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ARTEde – Côte d’Ivoire: Gesundheitswesen durch Trump unter Druck | ARTE Reportage

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ARTEde – Côte d’Ivoire: Gesundheitswesen durch Trump unter Druck | ARTE Reportage

Die Reportage beleuchtet die gravierenden Auswirkungen der Kürzung und Neuausrichtung der US-Entwicklungshilfe auf Gesundheits-NGOs in der Elfenbeinküste. In Abidjan kämpfen Organisationen wie Arc-en-Ciel, die HIV-Betroffene und homosexuelle Menschen betreuen, mit drastischen Budgetkürzungen: Mitarbeiterzahlen halbieren sich, Bluttests, Transport- und Lebensmittelhilfen fehlen. Eine französische Soforthilfe sichert zwar die Miete bis 2027, doch der US-Rückzug führte zur Entlassung…

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Côte d’Ivoire: Gesundheitswesen durch Trump unter Druck | ARTE Reportage

🔗 https://www.youtube.com/watch?v=qfwNTkahaKA

Nahrungsmittelhilfe für bedürftige Familien, Selbsthilfegruppen für Patienten mit Aids, Kondome für Prostituierte… Seit der Einstellung von USAID durch die Regierung unter Donald Trump können viele NGOs in der Côte d’Ivoire keine Hilfe mehr leisten.

Das Ende von USAID und dann das Erdbeben Anfang 2025 waren zwei schwere Schläge für die Côte d’Ivoire. Allerdings starteten die USA seitdem ihre neue Gesundheitsstrategie „America First“: Die noch unter USAID bedingungslos gewährte Hilfe wird nun durch Partnerschaften ersetzt, die auch den amerikanischen Interessen dienen sollen. Trumps neue Doktrin verwandelt die Entwicklungshilfe in ein Handelsinstrument: „Trade not Aid“, „Geschäft statt Hilfe“, lautet das neue Credo.
Doch diese Abkommen, die inzwischen von Washington und rund dreißig Ländern unterzeichnet wurden, brauchen noch einige Zeit, um umgesetzt zu werden. In der Côte d’Ivoire leiden die NGOs noch immer unter Budgets, die teilweise um die Hälfte gekürzt wurden. Sie mussten Hund

🤖 Zusammenfassung

Die Reportage zeigt die schweren Folgen des Abbruchs bzw. der Neuausrichtung der US-Entwicklungshilfe für Gesundheits-NGOs in der Elfenbeinküste. In Abidjan kämpfen Organisationen wie Arc-en-Ciel, die HIV-Positive und homosexuelle Menschen betreuen, mit drastischen Budgetkürzungen. Aus ehemals zehn Mitarbeitern werden nur fünf finanziert; Bluttests, Transportkosten und Lebensmittelhilfen fehlen. Eine französische Soforthilfe sichert zwar die Miete bis 2027. Durch den Rückzug der USA wurden aber hunderte Gesundheitsberater entlassen, Kondome, Gleitmittel und PrEP werden knapp. Da 60 % des staatlichen HIV-Budgets aus den USA stammen, befürchten Experten eine Wiederaufflammung der Epidemie, obwohl Neuinfektionen seit 2010 um 67 % gesunken waren.

Kritisch betrachtet wird das im Dezember 2025 unterzeichnete „America First“-Gesundheitsabkommen: Die USA sollen 420 Mio. Euro leisten, verlangen aber Mitsprache, Gesundheitsdaten und Vorrang für US-Industrie. Parallel wurden Erdöl- und Energieabkommen abgeschlossen, was die Hilfe als transaktionalen Deal erscheinen lässt. Auch Malaria-Aufklärungsprojekte wurden gestoppt; Dorffrauen arbeiten nun ohne Bezahlung und ohne Moskitonetze weiter.

