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🤖 Zusammenfassung
Der TV-Reporter Peter Giesel untersucht in Rom und Venedig kriminelle Machenschaften gegen Touristen. In Rom werden Taschendiebstähle in der U-Bahn gezeigt, die meist von professionellen, oft minderjährigen Banden mit spezifischen Tricks wie Türblockaden oder Stadtplan-Ablenkung begangen werden. Nahe touristischer Hotspots wie dem Petersplatz oder Trevi-Brunnen lauern überteuerte Restaurants mit Zwangstrinkgeld („Servizio“), verschwiegenen Preisen und minderwertiger Mikrowellenküche. Kontrast: authentische Lokalitäten in weniger touristischen Vierteln bieten Qualität zu fairen Preisen. In Venedig werden Plagiate und gefälschte Murano-Souvenirs thematisiert, dazu verdeckte Polizeieinsätze. Die Reportage warnt eindringlich vor der Alltagsgefahr organisierter Urlaubsbetrügereien in beliebten italienischen Reisezielen.
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📜 Transkript
Rom und Venedig, die zwei beliebtesten Italienzele der Deutschen und die Geschichten, die in keinem Reiseführer stehen. Mein Name ist Peter Giesel und ich bin Urlaubsbetrüger auf der Spur. Weißt du was? Wir arbeiten fürs deutsche Fernsehen. Gaunern und Betrögern, die es auf unsere Urlaubskasse abgesehen haben. Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte. Da steht dir eine. [musik] Ihr habt den Rom Touristen beklaut. Auf dem Lido bei Venedig kaufe ich Plagiate und bekomme es mit verdeckt arbeitenden [musik] Polizisten zu tun. Haben Sie die Ausweist? Nee. Nee. Kommen Sie mit mir. Und in den Touristengeschäften am Kanale Grande entlaufe ich Urlaubssouvenirs [musik] als Fälschungen. Das ist nicht auf Morano gemacht worden. Das ist so wie nach Art der Münchner Weißwurst, aber eben nicht die Weißwurst. In Rom gibt's Ärger mit einem Restaurant Bier für 8 €. Nirgendwo in Deutschland passiert sowas und dann jagen wir zusammen mit verdeckten Ermittlern Taschendiebe in der römischen U-Bahn. Alles, was ich habe, Geld, Papiere, Kreditkarten, EC-Karten ist weg. Futsch aus vorbei gestohlen. Also, Achtung, Abzocke. Ich bin den Betrügern auf der Spur, damit ihr nächster Urlaub kein Reinfall wird. Meine Reise beginnt in der Chita Immortale der ewigen Stadt. In dieser Saison erwartet sie über 20 Millionen Gäste. Bis zu 2 Millionen übrigens aus Deutschland. An keinem Reiseziel der Welt finden [musik] Kunstfreunde, Genießer und Gläubige gleichermaßen einen solchen Sehnsuchtsort wie hier, wie in Rom. Ich lande am Flughafen Fumicino. Mein Team ist bereits vor Ort, denn auf diesem City Trip wollen wir unsere versteckten Kameras gleich zu Beginn einsetzen. Man kann nie wissen, diese Stadt ist nicht nur als ewige unsterbliche Stadt bekannt, sondern auch als ein Haul von Taschendiebstahl. Deswegen halte ich meine Tasche mit der versteckten Kamera jetzt ganz besonders fest auf dem Weg in die Stadt. Der Express führt mich zum Bahnhof Termini, dem gewaltigen Knotenpunkt für den Zugverkehr rums. Viele Touristen beginnen ihre Reise hier in der betriebsamen Vorhalle an einem der unzähligen Fahrkartenautomaten. Die begrüßen den Gast sogar höflich. Bitte achten Sie auf Ihre Wertsachen und Vorsicht auf Taschenbebe. Für Informationen wenden Sie sich ausschließlich an das an der Uniform erkennbare Personal von Tren Italia. In fast perfektem Deutsch hier vorgetragen diese Reisewarnung vom Automaten. Ich ziehe mir ein Tagesticket für die U-Bahn mit einem etwas mulmigen Gefühl, dass ein Automat mich warnt vor Kriminellen in der heiligen Stadt. Das finde ich bemerkenswert. Also, wo sind die römischen Taschenliebe? Rom hatte eigentlich nur zwei U-Bahnlinien bei 3 Millionen Einwohnern. Der Römer gilt nicht als Frühaufsteher und gegen Mittag ist die Rushauer gerade vorbei, als mir drei Jugendliche auffallen. Sie rauchen auf dem [musik] Bahnsteig. Ausgerechnet, als auf dem Nebengleis die Bahn einfährt, bricht bei den halbstarken Hektik aus. Wir folgen [musik] den Dreien unbemerkt und mein Instinkt lässt mich nicht im Stich. Die Jungs drängeln sich in die Zugtür kurz bevor sie sich schließt. Und wir erkennen, wie es zu einem Gerangel mit zwei asiatischen Touristen kommt. Plötzlich [musik] bleibt der dickste der dreie in der Tür stecken. Habt ihr das gerade gesehen? Ich glaube, wir haben sie erwischt. Also, wir nicht, aber genauso funktioniert das. Wir sind in die Bahn reingesprungen und kurz bevor die Bahn abfährt hatte irgendeiner schon seine Hand irgendwo dran und dann springen die ganz schnell wieder raus. Also in der Hoffnung, dass das Opfer in der Bahn stehen bleibt und man selbst mit der Beute abhauen kann. Die Zeitlupe zeigt, wie der junge Mann im weißen Hemd sich an [musik] der Tasche des Touristen zu schaffen macht. Ein zweiter versucht sein Glück im Zug, der Dritte blockiert die Tür, damit sein Komplize in letzter Sekunde auf den [musik] Bahnsteig gleiten kann. Zu schnell für uns. Die drei sind längst über alle Berge. Aber zwei U-Bahnstationen weiter fallen mir drei Mädchen auf, die in einem Umsteigetunnel die Taschen [musik] der sich vorbeischiebenden Massen beobachten. Die Bahnhofssicherheit hat sie bereits im Visier. Also, ich stehe jetzt hier ganz bewusst ein bisschen weiter weg von denen, weil das ist ein klassisches Szenario. Das sind drei wirklich blutjunge Mädchen, die Sicherheitsbeamten hier von der U-Bahn wissen genau, was die gerade machen. Die sind nämlich auf Diebeszug. Aber mehr als jetzt nett mit ihnen reden bleibt denen auch nicht, weil noch haben sie sie nicht frischer Tattappt, aber alle wissen, was die hier tun. Vielleicht hat mich die Ansage am Bahnhof zu argwöhnisch gemacht, aber ich weiß aus Recherchen, dass man hier vor Dieben aufpassen muss. Das irritierende ist, dass es sich bei all den, die wir heute sozusagen beim Versuch beobachtet haben, wirklich um deutlich Minderjährige handelt und es sind auch keine Italiener. Zumindest sprechen sie nicht Italienisch. Wir werden die Sache im Auge behalten. Dabei hat ja Papst Franziskus selbst das heilige Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen. Auch für uns ein schöner Anlass am Petersplatz vorbeizuschauen und wir haben Glück. Gleich an unserem ersten Drehtag hält [musik] Franzisco seine Messe und zeigt sich seinen Fans aus aller Welt. Die Taschendiebe habe ich längst vergessen. Also, das ist schon erhebener Moment im Leben eines jeden Christen, auch wenn ich nicht katholisch bin, hier in Rom zu sein. Alle sind friedlich zusammen. Das ist ein sehr, sehr schönes Gefühl, muss ich ehrlich sagen. Trotzdem sind wir aus dem anderen Grund hier, weil es eben in dieser Stadt auch manchmal nicht so feierlich und festig zugeht. Also zurück zum Job. Aber sehr schön, dass wir hier waren. Sehr schön. Später geht's hier weniger christlich zu, denn mir und meinem Team gelingen exklusive Aufnahmen vom Treiben der Taschendiebe in Rom. Wir verfolgen die Spur der Beute und können schließlich mit den Tätern [musik] sprechen. Ihr habt den Rom Touristen beklaut und das haben wir gesehen. Dazu später mehr. Ein Besuch am Petersplatz macht hungrig, [musik] auch auf weltliche Genüsse. In Italiens Hauptstadt muss es ein Traum sein, Essen zu gehen. Ob Tratoria, Osteria, kleines Kaffee oder schickes Restaurant, für jeden Geldbeutel dürfte sich was finden lassen. Voll lauter Hunger ess ich schon Eis. Zeit für Mittagessen. Klar, so ein Laden hier gleich um die Ecke vom Treibbrunde ist natürlich total teuer. Eine Pizza ab 12 € und Nudeln auch ab 12. Meine Mutter hat damals immer schon gesagt im Italienurlaub lieber in so kleine Gassen zum kleinen Restaurant gehen. Das ist meistens preiswerter und auch sehr gut. Also etwas weiter weg von den anderen Tourismen. Wir suchen nicht lange und entdecken eine charmante Tratoria mit einladendem Preisspektrum. Die Pizzen, die alles so um die 6 7 8 € pasta keine über 10 11. Das ist ein sehr moderates Preisniveau und das in Rom toll. Setzen wir uns jetzt hin. Unser Restaurantest mit versteckter Kamera soll objektiv bleiben. Wir bestellen eine Standardkombi Pizza, Salami, Lasagne dazu, einen kleinen Salat, ein Bier und einen Wein. Das dumme ist, ich finde hier keine Getränkepreise. 25 € insgesamt fürs Essen haben wir jetzt. Und ja, komm mal, ein Glas Wein vielleicht 3 € 4 € und das Bier [musik] auch 3 4 € wür ich sagen. Kommen wir so auf die um die 30 €. Das Bier kommt schnell, aber gänzlich ohne Schaum. Offenbar hat der Schmutz im Glas die [musik] Kohlensäure verdrängt. Siehst du das? I so. Boah, Leute, das schmeckt wie als hätte man die Flasche vor zwei Tagen geöffnet, aus der es eingeschenkt wurde. Ja, wie ein Wein. Ah, damit können wir auch unser Mietwagen tanken, möglicherweise. Auch Pizza und Lasagne sind innerhalb von 2 Minuten auf dem Tisch. Dabei ist die Lasagne eher ein Portionönchen und der Belag der Pizza ausgesprochen überschaubar. So und jetzt z mal [musik] die Salamischeiben bei mir. 1 2 3 4 und das ist alles, was ich bekomme für fast 10 €. Nicht nur der Belag, auch der Geschmack hat Tiefkühlniveau. Das ist schon eine schwere Enttäuschung, muss ich ehrlich sagen, für unser erstes Essen in Italien. Die Rechnung bitte, wir würden dann gern gehen. Die saftigen Getränkepreise haben die Rechnung auf satte 44 € hochgeschraubt. Dies ist wirklich völlig ungenießbare hier kostet 6,50 €. Dein Wein 5 €. Ich koste davon jetzt nichts mehr. Dann steht hier was echt lustig ist. Siehst du das hier? Servizio. Das heißt, du hast im Prinzip ein vorberechnetes Zwangschildschirm. Ein Trinkgeld waren Essen und Service wirklich nicht wert. Das alles hier ist was? Servizio Service trinket. Trink trinken Sie das? Nein, ich trinke kein Bier. Jetzt weiß ich auch warum. In meinem eigenen Restaurant w ich auch nicht trinken. Wieder das Bier noch den Wein. Die Gläser sind umgewaschen. Das Bier ist ohne Kohlensaur schmeckt plrig. Kann man trinken für 6,50 € der Wein für ein Fünfer. Das geht nicht. Also, das geht nicht. Muss noch andere Restaurants hier geben in der Stadt oder bitte. könnte ich alles sein. Vielleicht doch ein Laden mit mehrbetrieb, denn schließlich muss ja touristisch nicht automatisch schlecht bedeuten. In der Nähe des Vatikans liegt diese Osteria. Sie ist berühmt und berüchtigt. Das haben meine Kollegen vorher schon im Internet rausgefunden. [musik] Mein erster Eindruck: Der Kellner hat eilig. Wollen Sie trinken oder wollen sie essen? Essen bitte. Wollen Sie Pasta, Lasagne, Spaghetti? W mir das gar nicht Karte zeigen. Ach so, wir haben Sandwiches, Pizza oder Rindersteak, Lasagne, Fleischbältchen, Lasagti, er hält die ganze Zeit die Karte fest. Siehst du das? Oh, okay. Wir bestellen Pizza, Nudeln, Salat, ein Bier, eine Cola und einen Wein, ohne zu wissen, was das kostet. Einfach mal ganz von vorne. Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich bestellt habe, ohne zu wissen, was es kostet. mal auch den Beweis hier haben. Das ist die Karte hier. Wie Sie sehen, sehen Sie keinen Preis, also überhaupt gar nichts. Ayay. Leute, haben wir genug Geld dabei? Ich glaube, das ist voll teuer. Es vergehen keine 2 Minuten, da stehen die Nudeln schon auf dem Tisch. Faster geht Food nicht. Schwierige Situation jetzt, weil wir sind ja eigentlich überrumpelt worden und dann nimmt man natürlich Lasagne, klar, Pizza klar, Salat klar. Kann ja so teuer nicht sein, denkt man. Ach, schon fertig. Okay. Als wenn die Pizzen auf uns gewartet hätten. Den Ofen hätte ich auch gerne, der eine Pizza innerhalb von 4 Minuten macht. Spätestens jetzt ist mir [musik] klar, hier wird nichts frisch gekocht. Meins ist so ein bisschen warm, aber ich vermute mal innerhalb von 2 Minuten. Ich darf bei einer Lasagne mal kosten hier in drin. Na, die ist kalt. Die kommt aus der Mikrowelle. Na, Italia. Italia. Ich habe selten schlechter Italienisch gegessen und das im Mutterland von Pizza und Pasta. Na ja, hier komm fertig. Kaffee Cappuccino. Danke. Eiscreme. Nein, nein, nein. Zur Erinnerung, bisher haben wir keine Karte mit Preisen zu Gesicht bekommen. Noch ahnen wir also nicht, wie teuer uns der Restaurantest wirklich kommen soll. [gelächter] Deine Cola. Gib mir die mal. kostet, Achtung 6 €. Dieses Bier kostet 8 €. Deine Lasagne hat gekostet 15 €. Unsere beiden Pizzen zusammen 30 €. Dazu kommen noch fast 10 €. Servizio 101,20. Das habe ich noch nie erlebt. Zumal der Qualität. Senor, wo sind denn die Preise? Sie eine Karte mit Preisen? Ja. Ja. Oh, es gibt doch eine Karte mit Preisen. Die kriege ich jetzt. Sie haben ja vorab nicht nach dem Preisen gefragt. Ja, ich denke nicht, dass das die normalen Preise sind. Das sind unsere Preise. Warum zeigen Sie mir die Karte nicht vorher, wenn so teuer ist? Sie wussten das doch. Das sind die Preise. So viel zahlen Sie überall auf der Welt. Auf der ganzen Welt sagen sie. Ja, überall. Ich würde bezahlen, wenn die Preise ebenso sind. Die Preise sind überall so. Das stimmt nicht. Ich reise durch die ganze Welt. Machen Sie die Rechnung genau wie hier angegeben. Wenn der mir erzählt, dass es überall auf der Welt so sei, ein Bier für 8 €. Wenn sowas in Deutschland machst, heißt du nicht mehr, also hier nirgendwo in Deutschland passiert sowas. Wir sitzen in einer dieser üblen gastronomischen Touristenfallen. Ich bin nicht der erste, der sich hier aufregt, oder? Ich mache ihn doch jetzt einen guten Preis. Sie müssen mich auch verstehen. Ja, ja, ich verstehe schon ganz genau, was sie sagen. Ich bin ja nicht taub. Sind die Preise? Das ist doch kein Problem. Ja, ja, ja, schon klar. Das hier ist vielleicht legal, aber auch ein unanständiger Wucher. Nicht mit mir. Und unverschämt wird es in dem Moment, wo er mir versucht zu erklären, das sei überall auf der Welt so. So schlechtes Essen, so schlechter Service und so obsön überteuerte Preise. Das kratzt ein bisschen an meinem Italienbild wirklich. Aber ich will Rom eine Chance geben. Dennoch das festgelegte Servizio stößt mir auf. Ich will nicht pingelig sein. Guter Service verdient auch gutes Trinkgeld. Aber dieses ist in Italien per Gesetz im Preis inbegriffen. Wird Servizio wirklich überall in der römischen Innenstadt berechnet? Es sind ganz ganz viele Restaurants, eins nach dem anderen. Und jetzt mache ich mal ganz naiv und frag mal bei jedem nach, ob er diese unverschämte Zwangsgebühr Servizio auch nimmt [musik] oder ob mir da gerade eben Cocoloris erzählt wurde. Wir fragen nach. Entschuldigung, ich habe eine kleine Frage. Klar, stellen Sie ruhig. [gelächter] Berechnen Sie hier in ihrem Restaurant ein Servizio? Ja. 1,50 €. Na, danke. Das ist ja noch okay. Nummer eins. Im Verlauf des Abends finde ich wirklich einige erfreuliche Ausnahmen, aber das Ergebnis der Blitzumfrage in zehn Restaurants bleibt ärgerlich. In sechs dieser Restaurants gibt es Servicio, also das Zwangstrinkgeld in Höhe von Achtung 10%. Das ist dftig. Das ist deftig. Muss was anderes suchen, aber ich glaube, da müssen wir uns ein bisschen weiter wegbewegen hier von dem touristischen Herzen sozusagen. [musik] Wir suchen einen Laden, der auch bei Italienern beliebt ist und finden ihn im Bezirk Trasteverre. Eine Pizzeria, von außen keine Schönheit, Neonlicht, Plastikstühle vor der Tür, aber es ist voll und zwar ganz augenscheinlich mit Römern. Wir bestellen auch hier unseren Standard. Pizza, Pasta, Wein, Bier und Cola. [musik] Eine Position entfällt erfreulicherweise. Wir schauen mal an, was hier steht. Wir sind ausweislich der Karte im ehrlichsten Restaurant, was ich bis jetzt in Rom kennengelernt habe. Hier steht: "In diesem Restaurant wird weder Gedeckgebühr noch Zwangstrinkgeld verlangt. Das finde ich schon mal super." Gerade mal 10 Minuten Wartezeit auf die Pizza sind ein Scherz gemessen an dem, was wir jetzt erleben. Und ich höre das Knacken vom Teig schon vom Robin, unserem Kameramann da drüben. Und auch bei mir ist es so. Das ist eine der besten Pizzen, die ich je in meinem Leben gegessen habe. Und an bessere kann ich mich zumindest jetzt nicht erinnern. In diesem Restaurant wollen wir unsere Tarnung ablegen und packen die große Kamera [musik] aus. Mal schauen, was der Chef sagt, was es jetzt kostet. Wer in einer so offenen Küche vor den Augen der Gäste Pizza backt, der will seine Qualität sicherlich nicht verbergen. Wenn ich nach Rom komme und hier eine gute Pizza essen will, dann bin ich in diesem Laden im Paradies. Ich kann ja nicht so viel dazu sagen. Schaut's euch noch mal ein bisschen an und dann will ich wissen, was es kostet. Wie in den anderen Restaurants zuvor hatten wir fast die gleiche Bestellung. Zwei Pizzen, Salat, Pasta, Wein, Cola und Bier. Der Unterschied auf den Rechnungen ist dramatisch. So, zack, da haben wir's. Komm genau her. 38,50 € kostet hier genau dasselbe, was wir um die Ecke vom Petersplatz für 2 € bekommen haben und da waren schon 10 € Zwangs Trinkgeld abgezogen. Dieses Servizio kennt wird Andrea hier nicht. Das sei nur etwas für Tour Lokale. Das kann ich gar nicht glauben. Das ist wirklich total absurd. Das ist völlig übertrieben. Aber schaut mal, so geht es auch. Ehrliche Preise und tolles Essen. Woran erkennt man denn nun den guten Italiener in Rom? Es gibt ein paar Hinweise auf dem guten Laden. Z.B. nicht so viele Touristenkameras auf den Tischen, nicht so viele Reiseführer in denen gelesen wird. Das sind gute Indizien dafür, dass es sich um einen authentischen echten Laden handelt, wo auch Italiener jeden Abend ihre Pizza essen. Hier gibt es unglaubliche Geschmackserlebnisse, ein tolles Preisleistungsverhältnis. Am Petersplatz werde ich in Zukunft beten, aber um ihn herum nie wieder in meinem Leben eine Pizza essen. Born Appetito. Und später am weltberühmten Trewibrunnen. Hier nutzen Abzocker die romantische Stimmung der Besucher, um schnelles Geld zu machen. Also bevor ich weiß, wie schlecht dieses Foto ist, ist mein Geld schon weg. Später mehr zu dieser Geschichte. Jetzt will ich mich mit meinem Team erstmal einer sehr ernsten Gefahr für jeden Touristen [musik] widmen, dem Taschendiebstahl. Wir werden die Aufnahmen vom Vormittag aus. Mir ist klar, wir haben Taschendiebe bei der Arbeit gefilmt, aber was wir dabei entdecken konnten, wissen wir [musik] noch nicht. Wir werden Leute treffen müssen, die sich damit besser auskennen. Natürlich haben wir bereits welche gefunden. Dieser gut aussehende junge Herr ist mein Kollege vom italienischen Fernsehsender Mediaset vom Kanal 5 und ist Reporter der Sendung La Strizia Notizia. Und was wir heute erlebt haben, erlebt er hier mit seinem Team jeden Tag. Jimmys Mitarbeiter sind mit versteckten Kameras, Taschendieben und anderen Kriminellen in Rom auf der Spur. Zudem brauchen wir einen Kontakt. Wer sich so gut auskennt, kann uns vielleicht auch sagen, was wir da gesehen haben und wie wir uns davor auch schützen können möglicherweise. Sehr interessant. Das könnte nicht nur für unsere