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🔗 https://www.youtube.com/watch?v=-tM14Sc77Og
🤖 Zusammenfassung
Hessens CDU-Innenminister Roman Poseck äußert sich im Interview zu den Herausforderungen der Messerkriminalität. Er zeigt Verständnis für Betroffene und bezeichnet die Fallzahlen als alarmierend. Als erfolgreiches Instrument nennt er Waffenverbotszonen, die in Hessen zu einem Rückgang von 18 Prozent bei Messerangriffen im öffentlichen Raum geführt hätten. Poseck fordert einen intensiven Informationsaustausch zwischen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden sowie die konsequente Abschiebung von Straftätern und Gefährdern. Zudem plädiert er für eine Erhöhung des Mindeststrafmaßes bei Messerangriffen von sechs Monaten auf ein Jahr. Kritisch betrachtet er die Überrepräsentation bestimmter Herkunftsländer und verweist auf gescheiterte Integration sowie falsches Werteverständnis.
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📜 Transkript
Roman Poseck ist uns jetzt zugeschaltet, CDU-Innenminister des Bundeslandes Hessen. Herr Poseck, ich grüße Sie. Guten Tag. Ich grüße Sie aus Bad Hersfeld. Ja, es gibt nun diverse Forderungen, dass sich gerade beim Thema Messerkriminalität und Messerangriffe politisch etwas ändern muss, damit wir eben nicht mehr diese Häufung von Taten haben. Gerade jetzt auch der Fall Aschaffenburg aus der vergangenen Woche. Da fordern die Polizeigewerkschafter weitere Maßnahmen. Auch die Mutter des Getöteten sagt nun, sie möchte so etwas in Deutschland nicht noch einmal erleben und fühlt sich nicht mehr sicher. Was ist Ihr Plan? Was kann man konkret unternehmen, um das künftig zu verhindern? Zunächst einmal habe ich Verständnis für diese Forderungen. Das sind schreckliche Taten und natürlich habe ich ganz viel Verständnis für die Mutter des Getöteten. Das ist das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, den Sohn durch eine so grundlose Tat zu verlieren. Und die Zahlen sind in der Tat alarmierend. Die Messerangriffe in Deutschland befinden sich auf einem hohen Niveau und wir sehen vor allen Dingen immer wieder bei Messerangriffen, dass mit ganz einfachen Mitteln schreckliche Taten durchgeführt werden können, mit fatalen, oft tödlichen Folgen. Wir können natürlich nicht alles verhindern und es gibt auch kein Allheilmittel, um diese Taten zu verhindern. Aber aus meiner Sicht brauchen wir eine Reihe von Maßnahmen, damit es zu weniger Messerangriffen kommt. Wir setzen in Hessen beispielsweise auf Waffenverbotszonen. Wir haben die Waffenverbotszonen immer weiter ausgebaut. Dort wird auch streng kontrolliert. Deshalb bin ich im Übrigen gerade hier in Bad Hersfeld, weil gleich eine solche Kontrolle stattfinden wird. Und in Hessen sehen wir einen deutlichen Rückgang. Wir hatten im vergangenen Jahr einen Rückgang bei Messerangriffen im öffentlichen Raum um 18 %. Trotzdem ist jede Tat eine zu viel und jede Tat ist hochgefährlich. Aber wir sind jedenfalls aus meiner Sicht nicht chancenlos, dieser Entwicklung zu begegnen. Sie sagen, für Hessen ist die Entwicklung positiv. Deutschlandweit kann man das nicht sagen, wenn man auf die Kriminalstatistik aus dem letzten Jahr schaut. Nun kann man ja sagen, ein Messer an sich ist kein Problem. Das Problem sind die Leute, die diese Messer benutzen. Und da muss man sagen, da sticht im Täterkreis besonders hervor: Das sind Menschen aus den Hauptherkunftsländern. Jetzt haben wir es mit Afghanen zu tun, Syrern, Irakern und Türken. Sie sind überrepräsentiert in dieser Statistik. Häufig haben wir es außerdem damit zu tun, dass die Menschen, wie jetzt auch im Fall Aschaffenburg, bereits in psychischer oder psychiatrischer Behandlung gewesen sind. Muss man nicht auch sagen, dass die Behörden dort näher hingucken müssen? Braucht es einen Informationsaustausch zwischen den Gesundheitsbehörden und den Sicherheitsbehörden? In der Tat, wir müssen die Probleme klar benennen. Da bin ich auch ganz bei Herrn Ostermann. Wir haben mehr psychisch auffällige Menschen