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📜 Transkript

[musik] In Abidjan gibt es eine diskrete Anlaufstelle für HIV positive und homosexuelle. Der Verein Ark Onciel hilft mehr als 350 Menschen. [musik] Fast hätte der Stopp der amerikanischen Entwicklungshilfe USA das Ende bedeutet, [musik] wie für viele andere NGOs. Doch der Regenbogen hat überlebt. Dank der Soforthilfe [musik] eines französischen Vereins können Sie die Monatsmiete von 900 € zahlen bis 2027. Guten Tag, Aurelia. Guten Tag. [musik] Trotzdem sind die Mittel knapp. Guten Tag, meine Liebe. Guten Tag. Wie geht es dir? Danke. Gut. Guten Tag, Jo. Wie sieht's heute aus? Ich rufe alle an, die auf der Tagesliste stehen, damit sie ihre Medikamente abholen. Und bei dir, Jeo, was macht die Viruslast? Haben wir noch Karten für die Tests? Wir haben noch Karten, aber sie sind über dem Datum. Das behindert unsere Arbeit. Ja, das macht es schwierig. Danke vor allem an dich für deinen Freiwilligen Dienst. Er ist Berater und zugleich Pflegehelfer. Leider berücksichtigt ihn das französische Hilfsprojekt nicht. Von den ehemals zehn Personen, die hier arbeiteten, übernimmt es nur die Kosten für fünf Personen. Die Sozialarbeiterin, die Psychologin, den Krankenpfleger, den Empfangsmitarbeiter und mich den Manager. Wo hast du Probleme? Am Fuß. Am Fuß? Es gibt keinen Arzt mehr, keinen Datenverwalter, keine Gemeindehelfer für Gesundheitsfragen. Wann hast du deinen letzten HIV Test gemacht? Vor einem Monat. Ein Monat. Es fehlt auch an Geld, um die Blutproben ins Labor zu schicken. Nicht mal für Telefonate reicht es. Arel. Bei Arcell kümmern wir uns um Menschen, die mit HIV leben und wir bieten Notunterkünfte an. oft für Personen, die die eigene Familie verstoßen hat. 30 Plätze gibt es. Ein sicherer Zufluchtsort für junge Homosexuelle aus dem Inn und Ausland. Der 19-jährige Omar kam vor einem Monat aus dem Senegal. Dort wurden die Strafen für Homosexualität noch einmal deutlich verschärft. Ich habe den Senegal verlassen, weil ich mich nicht mehr sicher fühlte. Es gab Verhaftungen. Mein Freund und ich sind gegangen, um hierherzukommen in die Cotivo durch Zufall stießen wir auf diese LGBT Gemeinschaft. Die Cotivo toleriert LGBT Personen eher als andere afrikanische Länder. Im Senegal drohen dir bis zu 10 Jahre Gefängnis. Das hat mich dazu bewegt, alles hinter mir zu lassen. Meine Freunde, meine Arbeit, alles, um hierherzukommen, auch wenn es mir nicht gefällt. Prinzipiell dürfen sie 3 Monate bleiben, je nach Einzelfall. Bill 23 aus Gena ist seit 6 Monaten hier. Ich kann nicht in mein Land zurück. Wenn ich das mache, bin ich tot. Ich hatte es nicht leicht. Ich lebte bei meinem Onkel. Er fand meine sexuelle Neigung heraus und schlug mich oft. Ein Freund rettete mich. Er brachte mich ins Krankenhaus, übernahm die Kosten und half mir in die Côteoire zu gehen. Hier kann ich mich aufhalten und ein wenig zur Ruhe kommen. Ich gehe nicht raus. Ich bin von morgens bis abends hier und schaue am Handy die Nachrichten an. Wenn ich nichts zu essen habe, lasse ich es. Wenn ich zu essen habe, esse ich. Andere junge Leute warten auf einen Platz in der Unterkunft, doch mehr können sie hier nicht aufnehmen. Es sei denn, es käme neues Geld. Darauf hoffen alle ivorischen NGOs. Ende Dezember 2025 unterzeichneten die USA und die Code Divo ein neues Gesundheitsabkommen. Doch bei Ark Onxiell kam bislang noch nichts an. Wir sind zuversichtlich, aber wir warten immer noch. Zuletzt hieß es, die Generaldirektion für Gesundheit würde sich bei uns melden, aber das ist noch nicht passiert. Es wäre eine große Erleichterung und genau darauf warten wir, um die Qualität unserer Arbeit zu verbessern. Aktivität. Bis dahin müssen Sie sich bescheiden. Bu im Zentrum der Code Divir. Der Jugendclub