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🔗 https://www.youtube.com/watch?v=ILYxO1Vv6Ek
🤖 Zusammenfassung
Ein SternTV-Beitrag beleuchtet dubiose Praktiken der Parkraumbewirtschaftungsfirma Parkwatcher 365 GmbH. Mehrere Autofahrer berichten von offenbar unberechtigten Zahlungsaufforderungen. Der Münchner Hüsein Aktas soll Anfang April in Hanau geparkt haben, obwohl er nie dort war. Die als Beweis gelieferten Tiefgaragenvideos stammten offenbar aus einem Frankfurter Hotel, in dem er erst im Mai geschult hat. Trotz seines Widerspruchs und Gegenbeweisen (Hotelrechnung, Fahrtenbuch) erhielt er drei Forderungen mit wechselnden Angaben. Auch Silvia Fernandez wird vorgeworfen, am Feiertag 1. Mai auf einem Bäckereiparkplatz geparkt zu haben; sie vermutet Bildmanipulation. Der ADAC kritisiert das Geschäftsmodell. Die Staatsanwaltschaft Hanau ermittelt wegen gewerbsmäßigen Betrugs. Parkwatcher spricht von möglichen technischen und menschlichen Fehlern.
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📜 Transkript
Beim Parken abgezockt. Man probiert es mit Reistigkeit, ja, und äh leiert den Leuten irgendwie Geld äh aus den Rippen. Es geht um angeblich manipulierte Beweisfotos und Ortsangaben, die unmöglich stimmen können. Ich war nicht hier, definitiv nicht. SternTV will die Verantwortlichen zur Rede stellen. Insgesamt drei Kameras, die uns hier beobachten. Wenden private Parkplatzbewirtschafter dubiose Geschäftspraktiken an. Solche Schilder findet man immer häufiger auf Parkplätzen. Darauf Hinweise und Regeln, wie man diesen Parkplatz nutzen kann. Aufgestellt von sogenannten Parkraumbwirtschaftern. Diese Firmen kümmern sich im Auftrag von Supermärkten und Co. Um Falsch und Dauerparker. Die Auftraggeber zahlen dafür in der Regel nichts. Die Parkraumbewirtschafter machen ihr Geld oft nur mit den verteilten Knölchen. Es häufen sich jedoch Vorwürfe. Manche dieser Firmen sollen Autofahrer schlicht abzocken. Ein SternTV Zuschauer schreibt uns, er habe unrechtmäßige Zahlungsaufforderungen einer solchen Firma erhalten. [musik] Es entsteht der Eindruck, dass die Firma darauf setzt, Betroffene so lange mit Forderungen und Schriftverkehr zu zermürben, bis diese schließlich zahlen. Wir treffen uns mit dem 53-jährigen Hüsein Aktas aus Freising bei München. Herzlich willkommen. Kommen Sie rein. Im Mai bekommt er Post von der Parkwatcher 365 GmbH. Und was war denn vielleicht so das erste Schreiben, was sie bekommen haben? Das erste Schreiben war hier. Mhm. Aus Hanau am 9. April. In der Zahlungsaufforderung über 47,50 € heißt es, er habe Anfang April unrechtmäßig auf einem Parkwatcher Parkplatz geparkt. Angeblicher Tatort Hanau in Hessen. Es gibt allerdings ein Problem. Ich war noch nie in meinem Leben in Hanau. Würde mich sehr interessieren, wie der Parkplatz ausschaut. [musik] Er widerspricht dem Vorwurf. Ich habe immer vor solchen Sachen, sage ich jetzt nicht mal Angst, aber ich will die Fristen einhalten. Also da bin ich bisschen penibel, sage ich jetzt mal. Ich habe Einschreiben mit Rückschein geschickt und per E-Mail an dem Tag gleich, wo ich den Brief bekommen habe, er fordert Beweisbilder an. Parkwatcher schickt ihm diese Fotos [musik] per Mail. Also das ist ihr Auto. Ja, das das ist schon das ist und hier sieht man ja Parkwicht ja sofort ins Auge. Also aber das Foto haben nicht sie gemacht, sondern das wurde ihnen dann quasi als Beweis Beweis. Genau. Die Fotos stammen offensichtlich aus einer Tiefgarage, die Parkwatcher kontrolliert. An der Wand sind Parkwatcher Logos und auch das Logo eines Hotels zu erkennen. Das war ja das sehr unglaubwürdige am unglaubwürdigsten, weil äh wie gesagt laut Google Maps schaut es gar nicht so aus, als ob das eine Tiefgarage dort existiert. Also als ob dann da Tiefgarage vorhanden ist. Mit Hüssi in Aktas fahren wir nach Harnau, an den Ort, an dem er angeblich geparkt haben soll. Jetzt sehen wir auf dem Navi sind noch knapp 500 m. Dann auf der rechten Seite Parkplätze