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"Es tut uns allen weh und schockt uns", sagt CSU-Chef Markus Söder nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin im ZDF-Sommerinterview. Man müsse nun an die Betroffenen denken, so Söder. Der "feige Anschlag" dürfe "auf keinen Fall ungesühnt bleiben".
Die Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz, unter anderem wegen des Umgangs mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), teilt der CSU-Chef nicht. Im Gegenteil: Im Interview stärkt er Merz den Rücken: "Ein Bundeskanzler muss Entscheidungen treffen, die sind gar nicht leicht. Es ist wie beim Fußballtrainer, er muss ein- und auswechseln."
Eine weitere Personalie steht im nächsten Jahr an, der Wechsel an der Staatsspitze. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) scheidet aus dem Amt. Ein Name, der im Bezug auf Steinmeiers Nachfolge immer wieder genannt wird: Ilse Aigner, amtierende Landtagspräsidentin in Bayern, politikerfahren, durchsetzungsfähig und nicht immer auf einer Linie mit dem CSU-Chef. Söder nennt
🤖 Zusammenfassung
Im Sommerinterview am Starnberger See verteidigt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Bundesregierung trotz schwerer Krisen. Zum Anschlag in Berlin spricht er von einem möglichen Terrorakt und einem Angriff auf die Freiheit, will aber Sicherheitsversagen vor Abschluss der Ermittlungen nicht beurteilen. Den Umgang von Kanzler Scholz mit Verkehrsminister Schnieder hält er für angemessen; den Rücktritt seines Freundes Jens Spahn akzeptiert er als dessen eigene Entscheidung. Für den neuen Unionsfraktionschef Torsten Frei wirbt er, während Alexander Dobrindt Innenminister bleiben solle.
Söder räumt das schlechte Ansehen der Regierung ein, verweist aber darauf, dass die angekündigten Reformen erst wirken müssten. Wirtschaftliche Verlagerungen aus Bayern relativiert er mit Spitzenplätzen des Freistaats, räumt aber Probleme in der Automobilbranche ein. Ilse Aigner als Bundespräsidentin unterstützt er entschieden und weist Spekulationen über innenpolitische Kalkulation zurück. Die jüngsten CSU-Kommunalwahlniederlagen bagatellisiert er mit Bürgermeister-Gewinnen, gibt jedoch AfD-Einfluss zu. Gegenüber der AfD betont er eine harte Brandmauer und lehnt die Offenheit seines Unionskollegen Michael Kretschmer ab; er warnt die Union davor, zur „Steigbügelhalterin“ der Rechtsextremen zu werden. Seine eigene Rolle in der Koalition nennt er konstruktiv und kündigt an, 2028 erneut anzutreten.
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📜 Transkript
Die Terrortat von Berlin reicht natürlich auch bis nach Bayern. Hier am Starnberger See sind wir zum Gespräch verabredet mit dem CSU Vorsitzenden und wir wollen auch über andere Themen sprechen, nämlich der massiven Kritik am Bundeskanzler, an der Regierungskoalition und am bayerischen Ministerpräsidenten selbst. Wir kommen zum Sommerinterview mit Markus Söder. Herr Ministerpräsident, der Anschlag in Berlin, der überschattet unser Gespräch, der erschüttert hat alle. Was bedeutet das für die politisch handelnden, denen jetzt schon sicherheitspolitisches Versagen vorgeworfen wird? Zunächst mal bedeutet es, dass wir an die Menschen denken sollten, die betroffen sind, an die Opfer. Und dieser feige Anschlag, der kann auf keinen Fall ungesühnt bleiben. Da muss alles dafür getan werden, erstmal alles aufzuklären, die Umstände. Ich glaube, es jetzt zu früh wirklich alles beurteilen zu können. Deswegen maximaler Einsatz für die Polizeibehörden, aber das ist ein schlimmer womöglich ein Terrorakt. war, die Motive müssen geklärt