ZDFheute Nachrichten – YouTube
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Nina Warken soll neue Kanzleramtschefin werden. Das Atomabkommen zwischen USA und Saudi-Arabien droht zu scheitern. Die Preise auf dem Energiemarkt bleiben angespannt. Mehr dazu und weitere Nachrichten des Tages im heute journal.
00:00 Vorspann
01:01 Schmiese: "Sie hat als erste geliefert"
Nina Warken soll neue Chefin im Kanzleramt werden. Sie habe ihre Kompetenz als Gesundheitsministerin bewiesen, so Wulf Schmiese, stellvertretender Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios.
03:42 Millionenstrafe für Google
Nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission soll der US-Konzern Google 890 Millionen Euro Strafe zahlen. Anlass sind Verstöße gegen das EU-Gesetz über digitale Märkte.
07:27 Geldstrafe für Google "wie Fliegenschiss"
Wegen unzulässiger Wettbewerbspraktiken soll Google eine Millionenstrafe zahlen. Das Urteil der EU-Kommission sei milde, aber zwingend nötig, so KI-Expertin Miriam Meckel.
15:20 Atomabkommen zwischen USA und Saudi-Arabien
Die USA und Saudi-Arabien haben einen Atom-D
🤖 Zusammenfassung
Das „heute journal“ berichtet über personelle Weichenstellungen in der Bundesregierung: Kanzleramtschef Thorsten Frei wechselt an die Spitze der Unionsfraktion. Als Nachfolgerin im Kanzleramt ist Gesundheitsministerin Nina Wagenknecht vorgesehen, während CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann das Gesundheitsressort übernehmen soll. Kritisch fällt auf, dass damit eine Kabinettsumbildung nötig wird und politische Schulden beglichen werden.
Die EU-Kommission verhängte gegen Google eine Buße von 890 Millionen Euro wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act – nur ein Bruchteil des möglichen Maximums. Beobachter bezweifeln die Abschreckungswirkung und vermuten Rücksichtnahme auf Donald Trumps Zolldrohungen; andere betonen aber die Bedeutung für digitale Souveränität und fairen Wettbewerb.
Weitere Themen: Das Bundesverfassungsgericht wies die Eilklage zum Heizungsgesetz ab; USA und Russland sprachen über die Ukraine, während die EU neue Sanktionen gegen Russland beschloss; Huthi-Angriffe im Roten Meer und US-Luftschläge gegen Iran trieben Öl- und Gaspreise nach oben; schwere Waldbrände in Frankreich; ein umstrittenes US-saudisches Atomabkommen mit nachgeschobenen Bedingungen; sowie Sport- und Kulturmeldungen.
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📜 Transkript
Kind: captions Language: de Und jetzt das heute Journal mit Kaiser Richter und Dunia Hayali. Schönen guten Abend. Nachdem die Chefs von CDU und CSU sicher darauf verständigt hatten, dass Kanzleramtschef Thorsten Frei neuer Fraktionschef der Union werden soll, war klar, dieser Posten muss neu besetzt werden. Unklar war bloß, ob es eine kleine Lösung wird, also jemanden nehmen, der nicht im Kabinett sitzt oder eine große Lösung, jemanden aus dem Kabinett nehmen, was dann aber eine Umbildung zurfolge hätte. Und genau dafür soll sich der Kanzler nun entschieden haben. Das Stühlerrücken sieht vor, dass die bisherige Gesundheitsministerin Nina Wagen neue Kanzleramtsministerin werden soll. Die 47-jährige wäre die erste Frei auf diesen Posten und ihr Amt soll durch den bisherigen CDU Generalsekretär Carsten Linnemann besetzt werden. Fragen wir nach in Berlin bei Wolf Schmiese. Du hast es ja schon seit Tagen geahnt, wir haben ja auch immer mal wieder darüber gesprochen. Jetzt soll es also wirklich so kommen. Nina Wagen soll Kanzleramtchefin werden, würde dann tatsächlich mehr im Hintergrund agieren. Warum Sie? Vielleicht auch deshalb, aber nein, sie kann aus Sicht des Kanzlers Reform. Sie hat als erste geliefert und hat im Grunde der taumelnden Regierung März ein bisschen Stabilität gegeben, als vor 3 Wochen dann ihre Gesundheitsreform im Bundestag verabschiedet wurde, gesetzt wurde, Entlastungsvolumen 16 Milliarden. Das hat's