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🔗 https://www.youtube.com/watch?v=PUPc8S668EQ
🤖 Zusammenfassung
Im Phoenix-Interview äußerte Bernd Lange, Vorsitzender des EU-Parlamentshandelsausschusses, sich zu Brexit, dem Nahen Osten und China.
Lange kritisierte die bisherige Zurückhaltung der britischen Labour-Regierung unter Keir Starmer (im Transkript teils fehlerhaft benannt) und forderte schnelle Verhandlungen zur Reduzierung von Brexit-Bürokratie sowie Standardsplitterungen. Der britische Markt sei für EU und Deutschland weiter wichtig, habe aber an Bedeutung verloren und sei etwa in Niedersachsen auf Platz zwölf abgerutscht.
Zum Konflikt im Nahen Osten betonte Lange die Notwendigkeit, mit Mittelmächten zusammenzuarbeiten, Lieferketten zu diversifizieren und europäische Energiesouveränität durch erneuerbare Energien und grünen Wasserstoff zu stärken.
Bezüglich China nannte er vier Verhandlungsziele bis Oktober: eine ausgeglichenere Handelsbilanz, Abbau illegaler Subventionen, diskriminierter Marktzugänge und besseren Patentschutz. Angesichts schwächelnder chinesischer Konjunktur zeigte er sich vorsichtig optimistisch, verwies aber auf bereitliegende defensive EU-Maßnahmen.
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📜 Transkript
Dummen politischen Tagesgespräch bei Phönix begrüße ich heute den Sozialdemokraten Bernt Lange. Er ist Vorsitzender des Handelsausschusses des EU-Parlamentes und uns aus Hannover zugeschaltet. Guten Tag, Herr Lange. Ja, guten Morgen. Hallo. Schauen wir bitte zunächst kurz auf die Amtszeit von Kirst Damer. Er war ja verlässlicher Unterstützer der Ukraine, das ist wichtig. nicht nur für die Ukraine selbst, sondern auch für Berlin. Wie haben sich unter Star in den letzten Jahren denn die Handelsbeziehungen mit Großbritannien, also zwischen der Europäischen Union und Großbritannien entwickelt? Ja, wie in ihrem Beitrag angedeutet war Kammer sehr zurückhaltend und äh ich habe auch gedacht bei der Regierungsübernahme jetzt gibt's wieder einen engeren ähm ja Schulterschluss mit der Europäischen Union der gerade in dieser geopolitischen verrückten Weltlage. Aber er war sehr zurückhaltend, hatte immer Bedenken, dass die Konservativen und Rechtspopulisten ihn als quasi den Brexit rückgängig machend Brankmarken würden. Und deswegen hat's auch lange gedauert, dass wir wieder konkrete Verhandlungen aufgenommen haben, weil inzwischen klar ist, die wirtschaftlichen Folgen des Brexit belasten wirklich fundamental die britische Wirtschaft und die Menschen. So und jetzt müssen wir gucken und ich bin da sehr zuversichtlich, dass Andy Bam diesen Faden der Verhandlung wieder aufnimmt und dass wir schnell in diesem Jahr zu Vereinbarungen kommen, die wirtschaftlich wirklich Entlastung für Großbritannien bringen. Andy Burnham, der neue, der jetzt installiert wird heute als neuer Premier, der will ja gleich heftige Flöcke setzen. Er sagt, wir müssen uns eingestehen, dass meine Politikergeneration mich eingeschlossen, sagt er, es versäumt hat, einer politischen Kultur und einem Wirtschaftsmodell entgegenzutreten, die für die breite Bevölkerung nicht gut genug funktionieren. Das klingt doch irgendwie sozialistisch, oder? Ich würde erstmal sagen sozialdemokratisch, aber natürlich muss man auf die Arbeit zunächst gucken, dass Menschen eine Perspektive für ihre eigene Lebensentwicklung haben. Und dazu gehört eben auch, dass wir z.B. jetzt äh wesentliche Bürokratien, die durch den Brexit gekommen sind, abbauen gerade im Lebensmittelsicherheitsbereich, in der Energiepolitik, dass wir auch über die Emissionshandel gemeinsam entscheiden, sodass wirklich mehr Spielraum für Investitionen und eben auch für eine gerechte Politik in Großbritannien stehen. Sie sind Vorsitzender des Handelsausschusses und können das äh aus erster Hand sozusagen am besten bewerten. Wie wichtig ist denn der britische Markt für die Europäische Union und vielleicht auch für Deutschland? Sehr wichtig. Ist ein bisschen abgefallen, weil es eben diese Zollbürokratie gibt, weil Standards sich unterschiedlich entwickelt haben oder das Risiko zumindest besteht. Und insofern auch hier in Niedersachsen, wir haben mit Großbritannien