werden. Es tut uns allen weh und schockt uns. Als die Nachrichten von dem Anschlag hier dann allen klar wurden, der Anschlag auf den Christopher Streetay, da sagt ein Wirt hier, das kann uns ja auch passieren. Wir müssen sagen, wir sind am Starnberger See, weil heute hier auch ein fröhliches Fest stattfinden soll, die Tutzinger Fischerhochzeit. Sie sind der Schirmher, deswegen treffen wir uns hier. Aber hat der Wirt, der sagt, wir müssen jetzt Angst haben um unsere feste Recht? Ich glaube, wir müssen immer besorgt sein. Deswegen werden auch all diese Feste ja geschützt. Aber wir dürfen uns deswegen nicht die gesamte Lebensfreude nehmen lassen, weil wir in Bayern versuchen mit maximaler richtiger Balance aus Sicherheit auf der einen Seite, aber natürlicher Liberalität so etwas zu machen. Ich finde es gestern ist deswegen so schlimm, weil diese diese dieser Veranstaltung gestern, die ja war, die ist ja auch Ausdruck von Lebensfreude, von Freiheit und von Toleranz und deswegen ist der Anschlag eben mehr als sag nur Versuch irgendwas zu stören. Der ist auch ein bewusster Anschlag auf die Freiheitssidee unseres Landes und deswegen muss auch mit allerhärte dagegen vorgegangen werden. Wir haben viele weitere Fragen an Sie und das machen wir hier am Tisch. gerne. Vorgestern wurde das Kabinett umgebaut und in der Union sind jetzt viele empfört, weil Bundeskanzler März seinen Verkehrsminister Patrick Schnieder bloßgestellt habe und zwar wortwörtlich, weil er hat keinen Ersatz für ihn gefunden. Wie beurteilen Sie, sie sind selber ein Kabinettchef, haben auch schon rustikale Umbauten gemacht, wie beurteilen Sie das Verhalten und den Umgang mit Patrick Schnieder durch den Kanzler? Also ich fand, dass das angemessen der Situation ist und eines Bundeskanzler. Bundeskanzler muss Entscheidungen treffen, sind gar nicht leicht. Das wie beim Fußballtrainer, er muss ein und auswechseln und er ist zu der Überzeugung gekommen, dass offenkundig eine Veränderung Verkehrsministerium notwendig ist, was auch eine große Herausforderung ist bei den vier Milliarden, die endlich verbaut werden müssen. Und äh ja, der eigentlich Wunschkandidat, der zugesagt hat, hat dann wieder abgesagt, das kann mal passieren, das jetzt eine Zeitverzögerung. Am Ende kommt drauf an, wie die Gesamtlösung ist und ich glaube das jetzt die Möglichkeit zu nutzen, noch mal umzubauen und auch noch mal grundlegend eine Mannschaft zu verstärken, die halte ich für sinnvoll. Und eine Plan B Lösung hat man doch eigentlich in petto oder? Na ja, wenn man mit jemand am Abend ausmacht, dass er kommt und dann in der früh um 4 Uhr hört, dass es nicht klappt, das macht es man mal nicht leicht. Da liegt also die Verantwortung sicher nicht beim Bundeskanzler. Das hätte vielleicht der Kollege vorher sich überlegen sollen, aber da würde ich sagen, schwamm drüber, das spielt keine Rolle. Am Ende kommt das Gesamtkonstrukt. Ich finde die ersten Personalien sehr gut, auch eine Stärkung äh äh insgesamt in der ohnehin ja natürlich schwierigen Situation nach dem Rücktritt von Jens Sparn. Also insgesamt teilte ich das vertretbar und auch keinen großen Schaden. Jens Sparn, sie sagt es hat das Ganze ausgelöst durch seinen Rücktritt. Sie gelten nicht nur als ein politischer, sondern auch als ein menschlicher Freund von Jens Sparn. Immer wenn es eng wurde für ihn, haben sie schützend, heißt es, die Hand über ihn gehalten. Vor 10 Tagen war das für Sie nicht mehr möglich. Weil er gehen musste, ihrer Meinung nach. Na, das war seine eigene Entscheidung. Also natürlich hat's da seine große Welle gegeben und offenkundig