noch nie gegeben in der Gesundheitspolitik. Sie war eine Seiteneinsteigerin, sie hatte gar nichts mit Gesundheitspolitik zu tun. Sie war parlamentarische Geschäftsführerin, als März noch Oppositionsführer war, kennt also auch das Parlament und dieses Geschäft und ist sozusagen als stillarbeitende Juristin ziemlich ähm resolut, gut organisiert dadurch gegangen. Sie war Generalsekretärin der CDU in Badenwürtemberberg auch wichtig in einer Koalition, die grünchwarz ja war schon und immer noch ist und hat also auch eine Verbindung zu Parteien, die jetzt im Bundestag in der Opposition sind. Schuster, bleib bei deinen Leisten. Hat mal der Generalsekretär Karsten Lindemann gesagt, als er schon mal für einen anderen Ministerposten im Gespräch war, jetzt soll er Gesundheitsminister werden, nicht ganz seine leisten. Warum er? Karsten Linnemann wollte eigentlich Arbeits- und Sozialminister werden. Das Ressort hat aber die SPD bei den Koalitionsverhandlungen bekommen. Jetzt sagt man, das Gesundheitsrort ist ein sogenanntes Spiegelrressort, weil es sehr ähnlich ist. Gesundheitspolitik ist auch Sozialpolitik. Das könnte ihn gereizt haben und Friedrich Merärz wollte seinem Generalsekretär vielleicht auch den gefallen tun, ihn noch rechtzeitig ins Kabinett zu holen, denn wenn die Wahlen in Ostdeutschland so ausgehen, wie die jetzt prognostiziert sind, dann hätte ein Generalsekretär möglicherweise den Kopf hinhalten müssen. Aber das soll jetzt nicht nur die Rettung sein, sondern das sind eben auch alte Kumpels, die beiden, die äh einen Wahlkampf zusammen gemacht haben. Und jetzt erhofft er sich von diesem Betriebswirt, Volkswirt, Frau Wagen ist Juristin, dass der das managereform durchsetzen wird. Einschätzungen von Wulf Schmies live aus Berlin. Vielen Dank dir. Die EU hat heute eine neue Millionenstrafe gegen Google verhängt wegen Verstößen gegen europäische Digitalregeln, den sogenannten Digital Markets Act. Konkret lautet der Vorwurf Missbrauch der Marktmacht z.B. bei ihrer Suchfunktion. Theoretisch wäre eine Maximalbuße von bis zu 10 % des weltweiten Jahresumsatzes möglich gewesen. Pro Verstoß also bis zu 72 Milliarden. Aber das stand nie ernsthaft [räuspern] zur Debatte geworden. Sind es 890 Millionen Euro. Ja, ist das jetzt eine zu milde Strafe? eventuell auch aus Rücksicht auf Donald Trump, Stichwort Strafzölle, oder ist es eine Botschaft? Wer seine Marktmacht ausnutzt, der muss auch mit Konsequenzen rechnen. Isabel Schers. Die Sprecher der EU-Kommission wissen, dass heute hier eher ihre Chefs erwartet worden waren. Doch sie müssen die lange erwartete Entscheidung vorbringen. Eine mit der die EU-Kommission doch einmal mehr zeigen möchte, dass Europa wehrhaft ist, sich für die eigene digitale Souveränität einsetzt, den Tech Giganten aus den USA etwas entgegenzusetzen hat. Google wurde soeben wegen zweier Verstöße gegen das Gesetz über digitale Märkte mit einer Geldstrafe in Höhe von 890 Millionen Euro belegt. 90% der Onlinesuchfragen in der EU werden über die Google Suche durchgeführt. Google rückt seine Dienste dabei in den Vordergrund wie Google Shopping, Hotels und Transport. Doch am Ende fiel die Strafe überraschend niedrig aus, denn der Umsatz des Google Mutterkonzerns Alphabet liegt laut EU-Kommission bei rund 360 Milliarden Euro. Laut EU-Gesetzen könnten bis zu 10% davon als Strafe erhoben werden pro Fall. Die heutige Entscheidung beinhaltet zwei Fälle. Die erhobenen 890 Millionen Euro sind also nur ein Bruchteil der möglichen Strafe. Es ist schwer nachvollziehbar, warum die Strafe so gering ausfällt. Also ist gut, dass diese Entscheidung jetzt da ist, weil das Gesetz über digitale Märkte damit zu einem Abschluss gebracht wird. Aber insgesamt kann uns diese Entscheidung nicht wirklich zufriedenstellen. Man hat den Eindruck, die Kommission kneift vor der politischen Stimmung in den USA. Die Kommission argumentiert damit, dass Google