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🔗 https://www.youtube.com/watch?v=LxDnJncB-j4
Modellbau ist längst mehr als ein harmloses Hobby. Was es im Original gibt, wird verkleinert, verfeinert und technisch aufgerüstet. In den Hightech-Minis stecken oft Hunderte Arbeitsstunden, viel Geld und noch mehr Ehrgeiz. Eine Szene aus Tüftlern, Sammlern und Perfektionisten lässt ihre kleinen Meisterwerke ganz groß rauskommen.
Mate Spoerl war bei Jet-Piloten, die nie streiken, Lokomotivführern, die ihre Gleise selbst verlegen und Raketentechnikern, die auch einen Fehlstart nicht aus der Bahn wirft.
Die SPIEGEL-TV-Classics holen unvergessliche TV-Geschichten zurück.
► Ein SPIEGEL-TV-Film von Mate Spörl
► Erstausstrahlung: 21. Mai 2001
🎥 Schau dir auch die erste Folge dazu an:
► Deutschlands verrückteste Modellbauer [1/2]: https://youtu.be/0yvELYSWMSo
🎞️ Weitere SPIEGEL TV Classics:
► Nervenkrieg im Kölner Verkehrsamt
https://youtu.be/HtiWwlKBvb8
► Der Goman-Clan und sein Millionen-Imperium
https://youtu.be/6gBFF9rHFP8
► Zuflucht Waschhaus
https://youtu.be/FQyae3pPbYc
#mo
🤖 Zusammenfassung
Der Text porträtiert drei aufwendige Modellbau-Projekte. Peter Michel baut seit 30 Jahren detailgetreue Großmodelle von Passagierjets wie Airbus A330 und Concorde im Maßstab 1:11; ein Flugzeug beansprucht über 1000 Stunden und hat einen Materialwert von rund 20.000 DM. Der Jungfernflug des A330 in Karbach gelingt unter Anspannung wegen starker Winde und fehlender Trimmung nur drei Minuten, doch Michel muss noch etwa 20 Starts absolvieren, bis das Modell sauber fliegt. Freddy Braun realisiert in der Hamburger Speicherstadt eine der größten Modelleisenbahn-Anlagen Europas mit 500 Zügen, 7000 Waggons und 5000 m Gleis für rund 3 Mio. DM; trotz aufwändiger Landschafts- und Verkehrsdetails bleibt der geplante Betriebsstart im August 2001 ambitioniert und unter Termindruck. Stefan Wimmer fliegt Modellraketen in der Schweiz, wo schwere M-Motoren erlaubt sind; die Veranstaltung zeigt über 150 Starts, darunter eine 5,5 Meter lange, 50 kg schwere Holland-Rakete mit 200 kg Schub. Insgesamt beeindruckend, aber kosten-, zeit- und risikointensiv.
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📜 Transkript
Peter Michels Leidenschaft steht im Keller. Airliner, große Passagiermaschinen, alle selbst entworfen und in Handarbeit gebaut. Ein 4 m langer Airbus A330 der US Airways soll in wenigen Tagen zum ersten Mal fliegen. Dieses Fahrwerk ist auch dem Original möglichst exakt nachgebildet. Sie sehen es auch hier an den Felgen sogar die Reifendruckprüfanlage ist nachgebildet. Das sind die Steuerzylinder für die Lenkung und dieses Fahrwerk ist wie im Original funktionstüchtig. Es ist noch nicht angeschlossen, deswegen muss ich jetzt manuell demonstrieren. Also beim Betätigen des Fahrwerk öffnen sich zunächst die Klappen. Das Fahrwerk fährt dann automatisch ein und wenn es eingefahren ist, schließt sich diese Klappe wieder komplett. Wie gesagt, damit also die Originalsilhouette erhalten bleibt. Ja, der 52jährige liebt keine halben Sachen. Jedes Detail ist im großen Vorbild nachempfunden. So viel Präzision braucht Zeit. Über 1000 Arbeitsstunden investiert der Frührent einen Airliner. Seit 30 Jahren baut Michel große Jets auf kleinstem Raum. Technik und Flugbild der Maschinen faszinieren ihn. So, da ist er aus dem Weg erst mal. Also mein neuestes Projekt ist der Nachbau an der Concord, die ja alles sparrisch hier. Die Concord hat den gleichen Maßstab wie meine anderen Flugzeuge, also 1 Z1. Hat eine Länge