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🤖 Zusammenfassung
Der Text beschreibt das Attentat auf Reinhard Heydrich, genannt „Schlechter von Prag“, am 27. Mai 1942. Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes und zentraler Organisator des Holocaust, herrschte im Protektorat Böhmen und Mähren mit Massenverhaftungen, Deportationen und Hinrichtungen. Die tschechoslowakischen Exilsoldaten Josef Gabčík und Jan Kubiš wurden im Rahmen der Operation Anthropoid per Fallschirm abgesetzt, um ihn zu töten. Trotz falscher Landung und Verwundung fanden sie Unterstützung bei mutigen Zivilisten. Bei einem Straßenanschlag klemmte Gabčíks Maschinenpistole, doch eine Handgranate verwundete Heydrich tödlich; er starb acht Tage später. Die Nationalsozialisten verübten grausame Vergeltung: Sie zerstörten die Dörfer Lidice und Ležáky, ermordeten die Männer und deportierten Frauen und Kinder. Durch den Verrat von Karel Čurda entdeckte die Gestapo das Versteck der Attentäter in der Kirche der Heiligen Kyrill und Method; nach stundenlangem Kampf begingen die Widerstandskämpfer Suizid oder fielen. Čurda wurde nach dem Krieg hingerichtet, Heydrichs Witwe Lina dagegen erhielt eine Witwenrente. Heute erinnern Denkmäler an die Opfer und mahnen, solche Verbrechen nie zu wiederholen.
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📜 Transkript
Diese beiden Soldaten haben einen wichtigen Auftrag. Über ihnen verschwendet das Flugzeug in der Ferne. Unter ihnen liegt ihr Heimatland. Es ist von den Nazis besetzt und irgendwo da unten befindet sich ihre Zielperson. Reinhard Heidrich, der Schlechter von Prag. Hitler nennt ihn den Mann mit dem eisernen Herzen. Als zentraler Architekt des Holocausts hat er mehr als anderthalb Millionen Menschen auf dem Gewissen. Und er hat nicht die leiseste Idee, dass diese beiden tschechischen Soldaten ihn umbringen wollen. Videos zu so harten Themen wie diesem werden erst durch unsere starken Partner möglich. Sally z.B. ist schon richtig lange am Start. In der App kannst du für über 200 Reiseziele mobiles Internet buchen. Mit SI musst du dich im Ausland nie wieder mit unsicheren WLAN verbinden oder zwielichtige Handyshops aufsuchen. Wähl einfach dein Reiseziel aus und bei der Ankunft bist du direkt online. Sally ist von den NordVPN Machern und setzt von Anfang an auf Onlinesicherheit. 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Sein Vater ist Opernsänger und Komponist. Auch der junge Heidrich ist musikalisch begabt, schlägt aber einen anderen Weg ein. Nach seinem Schulabschluss geht er zur Reichsmarine. Heidrich ist groß, blond und sportlich. Ein echter Vorzeiger Aria. Aber es gibt da etwas, das nicht ins Bild passt. Seine Stimme ist dünn und hoch. Deshalb hat er mit Minderwertigkeitskomplexen und Selbsthas zu kämpfen. In der Schule und in der Marine wird er gehänselt. Es gibt Gerüchte, dass er jüdische Wurzeln habe. Die anderen Soldaten nennen ihn deswegen blonder Moses. Und das in einer Zeit, in der der Nationalsozialismus in Deutschland immer einflussreicher wird. Heidrich hasst seinen Spitznamen. Im Dezember 1930 lernt er Lina von Osten auf einem Ball in Kiel kennen. Nach nur vier Treffen verloben sie sich. Ihr nordisches Aussehen soll ihm besonders gefallen. Vielleicht hofft er, die Gerüchte über seine jüdische Abstammung würden sich dadurch endlich legen. Aber dann gibt es einen Skandal um das frisch verlobte Paar. Heidrich muss vor ein Ehrengericht der Marine. Eine Ex-Freundin wirft ihm vor, dass er eigentlich ihr die Ehe versprochen hätte. Er wird aus der Marine entlassen. Für ihn eine große Demütigung. Aber leider ist es nicht das Ende seiner Karriere. Wenige Monate später stellt ihm ein Freund der Familie Heinrich Himler vor. Heidrich tritt der NSDP und der SS bei. Ab jetzt geht es für ihn Steilberg auf. Nur wenige Jahre später ist Heidrich einer der mächtigsten Männer im nationalsozialistischen Deutschland. Er wird Chef des Reichsicherheitshauptamtes, der SS und der Polizei. 