schon teilweise gehandelt habe. Aber Google soll es Drittanbietern von Apps weiter erleichtern, Nutzer auf alternative App Stores und eigene Bezahlseiten hinzuführen. Und auch bei der Google Suche sind die eigenen Google Anbote trotz Anpassungen weiter bevorteilt. Also Google hat einige Schritte unternommen, um diese Selbstbeevorzugung der Suchergebnisse abzuschwächen. Aber das Problem für die Nutzer ist weiterhin, dass sie im Grunde genommen keine Transparenz darüber haben, welche Suchergebnisse ihnen eigentlich wie angezeigt werden. Man tappt da also immer noch im Dunkeln und kann dann einfach nicht sicher sein, dass man wirklich die besten Ergebnisse für seinen jeweiligen Wunsch auch sieht. Bereits im Wahlkampf hatten sich die Techbosser auf die Seite des US-Präsidenten geschlagen. Trump machte immer wieder deutlich, dass er auf digitale Regulierung und Strafen mit Zöllen reagieren würde. Die Trump Regierung und die Techkonzerne selber wollen unbedingt verhindern, dass das Schule macht und dass auch andere Länder der Welt solche Gesetze einführen. Deswegen ist der Kampf hier so erbittert. Es geht ums Prinzip. Trump will nicht und die Techkonzerne wollen nicht, dass Demokratien selber Gesetze machen können, um ihre eigenen Bürgerinnen Bürger zu schützen und auch um ihre eigenen Unternehmen voranzubringen. Google hat schnell reagiert. Das sei kein fairer Wettbewerb, sondern eine Verschlechterung von Produkten. Man werde auch eine Berufung prüfen. Währenddessen hat Google nun 60 Tage Zeit, die geforderten Anpassungen vorzunehmen, sonst drohen weitere Strafen. Und darüber möchte ich jetzt sprechen mit Miriam Meckel. Sie ist Professorin für Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen und KI Expertin. Schönen guten Abend. Guten Abend, Frau Hayali. Beginnen wir vielleicht mal mit so einer übergreifenden Frage. Also, wir hören ja EU, USA, Donald Trump, das klingt alles sehr weit weg. Können Sie vielleicht ganz kurz erklären, warum das Thema im Grunde tatsächlich doch uns alle betrifft? Also Verbraucher wie Unternehmer? Na, das Thema findet jeden Tag auf unseren Smartphones, auf unseren Laptops und auf unseren Computern statt. nämlich wenn wir etwas suchen über Google, wenn wir beispielsweise eine Reise buchen über unterschiedliche Anbieter auch von Google Flüge suchen. Ähm all das sind Informationen und Themen, die wir ja auf unseren digitalen Geräten machen. Und genau das wird eben durch diese Entscheidung der EU-Kommission betroffen. Es geht letztlich darum, einen funktionierenden Markt auch bei Digitalservices und Digitalprodukten herzustellen und dafür zu sorgen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher eine Wahlfreiheit haben, um das beste Produkt zu wählen. Jetzt gab's ja letztes Jahr schon mal eine Milliardenstrafe gegen Google. Da drohte Donald Trump dann mit Zöllen die Strafe heute fällt deutlich geringer aus. Es sind, ich sage jetzt mal, nur 890 Millionen Euro. Wie bewerten Sie die Summe? Also, wenn man allein auf die Zahl guckt, äh gemessen an den 10 %, die die EU erheben könnte und äh den Hunderten von Milliarden umsetzen, kann das auf den ersten Blick wirken wie Fliegenschiss. Da stimme ich Ihnen zu. Aber ich glaube, es geht um das, was dahinter liegt, um das strukturelle Veränderungsthema. Was kommt in der Technologiesprache nennen wir das die Interoperabilität, das heißt, dass eben Systeme miteinander arbeiten müssen und die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht in einem System gefangen sind, dass ich also beispielsweise in der Lage bin, andere Angebote, Zusätze für Appäufe etc. nicht immer nur alles bei Google, im Playstore oder sonst irgendwie suchen zu müssen und kaufen zu können, auch zu höheren Preisen. Wenn man sich das einfach vorstellt, wenn ich in den Laden gehe und äh möchte einen Staubsauger kaufen und dann sagt der Verkäufer mir, sie müssen diesen Teppich und