von 4,5 m und eine Spannweite von 1,80 m. Concord ist okay. Müssen wir bestätigen. So, jetzt steht die Programmierung auf der Concord. Der Überschalljet aus Balsolz und Styropor ist Maschine Nummer 18 in Michels Flotte. Die Vorbereitungen laufen. Michel hat eine benachbarte Halle angemietet. Dort soll die nackte Französin lackiert werden. Ehefrau Ingeburg ist bei solchen Aktionen immer mit dabei. Okay. Der ist sehr fleißig gewesen in seinem Leben und das Hobby, das darf er sich leisten. Sind Sie den auch schon mal geflogen? Nee, das da hätte ich kein Nerv dazu. Das sind 11 oder 12 Kanäle, die belegt werden und wenn ein Ausfall wäre, ich könnte dann ich wä nie gelebend, weil ja doch ein wirklich ein großer Wer dahinter steckt. Der Kompressor ratat. Modell 18 bekommt Farbe. Dieser Mann hat eine Geschäftsidee. Freddy Braun plant eine der größten Modelleisenbahnanlagen der Welt. Ein zukünftiger Publikumsmagnet mitten in der Hamburger Speicherstadt. Ja, hier kommt's hin. Das passt sowas von perfekt. Wir bauen hier unsere Harzlandschaft hin. Da hinten können wir einen riesengroßen Mauerdurchbruch machen. Da können wir dann links die Großstadt hinsetzen. Rechts können wir uns in Amerika austoben. Wir haben da in diese Richtung noch diese riesengroße Fläche. Da werden wir die Alpen bauen. Da werden wir das Ruhrgebiet bauen. Wir werden alles darstellen, was man nur darstellen kann. Und das ist perfekt, weil es sieht aus wie ein Bahnhof. Es ist riesengroß, aber es gibt noch viel zu tun. Und wenn wir hier rausgucken, ein wahnsinniger Blick auf dem Flet. Also, es ist so wunderschön gelegen hier und das ist einfach nur ein Traum. Ist es denn auch ein Traum, das zu verwirklichen? Ja, es ist ein Kindheitstraum. Mein Zwillingsbruder und ich, wir sind Eisenbahn verrückt, seit der kleinsten Kindert. Wir sind mit unserem Vater jedes Wochen an Bahnübergang gefahren, haben sämtliche Züger katalogisiert, äh gewunken, aufgeschrieben, welcher Zugführer hat gewunken und das ist in der kleinsten Kindheit verwurzelt. Und jetzt im Sommer im Juli bin ich in Zürich gewesen durch so eine kleine Gasse geschlendert. Da war ein winzig kleiner Modellbahnschop und der weiß bis heute nicht, was er in meinem Leben verändert hat. Da ist mir diese Idee gekommen. Eine Idee so groß wie ein Parkplatz. Nebenan ist das erste Teilstück schon in Arbeit. Hier entsteht ein 3 Millionen Mark teures Superlativ. 500 Züge, 7000 Waggons, 5000 m Gleis. Letzte Arbeiten an einer Modellrakete. Stefan Wimmer braucht noch ein Fach für die Elektronik. Mensch und Maschine haben Termine. Die Rakete hier möchte ich in der Schweiz fliegen auf bei einer großen Veranstaltung, wo sich die europäischen Raketenbegeisterten treffen werden. Die wird bei einer beim Gewicht von ungefähr 2 kg, so wie sie jetzt ist, in der Höhe von nicht ganz 2 m Durchmesser 10 cm auf einem Motor geflogen, der um die 35 40 kg Stadtschub hat und darauf wird die sprichwörtlich abgehen wie eine Rakete. 2 kg zu 40 kg, das ist ein ordentliches Verhältnis. Ein einfacher Mechanismus bringt die Raketen wieder sicher zur Erde zurück. Dann nehme ich mal einfach so eine kleine, da kann man das sehr schön demonstrieren. Das ist so die Größenordnung, mit denen man so anfängt, sage ich mal. Also nicht jeder macht gleich diese großen Raketen. Ähm die Rakete steigt auf, verlangsamt sich, geht dafür braucht man diese Verzögerung. Ein Fallschirm bei voller Geschwindigkeit rauszuwerfen ist nicht so sehr volle Erfolg. Wenn das Ding dann oben ist, gibt's irgendeine Form von