Von denen gibt's hier so gefühlt 600 pro Straße. Lass uns die erstbeste nehmen und schauen, was uns da erwartet. Nur ein paar Schritte und schon locken mich die ersten [musik] in eine Karaokeebar. Diese soll sein für die erste halbe Stunde kostet der ganze Spaß hier pro Person 3,50 € im Basispaket. Das erste Getränk inklusive danach zahlt man halbstündlich 350 drauf. Scheinbar gibt's aber auch versteckte Kosten. Das Entscheidende ist in so einer Bar, du bekommst erstmal eine Bedienungsanleitung laminiert in Plastik und dort steht der Basispreis und jetzt geht schon los. Plus 500. Da sind wir schon doppelt so teuer fast. Wofür auch immer, ich weiß es nicht. Steht da 600 + 500. Zu den 3,50 € kommen 3 € Servicebeitrag oben drauf. Mehr erfahre ich aber nicht. Bestelle unsere Freiet Getränke und mache mich [musik] mit Hilfe meines Tischnachbarn an die Playlist, denn an jedem Tisch können die Gäste ihre Titelwünsche wie Tablet anmelden. Also, es gibt nicht viel deutsche Songs. Oh, hier ist es. 99 Luftballons. Endlich kann ich auch ein bisschen Karaoke singen. Wir loggen das mal ein. Auf Deutsch, nicht auf Englisch. Und jetzt hier oder die Liste ist voll. Oh. Okay, also es gibt sehr viele Reservierungen hier. Wahrscheinlich jeder im Laden, der hier sitzt in der Kneipe, hat vorher schon Song da reingedrückt und bis meine Nena hier dran kommt, wird ein bisschen Zeit vergehen. Obwohl ich nicht singe, zahle ich mit jeder angefangenen halben Stunde kommen 3,50 € zur Rechnung dazu. Dauert halt auch, ne? Also, wir sind jetzt schon die halbe Stunde hier und äh ist halt Geduld. Die erste halbe Stunde ist rum und mein Freibier leer. Also nachbestellen, das kostet natürlich extra, aber auch in den folgenden 30 Minuten bin ich noch nicht dran. Ich bitte meinen Sitznachbarn nachzuschauen, wann denn nun Nena kommt, aber die Aussichten sind weniger Prei als die 99 Luftballons. So, um es mal kurz klar zuum machen, bevor ich Nena sehen kann, sind noch 19 andere dran. Richtig, [gelächter] ist jetzt die traurige Wahrheit. Wir müssen noch 19 Songs abwarten, bevor wir mit Nena dran wären. Wenn ich mit 4 Minuten pro Lied rechne, dann wäre ich erst in 76 Minuten dran. Mach drei weitere angefangene halbe Stunden und 44 € zusätzlich auf der Rechnung ohne Karaoke. Ich hätte so gerne mit euch mit Ihnen 99 Luftballons hier gesungen in Tokyo, aber das wird in nächsten zwei Stunden nicht passieren und da sage ich für die Japaner Schluss. Ach schade. Nach anderthalb Stunden und jeweils zwei Getränken pro Person ziehe ich Bilanz. Ich zahle umgerechnet 17 € pro Person zusammen. 51. Gerechnet hatten wir mit maximal 20 €. Hast du ein paar Yen für mich? Dann singe ich garantiert heute Abend kein Lied für dich, weil ich habe gerade eben das Vierfache von dem, was angezeigt war, bezahlt. Statt 600 Yen pro Person insgesamt 10.000, die wir losgeworden sind. Schauen wir noch mal, wie dreist das werden kann. Ich habe so die Ahnung. Es wird noch schlimmer. Ich möchte wissen, ob ich außerhalb der japanischen Hauptstadt [musik] mehr Karaoke Glück habe. Wir fahren ins zweieinhalb Stunden [musik] entfernte Osaka. Hier ist alles etwas kleiner als in Tokyo, aber Karaoke findet man auch hier natürlich an jeder Ecke. Konichiwa diesmal aus Osaka. Jetzt wollen wir erstmal genauso wie in Tokio endlich mal Karaoke singen und sind hier in dem wohlgrößten Vergnügungsviertel. Das große Vergnügen sind hier richtig die Karaoke Bars, die gingen gleich da drüben los. Das Schöne ist, wir müssen uns die nicht aussuchen, sondern wir werden ausgesucht auf der Straße und das geht so. Hallo, wollt ihr was trinken? Karaoke. Hallo, ich suche Karaoke. Ja und Drink. Ein Drink. Bitte, bitte ein Drink. Okay. Okay. Bitte, bitte was passiert. Wenn man so reingebeten wird, so offensiv, dann müssen wir uns das natürlich ansehen. Es gibt hier zwar kein Freigietränk, dennoch bekommen wir unaufgefordert drei kleine Biere. Also als wir das Wort Karoke gesagt