![]()
| Kanal-Aufrufe | 0 |
| Kanal | https://www.youtube.com/channel/UCWpop4RlpejOFLebR0C1YaQ |
🔗 https://www.youtube.com/watch?v=UCpC0BFInPM
🤖 Zusammenfassung
In seiner Bundestagsrede bekräftigt Jens Spahn (CDU/CSU) die Notwendigkeit einer starken EU und verteidigt Bundeskanzler Friedrich Merz als Führungsfigur in der Ukraine-Politik. Deutschland stehe unmissverständlich an der Seite der Ukraine und Israels, betont Spahn. Scharf greift er die AfD an, deren Positionen er als „Putins Sprachrohr“ und „Verrat am Vaterland“ brandmarkt. Zugleich wirbt er für die Union-SPD-Koalition und mahnt zu weniger „roten Linien“ sowie mehr Kompromissbereitschaft. Die Haushaltskonsolidierung sei unverzichtbar, um Sozialversicherungsbeiträge zu begrenzen. Der Fokus müsse jedoch nicht auf Umverteilung, sondern auf Wachstum, sinkende Kosten und mehr Investitionen liegen. Spahn plädiert für pragmatische Entscheidungen der politischen Mitte, um Vertrauen und wirtschaftlichen Aufschwung zurückzugewinnen.
Summary created by "LinkBuster-KI HAL8999 – Status READY!!"
📜 Transkript
Aus der CDU/CSU-Fraktion hat nun Herr
Abgeordneter Jens Spahn das Wort. Bitte.
Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und
Kollegen, Deutschland braucht eine starke
und funktionierende Europäische Union. Der
Bundeskanzler hat es angesprochen und die
Europäische Union braucht uns. Europa kann
nur stark sein, wenn Deutschland militärisch,
wirtschaftlich und politisch stark ist.
Und Europa kann nur stark sein, wenn
Deutschland und der deutsche Bundeskanzler eine
Führungsrolle einnimmt. Und das tut Deutschland
mit Friedrich März. Der Bundeskanzler hat die
NATO zusammengehalten und maßgeblich mit dafür
gesorgt, dass die Ukraine dem russischen
Angriffskrieg, der härter tobt denn je,
dass die Ukraine dem russischen Angriffskrieg
abwehren kann mit unserer Unterstützung. Das
ist ein Verdienst dieses Bundeskanzlers und dieser
Bundesregierung, liebe Kolleginnen und Kollegen.
Und es sei ausdrücklich gesagt, wir sind in beiden
Kriegen in unserer Nachbarschaft im Nahen Osten,
in der Ukraine nicht neutrale Beobachter. Wir
sind Partei. Wir stehen klar an der Seite der
Ukraine und im Krieg gegen den Iran stehen wir
klar an der Seite Israels. Das halten wir auch
gegen Widerstände aus. Wenn das dazu führt, dass
uns Despotenstaaten aus Afrika nicht wählen,
weil wir eine klare Position haben, dann
ist das so. Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mit dieser Bundesregierung mit Friedrich
März hat Deutschland wieder eine klare
Haltung. Dieser Bundeskanzler vertritt unsere
nationalen und europäischen Interessen mit der
notwendigen Klarheit und er hat dabei unsere volle
Zustimmung in der Koalition von Union und SPD.
Die Ukraine spricht mit unserer Unterstützung
die Sprache der Stärke und Putin versteht
nur diese Sprache. Der Diktator sammelt seine
Truppen, seine fünften Kolonnen und instruiert
sie zuletzt bei seiner Propagandashow in
St. Petersburg, mittendrin erneut die AfD.
Die AfD Erzählung von Ihnen, Frau Weidel, vom
russischen Bären, wie Sie die Tage gemacht
haben, der provoziert würde, das ist reinste
Kremmlpropaganda. Putin hat sie, Putin hat sie,
die AfD außerkoren, unsere Gesellschaft zu spalten
und zu schwächen. Ganz Deutschland muss, ganz
Deutschland muss eines wissen. Ganz Deutschland
muss eines wissen. Sie, Frau Weidel und Ihre
Fraktion, Sie sind Putins willfährige Helfer.
Sie sind Putins Sprachrohr, wie wir es hier
gerade gehört haben und wahrscheinlich sind Sie
noch stolz darauf mit ihrem Gegrinse und Gefeigse
hier. Sie sind Putins Sprachrohr. Frau Weidel
gratuliert dem der russischen Grand-Slam-Siegerin,
dem deutschen Sieger Alexander Serev aber
bewusst nicht. Das ist scheinbar eine Randnotiz,
aber es sagt so viel über sie aus. Hass
auf das eigene. Da scheint mir eher ein
Thema bei Ihnen zu sein als irgendwo anders. Das
sieht man an diesen kleinen und großen Gesten.