auch ein Gespräch zwischen ihm und dem Bundeskanzler und zwischen Ihnen und ihm auch. Zwischen Ihnen und Jens B. Ich habe auch mit ihm gesprochen, aber die letzte Entscheidung liegt ja da beim Bundeskanzler und er war dann schon, er hat gemerkt, was es da für Verwerfungen gibt. Er hat aber für sich eine Entscheidung getroffen. Die Entscheidung war, dass ihm das eine wichtiger war als das andere. Das ist ja eine Priorität, die man man auch treffen muss im Leben. Davor habe ich Respekt. Er hat dann die Entscheidung so getroffen und die gilt's dann auch zu respektieren und das Notwendige zu tun. Und dann muss ein Bundeskanzler auch eben handeln, damit die Gesamtformation stimmt. Eines ist aber klar, jetzt unabhängig möglicherweise von der Art und Weise, wie man die Sache selber beurteilt, war sparen jetzt in den letzten Monaten ganz entscheidend und wichtig auch für die Koalition, denn er hat im übrigen die Jungen überzeugt zuzustimmen bei der Rente und er war jetzt auch bei den Koalitionsverhandlungen am Schluss für diesen Kompromiss ganz essentiell. Dann musste der Bundeskanzler handeln, sagen sie und Sie natürlich auch, weil Sie gemeinsam brauchten eben einen neuen Fraktionsschef. Ja, Torsten frei ist es geworden. Warum nicht Alexander Dobrint? Ja, weil erstmal Alexander es gar nicht gewollt hätte. Wir hätten es schon vorm Jahr diskutieren können. Zum zweiten ist ein Klasse Innenminister. Man sieht dann den Ereignissen heute, dass wir dringend einen starken Innenminister brauchen. Stellen sich vor, wird in so einer Phase wie jetzt mit solchen Anschlägen wieder völlig neu operieren. Deswegen glaube ich das richtig. Und Torsten Frei ist jemand, der schon im operativen Geschäft ist, vorher in der Fraktion war, ähm einmal als parlamentarische Geschäftsführer, der die letzten Wochen auch genau all diese Kompromisse mit betreut hat. Ich finde es eine sehr sehr gute Lösung, also auch eine organische Lösung glaube ich, wo viele Abgeordnet sagen, das passt, die aber am Ende doch wieder ein Stück weit verstolpert worden ist und das hatten sie ja jetzt auch sozusagen eine Hoffnung auf die Reformen, die gebracht wurden und jetzt kann man sagen, trotz oder gerade wegen dieser Form Reformen, die manche unzureichend halten, das Ansehen der Regierung, wo sie sozusagen als einer der vier Parteichfs ja mitverantwortlich sind für diese Koalition, das ist miserabel, das ist richtig schlecht. Haben Sie eine Analyse, die Sie vielleicht auch mit den anderen Parteichefs teilen, was da falsch läuft. Ja, also Sie haben in der Tat recht, das Ansehen ist nicht so gut, wie es äh sein müsste, sein sollte. Ich würde mich jetzt dabei nicht endlos drauf in Analysen begeben, wann welche, sagen mal Haltungsnoten besser werden. Am Ende muss das der Inhalt überzeugen. Wir sind mit der guten Verpackung, ist es schön, aber sie kommen nicht hin, wenn der Inhalt, den stimmt. Der Inhalt hat noch nicht gereicht. Der Inhalt wird jetzt massiv besser mit großen Reformen. Das muss jetzt wirklich umgesetzt werden. Es muss auch wirken. Die Menschen müssen spüren, dass im Land Veränderungen, die Entscheidungen, die getroffen werden, auch wirken. Dann glaube ich, kann es auch mittelfristig zumindest auch zu einer Veränderung der Akzeptanz führen. Unabhängig aber von den Haltungsnoten und Umfragen muss man das tun, was notwendig ist. Unser Land braucht Reformen und die haben wir jetzt schon zum großen Stück geliefert. Und die Leute müssen es nicht nur spüren, das hören wir natürlich schon vor der Wahl sozusagen, war das immer schon die große Ankündigung. sondern das Gegenteil spüren viele