haben, hat sie uns diese Dinger hier hingestellt und drei kleine Biere. Möchte ich aber eigentlich gar nicht trinken, weil ich ja eigentlich singen wollte und ihn zeigen wollte, wie das funktioniert. Ist hier so ein Ding. Kann ich mit euch mittrinken? Oh. Ach so. Warum nicht? Was trinkst du denn? Ich würde diesen Wein trinken. Jeder kann auch gern probieren. Er ist sehr gut. Okay, okay, okay. Und das ist die Abzocke. Kaum sitzen die Gäste in dieser Karaokebah, lädt sich das Personal selbst zum Mittrinken ein. Normalerweise würden wir genau jetzt aufstehen gehen, aber ich ziehe auch dieses hier durch für sie einmal. Meine Elfesimitation sorgt bei meinen japanischen Gastgebern für gute Laune. Na immerhin. Das ist hier schon echt so ein billig karaoke. Ja, weil es denen hier nicht ums Karaoke geht. Die wollen, dass wir saufen. Das mache ich nicht mit, oder? [schreien] Mal schauen, was uns der Karaoke jetzt kosten wird. Was ich weiß, dass das Bier hier 500 kostet und das sind umgerechnet 3 €. Wir müssen ja eigentlich mit 9 € rausgehen, was wir auch bitteschön bald tun werden. Ja, ich sag's mal, weil das hal nicht lange aus hier. Natürlich ist die Flasche japanischer Traubenmost kein Gruß aus der Küche, sondern Preistriber auf der Rechnung. Können wir die Rechnung haben, bitte? Möchten noch essen gehen. Die Rechnung? Ja, bitte. Okay. So, warte mal. Ich habe jetzt ein Bier hier runter bekommen. Ihr noch zwei kleine euch andrehen lassen. 5 x 5 sind die es kosten sollte. Natürlich bleibt es nicht dabei. Oh Leute, das kostet aber das dreifaches. So sind das die Biere hier. Und wofür ist das? Mein Getränk. Ah, für ihren Drink. Alles klar. Diese Abzeuge läuft hier nicht über die Zeit, sondern den Durst der Mitarbeiter. Der halbe Liter Traubenmost kostet 30 € und ist damit doppelt so teuer wie unsere drei Bier. Machen Sie sich keine Mühe, das zu übersetzen. Da steht wirklich Karaoke drauf. Da ist aber kein Kararoke drin. Hier in der Nichi Narago Straße im Stadtteil Sanno von Osaka gibt es vor allem eins übelste Touristenabzocke. Wir hatten doch versprochen, dass wir ihnen zeigen, wie es wirklich und wo es vor allem echtes japanisches Karaoke gibt. Und das kommt jetzt also raus aus dem Partybezirk San und hinein in die Innenstadt von Osaka. Um hier beim Singen nicht abgezockt zu werden, gibt es einen Trick. Gehen Sie in eine der zahlreichen Karaokeeketten. Wir hätten das Ganze gerne für eine Stunde geht hier nur und jetzt gibt es zwei verschiedene Arten das zu tun. Einmal ohne Getränke, einmal mit, also all you can drink innerhalb der ganzen Stunde 2500 yen. Eine Stunde Karaoke und alle Getränke inklusive für nur 12,50 € pro Person. Na, das ist doch mal ein Karaokeraum hier, oder? Das wird viel Spaß machen. Diese sogenannte Karaoke Box ist die bei weitem beliebteste Form der abendlichen Gesangsstunden. [musik] Wahrscheinlich auch, weil man ganz unter sich ist und niemand versucht einem teure Drinks anzudrehen. [musik] Die Bestellung läuft hier ganz bequem per Telefon. Vielen Dank, Arigato Kass. Ich verbeuge mich schon vom Telefon. So schnell geht die Getränkebestellung hier in dem Laden und jetzt ab in die Playlist und mal schauen schon mal das schon was ganz anderes. Tolle Soundanlage. Man kann es jetzt hier auch einstellen mit den entsprechenden Effekten. So, Achtung. Nach nicht mal 2 Minuten sind die Getränke da. Jetzt kann es wirklich losgehen. Wunderbar. Das war jetzt das erste und dieses ganze eine geht ja erst los. Wir haben jetzt hier eine Stunde für den Preis. Alle Getränke inklusive. Niemand quatscht uns an. Keiner will irgendwelche überteuerten Drinks von uns bezahlt haben. Und genau das ist japanisches Karaokee. [singen] Was in der Karaokeebox passiert, bleibt in der Karaokebox. Na ja, für Sie mache ich heute eine Ausnahme. So, wir haben jetzt noch 5 Minuten, dann werden wir hier rausgebeten. Das war Karaoke in Japan und auch schon bald unsere Sendung, aber ich wollte dieses