dieser NGO für Aidsbekämpfung trifft sich jede Woche und diskutiert über ein Thema. Heute geht es um sexuelle Einvernehmlichkeit. [applaus] Du willst oben drein ungeschützten Sex haben. Das Mädchen sagt zu dir, wir nehmen ein Kondom. Und du sagst: "Nein, man ist die man isst die Banane nicht mit der Schale. Du musst dich mit dem Mädchen einigen, ein Kondom zu benutzen. Nicht wir sind dagegen, sondern die Mädchen. Sie wollen nicht. Etwas abseits steht Penda Diagulaturé, Gründerin und Leiterin des Centres Solidaritaktion Sozial. Sie hält sich zurück, aber hört aufmerksam zu. Sie kabeln sich und palavern, aber sie geben sich auch Tipps und helfen denen, die Probleme haben. Wenn sie es nicht einsehen will, sag ihr, dass es Krankheiten gibt. Diese jungen Leute mit HIV sorgen sich. Bislang hat die NGO sie stets unterstützt und medizinisch versorgt. Doch die Kürzung der US-gelder erschüttert diese Gewissheit. Ja, bestimmte Dinge haben sie eingestellt. Inwiefern betrifft euch das heute? Anfangs bekamen wir jeden Monat Lebensmittel. Damit ist jetzt Schluss. Ich habe mich gefragt, warum. Man sagte mir, es gäbe ein bestimmtes Projekt und deshalb Geld. Aber die Partner haben die Finanzierung eingestellt. Dieser Einrichtung habe ich es zu verdanken, dass ich noch lebe, denn sie übernehmen alle Kosten für Krankenhaus, Schule und Miete. Dank dieser Finanzierung kann ich heute auf die Universität gehen. Seit über 30 Jahren betreut die Einrichtung HIV positive mit Geldern aus dem Ausland von Regierungen und NGOs. Doch das Jahr 2025 mit dem Rückzug der USA war ein schwerer Schlag für alle hier. Mitarbeiter wie Hilfe suchende. Ich denke, der Abbruch oder die Neuausrichtung der US-Finanzierung wird Auswirkungen haben auf die Entwicklung von HIV bei Jugendlichen in Afrika und insbesondere in der Cotivo Sie fürchten das Wiederauflammen der Epidemie. Ab März, April hast du gesehen, dass die Kurve wieder anzusteigen begann. Wir müssen aufpassen. Wir dürfen Aids nicht wieder aufleben lassen. Wenn es wieder auflebt, dann nicht nur bei uns. Wir leben in einer globalisierten Welt. Niemand reißt so viel wie Aids. Jeden Tag zerbricht sich die Geschäftsleitung den Kopf, wie sie den Rückgang der US-Hilfen ausgleichen kann. Wir haben genug Medikamente für 6 Monate. Sehr gut. Wir wünschen uns wirklich, dass HIV bis 2030 keine Todesopfer mehr fordert. Das wünschen wir uns aus tiefstem Herzen. Man kann die Strategie neu ausrichten, aber man kann doch nicht einfach ganz aufhören. Die Entscheidung der Amerikaner war brutal und wir haben das sehr deutlich zu spüren bekommen. Leider mussten wir drastische Mittelkürzungen hinnehmen, die uns beispielsweise 2025 dazu zwangen, die Gehälter der Mitarbeiter praktisch um die Hälfte zu kürzen. Wir haben derzeit 2000 Patienten in Behandlung. Es braucht eine beträchtliche Zahl von Gesundheitsberatern, um sie zu betreuen. Washington setzt seine neue Strategie bei der Gesundheitfe weltweit um. Rund 30 Länder haben bilaterale Abkommen mit den USA unterzeichnet, auch die COD. Die ivorische Regierung bekommt Geld und dann keine Ahnung. Wir wissen nur, dass die USA ihre Partnerschaft mit der Codivo im Rahmen eines Programms namens America First überarbeitet haben. Wir haben ein paar Informationen über den Finanzrahmen, wissen aber nicht, nach welchem Mechanismus die Mittel verwaltet werden sollen, die unser Staat zur Verfügung gestellt bekommt. Die Klinik ist weiter in Betrieb. Für die Bereitstellung der Medikamente sorgt der ivorische Staat. Ihre Medikamente für 6 Monate. Wohlgemerkt, 60% des staatlichen Budgets für die HIV Bekämpfung finanzieren die USA. Macht das Medikament Sie müde? Wir geben ihnen nicht nur Arznei, wir sind auch hier, um Ihnen zuzuhören und zu helfen. Die Leute, die wir unsere Partner