1938 beteiligt er sich an der Organisation der Reichsprogrammnacht. In der Nacht zum 10. November brennen in ganz Deutschland Synagogen. Jüdische Geschäfte werden geplündert und tausende Menschen verhaftet, geschlagen oder getötet. Im Juli 1941 wird Heidrich mit der Endlösung der Judenfrage beauftragt. So nennen die Nazis den systematisch geplanten Massenmord an jüdischen Menschen in Europa. Nach dem ersten Weltkrieg gründen die tschechischen Länder und die damalige Slowakei einen eigenen Staat, die Tschechoslowakei. Im Frühjahr 1939 marschiert die Wehrmacht ein und zerschlägt den Staat. Ein Großteil der tschechischen Gebiete wird als Protektorat Bürhmen und Meeren unter deutsche Kontrolle gebracht. Eigentlich ist Konstantin von Neurad hier der Reichsprotektor, aber den Nazis greift er nicht streng genug durch. 1941 wird er beurlaubt und Heidrich zu seinem Stellvertreter ernannt. Damit übernimmt er faktisch das Amt als Reichsprotektor und Heidrich greift viel stärker durch als sein Vorgänger. Hitler hat den Mann mit dem eisernen Herzen geschickt. Er befiehlt Massenverhaftungen, Hinrichtungen und Deportationen. Tausende Tschechen kommen in Konzentrationslager. Heidrich führt ein Regime des Terrors. Bald nennt man ihn den Schlechter von Prag. Und es wirkt so, als habe er den tschechischen Widerstand vollständig zerschlagen. Doch im Verborgenen plan Widerstandskämpfer längst seine Ermordung. Während Heidrich es sich in einem Schloss bei Prag gemütlich macht, bereiten sich hunderte Kilometer entfernt zwei Soldaten auf ihre Mission vor. Die tschechische Regierung ist im Exil. Ihre Führung befindet sich in London. Hier haben sich der tschechische Militärgeheimdienst und der britische Nachrichtendienst für Spezialeinsätze zusammengetan. Gemeinsam arbeiten sie an einem streng geheimen Plan, um Heidrich zu töten. Operation Anthropoit. Jan Kubisch und Josef Gabchik kommen aus der Tschechoslowakei. Als die Nazis ihre Heimat besetzen, fliehen sie 1939 nach Polen. Dort lernen sie sich kennen. Von Polen gelangen sie nach Frankreich und schließen sich der französischen fremden Legion an. Für Sie als Tschechoslowaken ist es zu diesem Zeitpunkt die einzige Möglichkeit gegen die Nazis zu kämpfen. In der Legion werden sie Freunde. Als Frankreich kapituliert, werden Kubisch und Gabchik nach Großbritannien verlegt. Im Herbst 41 wird Gabchik zum Kommandanten der Operation Anthropoid ernannt. Als sich sein Partner während der Vorbereitung verletzt, schlägt Gapschik seinen Freund Kubisch als Ersatz vor. Die beiden sind stolze Soldaten. Sie mussten mit ansehen, wie ihre Heimat kampflos von den Nazis übernommen wurde. Jetzt wollen sie sich rchen. Gemeinsam bereiten sie sich auf einen der gefährlichsten Einsätze des Zweiten Weltkriegs vor. In der Nacht vom 29. Dezember 1941 dringt ein britischer Halifex Bomber in den Luftraum der ehemaligen Tschechoslowakei ein. Dort wirft er gabchik und Kubisch ab. Der Schneefall ist heftig. Die Crew kann die Maschine kaum navigieren. Sie setzt Gabchik und Kubisch aus Versehen an der falschen Stelle ab. Die beiden landen nicht östlich von Pilsen, wo ihre Kontaktpersonen sind, sondern östlich von Prag. Bei der Landung verletzt sich Gabchik am linken Fuß und die Männer haben keine Ahnung, wo sie sind. Es ist mitten in der Nacht und eiskalt. Sie verstecken ihre Fallschirme unter dem Schnee und suchen Schutz in einem verlassenen Steinbruch. Ihre Landung ist nicht unbemerkt geblieben. Ein Forstaufseher hat den Lärm der