Menschen, die haben Angst, die haben richtig Angst um ihren Arbeitsplatz, weil wir hier schlechte Zahlen haben. Wir gehen mal auf Bayern, da gibt's auch Hopsbotschaften. Man verlagert Teile seiner Produktion aus Bayern nach Polen. Der Autoieferale, der schließt sein Werk in Neustadt an der Donau und verlegt es in die Slowakei. Und der Roboterbauer Kooker, der zieht ein Teil seiner Fertigung nach Ungarn ab. Das ist ja dann im Grunde ihre Wirtschaftspolitik, die sozusagen hier auch solche Auswirkungen hat oder? Also erstmal glaube ich, dass diese Analyse bei keinem Ökonomen nur an Standhalten würde, vielleicht bei Journalisten, aber nicht bei Ökonomen. Aber verantwortlich so dafür. Na ja, verantwortlich bin ich weiß nicht, ob ich dafür verantwortlich bin für eine einzelunternehmerische Entscheidung, aber sie haben ja zwei Punkte gut angesprochen. Erstens, ist es richtig, dass in Europa für Verlagerung Geld bezahlt wird, dass Arbeitsplätze von uns, die nach Europa woanders sind, verlagert werden, Geld bezahlt wird? Nein, das muss ich ändern. Zweitens, sie haben den Automobilsektor vor allem angesprochen. Woher kommt das Problem? Unter anderem, weil wir in Europa natürlich den Automobilsektor gedrückt und gedrückt haben. Ich kämpfe jetzt seit einem Jahr dafür endlich mit Erfolg, dass wir z.B. beim Verbrenner Öffnungen haben werden. Jetzt muss es nur auf europäische Ebene umgesetzt werden. Wenn Sie Bayern gesamt vergleichen, dann müssen Sie in Ihrer Statistik bitte noch ergänzen, dass wir weit weit weit trotz der Herausforderungen weit weit weit vor allen anderen liegen. Sieben der zehn stärksten Regionen nach einem Institut der deutschen Wirtschaft in Kölnstudie sind aus Bayern niedrigste Arbeitslosigkeit und was unser Weg natürlich ist und das ist das eigentliche, wo ich die tatsächliche Verantwortung habe. Ich steuer seit 7 8 Jahren auch um mit neuen Technologien. Wir haben viele neue Arbeitsplätze dort und die bekommen übrigens auch viele Arbeitnehmer, die woanders nicht mehr sind, kommen jetzt in neue Technologie. Aber die Leute, die wirklich Angst haben und ihren Job, die wird diese Relativität nicht begeistern. Allen geht's schlechter und uns geht's noch am wenigen schlechter. Das hilft natürlich auch nicht, aber glauben Sie, dass ist na ich bin mir nicht sicher. Also die These würde würde zutreffen komplett, wenn wenn es überhaupt keine Chance gibt, dass andere äh äh Branchen auffangen. Dadurch, weil wir es so umstellen, gibt es die Chance. Drum ist es übrigens auch wichtig, dass Deutschland mehr für Hightech tut, denn nur so können wir am Ende erfolgen. Sie haben vor paar Tagen gelesen, Schweiz, Deutschland im Vergleich. Warum ist die Schweiz auch besser? Weil sie früher auf neue Technologien setzt, so wie Bayern. Und Bayern setzt auch darauf, dass möglicherweise die Staatsspitze bayerisch besetzt wird, eine Bundespräsidentin. Sie haben, das war im April im Münchner Merkur ein Interview gegeben und als letzte Frage, ich habe noch mal durchgezählt, 18 Fragen und da wurden sie gefragt, soll Ilse Eigner Bundespräsident werden? Und dann kommt wirklich als allerletzter Satz dieses Interviews von Ihnen, wenn Ilse Eigner möchte, hat sie meine volle Sympathie und Unterstützung. Jetzt mal abgesehen davon, dass die Formulierung ja nicht ein einziges Wort über die Eignung von Ilse Eigner enthält, klang das für viele Beobachter so ein bisschen eigner ab nach Berlin, ähm weil dann bin ich eine Konkurrentin los, die möglicherweise sich interessieren könnte, hier meine Nachfolgerin zu werden und mich mit absägt. Das ist jetzt wieder eine