Und der Irrsinn erklimmt ja immer neue
Höhen. Ihr ideologischer Vordenker,
der ja nach und nach ihre Fraktion von außen
übernimmt, ihr ideologischer Vordenker Björn
Höcke bezeichnet 70 Millionen Westdeutsche als,
ich zitiere, deutschsprechende Amerikaner. Noch
mal zu Mitschreiben: Der aus NRW nach
Thüringen eingewanderte Wessi erklärt
nun 70 Millionen Westdeutschen, sie wären
keine Deutschen. Was er zu in die Schweiz
ausgewanderte Westdeutschen sagen würden,
wissen wir nicht. Aber ich hätte gerne was
von Ihnen dazu gehört zu dieser Schwurbelei
von Herrn Höcke, heute hier in ihrer Rede.
Höcke Schwurbelei ist kein Konservatismus, das
ist vulgär. Populismus und ihre Putin-Verehrung
in Zeiten des Krieges, ihr Kniefall von Moskau,
das ist kein Patriotismus, das ist Verrat am
Vaterland. Das ist so, das bleibt so und das
werden wir auch weiterhin genau so klar sagen.
Sie wollen, dass es Deutschland schlecht geht,
damit sie ihr Süppchen kochen können. Wir wollen
Deutschland wieder stark machen. Liebe
Kolleginnen und Kollegen, dabei passiert
aktuell viel zeitgleich. Ob die notwendigen
Einsparungen bei Kranken- und Pflegeversicherung,
der Konsolidierung des Haushaltes auch mit
schwierigen Debatten zu Förderprogramm,
Elterngeld, Wohngeld, der Rente, dem Arbeitsmarkt,
die Lage unserer Industrie. Die Debatten sind
gerade brutal verdichtet. Ich kann vieles in der
Debatte verstehen. Die Reflexe, die Reflexe sind
nachvollziehbar. Doch wir brauchen jetzt weniger
rote Linien und mehr Bereitschaft Verantwortung zu
übernehmen. Auf dem Sofa der Maximalposition ist
es bequem, aber einsam. In Zeiten des Umbruchs
braucht es Maß und Verantwortung und Ja auf die
Bereitschaft zum Kompromiss. Im Kern geht es bei
diesen Debatten um zwei Aufgaben. Wir müssen
zuerst die Ausgaben an die Einnahmen anpassen.
Keine Familie, kein Unternehmen und auch kein
Staat kann auf Dauer über seine wirtschaftlichen
Verhältnisse leben. Und nach 6 Jahren ohne
Wachstum ist die finanzielle Lage wie sie ist.
Wir müssen unsere sozialen Sicherungssysteme fit
machen, damit sie auch künftig leistungsfähig
bleiben. Denn, und das ist das Wichtige, und das
haben Sie Frau Hasselmann gerade wieder vergessen,
auch nicht entscheiden hätte ja folgen. Ein
Beispiel, wenn wir es einfach laufen lassen,
dann liegen die Sozialversicherungsbeiträge Ende
dieses Jahrzehnts bei über 47%, von heute gut 42%.
Das heißt, von 1000 € Lohn müssten Arbeitgeber
und Arbeitnehmer 470 € Sozialbeiträge zahlen.
Das heißt noch weniger netto von brutto
und noch mehr Jobs, die verloren gehen,
weil zu teuer. Es sind die kleineren und
mittleren Einkommen, die am meisten leiden würden,
wenn wir nichts täten. Dieser Aspekt wird so oft
in der Debatte vergessen und dazu habe ich auch
von Ihnen heute wieder nichts gehört. Überhaupt
keine Lösung für die Themen, die wir haben.
Wir müssen konsolidieren. Die zweite
noch wichtigere Aufgabe ist es,
wieder für Aufsprung zu sorgen. Sie halten auch
heute wahrscheinlich wieder bei Grünen und Linken
viele Reden zur Umverteilung. Sie wollen
einen schrumpfenden Kuchen anders verteilen,
den einen nehmen, den anderen geben, weil das ist
ja in der Logik. Ein Kuchen, der kleiner wird,
da kann einer nur mehr haben, wenn jemand anders
weniger hat. Das führt zu den spaltenden Debatten,
die Sie führen. Wir Union und SPD dagegen, wir
wollen, dass der Kuchen wieder größer wird,
dass er wächst und wir wollen, dass alle was
davon haben. Aktuell sind wir bei Arbeitskosten,
Energiekosten und Bürokratiekosten im
internationalen Vergleich schlicht zu
teuer. Wir können dann teurer sein, wenn wir
genauso viel besser sind, wie wir teurer sind.
Und das sind wir aktuell nicht. Und deswegen
müssen die Kosten runter. Dann gibt es auch
wieder mehr Investition und neue Jobs. Das Gute
ist, wir haben ja eine starke Substanz. Wir sind
immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft der
Welt. Der Bundeskanzler hat darauf hingewiesen,
in welchen Branchen wir auch positive Entwicklung
sehen. Wir haben eine gute Infrastruktur, ein
gutes Bildungssystem. Wir haben über 3 Millionen
Unternehmer und Unternehmen in Deutschland, viele,
viele zig Millionen Beschäftigte, die anpacken
und anpacken wollen. Die Substanz ist gut.