Maschine gehört. Von seinem Hausdach aus hat er ihre Landung verfolgt. Am nächsten Morgen entdeckt er die vergrabenen Fallschirme und folgt den Fußspuren im Schnee. Kurz darauf findet er Gabschik und Kubisch. Er stellt sie zur Rede. Sie behaupten, sie wollten den Steinbruch wieder in Gang bringen, aber ihre Geschichte fliegt direkt auf. Notgedrungen gestehen Sie die Wahrheit und Sie haben Glück. Der Fremde will ihnen helfen. So erfahren sie, dass Sie 32 km östlich von Prag gelandet sind, weit weg von ihren Kontaktleuten. Gabchik ist verletzt. Viel schlechter hätte ihre Mission nicht starten können, aber das Schicksal ist offenbar auf ihrer Seite. Auch ein Müller aus dem Nachbardorf hat das Flugzeug in der Nacht gehört. Er spürt die beiden Soldaten ebenfalls auf und er ist Mitglied der Organisation Sokol, einer verbotenen tschechischnationalistischen Bewegung. Er bietet Gabchik und Kubit an, den Kontakt zum Untergrundnetzwerk der Sokol in Prag herzustellen. Das verstößt gegen die strengste Regel ihrer Mission. Die beiden dürfen keinen Kontakt zu lokalen Widerstandsgruppen haben, bis sie ihren Einsatz beenden. Aber sie sind verzweifelt und haben keine andere Wahl. Also nehmen Sie die Hilfe an. In den nächsten Monaten kommen Sie bei mutigen Familien unter. Ganz normale Leute, die sie verstecken und versorgen und so ein enormes Risiko auf sich nehmen. Wer dem Widerstand hilft und auffliegt, muss mit Verhaftung, Folter oder Tod rechnen. Reinhard Heidrich ist sehr beschäftigt. Er organisiert die Wannse Konferenz. Dort wollen die Nazis den systematischen Massenmord an den Juden vorantreiben. Heidrich weiß nicht, dass er die ganze Zeit von zwei Männern beobachtet wird. Sie studieren seine Alltagsroutine und die Routen, die er durch Prag nimmt. Dabei bekommen sie sogar Unterstützung aus Heidrichs direkt Umfeld von Mitarbeitern aus seinem Schloss. Gabchik und Kubisch überlegen, wie sie heidrich ausschalten könnten. Ein Angriff in seinem Schloss oder auf seinem Anwesen kommt nicht in Frage. Zu streng bewacht, aber es gibt eine andere Möglichkeit. Heidrich reißt grundsätzlich ohne Personenschutz. Er wird nur von seinem Fahrer begleitet. Auf der Straße ist er also mehr oder weniger schutzlos und das ist ihre Chance. Sie überlegen einen Draht über die Straße zu spannen, damit sein Fahrer abbremsen muss. Aber die Zeit drängt, denn es gibt Gerüchte, dass Heidrich Prag bald verlassen könnte. Hey, ich bin Sophia vom Simply Podcast. Unfassbar. Den gibt es seit mittlerweile über einem Jahr und wir sind ultra stolz darauf, was daraus geworden ist. Fast 50 zeitlose Folgen, alles unabhängiger Journalismus. Politische Themen wie der geheime Krieg in der Arktis, die allseits beliebten Hacker Stories und Deep Dives wie zu einem möglichen Krieg um Taiwan. Hört nach diesem Video also gerne mal rein über allo es Podcasts gibt. 26. Mai 1942. Heidrich ist mit seiner Frau bei einem klassischen Konzert. In einem prachtvollen Saal hören sich Stücke seines verstorbenen Vaters. Nicht weit entfernt treffen Gabchik und Kubisch die letzten Vorbereitungen. Gabchik wird sich mit einer britischen Maschinenpistole vom Typ Stan bewaffnen. Kubisch mit Handgranaten. Sie packen zwei Aktentaschen. In der einen ist die zerlegte Maschinenpistole, in der anderen zwei Granaten. Die Taschen wirken unauffällig. Um die Waffen weiter zu verstecken, legen sie frisches Gras darüber. Taschen voller Gras waren damals recht üblich. als Futter für Kaninchen, die viele Menschen im Krieg gehalten haben. Am nächsten Morgen ist bei Reinard Heidrich alles ruhig. Es ist ein frischer Frühlingstag. Er frühstückt und spielt mit seinen drei Kindern. Seine Frau ist schwanger. Gegen 10 Uhr verlässt er sein Schloss. Wie immer begleitet ihn nur