Ausstoßladung? Das kann man mechanisch machen. Meistens macht man es pyrotechnisch. Wird ein Überdruck in dem Rohr erzeugt. Die Spitze wird abgeworfen oder die Rakete teilt sich irgendwo. Der Fallschirm kommt raus. Der Fahrtwind, der immer noch da ist, blädt dann den Fallschirm auf. Und so ungefähr kommt das Ganze dann wieder heil zur Erde zurück. Stefan Wimmer packt für die Schweiz. Hier ist erlaubt, was sonst in fast allen europäischen Ländern verboten ist. Modellraketen mit hohem Gewicht und großen Motoren dürfen dort starten. Deshalb treffen sich die Raketenbegeisterten aus ganz Europa einmal pro Jahr bei den Eidgenossen. Auch Peter Michel geht mit seinem zerlegten Airbus auf die Reise. Michels Ziel: Ein Modellflugplatz im fränkischen Karbach. Hier soll der A330 zum ersten Mal fliegen. Penibel setzt Michel den Airliner zusammen. Für den Jungfernflug hat er sich professionelle Unterstützung geholt, darunter auch einen echten Airbuspiloten. Den Astflug für der Konstrukteur des Modells selbst durch. Und anschließend macht das her, weil da hafte ich da nicht für irgendwelche so Konstruktionsfehler. Dann gibt es ein Problem mit dem Sprit. Ich hab gestern Abend Liste gemacht und alles abgehackt. Ja. Und wie tanken wir da jetzt? Eine Pumpe habe ich bei. Ja, ich habe die Kraftschaftpumpe vergessen. Ich habe aber noch ein Ersatz dabei. Jetzt muss ich sehen, dass ich die Anschlüsse passen kriege. Es lösen wir irgendwie. Tanken mit Ersatzpumpe. 5 l Kerosin schluckt der Airbus. Michel wird langsam nervös. Der Materialwert der Maschine w mit 20.000 aus dem Marktansz, die fliegen natürlich beim ersten Mal mit und ähm mit ein bisschen Pech oder einer kleinen Panne passt das ganze nachher in Müllcontainer, gell und das ist einfach so diese Anspannung, die kann man nicht abschütteln und ist auch vielleicht ganz gut so, dass man die braucht. Michel geht auf Nummer sicher. Bevor er die beiden Turbinentriebwerke der Passagiermaschine zündet, überprüft er noch einmal alle Leitungen und Verbindungen. 10 Monate hat er an dem Flugzeug gebaut. In wenigen Minuten ist der Airbus startklar. In der Hamburger Speicherstadt wachsen Modellandschaften. Aus 500 m² Sperrholz entstehen ganze Bergketten der Schweizer Alpen. Um die Attraktivität für die zukünftigen Besucher zu erhöhen, liegen unter dem Holz schon mehrere hundert Meter Schiene. Wir haben in diesen ersten Bauphase 20 solche Schattenbahnhöfe mit jeweils 12 bis 15 Gleise eingebaut. Die sind dafür da, damit Abwechslung auf der Anlage entsteht. Es wäre ja langweilig, wenn ein Zug im Tunnel also raus aus der Anlage fährt, wenn er wendet und sofort wieder rauskommt. Das wäre stinkt langweilig. Also fährt der in seinen Schattenbahnhof, wo zehn andere Züge schon bereit stehen. Das heißt, bevor dieser Zug wieder rauskommt, sind erstmal zehn andere Züge rausgekommen. Und da hat der Besucher schon längst wieder an einer anderer Stelle. Er merkt also gar nicht, dass es auch doppelte Züge gibt, aber dadurch haben wir unheimlich viel Platz auf der Anlage und werden weit über 500 Züge nachher fahren lassen können. Landschaftsbau im Miniruh. Aus Gips und Fliegengitter werden Berge und Tela modelliert. Auf der ganzen Anlage müssen über 10 Tonnen Gips verarbeitet werden. Dies ist jetzt nun eigentlich eine flache Fläche. Spannend wird's wieder im Hochgebirge, denn da steigen die Anforderungen doch wirklich an und das ist also auch für jeden von uns äußerst spannend, denn solche großen Gebirge zu machen, das hat man nicht alle Tage. Aufwand auch bei den