nennen, schicken Geld, um zu helfen. Gerade ist es etwas kompliziert. Doch wie gesagt, wenn Sie ein Problem haben, scheuen Sie sich nicht, es anzusprechen. Wir sind bereits motiviert und engagiert. Wir bitten nur darum, dass die Partner uns nicht im Stich lassen. Wir sind am Ende des Tunnels und sollten jetzt nicht alles hinschmeißen. Auf der Zielgeraden zum Sieg über die Aidsepidemie in der Codivo fällt mit dem Ende von USID eine wichtige [musik] Komponente fast vollständig weg. Die Gesundheitsberater, hunderte wurden entlassen. Der pensionierte Epidemiologe Philippen Mellati aus Abidjan [musik] sah den Kampf gegen HIV in Westafrika aus nächster Nähe. die ganze Unterstützung vor Ort, die es ermöglicht, Infektionen vorzubeugen, in die Gemeinden zu gehen und zu sagen, lasst euch testen. Nimmst du deine Medikamente auch richtig ein? Vergissst nicht an diesem Datum wiederzukommen. All das ist mehr oder weniger verloren gegangen, weil es nicht mehr finanziert wird. Was bleibt sind die Medikamente. Die bekommen die Leute aber nur, wenn sie daran denken, sie tatsächlich auch abzuholen. Wer zögert, ein bisschen überfordert ist oder nicht alles verstanden hat, der wird abgehängt. [musik] Genau diese abgehängten versuchen Bibata und Origo wieder ins Boot zu holen. Ihre NGO führt [musik] manche Aktivitäten mehr schlecht als recht fort, mit dem Drittel des Budgets und halb so vielen Mitarbeitern. An diesem Tag besuchen sie Trissain und Odet, ein seit langem HIV positives Paar, das die NGO Bua Ke früher finanziell unterstützte. Es ist bedauerlich, alles ist schwierig geworden, seit sich die USA zurückgezogen haben. Wir haben vieles gehört. Wir dachten sogar schon, das war's jetzt. und fragten uns, wie wir das jetzt bloß schaffen sollen. Bibata, eine der wenigen noch aktiven Gesundheitsberaterinnen, bemüht sich regelmäßig bei ihnen vorbeizuschauen. Es gibt Ihnen Hoffnung und zeigt Ihnen, dass sich jemand um sie kümmert und sorgt. Es fehlt Ihnen an Lebensmitteln. Oft sagen sie, ich habe heute nichts gegessen. Wie soll ich da meine Medikamente nehmen? Bei anderen ist das Problem moralischer, psychologischer Art. Manche sagen, ich bin es leid, das Medikament zu nehmen. Die wöchentlichen Gesprächskreise finden nicht mehr statt. Es gibt kein Budget mehr für die Fahrtkosten der Patienten. Das gleiche Problem gilt für die Fahrten zum Gesundheitszentrum. Oft haben wir Probleme, das Medikament zu holen. Oft gehen wir zu Fuß. hin und zurück. Nur wegen dieses Medikaments. Es gibt keinen Transport mehr. Vorher bezahlten sie die Fahrtkosten. Bibata besucht ihre zweite Patientin Frau Ballot, eine Witwe mit drei Kindern. Sie hat Lebensmittel dabei gestiftet von der NGO. Guten Abend. Guten Abend. Wie geht es dir, Bibatta? Gut. Und du, Marian? Gut. Wie geht es dir? Mir geht es gut. Es ist nicht viel. Für mehr haben unsere bescheidenen Mittel nicht gereicht. Trotzdem vielen Dank. Möge Gott dir die Kraft geben. Vielen Dank. Wenigstens weiß ich, dass ich 10 Tage auskomme mit dem Reis, den Nudeln. Das reicht für ein paar Tage. Ich bin zufrieden, dass ich nicht das Wenige ausgeben muss, was ich habe. Wenn du allein bist und kein Geld hast, ist es nicht einfach. Transportmittel sind teuer, mindestens 1000 Frauen. Damit versorge ich lieber die Familie mit Essen. So ist das. 1,50 € kostet eine Fahrt ins Stadtzentrum. Für viele unerschwinglich. Oft weine ich nachts, weil es nicht einfach ist. Afrika ist nicht einfach und wenn du um Hilfe bittest, antworten nur wenige. Die berühmte America First Global Health Strategy sieht vor, [musik] dass die USA innerhalb von 5 Jahren 420 Millionen Euro zur Stärkung des ivorischen Gesundheitssystems beisteuern. [musik] Die Code Divouir muss fast genauso viel investieren. Doch wie soll das gehen? In Abidjan lehnten das Gesundheitsministerium und die US-Botschaft unsere Interviewanfragen ab. Die Kommunikation läuft über Social [musik] Media. Heute tritt diese Zusammenarbeit in eine neue Phase ein. Das Abkommen stärkt die Führungsrolle der Codivo bei der Verwaltung ihres eigenen nationalen Gesundheitssystems. Die America First Strategie stärkt die globale Gesundheitssicherheit. [musik] Ist es nur ein Zufall oder eher eine Gegenleistung, [musik] dass beide Länder 2025 Abkommen im Erdölsektor unterzeichneten? 