Sendung, sondern auch für unsere weiblichen Zuschauer ein echtes Highlight werden, das sage ich dir. Am nächsten Morgen bin ich in der Vorstadt von Rom verabredet mit Jimmy Gion. Der Reporterkollege ist in Italien ein wahrer Superstar. Kann er uns einen Einblick geben in die Welt der Langfinger von Rom? Hallo, hallo, hallo. Ciao, ciao, ciao, ciao. [musik] Ah, ich habe einige deiner Clips gesehen. Wir nennen sowas bei uns Modus Operandi. Wie gehen die Diebe genau vor? Also, der sogenannte Modus Operandi der Diebe ist immer der gleich. Sie benutzen immer die gleiche Technik. Bedecken die Hand mit einer Tasche und dann machen sie das. Es müssen viele Leute im Bus sein. Es muss sehr voll sein. Je voller desto wohler fühlen sie sich. Es stimmt. Also, unsere Warnungen sind nicht umsonst. Diebstahl ist ein Riesenproblem [musik] in Rom. Gut zu wissen, dass man mit so einem Thema und dieser Sendung nicht alleine ist auf dieser Welt und deswegen werden wir uns genau das, was vor mich gerade gewarnt hat, jetzt vornehmen. Wir werden unsere Portemonnaes hinten reinun, so dass jeder ran kann. Ups, da ist es schon weg. Okay. Oh mein Gott, ich habe hier ganz schön was vor mir. Grazie. Super. Grazie, kriegt mein Pop noch wieder. Welches? [gelächter] Aber vielen Dank. Ciao. Ciao. Jimmy vermittelt uns den Kontakt zu einem seiner Undercover Redakteure. Wir machen uns auf den Weg zu dem Mann. Durch die Erfahrungen vom Vortag ist mein Sinn geschärft. Wir sind hier mit unserer Story genau am richtigen Ort. Wie eine Spielwiese für Taschendiebe. Also so viel Rucksacke schon mal da, die ich hier rumhängen sehe und so viel Reißverschlüsse äh die hier ratzfatz offen sind. Also ich habe das Gefühl, dass einem heutigen Tage vielleicht den einen oder anderen Tag man oder wenigstens das na ja sehen werden. Und schnell fällt mir auch auf dem vollen Bahnsteig das junge Mädchen auf, das Gepäck der Reisenden genau beobachtet. Sie drängelt sich von hinten in die wartende U-Bahn. Da erkenne ich, wie sie sich an einem schwarzen Rucksack zu schaffen macht. Hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey. Was hast denn du denn gerade gemacht? backack. Hoffentlich kann ich das Opfer noch im Zug erwischen. Das Mädchen will flüchten mit der Beute. Zum Glück ist auch das Sicherheitspersonal aufmerksam geworden und entriegelt die Zugtüren. Wir übergeben die Dieben der Security. Die Familie steigt geschockt aus. Die Mutter hat den Zugriff ebenerst bemerkt. Was ist passiert? Der Rucksack war offen, oder? Ja, er war offen, aber zum Glück ist noch alles drin. Sehen Sie sicher? Ich habe gesehen, wie das Mädchen ihn geöffnet hat. Ja, vielen Dank. Wir sind erst Tage hier. Sie hatten ihn auf dem Rücken. Richtig. Ja, genau. Wir haben offenbar rechtzeitig eingegriffen und die Familie kann ihren Urlaub fortsetzen. Auf eine Anzeige verzichten die Opfer. Durch unser Eingreifen bleibt es beim Raubversuch. Passen Sie gut auf. Was war denn drin? Geld. Ja, Pässe, Geld. Machen Sie das nicht. Gute Reise und passen Sie gut drauf auf. Ein kurzer Augenblick der Unachtsamkeit im Gedränge der Metro und die Urlaubskatastrophe ist passiert. Die wen alles los gewesen. Pass, Telefon, Geld, einfach alles. Zugegeben, das kann einem auch in anderen Städten passieren. Aber statistisch gesehen liegt Rom beim Taschendiebstahl in den europäischen Top 10 auf einem erstaunlichen dritten Platz nach Barcelona und Prag. Wir sind ja eigentlich mit unserem Informanten verabredet, aber auf dem Weg durch einen kleinen Park am Denkmal Vitorio Emmanuele bekommen wir gleich zufällig erneut eine Gelegenheit, Taschendieber hautnaht zu beobachten und zwar nach ihrem Beutezug. Diese beiden Herren fummeln am Rand des Parks an mehreren Portemonnaes rum. Mein Kollege bleibt mit der versteckten Kamera genau vor ihnen stehen. Unglaublich, wie dreist und ungeniert die beiden am helligsten Tage ihre Beute durchstöbern. Bargeld und Kreditkarten rausgekramt und dann den Rest rein in die nächste Mülltonne. Unbemerkt greife ich mir, das Dieb ist gut. Ich weiß nicht, habt ihr es alle jetzt gesehen, die Kameras? Müssen mal gucken. Was sagt denn deine Kamera? Hier ist es. Also, ich habe es nicht geklaut, aber aus dem Mülleimer gefischt. Ja, da sehen wir's. Ja, da sind sie dabei. Ja, da lernen sie es gerade aus, die beiden Taschendiebe. Genau das, was ich jetzt hier gefunden habe. Das hat auch nicht in irgendeiner Tasche drin gesteckt. Ich würde mal mutmaßen. Das war ganz klassischerweise hier so hinten drin ein bisschen locker, dann ist der ran und so und zack ist es weg und ich gucke mir irgendwas an als Tourist und alles was ich habe, Geld, Papiere, Kreditkarten, EC-Karten ist weg. Futsch aus vorbei gestohlen. Taschendiebstahl ist in der ewigen Stadt offenbar die größte Gefahr für Touristen. Umso wichtiger ist es für mich, die Tricks der Taschendiebe zu verstehen. Wir wissen immer noch nicht genau, was wir bei der Szene mit den zwei Asiaten am Vortag beobachtet haben. Wie und wann genau greifen die Diebe zu? Wir erwarten Besuch von einem, der diese Masche genau kennt. Claudio arbeitet als Undercover Redakteur für meinen Kollegen Jimmy. Er will sich nicht offen im Fernsehen zeigen, dafür aber offen sprechen. Schau mal, es reicht einen Arm zwischen die U-Bahntüren zu halten, dann sind sie blockiert. Um weiterfahren zu können, muss der U-Bahnfahrer alle Türen wieder öffnen und die Dürbel können weglaufen. Wie oft geht das gut? Also, wie oft klappt der Diebstah und wie oft nicht? Also bei sie von ze Versuchen schaffen sie es etwas zu klauen. Das ist ja eine Quote von ein Z. Ja, bei 7 von Zech du meine Güte. Offenbar sind wir hier keinen Gelegenheitstätern auf der Spur, sondern professionellen Banden. Wahnsinn, wenn ich es richtig verstanden habe, weiß er auch, was nach so einem Zugriff passiert. Er weiß also wo, wenn ich richtig verstanden habe, die Beute landet. Also jetzt bin echt mal gespannt, was er mir zu zeigen hat. Let's go. Okay. Ja. Ja. Alr an die Ich bin mit einem echten Informanten in Rom unterwegs. Das wird spannend gleich. Claudio nimmt uns einen Nachmittag lang mit auf Spurensuche. Er hat schon viele solcher TVfilme hinter der Kamera vorbereitet. denn er kann sich auf seinen Recherchen in der Metro unauffällig bewegen. Es gibt schon noch perfektere Tarnungen als meine. Er sieht wirklich aus wie ein Ja, we nicht Lehrer, der gerade von der Arbeit kommt wie ein Beamter ist ungefähr Mitte 50 und damit natürlich unsere Toptarnung. Der wird uns jetzt mal zeigen, was Kriminalität und Taschendliebstahl hier wirklich bedeutet alltäglich in Rom. Er macht den Job übrigens schon seit 25 Jahren. Diesercover. Mein Respekt. Bleibt mal schön weg von uns, damit wir wirklich nicht auffallen. Okay, ich gehe einfach jetzt hier so locker mit hin. Gleich auf dem ersten Bahnsteig weiß Claudio sofort, was er uns zeigen will von offenbar ein Personalausweis kurz mal gecheckt. Das Diebesgut gleichem Gleisbett entsorgt. Haben die Täter es denn [musik] so eilig? Normalerweise steigen sie bei der Station Carfour aus und dann gehen sie auf die andere Seite und fahren wieder zurück und das machen sie immer wieder, meistens gegen 1 Uhr mittags. Am Bahnhof Pyramide, dem ersten Oberdischen auf der Linie 2, können Diebe ihre Beute quasi in der freien Natur entsorgen. Ich finde eine geplünderte Brieftasche und auch an der U-Bahnstation Kolosseum ein weiterer Abwurfort für gestohlenes. In einem Gebüsch eine leergeräumte Tragetasche. Ich hatte mich ja auf einige Überraschungsfunde eingestellt, aber so viele, dass mir dabei erstmal bewusst wird, was das wirklich in dieser Stadt für ein Problem ist. Claudio führt uns zu einer Treppe gegenüber dem Kolosseum. Tausende Touristen steigen hier täglich hinab. Ergriffen von der Schönheit des Bauwerks werden sie zu leichten Zielen für die Taschendiebenen. Erschreckend kaltschnoluzig gehen die vor und nehmen sogar in Kauf, dass ihre Opfer in letzter Sekunde etwas bemerken. Wer setzt sich schon gegen zierliche Mädchen zur Wehr? Und selbst die Polizei schreckt sie nicht ab. Wichtig ist nur, im Falle einer Durchsuchung kein Diebesgut dabei zu haben. Deswegen entsorgen Sie es auch immer sehr schnell, sagt Claudio, und lässt mir beim nächsten Versteck den Vortritt. Hinter einem alten Telefonkasten finde ich so einiges. Ein indonesischer Führerschein, eine italienische Masterkarte, ein indonesischer Kraftfahrzeugschein. Also hier hat's ganz eindeutig den netten Herrn Sri Mardi erwischt, was das für einen Stress bedeutet haben muss für ihn und so lange liegt's ja auch noch nicht drin. Okay, nehm das mit. Vielleicht kann ich damit jemanden glücklich machen. Ansonsten geht's zur Polizei. Wir sammeln hier Diebesgut ein von fremden Leuten. Das ist Ich will den Besitzer verständigen, auch um mehr über den mutmaßlichen Diebstahl herauszufinden. Tja, ich erreiche ihn gerade nicht. Nicht, dass sein Handy auch gestohlen wurde und mittlerweile verkauft wurde. Das ist nicht unwahrscheinlich, aber ich behalte seine Papiere in meiner Hand. Kurze Zeit später entdecke ich in der Nähe des Forum Romanum ein verdächtiges Trio. Diese drei jungen Damen gehen zielstrebig auf ankommende Busse zu und dann beginnen sie schnell mit ihrer Routine. Versteck die Kamera hinter mir. Genau. So super. Versuchen es da mit jedem, mit jedem, mit jedem. Schau, da versuchen Sie es. Offensichtlich bedrängen die Mädchen die Touristen mit einem ausgebreiteten Stadtplan. Versuchen so an Handtaschen und Wertsachen heranzukommen. Dieser Familienvater bemerkt den Versuch und kann das Trio aber nur mit viel Mühe abschütteln. Ob sie trotzdem etwas erbeutet haben? So und das war jetzt der Stadtplantrick. Ich habe ihn wirklich mal selber zu Gesicht bekommen. Interessant, ne? Großer Stadtplan. Wird ausgefaltet. so ein bisschen drüber gelegt und dann siehst du mich nicht mehr und dann nehme ich ja alles weg. Ja, unglaublich simpel und äh nur dieses Ehepaar da drüben hat's gerade gemerkt in dem Moment. Äh da kommen sie wieder. Bleib hinter mir. Haben die drei gerade fette Beute gemacht? Warum steigen sie jetzt in den Bus? Mein Kameramann und ich müssen uns schnell entscheiden und steigen ebenfalls ein. Den Rest des Teams lassen wir zurück. Die drei haben mich bisher nicht bemerkt. Ich kann mich ihnen also unauffällig nähern und höre, wie Sie rumänisch miteinander sprechen. Nach einer halben Stunde Bus und U-Bahnfahrt steigen sie aus in einem Vorort von Rom. Hier können wir unsere Touristentarnung vergessen. Da steht Peter, bitte bitte bitte bitte bitte bitte. Da steht die eine. Kauft gerade auf. Nee, nee. Kauft gerade ein. Zeit für ein Gespräch mit der Taschendiebesbande. Hallo. Sprecht ihr Englisch? Englisch. Ja, ein bisschen. Okay. Ihr habt den Rom Touristen beklaut und das haben wir gesehen. Nein, nein, nein, nein. Ich muss den Dreien klar machen, was ihnen droht. Es gibt jetzt zwei Optionen. Wir gehen zur Polizei oder ihr gebt mir sofort, was ihr geklaut habt. Komm, gib mir. Nein, nein. Die drei haben ungewöhnlich viele Handtaschen dabei. Als ich ihnen mit der Polizei drohe, geben sie ihr Diebesgut freiwillig raus. Das gehört alles euch? Hey, zeigt mir und ich gehe. Okay, lass wir in Ruhe. Okay, alles klasse. Gehören die euch? Nee, nein, nein. Von der Freundin. Also, komm. Gehört sie dir? Nein. Und die hier? Nein. Okay, dann geht. Das lassen sie sich nicht zweimal sagen und hauen ab. Keine Frau der Welt gibt mir einfach so ihre Damenhandtasche. Außer sie ist geklaut. Mal schauen, was wir hier drin haben. Sorry. K. Tut mir leid. Darf ich hier kurz reinschauen? Danke. Wir haben Videobeweis, dass die in der Stadt kamuen. Da müsste was drin sein eigentlich. Geld ist Geld. Ein Herrenpullover, die gehört nicht ihr, sondern irgendeiner Frau, die die jetzt ganz schmerzlich vermisst. Ich werde das alles hupsal alles wieder einpacken. Ja, wir waren zwar nicht bei allen Raubzügen [musik] dabei, aber was wir hier finden, spricht für sich. Also, ich kenne keine Frau, keine keine Frau auf dieser Welt oder sie, die eine Handtasche mit sich rumschleppt, die leer ist oder? Wir werden das Diebesgut später der Polizei übergeben. Jetzt habe ich genug aus der Ferne beobachtet. Um die Cluttricks zu verstehen, muss ich näher an sie rankommen. Nur so erfahre ich, wie man sich besser vor ihnen schützen kann und nur so können wir die Zuschauer warnen. Wir verabreden uns mit dem Profizauberer Bob Noncetti. Bob Noncetti wird uns was zeigen, was wir bisher noch nicht verstanden [musik] haben, nämlich wie Trick und Taschendiebstahl im Detail funktioniert. The Details also wir interessieren uns für die Details. Wir haben wirklich viel gesehen. Z.B. in der U-Bahn. Das ist ein klassischer Ort, oder? Ja, die U-Bahn ist ein klassischer Ort für Diebe. Wir stecken das Portmane [musik] mal hier rein. Ja, okay. Also, es würde jetzt normalerweise als Tourist durchgehen. Geh in die U-Bahn rein. Meine Brieftasche ist sicher. Ist sich oder also ich möchte in der U-Bahn fahren. Zack, Roma Metro und dann stehe ich besten Fall. Guck ich noch, wo es rausgeht. Ich stecke zwei Finger drunter. ist ob ist genau es ruckelt ein bisschen was. Okay. Vor und dann steigen wir auch schon wieder aus, gell? Noch mal langsam ganz im Ernst, mein er steht jetzt neben mir. Ja, das ist eine konstruierte Situation. Jetzt merke ich es natürlich ein bisschen, [musik] aber ich versetze mich jetzt mal in die Situation Metro. Es ruppelt und puppelt ein bisschen und jetzt passiert folgendes. Ein anderer Klassiker. Hat nur zwei Finger drunter. Siehst du das? Und es ist ein großer Brief. Was Bob uns vor der Kamera zeigt, dauert natürlich in der Realität nur wenige Sekunden, abhängig von der Leichtsinnigkeit des [musik] Touristen. Und hier noch ein anderer Klassiker. Hand aufs Herz. Sie im Ausland, in der Stadt wie Rom, wo ist die Brieftasche? Wo ist es Portmone? Ganz ehrlich wirklich Hand dosz natürlich hier hinten. Ich habe das heute in Rom auch selber gesehen und [musik] ich muss zugeben auch ich hatte meine hier. Also jetzt normale Voraussetzungen. Wir haben gesehen, wie eng es ist in der Metro. Wir beide laufen aneinander und sag Oh, Entschuldigung, tut mir leid. Sorry, tut mir leid. Und es schon ja gut gemacht. So und er hat es [musik] denn okay so Situation mag ich nicht. Selbst wenn es nachgestellt ist. Ja, werde ich gerade rot. Das in der echten Situation, wo ich merke, es ist gerade was passiert. Ich habe es ja gemerkt. Im besten Fall kommt dem bisschen komisch vor und in dem Moment, wo du es merkst, sagst du, ah, er ist es nur und er dreht sich um und hat gar nicht mehr in der Hand. Also, ich kann dich ja nicht einfach so anfassen. Ich muss also eine Entschuldigung erfinden, um dich anfassen zu können. Also tue ich so, als hättest du etwas auf deiner Jacke. Bei alten Damen funktioniert das gut. Die Trickbetrüger fangen an, den Dreck wegzuwischen, drehen sich dabei um dich rum und genau dabei stecken sie eine Hand in die Tasche. Oh, da ist die Hand schon. Kein Mensch guckt auf seine Hand. Alle gucken auf den Fleck. Oh, oh, man. Eis. Kann ich das in die Reinigung geben? Geht es bei der Wäscherei raus? Ah, tut mir leid. Und da unten ist es. Siehst du? Und tschüss. Brieftasche, Handy, Geld im allerschlimmsten Fall. Pass auf, ich zeig's nicht gerne, aber auch der Reisepass kann bei sowas futsch gehen. Und dann stehst du da im Ausland. Uh, das ist unangenehm. Und dann führt Bobby mir die dümmste Sünde der Romtouristen vor. Die locker über dem Rücken baumelnde Reisetasche. Okay, [musik] also die Öffnung zum Körper und dann heißt es auch für mich beim nächsten Romurlaub und auch für Sie bitte. Borse Avanti, die Taschen immer nach vorne. Öffnung zum Körper und das gilt übrigens auch für Rucksäcke. Auch wenn es ein bisschen dämlich aussieht mit dem Rucksack vorne rumzulaufen. Es könnte den Urlaub retten, zumindest hier in Rom. Jeder Rombesucher sollte wissen, dass es ihn jederzeit erwischen kann. Taschen also bitte nicht achtlos mit sich rumtragen. Auch nicht in anderen Großstädten in Europa, denn Diebstahl ist durchaus ein weltweites Problem. Ganz ehrlich, so eine schöne Stadt wie Rom, da bin ich immer abgelenkt. Für mich zumindest gilt die Regel nur das Notwendigste mitzunehmen. Bei mir persönlich bleibt immer der Reisepass im Hotel und ich nehme auch nur eine Kreditkarte mit und ein bisschen Bargeld. Dann kann im worst place, im allerschlimmsten Fall der Urlaub wenigstens noch weitergehen. Später in Venedig, auch hier trügt der schöne Schein. Ein Espresso auf dem Markusplatz. Teuer, teurer, am teuersten. Und das ist eine venezianische Abzocke Royale. Aber zu der später mehr. Erst einmal ist jetzt Zeit für die Sehenswürdigkeiten Roms. Zu denen zählt der Fontana [musik] die Trewi wie kaum eine andere. Der Brunnen der Liebespaare ist der Foto und Selfiespot für Familien und romantisch verklärte. Das Ganze ist nicht ohne Kitsch, aber dafür ein weltberühmtes Motiv. Und mit dem lässt sich gutes Geld ergaunern. Diese Herren mit den klobigen Plastikapparaten um den Hals sind nämlich in romantischer Mission unterwegs. Ist ja lustig. Ich dachte sowas schon was der zahlt 10 €. Ich dachte sowas wäre längst ausgestorben. Scha mal die fotografieren hier mit so Polaroll. Kennt ihr das noch von unseren Eltern mal so so wie sie ist er jetzt wirklich gerade 10 € für ein Polarold bezahlt? Das ist ja unglaublich, oder? Kurz nachgefragt bei dem Ehepaar aus Südamerika. Donel vonala Donel Foto. Donde SL von Sie ihr merkt schon, dass er gerade über den Tisch gezogen worden ist, weil die beiden sind auf dem Foto super zu sehen, nur nicht der Brunnen, der liegt im Dunkeln. Also wir sind vielleicht mittendrin in unserer nächsten Geschichte am Trivibrunnen. Damit hatten wir gar nicht gerechnet, aber diese Jungs da hinten drücken wieder einer. Die Polar Fotografen vom Trewibrunnen. Mal was ganz anderes. Komm mal mit. Schau mal hier. Wir zählen mindestens 30 Fotografen am Fontana die Trevwi. Um sie aus nächster Nähe zu beobachten, bin ich auf weibliche Hilfe angewiesen. Meine Kameraassistentin springt [musik] ein. Kommst du mit? Wir müssen ein Pärchen sein. Wir gehen ganz nach drüben, setzen uns nach hinten und mal schauen, was die dann machen. Wir beziehen Position an der Seite des Brunnens und beginnen etwas auffällig damit, ein Selfie zu schießen. Sofort beißt einer an. Ah, das ist nichts. Soll ich ein Foto machen? Wie bitte? Ich kann ih helfen. Sie können mir helfen. Okay, danke. Oh, ist nett. Schau mal, nachdem der quirlig Kerl es mit meinem Handy versucht hat, beginnt die eigentliche Geschäftsanbahnung. Very good. Yes. Okay. Ach so, also er will mich dabei filmen, wie ich das reinwerfe, damit wir ewiges Glück uns beid Ich bin verheiratet, du hast auch ein Freund. Das muss er nicht wissen, weil er