diesen Mülleimer mit dazu nehmen, würde ich mich auch wundern und würde sagen, das möchte ich eigentlich nicht. Und das ist sehr einfach gesagt das Prinzip, was hier im Digitalen eben auch stattfindet. Okay, also kurz zusammengefasst noch mal kein Kuschen vor Donald Trump, weil die Beziehung USA Europa ist ja schon auch wichtig. Das ist richtig. Ich glaube ganz ehrlich, man muss sehen, dass Donald Trump eigentlich nur eine Sprache versteht. Das ist die der Stärke, für die er auch Bewunderung hat. Und wenn man sich mit den eigenen Gesetzen wie einen Bettverleger verhält, dann darf man sich nicht wundern, wenn über einen hinweggesprungen wird. Und ich glaube, auch, wenn die Strafe niedrig ausfällt, ist es gut, dass diese Entscheidung getroffen ist. Und die Frage ist jetzt, ob die EU sie auch in der Lage ist, so durchzusetzen in den Anforderungen, die sie formuliert. Das steht ja noch aus. Ja, und zwar tatsächlich ja auch, weil es um wirtschaftliche Auswirkung und fairen Wettbewerb geht. Also wird Google wirklich seine Angebote jetzt massiv anpassen? soll ja Gespräche geben. Genau, da muss jetzt geredet werden. Das ist ja auch ein Zeitraum, der jetzt eröffnet ist, indem diese Anpassungen stattfinden können. Und wir werden im Jahr 2027 dann sehen, ob die EU-Kommission in der Lage und willens ist, das durchzusetzen. Wenn sie es nicht tut, ist der Digital Markets Act eigentlich ein zahnloser Tiger. Und ich denke, dass es wichtig wäre, das zu tun, weil wir ja auch in anderen Märkten, die nicht digital sind, nicht einfach hinnehmen, dass wir monopolartige Strukturen haben und dort Verbraucherinnen und Verbraucher auf einen Anbieter reduziert werden, wo sie alles kaufen müssen, egal wie die Preisbildung ist. Und insofern glaube ich, dass die EU da in der Lage sein wird, das durchzusetzen. Sie sollte es jedenfalls, wenn sie glaubwürdig bleiben will. Aber da will ich noch mal nachfragen. Also Googles marktbeherrschende Stellung, die ist ja riesig. Wie wie will man die denn jetzt eindämmen? Denn Google baut ja quasi sein Geschäftsmodell oder Modelle Gateekeeperrolle durch KI immer weiter aus. Ja, und ich finde, dass in dieser Entscheidung jetzt auch schon die ersten Andeutungen sind, dass die EU-Kommission sehr genau gesehen hat, dass das ein wichtiger Punkt ist, weil die Entwicklung bei der künstlichen Intelligenz ist so, dass nehmen wir mal die Google Suche, dass Sie ähm angekündigt haben bei Google, dass sie die Suche verändern werden. Wir haben jetzt schon die Situation, dass wir eine KI Zusammenfassung bekommen, wenn wir nach etwas suchen, also eine Zusammenfassung, die für die Menschen gleich aussieht, wäre das früher so war, dass wir zwischen den unterschiedlichen Links, die mir Google dann geliefert hat, eben wählen konnten und selber das Ergebnis dann zusammenkuratiert haben. Das ist eine grobe Veränderung in der Art, wie wir mit Information umgehen. Und wenn ein Unternehmen wie Google 90% plus Marktanteil hat, dann muss man schon sagen, da darf es Regeln geben, die dafür sorgen, dass Menschen in der Lage sind, sich eine Meinung zu bilden, indem sie unterschiedliche Quellen nutzen können. Also, es geht dann natürlich auch um selbständiges Denken, Demokratie, Werte und vieles mehr. Miriam Meckel, vielen herzlichen Dank. Sehr gerne. Und dann machen wir jetzt hier weiter mit den Nachrichten und die beginnen, wenn man es ein bisschen flapsig sagen will, mit einer Rolle rückwärts. Aber so ist nun mal die Justiz manchmal vor allen Dingen die unabhängige. Genau. Wir schauen zurück auf den Sommer 2023. Damals stopte das Bundesverfassungsgericht die Abstimmung über das sogenannte Heizungsgesetz der Ampelregierung. Grund war ein Eilantrag des CDU Abgeordneten Heilemann, der die Zeit für die Prüfung des Entwurfs für zu Kurzelt. Im Hauptsache Verfahren haben die Richter seine Anträge nun für unzulässig erklärt. Heimann habe nicht darlegen