und die blauen Schilder von Parkwatcher. Ich hätte ja sowieso jetzt Angst, da drauf zu fahren, weil das ist ja ziemlich auffällig. Absolut. Wir schauen uns das Ganze genauer an. Ich war nicht hier. Definitiv nicht. Sagt ihn alles gar nichts hier, ne? Nein, überhaup kennen auch niemand, der hier wohnt. Nein, ich war noch nie in meinem Leben da. Und Tiefgaragen äh Beweisbilder kann man ja auch vergessen. Ist auch hinfällig. [musik] Die Bilder der Tiefgarage stimmen eindeutig nicht mit dieser Adresse in Harnau überein. [musik] Aber Aktas weiß, woher die Bilder stattdessen stammen. Aus einer Hoteltiefgarage in Frankfurt am Main, mehr als 36 km entfernt von Hanau. Hier hat Hüsse in Aktas im Mai wegen einer beruflichen Schulung übernachtet. Das ist jetzt die besagte Tiefgarage. Genau. Hier ist die Einfahrt. Hier muss man klingeln, dass man Hotelgast ist. Dann wird die Schranke aufgemacht und wird dann ist eine ganz große Garage zwei Stockwerke tiefer. Hier wurden die Fotos gemacht. Sie können aber nur im Mai entstanden [musik] sein, nicht im April. Wie Parkwatcher behauptet. Auch die Hoteltiefgarage wird von Parkwatcher [musik] bewirtschaftet. Die Schilder sind ihm damals sogar aufgefallen, sagt Aktas. Was wurde Ihnen mitgeteilt vom Hotel quasi an der Stelle? Ich brauche nichts für die fürs Fahrzeug zum Auslegen als Nachweis, dass ich hier übernachte. Das passt, wenn ich auf den Hotelpl letzten geparkt habe. Okay, das sind so die ersten Signaler. Seine Hotelrechnung bestätigt, er hat für alle sechs Tage eine Parkgebühr bezahlt. Insgesamt happiger 180 €. Ein weiterer Beweis: Seine Fahrzeugapp zeichnet alle Fahrten des Autos auf. Zur Mittagszeit, wo diese Beschuldigung war, war ich zu Hause. Dann wird es noch kurioser. Er bekommt eine neue Zahlungsaufforderung. Gleiches Datum, also 9. April, aber mit der Hotelresse. Hüse in Aktas widerspricht erneut. [musik] Ergebnis: dritte Zahlungsaufforderung. Diesmal mit Hotelresse und dem tatsächlichen Tag seines Checkouts im Mai. Ich habe mittlerweile drei Zahlungsaufforderungen von der Parkwatcher. Die sind alle noch nicht bestätigt, dass die eingestellt sind. Man bekommt keine Antwort und das macht mich halt äh unruhig. Also ich möchte das erledigt haben. Online findet man viele Beschwerden über verschiedene Parkraumbewirtschafter. [musik] Auf der SternTV Instagramseite schildern Zuschauer ihre Erfahrungen. Ich war bei McDonald's Essen und die Kinder haben dort gespielt. Zwei Monate später kam gleich die zweite Mahnung 183 €. [musik] Ich bekam eine Zahlungsaufforderung über das Auto meines da bereits verstorbenen Vaters von einem Parkplatz in Mecklenburg Vorpommern. Ich wohne in NRW. Auch Silvia Fernandez hat Ärger mit Parkwatcher. Sie glaubt, dass die Firma ein Foto von ihrem Auto manipuliert [musik] und mit einem anderen Datum versehen habe, um ihr so ein Parkvergehen auf diesem Bäckereiparkplatz zu unterstellen. Da hatte ich auch tatsächlich geparkt, als ich Wochentagsmot geholt habe. Ja. Äh und dann haben sie genau die Situation halt rausgeschnitten und äh behauptet, ich wäre am 1. Mai am Feiertag hier gewesen. Der konkrete Vorwurf: Sie soll hier am 1. Mai 2025 geparkt haben, als der Bäcker geschlossen war. Hier dürfe man aber nur während der Öffnungszeiten parken. Silvia Fernandes bestreitet am 1. Mai hier gewesen zu sein. [musik] Sie haben gesagt, sie waren sowieso nicht hier, sondern zu Hause. Genau. Wir hatten an dem Tag auch Besuch. Also, ich wusste ganz genau, das kann alles nicht sein und die haben auch lange sich geziert, Beweisfotos überhaupt zu liefern. Zu Hause zeigt [musik] uns die Leiterin einer Grundschule ihre Unterlagen zu dem Fall. Sie habe Zeugen dafür, dass sie am 1. Mai [musik] nicht auf dem Parkplatz stand. Witzigerweise hatten wir aber wie gesagt an dem 30.4. äh Besuch Tanz in den Mai und die haben auch hier übernachtet und wir haben gemeinsam gefrühstückt und da war klar, dass ich auch um die Uhrzeit das [musik] Haus noch nicht verlassen