6 Milliarden Euro für den Bau einer neuen Raffinerie und die Ausbeutung zweier Offshoreefelder durch US-Unternehmen plus 250 Millionen Euro für die Modernisierung des Stromsektors. Ausländische Hilfe funktioniert immer nach dem Prinzip geben und nehmen, auch wenn es manchmal nur ein politisches geben ist. [räuspern] Ich helfe euch und ihr unterstützt uns politisch oder symbolisch. Der Trumpismus ist so etwas wie das Endstadium des Kapitalismus. Hier haben wir es mit einem offen klaren Deal zu tun. Wenn du mir nichts gibst, gebe ich dir auch nichts. Und Bter. Die wenigsten werden glauben, dass das ein Gratisgeschenk war. Da gab es zwangsläufig eine Gegenleistung. Trumps Credo Trade Notid. Handel statt Hilfe. Länder, die ein America First Abkommen unterzeichnen, erklären sich bereit, die Gesundheitsdaten ihrer Bevölkerung weiterzugeben und der US-Industrie Vorrang zu geben. Doch im Kampf gegen HIV gibt es keine Geschäfte, nur banges Warten. Mehr als 400.000 Menschen leben in der Codivo mit dem Virus. Für den Leiter der NGO S Pass Confiance hat die Strategie der letzten 20 Jahre funktioniert. Doch wie soll es weitergehen mit einem halbierten Budget? In der Cotivo gibt es noch 75 000, vielleicht sogar 100.000 Menschen, die wir noch identifizieren müssen und die möglicherweise mit HIV leben. Wie sollen wir das anstellen? Wie versorgen wir sie mit einer antiretroviralen Therapie? Wie senken wir die Viruslast? Welche Strategie für Präventionsmaßnahmen setzen wir um? Wie bieten wir Ihnen einen Test an? Das sind wirklich wichtige Fragen. Um all das zu leisten, braucht es Personal. Es Passconfiance musste die Hälfte der Belegschaft entlassen. 110 Mitarbeiter unter ihnen Nina. Sie war Gesundheitsberaterin für Prostituierte und sprach mit ihnen hier an ihrem Arbeitsplatz. Man muss den Frauen erklären, wie sie sich vor HIV schützen und Risikoschwangerschaften vermeiden können. Wer dazu bereit ist, muss ich testen lassen können. Es war ohnehin sehr schwierig und dann wurde das Projekt wegen der Budgetprobleme eingestellt. Wie geht es den Prostituierten damit? In der Klinik von Espass [musik] Confiance sprachen zwei Frauen mit uns. Sie wollten anonym bleiben. Die 35-jährige Irene finanziert mit der Sexarbeit Studium ihrer drei Kinder in Nigeria. Die 19-jährige Mariam aus Burkina Faso [musik] hat seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr zur Familie. Sie überlebt dank Prostitution. Wir benutzen keine Kondome, weil es weder Kondome noch Gleitmittel gibt. Vorher gaben sie uns Pakete mit. Wenn wir jetzt zu ihnen gehen, haben sie nichts. Sie sind selbst entmutigt. Anfangs kamen sie immer zu unserem Arbeitsplatz, aber jetzt haben wir die Leute vom Krankenhaus seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen. Es gab eine Zeit, da stellten sie uns die Safer Sex Methode Prep vor, die uns vor HIV schützt. Aber seit über einem Jahr gibt es Engpässe und wir sehen die Leute gar nicht mehr. Wir brauchen eine Menge Zeug, Gel, Gleitmittel, wenn sie uns das nur bringen könnten. Das brauchen wir wirklich sehr. HIV holt uns gerade ein. UN AIDS alarmierte bereits im vergangenen Jahr. Der Rückgang der Hilfen sei eine tickende Zeitbombe. Für Christian Mala, UNIDS Vertreter in der Cotivo hat die Arbeit gerade