Details. Damit es realistischer wirkt, lässt man neue Automodelle durch Farbe und Staub künstlich altern. Gehen wir davon mal aus, der ist mit dem hübschen bring Werkstatt gewaltig über die Feldwege gejagt. Das heißt, dass also der Schmutz hier vorne erstmal vom Spoiler wegspringt, über das Rad geht selbstverständlich und dann hier die Seite rüber gespritzt hat. Vorne beim Spoiler fängt da an. geht logischerweise voll ins Rad und verteilt sich dann hier ganz wunderbar auf der Karosserie. Auf der Anlage stehen jetzt so ungefähr 30, 40 Autos und die Kleinigkeit von rund 7000 habe ich dann noch vor mir. Über 30 Modellbauer arbeiten unter Hochdruck an der Anlage. In 3 Monaten müssen die Schweizer Alpen und das Ruhrgebiet fertig sein. In Freddyti Brauns Lager warten schon die ersten Häuser. Mein Lieblingshaus, das finde ich so wunderschön. Das ist ein altes Rathaus. Also, wenn das erstmal richtig schön in der Anlage integriert ist, da ist, also ist ein so wunderschönes Haus, das wird bestimmt ganz toll aussehen. Steht also mitten in einer schönen alten Stadt, umgeben mit schönen Fachwerkhäusern und so und ja, es ist spektakulär. Also, wenn wir noch schön mit Licht ausstatten und so wie sämtliche Häuser werden mit Licht ausgestattet, also da so nicht nur einmal eine Lampe rein, sondern so, dass verschiedene Ebenen mit Licht ausgestattet sind. kommt natürlich noch so ein Strahler davor, damit das auch richtig ins Licht gerückt wird abends in der Nachtsimulation und hast es ein also wirklich wunderschöner Bausatz. Vieles auf Braunsanlage ist jedoch reine Handarbeit. Ich habe eine Allergie gegen Bausätze normalerweise und gegens Kunststoff habe ich auch Allergie. Drum arbeite ich hauptsä mit Holz. Bin der Brückenbauer aus Bayern mit Kalle. Wir zwei arbeiten zusammen. Das ist eine von die ersten Stahlbetonbrücken. Habe ich ein bisschen halt umgeändert. Wann ist die baut worden? 1904. Oh, die Eisenbahnstrecke irgendwo im Algu Memminger. Ja, über die und die habe ich jetzt halt so versucht nachzubauen und die kommt da vorne im Bauabschnitt 1.2. Eine neue Brücke ist fertig. Eine von 200, die auf der Anlage stehen werden. Stefan Wimmer ist in einem Schweizer Tal angekommen. Treffpunkt der europäischen Raketenszene. Die Königsklasse, sogenannte M-Motoren, die größten im Modellraketenbau. Die Holländer haben in dieser Klasse die meisten Raketen am Start. Zum Auftakt bereiten Sie eine Rakete mit Mm Motor vor. 6 Sekunden lang 200 kg Schub. Genug, um einen Zweizentner Mann in den Himmel zu schießen. Sonne, kaum Wind. Super. Mal schauen, ob sie w ein Tag anhält. Drück mal die Daumen. Mittags kann es schlimmer werden. Ich schaue mal, dass ich mein meinen Powerflug heute morgen noch hinkriege, aber erstmal ein bisschen aufbauen. Während Stefan Wimmer seinen Claim absteckt, wird auf Startrampe B die erste Rakete aus Deutschland startklar gemacht. Das Modell einer Werner von Braun Rakete im Maßstab 1:8. Deutsche Handarbeit. Wie viel Arbeitszeit steckt da drin? So 100 Stunden etwa. Gutes Gefühl. Ich hoffe es. So, das ist ja eine V2. Die haben früher auch nicht mehr geklappt. In wenigen Minuten soll das Wunderwaffenmodell starten. Die Veranstalter stellen die Motoren. Wimmer hat sich einen Raketenmotor der oberen Mittelklasse besorgt und beginnt mit dem Einbau. In der schwarzen Aluminiumhülle steckt der gleiche Treibstoff wie bei dem Boostern des Space Shuttle. Motorhalterung selber gebaut. Ja. Ja, das ist der Adapter eigentlich eigentlich gehört ja ein richtig erwachsener Motor da rein, nachdem