spricht kein Deutsch, aber wir werden es machen. Okay. Okay. Do it. Okay. Er zückt die Polar und drückte insgesamt dreimal ab. Dann geht's ums Geld. 10 € will der Mann. Ein saftiger Preis. Aber wer will schon in so einem romantischen [musik] Moment über Geld diskutieren? Moment, hat er jetzt gerade 10 € mir abgenommen? Allenern Ernstes? Kann auch nicht wahr sein, oder? Der Trick, der eigentliche Trick und ist ja das Böse daran, der ist weg, bevor das Foto entwickelt ist. Hier ist noch gar nichts zu sehen. Also bevor ich weiß, wie schlecht dieses Foto ist, ist mein Geld schon weg und ich habe dem 10 € gegeben für dieses Foto. Es ist dunkel geworden am Drew Brunnen, als wir uns auf die Suche nach unserem Fotokünstler machen. Das Geschäft scheint gut zu laufen, denn der Mann gönnt sich keine Pause. Hallo, wie geht's dir? War das dein Foto? Hast du das gemacht? Nein, das ist Machst du das jeden Tag? Ja. Ich muss mich bedanken. Das ist das schlechteste Foto aller Zeiten. Wo ist das? Es ist der Brunnen. Ja, wo ist der Brunnen? Zeig mir den Brunnen. Abends gibt es Lichtprobleme. Tagsüber ist es besser. Na ja, nachts gibt's ja wohl immer Lichtprobleme, oder? Ja, abends schon. Weißt du was? Wir arbeiten fürs deutsche Fernsehen. [gelächter] Hey, hey, wir wollen wissen, wie ihr das macht hier. Du bist ein romantischer Mann und du wolltest ein romantisches Foto. Ich bin romantisch. Meine Frau lässt sich scheiden, wenn sie das hier sieht. Das kann ich nicht machen. Was denkst du darüber? Sein Konkurrent mischt sich ein und klärt, wer hier kassiert. Wie viel hast du bezahlt? Zeh. Was? Ein Foto. Ist doch egal, ob ein, zwei oder drei Fotos, die sind alle gleich schwig. Könnt ihr auch gute Fotos machen hier? Nein, nicht mit dem Polarid. Warum macht ihr das dann? Polarids sind einfach schlecht. Ja, okay. Aber warum lauft ihr dann hier rum und verlangt Geld, wenn ihr wisst, dass das Foto schlecht wird? Es geht hier um ein romantisches Foto, nicht um den Hintergrund. Okay, also könnten wir, sagen wir mal, das romantische Foto auch hier drüben beim Mülleimer machen? Man könnte es überall machen, oder? Es muss also nicht der Treibbrunn sein, richtig? Nein, nein, er ist doch gar kein Fotograf. Schimpft ja auf seinem Kollegen und auch unfair. So, na jetzt hör mal. Hey, nicht weglaufen. Nicht weglaufen. Ich muss arbeiten. Jetzt musst du wieder arbeiten. Ich dachte, es geht gar nicht. Es geht ja wieder arbeiten. Ich dachte, es würde überhaupt keinen Sinn machen, hier Fotos zu machen bei dieser Herrlichkeit. Da geht das nämlich nicht. Keine Polarold Kamera der Welt kann irgendwie gebrauchbare Fotos machen um diese Zeit. Das gibt es nicht. Nein, nein, nein, nein. Er ist recht nicht für 10 €. Das hat er ja auch zugegeben. Die Frage ist bloß, wer ist so bescheuert, sich hier hinzustellen und bei Dunkelheit Fotos von sich machen zu lassen? Wir schon. Eigentlich muss man [musik] nur die richtige Perspektive erwischen und einen freien Platz. Jede Selfie sieht besser aus als die Polarst der Pakistani. Und selbst den kriegst du noch. Und jetzt gut aufgepasst. Das sind wir beiden Süßen hier vor dem Trevibrunnen [musik] vor 20 Minuten. Könnte auch irgendwo anders in der Welt sein, z.B. für im Freibad in Wanne Eikel und da sind wir mit meinem Smartphone aufgenommen. Ist das nicht schön? Wenn nach Rom fährt, nicht fotografieren lassen, zu dem eigenen Equipment [musik] greifen, dann wird's auch was. Weil ehrlich gesagt, sowas ist ein Scheidungsgrund. Aber das große Rumprogramm steht uns noch bevor. Die vielen Sehenswürdigkeiten erfordern eine gute Planung des Cityps in die ewige Stadt. Wir haben uns vorab im Internet umgesehen. Eintrittskarten, in den Vatikan und seine Bauten z.B. gibt es online in mehreren Portalen. Das sind ganz schöne Preise. 60 € für eine Karte für die vatikanischen Museen und den Petersdurm mit Audi Guide steht hier. Äh und natürlich ganz deutlich ohne Warteschlange, ohne anstehen, Vorzugswarteschlangen. Also, das macht schon Sinn. Wer 3 4 Stunden anstehen muss, der zahlt [musik] auch dafür, dass er an der Schlange vorbeikommt, wenn es dann eine gibt. Mit versteckten Kameras würde ich mir diese Angebote auf der Straße ansehen, denn hier soll es besonders viele Abzocker geben. Das haben meine Kollegen schon im Vorfeld rausgefunden. Am Nachmittag ist unser Ziel, also der Vatikan. Also noch mal, wir wollen rein auf alle Fälle in den Peterssturm. Das ist doch klar. Wir wollen auch in dieinische Kampelle, wenn sich das einrichten lässt in Vatikan. Nun müssen wir mal sehen, was der beste Weg ist. Wir drehen hier, das muss ich zugeben, in der Carwoche. Das heißt, morgen ist grün Donnerstag und es macht uns natürlich wahrscheinlich heute nicht einfach wirklich alles zu sehen zu bekommen. Wir kommen keine 20 m weit und der erste hat mich bereits an der Angel. Zum ersten Mal hier. Ja, ich kann das an ihrem Gesicht sehen. Jeden Mittwoch spricht der Papst. Da kann keiner in die Kirche. Erst um 13 Uhr. Das macht nicht gerade Hoffnung. Okay, jetzt kommt noch einer. Hi, wir haben gerade mit deinem Kollegen gesprochen. Okay. Und welche Tour wollen Sie machen? Wir sind noch nicht ganz sicher. Der Wettbewerb ist hier offensichtlich beinhaartt. Entschuldigung. Excuse me. Wollen Sie die Tour nicht? W schon gerne machen, aber ich will da erstmal vorbeischauen. Jetzt kommt halt auch mal raus. Die größte Warterei erlebst du eigentlich hier, weil dich ja jeder aufhält, auf den ersten 10 m nach der U-Bahn kommt. Schon wieder einer. Pass mal auf. Der ist Hone, ne? Wirklich nicht. War gerade bei dein Kollegen erst 2 3 4 5 se [musik] Niemand schlägt meine Preise. Bei mir zahlen sie nur 41 für den Eintritt. Das Geschäft mit den Touren an der Warteschlange vorbei auf englisch Skip the Line scheint ertragreich zu sein und doch fallen langsam die Preise. Ja, ich bin schon k geht noch mal runter, noch mal runter. Je näher wir rankommen, desto weiter geht. Ich lass die Kommission jetzt weg. Bei den anderen müssen sie die bezahlen. Ich verlange nur 40 von ih Sir und direkt rein. Als ich dann schließlich an der Mauer des Vatikans ankomme, bin ich aufs Schlimmste gefasst. Stehen hier wirklich alle an? Ich sehe hier nur Leute sich bewegen. Ich sehe hier keine Schlange, die steht. Welche Leinen gibt es denn zu skippen, wenn niemand wirklich anstehen muss? Und hier wird immer noch was verkauft, während die Leute hier rangehen zum Vatikanischen Museum. Und es ist da hinten. Vor dem Eingang zum Museum frage ich die, die sich hier angeblich seit Stunden die Beine in den [musik] Bauch stehen. Entschuldigung, wie lange warten Sie hier schon? 20 Minuten und sie 20 Minuten. Niemand wartet hier länger als 20. Ist es nötig, das gibt ein Ticket? Nein, einfach anstellen. Nur anstellen. Das war's. Das ist doch Betrug, oder? Gi Ja, heute ist sogar richtig viel los. Heute ist viel los. Der reguläre Eintritt mit Wartezeit am Eingang kostet übrigens gerade mal 16 €. Für abgezockte 50 kommt man nur unwesentlich schneller rein. Skip the Line ist das Verkaufsargument und das ist eine Lüge, dass ich das brauche, weil selbst heute kurz vor Ostern, wo die Stadt zum ersten voll ist mit Touristen, steht man hier nicht länger an als 20 Minuten. Und was die hier versuchen, ist immer noch eine dreister Abzocke und verg. Ich möchte die Schlange nicht überspringen. Es sind eh nur 20 Minuten Wartezeit. Ich habe die Leute da vorne gefragt, die sagen mir maximal 20 Minuten. Wenn sie mir ein Touristen finden, nur einen, der sagt, dass er eine Stunde warten muss, dann kaufe ich ihn 20 Tickets. Ab. Ich hab nicht gesagt, es wäre eine Stunde. Na, also eben waren es noch 20. Nein, ich sagte 30 Minuten. Jetzt nicht so. Lögen Sie mich nicht ein. Alle hier anstellen bitte. Kein Problem. Sie sind gleich drin. Nicht die Leute anlügen. Lügen Sie [musik] mich nicht an. Die ersten zehn Leute haben mir versichert, es sind nur 20 Minuten Wartezeit. Ich sagte, es sind 30 Minuten. Ach komm, wofür? für 50 €. Na, dafür kriegst du mich nicht. Ob der Papst von den frechen Abzockern weiste ihr Unwesen vor den Toren seines Peterdurms treiben? Es ist jetzt 1:30. Laut den Verkäufern auf der Straße sollen ja auch Dom und Platz angeblich noch geschlossen sein. Das war schon mal nicht die ganze Wahrheit. Jeden Mittwoch spricht der Papst, da kann keiner in die Kirche. Erst um 13 Uhr. Bin jetzt mal ganz spießig unterwegs und stelle meine Stoppuhr. Werden mal sehen, wie lange ich brauche, bis ich im Peters stehe. Sicherheitskontrollen wie am Flughafen. Der Zugang zum Petersplatz wird besonders in diesem Sommer streng überwacht. Das ist beruhigend, aber die Scanner sind dann auch schon das einzige zeitliche Hindernis. Sonst geht's ohne Verzögerungen zügig voran. Keine Vorzugsbehandlung für 50 € braucht man. Man kommt einfach so schön durch und braucht bis zum Petersdurm vom anderen Ende des Petersplatzes inklusive Sicherheitskontrollen. Ganz genau 17, 18 Minuten. Zeit, [musik] die man sich eigentlich gerne nimmt, auf dem Weg in die größte Kathedrale der Welt. Wer übrigens auf ein Ticket für die sexinische Kapelle und das Vatikanmuseum verzichtet, kann hier ganz umsonst rein. Schön, sehr schön, dass ich hier bin. Insbesondere, weil es ja jetzt erst :5 Uhr ist und eigentlich der Petersdurm ja erst in der Viertelstunde aufmacht. Wer sowas vermeiden will, der sollte einfach nicht hören auf das, was ihm auf der Straße angeboten wird. Man kommt auch ganz einfach und sogar umsonst in den Peterstum rein. Die Eintrittspreise fürinische Kapelle und andere, die sind im Normalbereich. Und wenn einem wirklich allen Ernstes erzählt wird, man müsste hier stundenlang anstehen, vielleicht mal einmal um die Ecke gehen und gucken, wie lang die Schlange wirklich ist. Glauben ist was für hier drin, wissen ist was für dort draußen. Und das schon die Urlaubskasse. Allen, die wirklich das All Inclusive Ticket zum Vatikan möchten, sei die Vorausbuchung im Internet ans Herz gelegt. Für Petersom und Vatikan muss man sich Zeit lassen. Das gilt auch für Rom insgesamt. So viele Eindrücke, so viele Erfahrungen. Hier gibt es vom großen Kolosseum über das legendäre Forum Romanum bis zum romantischen Trewibrunnen. Sehenswürdigkeiten für mehrere Urlaube. Fünf Tage Rom gehen zu Ende mit gemischten Gefühlen. Rom hat mich verzaubert, aber auch erschrocken. Ich hätte niemals gedacht, dass Taschendiebstahl hier in dieser Stadt ein so großes Thema ist. Wir haben es ja gesehen. Es kann wirklich jeden Touristen treffen und wenn es einmal passiert ist, ist der Urlaub vorbei. Meiner hier in Italien zum Glück noch nicht, weil vor mir liegt noch eine solche ewige Stadt, auf die ich mich sehr freue. In Venedig geht's gleich zum Einkaufen. Dabei falle ich auf einen dreisten Etikettenschwindel rein. Doch es ist Moranoglas. Aber wenn es nicht auf Morano hergestellt wird, dann ist es kein Moranoglas. Ein Reiseziel eher wie ein Bilderbuch, in dem man Urlaub machen kann. Venezia, eine einzigartige Stadt mit beeindruckender Geschichte prachtvollen Bauten und einem speziellen romantischen Charm. Wow, wow, wow. Ich bin in Venedig. Was für eine Stadt. Auf dem Kanale Grande haben wir uns so ein Taxi gemietet, um hier standesgemäß anzukommen, weil das ist eine Stadt des Luxus, eine Stadt der Genüsse. Ja, schließlich sind Verlockung und Verführung hier geboren worden, oder? Bis zu 100.000 Touristen kommen hier jeden Tag her, bevölkern die kleinen Kanäle und die Straßen daneben und diese bis zu 100.000 Touristen wissen natürlich auch, das ist alles ein bisschen teurer hier. Manchen von ihnen ist der Genuss hier auch schon im Halse stecken geblieben und nicht nur wegen der atemberaubenden Architektur. Per Wassertaxi fahre ich mit meinem Team ins Herz von Venedig. Das schlägt am Piazza San Marco, dem legendären Markusplatz. Über 1000 Jahre ist er alt und in seiner jetzigen Gestalt seit fast zwei Jahrhunderten unverändert. Wird ja fast erschlagen von diesen wirklich mal altehrwürdigen architektonischen Schätzen. Zeit für ein Kaffee oder gleich am Markusplatz gibt's diese tollen Kaffeehäuser hier eleganten Obern so weiß geschniegelt und bevor sie jetzt wieder sagen, der weißt du, dass es teuer ist, na klar weiß ich, dass das hier sehr teuer sein wird. Ein Espresso für 5 € vielleicht sogar für 6 € oder mehr. Ja, mehr kann ich mir eigentlich vorstellen. Ist ja nur so ein kleines Tässchen, aber die 6 € 7 € vielleicht lass ich es mir erst kosten, weil einmal muss man das gemacht haben hier am Markusplatz. Toll, pass mal auf. Mein Team ist vorausgereist und hat mir für diese Story geraten, einen Tisch in der ersten Reihe zu ergattern. Wenn man am Markusplatz ist, möchte man genau das haben. So eine stimmungsvolle Musik dazu. Machen gerade Pause, aber ich meine, da freue ich mich drauf, wenn jetzt auch noch loslegen. [seufzt] [musik] Find das toll. Ja, das ist keine Servicekraft. Ein Kellner Gra, das ist ein Ober. Da fühlt man sich schon mal aufgewertet, finde ich, oder? Und das auch ein entsprechendes Gedeck hier. Wahrscheinlich fühlt sich so Dolche Vita an, aber ich vergesse hier in der Sonne am Markusplatz ganz schnell, dass Deutsche nicht nur süß, sondern auch teuer bedeuten kann. Zahlen geht irgendwie auch gerade nicht. Komm, komm mit der Kamera, bitte. Schau mal, hier ist die Rechnung, ne? oder zwei Cappuccino 13 € plus Musik 2 x 6 €. Das macht zusammen 25 €. Ich hab jetzt hier in eine Viertelstunde gesessen, mein Espresso getrunken, muss dafür 25 € löhnen für deinen und meinen zusammen. Und jetzt, wo ich gehen will, fangen die an zu spielen. Das ist nicht wahr, oder? Wohl gemerkt hat man mir hier einen Musikzuschlag berechnet. Bei der Nachfrage zeigt mir der Ober, was ein eleganter Italiener ist. Bitte, ich habe eine Frage. Wir sind neu hier. Also, dieser Musikzuschlag. Die Musik ist wirklich schön, aber ist auch gut. Der Service war super, aber ich würde lieber Ihnen 6 € zahlen als für die Musik, denn als ich gesessen habe und den Kaffee getrunken habe, gab's ja gar keine Musik. Die kam von ganz da drüben. In jedem Kaffee zahlt man für die Musik offen oder versteckt. Dort hinten kostet ein Kaffee 12 €. Da ist die Musik mit drin. Da drüben zahlt man 12. Also nimmt sich jeder ein kleines Stück vom Kuchen, ne? Genau. Okay, ich verstehe. Thank you very much. Vielen Dank. Danke. Ih. Also fällt mir schon schwer bei 1250 für ein Espresso noch mal ein Trinkgeld drauf zulegen. So nett und charmant jetzt war. Das Gefühl bleibt. Ich bin soeben sehr elegant über den Tisch gezogen worden. Das bringt mich jetzt gerade ins Grübeln. Wenn diese 6 € für die Musik jetzt wirklich an die Musikanten gehen, dann sind die ja steinreich. Die verdienen richtig Geld. Ein Traumjob zu Topgaren. Wir nähern uns den mutmaßlich hochbezahlten Kaffeehausmusikern [musik] mit versteckten Kameras. Entschuldigung. Vielen Dank für die schöne Musik. Das muss ja ein toller Job sein. Sie müssen richtig reich sein. Nein. Nein. Also, sie bekommen nicht alles von den 6 € ab. Nein, wir sind für die Saison angestellt und leben hier. Wir müssen ja auch Miete zahlen. Okay, also das meiste geht doch an die Caféses, richtig? Ja, so ist es. Okay, vielen Dank. Gut zu wissen. Ein Musikzuschlag, bei dem die Musiker so gut wie leer ausgehen. Ob die Touristen das ahnen, die hier dafür zahlen müssen? Hier sitzen lauter Supplemento Musikeropfer. Hunderte pro Tag bestimmt tausende. Der Löwenanteil von diesem Supplemento geht direkt in die Tasche des Kaffeehausbesitzers. Und das ist eine venezianische Abzocke Royal. War das jetzt eine Ausnahme oder ist der Supplemento die Regel am Markus Platz? Es gibt dann noch ein kleines Kaffee etwas [musik] Abseits. Zugegeben nicht ganz so peak fein, aber haben die hier auch so astronomische Preise? Kaffee. Wohl gemerkt nur im Stehen an der Bar, [musik] aber nur so schmeckt er auch. Ich traue mich gar nicht da drauf zu gucken jetzt. Rat mal, rat mal wie viel es kostet. Drei. Also, ich würde mal sagen, wo wir sind. 30 m Luftlinie von Markusplatz. Zwei Ecken. Zack, zack, stehst du hier. Und die kostet der Espresso. Achtung, ist keine optische Täuschung, wirklich nur 1 €. Das ist übrigens an fast allen Tresen Italiens so. Und das ist schon mal ein ganzes Venediggedeck, ein Chiketti. Dazu ein Espresso für 1 € grazie. Das kostet zwei. Zusammen sind das drei. Die gebe ich in diesem Fall sehr, sehr gerne und habe ein unglaubliches Authentico Gefühl gerade. Aber so gut wie alle Kaffés direkt am Markusplatz erheben die dreiste Gebühr. Offen oder versteckt? Ein Interview mit Verantwortlichen war nicht ohne weiteres zu bekommen. Es hat unser Team ein paar Tage gekostet, aber wir haben ihn bekommen, den Chef des KW Laven. Der wartet auf uns und will uns erklären, warum das hier alles so teuer ist. [musik] Seit 1981 ist Victorio Dillo hier Geschäftsführer. Er fühlt sich über alle Kritik erhaben. Die Frage nach dem Supplemento kennt er seit Jahren. Also für die Band zahlt man ja extra, ne? Wie viel ist das? Ja, genau. 6 € das ist ziemlich viel. Aber warum sollte es denn 6 € wert sein hier? Zum einen sind Sie am Markusplatz, zum anderen können Sie hier so lange bleiben, wie Sie wollen, 10 Minuten oder bis Mitternacht. Er verweist auf die 350 Jahre alte Geschichte des Hauses und schließlich würde man den Supplemento ja auch in der Karte auspreisen. Vorher durchlesen, aber wer macht das schon? Dann gibt's auch kein Ärger und man kann das Ganze hier auch ohne Ärger genießen, weil um Genuss geht es am Ende hier immer in Venedig. Dass die fünf musizierenden Tschechen vom Zwangszuschlag nur einen Bruchteil sehen, sollte man dann beim Kaffeegenuss aber besser verdrängen. 