in unserer Gesellschaft, die auch gewalttätig und gewaltbereit sind. Darunter sind Menschen, die zu uns gekommen sind, genauso wie Menschen, die hier geboren wurden. Darauf müssen wir eingehen. In der Tat brauchen wir einen intensiven Informationsaustausch zwischen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden. Dafür haben wir in Hessen beispielsweise zuletzt die rechtlichen Grundlagen geschaffen. Wir müssen die Täterkreise auch klar benennen. Die meisten Menschen, die zu uns gekommen sind, verhalten sich rechtschaffen und setzen auch kein Messer gegen andere ein. Aber leider gibt es eben auch andere. In der Tat ist der Ausländeranteil bei Messerangriffen verhältnismäßig hoch. Das hat auch etwas mit gescheiterter Integration und einem völlig falschen Werteverständnis zu tun. Darauf müssen wir aus meiner Sicht mit aller Konsequenz reagieren. Dazu gehört für mich auch, dass wir Straftäter und Gefährder konsequent in ihre Heimatstaaten zurückführen. Wer hier schwere Straftaten begeht, hat aus meiner Sicht kein Recht, bei uns zu bleiben. Abschiebungen haben auch einen unmittelbaren Bezug zu unserer Sicherheit. Deshalb setze ich auf konsequente Abschiebemaßnahmen und vor allen Dingen auch auf eine sehr konsequente Bestrafung dieser schrecklichen Taten. Das ist jetzt sozusagen der Schritt danach, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, wenn solche Messertaten bereits passiert sind. Wie sieht es denn im Vorfeld aus? Gerade auch das Thema Abschiebehaftplätze: Jemand, der kein Recht hat, hier zu sein, sollte auch nicht frei herumlaufen. Was machen Sie konkret? Wir haben nachher noch einmal ein Gespräch mit Michael Kurrat, der vor mehr als drei Jahren in Brokstedt seine Tochter verloren hat, ebenfalls bei einem Messerangriff in einem Regionalzug. Sie wurde damals ermordet. Er sagt: „Ich höre jetzt die gleichen Floskeln wie vor drei Jahren. Wir müssen mehr und schneller abschieben. Das gilt insbesondere für Straftäter und Gefährder.“ Man muss natürlich jeden Fall einzeln betrachten. Ich glaube, man kann das nicht verallgemeinern. Es gibt Menschen, die bereits auffällig waren. Da stellt sich in der Tat die Frage: Warum hat der Staat bislang nicht gehandelt? Wenn es da Lücken gibt, bin ich immer dafür, diese zu schließen. Da darf auch der Datenschutz nicht im Wege stehen. Da müssen wir unsere Interessen wahrnehmen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es Täter gibt, denen wir nicht in den Kopf schauen können und die erstmals eine schreckliche Tat begehen. Aber unser Rechtsstaat muss wirkungsvoller werden und wir müssen noch mehr für die Sicherheit der Menschen tun, um diese Taten nach Möglichkeit zu verhindern. Dazu gehören für mich Prävention genauso wie Repression. Natürlich ist Prävention immer besser, weil sie Straftaten von vornherein verhindert. Aber wir brauchen auch eine sehr konsequente Bestrafung, um ein klares Zeichen in die Gesellschaft zu setzen, dass wir Messer aus unseren Innenstädten verbannen wollen. Wir haben in Hessen Waffenverbotszonen auch im öffentlichen Nahverkehr geschaffen, um damit mehr Sicherheit zu erreichen. Und ich unterstütze auch Forderungen nach einem strengeren Mindeststrafmaß für Messerangriffe. Im Moment liegt dieses bei sechs Monaten, nämlich bei gefährlicher Körperverletzung. Ich meine, dass wir Messerangriffe hier besonders herausstellen müssen und deshalb zu einer Mindeststrafe von einem Jahr kommen sollten. Dann ist jeder Messerangriff gleichzeitig ein Verbrechen. Das bedeutet auch mehr Konsequenz des Rechtsstaats und gibt im Übrigen auch im Bereich der Abschiebungen mehr Möglichkeiten. Herr Poseck, ich danke Ihnen für das Gespräch. Sehr gerne, Frau Droste.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=-tM14Sc77Og |
| Titel | DEUTSCHLAND: Roman Poseck verlangt mehr Härte bei Messerangriffen und Abschiebungen |
| Kategorien | Zeitung, BulkNews, WELT Nachrichtensender |
| Hinzugefügt | 2026-07-20 21:49:53 |
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