können, dass eine Wildensbildung im Bundestag unmöglich war, denn darauf komme im parlamentarischen Verfahren an. Ein grundsätzliches Tempolimit lasse sich aus der Verfassung nicht herleiten. Man wolle den Dialog über die Ukraine fortsetzen. So heißt es aus den USA und Russland nach dem Treffen ihrer Außenminister Rubio und Bavrov. Die beiden hatten sich am Rande eines Wirtschaftsgipfels auf den Philippinen getroffen. Aus Moskau hieß es danach: "Lavrov habe Rubio deutlich gemacht, weitere Waffenlieferungen an die Ukraine seien inakzeptabel. Den Europäern habe er vorgeworfen, eine destabilisierende Politik zu betreiben. Ja, und damit dürfte Lavrov auch auf die europäischen Sanktionen anspielen, zu denen jetzt weitere dazu kommen. Die EU-Länder einigten sich unter anderem darauf, den Preisdeckel für russisches Öl nicht anzuheben, trotz steigender Weltmarktpreise. Außerdem wurden weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz und Energiesektor beschlossen. Schauen wir auf den nahen Osten, wo die jemenitische Huthi Miliz jetzt zunehmend ins Spiel kommt als Verbündete Irans. Nach eigenen Angaben beschoss sie im Roten Meer zwei saudische Öltanker. US-Präsident Trump drohte den Husis mit einer Zitat massiven militärischen Bestrafung. Die Luftangriffe auf Iran hatten die USA in der Nacht fortgesetzt. Dabei habe man auf Waffenlager sowie auf Anlagen zur Küstenüberwachung und Luftabwehr gezielt. Irans Revolutionsgarden wiederum gaben an, US-Sellungen in Jordanien und Kuweit attackiert zu haben. In Südfrankreich sind immer neue Gebiete von Waldbränden betroffen. So brennt es in der Nähe von Bordeaux, wo derzeit auch viele Touristen unterwegs sind. Das Feuer bedroht auch etliche Campingplätze und Ferienzentren, die vorsorglich evakuiert wurden, ebenso wie mehrere Ortschaften. Betroffen sind fast 20.000 1000 Menschen. Insgesamt verbrannten in Frankreich dieses Jahr bereits 44 000 Hektar Land, so viel wie noch nie. Der Krieg zwischen Iran und den USA geht weiter. Gleichzeitig versucht Washington einen der ärgsten Gegner Irans enger an sich zu binden. Saudi-Arabien. Zwischen beiden Ländern, also den USA und Saudi-Arabien, gibt es jetzt eine Vereinbarung zur nuklearen Zusammenarbeit. Der Golfstaat darf Atomreaktoren bauen, allerdings mit US-Technik. Der US-Wirtschaft dürfte das gefallen. Doch politisch könnte das Abkommen die Golfregion durcheinander wirbeln. Ein atumares Wettrüsten wird befürchtet. Doch Trumps Divise im Nahen Osten lautet, so erklärte es heute der US-Egieminister, Handel statt Konflikt. Mit Blick auf Iran eine etwas irritierende Aussage, aber nicht die einzige. Heikes Slansski. Der US-Außenminister beim mehrtägigen Treffen der Südostasiatischen Staatengemeinschaft, da platzt die Nachricht vom umstrittenen Atomabkommen USA Saudi-Arabien herein. Marco Rubio bemüht sich, die Kritik zu entschärfen. Wenn sich Länder für ein friedliches Atomprogramm entscheiden, ist es uns lieber. Sie tun es mit uns als mit anderen Ländern. Dadurch können wir Einfluss auf die Richtung nehmen und sicherstellen, dass die Schutzmaßnahmen vorhanden sind. Keine 24 Stunden nach dem Deal und vielfacher Kritik stellt Präsident Trump auf seiner Plattform klar. Die USA werden den Golfstadt nur dann beim Aufbau seines zivilen Atomprogramms unterstützen, wenn das Land seine Beziehungen zu Israel normalisiert und dem hochangesehenen und erfolgreichen Abraham Abkommen beitritt. Davon war zuvor keine Rede. Trumps Kurswechsel erklärt seine Sprecherin folgendermaßen. Der Präsident ist immer derjenige, der letztendlich den Deal abschließt. Darauf hat er bereits mehrfach hingewiesen. Er hat gesagt, dass der Deal geplatzt ist, wenn sie den Abraham Abkommen nicht beitreten. Wir werden diese Gespräche mit unseren saudischen Partnern also auch in Zukunft fortsetzen. doch kein Deal, denn das Königreich Saudi-Arabien pocht auf eine Zweistaatenlösung, zu der