13 € für ein Espresso sind zu viel, das ist Abzocke, aber eine Abzocke, die man an diesem wunderschönen Platz, einem der schönsten der Welt, in Kauf nehmen muss, auch wenn das Loch in der Urlaubskasse danach noch ein bisschen größer ist. Später wird's dann richtig ungemütlich. Auf dem Lido, dem Strand von [musik] Venedig, fliegt ein Deal mit gefälschter Markenware auf und ich stecke mittendrin. [musik] Haben Sie die Ausweist? Nee. Nee. Kommen Sie mit mir. Was geht denn hier ab? Aber erst einmal will ich mein Restgeld heute für bleibendere Erinnerungen als einen Espresso ausgeben. Aus Venedig zurückzukommen ohne ein Geschenk wäre eine verschenkte Gelegenheit. Man weiß ja immer nicht, was man den lieben daheim so mitbringen soll. In meinem Fall ist es ein bisschen leichter. Meine Schwiegermutter steht unglaublich auf so farbiges Glas aus Venedig. Muranoglas heißt es und es wird hergestellt auf einer kleinen Insel hier vor den Toren der Stadt und ist natürlich weltberühmt und sehr teuer. Vielleicht sollten wir uns in Venedig umsehen. Hier herrscht schließlich die größte Dichte von Schmuck- und Glasgeschäften in ganz Italien. Bekomme ich hier nur Nippis oder wirklich echtes Muranoas? Dieser Shop in der Nähe des Kanale Grande behauptet das jedenfalls von sich. Hier steht sogar dran Morano Glas original, aber die Dinger kosten ja wie bei uns auf dem Flohmarkt so ein bisschen so preiswert zwischen 5 € 6 € das soll original sein. Eher ein Souvenir Laden als ein echtes Glasgeschäft, aber überall steht Muranoglas in den Auslagen. Zumindest sagen uns das die Aufkleber und Hinweisschilder. Schöner Glaskuguck einfach runtergesetzt, weißt du, von 100 auf 50, da steht Morano auf der Rückseite. Moran oder Morano? Morano. Also bei so ein Preisverfall. Die beiden Dinger nehme ich jetzt einfach mal mit. Das muss ich einer anschauen. Ich kann das nicht beurteilen. Ich kann nicht Entschuldigung, ist das hier echtes Moranoglas? Ja, ich wollte sicher gehen, weil meine Frau kennt sich aus und wenn ich nach Hause komme und es ist nicht Morano, dann habe ich Probleme. Ja, das ist Moranlas. Für 50 € kaufe ich eine Vase und ein mulmiges Gefühl. Echtes Morado? Ich weiß nicht, ich weiß nicht, ich weiß nicht. Die ganze Vase jetzt da drin laut der Aufkleber. G mal 50 € bezahlt. Schwierig. Die Insel Murano, die dem berühmten Glas den Namen gibt, erreiche ich vom Markusplatz perfre in 20 Minuten. Sie liegt in der Lagune vor der Stadt und gleich im ersten Glasgeschäft eine Warnung. in Shop we Counterfas. Die waren hier vor Fälschungen. Dabei hätte ich gedacht, dass gerade hier alles echt ist. [musik] Und wie soll ich den Unterschied erkennen? Nur am Preis. Das wird schwierig. Und die Preisspannen sind von 5 bis 5000 €. Sind ja auf Morano. Äh ist ja Muranoglas, was hier verkauft wird. Wenn ich meiner Schwiegermutter heimkomme und da ist irgendwas dran. Leute, also ich schau mal hier rein. Hallo. [musik] Morano. Ist Morano, ne? Ja. Ja. Hier ist das Zertifikat. [musik] Zertifikat. Zertifikat. Super. China. Nein, nicht aus China. China. Keine Chinaware. Das hört man gerne. Keine Chinaware. Möchtest mitnehmen für 25? [musik] Okay. Ist alles dabei. Du hast dieses kleine Ding hier. Ja, das ist und das hast du auch. [musik] Das nehme ich mit, oder? Okay. Der Mann versichert uns die Echtheit und verpackt [musik] die kleine Uhr und einen Glasteller. Warum das nun echtes Moranoas sein soll, diese Erklärung bleibt er mir schuldig. Das Echtheitszertifikat ist [musik] eher ein Witz. Lustigerweise gibt's diese [musik] Aufkleber hier vorne von der Rolle. es mal ansieht. Kannst du das erkennen mit der Kamera? Ich habe mir [musik] mal erlaubt mal einen abzuziehen hier. Ja, mal schauen, was man so alles zum Original machen kann. [musik] Dann liegen die stapelweise. [räuspern] Okay, macht er das hier auch ran. Ja. Zack und zack ist authentisch. Super. [musik] Also, ich bin kein Dieb jetzt. Ja, ich habe jetzt nichts Verbotenes getan, aber bei ihm hinter der Kasse liegt ein ganzer Stapel dieser kleinen Zertifikate. Ist aus dem Kopierer. Also, ob ich da jetzt das Richtige getan habe, ich weiß nicht. Die meisten Touristen gehen davon aus, dass sie echtes Muranoglas mit nach Hause nehmen. Aber mir sind Zweifel gekommen. Ich werde Experten fragen müssen. Am nächsten Morgen geht es deswegen mit dem Wassertaxi noch mal zurück. Ich habe einen Termin bei einer der 17 Glasfabriken auf Murano. [musik] Das Haus Gambare und Posici stellt seit 260 Jahren Vetro Mourano her. Der Fabrikleiter zeigt mir eine Bläsereiwerkstatt und macht gleich zu Beginn klar, was nicht von hier kommt, ist auch nicht Morano. Also hier beginnt Morano, richtig? Das Glas in diesem Ofen wird hierher gestellt. So ist es. und nirgendwo anders auf der Welt. Es gibt viele Orte, wo man Glas findet, aber es ist kein Moranoglas. Moranoglas wird von Anfang bis Ende hierhergestellt auf dieser Insel. Die Fertigung einer kleinen Vase beispielsweise dauert zwischen 5 und 14 Stunden. Die Glasbläser haben eine jahrelange Ausbildung hinter sich und in der ganzen Fabrik wird [musik] jedes Stück, wirklich jedes von Hand gefertigt. Das kostet Zeit. Das hat was mit Leidenschaft und Kunst zu tun. Das ist nichts, was Hushi Hushi aus einer Fabrik in China, aber eben aus einer Maschine rausspringt. Solche handgefertigten Kostbarkeiten kann es nicht zu Dumpingpreisen geben. Echtes Moranoglas ist nicht billig, aber eben auch ganz speziell. So speziell, dass Giuseppe, der Chef des Hauses, es sofort erkennt. Er ist übrigens auch Gutachter für Glaskunst. Was genau habe ich mir da in Venedig andrehen lassen? Das ist nicht auf Morano gemacht, aber steht doch drauf. Zur Erinnerung, die Dame im Glasgeschäft hatte mir ein eindeutiges Versprechen gegeben. Ist das hier echtes Muranoglas? Okay. Ich woll sicher gehen, weil meine Frau kennt sich aus und wenn ich nach Hause komme und es ist nicht Morano, dann habe ich Probleme. Das ist Morano Glas. Das ist nicht auf Morano gemacht, es ist nach der Art von Morano gemacht. Das sind mir ein paar so Das ist so wie nach Art der Münchner Weißwurst, aber eben nicht die Weißwurst. Giuseppe zeigt mir das offizielle Gütesegel. Diese Karte hier wird uns nach einem aufwendigen Verfahren von der Region Venezien verliehen, aber nur, wenn wir Glasmacher von der Insel Murano sind. Farbkopierte oder selbstgedruckte Aufkleber sind ein sicheres Indiz für Plagiate. Alle Versuche so zu tun, als wenn es Moranoglas wäre, müssen scheitern, solange es nicht diesen entscheidenden Aufkleber gibt. So sieht der aus. Jeder Tourist kann [musik] sich den in so einem kleinen Broschürchen mitnehmen, kann vergleichen. Ist das Morano, ja oder nein? Ist das Morano, ja oder nein? Einfache geht's eigentlich gar nicht, auch in meinem Fall. Das Lustige ist, ich weiß es, dass mindestens eins dieser Objekte ganz gewiss nicht aus Morano kommt, aber es hat mir jemand erzählt und diesen jemand treffe ich jetzt gleich wieder. Zurück nach Venedig. [musik] Wir werden die Verkäuferin in ihrem Laden mit diesen objektiven Erkenntnissen konfrontieren. Selbst das Schild an der Tür ist bereits eine Schwindelei. Erinnern Sie sich an mich? Erinnern Sie sich an das hier? Sie haben gesagt, das wäre Moranoglas. Moroglas. Warum ist das Moranoas? Sie zeigt mir einen Aufkleber und einen Stempel auf der Unterseite und versucht sich mit Erklärungen. Es gibt auf Morano hergestelltes und auf welches von außerhalb. Ja, wenn es von außerhalb kommt, dann ist es doch kein Moranoglas. Doch, es ist Moranoglas. Aber wenn es nicht auf Morano hergestellt wird, dann ist es kein Moranlas. Nein, dann ist es kein Morano. Sie haben gesagt, es wurde außerhalb hergestellt. Wissen Sie, das ist der Unterschied. Aber es wurde nach Morano Art hergestellt. Ich weiß, dass es Glas nach Morano Art gibt, aber sie sagten mir, dieses hier wäre echt. Sie müssen schon zugeben, dass es das nicht ist, oder? Sie weiß, dass ich sie bei dem Versuch ertappt habe, Kunden [musik] hinters Licht zu führen und sie ruft ihre Chefin an. Wir bekommen unser Geld zurück, immerhin. Auch wenn hier sonst [musik] alles vom Umtausch ausgeschlossen ist. Sowas gibt's nicht. Echtes Moranoglas muss echtes Moranogleis sein, genauso wie die Kucksuh aus dem Schwarzwald kommen sollte und nicht aus Shanghai. Und wenn ich eine Kucksuhr kaufe als Tourist in Deutschland, die aus China kommt, dann will ich auch mein Geld zurück haben. So nicht, meine Lieben. Moranoglas ist Moranoglas und nur wenn es aus Morano kommt, ich mein Geld wieder bekommen. Ein Venedigurlaub muss nicht nur aus Markusplatz Kanale Grande und Dosjenpalast bestehen, denn die Stadt liegt hinter dem Lido die Venezia, einem bei deutschen seit Jahrzehnten beliebten Strand mit Hotels, Campingplätzen und allem, was der Badegast braucht, um stilvoll in der Adriasonne zu braten. Bemerkenswert, die sonst üblichen Plagiate, suchen wir hier in den Strandgeschäften vergeblich. Ja, hier hängt allerlei so Strandramsch rum, Taschengürtel. So aus Pseudoleder, aber eben keine großen Marken, nicht die Italiener, die so schön klingen nach Brado und Gucci. Die gibt's ja auch so gefälschte Markenware wie überall an fast jedem Urlaubstrand. Nur in Italien verhält sich da ein bisschen anders. Da werde ich nämlich zum Übeltäter, wenn ich sowas kaufe. Auf dem 12 km langen Strand soll der Handel mit Markenplagiaten scharf verfolgt werden. Das wollen wir uns genauer ansehen und nehmen in der zweiten Reihe Platz. Es dauert keine 3 Minuten. Hallo, wie geht's? Sehr gut. Ah, sie sprechen Französisch. Ja, [musik] der Marokkaner hat aber nur billige Handtücher im Angebot. Im Gegensatz zum nächsten. An dessen Arm baumeln Damenhandtaschen. Offenbar Plagiate. Oh, ist die teuer hier, oder? Nein, das ist Leder imitat. Sieht aus wie Leder. Ja, okay. Ja, ist ehrlich. Okay, also ist real Ja, sieht gut aus. Wir geben zunächst die beängstigten Touristen. Es sind alles die italienischen Marken. So, Prada, Gucci. Ist nicht auch bisschen gefährlich. Er fragt, ob wir damit Schwierigkeiten bekommen könnten mit der Polizei z.B. Nein, nein, kein Problem. Nein, kein Problem. Nein. Police. N Police n Police. Keine Polizei auch für dich nicht. Weder für dich noch für mich ist es ein Problem. Der Mann scheint sich seiner Sache sicher zu sein. Wir lehnen erstmal dankend ab, aber Schwups ist der nächste bei uns an der Sonnenlige. Dieselben Plagiate. Rot Chanel. [musik] Man steht natürlich hier zwischen diesen ganzen 1000 € Taschen und Güte, jeder weiß, dass die nicht echt sind, aber sie sehen nicht so super falsch aus auch, ne? Diese Chanelltasche hier, wie viel kostet die? Die kostet 50 €. Kommst. Oh, die Polizei, die Polizei. Warte mal, warte mal. Ich hab dir doch 30 € gegeben. Mach sie, mach sie. Nein, danke, danke. Er flüchtet und lässt mir sogar die Tasche da. Einen Augenblick später stehen Zivilbeamte der italienischen Polizei neben uns. Den Verkäufer lassen sie laufen, uns nicht. Damit rechnet kein Tourist. Personenkontrolle unterm Sonnenschirm. Guten Tag. Guten Tag. Ist Regal oder was? Das ist die Chanel Tasche, aber ist ein present Gift. Present. Haben Sie die Ausweis? Nee. Nee. Kommen Sie mit mir? Ja. Zugegeben, wir hatten diese Situation vorher mit den Beamten abgesprochen. Sie wussten, dass wir versteckt drehen. Aber genauso kann es jedem Urlauber passieren. Plötzlich nämlich ist der Tourist der Beschuldigte. Denn nicht nur der Strandverkäufer bekommt Ärger mit der Polizei. Okay, hier hinter mir wird schon neben mir wird schon eine Anzeige geschrieben. Das ist hier nicht so wie in der Türkei und überall anders oder in Griechenland. Wer hier so eine Tasche kauft, der tut etwas, was nicht legal ist. Der Kommandante klärt die Touristen über ihre Rechte und die Strafen auf. Jeder der eine solche Tasche kauft muss eine Strafe zahlen. Ordnungswidrigkeit Strafe. Konto 200 € [räuspern] 200 €. 200 € Egal, ob es klein ist oder groß ist. Ja, ob es große Tasche ist oder kleine Tasche ist egal. Ist egal. Der Kommandant ist Chef einer Einheit, die in Zivil am Lido die Venezia im Einsatz ist. Insgesamt 16 Männer und Frauen. Wir sind dabei bei einem Einsatz. Auf einem Hotdach liegt die Einsatzzentrale. Wir sind jetzt hier gerade mit dem Kommandante der Police Lokal, der von hier oben den ganzen Strand überblicken kann. Ja, und er kann von hier oben sozusagen koordinieren und steuern, wo seine Leute unten arbeiten, weil er sieht im Gegensatz zu denen unten auf dem Boden sehr genau, wo die Verkäufer gerade hinziehen. Auch wir erkennen zwischen den Sonnenschirmen vereinzelte Gestalten. Sie tragen Handtücher, Schmuck und andere Waren mit sich rum. Meine meine meine Männer, meine Ja, ihre Männer da unten. Also, er hat sie ersteuert sie. CC einmal die Dame [musik] in gelb und die beiden Jungs mit den Caps Cappies auf. Die Zivilfahender sind einem Handtuchverkäufer auf den Fersen. Der ist ihnen aber einige Meter voraus. Er hat ihn, er hat ihn, er hat ihn, er hat ihn. Schau mal, der steuert ihn genau auf den Strandverkäufer zu. Aber kurz [musik] bevor die Männer zugreifen können, lassen sie von dem Mann ab. Er verkauft hier nichts illegales. Melden die Beamten vom Strand, [musik] dem Kommandanten aufs Dach. Die Sondereinheit nimmt uns nach dem Dreh am Strand mit aufs Revier, denn die Beamten wollen uns zeigen, warum sie auch gegenüber Touristen auf Abschreckung setzen. In der Aerwatenkammer liegen Beweismittel von einer Razia vom Vortag. Tausende illegaler, gesundheitsgefährdender oder gefälschter Ramschartikel. Alleine aus einem Einsatz gegen Großhändler. Äh, das habe ich noch nie gesehen. Wir kennen alle diese Sonnenbrillen, die sehen so ein bisschen aus wie die Berühmten von der Marke. So, und jetzt weiß ich auch, wie der Strandverkäufer die zu einer echten macht oder so tut. Schau mal hier. Fotokopierte Aufkleber machen aus China Ramsch ein Plagiat. Das einträgliche Geschäft mit Markenfakes. Unglaublich. Wir Deutschen dürfen nicht vergessen, dass es in Italien im Mutterland von Prada und Gucci eine Ordnungswidrigkeit ist, sowas zu kaufen und das kann richtig teuer werden. Ich habe erstmal genug von Plagiaten, Schwindel und Betrug und sehne mich nach etwas authentischem. Aber in einer so kulissenhaft schönen Stadt ist es gar nicht so einfach. So eine Gondelfahrt in Venedig. Klar, die gehört dazu. Ob ihr es hier als kleine Familie oder verliebt als Pärchen, preiswert ist es bestimmt nicht. Das wissen wir von vorne rein in der Stadt wie Venedig. Aber was bekomme ich hier für mein Geld? So einen schicken jungen Mann, der mir was vorsingt, vielleicht ein bisschen Musik, paar Geschichten, Sehenswürdigkeiten. Schön wär es. An der Anlegestelle San Marco reihen sich die Hütten der Gondoliera aneinander. Immerhin gibt es hier fixe Preise, wenn auch nicht ganz klar wird, wofür. Und die Dauer der Tour kann von wenigen Minuten variieren wegen des Verkehrs, der Gezeiten und der Wetterbedingungen. Beworben wird eine [musik] kompakte Einsteigertour. 80 € kostet aber gleich mit dem Hinweis, das kann variieren. Also die Zeit kann variieren, der Preis nicht. Ah, okay. Verstehst du? 80 € reißen ein Loch in jede Reisekasse. Aber wer will in Venedig [musik] schon auf dieses Erlebnis verzichten? Immerhin dürfen wir für das Geld zu dritt an Bord der Gondel und wir haben die richtige Tageszeit erwischt. Ich meine, es kann ja eigentlich nicht schöner sein, ne? Äh, die späte Nachmittagssonne scheint uns ins Gesicht. Es ist herrlich warm. Wohin die Tour genau geht, wissen wir freilich nicht. Wir haben jetzt nichts verhandelt. Route. Zu Beginn der Fahrt sieht es nicht danach aus, dass wir mehr als nur [musik] Nebenkanäle zu Gesicht bekommen. Zack zack, 80 € und ich hatte bisschen Rialto oder Kanale Grande erwartet und wir schippern jetzt hier sozusagen bisschen durch die Nebenstraße. Also ich meine, weißt du, na ja, es gibt ja auch so Ven so New York von unten oder Berlin Dungeons oder sowas und das ist so ein bisschen Venedig. Backstreets. Das große romantische Gondelfeling bleibt aus. Also ehrlich gesagt, wer vorh ein Heiratsantrag zu machen, sollte ich das zweimal überlegen, weil es ist jetzt nicht so die inspirierende Atmosphäre, oder was hast du als Frau nicht so unbedingt? Und nach 20 Minuten haben wir leider immer noch keine echte Sehenswürdigkeit zu Gesicht bekommen. Auch mein Kollege [musik] Peter hat mehr erwartet. Ma questo Canale Grande, das ist aber nicht Kanale Grande oder Realto oder Ponte Alto, das ist nur die kleine Tour. Okay. Ja, auf und dann Realtour. Okay. Nein, dafür müssten Sie die Tour für 160 € machen. Oh ja, right. Okay. Ah ha. Aber ich weiß es halt vorher auch nicht, wenn ich Gondel fahren will und dann hier nur durch die Kloake hier in den Gässchen hier fahre, dann bin ich eigentlich ja für mich abgezockt. Schon bisschen. Nach 28 Minuten [musik] biegt die Gondel wieder auf eine größere Wasserstraße ab. Wir merken, [musik] es geht zurück zur Anlegestelle. Das war's. Das war mir zu wenig und für 80 € fühle ich mich da abgezockt. Er ist recht, wenn ich meiner Frau hier drin allein sitzen würde. Das soll jetzt nicht rumgemäel sein. Das war einfach keine schöne Tour. Darf man mal sagen, oder? Und nach einer halben Stunde ist Schluss am Piazza San Marco. Die waren Sehenswürdigkeiten, die bleiben einem vorenthalten aus so einer kleinen Gondour. Schon enttäuschend, ne? Bist du 80 € los und hast nichts gesehen. Okay, wenn der nun mit dem Preis der Tour auch die Qualität steigt, dann will ich unser Budget noch mal strapazieren und versuche es an einer kleinen Anlegestelle. So, ciao. Hallo. Hallo, bitte meine Herrschaften. Die kleine kostet 50 €. Die große kostet 120. Da sehen Sie den Markusplatz, die Realtbrücke. Hier geht's hektisch zu. Man beachte den Hintergrund. Wir stecken fest an einem der Verkehrsknotenpunkte der Gondeln. Ob das eine intime Runde wird? Okay, wir machen die große. Sie wollen die große? Okay, Sir. Wollen was sehen. Also dann, erst einmal geht nicht wirklich viel, denn wir sind zur Rush Hour unterwegs. Berufsverkehr im Urlaub, bitte nicht. Es ist so viel Stau hier, dass hier gerade gar keiner vorankommt. Das ich sag jetzt mal mit meiner Süßen hier so seicht entlang gleiten ist nicht in Venedisch. Gondel fahren heißt Stau, heißt viel Geduld und heißt zumindest bis jetzt auf dieser sehr teuren Tour 120 € auch nur Seitengassen und Seitenkanäle kleine das große Ding muss noch kommen. Und immerhin, wir schaffen es diesmal bis in die Nähe der Rialto Brücke. Aber nach einem kurzen Schlenker biegt der Gondoliere wieder ab vom Kanal Grande zurück in Richtung Anlegestelle. Wir verlassen gerade wieder den Kanal Grande und dadurch wird die kleine Tour zur großen Tour. Also einmal aus den kleinen Kanälen rauf auf den Grande, eine Runde mehr drehen und schon kannst du 40 € mehr verlangen. Gar nicht blöd eigentlich, oder? Wir waren keine 40 Minuten unterwegs, inklusive 20 Minuten Staub. Keine Garantie für einen erfolgreichen Heiratsantrag. 