sein Fahrer. An einer engen Straße am Prager Stadtrand wartet Gabchik. Kubesch hat sich hier positioniert, nur einige Meter entfernt. Die beiden stehen hier schon seit über einer Stunde. Sie sind angespannt. Dann endlich nähert sich Heidrichs Mercedes-Benz. Noch nicht, noch nicht. Jetzt Gabchik macht einen Schritt vor, wirft seinen Regenmantel ab, hebt die Waffe und drückt ab. Aber nichts passiert. Monatelang haben sie sich auf diesen Moment vorbereitet und jetzt klemmt die Waffe. Vielleicht hat das Gras aus der Aktentasche den Mechanismus blockiert. Die Stan ist dafür bekannt, immer mal wieder zu klemmen. Vielleicht ist es auch einfach Pech. Wir werden es nie erfahren. Heidrich schreit seinen Fahrer anzuhalten und zieht seine Pistole. Er geht von nur einem Attentäter aus. Kubisch nutzt die Chance, aber er verfehlt sein Ziel. Heidrich überlebt. Kube springt auf sein Fahrrad und verschwindet so schnell er kann. Heidrichs Fahrer ist Gabchick auf den Fersen. Der flieht in eine Metzkerei. Als der Fahrer in den Laden stürmt, ist auf die Stand doch noch Verlass. Gabchik schießt seinem Verfolger ins Bein und entkommt. Beide Attentäter können erfolgreich fliehen, aber ihr eigentliches Ziel haben sie verfehlt. Heidrich lebt noch. Die Explosion hat ihn allerdings schwer verwundet. Ein vorbeifahrender Wagen bringt ihn ins Krankenhaus, wo er operiert wird. Wenige Tage später verschlechtert sich sein Zustand dramatisch. Am 4. Juni 1942, 8 Tage nach dem Attentat, stirbt Heidrich. Unmittelbar danach leitet die Gestapo eine großelegte Fahndung nach den Attentätern ein. Aber es fehlt ihnen an konkreten Hinweisen und die Suche bleibt erfolglos. Frustriert fordern die Nazis Vergeltung für den Tod des stellvertretenden Reichsprotektors. Sie entscheiden sich für Lidizitze, ein Dorf mit 503 Einwohnern. Sie vermuten, dass einige Dorfbewohner die Attentäter unterstützt haben. Beweise dafür gibt es nicht. Im Zuge der Verhandlungen nach den Mördern des SS Obergruppenführers Heidrich wurden einwandfreie Hinweise dafür gefunden, dass die Bevölkerung der Ortschaft Lid bei Kladno dem in fragekommen Täterkreis Unterstützung und Hilfe leistete. Am 9. Juni 1942 umstellen die Gestapo und die Schutzpolizei Liditze. Nur wenige Stunden später fallen sie in das Dorf ein. Am Morgen des 10. Juni werden 173 Männer erschossen. Drei Tage später werden die Kinder von ihren Müttern getrennt. Die Frauen werden ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Einige Minderjährige kommen zur Omerziehung in deutsche Familien. Kleinkinder lässt man am Leben. Alle anderen Kinder werden im Vernichtungslager Kulmhof getötet. Nachdem die Nazis alle Bewohner ermordet oder deportiert haben, löschen sie das Dorf komplett aus. Sie zerstören alle Häuser, die Kirche und den Friedhof. Und dabei filmen sie alles. 1943 ist von DDC nur noch dieser Lehre Platz übrig. Von den 503 Dorfbewohnern überleben nur 143 Frauen und 17 Kinder den Krieg. Normalerweise versuchen die Nazis ihre Kriegsverbrechen zu vertuschen, aber dieses Mal stellen sie ihre Brutalität offen zur Schau. Dieses Massaker soll eine Machtdemonstration sein. Die Gebäude des Ortes sind im Erdboden gleich gemacht und der Name der Gemeinde ist ausgelöscht worden. Aber das Blutbad von Lidz reicht den Nazis nicht. Sie wollen die Männer hinter dem Attentat finden. Sie versprechen Straffreiheit für jede Person mit einem Hinweis, der innerhalb weniger Tage eingeht. Außerdem setzen sie eine Belohnung von einer Million Reichsmark aus. Ein Kamerad von Gabchik und Kub nimmt das Angebot an. Er heißt Karel Schurda. Wie Gabchik und Kubesch ist auch er nach Polen geflohen, hat sich der französischen fremden Legion angeschlossen und wurde in Großbritannien für Sondereinsätze