eine Lied noch mal singen. Mein Tipp: Buchen Sie sich eine Karaoke Box. All you can drink, all you can sing. Partyspaß ganz japanisch. Tiercafes in Japan. Von wegen, sind die süß, diese Tiere leiden. Da hört mein Spaß irgendwie auf. Schweine. Okay, bei den Ottern hatte ich schon Magenschmerzen, aber bei den Eulen jetzt nee. Osaka ist die drittgrößte Stadt Japans und gilt wegen ihrer kulinarischen Vielfalt als die Küche der Nation. Der Stolz der Stadt ist ihr Wahrzeichen, das Osaka Castle. Wie Millionen Touristen jedes Jahr will auch ich diese Topse Sehenswürdigkeit auf keinen Fall auslassen. Mal was für eine Stadt vom ersten Eindruck, ja, ich sag mal so, geschäftige, moderne und Tradition zusammenzubringen, das können die Japaner seit 100 Jahren sehr, sehr gut. Sieht man hier auch diesem Bild? Das ist das Zentrum von Osaka. Hinten Business, vorne Tradition. Und das ist das Osaka Castle. habe ich mir sagen lassen, würde ich gerne sehen. Vielleicht gibt's ja hier Reisebüros, die mir da eine Karte verkaufen, denn das ist mal ein Wahrzeichen. Ich möchte die Karten vorab kaufen. In einem der wenigen örtlichen Tourbüros versuche ich an Tickets zu kommen. Wir wollten Fragen wegen der Karten für die Burg Osaka. Ja, auf. Ah, natürlich. Wollen Sie dahin. Haben Sie denn Tickets? Äh nein. Du kannst aber einfach übers Internet buchen. Die Damen im Reisebüro bieten selbst gar keine Karten an und verweisen mich auf die Webseite der Bog. Sie sagt ja, man kann vor Ort kaufen, aber lange Schlangen, weil wir haben hier gerade Ferienwoche, da werden wir nicht die einzigen sein, die in die Burg wollen. Und sie hat mir diese Seite hier gegeben. Besuchen Sie das wichtigste historische Erbe des alten Japan, die Burgerock. Erkunden Sie das Schloss mit seinen unzähigen Relikten. Genießen Sie den Zugang zu acht Etagen des Schlosses. Sparen Sie sich das Warten in langen Schlangen, um physische Tickets zu halten. Dem Sie dieses praktische Eticket buchen. Ja, danke, mache ich sofort. 20 € für uns alle vier Bang. Und für gerade mal 5 € pro Person verspricht die Webseite eine Zeitreise ins 17. Jahrhundert. Eine echte historische Burg aus der japanischen Feudalzeit. Auf geht's zur Burg von Osaka, zum Osaka Castle. Mit der U-Bahn bin ich schnell am Ziel und finde auch den richtigen Ausgang. Das Gelände ist so gigantisch wie 147 Fußballfelder. Mein Ziel ist nicht zu übersehen. Ich entdecke auch die Warteschlange und bin froh über mein Online Tickets. Ach so, jetzt verstehe ich, wofür ich bezahlt habe. Immerhin für ein Museum. Okay. Auf der Webseite war von einer alten Burg aus dem 17. Jahrhundert die Rede. Stattdessen bekomme ich hier LED Leuchten, Plastikpaneele und Souvenir Shops. Dass die Japaner ein fortschrittlich besonders technologisch Fortschritt Fox immer schon waren, das weiß ich. Aber ob die vor mehreren hundert Jahren schon Fahrstühle erfunden haben, da bin ich mir nicht sicher. Nee, Spaß beiseite. Das ist natürlich hier ganz offensichtlich ein Neubau auf fünf Stockwerken erfahren die Besucher hier mittels modernster Technik und Ausstellungsstücken viel über die Kriege in und um Osaka. Aber die versprochene Zeitreise fehlt und die bekomme ich auch nicht durch einen Samurai Fasching. So und das gehört natürlich auch zu so einem Tourispaß dazu, sich verkleiden und dann Fotos machen lassen. Jetzt ist auch mal gut. Ich steige auf die Aussichtsplattform, wo ich in Ruhe meine Gedanken zur Burg von Osaka zusammenfassen kann. Das ist ein schöner Blick, wie man ihn allerdings aus fast jedem zweiten drei Sterne Hotel in Rosaka auch hat. Das ist so ein bisschen wie mit dem Eiffelturm. Wenn du drauf stehst, wenn du drunter und davor stehst, bist du sehr beeindruckt. Genauso war ich das gerade eben von diesem Gebäude, nen ich es jetzt mal, weil das ist wie gesagt der aus Fahrstühlen, Beton, Stahl und Treppenhäusern bestehende Neubau ja des zentralen Turms hier. Aber das Osaka Castle, das sehen Sie auch hier vor mir, ist viel viel größer und es ist natürlich alles umsonst unten. Wenn das gesamte Gelände um den Turm herum die authentische Burg ist, wie kommt es dann, dass nur dieser Turm modernisiert wurde? Ganz einfach, der erste ursprüngliche Turm von Osaka Castle wurde 1585 errichtet, brannte 30 Jahre später nieder. Der zweite hielt immerhin 40 Jahre, bis auch der nach einem Blitzeinschlag den Flammen zum Opfer fehlen. Der heutige Turm ist der dritte Nachbau. 