120 [musik] € sind dafür zu viel. Aber selbst das Angebot für 80 war schon eine Unverschämtheit. Jetzt wollen wir mit den Gondolier über ihre Preispolitik sprechen. Hey, wir machen eine Fernsehsendung, okay? Eine Reisesendung und wir berichten über die Gonduren. Ganz ehrlich, euer Preisleistungsverhältnis stimmt überhaupt nicht, oder? Finden Sie nicht auf? Es kann sein. Wissen Sie, es kommen jährlich 27 Millionen Touristen. Da ist es uns egal, ob die Tour sich lohnt. Die wollen nur ein bisschen Italien sehen. Würden Sie mit Ihrer Frau eine Gondeltür machen? Also die Kleine z.B. Nicht wirklich, oder? Wenn ich die Frau nicht mögen würde, dann schon. Wenn du hier mit deiner Freundin bist, würde ich es dir nicht raten. Also dann nicht die Kleine. Okay, danke fürs Gespräch. Ja, so schaut's aus. Und die kurze Gondour als pauschale als Standardprogramm, das empfiehlt noch nicht mal ein venetianischer Gondoliere und das finde ich sagt eigentlich alles. Fast so romantisch, dafür aber dramatisch preiswerter ist übrigens eine Tageskarte fürs Wassertaxi. Mit 21 € sind Sie dabei. Es ist nicht leicht, Venedig in Worte zu fassen. Lassen wir den Blick für sich sprechen. Na, das ist eine Aussicht, oder? wie in einer kitschigen italienischen Oper und in der Tat zu der gehören auch Bösewichte, die lauern hier auch in dieser Stadt in Person der Gondolier auf dem Wasser und der Oberk auf dem St Markusplatz. Und die wollen kein Spielgeld, die wollen unsere harten Urlaubseuros und von denen hat man wirklich einige wenige in der Tasche, wenn man diese Stadt hier [musik] verlassen hat. Trotzdem, ich würde immer wieder hierherkommen. So wunderschön ist Venedig. [musik] Florenz, Verona, Neapel, Rom und Palermo. Ich reise in fünf der beliebtesten Städte Italiens. Mein Name ist Peter Giesel und ich suche und finde Urlaubsbetrüger. Sie zocken Touris ab, ganz einfach. In Verona ist nicht alles so spritzig, wie es sein sollte. Spritzen tut da gar nichts. Wahrscheinlich eher der Preis. Eine [musik] Tour nach Pompei entpuppt sich als teure Taxifahrt. Du bist do nur ein Taxifahrer, oder? Okay. Okay. Das ist ein Trick. Dramaatt Oper in Verona. Vorsicht vor Fake Tickets für die Arena. Dürfen Sie das? Nein, ist verboten, aber ist wann ich habe viele Probleme mit der Polizei. Wann kommt bei mir? Ja. In Florenz werde ich bei der Suche nach echten Lederwaren betrogen. Den Verkäufern ziehe ich das Fell über die Ohren. Sie haben keine Tasche von mir. 100%. Fassen Sie diese Kamera nicht an. Fassen Sie die Kamera nicht an. Meine Reise beginnt in der Chita Immortale in der unsterblichen Stadt. Jährlich begrüßt sie bis zu 20 Millionen Gäste. Bis zu 2 Millionen übrigens aus Deutschland. An keinem Reiseziel der Welt finden Kunstfreund, Genießer und Gläubige gleichermaßen einen solchen Sehnsortsort wie hier, wie in Rom. Brot und Spiele lautete das Motto im römischen Reich. Schauplatz spektakulärer Gladiatorenkämpfe im alten Rom war das Kolosseum. Das Schauspiel, das sich hier im 21. Jahrhundert abspielt, ist weit weniger blutig, aber nicht weniger unterhaltsam. Diese Plastikrömer haben hier in den vergangenen Jahren immer wieder für großen Ärger gesorgt. Als Legionäre posieren sie auf Touristenfotos. Bis zu 100 € sollen sie Urlaubern für ein paar Schnappschüsse aus der Tasche gezogen haben. Mittlerweile ist das hier verboten. Ich bin auf dem Weg [musik] zum Kolosseum und gespannt, was der Mann mit Schwert gleich von mir ergaunern möchte. Jungs, woher kommt ihr? Aus Deutschland. Das sind kapitalistische Banditen. Bitte. Kapitalister Banditer. Kapitalist Bandite. Nee, nee, nee. Danke. Wer hier ein kapitalistischer Bandit ist, wird sich gleich herausstellen. Komm her in die Mitte. Ach so, Foto. Jetzt willst du den Helm aufsetzen? Ach so, wir haben ein Fotoan Helm. Helmet Helm für mich. Das große Schauspiel vor dem römischen Kolosseum nimmt seinen Lauf und ich tappe in die Abzockfalle. Töte mich, töte mich. Ja. Du bringst dich ja eher mit dem Rauchen um. Noch eins. Stopp. Hände hoch. [gelächter] Hände hoch. Jetzt du. Ach so. Ja, aber reicht ja one. Eins zusammen noch oder was? Ich ahne schon, was gleich passiert. Dieser Centurion wird sich jedes Bild vergolden lassen. Dabei dürfte er hier gar nicht stehen. Die Frage ist, was der jetzt hier durchzieht mit uns. Vor allem, was er dafür haben will. So, komm her, du auch noch eins. Also vor ihm ich ma noch eins. Okay. So. Und nicht ganz verstanden. 20 for everybody. 20 und 20. Das ist ganz schön. Das ist keine Million Dollar. Das ist der normale Preis. Ich muss auch noch was an meinem Boss abdrücken. Du hast ein Boss. Ist der der große Zenturi? Klar, ich bin nur ein kleiner Soldat. 40 €. Danke schm. Reden wir mal gleich drüber über. Danke schön. Du 40 € für ein paar Schnappschüsse mit dem eigenen Handy. Ein stattlicher Sold für 3 Minuten Arbeit. Ich bin kaum ein paar Schritte weiter, schon zockt er die nächsten Touris ab. Ich habe eigentlich immer fleißig Asterix und Obelix gelesen und den jetzt trotzdem nicht erkannt gerade. War das ein Centurion? Ich glaube ja. Äh, ich habe vor allem auch die Maske vergessen. Das war fahrlässig. Fahlässig war es insofern bis hier nicht vorher ein Preis ausgemacht haben, ne? Ich meine das Motiv hin und her, alles schön. Für ein Fünfer bin ich dabei, für 40? Nein, das ist Abzocke, egal wie lieb der mich anschaut, weil was der Mann da oben getan hat, ist illegal. Das ist hier verboten. Ganz besonders diese römischen Legionäre dürfen die Arbeit in der Art und Weise nicht verrichten, sich dahinstellen und Fotos mit Touristen machen, weil die haben eine unheilvolle Geschichte hier und irgwann hat die Stadt gesagt, es reicht uns mit der Abzocke, die werden verbannt und verboten, denn immer wieder gab es Ärger mit den Plastiklegionären. Steuern auf ihren Sold zahlen sie übrigens auch nicht. Deswegen hat die Stadt Rom sie von öffentlichen Plätzen verbannt. Seit 2017 droht ihnen sogar eine Strafe. Von 400 € sollte die Polizei sie erwischen und die Beamten stehen gleich um die Ecke. Hallo, eine Frage. Was hat's denn mit diesen kostümten Legionären da oben auf sich, die Fotos machen? Ja, die sehen ganz lustig aus, aber die sind gefährlich. Oh, gefährlich. Das sind Verbrecher, die waren im Gefängnis. Ehemalige Häftlinge. So schauen die auch aus. Also lieber keine Fotos bei Nacht. Ja, besser nicht. Also danke Ihnen trotzdem, aber kein Problem für mich. Normalerweise nicht, aber die dürfen da nicht stehen. Die sind eigentlich in ganz ruh verboten. Oh, okay. Okay. Grazie Mille. Grazie. Ciao. Gut zu wissen, mit wem wir jetzt gleich noch mal ein kleines Gespräch haben werden. Komm, wir fragen ihn mal. Bis zu 12000 € monatlich fließen angeblich in die Kriegskasse eines solchen Legionärs. Schlimm genug, aber diese Abzocke ist auch schlicht illegal. Hey, du bist, ich würde jetzt gern mal die Wahrheit wissen. Was du da machst, ist doch verboten, oder? Ja. Ja. Und die Polizei macht die nichts. Kriegst du keinen Stress. Ja, das ist verboten. Das liegt daran, dass ein Freund von mir, ein anderer Gladiator mal ein Tausender für ein Foto kassiert hat. 1000 € für ein Bild. Dann hat uns die Stadt hier verscheucht. Ist es nicht ein bisschen gefährlich? Die Polizei steht da drüben und beobachtet dich doch. Nein, mein Freund hätte vielleicht ein Problem. Okay, also schmierst du die Polizei? Nein, die Polizei macht do nichts. Okay, ich bin die Polizei. Wie viele Fotos machst du so am Tag? Weißt du, ich habe vielleicht ein oder zwei Kunden am Tag. Tag. Na, sieh dich doch mal um. Keine Kundschaft wegen Corona. Von wegen. In etwa einer Stunde beobachten wir, wie die Betrüger sechs mal abkassieren. Bei 20 € pro Opfer sind das 120 € Stundenlohn. Trotz Corona. Dreist. Also, das ist nicht gefährlich wegen der Polizei. Das ist sehr gefährlich für mich. Wenn die mich dabei erwischen, muss ich 400 € Strafe bezahlen. Ganz schön großes Risiko für dich. Ja, das ist riskant. Du kannst ja nicht verstecken, so wie du verkleidet bist. Wenn die Polizei kommt, mache ich einfach bum bum bum bum bum. Oh, da hast du ja nur 5 Minuten Zeit ungefähr. Wie lange stehst denn du hier so pro Tag? Ich bin immer mittags dran. Wir sind hier vier Leute und arbeiten in Schichten jeweils so 4er Stunden am Tag. Ich habe morgens immer frei. Abzocke im Schichtbetrieb. Also zum Schluss darf er standesgemäß die Hand zum Soldatenruß hebben. So nett der falsche Legionär auch ist, er zieht Touristen Geld aus der Tasche. Damit ist und bleibt er ein Urlaubsbetrüger. Ganz ehrlich, wenn so ein Abzocker, der mir 40 € abnimmt, dann noch rumhult, er müsste es mit seinen anderen drei Kollegen teilen, ne? Da habe ich kein Mitleid. Mitleid habe ich mit den Touristen, die trotz unserer Warnungen solchen Menschen in die Arme laufen. Bitte lassen Sie diesen Karnevalisten da links liegen oder stehen. Begeben Sie sich auf direktem Wege rauf bzw. runter ins Kolosseum. Da gibt es genug authentische und garantiert abzockfreie Geschichte zu bestaunen. Da brauchen sie so ein Kostüm da nicht. Eine weitere Fotoabzocke lauert auch an anderen Ecken der Stadt. An der Fontana die Trewei. Der Brunnen der Liebespare ist der Foto und Selfie Spot für Familien und Verliebte. Das Ganze ist nicht ohne Kitsch, aber dafür ein weltberühmtes Motiv und mit dem lässt sich gutes Geld ergaunern. 2015 sah ich hier diese Herren mit den klobigen Plastikapparaten um den Hals. Sie waren in romantischer Mission unterwegs. Ist ja lustig. Dachte schau was der zahlt 10 €. Ich dachte, sowas wäre längst ausgestorben. Schau mal, die fotografieren hier mit so Polaroll. Kennt ihr das noch von unseren Eltern? Mal so wie sie ist. Hat er jetzt wirklich gerade 10 € für ein Polarold bezahlt? Das ist ja unglaublich, oder? Kurz nachgefragt bei dem Ehepaar aus Südamerika. Donel vonala Donel Foto. Donde SL von [gelächter] sie ihr merkt schon, dass er gerade über den Tisch gezogen worden ist, weil die beiden sind auf dem Foto super zu sehen, nur nicht der Brunnen, der liegt im Dunkeln. Also wir sind vielleicht mittendrin in unserer nächsten Geschichte am Trivibrunnen. Damit hatten wir gar nicht gerechnet, aber diese Jungs da hinten drücken wieder einer. Die Polar Fotografen vom Trewibrunnen. Mal was ganz anderes. Komm mal mit. Schau mal hier. Wir zählen mindestens 30 Fotografen am Fontana die Trevwi. Um sie aus nächster Nähe zu beobachten, bin ich auf weibliche Hilfe angewiesen. Meine Kameraassistentin springt ein. Kommst du mit? Wir müssen ein Pärchen sein. Wir gehen ganz nach drüben, setzen uns nach hinten und mal schauen, was die dann machen. Wir beziehen Position an der Seite des Brunnens und beginnen etwas auffällig damit, ein Selfie zu schießen. Sofort beißt einer an. Ah, das ist nichts. Soll ich ein Foto machen? Wie bitte? Ich kann ih helfen. Sie können mir helfen. Okay, danke. Oh, ist nett. Schau mal, nachdem der quirlig Kerl es mit meinem Handy versucht hat, beginnt die eigentliche Geschäftsanbahnung. Very good. Yes. Okay. Ach so, also er will mich dabei filmen, wie ich das reinwerfe, damit wir ewiges Glück uns beid Ich bin verheiratet, du hast auch ein Freund. Das muss er nicht wissen, weil er spricht kein Deutsch, aber wir werden es machen. Okay. Okay. Do it. Okay. Er zückt die Polar und drückte insgesamt dreimal ab. Dann geht's ums Geld. 10 € will der Mann. Ein saftiger Preis. Aber wer will schon in so einem romantischen Moment über Geld diskutieren? Moment, hat er jetzt gerade 10 € mir abgenommen? Allenern Ernstes? Kann auch nicht wahr sein, oder? Der Trick, der eigentliche Trick und ist ja das Böse daran, der ist weg, bevor das Foto entwickelt ist. Hier ist noch gar nichts zu sehen. Also bevor ich weiß, wie schlecht dieses Foto ist, ist mein Geld schon weg und ich habe dem 10 € gegeben für dieses Foto. Es ist dunkel geworden am Trewien, als wir uns auf die Suche nach unserem Fotokünstler machen. Das Geschäft scheint gut zu laufen, denn der Mann gönnt sich keine Pause. Hallo, wie geht's dir? War das dein Foto? Hast du das gemacht? Nein, das ist Machst du das jeden Tag? Ja. Ich muss mich bedanken. Das ist das schlechteste Foto aller Zeiten. Wo ist das? Es ist der Brunnen. Ja, wo ist der Brunnen? Zeig mir den Brunnen. Abends gibt es Lichtprobleme. Tagsüber ist es besser. Na ja, nachts gibt's ja wohl immer Lichtprobleme, oder? Ja, abends schon. Weißt du was? Wir arbeiten fürs deutsche Fernsehen. [gelächter] Hey, hey, wir wollen wissen, wie ihr das macht hier. Du bist ein romantischer Mann und du wolltest ein romantisches Foto. Ich bin romantisch. Meine Frau lässt sich scheiden, wenn sie das hier sieht. Das kann ich nicht machen. Was denkst du darüber? Sein [musik] Konkurrent mischt sich ein und klärt, wer hier kassiert. Wie viel hast du bezahlt? Zeh. Was? Ein Foto. Ist doch egal, ob ein, zwei oder drei Fotos, die sind alle gleich. Könnt ihr auch gute Fotos machen hier? Nein, nicht mit dem Polarid. Warum macht ihr das dann? Polarids sind einfach schlecht. Ja, okay. Aber warum lauft ihr dann hier rum und verlangt Geld, wenn ihr wisst, dass das Foto schlecht wird? Es geht hier um ein romantisches Foto, nicht um den Hintergrund. Okay, also könnten wir, sagen wir mal, das romantische Foto auch hier drüben beim Mülleimer machen? Man könnte es überall machen, oder? Es muss also nicht der Trevibrunn sein, richtig? Nein, nein, er ist doch gar kein Fotograf. Schimpft ja auf seinem Kollegen und auch unfair. So, na jetzt hör mal. Hey, nicht weglaufen. Nicht weglaufen. Ich muss arbeiten. Jetzt musst du wieder arbeiten. Ich dachte, es geht gar nicht. Es geht ja wieder arbeiten. Ich dachte, es würde überhaupt keinen Sinn machen, hier Fotos zu machen bei dieser Herrlichkeit. Da geht das nämlich nicht. Keine Polarold Kamera der Welt kann irgendwie gebrauchbare Fotos machen um diese Zeit. Das gibt es nicht. Nein, nein, nein, nein. Er ist recht nicht für 10 €. Das hat er ja auch zugegeben. Die Frage ist bloß, wer ist so bescheuert, sich hier hinzustellen und bei Dunkelheit Fotos von sich machen zu lassen? Wir schon. Eigentlich muss man nur die richtige Perspektive erwischen und einen freien Platz. Jede Selfie sieht besser aus als die Polarst der Pakistani. Und selbst den kriegst du noch. Und jetzt gut aufgepasst. Das sind wir beiden Süßen hier vor dem Treibrunnen vor 20 Minuten. Könnte auch irgendwo anders in der Welt sein, z.B. für im Freibad in Wanne Eikel und da sind wir mit meinem Smartphone aufgenommen. Ist das nicht schön? [musik] Wenn nach Rom fährt, nicht fotografieren lassen, zu dem eigenen Equipment greifen, dann wird's auch was. Weil ehrlich gesagt, sowas ist ein Scheidungsgrund. Eine Tour nach Pompei entpuppt sich als teure Taxifahrt. Du bist do nicht mehr Taxifahrer, oder? Okay, okay, okay. Das ist ein Trick. Gleich von Rom geht es ins Herz der Toscana nach Florenz. Die Stadt am Arno ist berühmt für Kunst. Millionen Kunstliebhaber besuchen Michelangelus David und die berühmten Offizien. 2018 war auch [musik] ich in Florenz, die Hauptstadt der Toscana. Wir sind in Firenze in Florenz. Hier haben Menschen mit so klangvollen Namen wie Michelangelo, Botty Jelly, Puccini, gewohnt und gearbeitet. Hier leben heutzutage nur noch knapp 400.000 Italiener bei 4 Millionen Touristen, die die Stadt jährlich besuchen. In Firenze tue ich das, was wirklich jeder Tourist hier macht. Shoppen gehen. Das geht in dieser Stadt, bis die Kreditkarte glüht. Besonders Mode genießt in Italien einen hohen Stellenwert und ist an jeder Ecke zu haben. Florenz ist eine wunderschöne Stadt und schön sind natürlich auch die Italiener mit ihrer Mode, vor allem der Ledermode und dafür ist Firenze wirklich bekannt. Echtes Leder seit Jahrhunderten schon die Welthauptstadt tolle Leder waren. Ja, aber in der Vergangenheit auch durchaus mal in Verruf geraten. Da gab es einige Probleme und da, wo es Probleme gibt, sind wir gerade richtig. Egal, ob fein, grob oder glatt, auf dem Ledermarkt von San Lorenzo findet man alles aus Ledern. Doch zu Vorsicht beim Einkauf hier raten viele Internetblocks. Wenn es zum Ledertaschen geht, sind die Dinge nicht immer so, wie sie scheinen. Heißt es etwa, hier werden Touristen abgezockt? Ich werde es rausfinden und gehe auf Shoppingtour über den Ledermarkt von San Lorenzo. Das ist eine schöne hier. Das sind zwei Taschen in einer. Ach, zwei. Sie können diese Tasche ohne diese benutzen. Sie hat einen langen Go. Sehr gut. Und das ist [räuspern] Echtleder. Ja, gut. Was kostet die diese? 35. Okay, ich kenne mich damit ja immer nicht aus. Wenn meiner Frau was mitbringe, ich bin kein Lederexperte. Mir könnst ja ein X für ein Uma machen. Ich muss also irgendwann mal auch jemandem vertrauen. Genau. Das fühlt sich gut an für mich jetzt. Wenn Sie möchten, kann ich am Preis auch noch was machen. Bisschen billiger, weil es ein Geschenk für Ihre Frau ist und ich weiß, was man dafür zahlt. Ja, [gelächter] ich musste auch viele Taschen kaufen. Das ist genau der Punkt, ne? Wenn ich nach Haus komme und es ist eben nicht, ich hab eine ordentliche Qualität einigermaßen sieht auch noch gut vom Design, dann kriege echt Ärger. Super, danke. 35 € wie ich finde ein guter Preis für eine echte Ledertasche. Das hat mir der Verkäufer versichert. Über Geschmack lässt sich streiten, natürlich, aber nicht über die Echtheit von Ledern. Weil ich kein Fachmann bin, habe ich mir in Florenz einen echten Lederexperten gesucht. Ich bringe meine vermeintlich echte Tasche zu Nicolo Viviana. Im Herzen von Florenz betreibt er nicht nur seinen eigenen Laden, sondern auch eine Werkstatt. Hier ist jedes Stück handgefertigt und garantiert echt. Ich zeige ihm die Tasche, die ich gerade auf dem Markt gekauft habe. Ist das Echtleder? Es ist so unangenehm vor solchen Leuten zu stehen und das jetzt hier fragen zu müssen. Ich muss fragen. Ist das Leder? Die Beurteilung scheint für den Profi nicht ganz einfach zu sein. Habe ich vielleicht doch ein Megaastnäppchen gemacht? Nein, man kann die Textur sehen. Ein Tier hat keine Textur. Na ja, wenn Sie einmal das und das anfassen, [gelächter] das gar nicht anfassen jetzt. Das hier kommt wahrscheinlich aus der Maschine aus China. Hier gibt's ja richtig so ein Muster schon richtiges Muster hier schon tack tack tack tack. Das ist schon Wie kann man den Unterschied erkennen? Wenn ich das für meine Frau kaufe? Kann ich nicht sehen. Den Unterschied fühlen. Fühlen. Den Unterschied fühlen. Man kann es auch riechen. Ja, sie können es auch riechen. Ja, das okay. Okay, das kann man nicht fälschen. Okay, [musik] thanks danke für die Information und den Einblick. Vielen Dank. Wir sehen uns später. Ich gehe noch mal einkaufen und komme dann zurück. Okay, grazie. Grazie, grazie. Ciao. Und jetzt mal raus und alles, was ich jetzt hier gelernt habe, über das Riechen, über das Anführen, da draußen mal ausprobieren. Ich bin sehr gespannt. Es geht für mich zurück auf den Ledermarkt von San Lorenzo. Der liegt zentral in der Stadt. Besonders auf der Via del Ariento gibt es zahlreiche mobile Marktstände. Hier muss man besonders aufpassen. Schon auf dem Weg zum berühmten Markt steigt die Zahl der Lederwarenhändler. Gucken kostet ja nichts. Also sieht schick aus. Was kostet die Tasche? 45. und das ist echtes Leder. Na klar. Welche Sorte? Vom Lamm. Lammleder. Okay. Lammleder. 