typische Hirnkonstruktion von Journalisten, die es gut meinen, äh nämlich versuchen jeden gegeneinander auszuspielen. Also Ilze Eigner, glaube ich, ist eine eine hochangesehene Landtagspräsidentin. Man hat sich auf CDC so Ebene verabredet, jedenfalls weitgehend, dass künftig eine Frau Bundespräsidentin werden sollte. Müssen wir das eigentlich jetzt noch haben als Argument? Jetzt ist eine Frau Kanzleramtschefin, da fragen jetzt viele, ist das noch ein Argument? Ich finde, das schon ein sehr gutes Argument ist. Es geht ums höchste Staatsamt, nicht um eine um ein Kanzleramtscheft. Das ist ja in normalerweise keine äh sehr sichtbare äh Aufgabe, sondern eine sehr interne, eine wichtige, aber eine interne. Und Ilze Eigner halte ich dafür geeignet. Und wenn ich jemand sage Sympathie und Unterstützung, dann gehe ich zwingend davon aus, dass er geeignet ist. Ihr unterstützt niemand der nicht geeignet wäde und ich glaube, sie wäre eine sehr gute Kandidatin. Sie wird auch für Deutschland was bringen und wir Bayern werden froh drüber. Macht März mit. Das werden wir sehen am Ende. Es gibt ja auch in der CDU mögliche Bewerberinnen. Es ist Feld noch ja noch gar nicht richtig eröffnet. Wir werden ein Vorschlag machen. Der muss dann aber auch mit der SPD besprochen werden. Und was mich zumindest sehr gefreut hat, ist, dass die SPD beim Namen LC Eigner sehr positiv reagiert. Das ist schon mal ein gutes Zeichen, das ähm über Alternativen von zu Ihnen spekuliert wird. Das sind ja nicht nur Journalisten, die Journalisten hören es ja auch von Politikern aus der Partei und da sagen viele, na ja, der Söder musste reagieren, weil das Kommunalwahlergebnis war für die CSU richtiger Schlag und da muss ja irgendwie der Partei was geben. Dann ähm haben sie diesen Eigenervorschlag gemacht. Dann kam später noch der sogenannte Pfingstbrief ihres Stellvertreters Manfred Weber, der gesagt hat, die Union im Grunde hat er das gesagt, hier in Bayern braucht wieder Prinzipienfestigkeit. Also, da gibt's eine gewisse Kritik. Was war denn eigentlich ihr Fehler, dass diese Kommunalwahlen eine ziemliche pleite waren und sie sehr viele über ein Dutzend Landräter am Ende ja verloren haben an die freien Wähler? Und wir haben trotzdem das gleiche Ergebnis insgesamt wie beim letzten Mal erzielt. Haben bei den Bürgermeistern sehr gut abgeschnitten und noch etliches dazu gewonnen. Klar, dort wo man verliert, da tut's mehr weh als dort, wo man gewinnt. Da freut man sich, wenn wir haben etliche Städte auch ganz überraschend sogar dazu gewonnen oder diesen Landkreis, in dem wir jetzt hier sind, Standberg überragend wiedergeholt. Aber sie haben recht, da gab's natürlich Verunsicherung, was sehr stark damit zu tun hat, dass die AfD erst zu Stichwahlen geführt hat, häufig und dann auch mit Wahlen entschieden haben, nicht für die CSU. Können wir können wir da mal eben bleiben bei der AfD? Weil da gibt's jetzt eine Aussage von ihrem Unionsfreund Michael Kretschmer, Ministerpräsident in Sachsen, also auch ihr Kollege bei den Ministerpräsidenten. Der sagte dem Handelsblatt vor ein paar Tagen, wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will. Hat er recht? Ja, reden ist das eine, aber da muss man auch eine Entscheidung treffen. Und die Entscheidung ist für mich relativ klar. Die AfD entwickelt sich eher weiter ins Extreme und nicht in die Mitte. Ähm die AfD hat eine Einstellung international pro Russland, ganz eindeutig zum Teil gegen Deutschland, wenn man das so sagen darf. Und sie würde unserem Land am Ende schaden. Und für die Union kann ich nur sagen, das ist relativ eindeutig, es