1931 erbaut, 1997 modernisiert. Sieht natürlich wahnsinnig hübsch und schön aus, wie so viele dieser Gebäude in Japan. Aber die Burg von Osaka ist viel mehr als dieser Turm, dieses Museum. Im modernen Museumstirm wird die Geschichte der Burg Osaka erzählt, während die eigentliche Burg um den Turm herum Geschichte [musik] atmet. Wi du selbst Japaner müssen das noch rausfinden. Was ich jetzt gerade lerne mal das große hier ist alles das Kasso, also die Burg mit Burggraben den entsprechenden Mauern drumrum sieht man hier. Ab dieser Stelle, an der die Grünanlagen [musik] losgehen, beginnt eigentlich auch die historische Burganlage. Innerhalb des Grabens [musik] gibt es einen Park, Gärten und sogar einen Tonnen Schrein. Alles kostenlos, authentisch und alt. Jetzt fehlt mir nur noch eine alte Burg von innen. Wenn Sie nach Osaka kommen, was ein Muss ist auf einer Japanreise, denken Sie daran, die Burg von Osaka, das Osaka Castle, ist diese ganze riesengroße Parkanlage mit Schreinen, mit Tempeln und natürlich mit diesem Museum aus Stahlbeton mit dem Fahrstuhl drin. Das würde ich mir an ihrer Stelle ersparen. Wir haben ihn ja versprochen, dass wir in echte japanische Burg gehen und dieses Versprechen werden wir auch halten. Dafür müssen wir zwei Stationen mit dem Zug fahren und erleben folgendes. Es geht nach Kyoto in die ehemalige Kaiserstadt. Über 1000 Jahre war sie die Hauptstadt Japans. Erst seit 1868 ist Tokio Regierungssitz. Die gut erhaltenen historischen Gebäude in Kyoto dienten schon in vielen Filmen als Kulisse. Hier in der Nijo Burg haben zuerst Shogune und danach Kaiser gewohnt. Bereits mit den ersten Schritten trete ich meine Zeitreise an. Hören Sie das? Das ist ein total lustiges Detail. Der Boden aus Holz, der noch echt ist und historisch, der quietscht. Das hat er auch schon vor hunderten von Jahren getan, damit sich niemand ungehört dem Kaiser nähern konnte. Ein wirklich authentisches Detail für die Nachwelt. Genau wie diese nachgestellte Szene der Krönungszeremonie zum neuen Shogun. Das ist halt was anderes als so ein paar Filmchen in dem überfüllten Museum. Das ist halt wirklich Geschichte. Nicht zum Anfassen, weil das darf man natürlich nicht, aber das wirkt viel unmittelbarer und echter. ist toll. Also, selbst diese Wände hier sind äh original, 400 Jahre alt. Arigato Kosimas, danke. Mehr wollte ich gar nicht. Der Schlosspalast von Noo Jo ist kleiner als der Kaiserpalast [musik] ein paar Straßen weiter und kleiner als die Burg in Osaka. Ja, klar. Über den Kaiser darf sich keiner erheben. Hier wohnte er nur bzw. vor ihm die Schogune. Und hier finden sie weder Filmchen noch Beton, auch keine Souvenir Shops, sondern nur das alte traditionelle Japan. Allein das ist die Reise hier nach Kyoto schon wert. Ich bin wirklich schwer beeindruckt. Urlaubskasse Bye bye statt Prost oder besser Kampi die Schweige Saketour. Jetzt haben sie nicht die ersten zwei Flaschen Sak für jeweils 12 € und ich glaube genau darum geht's bei der Tour gleich. Kyoto loogt jährlich mehr als 70 Millionen Touristen an. Im Gegensatz zu Tokio und Osaka ist das Highlight hier nicht das Vergnügen, sondern die mehr als 3000 Schreine Tempel und Paläste. Kyoto ist viel ruhiger als Osaka und Schon Tokio. Das ist natürlich nicht nur die alte Kaiserstadt, sondern die, in der man alte traditionelle Architektur der Japaner bewundern darf, weil ich muss ihm was anderes zeigen. einen bizarren neuen Trend, der so ganz gegensätzlich ist zu dem alten [musik] traditionellen Kyoto. In der größten Einkaufsstraße Kyotos stößt man zwischen Restaurants und Geschäften alle Parameter auf Tiercafes. Dort kann man für wenig Geld unterschiedliche Tiere angeblich hautnah erleben. Je exotischer, desto beliebter bei Japanern und Touristen. So, was ist hier passiert? Sie hören es vielleicht schon. Schauen mal, wer da kommt. Ein junges Mikroschwein. Für nur 7 € darf hier jeder Gast eine halbe Stunde lang als Spielgefährte für die kleinen Racker herhalten. Ja, wer bist denn du? Hallo, wir sind wirklich in einem Ferkelcaffee und das ist ein Ort, wo man sitzen kann und dafür bezahlt, dass diese kleinen Babyschweine auf einem rumkrabbeln, sich hier zur Ruhe legen, süß [musik] sind und man sie streicheln kann. Micropicks stammen eigentlich aus Großbritannien. Inzwischen sind sie weltweit als Haustier sehr beliebt. Süß wird meine Kinder auch sagen. Ein D schicke schicki. Es ist schon schräg und es ist nicht das einzige Tierkaffee, was wir Ihnen heute zeigen werden. Skoril, aber mit 7 € für eine halbe Stunde Sauspaß. Keine finanzielle Abzocke. Der Trend der Tiercafes stammt aus Taiwan. Seit 1998 gibt es dort Katzencafes. In den 2000ern haben Japaner diesen Trend übernommen. In den großen Städten haben viele Menschen keinen Platz oder kein Geld für Haustiere. Seit 2012 wurden die Insassen dieser Caféses immer exotischer mit dem Ziel Touristen anzulocken. Keine 50 m vom Saustall entfernt finde ich ein Kaffee mit Zwergottern. Definitiv keine Tiere für einen Streichelzo. Ich sitze in der Einkaufsstraße in einem Raum, wo Leute fast 20 € pro Person dafür bezahlen, dass sie hier mit einem Otter sein dürfen. Dahinter ist ein Aquarium, kann man gar kein groß sagen. Also, das ist klein. Das ist super klein. Ich habe das Gefühl, dass diese Tiere mehr brauchen, als da Wasser und Raum drin ist. Laut Welttierschutzgesellschaft unterliegen Otter nicht nur mehreren Schutzabkommen. Jedes Tier benötige auch mindestens 20 m² Platz. Die Hälfte davon sollte Wasser sein. Laut Tierschützern fördern solche Ottercafes den illegalen Tierhandel und stehen oft in der Kritik wegen der schlechten Bedingungen für die Tiere. Ich nehme das jetzt mal auf für meine Töchter zu Hause, die sowas auch mit quietschendem Vergnügen hier quittieren würden, um ihn zu zeigen, Mädels, schaut mal, so hält man keine Tiere. Das hier ist wirklich kritisch. Und jetzt ist gut. Ich habe wirklich kein Lust mehr. Danke. Uns reicht die halbe Stunde. Ist wirklich nicht ganz unser Ding. Knapp 20 € kosten die 45 Minuten mit den Ottern. Es ist nicht nur abzocke, es ist auch abartig, wie ich finde. Also der Art, nicht angemessen. Damit sie alle Facetten dieser japanischen Tiercaffes zu sehen bekommen, möchte ich die wohl haarsträubendste Entdeckung nicht vorenthalten. Gleich gegenüber der Otter. Sie kostet 6 € und nennt sich Eulencaffee. Hier hinter mir, das sind Tiere. Ich dachte, das wäre jetzt nur der Eingang und das wären sozusagen Sie können die Eulen anfassen. Ich streichel doch jetzt nicht eine Eule hier. Das sind doch keine Ziere zum Anfassen. Etwa 16 Eulen sind die Hauptdarsteller dieser traurigen Dschungelkulisse. Moment jetzt mal. Das ist ein Raum im ersten Stock und da sind so Plastik, Dschungelpflanzen und echte Eulen. Genau das machst du jetzt mal nämlich nicht mit der Kamera daran gehen. Das ist nämlich genau das, was mir ich kon nicht auf die Idee so ein Tier anzufassen und vor allem sind das doch Tiere, die jetzt nicht unter so einem hellen Licht die sind doch nacht aktiv. Ne, es tut mir leid, streichel dich doch nicht. Diese Minios machen mich sprachlos. Zum Glück und nicht ohne Grund hat Deutschland vor 30 Jahren bereits Haltungsstandards für Greifvögel wie Eulen etabliert. Neben Raumgröße und geschultem Personal brauchen die Vögel vor allem Ruhe und viel Abstand zu uns Menschen. Bei uns wäre diese Haltungsart also schlichtweg illegal. Das ist natürlich zugegeben faszinierend zu sehen, das