eigentlich traditionell sehr sehr gute Beziehungen gehabt und das ist jetzt glaube ich auf den zwölften Platz abgerutscht. Ähm und insofern äh gilt's einiges zu tun, weil es gibt ja auch viele Wertschaffungsketten, also gerade in der Automobilindustrie, da gehen die Produkte der Kolben hin und her äh und das muss wieder einfach und geräuschlos laufen. ähm um eben hier auch ähm sehr eng miteinander zu sein, weil Wachstum, soziale Gerechtigkeit müssen wir mit ja befreundeten Ländern schaffen, weil andere Großbritannien aus äh außerhalb von Großbritannien wie die USA oder wie China haben ganz andere Interessen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir hier wieder zueinander finden. Eigentlich sollte diese Woche ja ein Gipfel sein am 22. Der ist wegen der Regierungsübernahme von Andy Bam jetzt verschoben worden. Ich gehe aber davon aus, dass wir, ich sag mal, im Oktober, November dann auch wirklich äh die den Deckel zumachen können und neue Abkommen schließen können. Herr Lange, sie haben die aus Ihrer Sicht verrückte, ich möchte ergänzen, verrückte und gefährliche internationale Lage angesprochen. Es gibt weiterhin Angriffe in beide Richtungen. Durch den Iran äh bis rein nach Jordanien, durch die Amerikaner, rein in den Iran. Drei amerikanische Soldaten sind gestorben. Nichts spricht dafür, dass es eine Veränderung in der Straße von Hormus gibt in der nächsten Zeit. Was bedeutet das für den Ölpreis und den internationalen Handel? Ich glaube, wir müssen wirklich noch stärker, wie auch der kanadische Premierminister gesagt hat, mit den Middlepower zusammenarbeiten, um Risiken abzubauen. Und wir sind eben mit unter mit einseitiger Abhängigkeit von einzelnen Großen äh bedrohlich äh äh und und gefährlich äh äh wirtschaftlich äh in der in der in der Zwickmühle. Ähm, aber auch gerade jetzt noch mal mit dem Öl, aber auch mit allen anderen Rohstoffen, die über die Straße Humus kommen, wir müssen diverfizieren und wir müssen auch, was die Energieversorgung anbetrifft, viel viel stärker, unabhängiger, souveräner in Europa sein und dazu gehört natürlich viel stärker der Ausbau erneuerbare Energien und auch die Versorgung mit grünem Wasserstoff. Herr Lange, Sie haben China ja schon angesprochen. Nun setzt die EU auf Verhandlungen mit China, um das gewaltige Handelsdefit zu verringern. Es heißt, bis Oktober will Brüssel konkrete Zugeständnisse sehen. Welche Zugeständnisse sind denn das, die die Europäische Union durchsetzen müsste? In der Tat haben wir uns jetzt verständigt, bis Ende Oktober zu vier Punkten zu verhandeln und das heißt auf der einen Seite die ja Handelsbilanz bei Gütern etwas wieder ins Gleichgewicht zu kriegen. Das heißt, der extreme aggressive Exportdruck muss abgebaut werden, auch die illegalen Subventionen in China. Und für unsere Produkte müssen ja diskriminatorische Elemente wie Lizenzen, wie Standards ähm äh und Zugangsbeschränkung abgebaut werden, s dass wir ein bisschen weder im Gleichgewicht kommen. Und dann geht's auch darum, äh dass wir uns über ähm die Einhaltung von Patenten verständigen und gemeinsam uns auch noch mal über den globalen äh Handelsbereich äh unterhalten. Ich schätze im Moment ein, dass die Chinesen auch ein Interesse haben, weil derenwirtschaft liegt auch da nieder. Bauindustrie ist kaputt, Autoabsatz in China ist um 19% zurückgegangen und die Frage der Jugendarbeitslosigkeit ist ein relevantes Problem in China. Also die sind auch daran sehr, dass wir uns hier verständigen und den Exportmarkt nach Europa nicht völlig zumachen. Also ich bin da leicht optimistisch, dass wir bis Oktober was hinkriegen, wenn das nicht passieren sollte. Wir haben unsere defensiven Maßnahmen im Koffer. Das war der leicht optimistische Chef des EU-Handelsausschuss des Parlamentes, Bernt Lange. Ich sage ganz herzlichen Dank für Ihre Zeit. Ebenso herzlichen Dank. Alles Gute.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=PUPc8S668EQ |
| Titel | phoenix tagesgespräch mit Bernd Lange zum Regierungswechsel in Großbritannien | 20.07.26 |
| Kategorien | Real-Life-TV, BulkNews, phoenix |
| Hinzugefügt | 2026-07-21 00:03:59 |
| Mediendatei | Original-Medium ansehen · Lokale Kopie |