Israel nach den Angriffen der Hamas nicht bereit ist. Seit Jahren treibt Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman die Pläne für eine zivile Nutzung der Kernenergie voran. Auch Präsident Beiden knüpfte die atomare Zusammenarbeit an eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel. Trumps Abraham Accords sein größter außenpolitischer Erfolg in seiner ersten Amtszeit. Mehrere arabische Staaten nahmen offizielle Beziehungen zu Israel auf, Saudi-Arabien jedoch nicht. Ein Deal, der auf der Kippe steht. Trotz demonstrativer Nähe auch Verbündete sind vor dem Druck des US-Präsidenten nicht gefeit. Also, der Deal ist Waage und Donald Trump hat im Nachhinein noch eine weitere Bedingung gestellt. Elma Twison in Washington. Wir haben es gerade gesehen, engere diplomatische Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Israel. Eine alte Idee, aber ist und bleibt sie clever und vor allen Dingen auch gut für die Region? Also, sie wäre großartig, weil eben das eine Grundlage wäre, vielleicht für mehr Stabilität, auch langfristige Stabilität in der Region. Genau deshalb war man schon mal ganz nah dran. 2023 hatte man eigentlich vereinbart Aussöhnung mit Israel und die beiden Administrationen hatte im Gegenzug angeboten einen Verteidigungspackt mit Saudi-Arabien und eben eine enge Kooperation zur friedlichen Nutzung der Kernenergie. Aber dann ist eben was passiert. Der 7. Oktober 2023 die Angriffe Terrorattacken der Hamas auf Israel und der nachfolgende Krieg. Seitdem besteht Saudi-Arabien eben noch mehr darauf, dass Vorbedingung für all das wäre, dass man eben eine Perspektive für einen Palästinenser Staat schafft. Und solange das nicht gewährleistet ist, ist sehr unwahrscheinlich, dass sich jetzt der Kronprinz darauf einlässt, für dieses Atomabkommen auf diese Vorbedingung zu verzichten. Mhm. Es ist ja insgesamt ein Deal, der weniger Auflagen hat als frühere Abkommen mit anderen Staaten in der Region. Also, warum dieser Wandel in der US-Außenpolitik an dieser Stelle? Es hat wahrscheinlich mit Verwerfungen hinter den Kulissen zu tun. Die Golfpartner der USA sind tief frustriert, dass sie sich nicht geschützt genug fühlen durch die Vereinigten Staaten durch diese Schutzmacht. Sie wurden Ziele von Angriffen. Saudi-Arabien hat im Mai beispielsweise den USA Überflugrechte verweigert bei ihren Einsätzen in der Straße von Hormus. Und jetzt, wenn der Krieg wieder eskalieren sollte, wenn möglicherweise es auch gegen die Hutis in Yemen gehen sollte, dann braucht Donald Trump eigentlich Saudi-Arabien. Deswegen würde er sehr weitgehen in dem Atomabkommen. Tatsächlich steht drin, dass eine Möglichkeit im Grundsatz besteht auf eine Urananreicherung und es wird ausdrücklich auch gesagt, dass es keine Kontrollen der internationalen Atomenergiebehörde dann geben würde. Das hat vielen hier in Washington nicht gefallen, aber sicherlich auch der israelischen Regierung nicht. Und das erklärt vielleicht, dass es da Druck gegeben hat und Donald Trump dann einfach nach der Unterschrift diese Forderung nachgestellt hat, an der aber dieses Abkommen mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern wird. Also sind wir gespannt, wie Saudi-Arabien sich dazu verhalten wird. Jetzt erstmal deine Einschätzungen zum Stand jetzt, Elma. Vielen Dank. und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Damit geht's bei dir jetzt noch mal weiter, Kölve. Ja, es geht um ein 280 Millionen Euro Projekt. Am Rheinen bei Köln soll die größte Flusswasserwärmepumpe Europas entstehen. Heute wurde dafür offiziell der Grundstein gelegt. Ab 2028 soll die Anlage bis zu 50.000 Haushalten Fernwärme liefern, zumindest an Tagen, an denen viel Solar und Windenergie erzeugt wird. Denn so eine Pumpe verbraucht viel Strom. Steht wenig Ökostrom zur Verfügung, kann der Betreiber Reinenergie auf fossile Kraftwerke umschalten. Und wir bleiben bei der fossilen Energie, denn