wir heute was kleineres fliegen, gibt's dann den Adapter dazu. Und damit mir der auch ja nicht abhaut, bindt man den jetzt richtig schön fest. Inzwischen wird vom Starterpult die V2 elektrisch gezündet. Mit 800 Stundenkilom rast die Rakete in den eigenst gesperrten Luftraum. Das fachkundige Publikum erlebt einen Start unter perfekten Bedingungen. Windstille. Die V2 landet nur wenige Meter von der Startrampe entfernt und zufrieden voll auf. Es war genauso wie geplant. Ja, jetzt kann ich richtig viel Geld ausgeben. Ab jetzt wird sich meine Freundin freuen. Stefan Wimmer hat den nächsten Lounge. Seine Rakete wird an der Starttrampe befestigt. Jetzt kommt der Zünder in den Motor. Jetzt wird die Maschine sozusagen scharf oder zumindest fake gezündet zu werden. Das macht man erst hier, damit bis jetzt auch absolut nichts passieren kann mit dem Motor. Also keinerlei ungewollte Anzündung passieren kann. was dann von vorne vom Stadtisch getätigt wird. So und auch wenn es der hunderte Flug ist, die Spannung steigt. Dann spendiert der Starter Wimers Rakete den Original Countdown von Apollo 13. F twoer mit 23facher Erdbeschleunigung schießt die Papprakete in den Himmel. Dann beginnt die Suche. Nein, ich w gleich noch mal um Hilfe fragen hinten. Irgendjemand hat sie bestimmt gesehen. Wo ist einmal ablenken lassen? Okay, sie alles klar. Wimmer ist glücklich und verschwindet im Acker. In einer anderen Landschaft. Abschlussarbeiten an einem deutschen Mittelgebirge. 2 Tonnen Gips sind verbaut. Der Harz fast fertig. Heute soll der erste ICE durch Tal fahren. Letzte Korrekturen an Trasse und Forst. Wir hätten ursprünglich auch nicht gedacht, was das für Dimensionen sind. Wir haben hier knapp 50.000 Bäume. Also, man kann ja mal reingucken. Das ist der absolute Wahnsinn, was wir benötigen werden, damit wir eine richtig authentische Landschaft bauen. Alle Spezialanfertigung, das sind alles Laubbäume, Nadelbäume. Es gibt also alles, was man sich so vorstellen kann. Davon werden wir knapp 50.000 benötigen und teil sieht man hier, welche Dimensionen das erreicht. Also unser Lager wird langsam gesprengt. Ein Prototyp mit Wackelkontakt. Die Feuerwehr soll heute ihren ersten Einsatz fahren. Dafür habe ich nicht das Händchen ger Das ist so unglaublich klein. Du siehst, es geht hinten wieder, aber nur wenn ich den hier ran halte, weil hier sich einer von den ist da berühren die sich oder wie? Nee, hat sich hat sich gelöst. Das heißt, du versuchst gerade die Verbindung mit dem Messer zu mit der Gabel zu schaffen oder wie? Ja, sieht sehr professionell aus mit dem Werkzeug. Schließlich wird der Fehler behoben. Die Braunzwillinge wollen auf ihrer Schauanlage auch den Straßenverkehr realistisch darstellen. Der Prototyp ist bereit für die erste Testfahrt. Licht ist ausgegangen hinten. Es klappt. Er fährt geradeaus in den Busch. Machen dir nicht kaputt. Dann klappt es doch noch. Computer gesteuert sollen die Fahrzeuge einmal in fünf verschiedenen Geschwindigkeiten fahren, überholen, blinken, parken und auf Ampelschaltungen reagieren. Eine spezielle Software macht's möglich. Ich habe festgestellt, dass ich nicht 5 Stunden für ein Auto brauch, sondern 20 Stunden, bis es fertig ist. Das heißt, wir werden erstmal mit ungefähr 50 anfangen und dann ziemlich schnell auf 100 hochgehen und damit erstmal den Testbetrieb machen, also mit ungefähr 100 Autos. Ist die Testphase abgeschlossen, sollen 250 Fahrzeuge auf die Anlage. Rasachauer und Parkplatzsuche wie im richtigen Leben. Das tägliche Verkehrschaos im