ist keine Frage. Und natürlich war ich noch nie einem solchen Tier so nah. Das hat aber auf dem Grund. Diese Tiere sollten keinen Kontakt mit Menschen haben. Schau mal, die wendet sich schon ab hier. Ob das hier eine Abwehrreaktion ist, einfach sich hier in der Ecke schon mal umzudrehen. Weg von den Touristen. Also, das ist jetzt hier, da hört mein Spaß irgendwie auf. Schweine. Okay, bei den Ottern hatte ich schon Magenschmerzen, aber bei den Eulen jetzt nee, nee, nee, Leute, das ist nicht normal. Nach den Rezensionen zu urteilen bin ich mit meiner Meinung nicht allein, denn in den Kommentaren sprechen viele Touristen vom gleichen Problem. Müde und gestresste Tiere, die tagsüber nicht schlafen können. Wie denn auch mit einer grellen Tageslicht vor und fettigen Touristenhänden [musik] im Gesicht. Zum Glück haben wir uns auf diese Geschichte vorbereitet mit einer Person gefunden, die da zumindest so ähnlich denkt wie wir, nämlich, dass das, was wir hier gerade sehen, [schnauben] nicht gut ist. Europa nimmt den Tierschutz schon seit Jahrzehnten ernst. Natürlich kann man unsere Regeln und Ansichten nicht auf andere Kulturen übertragen, aber Eule bleibt Eule. Das seht auch Ayaugot so. Die ausgesprochen erfolgreiche Sängerin und Schauspielerin kämpft seit mehr als 10 Jahren schon mit ihrer eigenen Tierschutzorganisation EVA gegen die japanischen Tiercafes. Danke, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Kiroto ist wirklich ein schöner Ort. Wir lieben diese Stadt. Aber klären Sie uns doch bitte mal, warum es hier so viele dieser Kaffees gibt. Der Grund ist, dass Koyoto bei Touristen sehr beliebt ist und besonders die ausländischen Touristen kennen das Konzept solcher Tierkaffees nicht. Es ist sonderbar für sie und daher auch beliebt. Viele Kaffeebesucher denken aber nicht darüber nach, wie es den Tieren in diesen Caféses geht und wollen nur eine lustige Zeit haben. Ich empfinde das als egoistisch. Lassen Sie uns die mal durchgehen. Also, wir haben verschiedene Kaffees gesehen. Es gibt Eulenkaffees, Katzenkaffees und das erste, in dem wir waren, war ein Ferkelkaffee. Die Schweine brauchen z.B. ihre Schlammbäder. Katzen und Hunde sind uns Menschen gewohnt, aber für alle anderen Tiere kann auch eine hohe Infektionsgefahr durch menschliche Krankheitserreger bestehen, durch welche die Tiere krank werden. Was können wir denn als Journalisten aus Deutschland tun, um ihre Aufgabe zu unterstützen? Im Gegensatz zu Hunden und Katzen sind die Gesetze für den Tierschutz sehr wahr geformuliert. Ich möchte, dass möglichst viele Menschen erfahren, wie diese Tiere misshandelt werden, nur weil die Gesetze so locker interpretiert werden. Also, es ist ja recht einfach. Die Touristen sollen da einfach nicht mehr hingehen, oder? Wenn da keiner mehr hinläuft, dann gibt's auch keine Besucher. Es kommt kein Geld mehr rein und dann ändert sich vielleicht irgendwann mal was. Eigentlich ist es ja einfach, oder? Simply don't go. Ja, genauso ist es. Und wir merken ja, Japaner und Tierschutz m das ist nicht so wie bei uns. Wir sind da viel bewusster und das sollten sie auch sein beim nächsten Japan Besuch. Einfach einen großen Bogen machen um die Läden. So lustig und süß, dass alles scheinen mag, am Ende geht es hier nicht um die Tiere, sondern nur ums Lebe Geld. Die japanische Küche ist so vielseitig, dass allein schon die Wahl des Restaurants schwer fällt. Unstrittig ist, welches Getränk hier zum Essen passt. Egal auf welchen Tisch man blickt, Japans Nationalgetränk ist Sake. Bitte lasst uns nach Japan habe ich zu Kabel 1 gesagt und zum Glück wurden wir erhört, weil ich so wahnsinnig gerne japanisch esse. Entscheidend ist natürlich bei den Japanern, dass sie zum Essen das hier trinken. Sake. Reiswein. Na und da ist schon mal der erste Fehler. Das ist eigentlich kein Reiswein. Und bevor ich den trinke und genieße, habe ich mir schnell noch eine Tour gebucht. 