die jüngsten Angriffe im Irankrieg treiben die Rohölpreise weiter in die Höhe. Bei der Nordseesorte Brand wurde heute die 100$ Marke geknackt. Und das Stefanie Berit in Frankfurt werden wir wahrscheinlich auch an den Tankstellen merken, oder? Danach sieht es leider im Moment aus, obwohl wir ja in Europa nur einen geringen Teil unserer Energie aus der Golfregion bekommen. Der Ölpreis wird einfach am Weltmarkt gemacht und das spüren aktuell insbesondere Dieselfahrer sehr schmerzhaft. Der Druck auf das Öl steigt, weil nun auch die wichtigste Umgehungsroute für die gesperrte Straße von Hormos auszufallen droht. Inzwischen transportieren Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate nämlich den größten Teil ihres Öls über Pipelines von den Ölfeldern zum Hafen von Janbu am Roten Meer. Dahin geht vor allem das Öl, das dann nach Asien verschiff wird. Es muss aber ganz im Süden durch die Meerenge Babel Elmandap, auch bekannt als das Tor der Tränen. Dort hatten ja jemenitische Hosis ja am Montag bereits eine Seeblockade für saudische Öltanke angekündigt. Jetzt erfolgten auch Angriffe und sollte diese Störung länger anhalten, dann fällt eben die zweite wichtige Route für Ölexporte aus dem Golf weg. Ölpreise dürften dann manchem Tränen in die Augen treiben. Kurz nach auch die Gaspreise ziehen ja spürbar an. Wie ist da der genaue Zusammenhang? Ja, auch Gastpreise feiern an den Börsen gerade wieder Höchstände. Der Grund dafür ist ein klassisches globales Wettbieten. Weil asiatische Kunden das Gas aus der Golfregion dringend brauchen, suchen sie meist bietend nach Alternativen auf dem Weltmarkt für ihre Lieferengpässe und das wiederum lässt die Preise dann auch auf dem europäischen Markt steigen. Besonders bitter, weil hier zu Lande eigentlich gerade jetzt die Gasspeicher für den Winter befüllt werden müssten, aber die hohen Preise dazu nur wenig einladen. Die Lage am Energiemarkt dürfte also für Haushalte und Industrie angespannt bleiben. Danke für diese Einordnung, Stefanie. 143 deutsche Meistertitel in vier Tagen. Darum geht es bei den Finals in Hannover. Die ersten Entscheidungen sind gefallen, z.B. bei einer Sportart, die besonders hohe Ansprüche hat. Satz mit X für den Haushohen Favoriten Bokanda Lita. Letzte Woche knackte er noch die 5,90 m. Dieses Mal schafft er nicht die Einstiegshöhe von 5,40 m. Nutznier ist der 22-jährige Marek Metzger, der den schwierigen Bedingungen trotzt, 5,40 m springt und gewinnt. Ein paar Meter weiter wird Nico Pickard, deutscher Kanomeister im Kanadier. Andreas Tober wollte sich das Heimspiel zum Abschied dann doch nicht nehmen lassen. Beim letzten Merkampf seiner Karriere gibt es für den Hannover die Bronzemedaille. Den Titel holt Radomier Stellmark aus Kotbos. Karate Gold geht in diesem Jahr nach Bayern. Als Team schlagen Duarabi, Anastasia Semenenko und Christina Maria Frattila das Trio aus Rheinlandfalz mit 2:0. Der Berliner ist eine der spannendsten politischen Stimmen im deutschen Rap. Er spricht über Herkunft, Zugehörigkeit und strukturellem Rassismus. Und er fragt sich, wie man eigentlich seine Haltung hält, wenn um einen herum alles nur noch nach Reichweite schreit. Nach seinem Debüt "Haut wie Pelz" und sehr viel Reichweite, denn das Album wurde gefeiert, kommt morgen sein neues raus, Glanz null. Thematisch bleibt er sich treu, auch wenn der Fokus etwas mehr nach innen geht, also auf Trauer, Wut, Angst und Selbstzweifel, ohne dabei den Blick auf die gesellschaftlichen Bruchlinien zu verlieren, die bis heute wirken. Kai Felix Jochens, 4. April 2006, ich werde 9 Jahre alt jetzt. Absilon Song Sommerchen erzählt von Ereignissen, die eigentlich unvereinbar sind. Sein Geburtstag 2006 Euphorie wegen der anstehenden WM. Doch ich will ein weißes Trikot und zwar das von Ballak. [musik] Viele schöne Flaggen. Ja, w zu Gast bei Freunden. Für ein Sommer alle glücklich. Alle sind jetzt