Maßstab H0. Die Freizügigkeit auf dem Marktplatzbalkon wird dann sicherlich mehr Betrachter finden, ganz im Sinne des Erfinders. Das ist ein typischer Fall von Exhibitionmus und warum nicht? Man kann sicher ruhig zeigen. Wenn man einen guten Body hat, kann man das ruhig zeigen. ICE Markgraf wird bereitgestellt. Jungfernfahrt auf 16 m Trasse. Gelassenheit in der Steuerzentrale. Hier sollen später einmal alle Befehle für 2000 Signale und Weichen gegeben werden. Alles digital. ICE Markgraf erhält sein Abfahrtssignal. Nach dreim monatiger Bauzeit der erste Zug. Im August 2001 soll die Anlage in Betrieb gehen, dann mit 500 Zügen. In Karbach ist es soweit. Peter Michel startet die Turbinen seines Airbuss. Ein griffbereiter Feuerlöscher verhindert schlimmeres. Bevor Michel startet, testet er die Reichweite seiner Fernbedienung und steuert den Jet auf der Rollbahn ein paar mal hin und her. Dann ist der Airbus startklar. Los. Ein leichter Dreher beim Starten lässt das Modell beinahe ausbrechen. Doch Michel fängt den Vogel gerade noch rechtzeitig ab. Das Fahrwerk lässt er zur Sicherheit lieber ausgefahren. Michel ist angespannt. Das 150 Stundenkilom schnelle Modell ist noch nicht getrimmt und reagiert sehr unsauber auf seine Steuerbefehle. Starker Rückenwind erschwert das Manövrieren zusätzlich. schnell g das Kerosin geht zur Neige. Michel entschließt sich zur Landung. Der Jungflug des Airbus hat gerade einmal 3 Minuten gedauert. Glückwunsch und erleichter sehr. Ja. Nein, das war also für erl waren die Dinge alle, die ich testen wollte. Ich bin sehr zufrieden. Der Airbus hat seine Feuertaufe bestanden. Michel muss jedoch noch mindestens 20 Starts absolvieren, bevor das Modell richtig getrimmt ist und sich sauber steuern lässt. Inzwischen bei den Raketenbauern in der Schweiz. Stefan Wimmer wurde fündig. Ein Querfeld Einspaziergang geht zu Ende. Alles wieder da. Wie viel Kilometer waren das? Ach, ungefähr so wie viele heute schon gelaufen sind. Es wers gewesen sein da hinten bestimmt 2 km diesmal, aber der Wind nimmt jetzt zu. Ich bin froh, dass ich es jetzt noch gemacht habe. Heute Nachmittag wird's bestimmt schlimmer. Dann wäre das hinter dem Dorf gelandet. Insgesamt werden an diesem Tag über 150 Raketen in den Himmel geschossen. Die meisten kehren sicher auf die Erde zurück, bis auf wenige Ausnahmen. Vorbereitungen für den Höhepunkt. Die längste Rakete kommt aus Holland. Ein 5inh Meter Monstrum in den Nationalfarben Metallic lackiert, 50 kg schwer aus Carbon und Keflerfasern. Die Männer haben Probleme, das Geschoss in die richtige Position zu bringen. Eine Rakete vergleichbarer Größe ist hier noch nicht gestartet. Für den Konstrukteur ebenfalls eine Premiere. Es ist mein erstes Mal. Ich habe schon viele kleinere Raketen gebaut. Das Prinzip ist das gleiche. Ich habe viel Erfahrung gesammelt. Daher müsste es eigentlich klappen. Sie wird nur 1300 m hochfliegen. Die Rakete ist eigentlich viel zu groß für den Motor. Diesmal kann das Auge endlich folgen. Mit 200 kg Schub drückt der M-Motor die Rakete in den Himmel. Der krönende Abschluss für die internationale Fangemeinde. Ein Kilometer weiter östlich schweben die Einzelteile unversehrt zu Boden. Für ein Jahr hat das Tal jetzt wieder Ruhe.
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| Titel | Miniwelt im Bastelkeller: Deutschlands verrückteste Modellbauer [2/2] | SPIEGEL TV Classic |
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| Hinzugefügt | 2026-07-24 06:34:39 |
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