hatte. [gelächter] Sie glaubt, die angeblichen Beweisfotos der Überwachungskameras [musik] sein manipuliert worden. Vor allem der Schatten ihres Autos sei auffällig. Das Schöne war, dass ist mir ja per die per E-Mail zugeschickt worden. Das heißt, ich konnte das auch dran zoomen und dann sehen Sie, dass die Linien nicht sauber gezogen worden sind, dass da Brüche sind. Ich kenne keinen Schatten mit dem Bruch. Schaut man genauer hin, kann man diese unsauberen Kanten erkennen. Wurde hier tatsächlich ein echtes Foto von ihrem Auto in eine andere Aufnahme des Parkplatzes eingefügt. Parkwatcher teilt auf Nachfrage mit. Der Vorwurf manipulierter Beweisbilder ist entschieden zurückzuweisen. Nach unseren Erfahrungen mit Kamerasystemen unterschiedlicher Hersteller sowie nach den entsprechenden technischen Herstellerangaben entstehen solche Effekte durch die Zusammenführung mehrerer Sensorbilder und können insbesondere in Übergangsbereichen zu optischen Versetzen führen. Silvia Fernandez widerspricht mehrfach den Forderungen der Parkwatcher 365 GmbH. [musik] Die schickt jedoch eine Mahnung nach der nächsten. Die Grundschullehrerin bleibt hartnäckig, selbst dann, als ihr eine Anzeige von Parkwatcher droht. Und ich habe mir dann irgendwann gedacht, so jetzt könnt ihr mich mal gerne haben. Ja, jetzt habt ihr euch definitiv diesmal mit der falschen angelegt [gelächter] und habe dann auch außerdem eine Anzeige erstattet gegen die Firma und tatsächlich seitdem ist Truhe. Seit mehr als einem halben Jahr habe sie nichts mehr von Parkwatcher gehört. Wir sprechen mit Klaus Heimgärtner, Rechtsexperte vom ADAC. Er stellt das Geschäftsmodell solcher Anbieter in Frage. Je mehr die Parkraumbwirtschaftsunternehmen allein ihre Einnahmen über Vertragsstrafen erzielen, desto näher liegt es natürlich auch, dass sie ein Interesse dran haben, dass Verstöße stattfinden bzw. Verstöße geahndet werden und dann versuchen mit etwas dubioseren Mitteln hier Ansprüche bei den vermeintlichen und tatsächlichen Falschparkern gelten zu machen. Die Staatsanwaltschaft Harnau bestätigt uns, dass im Zusammenhang mit den Unternehmen Parkwatcher 365 eine Vielzahl an Ermittlungsverfahren anhängig sind. Der führende Tatvorwurf lautet [musik] gewerbsmäßiger Betrug. Wir wollen die Verantwortlichen zur Rede stellen und fahren erneut nach Hau. Diesmal zum Firmensitz der Parkwatcher 365 GmbH. In diesem Sandsteinhaus in Hanau soll die Firma sitzen. Hier haben wir auf dem Briefkasten den richtigen Namen. Park Watcher. Wir sind auf jeden Fall richtig. Man scheint uns im Blick zu haben. Insgesamt drei Kameras, die uns hier beobachten. An der Klingel steht, bitte klopfen, dann machen wir das doch. Offensichtlich ist keiner da. Nachbarn erzählen uns, ein Parkwatcher Mitarbeiter würde hier regelmäßig Post abholen. Auf SternTV Anfrage äußert sich Parkwatcher schriftlich zu den Vorwürfen. [musik] Fehler sind wie bei jedem technischen System nie vollständig auszuschließen. Gerade deshalb wird jeder Vorgang bei uns manuell geprüft und einer vorgangsbezogenen Qualitätssicherung [musik] unterzogen. Auch bei manuellen Prüfprozessen lassen sich menschliche Fehler jedoch nie vollständig ausschließen. Bisse in Aktas hofft, dass Parkwatcher die an ihn gestellten Forderungen zurücknimmt. Das Thema stresst ihn immer mehr. Ich erwarte eine Entschuldigung von Ihnen, dass wir würde wä eine Genugtung. Ich brauche nicht mehr. Wir haben das eingestellt und es tut uns leid. Wir haben Fehler gemach. Diese Unsicherheit auch kommt jetzt morgen noch was kommt nichts. Das ist was mich bisschen immer noch so beschäftigt. Erst vergangene Woche habe er noch eine Mahnung von Parkwatcher erhalten.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=ILYxO1Vv6Ek |
| Titel | Private Parkplatzfirmen unter Verdacht: Betroffene erheben schwere Vorwürfe | stern TV |
| Kategorien | Zeitung, BulkNews, stern TV |
| Hinzugefügt | 2026-07-18 02:11:32 |
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