100 € pro Person. Wir machen diese Tour zu viert und wir nehmen sie mit und erfahren alles, was wir immer schon über Sake wissen wollten. 100 € kostet unsere Sake Tour pro Person. Da brauche ich ja schon fast vorab einen, um diesen Preis zu verdauen. In der kleinen Stadt Fushimi treffen wir unseren Tourguide und der will uns jetzt zu wahren Sakekennern machen. Mein Name ist Musaki. Hallo Musaki. Schön dich kennenzulernen. Sollen wir los? Ja, gerne. Mosaki hat die klassischen japanischen Eigenschaften. Nett, schüchtern und sehr ruhig. Also eine Quatschblase ist der Herr hier, der uns hier führt nicht hat er uns begrüßt. Nach einem fünfminütigen stillen Marsch erreichen wir das erste Ziel. Got Okay, da hinten also die erste Brauerei mit angeschlossenem Sak Museum. Der Ort, an dem früher Sak gebraut wurde, ist der beste, um alles über die Geschichte und die Produktion von Sak zu lernen. Immerhin ist der Eintrittspreis von 3,50 € in der Tour inbegriffen. Im Museum bleibe ich leider wieder mir selbst überlassen. Die Japaner sind ja höflich und zurückhaltend, aber so viel Zurückhaltung hätte ich von so einem Touride jetzt auch nicht erwartet. Der hat noch gar nichts gesagt. Der Herr sitzt steht die ganze Zeit neben uns und sagt n und wir gehen durchs Museum. Wir haben ihn dafür nicht bezahlt. Also ich meine nicht als Fernsehteam bezahlt. Bezahlt haben wir schon nämlich fast 400 € für die Gruppe hier. Bevor ich dem Sak Geheimnis selber auf die Spur kommen kann, [musik] lockte uns unser stummer Reiseführer in den nächsten Raum. Aber das ist kein Ausstellungssaal, sondern hier stehen ja Preise an der Ach, wir sind im Shop. Alles klar. Im Museumsladen muss man sich nicht auskennen, da spricht alles für sich selbst. Wir bleiben standhaft und Musaki Sun bittet uns weiterzulaufen. Zum nächsten Halt, der sei nur 5 Minuten entfernt. Oh, schau mal, hier könntest du auch für eine halbe Stunde all you can drink, also so viel Sak, nee, das brauche ich jetzt nicht. Ah, jetzt weiß ich, warum er so schnell hierher wollte. Komm mal mit. Schon wieder ein Shop. Ich fürchte, mein Wissensdurst nach Sake und seinen Hintergründen wird heute nicht gestillt. Um das Beste aus dieser Tour zu machen, nehme ich wenigstens ein paar Souvenirs mit. Jetzt haben sie mich die ersten zwei Flaschen Sage für jeweils 12 € und ich glaube genau darum geht's bei der Tour. Laut Plan ist unser nächster Halt wieder ein Museum. In mir steigt die Hoffnung doch noch irgendetwas Wissenswertes von dieser Tour mitzunehmen. Aber das Museum ist heute geschlossen und Musakian genauso überrascht wie wir. Oh, der sollte eigentlich offen haben. Okay. Bei einer Tour für 100 € pro Person erwarte ich mindestens, dass ich mein Tourguide über die Stationen informiert. Der versucht den Fehler zu überspielen und bringt uns höflich in den nächsten Laden, wo wir auf eigene Kosten zumindest mal probieren dürfen. von Shop zu Shop zu Shop zu Shop und ins nächste Restaurant jetzt gleich, wo wir noch mal so ein Sak bekommen haben, weil die eigentliche Brauerei, die uns zeigen wollte, ist ja zu. Ja, das ist dann auch alles für 400 €. Zum Ende ein Blick auf unsere Tourstationen. Statt viel Sake [musik] Wissen gab es einen Museumseintritt für 350, ein geschlossenes Museum und ganze 12 Minuten Fußmarsch inklusive. Der Sake kostet extra, sein wir ehrlich. Für 100 € habe ich einen Supermarkt Spaziergang gekauft. Man ist ja respektvoll und man ist ja höflich und man äußert nicht, was man eigentlich denkt und was wir denken ist folgendes. Wir haben fast 400 € bezahlt, dazu noch ein bisschen geshoppt. Ich glaube, wir brauchen jemanden, der sich damit auskennt. Und zum Glück hat meine Redaktion von jemanden gefunden. Und sie werden sich wundern, das ist gar kein Japaner. Damit Sie und ich in Sachen Sake nicht dumm sterben, kontaktiere ich Julian Hausman. Der Australier ist einer der größten Sakexerten des Landes. Er ist Sak Juror und Journalist, lebt hier seit vielen Jahren. Du bist einer der