ausgebildet. Und auch er wurde für einen Auftrag ins Protektorat geschickt. Aber am 16. Juni 1942 beschließt er mit der Gestapo in Prag zusammenzuarbeiten. Er verrät die Namen der Attentäter und der Familien, die ihnen Unterschlupf gewährt haben. Im Gegenzug bekommt er eine neue Identität und das Geld, also eine Million Reichsmark. Familie Moravetz hat Gabchik und Kubesch geholfen. Als die Gestapo ihre Wohnung stürmt, nimmt sich die Mutter mit einer Zen Kapsel das Leben. Ihr Sohn wird zum Verhör abgeführt. Die Gestapo zermürbt ihn mit brutalen Foltermethoden, bis er schließlich den einen Hinweis verrätt, den seine Mutter ihm mitgegeben hat. Die Kirche s Kirill und Method. Die orthodoxe Kirche ist das Versteck von Gabchik und Kubisch. In dem Keller der Kirche, der sogenannten Krypta, verharren die beiden zusammen mit fünf anderen tschechischen Widerstandskämpfern. Sie warten auf Befehle aus London. Sie haben von Lidiz gehört und wissen, dass hunderte Unschuldige gestorben sind. Die ganze Zeit plagen sie schreckliche Schuldgefühle. Sie denken sogar darüber nach, sich in einem Park das Leben zu nehmen. Vielleicht hört das Morden der Nazis auf, wenn sie sich in einem beigelegten Hinweis zu dem Attentat bekennen. Aber dazu kommt es nicht mehr. Die Nazis umzingeln die Kirche und dann beginnt es. Sieben Männer kämpfen gegen mehr als 700 Soldaten der SS und Gistaapur. Und dennoch halten sie stundenlang Stand. Um sie zum Aufgeben zu zwingen, fluten die Nazis die Krypta mit Wasser. Kubisch wurde bei den Schusswechseln schwer getroffen. Er stirbt wenig später an seinen Verletzungen. Die anderen begehen Suizid. Sie wollen nicht in die Hände der Nazis fallen. Manche nehmen Zan Kali, andere erschießen sich. Am Ende sind beide Attentäter von Heidrich tot. Dutzende Widerstandskämpfer werden hingerichtet, weil sie den Attentätern geholfen haben. Darunter ganze Familien, der Bischof und andere Mitglieder der tschechischorthodoxen Kirche. Aber die Nazis wollen noch mehr Rache. Nur wenige Tage später ermorden sie alle Männer und Frauen in einem zweiten Dorf namens Lejaki. Sie deportieren und töten die meisten Kinder und zerstören die Häuser. Danach ist Lejki vollständig ausgelöscht. Genau wie LDC. Den Befehl für die Massenmorde in beiden Orten hat der NS-Funktionär Karl Hermann Frank gegeben. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er verurteilt und hingerichtet. Karal Schuda hat bis zum Kriegsende mit der Gestapo zusammengearbeitet. Als er nach dem Krieg versucht hat vor den tschechoslowakischen Behörden zu fliehen, wurde er gefasst und zum Tode verurteilt. Am 29. April 1947 wurde er in Prag hingerichtet. Lina Heidrich blieb nach dem Tod ihres Manns eine prominente Figur. Sie nach Deutschland zurückgekehrt. Nach der deutschen Kapitulation wurde der Besitz ihres Mannes beschlagnahmt. Sie hat ihr Leben lang bestritten, dass ihr Mann für Kriegsverbrechen verantwortlich war. In den 50er Jahren hat sie in mehreren Gerichtsverfahren gegen die Bundesrepublik ihren Anspruch auf eine üppige Widwinrente durchgesetzt. Sie hat auch ihr stattliches Sommerhaus zurückbekommen. Heute steht ein Denkmal an der Stelle des Attentats in Prag. Zu Ehren von Josef Gabchik und Jan Kubisch. Die dritte Figur steht symbolisch für den zivilen Widerstand in Tschechien. In den Dörfern Lidiz und Lejaki erinnern Gedenkstätten an die Verbrechen. Sie bewahren nicht nur das Andenken an die Opfer, sondern setzen ein klares Zeichen. So etwas darf sich nicht wiederholen. Cheers.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=_SNlKQKqAEg |
| Titel | Der Nazi, den Hitler gefürchtet hat |
| Kategorien | BulkNews, Simplicissimus |
| Hinzugefügt | 2026-07-18 01:02:35 |
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