45 schick. [gelächter] Also wie die Verarbeitung für 45 € da kannst jetzt nicht so viel erwarten, aber Hauptsache es ist Leder. Also wenn es Lamm ist, dann nehme ich. Yes. Die Masche ist einfach und funktioniert genau wie beim ersten Laden. Als Kunde verlässt man sich auf eine Lüge. [musik] Man muss eben glauben, was man glauben will. Und das ist genau die Situation, die ich habe, wenn ich hier in Florenz bringe und meiner Frau was mitbringen willim nicht diese Tasche. Okay. Lamm Leder niemals, niemals. Und auch nicht für 45 €. Aber genau da f ich drauf rein. Genau da rutsche ich in die Abzocke rein. Wenn ich mir jetzt alles angesehen habe, ein bisschen zu teuer, aber er macht mir den Preis für unter 50 €. Klar, logisch. Ein paar Straßenzüge weiter finde ich die mobilen Stände. Zusammen machen diese fliegenden Händler den Markt zu einem der größten Lederwarenmärkte ganz Italiens. Das Geschäft läuft. Die Kunden sind glücklich, weil sie [musik] glauben, ein richtig gutes Schnäppchen zu machen. Schon mal. Das ist richtig edel. Mit dem Feuerzeug beweist mir der Verkäufer, dass diese Tasche Echtleder sein muss. Trotz der Flamme bleibt sie unversehrt. Okay. Okay. Also, das zeigt mir, dass es richtig gut ist, oder? Innen und außen alles Leder, beide Seiten. Ja, schön. Wie viel? Normalerweise verkaufe ich diese Tasche für 75. 75? Ihnen gebe ich sie für 55. 55? Ein Schnäppchen. Danke. Schönen Tag. Danke fürs kommen. Jetzt mal unter uns. Ja, wenn Sie als Herren jetzt zuschauen, was bringen Sie in Ihrer Frau mit? Handtaschen. Frauen lieben Handtaschen und sie hassen uns, wenn wir ihnen falsche Handtaschen mitbringen. Darum hoffe ich, dass meine Einkäufe aus Echtleder sind. Ich habe da schon meine Zweifel. Von der Auswahl auf dem Markt fühle ich mich fast erschlagen. Etwas Spaß, sich durch das Angebot zu wühlen, macht es aber schon. Wir haben viele Farben. Türkis, blau, dunkelblau. Ist das echtes Leder? Sicher. Und was für eine Art? Lamm. Lamm. Was kosten die? und die 50. Einen schönen Mann entstellt nichts. Das sieht sehr gut aus. Also eins ist schon mal so, das Preisniveau ist sensationell hier. Deswegen sitzen bei uns Touristen die Urlaubseuros auch so locker. Im Glauben ein echtes Schnäppchen zu machen, gibt sich das Geld doch gleich viel einfacher aus. Das ist eine schöne Farbe, die graue. Kann ich die nehmen? Ja, ich traue mich schon fast nicht mehr zu fragen. Doch formhalber muss ich es tun. Das ist eine schöne Farbe. Echt schön. Das ist gut. ist das gutes Leder. Kuhleder als überzeugender Beweis dient wieder der Test mit dem Feuerzeug. Über Geschmack lässt sie streiten, über Leder nicht. Ich schlage zu für 65 € eine Tasche aus echtem Kuhleder. Danke, danke. Gern. Mit meinen gesammelten Einkäufen [musik] mache ich mich auf den Weg zu Nikolo. Fällt sein Experten wieder so vernichtend aus. Ich habe eine dunkle Vorahnung. Ja, riechen Sie doch mal. Ich hätte mal riechen sollen. Ich h Eine Tasche nach der anderen fällt im Urteil der beiden durch. Das was mir die Straßenverkäufer als Lamm oder Rinzleder angepriesen haben, ist nichts anderes [musik] als Kunstleder. Also das ist gefälscht. Was heiß Fake auf it? Itischo. Falzo Tutti Falzi Grazie. Aber der hier, das ist ja ist Leder. Ja, da haben sie Glück gehabt. Das ist wirklich Leder. Das sieht man schon an dieser kleinen Probe. Wenn man es anfasst, dann merkt man das gleich. Das spüre ich auf. Jetzt bin ich etwas schlauer. Wenn ich auf dem Markt 50 € für echtes Leder bezahle, ist es okay? Für die Größe einer solchen Tasche auf jeden Fall. Okay. Hey, viel vielen Dank Ihnen. Es gibt also noch echtes Leder auf dem Markt. Wie man das [musik] findet, darüber will ich mich jetzt informieren. Tolle Ware, oder? Echt? Ja, hier in dem Fall glaube ich schon. Aber so richtig wissen tu ich es auch nicht. Leider spricht hier nicht jeder Deutsch. Es gibt eine Ausnahme. WERA arbeitet seit 16 Jahren in der Gegend von San Lorenzo im Ledergeschäft und wird mich heute einwein in die Geheimnisse. Hallo. Oh, hallo. Kabel 1 ist hier. Guten Tag. Guten Tag. Peter Giesel. Angenehm. Ich bin Wa. [seufzt][japst] Wie riecht's? Es riecht nach Leder. Riecht nach Leder. Äh noch mal. Da sind wirklich schon an der Nase rumgeführt worden. Da fasse ich jetzt drüber. Fasse die an. Noch irgendwas, woran ich es erkennen kann? Ich kann immer innen drin gucken, weil eine Innentasche ist immer aus dem Leder, von dem das gemacht wird. Aha. Und da sehe ich die eine Seite quasi so unbearbeitet. Das ist ganz klar Leder. Wenn man da auf den Aufschnitt sozusagen kommt hier genau. Genau. Da sieht man, da ist kein Plastik dazwischen. Genau hier. Also bitte immer zweimal hinschauen und auch der Preis kann ein guter Hinweis [musik] sein, ob es echt ist oder nicht. Mit wie viel muss ich denn mindestens budgetmäßig rechnen, um meine Frau mit einer Handtasche glücklich zu machen? Unter 100 € geht es nicht, oder? Nein, nein, nicht bei dieser Qualität. Da liegst du über 100. Noch eine Sache, da müssen wir ein bisschen rausgehen, weil jetzt hier ein Feuermelder habt. Jeder, dem ich was abgekauft habe, halt ein Feuerzeug rausgeholt und angefangen an dieser Jacke rumzufummeln und rumzubrennen. Gottes Willen. Na ja. Leder echtes Leder brennt nicht, sagt er. Ja, finde ich gut. Darf ich mal das Feuerzeug haben? Gib mir mal deine Jeans. Hast Angst? Ne, ist keine Jeans, ist dochose. Okay, ist noch schlimmer. Und ist das Leder? Nö. Und ist das Leder? Nö. Nö. Und ist das Leder auch nicht. Neö. Also, was ist das für ein Test? [musik] Ein Test für blöde. Zusammen mit Vera drehe ich eine kleine Runde. Sie zeigt mir, worauf ich noch achten muss, um an Echtleder zu kommen. Wow. Füh dir das mal an. Wow. Ich mach den schnellen den schnellen Check. Kurze Nähte, ganz kleine Sachen. Das ist toll. Das ist echt, gell? Siehst du? Und da kommst du eben auch nicht hin mit 30, 40 €. Da sind wir schon bei 70. So langsam habe ich den Bogen raus. Die Nähte sind entscheidend. Sieht man an den Schnittstellen Plastik, ist es wahrscheinlich fake. Also doch, es gibt hier zum Glück noch [musik] echtes Leder auf dem Markt San Lorenzo. Aber man muss suchen und nicht gleich jedem vertrauen, der die Ware als echt andrehen will. Wie lange hält denn echte Lederware? Also es kommt drauf an, wie gesagt, wenn du florentinisches Leder hast, hält es ein Leben. Vielen Dank dir. Viel Erfolg hier auf diesem hartumkämpften Markt. Danke. Arbeit gerne. Jetzt muss ich noch die Verkäufer zur Rede stellen, die mich belogen [musik] haben. Kunst als Echtleder zu verkaufen, das ist Betrug. Hey, wie geht's? Was habe ich noch mal von Ihnen gekauft? Hä? Das ist das Leder. Sind Sie sicher, dass es Leder ist? Das ist Leder. Woher wissen Sie das? Auf dem Markt gibt es zwei Arten dieser Taschen. Die eine gibt es für 15 € und die für 15 € sind nicht aus Leder. Wir erinnern uns, mit dem Preis ist mir dieser Verkäufer sogar noch entgegengekommen. Wenn Sie möchten, gebe ich es Ihnen etwas billiger, weil es ein Geschenk für Ihre Frau ist und ich weiß, was das bedeutet. Ja, er bleibt dabei. 35 € bedeutet, das Leder ist echt. Ich zeig ih mal was. Schauen sich das an. Sehen Sie die Texture. Sehen Sie das? Das ist kein Leder. Es ist Leder. Es ist kein Leder. Wenn es kein Leder wäre, würde es nur 15 € kosten. Es hat nur 35 gekostet. Ja, wenn es echt wäre, würde es nicht 35 kosten, oder? Noch immer keine Einsicht. Meine Argumente prallen ab. Fakeaschen kosten in seiner Welt schließlich nur 15 €. Geben Sie mir das Geld zurück. Das ist kein Leder. Ich habe ihn 35 gegeben. Also komm. Das ist nicht mein Problem, aber ehrlich gesagt, ich wollte sie nicht betrügen, aber ich habe das von der italienischen Fabrik und die haben mir gesagt, das ist Leder. Ja, dann sollten Sie mit ihrem Lieferanten mal reden. Ja, jetzt rede ich mit ihr. Ja, vielen Dank. Das ist Leder. Das ist kein Leder. Er hat mir gesagt, es ist Leder. Okay, hat sie angelogen. Sie sollten wirklich mal mit dem Mann reden, weil da wurden sie einfach betrogen. Ja, danke, danke. So kann es natürlich auch gehen. Immer alles auf den Großhändler schieben. Ein paar Taschen muss ich noch zurückbringen. Drei, um genau zu sein. Zu Preisen zwischen 40 und 65 €. Sorry. Hey, sie haben mir das verkauft, oder? Ja. Ist das Leder? Leder? Nein, das ist Leder. Nein, es ist Plastik. Es ist Plastik. Genau wie der und der und der Mann hat genau verstanden, was ich will. Zeigt mir einen anderen Rucksack. Ja, das ist echtes Leder, aber das ist ein anderer Rucksack. Schauen sich den mal an. Ihnen gefällt dieser Rucksack nicht? Ich mag diesen. Was ich nicht mag, ist die Fälschung. Ich mag kein Plastik. Vor wenigen Stunden hat er mir den Rucksack als genau das verkauft. Echtes Leder. Gutes Leder. Kuh, K. Ich kann es umtauschen. Ich möchte nicht umtauschen. Ich will mein Geld zurück, wenn sie den Leuten gefälschte Ware andrehen. Das ist kein Leder, das ist Plastik. Ich muss zu drastischeren Methoden greifen. Zeige ihm das Innenleben des Plastikrucksacks. Kommen Sie mal her. Kommen Sie mal her. Sie wollen mir sagen, dass das Leder ist. Sie wollen mir wirklich sagen, dass das Leder ist. Ja. Was reden Sie da? Sie zocken hier Touristen ab und zwar den ganzen Tag. Schauen Sie sich das mal an. Eindeutig Plastik und Sie haben es mir als Ledertasche verkauft. We, was soll ich machen? Ja, selbst die Italiener vom Nachbarstand sagen mir schon, dass das Fälschung sind. Eine Tasche konnte ich zurückgeben. Mal sehen, ob der nächste Verkäufer auch so kuland ist. Noch ist seine Laune gut. Die wird ihm gleich vergehen. Wie geht's Ihnen? Mir geht's gut. Wie geht's Ihnen heute? Ich mag Ihre Tasche. [gelächter] Ja, wissen Sie was? Wir arbeiten fürs deutsche Fernsehen und wir suchen gefälschtes Leder. Nein. Wissen Sie was das Gute ist? Ich glaube, wir haben da jemanden gefunden, der uns das andre. Nein. Doch. Nein. Ist das Leder? Ja. Nein. Warum nicht? Weil es keins ist. Die Reaktion kenne ich. Erstmal alles abstreiten. Schauen Sie mal, es gibt keinen Grund so zu tun, als wäre das hier echt. Warum sehen Sie das? Riechen Sie mal. Das ist Plastik. Das kann ich nicht machen. Sie machen kein Geruchstest? Nein, ich schon. Ich verkaufe die Taschen nur. Es ist Leder. Ist es nicht. Wir haben es testen lassen. Es ist Leder. Es ist gefälscht. Ich möchte mein Geld zurück. Es ist Plastik und Sie verkaufen das hier an Touristen auf der Straße. Bitte hören Sie damit auf. Lügen Sie mich doch jetzt nicht an. Ich habe es Ihnen bewiesen. Der bis eben noch freundliche Verkäufer kommt an seine Grenzen. Gehen Sie, ich rede nicht mit ihnen. Gehen Sie endlich. Ich rede nicht mit ihnen. Sie sind nicht mein Freund. Gehen Sie. Sie werden auch nicht mein Freund. Sie sind nicht mein Freund. Gehen Sie endlich. Ich will hier arbeiten. Nerven Sie mich nicht. Bitte gehen Sie. Sie haben mir Geld gestohlen und mich belogen. Ja, sie belügen ihre Kunden, verkaufen gefälschtes Leder. Es ist ganz einfach. Kann jetzt machen? Er ändert seine Taktik. Ich habe Ihnen nichts verkauft. Sie haben keine Tasche von mir. 100%. Ich kann mich an diesen aufgebrachten Marktschreier aber noch recht gut erinnern. Ich gebe sie dir für 55. 55. Gutes Angebot. Ich habe hier genau den richtigen am Wickel und plötzlich all dem Verkäufer der Stand nachbar zu Hilfe. Gehen Sie, ich habe Ihnen die Tasche nicht verkauft. Los, gehen Sie, gehen Sie. Warum soll ich gehen? Gehen Sie jetzt. Ich habe Ihnen nie eine Tasche verkauft. Warum stören Sie mein Geschäft? Gehen Sie fassen Sie diese Kamera nicht an. Fassen Sie die Kamera nicht an. Okay, es reicht jetzt. Stopp! Es ist vorbei. Beruhigen Sie sich. Ganz ruhig. Was wollen Sie von mir? Von Kulans haben die hier scheinbar noch nie etwas gehört. So passiert's, wenn wir mal da reinstechen, wo es weh tut. Hier werden Fakes verkauft, falsches Leder. Und wenn die merken, dass sie erwischt werden, dann wird's halt aggressiv. Immer so aufregend, wenn wir kommen. Aber wir sind auf der Seite des Rechts. Das war Kunstleder, falsches Leder, Plastik und nicht echt. Da kann er mir erzählen und so laut rumbrüllen, wie er will. Also bitte besonders auf der Via Del Ariento zweimal hingucken, denn bei den mobilen Marktständen in der Mitte ist nicht alles echt. Wer wirklich echt Leder kaufen will, ist mit einem Einkauf in den Ledergeschäften von Florenz besser beraten, damit wir uns richtig verstehen. San Lorenzo ist immer noch das Herz für europäisches Leder. Hier bekommt man tolle War, echte Ware, echtes Leder. Aber das hat natürlich seinen Preis. Unter 100 € müssen wir da gar nicht erst anfangen zu reden. Dafür bekommen sie ein Produkt, was robust ist, echt ist und im besten Fall auch fast ein Leben lang hält. Drama statt Opera, Vorsicht vor Fake Tickets für die Arena die Verona. Nein, er ist verboten, aber ist wann ich habe viele Probleme mit der Polizei. Wann kommt bei mir? Ja, gleich weiter geht es nach Pompei. Besser gesagt zu den Ruinen der legendären Stadt am Fuße des Wesuvs. Nach einem Ausbruch verschwand die Stadt im Jahr 79 nach Christus unter einer meter dicken Ascheschicht. Aber die konservierte die Stadt, bis sie im 18. Jahrhundert wiedergefunden wurde. Seitdem ist Pompei eine der berühmtesten Ausgrabungen weltweit. Die Neapolitaner möchten natürlich am Ansturm der Touristen mitverdienen. Und das gelingt ihnen ganz gut, denn nicht alle Pompeayi Besucher kommen mit Autobahn oder Flugzeug. Viele kommen auch mit dem Schiff. Neapel ist auch ein berühmter Kreuzfahrthafen, wie man hier hinter mir sieht. Das ist kein Hotel, das ist ein riesen Kreuzfahrtschiff und deswegen kommen hier auch mehrmals in der Woche mehrere tausend Leute am Kreuzfahrtschiffhafen an und laufen unseren Abzockern in der nächsten Geschichte direkt in die Arme. Ich mische mich unter die modernen Kreuzfahrer und verlasse den Hafen auf denselben Weg wie die Schiffstouristen auf Landgang zu Fuß. Wie viel seid ihr? zwei. Wo wollt ihr denn hin? Wir würden gern nach Pompe oder zum Visuf. Okay, schau mal. Das hier habe ich nach Pompei. Wir brauchen 25 Minuten nach Pompei. Da sind wir 2 Stunden. Danach fahren wir hoch auf den Visu. Da bleiben wir ungefähr eine Stunde. Es ist also genug Zeit und danach zurück nach Neapel. Okay. Was soll das kosten? Nach Pompei 100. Und der Wesuv kostet auch 100 200 also zusammen, aber ich mache euch einen guten Preis. Sagen wir 150. 75 € pro Person für eine Tour. So wie es auf dem Flyer steht. Ganz schön happig. Wir werden jetzt was essen gehen und dann kommen wir zurück. Okay, seid ja hier oder? Mittagessen. Hallo, mein Freund. Wo soll es hingehen? Pompei. Ja, wir haben ja gerade mit ihrem Kollegen gesprochen. Ich mach dir einen guten Preis. Wir sind eine andere Firma. Was ist daran besonders? Wieder redet der Mann geschickt vor allem über den Preis. Die Leistung bleibt Waage. Sein Flyer ist derselbe wie der des ersten Verkäufers. Auch auf ihm steht Taxitour. Gutgläubige Urlauber können kaum etwas anderes denken als wo Tour drauf steht, ist doch Tour drinnen. Pompei gibt's für 100 €. Dieser Vulkan, der wir suf ist geschlossen, weil der brodelt. Du bezahlst nur für Pompei, aber ich zeige dir einen guten Fotospot für den Wes alles für nur 100 €. Na ja, und da hinten kostet es gleich 50. Gerade sollte es 150 kosten und bei Ihnen 100. Immerhin eine Sache ist glas klar. Der Visuf hat heute zu. Der Rest aber bleibt schwammig. Ich teste einen dritten Anbieter. Wieder derselbe Flyer. Wieder mit einem unklaren Versprechen. Bei dir kost 50. Ne, schau mal, das ist dieselbe Tour. Nein, das ist nicht dasselbe. Ich zeig's dir. Nach Pompei. Der Weg, das sind 20, 25 Minuten. Dann bleiben wir in Pompe. Genau die Geschichte von GL, ne? Aber das ist genau das, was mir deinen Kollegen auch verkaufen wollten. Was kostet denn hier? Ja, du zahlst 130. Glaub mir, das ist der beste Preis. Ja, 130. Aber sag mal, warum soll ich mit dir fahren, wenn er es mir für 100 verkauft, die anderen wollten 150, du 130. Danke. Wir sprechen später drüber. Bis jetzt steht auf den Flyern aller Anbieter Taxitour. Ich ahne, eine geführte Tour verbirgt sich dahinter nicht. Das ist ja wirklich, das ist ja fast schon bisschen penetrant, ne? Also, ich mag's ja quirlig und so bisschen mediterran und ich finde schätze auch wirklich gute Verkäufe, aber das war jetzt ein bisschen viel eigentlich alle dasselbe Vis und natürlich Pompe und dann für 100 € dabei kostet der Bus dahin, schau mal nur 15. Jetzt sind wir auch zur Haltestelle eines ordentlichen Busunternehmens vorgedrungen. Offensichtlich wollten die Straßenhändler genau das verhindern. Warum? Das werden wir ganz einfach herausfinden. Wir teilen uns auf. Mein Redakteur Peter kauft die Bustour für 30 € und ich wage einen Straßenhändler mit ungewissem Ausgang für 100. Also was kostet jetzt die Tour nach Pompei? Nur nach Pompei können wir 100 machen. Machen wir für zwei. Mit meinem Kameramann steige ich in einen klimatisierten Minibus. 25 Minuten soll die Fahrt dauern, doch für die 27 km braucht der Bus eher eine dreiviertelstunde. Aber Schwamm drüber. Ich halte vor dem Eingang an, dann könnt ihr da rein. Was machst du? Draußen halten? Ja, ich dachte, wir gehen gemeinsam rein. Der Name von dem Eingang ist Porta. Porta Amphitheatro. Amphiteatro. Aus der Taxitour wird eine Taxifahrt. Der Straßenverkäufer hat mich mit seinem Flyer tatsächlich genahrt. Da war ich sicherlich nicht der erste. Okay, schau mal, das hier habe ich nach Pompei. Wir brauchen 25 Minuten nach Pompei. Da sind wir 2 Stunden. Sicher ist aber jetzt zahle ich drauf. Ich warte hier draußen auf euch. Wenn ihr Infos wollt, dann nehmt euch einen Audio Guuide. Okay. Kaum ausgestiegen spricht mich, oh Wunder, eine Fremdenführerin an. Hallo, woher seid ihr? Deutschland. Guten Morgen. Kommen Sie mit ins Büro, da geben wir Ihnen einen Plan und weitere Infos. Für zwei Personen habe ich 100 € gezahlt für eine Taxitour nach [musik] Pompei. Hier gibt es den Audi Guuide. Sie kommen aus Deutschland. Ja, genau. Wir sind hier. Das ist auch der Ein und Ausgang. Da drüben direkt am Amphitheater, damit ihr versteht, was ihr seht, gibt's den Audi Guuide auf Deutsch. Jeder nimmt den. Okay, das kostet 8 €. Okay, 8€ für Oh, das ist sozusagen so extra Service diese 8 € die zahle ich. Ja, die sind extra. Die sind nicht im Eintritt inbegriffen. Insgesamt 16 € extra Kosten für zwei Personen sind wir jetzt schon beim stolzen Ausflugspreis von 116 €. Ich ahne die Ruinen werden meine Urlaubskasse noch mehr ruinieren. Ich habe mir das schon gedacht, dass das keine Tour ist, die uns da verkauft wurde, ne? Am Hafen. Siehst du auch hier, das war nichts inklusive, überhaupt gar nichts. Der Preis, der Eintrittspreis für hier die Ruinen von Pompe P, was wirklich eine Ausgrabungsstätte ist von monumentalem Ausmaß. 15 € pro Person steht hier 15 = 30 plus die 16 hier von sind wir schon bei 46 plus die 100 € für die Fahrt bisher 146 also fast 150 € sollte so schaut's nämlich in Wirklichkeit aus schön abgezockt. Kaum habe ich diesen Tiefschlag verdaut, kommt sofort ein Haken hinterher. Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen das sage, aber Ihr Audiogide ist nicht der offizielle. Wie ist nicht offiziell? Ist der wenigstens gut? Keine Ahnung. Haben Sie einen richtigen hier? Also ein offiziellen? Wenn Sie den offiziellen wollen, dann müssen Sie zum anderen Eingang am Porta Marina. Dorthin zurück kann ich jetzt ohnehin nicht mehr. Ich möchte endlich Pompei genießen. Währenddessen am Kreuzfahrterminal in Neapel. Mein Redakteur Peter macht sich auf den Weg ebenfalls mit Kamera. Kostenpunkt 30 €. Hallo, sind wir nur zu zweit? Ja, nur Sie beide. Ah, da haben wir eine Privour. Pro Person hat er 15 € bezahlt, ich dagegen 50. Dass Peter und sein Kameramann alleine im Bus sitzen, mag daran liegen, dass Neben Saison ist. Die beiden haben wirklich Glück und das wollen sie gerne mit mir teilen. Zeit für ein kleines Telefonat. Wie ist es denn bei euch? Ja, was heißt wie ist es bei uns? Ein Taxifahrer hat uns hergebracht. Dann habe ich erstmal zahlen müssen vier für so eine Audio Guuide, der gar nicht offiziell ist, sondern irgendwo auf der Straße verkauft wurden. Da musste ich noch mal zahlen für den Eintritt. Also, wir sind schon über 150 € fast los. Ach du liebe Zeit. Du äh wir haben natürlich auch Glück gehabt, aber wir haben einen Bus für uns alleine. Ich möchte das mal kurz zeigen. Ja. Okay, wir werden in den nächsten paar Minuten ankommen. Es ist jetzt hier ja Zone Archäologika Bombay. Grazie. Also, wir sind jetzt da. Wir gucken uns jetzt an. Wir sind auch da. Da musst du hier vorne rauskommen. Zeig mal bitte, wo du hinläufst. Zeig mir das mal ganz kurz mir mal gerade eben. Du bist doch ganz woanders. Du bist doch nicht hier. Kannst du mich sehen? Nee. Ne. Ja, zeig mal. Das heißt, zeig mal. Ich stehe am Eingang. Siehst du mich nicht? Ja, du bist ja gar nicht da, wo ich bin. Bist du im anderen Pompe? Da stehst du. Das ist das Geld, vor dem steht. Du stehst an dem anderen Gate, mein lieber. So schaut es nämlich aus. Ich darf das mal eben zeigen. Ich glaube, das Hauptgate ist hier. Da stehst du gerade. Ja, zeig dir das mal hier. Und wir befinden uns an der anderen Seite, nämlich hier. Zwar ist hier auch ein Eingang, aber nicht der Haupteingang. Nur dort, also wo mein Redakteur angekommen ist, gibt es den offiziellen Audi Guuide. Na toll. Super. Nicht nur, dass es hier gar keine Tour ist, auf der wir uns befinden, sonder einfach nur eine überteuerte Taxifahrt, bei der wir dann auch noch nicht zugelassene Audio Guuides bekommen und auch noch der Eintritt nicht inklusive ist. Hm, mal schauen, wie es bei meinem Kollegen ist. Der steht am Kassenhäuschen. Auch Peter zahlt den offiziellen Eintrittspreis von 30 € für zwei Personen. Wenigstens hier. ist der Preis für uns beide gleich. Und jetzt der Audio Guuide. Hallo. Hi. Ähm, ich hätte gerne den Audio Guuide. Können Sie den empfehlen? Ja, der Preis steht hier. Ja, für Sie beide macht das 13 €. Ah, also 6,50 € für einen. Ja, aber dann haben Sie nur einen. Ja, dann nehme ich zwei. Dann bitte 13 € und ein Personalausweis als Pfand. Okay, für zwei Personen hat Peter für die Fahrt, Eintritt und offiziellen Audioguide 73 € bezahlt und betreten Pompe nun durch den Haupteingang. [musik] Ich habe für alles 146 € gezahlt, habe einen äußerst zweifelhaften Audiogide und betrete Pompei durch den Hintereingang. Flich sehr schön. Und nachdem ich hier so ein bisschen was gehört hat, möchte ich jetzt natürlich genau zu dem jeweiligen Ort an dem ich stehe, ein bisschen was hören. Ja, vorher erklärt. Geben Sie zuerst den Namen der Region ein in der Sie sind. Ich mir es an. Regio 1 und dann die 14, ne? Die Taverna, die Soterikus. Mal gucken. Also 11 nicht zuhören. Noch mal anders versuchen. 3 1 4 nichts gefunden. Schade, mein Audio Guuide funktioniert nicht richtig. Ohne Informationen stolpre ich so aber durch die legendären Ruinen. Vielleicht war das mein Badezimmer. Ich weiß es nicht. Ich hätte es gern gewusst. Entweder findet mein Audio Guuide keine Informationen oder völlig wirre. Ich stehe jetzt hier der Stadt wie die Straßen der Stadt. Die Straßen waren zwischen 2,5 und 4. Ja, aber darum geht's jetzt hier gerade gar nicht. Wir stehen ja hier schließlich vor dem Haus des Lalariums von Achill. Also so viel kenne ich ein bisschen Latein in der Schule gehabt. Das ist der Kultstein sozusagen, sowas wie ein Schrein, sowas ähnliches, was es in jedem römischen Haus gab. Darüber hätte ich jetzt gern was gewusst über das Lalarium von Achill, aber ich höre was über die Straßen. Das ist einfach falsch programmiert. Dieser Audio Guuide ist einfach Quatsch. Tut mir leid. Der lässt mich die ganz falschen Sachen hören. begann die archäologische Erforschung Pompeis, die bis heute andauert. Erst ein Drittel ist ausgegraben und rund 2 Millionen Touristen loogt diese antike Stadt jedes Jahr an. Peter, erzähl, was gibt's hier? Ich finde es eigentlich ganz cool mit dem mit dem Guide hier, weil der das ist toll, ne? Da steht eine 16. Kannst du sofort eingeben, weißt du genau, wo du bist. Bei mir funktioniert's nicht. geht man weiter auf der Ostseite des Aber ihr habt ja ein Guide, ne? Na ja, wir haben Guide, der so halb funktioniert. Vi gleich geht's jetzt hier mal. Also in den letzten 20 Minuten habe ich gar keine Infos aus diesem Guide hier rauslocken können, die irgendwie akkurat waren und stimmig. Und hier, wenn ich das eingebe, immerhin guck mal, was genau die Termen von die Termen von Stabie zum allerersten Mal auch eine Stunde jetzt schon hier unser Taxi zurückgeht gleich habe ich jetzt mal eine Info bekommen, die akkurat ist und die auch zu diesem zu dieser Terme hier gehört. Dumme ist bloß, wenn ich schon das Geld zahle, möchte ich einfach alle Informationen akkurat haben und nicht nur ein paar von denen. Meine Zeit im legendären Pompei ist leider vorbei. Z Stunden schon wartet mein Fahrer am Hintereingang. Für 100 € müsste er eigentlich den ganzen Tag parat stehen. Bevor es zurückgeht, habe ich ein Wort zu reden über die mangelhaften Audio Guuides. Ja, wir hatten zwei. Zwei, die haben nicht funktioniert. Manchmal geht's, manchmal nicht. Ist das offiziell? Ja, okay. Na, dann wenn Sie meinen. Thank you. Wenn Sie Pompei mit dem Audi Guide entdecken, bezahlen Sie bitte nicht mehr als 6,50 € und zwar für den offiziellen. Den gibt's nur am Haupteingang. Mit meinem 100 € Taxi geht's nun zurück an den Hafen. So und hier haben wir jetzt noch mal den Beweis, der Mann ist eigentlich nichts weiter als ein Taxifahrer. Hier ist so die Tarifkarte der Taxen in Neapel und auf der Rückseite halt die vereinbarten Fahrpreise zuordnen, wie z.B. den Visuf, wie z.B. in Napoli Stadtfahrt, aber eben keine Tour. Also, sie sind ein Taxifahrer oder? Ja. Ja, das ist also kein Fremdenführer, weil am Hafen haben sie alle von dem Ausflug gesprochen, aber ihr seid ja alle Taxifahrer und fahrt die Leute einfach nur rum, oder? Ja. [gelächter] Ah, das ist ein Trick, oder? Ja, deswegen habe ich auch. Streng nach Taxameter abgerechnet würde eine einfache Taxifahrt zwischen Neapel und Pompei rund 30 € kosten. Hin und zurück, also maximal 60. Hätte ich gerne. Da sind wir schön reingefallen. Der Mann ist nicht mehr und nicht weniger als ein Taxifahrer. Tut so, als wäre er, na ja, so ein Tour Operator, der hier sozusagen die Tour nach Pompe dir verkauft. Ist aber nicht. Du musst für alles extra zahlen. Vor allem sehr viel Geld für dieses Taxi. 100 € waren es jetzt nur für den Weg hin und zurück. Wir gehen mal an unsere kleine Zentrale, die wir hier aufgeschlagen haben. Warten mal, wenn die Kollegen kommen, um einen ja Kassensturz zu machen. Je zwei Personen haben einen Ausflug nach Pompei gemacht. Ich habe mich auf eine zweifelhafte Tour eingelassen, die ich am Hafen gekauft habe. Mein Redakteur Peter ist mit dem Bus eines ordentlichen Veranstalters gefahren. So, sag mal, wie lange hast du denn gebraucht? Hier ist auf dem Rückweg. Wir sind ja erst seit 10 Minuten hier und der Taxifahr uns hier in der Nähe abgesetzt. Äh, ich würde sagen 40, 45 Minuten. 40, 45 Minuten ist nicht sehr viel länger als bei uns. Was hast du jetzt insgesamt bezahlt? Also, ich habe 30 für die Fahrt bezahlt für euch beide. Dann haben wir 30 für den Eintritt bezahlt. Mhm. Dann haben wir 13 € für den Audio Guide bezahlt. Wie viel hast du dann insgesamt bezahlt? Äh, das waren dann 60 73 73 €. Bei uns waren es fast 150. Also nur, weil diese Herren da unten am Ferhafen besonders geschäftstüchtig sind und viel reden, sind es immer noch keine Tourgeids, auch keine Reiseveranstalter, das sind ganz normale Taxifahrer, vor denen ist zu warm, weil sie bringen sie einfach mit Taxi hin. Na Pompei Eintritt, Audi Guide, alles müssen sie dann auch selbst drauf zahlen und es kann ein hübsches Sümpchen zusammenkommen am Ende. Um das zu vermeiden, noch mal ganz klar der Tipp, wer Pompei und besonders auch den dahinter befindlichen Visuf sehen möchte, der nimmt ganz einfach den Bus oder die Bahn. Ich habe Gesprächsbedarf. Am Hafen verkaufen also Händler Taxifahrten nach Pompei, die am Ende doppelt so teuer sind wie die der Mitbewerber 100 m weiter. Da ist wieder einer gerade dabei. Der will die nicht hinten zu den Bussen kommen lassen. Schau mal. Der Mann vom Vortag ist nicht dabei. Ich spreche also einen Kollegen an. Oh, bin Sie deutsch? Super, alles gut? Super. Guten Tag. Kennen Sie Kabel 1? Kennen Sie Kabel 1 aus Deutschland? Na, ich habe Hotelchule, ich habe wenig Oh, dann kennt sie sich aus im Tourismus. Tourismus. Ah, okay. Dann habe ich eine Frage. Wir wundern uns, was hier passiert. Ja, sind das hier Touren oder sind das Taxis? Diese hier. Ich verstehe den Unterschied nicht ganz. Können Sie mit den erklären, wenn Sie Tourismusexperte sind? Wann kommen Leute hier fragen für Touristen, ob der ob brauchen eine Taxi für Ausflug? Nee, sie sagen aber, ob sie eine Tour machen wollen, eine Tour. Na ja, eine Tour ist das eine, ein Taxi ist was anderes oder alles. Alles besonders. Okay. Okay. Zwischen Taxifahrt und Ausflugstour besteht ein kleiner, aber feiner Unterschied. Der liegt nicht nur im Preis. Ich versuche ihm das klar zu machen. Aber ich fin super, dass so läuft das hier. Das finde ich auch. Aber dann ein Tipp, seien Sie bisschen ehrlicher zu den Deutschen, dann machen Sie auch mehr Kundschaft und mehr Umsatz. Können die Leute nachfragen, dann sagen wir es ihnen oder sie müssen unsere Sendung gucken. Okay, grau wenigstens mal einer der Tschüss Deutschland. Ja. Ja. So machst du dir aber weder deutsche Freunde noch viele deutsche Kunden, wenn man ihn verheimlicht, dass extra Kosten dazu kommt und dann plötzlich aus einer Tour, die eigentlich da hinten nur 20, 30 € kostet. Ich find es auch schön, dass er so viele Sprachen spricht. Das wird eben sicherlich das ein oder andere Trinkgeld beschen. Mehr Kunden gibt's aber auch hier. Lasst euch das gesagt sein, Neapolitaner nur durch Ehrlichkeit. In Verona ist nicht alles so spritzig, wie es sein sollte. Spritzen tut da gar nichts. Wahrscheinlich eher der Preis. Gleich in Verona. Die Heimat der Liebessager von Romeo und Julia. Für viele Urlauber, die mit dem Auto nach Italien reisen, ein beliebter Stopp. Vor allem Klassikliebhaber pilgern hier seit über 100 Jahren her, denn seit 1913 ist die Arena die Verona die prominenteste Freilichternbühne der Welt. Zwischen Juni und September wechselt täglich das Programm. Nicht jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit läuft bei mir klassische Musik im Autoradio. Aber wenn es dann [musik] mal klassischer Musikgenuss sein soll, dann natürlich hier in Verona in der Arena die Verona. Lustigerweise ist es gar nicht so schwierig an Karten zu kommen. Viel schwieriger ist es an echte und die richtigen Karten zu gelangen. Großen Schaden richtete 2017 eine Onlineplattform an. Die verkaufte Tickets, die es gar nicht gab. Ein rechtskräftiges Urteil gegen die deutschen Hintermänner gibt es. Die Plattform ist geschlossen. Trotzdem beim Kauf von Operntickels ist Vorsicht geboten. Na, also nach so einem riesen Betrugsskandal, in dem sogar Deutsche mit verwickelt waren, wird ja nun, da die Justiz das übernommen hat, hier eigentlich alles mit rechten Dingen zu gehen. Es ist sozusagen aufgeräumt worden, würde man meinen. Googen Sie doch einfach mal Arena, die Verona Tickets für heute Abend in wenigen Stunden ist die Vorstellung. Und gleich der zweite Eintrag zeigt mir hier. Es gibt noch welche. Ja, warum nicht? Ein Ticket für Nabuco. Der Preis scheint auch in Ordnung zu sein. Eine günstige Kategorie, aber immerhin noch 65 €. Also bitte, das mache ich. So viel Kultur darf schon sein, die darf auch ein bisschen was kosten. Die Arena liegt mitten in der Stadt. Gut zwei Stunden vor der Vorstellung füllt sich die Piazzaabra vor den Touren. Auch bei mir steigt die Vorfreude. Mit [musik] meinem druckfrischen Onlineticket sollte eigentlich alles gut gehen. Sprechen Sie Englisch? Ja, das ist nur eine Reservierung. Damit sollten sie zu unserem Ticketschalter dort drüben gehen. Okay. Okay, dann gehe ich da mal hin. Okay, das geht schon mal nicht. Jetzt mal da drüben hingehen. Ticket Office. 65 € habe ich für eine Karte bezahlt, [musik] mit der ich nicht in die Vorstellung komme. Ist das Problem mit den Fake Tickets etwa noch nicht gelöst? Also uns lassen jetzt so nicht rein. Ja, hier steht bezahlt, Kaufbestätigung. Was braucht man mehr? Ich hoffe, dass ich das gleich aufklären wird. Hallo, ich habe ein Problem mit meinem Ticket. Ich habe diese Bestätigung hier. Zwei Plätze jeweils 65 € und hier ist die Referenznummer. 65. Haben Sie bei dieser Seite gekauft? Ja, das ist nicht die offizielle Webseite. Das hier ist unsere. Sie finden die Reservierung nicht? Nein, weil sie nicht bei uns gebucht haben. Dann komme ich heute also nicht rein. Schade, wir lassen das mal kurz sacken. Das tut mir leid. Das nett von Ihnen. Ich glaube, wir wurden abgezockt. Ich glaube auch. Super. Schön. Im Buchungssystem der Arena ist meine Bestellung nicht hinterlegt. Die Kreditkarte aber belastet. Schön reingefallen, Leute. Also offenbar gibt's immer noch Betrug im Internet bei den Karten für die Arena Verona. Diese Vorstellung findet heute ohne uns statt. Tut mir leid, hätte mich drauf gefreut. Wenn ich heute in die Arena will, bleibt mir noch eine Möglichkeit. Die Straßenverkäufer direkt davor. Moment, ich habe n Moment nichts. Moment, ich habe n dann komme ich noch mal wieder vielleicht morgen oder so. Ich bin noch ein paar Tage hier. Hast du morgen? Ja, morgen vielleicht. Morgen vielleicht. Okay. Ne%. Danke. Tschüss. Ciao. Nabuko findet heute ohne mich statt. Mehr als ein Selfie vor der Arena ist nicht mehr drin. Aber warum komme ich heute nicht rein? Dafür muss es doch einen Grund geben. 65 € pro Ticket sind erstmal weg. Zum Glück gibt es eine Hotline. Mal sehen, ob die mir weiterhelfen können. Unser Lieferant hatte ein Problem. Wir können ihn leider auch kein Ersatzticket anbieten. Wir möchten betonen, dass es uns leid tut. Entschuldigen Sie bitte, die Kosten werden wir ihn selbstverständlich erstatten. Das hoffe ich doch. Danke. Wiederhören. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, das Geld wird mir erst nach zwei Monaten und unzähligen weiteren Telefonaten [musik] erstattet. Am nächsten Tag will ich endlich in die Arena. Aida steht auf dem Spielplan. Schon früh am Tag will ich mir meinen Tickel sichern. Diesmal bei einem der netten Herren, direkt vor der Arena. Ja. Hallo, ich habe noch ein paar freie Plätze. Das sind nummerierte Plätze. Okay, super. Ja, was kriegst du? Ja, 140. Okay. Okay. Hier 35. Alles klar. Hier, bitte sehr. Aber die passen auch jetzt. Ja. Ja. Okay. Deing ist 61. Ich brau alles klar. Danke sehr. Bitte sehr. Viel Spaß. Danke dir. Danke dir. Hoffentlich hat mich niemand gesehen, denn so ein Schwarzmarkdeal ist sicher nicht legal. Ehrlich gesagt, ich bin mir jetzt gar nicht sicher, ob das jetzt reguläre Tickets sind. Das lasse ich mal lieber am Schalter überprüfen. Heute will ich nicht schon wieder an der Tür abgewiesen werden. Hallo, ich habe eine Frage. Ich habe diese zwei Tickets hier. Können Sie mir sagen, ob die gültig sind? Sind die echt? Sind die okay? Für heute Abend? Ja. Also, diese sind hier. Und wo genau? Können Sie mir das sagen? Ja. Reihe 4, Platz 33, also genau hier. Die Plätze sind in einem besten Block hinten in der Arena, aber scheinbar waren es nicht die letzten Karten, die man für Aida ergattern konnte und erst recht nicht die günstigsten. Der Preis hier ist 2650. Da haben Sie freie Platzwahl für 2650. Okay, dann nehme ich ein Ticket für da oben. Kann ich so eins bekommen? Jetzt habe ich mir da draußen Tickets andrehen lassen. Die sind ja ganz okay. Aber dreh dich mal um. Schau mal, die sind ungefähr hier. Hier ungefähr sitzen wir und ein paar Reihen weiter hinten zahle ich ein Drittel dieses Preises. Klar gibt es auch in Verona unterschiedliche Sitzplatzkategorien und die haben auch unterschiedliche Preise. Das ist nicht das Problem. Viel schlimmer ist es, es gibt immer noch ungültige Online Tickets und einen florierenden Schwarzmarkt. Ich treffe Stefano Trespidi, Pressesprecher der Arena die Verona. Freundlicherweise hat er sich für ein Interview Zeit [musik] genommen. Rund 135 000 Gäste genießen jedes Jahr die Vorstellungen. Falsche Tickets schaden dem Ruf. Es gibt einige Internetseiten, vor allem in deutscher Sprache, die keine offiziellen Seiten sind. Sie verkaufen unsere Tickets, ohne sie davor von uns gekauft zu haben. Folglich sind diese Tickets nicht gültig. Nicht gültig, weil sie nicht auf unserer offiziellen Homepage gekauft wurden. Sie wird andauernd aktualisiert und nur sie verkauft die offiziellen Tickets zum offiziellen Preis ohne Aufpreis und ohne, dass sie falsch sind. Schwarzmarkt, was ist davon zu halten? Das ist das ist illegal. Das ist immer illegal. Wenn Sie drei oder vier Tickets verkaufen, okay, aber es handelt sich um 30, 40. Wenn Sie als Privatperson Ihre Tickets zum offiziellen Preis weiterverkaufen wollen, können Sie das machen. Das Problem ist, wenn Sie die Tickets zu überhöhten Preisen verkaufen, ist das illegal. Na, das habe ich mir fast schon gedacht. [musik] Und da macht man sich als Käufer im schlimmsten Fall auch noch strafbar. Das wissen die Straßenverkäufer sicherlich auch. Und was sagen Sie dazu? Peter Gel vom deutschen Fernsehen. Wir kommen von Kabel 1. Ich habe eine Frage. Warum können Sie denn diese Karten hier verkaufen? Dürfen Sie das? Weil da vorne ist ja Villeria und Sie können hier arbeiten. Nein, ist verboten, aber ist wann ich habe viele Probleme mit der Polizei. Wann kommt bei mir? Ja, aber wir machen wieso ich soll nicht ich verkaufe keine ich verkaufe nur die Karte für die Opa ich verkaufe keine falsche Karte. Okay, ich will arbeiten mit der Karte, aber mit richtig Karte. Okay. Okay, das ist gut zu wissen, dass die echt sind. In den Augen seiner Kompanen hat er schon zu viel verraten. Okay, alles klar. Alles klar. Danke. Ist ihr Chef oder was? Nein. Nein. Ach so, weil er so macht. Sind Sie der Chef? Nee, ne, natürlich. Wir haben hier gerade die Kreise