Deutsche. [musik] Am selben Tag wird in Dortmund Mehmed Kuba Schik vom NSU ermordet. Ja, ein Zufall der bis heute beschäftigt. Darf mein Ballak Trikot tragen. Mein Baba macht den Fernseher an am Abend und nachdem der Sprecher [musik] meint, dass die Weltmeisterschaft be startet, wird er ein bisschen ernster in der Sprache. Und ich hatte vor Jahren schon irgendwie festgestellt, als ich mich mit den NSU Morden auseinandergesetzt hatte, dass ich das gleiche Geburtstagum habe wie der Tag, an dem Mid Kubaschück ermordet wurde vom NSU. was irgendwie für mich emotional auch da in dem Moment, wo ich es gecheckt habe, irgendwie was gemacht hat mit mir. Absilon, 29 Jahre, aufgewachsen in Berlin Moabit. Seine Großeltern türkische Gastarbeiter. Ihre Geschichte prägt schon immer seine Musik. Opa für drei Groschen am Tag mal hat jeden Monat bis zur Ohnmacht [musik] für den Tagelohn. Kohlenstaub geschluckt für euren Nachkücksvorstand. Minus gerade [musik] draußen, minus gerade im Torak. Kanacken in Arbeit. Seine Texte sind gesellschaftskritisch, gehen tief, sind mal wütend, mal sanft und nachdenklich. [musik] Geboren werden, aufwachsen, erwachsen werden in dieser Welt, wo glaube ich viele Leute auch ich heutzutage irgendwie das Gefühl haben, dass sehr viel aus dem Fugen gerät. WST 2006 Deutscher Rap mit türkischen Untertiteln Glanz Null ist ein relevantes Album und ein Blick darauf, wie Momente kollektiver Gemeinschaft längst nicht für alle gelten können. Mein Baba guckt komisch und kbelt das Fenster zu, denn im Radio reden sie von einem Trauermarsch in Dortmund, weil vor kurzem kam der neunte [musik] aus Länder bei Mord um. Und wie gesagt, morgen erscheint sein zweites Album. Damit sagen wir tschüss. Empfehlen Ihnen aber noch Britner mit einem Thema, das wir eben schon angerissen haben. Zwischen Trump und Putin wird Europa zariben mit Politikern von CDU Grünen, der Linken und AfD sowie zwei Expertinnen. Viel Spaß bei der Diskussion. Tschüss. Guten Abend. In den nächsten Tagen geht es mit den Temperaturen auf und ab. Der Temperaturtrend für Leipzig zeigt uns, dass es jetzt zum Wochenende hinauf geht, bis auf Werte um die 30°. Zum Beginn der neuen Woche gehen die Temperaturen dann wieder etwas zurück bis so um die 25°. Im Laufe der Woche bzw. bis zum kommenden Wochenende dann könnte es wieder heiß werden mit Werten über 30°. Morgen sorgt Hoch Norbert erstmal zu diesen gemäßigten Sommertemperaturen auch für ruhiges Sommerwetter. Heute Nacht ziehen daher Schauer im Osten ganz ab und oft lockert es auf. Von der Nordsee her kommt allerdings Nachschub an weiteren dichten Wolken in den Nordwesten. Unter diesen Wolken und direkt an der See wird es am mildesten heute Nacht mit 14°. Am kühlsten bleibt es in einigen Mittelgebirgs und Alpentählern mit Werten um die 7°. Morgen tagsüber dreht sich das etwas um. Dann bleibt es am kühlsten auf den nordfriesischen Inseln mit 20°. Am Hochreihen werden bis zu 30° erreicht. Denn dort im Süden und in der Mitte setzt sich Hochnorbert durch. Da ist der Himmelblau. Die Sonne strahlt, der Wind ist schwach. Die Wolkendecke im Norden, die ist aber hartnäckiger. Sie bringt zwar kaum Regen, aber vom Niederrein bis zur Oder und nördlich davon werden nur ein bis 5 Stunden Sonne erwartet. Richtung Süden sind das 10 bis 15 Sonnenstunden. Am Samstag setzt sich die Sonne dann auch in den Norden Deutschlands durch und es wird heiß im Südwesten bis 33°. Am Sonntag und am Montag bringt eine Kaltfrontschauer und Gewitter, dann gehen die Temperaturen wieder etwas zurück und wir können stellenweise auf Regen hoffen. Tschüss.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=WMBMrl8otNg |
| Titel | heute journal vom 23.07.2026 Googles Millionen-Strafe, Atom-Deal USA Saudi-Arabien, hohe Rohölpreise |
| Kategorien | BulkNews, ZDFheute Nachrichten |
| Hinzugefügt | 2026-07-24 05:36:57 |
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