erst begonnen. In der Cutivoir konnten wir die Neuinfektionen seit 2010 um 67% senken. Auch die Zahl der HIV bedingten Todesfälle ging deutlich zurück. Das sind Errungenschaften. Das Land macht weiter, aber nicht in derselben Form wie zuvor. Es gibt zwangsläufig eine Übergangsphase. Die Regierung arbeitet daran und wir sowie andere Partner unterstützen sie und versuchen die Lücken zu schließen. Gestoppte Projekte, gekürzte Budgets, entlassene Mitarbeiter. Nicht nur der Kampf gegen HIV ist davon betroffen, auch die Maßnahmen gegen Malaria haben Rückschläge erlitten. Guten Tag. Guten Tag. Tag. Setzt euch. Heute werden wir den Frauen im Dorf dieses Schaubild zeigen. Diese Frau, die Sie Mama Marie nennen, leitet den Frauenverein im Dorf Sungasu. Seit 2021 nehmen sie alle an einem von den USA finanzierten Projektteil. Als das Projekt noch lief, gaben Sie uns das hier. Taschen für die Unterlagen, Bilderbücher, Mützen und Westen, mit denen wir durchs Dorf laufen und dann noch Register, damit wir die Frauen eintragen können. Wir müssen im Dorf Aufklärungsarbeit leisten, um Menschenleben zu retten. Es gibt zu viele Tote. Vorgestern haben wir zwei beerdigt. In der Leichenhalle liegen noch drei. Das ist zu viel, das wollen wir verhindern. Das Projekt wurde eingestellt, doch sie machen weiter, allein ohne Betreuung in der Überzeugung, dass sie anderen Dorfbewohnern helfen können. Wir haben keine Moskitonetze mehr für schwangere und stillende Frauen. Das ist alles, was uns bleibt. Damit könnt ihr alle unter einem Moskitonetz schlafen. Wisst ihr, wozu das dient? Es schützt uns vor Moskitos. und anderen Insekten. Ich war schwer an Malaria erkrankt. Deshalb sage ich den Leuten, sie sollen [räuspern] unter einem Moskitonetz schlafen. Das ist sehr wichtig. Die Moskitos sind zwar klein, aber sie übertragen viele Krankheiten. Letzten Monat war ich dreimal wegen Malaria im Krankenhaus. Dreimal. Die Malaria tötet so viele wie Aids. Nicht gut. Nicht gut. Die Malaria muss weg. Hallo. Hallo Familie Guaku. Alles gut? Okay. Und du bist auch okay. Wir werden sie über Moskitonetze und Familienplanung aufklären. Was sehen Sie auf dem Bild? Ich sehe einen Mann, der zuschaut, wie seine Kinder unter dem impregni Moskitonetz schlafen. Woher kommen die Moskitos? Aus dem Müll, dem Gras und stehenden Wasser. Da kommen die Moskitos her. Früher, bevor sie vorbeikamen, wussten wir das alles nicht. Wir schliefen nicht unter den impregni Moskitonetzen, die man uns gab, sondern nahmen sie zum Abzäuen der Felder, damit die Tiere nichts kaputt machen. Aber seit sie vorbeikommen, schlafen wir unter den Moskitonetzen. Wir wollen, dass das Projekt weitergeht, aber man hat ihnen gesagt, sie sollen damit aufhören. Das gefällt mir nicht. Mama Marie und ihre Gefährtinnen sprechen auch über Familienplanung, ärztliche Betreuung und Impfungen. Ein echter öffentlicher Gesundheitsdienst. Sie wissen nicht genau, wer beschlossen hat, das Programm zu stoppen. Sie stellen nur fest, dass sie keine Moskitonetze für die Dorfbewohner mehr bekommen. Sagt ihnen, wir sind hier, um die Arbeit zu machen. Sie sollen uns helfen. Sie haben damit angefangen, also sollen sie auch weitermachen. Der Frauenverein erhielt 75 € im Quartal für die Aufklärungskampagne gegen Malaria. Damit konnten sie Saatgut und Werkzeug für den Anbau von Gemüse kaufen, dass auch der Schulkantine zugute kam. Kleine Initiativen, die im Dorf Leben gerettet haben. Gute Taten, beendet durch eine Entscheidung fern von hier in Washington.


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Titel Côte d’Ivoire: Gesundheitswesen durch Trump unter Druck | ARTE Reportage
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Hinzugefügt 2026-07-27 19:09:33
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