gestört. Jeder hat seinen Verkaufsbereich und ganz ehrlich, was der da tut, ist natürlich illegal. Interessiert die Polizei nur nicht, weil die steht da hinten und tut gar nichts. Nur wenige Stunden vor Beginn der Vorstellung habe ich für ein Ticket 26,50 € gezahlt am offiziellen Schalter. Zwar ist es die schlechteste Kategorie mit freier Platzwahl, aber so viel schlechter als die teureren Tickets ist dieser Deal keineswegs. Wow, toll, oder? Ich bin ganz sprachlos. Obwohl ich nicht jeden Tag Klassik höre, ist das der einzige Ort auf der Welt, wo man sowas wirklich tun muss. Und nur um das noch mal zu klären, diese Karte hier vom Schwarzmarkt für 90 €. Ja, in diesem Fall gütlicherweise für nur 70. Die hätte mich hier platziert quasi in diesem Block auf diesen Metallstm. Die andere Karte für gerade mal 26 € erlaubt mir mich hier in dem antiken Theater auf die warmen Steine zu setzen. Schön, oder? Und das Ganze von hier zu verfolgen. Eine ganz klare Warnung noch mal. gucken sich ganz genau an, wo sie, wenn sie in Verona genießen wollen, sitzen möchten. Fingerweg vom Schwarzmarkt vor der Arena und bitte erst recht nicht im Internet auf den falschen Seiten bestellen. Da gibt es meistens entweder gefälschte oder gar keine Tickets. Und jetzt freue ich mich auf Aida. Schön, oder? Die Straßen von Palermo erlebe ich standesgemäß aus einer Ape. Meidet ganz geschickt die Hauptstraßen. Gleich. Wer als Urlauber durch die italienischen Städte wie Verona schlendert, der landet früher oder später zwangsläufig in einem der vielen Caféses. Und was gibt's da wohl zu trinken? Ein Blick auf die Nebentische reicht aus, um zu wissen, was man hier trinkt. Frau Favore, Tritz. Spritz ist so etwas wie das Nationalgetränk in Italien. Grazie. Lecker, oder? Das kenne ich aber ein bisschen anders, ehrlich gesagt. M ja jetzt hier nicht beschweren gleich, aber also das schmeckt irgendwie ein bisschen wässrig, ehrlich gesagt. Hat zwar eine knallige Farbe, aber spritzen tut's nicht. Also, das kribbelt nicht. Da ist auch keine Frische irgendwie drin. Ist da jetzt Wein drin, Proseco drin? Es sind in jedem Fall sehr viele Eiswürfel, die das Glas voll machen. Spritzen tut da gar nichts. Wahrscheinlich eher der Preis. Folgt nach dem Laverspritz für mich die Geldspritze fürs Kaffee? Ja, ich meine für 6 € so ein bisschen Wasser mit Farbe mit leichten Weingeschmack drin. Also spritzen tut daran gar nichts. Und wir sind doch hier in der Heimat dieses Getränks. Und deswegen gibt es auch jemanden in Verona, der sich damit richtig gut auskämmt. Ich treffe mich mit Filippo, einem international anerkannten Bargeber. Er weiß alles über das bitter perlende Getränk. Spritze. Spritz ist ein deutsches Wort. Spritzer. Als die Österreicher nach Italien kamen, war ihnen der Wein zu stark. Er hatte ihnen zu viel Alkohol, darum haben sie ihn mit Sprudelwasser verdünnt und deshalb wurde er Spritz genannt. Im Jahr 2011 hat die International Bartending Association in Aperol Spritz Veneziano in ihre Liste der Cocktails aufgenommen und das Rezept besagt 4 cml Aperol, 6 cml Schaumwein und ein Schuss Sodawasser. Ein Cocktail mit [musik] nur drei Zutaten. Da kann man nicht so viel falsch machen. Wichtig ist Poseco. Ja, man nimmt nicht Weißwein und Mineralwasser. Nein, immer schauen wieder was gelernt. Nach dem Schuss Mineralwasser wird noch gerührt, nicht geschüttelt und mit Eis aufgefüllt. Das schmeckt ganz anders. Da schmecke ich den Proseco raus und diesen bitter und ehrlich gesagt, auch wenn da jetzt viel Eis drin ist, die Portion stimmt. Entscheidend ist mit dem Schuss Wasser muss in jedem Glas mehr als 100 ml sein. Also, wir gucken uns jetzt um nach genau der richtigen Menge. Wir wissen ja, was offiziell ist und dem Preis, der eben aufstimmen muss. Ich kann den nicht austrinken, ich habe noch ein paar vor mir heute. Filippo, Graze. Grazie Mille, Grazie Mille. Ein Spritz darf maximal 6 € kosten, muss dann aber auch genau nach diesen Vorgaben gemischt sein. Mal sehen, was die Bars und Caféses an den zentralen Plätzen Veronas anbieten. Nur drei Spritzbitte. Gra. Also erstmal ein kurzen Geschmackstest. Kribbelt schon so ein bisschen. Ein wenig spritzt es. Und wie viel ist drinnen? Mit dem Messbecher ins Restaurant zu gehen ist sonst nicht meine Art, aber bei meiner Spritztour heute muss ich ganz genau sein. Das Eis schöpfe ich ab und es sind mit Ach und Krach 100 ml drin. Das ist so gerade gerade so knapp unter der 0,1 l Grenze und es müsste mit dem Spritz zusammen eigentlich drüber liegen. Ja, also wir haben Aperol und Prosecoo sch Schaumwein. Das Mineralwasser, was auch noch drauf kommt, macht es aber zu mehr, ne? Dann ist es mehr als 0,1 l und das ist hier knapp drunter, also echt zu wenig. Beis von 7 € habe ich gesehen, ne? Eine optische Täuschung auf [musik] italienisch sozusagen. In sechs weiteren Bars und Caffés testen wir die Füllmenge im Glas. Das Ergebnis? Na ja, keine der sieben getesteten Cocktails enthielt mehr als 100 ml. Einen Versuch starten wir noch. Diesmal von Spritz. Dieser Barkeeper meint es gut mit uns. Die kann ich nicht zu Ende trinken, weil die haben so richtig was drin. Da freue ich mich jetzt schon drauf. Da muss ich gar nicht nachmessen. Tun wir aber trotzdem. Im Glas sind mehr als 200 ml für 6 €. So muss es sein und es ist doppelt so viel drin, als eigentlich sozusagen die Vorschrift ist. Ein ganz schön ernüchterndes Ergebnis, muss ich ganz ehrlich sagen. Wir haben jetzt hier auf dem Piazza Bra muss man mal zu zeigen, genau gegenüber der Arena von Verona insgesamt in acht Caféses und Gaststädten einen Aporol Spritz bestellt. Davon war jetzt einer gut, der Rest unterdurchschnittlich. Nie war wirklich das drin, was drin sein sollte. nämlich ein guter 0,1 l großer Trink. Zum Glück gibt es in Verona auch einen Hotel und Gaststättenverband. Ich habe dort um ein Interview gebeten, denn ich möchte meine Erfahrungen schildern. Der Vorstand hat sich zu einem Treffen bereit erklärt. Auf ein Wort, Senore. Ich meine, glauben Sie nicht, dass Sie als Verband mal mit den Barkeepern sprechen sollten und erklären, dass es hier um eine italienische Tradition geht? Das ist eine Tradition, die man waren sollte und nicht nur einfach mit Wasser auffüllen. Was können Sie denn tun? Die Masse will Spritz trinken und die Bars wissen das. Manche Barkeeper mischen bis zu zehn Spritz in der Minute. Aber nicht alle tun das. Wir waren auch in einer Bar, die es gut gemacht hat. Aber warum tut's die Mehrheit? Denn die Leute fühlen sicher hintergangen, ne? Und sie verwenden sehr oft sehr viel Eis. Wenn ein Gast einen Tisch sieht mit einem großen Glas, in dem viel drin ist, dann sehen das alle. Man denkt, ah, da bekommt man viel, verstehst du? Die Leute stehen auf Masse. Klingt mir nach einer bequemen Ausrede. Also, ich finde, sie sollten wirklich mal alle Bars ansprechen und ihnen klar machen, dass den Kunden ein richtiger Drink zusteht und nicht nur viel Eis und Wasser, denn ich konnte schmecken. Das war eben nicht der echte. Die wenigsten Touristen haben diese hohen Ansprüche und es gibt ja auch gar nicht mehr so viele deutsche Touristen. Na, da kennt ihr die Reisestatistiken schlecht. Italien wird bei den Deutschen immer beliebter. Schade, dass man hier bei sowas so über den Tisch gezwungen wird. Ich reise weiter auf die größte Mittelmeerinsel nach Sizilien. Ich komme an in Palermo, ihrer Hauptstadt. Noch heute ist sie die wichtigste Hafenstadt. Paläste, Kirchen und Plätze locken jedes Jahr rund 2 Millionen Gäste an. Gegründet im 8. Jahrhundert vor Christus blickt die Stadt zurück auf eine bewegte Geschichte. Nach einer aktuellen Studie übrigens gilt Panam überraschenderweise als sicherste Stadt Italiens. Da kann auch ich meinen ersten Aufenthalt ganz in [musik] Ruhe genießen. Oder was ja außerhalb der Restaurants und Kaffee los ist, das werde ich auch nach dieser kleinen Stärkung erfahren. Es geht gleich los mit der Fortbewegung durch diese wunderschöne Stadt. Das kann man normal mit Bussen oder Fahrrädern und so weiter machen, aber eben auch ganz traditionell wie vor vielen Jahrzehnten hier schon. Ich meine keine Pferdekutsche. Ein paar PS mehr dürfen schon sein. Mehr als ein paar sind es auch nicht. Ich will mit einer Ape fahren, einem uritalienischen Kleintransporter. 1947 zum ersten Mal gebaut und in Palermo ultimative Touristentaxi. Viele waren begeistert, doch im Internet finden sich auch andere Kommentare. Unter den Fahrern tummeln sich angeblich einige schwarze Schafe. Kurz vor Sonnenuntergang möchte ich eine Ape Stadtrundfahrt machen. Angebote [musik] gibt es an der Piaza Viena, einem berühmten Platz aus dem Barock zu Genüge. Festpreise dagegen? Keine guter Preis. Ihr könnt euch umschauen, Fotos machen. Was haben wir denn dabei? Also ich 100, du 50. Wird das reichen? Okay. Okay, das passt schon. Okay, alles klar. Eine Preisliste bekomme ich nicht zu sehen. Vereinbart ist eine Stunde und er weiß, wie viel wir dabei haben. Er wollte aber erstmal wissen, wie viel Scheine wir in der Tasche haben und genau deswegen fahren wir jetzt hier mit. Damit ihnen sowas nicht passiert. Vor dem ich befürchte, dass es jetzt gleich losgeht. Ja, nun warten wir erstmal ab. Eine Appetour hat so einige Vorteile. Ich bin schnell unterwegs und von der Rückbank aus sollte ich freien Blick auf die zahlreichen Bauwerke und Sehenswürdigkeiten haben. Viele Kathedralen, die es gibt, das ist genau die richtige Stimmung. Außer bisschen dieses italienische Lebensgefühl, ja, deutsche Viettag aufzusaugen bis den Abend. Hier ist die Altstadt. Sie Gentro Historico. Ah, aber warum ist er jetzt gerade abgefogen? Lassen wir das Gendrohistorico, die Altstadt etwa aus? Ich zücke sicherheitshalber mein Smartphone und überwache von jetzt an unsere Route per GPS. Und dabei wird mir schnell einiges klar. Der kreuzt die Hauptstraßen immer nur. Der fährt um die Kirchen durch so Gassen irgendwo anders hin. Kleine Gassen. Und wenn es dann mal interessant wird, habe ich nicht mal die Chance auszusteigen. Das hinter ihnen war gerade das sizilianische Parlament. Genau. 2 Sekunden. Wir sehen alles so ein bisschen im Vorbeifahren. So halb, so klein. Teilweise auch gar nicht. Wir steuern auf die große Kathedrale zu. Fast 1000 Jahre alt und einzigartig. Hier hätte ich gar ein bisschen Zeit, aber kurz vorher biegt mein Fahrer ab. Kann ich aussteigen? Fotos machen? Nein, das geht nicht. Sie ist geschlossen. Der will nicht, dass wir aussteigen. Merkst du das? Ne, ne, ne, ist zu. vor irgendwas hat der Mann Angst. Vor allem vor den großen Straßen. Der meidet der meidet ganz geschickt die Hauptstraßen. Fahren mal den armen Leuten hier durch ihr Restaurant durch Abendessen in Benzinschwagen. Das bleibt bei mir haften, wenn ich an diese Tour denke. Ob der nächste Platz wirklich zu den sehenswertesten hier gehört? Ich bin mir da nicht sicher. Mir schon bisschen unangenehm hier auch durchzufahren. Ja, die Leute haben hier ihr Abendessen und muss ja jetzt nicht sein, oder? Die komischen Blicke überall. Hier kommt nicht jeden Abend irgendwie zehn mal so eine Appe vorbei. Das scheint [musik] für die Menschen hier eher die Ausnahme zu sein. Das ist richtig unangenehm. Ja, eine gute halbe Stunde bin ich unterwegs. Meine Appetour gleicht aber einer planlosen Irrfahrt. An keiner Sehenswürdigkeit durfte ich aussteigen. An vielen bin ich gar nicht vorbeigekommen und an anderen dafür mehrmals. Glaube ich wenigstens. Kanamusstraßen werden nicht hässlicher, wenn man sie drei, vier mal durchkreuzt. Ja, das ist schön. Aber ich sehe halt auch nicht von der Stadt und ich glaube, es ist hier gleich Feierabend, mein Leben. Und wirklich nach genau 39 Minuten bin ich zurück am Ausgangsort. Nun muss ich bezahlen für eine Stunde. Wohlgemerkt. So, und wie viel? Wie viel? und noch 20. Oh, okay, okay, alles klar. Okay, war aber 70 ein Geschenk für mich. Trinkgeld für Kaffee. Ja, genau. Kaffee. Okay. Ach so, Zehner für den Kaffee. Ja. Ja. Alles klar, Meister, du dich kenne ich. Alles klar. So, meine Lieben, ich bin pleite. Habt ihr noch Kohle? Ne, ne, ich bin vorbei. Abzocke auf italienisch. satte 170 € hat mich mein Apenteuer gekostet. Wir sind keine 40 Minuten gefahren. Nicht nur das eine Stunde abgesprochen, weil der hält uns so viel für so bescheuert das nicht zu merken. Wir haben auch noch bitteschön 170 € bezahlt. Wir sind wirklich so abgezogen worden von dem Typen und der hat uns auch nur ein Teil der Stadt gezeigt. Das ist echt ein Urlauber und Urlaubsbetrüger. Hast du irgendwas wie eine Lizenz an dem Auto gesehen? Irgendwie was Taxameter war ausgeschaltet Lizenz irgendwas ich keine Preistafel gesehen. Wir sind die alle so drauf darf eigentlich so gar nicht sein. Ich frage bei einem anderen Apepiloten [musik] nach. Hallo, eine Frage. Was kostet eine Tour für eine Stunde? Eine Stunde 50 € für zwei. Gra alles Gute. [stöhnen][schreien] Kennst du nicht dieses Gefühl? Wenn sie diese Sekunde, wo du merkst, jemand hatte das Geld rausgezogen, so richtig böse, der hät uns auch für 50 mitgenommen. Wir haben gerade eben 170 bezahlt. Oh, diese Wut, die gerade in mir hochkocht, so diese Touristenwut, wenn es Geld weg ist und oh, ich könnte wirklich echt Meine Stadtrundfahrt [musik] war viel zu teuer, viel zu kurz und viel zu schlecht und an der wichtigsten Sehenswürdigkeit bin ich nicht mal vorbeigekommen. Das Theatro Massimo, das größte Opernhaus Italiens und das drittgrößte in ganz Europa. Am nächsten Morgen mache ich mich auf den Weg zur Hafenpromenade. Hier ist ebenfalls ein beliebter Startpunkt für Apetouren. Die offiziellen Minitaxis soll man an der Lizenz erkennen. Das ist nicht das einzige Apefahrzeug, was hier rumfährt. Und ich habe da drüben welche gesehen. Ape. Momentito. Gefällt dir mein Lamborghini? Ja, ich hatte gestern Nacht eine schlechte Erfahrung. Ich spreche nicht so gut Englischuldigung. Ja, okay. Wie läuft das ganze hier? Was kostet bei dir? 200 300 400 schön. Zum ersten Mal habe ich so Ding überhaupt in der Hand. Aha. Das ist unsere Tour. Genau. Einmal durch Palermo durch die historische Altstadt. Du und ich. Darauf habe ich gewartet. Was kostet's denn? 80 €. Festpreis. Na klar. Ja. 10 Minuten sind umsonst, kein Problem. Aber der Festpreis sind 80 €. Okay, dann mal los. Danke, Francesco. Grazie Petro. Eine Stunde Palermo zu zweit für 80 €. Weniger als die Hälfte gestern. Geht doch klar. Für eine Stadtrundfahrt immer noch teuer, aber mit einer Ape durch Palermo lässt sich nur mit einer Gondelfahrt in Venedig vergleichen, auch preislich eben. Schön. Francesco steuert mich zielsicher zu den Hotspots der Altstadt. Wenn ich nicht jetzt drin sitzen würde, würde ich denken, das gibt's gar nicht in Palamo all das, was wir jetzt hier zu sehen bekommen. Z.B. den Palast hier mit dem Landesparlament von Sizien. Ohne ihn hät es niemals gesehen. Und das Beste an der Tour, ich darf aussteigen. Und dann wird aus so einer Apetour eine richtig tolle Stadtrundfahrt, wenn man eben mal anhalten kann und sich ein paar Minuten nehmen kann, um sowas wie diese Kathedrale von Palermucht zu besichtigen. Wow. Und weiter geht's ganz traditionell durch Palermo. Anders als am Vorabend hat Francesco ein feines Gespür dafür, was Touristen wirklich sehen möchten. Natürlich fehlt das Theatro Massimo auf seiner Tour nicht. Er nimmt sich halt auch die Zeit und wartet. Ich kann mir jedes einzelne Bauwerk wirklich mit viel Zeit ansehen. Das ist ein ganz anderes Gefühl bei so einer Stadtrundfahrt. Doppelt so gut und halb so teuer fährt uns Francesco durch seine Stadt. Ich bekomme einen guten Eindruck und kann die Sehenswürdigkeiten, die mich interessieren, anschließend auf eigene Faust erkunden. Der Grund für diese gelungene Tour klebt auf der Ape. Ah! Darauf muss man achten. Das ist entscheidend. Kommune, die Palermoffiziale, das offizielle Zeichen. Ja, das ist sozusagen, das ist ganz stolz drauf. Zurecht. Es gibt nur 24 Kollegen und ihn. Ja, wie können wir Touristen den Unterschied erkennen? aufmerksam unsere Sendung schauen und dann lernen, dass man bitte genaau so ein Zeichen dabei haben muss. Okay, ciao ciao ciao ciao Leute. Ciao, ciao. Die lizensierten Apefahrer haben einen Maximalpreis. Der liegt bei 80 €. garantiert. Der Kollege vom Vorabend hat mir 170 abgenommen. Das muss er mir jetzt mal erklären. Jetzt wissen wir also, was dahinter steckt. Wir haben es hier mit einem nicht lizensierten Fahrer zu tun gehabt und ich habe das Gefühl, der mischt sich da einfach unter die mit den Lizenzen, glaube ich zumindest. Auf jeden Fall werden wir ihn jetzt dazu befragen müssen. Da vorne ist er doch. Seh doch gleich sehen. Hallo mein Freund, wir müssen mal reden. Lass uns kurz sprechen hier. Hast du eine Lizenz hierfür? Also eine Lizenz. Nein, das läuft auf die Lizenz meines Kollegen. Okay. Gut. Na, die Erlaubnis hat also seinen Kollege und dann rede ich eben mit dem. Freen Sie ein bisschen Englisch? Ja, was ist denn los? Warum hat er mich nicht zum Patzaam Massimo gebracht? Und warum hat er mir 170 € abgenommen? Nein, nein, nein, nein, nein. Für 40 Minuten, mein Freund. 40 Minuten? Weißt du was? Ich glaube nein. Hier, nimm, nimm. Kurz mal zuhören. Ich möchte mal ihre Lizenz sehen. Keine Probleme, bitte mein Freund. Ich mache keine Probleme. Ich bin ein Gentleman. Sie sind doch auch ein Gentleman. Kein Problem. Da. Lizenz. Aber du hast keine, oder? Oh, jetzt sind schon 100. Ja, ich habe aber ein Problem, verstehst du? Nein, beruhig dich. Ich bin ruhig. Siehst du? Ich fester sogar mit dir. Ich glaube, du hast mich abgezockt, oder? Ja, abgezockt. Kein Problem. Nein, schon. Okay, ist gut. Bloß keine Aufmerksamkeit, sonst ist das Geschäft ruiniert. Mein Geld habe ich sofort wieder. Ich glaube, das war geplant. Nein. Und eine Abzocke. Nur ich bin ein Gentleman. Nein, keine Absocke. Nein, nur diese Fahrt hier war ohne Lizenz. Senori, kein Problem. Da stehen ganz gewiss viele Lizensierte, wie der z.B. der hat eine Lizenz. Unser Mann ist nicht nur ein Schwarzfahrer und ein Urlaubsbetrüger und ein Abzocker, [gelächter] der darf es auch alles gar nicht. Wenn die Polizei ihn erwischen würde, wäre er mit der Nummer dran gewesen. Und genau deswegen haben wir die schönsten Plätze in dieser wunderschönen Stadt gestern gar nicht mitbekommen und gar nicht sehen dürfen. Schade eigentlich. Bitte steigen Sie nur in lizensierte Apis und die sehen, komm mal mit folgendermaßen aus. Das ist es. Ehre Garantie für einen sicheren, unterhaltsamen und schönen Stadtrundfahrtsabend hier in Paland.
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| Titel | Von wegen Bella Italia?! 100€-Fotos & wässriger Aperol Spritz! | Italien Abzocken XXL |
| Kategorien | BulkNews, Achtung Abzocke |
| Hinzugefügt | 2026-07-17 19:20:06 |
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