wenigen Westler, die so ziemlich alles über Sak wissen. Hoffentlich. Vielleicht nicht alles. Wir haben eine wirklich bizarre Tour erlebt, an deren Ende wir genauso viel über Sag gewussten, wie zu Beginn. Verstehe. Also, ich würde dich bitten, uns ein bisschen was zu erzählen und ein wenig einzuführen in die Thematik. Okay, das können wir machen. Das ist der Laden. Der Asano Sak Shop bietet in Sachen Sake alles. Die Auswahl ist riesig. Man darf und soll sogar vor dem Kauf probieren. Und die Preise sind moderat. Preise gehen hier los bei 7 8 €. Natürlich gibt's da hinten auch die 70, 80 € Flaschen, aber teuer ist Sake nicht so. Ganz kurz, Sake ist ja gar nicht so teuer. Wieso meine ich französische Rotwein? French rede. Nicht, wenn du ihn in Japan kaufst. Nein, wenn du ihn im Ausland kaufst, kann es teuer werden, aber hier ist recht günstig. Dazu mal gleich die Bemerkung. Bis zu 2 l Sake darf man in Deutschland einführen und ich verspreche dem deutschen Zoll, bei mir im Koffer sind diese 2 l drin. Ich weiß nur noch nicht welche. Also, Sage ist ja kein Bier, wird aber gebraucht. Ja, er wird gebraut. Im Reis gibt es keinen Zucker, also wird er künstlich hinzugefügt. Dafür wird der Reis gemahlt. Die Körner werden also immer kleiner und ganz im Kern ist Reisstärke. Also ist Sake von der Herstellung her kein Schnaps und auch kein Wein, sondern eher ein Bier. Hier sind zwei Prozentangaben. Die erste ist meist der Alkoholgehalt. In diesem Fall sind es 16. vergleichbar mit dem dicken Rotwein. Ja, die andere Prozentangabe sind 65 und das ist nicht der Alkoholgehalt, sondern bedeutet, dass 65% vom Reis ungemahen sind. So ein Kreuz, wo im Prinzip steht komplex, delikat, süß, trocken und genau in der Mitte ist diese Flasche. Je feiner gemahlen der Reis, desto aromatischer der Socke. Traditionell trinkt man diesen eigentlich aus kleinen Bechern. Aber Vorsicht, diese kleinen Becher haben eine Tradition. Einige Menschen glauben, dass es Schotz sind, aber es ist nicht für Schotz. Die Becher sind so klein, damit der Sage schneller leer ist und man deswegen mehr Interaktion miteinander durch das Nachgießen hat. Finde ich aber schön immer kleine Portionen und dafür wird's geselliger. Ich persönlich mag Sake zum Essen mehr als Wein. In Japan gibt es den Spruch: Sake sucht sich sein Essen nicht aus. Ob bestimmtes Fleisch, etwas Gemüse, Meeresfrüchte und ganz viel anderes Zeug auf dem Tisch ist, passt zu allem und beißt sich nur selten mit Essen. Und noch etwas für ihre nächste Japanreise. Beim Einschenken in diese kleinen Wächer gibt es die Regel, dass man immer anderen einschenkt, nie sich selber. Aber unter uns nach ein paar Gläsern ist es egal. So we say the last rule noch ein eine Regel und das Prost heißt hier Kampi Kampai andato thank you very much Julian erzählt mir das was eigentlich mein Touride für 100 € hätte erzählen sollen damit sie nicht in dieselbe Falle tappen wie ich hier noch mal das Wichtigste. Sage passt zu fast jedem Essen. Um sicherzug gehen, dass er ihnen schmeckt, gehen Sie in ein Geschäft in dem Sie probieren [musik] dürfen. Sparen Sie sich die teuren Verkaufstouren und geben Sie das Geld nur beim Fachhändler aus. Ich habe Ihnen ja nicht zu viel versprochen, oder? Ist dieses Land nicht wunderschön? Sind die Menschen hier nicht unfassbar höflich? Eins kann ich dazu sagen, ist es hier nicht unfassbar preiswert zur Zeit? Und damit mein absoluter Fernreisetipp für ihren nächsten Urlaub. Tokyo, Osaka, Kobe, Kyoto, das sind so Mussstädte und wer Mut hat, der macht das nicht pauschal oder schließt sich irgendwelchen organisierten Touren an, sondern entdeckt Japan ganz auf eigene Faust.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=PNV4qxVps3c |
| Titel | FAKES & FALLEN! Asiens Touristen-Nepp undercover aufgedeckt! | Asien Abzocken XXL |
| Kategorien | BulkNews, Achtung Abzocke |
| Hinzugefügt | 2026-07-17 19:20:06 |
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