würde zu einer massiven Spaltung der Union führen. Am Ende ist die AfD die Nummer 1. Die Union wäre dann eine Art äh Steigbürhalter. Und ich sag's hier sehr, sehr deutlich. Ich ma beteilige mich da nicht dran. Ich möchte nicht am Ende, dass wir zu einer Art Pflanz von Papen Sie an den ähm damaligen ähm ähm Politiker werden und am Ende den Nazis äh dort den Weg an die Macht geebnet haben und jetzt hier den Rechtsextremen. Ich bin da dagegen grundlegen. Ich glaube, wir müssen Politik für Demokratie, Politik in der Mitte machen und ä und deswegen gehört die AfD nicht dazu. Jetzt könnten ihre Kollegen in Sachsen Krschmaheit. Mario Fogt in Thüringen, der Ministerpräsident, der regiert ohne Mehrheit. Sven Schulze, der Ministerpräsident von Sachsen Anhalt, der auch eine Landtagswahl jetzt vor der Brust hat, der wird möglicherweise ohne Mehrheit nur regieren können und das nur, wenn es gut geht, wenn die AfD dort nicht die absolute Mehrheit erhält. Wenn die jetzt sie hören, dann denken die: "Wow, der hier aus Oberbayern, der Oberwessi, Markus Söder, der sagt jetzt: "Du, du du rede nicht mit diesen Leuten, spiel nicht mit der AfD. Was ist denn das für eine Hilfe, die die eigentlich von Ihnen erwarten für den Landtagswahlkampf?" Also ich glaube, dass sich Kollege Schulze eher freut drüber, was ich sage und der war, glaube ich, eher verunsicher über das, was er da gehört hat. Im übrigen in Sachsen und in Thüringen, wir Bayern sind ja eng beieinander, nicht nur weil wir viel Länder Finanzausgleich für viele zahlen, sondern weil wir uns in der eine Art Freistaaten Allianz haben, gab mit beiden, beide übrigens Minister regieren ohne die AfD und zwar eindeutig und sie haben es beide auch geschafft, eine Mehrheit jenseits der AfD zu organisieren und das wird wird Kollege Schulze hoffentlich auch schaffen. Ähm äh ich muss ja auch für mich eine Entscheidung treffen, verstehen Sie? Ich muss ja auch als Parteivorsitzender sagen, wenn es um die Bundespolischen Fragen geht, mit wem glaube ich ist die Zukunft da und wenn sie die AfD anschauen, die erklärt und zwar sehr brutal, wir wollen die Union aus dem Amt jagen, die Union ist der Hauptfeind, da passieren Sachen und Worte fallen, die sind jenseits dessen, was demokratische Kultur ist und mit solchen Leuten von den Menschen dort in der Partei und den Führungskräften, Höcke und Co. kann und will ich nicht zusammen sagen häufig Systemgegner zu denen, ne, von der AfD. Nein, sage ich gar nicht mal so sehr, aber das ist natürlich schon hab aber häufig schon gesagt, ne? Ja, sicherlich auch schon mal gesagt, aber man spürt es ja. Die haben eine eine andere grundsätzliche Auffassung nur auf ihre Semantik auf diese Wortwahl Systemgegner. Wissen Sie, woher das kommt? Das Wort übrigens weiß ich gar nicht wann ich das mal sie mal wir haben viel recherchiert und so weiter und aber Systemgegner wissen Sie woher das kommt? Ich frage aus ganz bestimmten Grund. Das haben die DDR Bonsen, die SED Opas, sage ich mal, die haben das zu den zu den damaligen Bürgerrechtlern, den Disidenten, denen, die weggesperrt werden sollten, gesagt. Glauben Sie ganz im Ernst, dass so ein Wort Systemgegner oder andere sagen auch Faschisten Willi Brand war hinter dem antifaschistischen Schutzwahl. Also, das war ja eine freihändige Wortwahl dort im Osten, dass gerade im Osten das zieht, wenn die Wessis sagen, das sind die Systemgegner, das sind die Faschisten, da lachen doch viele drüber. sollte man da nicht mal rangehen und sagen, wir müssen ehrlicherweise mal ein bisschen anders ans Wording, wo wir ja auch hier große Probleme haben, dass uns