Wir verlieren gerade an Substanz, aber was wir
erreichen wollen miteinander in dieser Koalition
ist nicht einen kleineren Kuchen zu verteilen.
Wir wollen, dass es wieder Ausschwung und
Wachstum gibt, mehr Substanz, damit alle was davon
haben. Darum geht es bei dem, was wir angehen.
Und Aufschung für Deutschland, das ist das
Ziel. Es berührt alle Lebensbereiche. Aufschwung
bedeutet sichere Arbeitsplätze und steigende
Löhne. Einen guten Sozialstaat gibt es dauerhaft
nur mit Aufschwung. Der Sozialstaat, den wir heute
kennen, der wäre doch ohne das Wirtschaftswunder
der Nachkriegzeit gar nicht denkbar. Ohne
Ausschwung wird es schnell düster. Ausschwung
bedeutet Zuversicht. Und die politische Mitte, die
darf sich bei diesen schwierigen Debatten nicht
klein machen. Sie darf nicht nur beschreiben oder
ankündigen, sie muss Entscheidungen treffen. Das
ist unser Selbstverständnis in der Koalition.
Das trägt uns auch hier im parlamentarischen
Maschinenraum. Es ist zu Wahlen mühsam, aber
es läuft. Wir konnten in den letzten 12 Monaten
gesellschaftliche Debatten zu Entscheidungen
führen, die lange zum Teil über Jahrzehnte
unlösbar und ideologisch verkämpft war. Bei der
Energie haben wir bei CCS, der CO2 Speicherung,
den Gaskraftwerken, Kernfusion oder dem
Heizungsgesetz jahrelange ideologische Schlachten
zu pragmatischen Entscheidungen geführt. Bei
der inneren und äußeren Sicherheit kommen wir
bei IP-Adressenspeicherung, der BND-Reform, dem
Wehrdienst, bei ideologischen Streitthemen der
letzten Jahre und Jahrzehnte zu guten Kompromissen
bei der irregulären Migration oder der Tariftreue.
Wenn sich Union und SPD, wenn sich Union und SPD
in diesen und anderen zentralen Themen über so
viele Jahre kontrovers umstritten waren, wenn wir
in der Lage sind bei diesen Themen Kompromisse zu
finden, dann werden wir, da bin ich ganz ganz
sicher, auch bei den jetzt anstehenden Themen,
wenn es um Ausschwung geht, wenn es um
Wachstum geht, wenn es um die Ausgaben
an die Einnahmen anpassen geht, entsprechende
Kompromisse finden. Gespräche gestern mit den
Sozialpartnern waren auch gut und ermutigend. Wir
wollen die Kompromisse finden in der politischen
Mitte des Hauses. Wir haben den letzten 12 Monaten
gezeigt, dass es geht und wir werden auch in den
nächsten Wochen zeigen, dass es geht. Darum geht's
bei dem, was vor uns liegt, liebe Kolleginnen.
Und es muss uns auch gelingen, denn wir alle
spüren ja die Stimmung im Land. Natürlich spüren
wir die, dass da aktuell viel Vertrauen
schwindet in die Entscheidungsfähigkeit
der parlamentarischen Demokratie. Da ist auch
viel Wut. Da ist ein Zug zu spät und da ist
gleich Wut aufs ganze System. Da bricht sich
gerade da bricht sich gerade viel Bahn. Ja,
sie bewirtschaften diese Wut und
versuchen daraus Hass zu machen.
Das ist ihr Modell. Das wissen
wir. Das wissen wir an der Stelle.
Unser Modell ist ein anderes. Unser Modell
ist ein anderes. Wir begegnen der Stimmung
in der Bereitschaft zur Debatte. Wir weichen
keine Debatte aus. Die Diskussionen sind zu
führen und wir führen sie auch miteinander. Das
entscheidende ist nur, dass aus den Debatten am
Ende Entscheidungen folgen müssen. Entscheidungen
im Kompromiss miteinander in der politischen Mitte
gefunden, bei denen es auch nicht zuerst darum
geht, wer hat sich wie viel bewegt, sondern bei
denen es darum geht, ob dieser Kompromiss in
der Sache einen Unterschied macht. Und diese
Entscheidungen, die rausführen aus der Spirale der
schlechten Laune, die wir in den letzten Wochen
und Monaten sehen, dass diese Entscheidungen, die
da ausführen, die dem Land wieder Zuversicht geben
und vor allem Aufschwung dieser Entscheidung
werden wir nach den notwendigen Debatten
miteinander treffen heute, in dieser Woche und in
den nächsten Monaten. Dafür sind wir angetreten.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=UCpC0BFInPM |
| Titel | 11. Juni 2026 | Rede von Jens Spahn zur Regierungserklärung |
| Kategorien | BulkNews, CDU•CSU Fraktion |
| Hinzugefügt | 2026-07-15 16:40:22 |
| Mediendatei | Original-Medium ansehen · Lokale Kopie |