die AfD auf den Fersen ist. Ich rede zunächst mal über die AfD, die hier ist, am besten ist und der sie genauso an einigen Stellen stark und äh da stelle ich mich auch und übrigens auch zu den vorigen Fragen gibt's auch verschiedene Umfragen. Wer ist der einzige, der auch in Bayern das ganze wirklich so stark zusammenhalten kann, dass sich Bayern entwickelt und auch ein Stück weit eine eine starke Alternative sein kann, um die AfD lassen wir mal kurz ausreden bei dem Thema, das ist zu ernst als hier zu spielen. Äh und da glaube ich habe ich einen wichtigen Beitrag zu leisten. Das tue ich auch mit mit einem klaren Rückrad und ein Clan Kontur. Und das zweite ist, mein Gefühl ist, dass gerade auch Wahlkampfeinsätze von mir in den neuen Ländern eher sehr gefragt sind, weil wir da auch in Bayern auch was einbringen können. Ich verstehe, was Sie meinen. Ich glaube aber, dass am Ende diese Form von Semantik weniger entscheiden ist, als die Veränderung realer Verhältnisse. Mm. Nur weil Sie sagen, auch da ist wieder relativ ähm ihr Lob für Bayern. Bei Ihnen hat die AfD sich von 2018, als sie anfingen, sagt sie bei 10 %, dann 2023 bei 14,6% jetzt bei fast 20% in den Umfragen, also in 8 Jahren eine Verdopplung der Stimmanteile für die AfD. Das haben wir letztes Jahr im Sommerinterview genau mit der gleichen Frage genau das gleiche besprochen. Sage genau das gleiche nicht wiederholen, dann ist alles klar. Ich hab nämlich noch Social Media Frage, die interessiert nicht. Ich sag's trotzdem aber und trotzdem ist die CSU gleich stark geblieben. Wir haben unser übrigens in allen Umfragen, wenn sie gerade national anschauen, wahrscheinlich die mit Abstand stärkste politische Kraft im demokratischen Spektrum überhaupt. Sehen Sie. Und dazu passt jetzt die Umfrage, die wir Social Media gestellt haben. Wir wollten nämlich wissen, wie seht ihr die Rolle von Markus Söder in der Regierungskoalition im Bund? Und da gab's natürlich viele, viele Antworten. Wir haben versucht, das ein bisschen zu sortieren. Ähm und auch Passt pro Toto, also eine für alle zu geben. Ähm und da sagt eine Antwort: Erte kein Regierungsamt haben, er sollte kein Bundestagsmandat haben und was macht er überhaupt im Koalitionsausschuss? Und dann gab's eine andere Fraktion, die sagte, März sollte vor ihm Angst haben. Soll er das? Also, wer aus Social Media zwei Fragen hinausnimmt und sagt, es steht für alle, da wünsche ich viel viel Glück dabei. Ich bin gespannt, was heute alles über unsere Gespräch, Ihre Moderation und meine Antworten steht. Ich mache das dann gemeinsam. Erstens einmal, ich glaube, ich bin für ein CSUVitzin konstruktiv wie selten. Ich versuche eben nicht dauern ständig querzuschießen, sondern was voranzubringen. Die Zusammenarbeit mit Friedrich Matz ist sehr gut. Und wenn sie die beiden SPD Vorsitzin fahren, glaube ich, können die das auch bestätigen, weil ich fest daran glaube, dass wenn diese Koalition scheitert, dann scheitert viel mehr als nur eine Regierung. Treten Sie noch mal an, 2028 wird bei Ihnen gewählt, wenn die Partei und die Wähler das wollen. Ja, gerne. Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und einer der Chefs der Regierungskoalition in Berlin. Vielen, vielen Dank für dieses Sommerinterview. und ihre Kollegin Berbel Bars wird meine Kollegin Diana Zimmermann am nächsten Sonntag in deren Wahlkreis in Duisburg das Sommerinterview führen. Vielen Dank fürs Zuschauen. Vielen Dank Ihnen, Herr Ministerpräsident und alles Gute.
📊 Link-Infos
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| Titel | Söder stärkt neuem Merz-Kabinett den Rücken – Verurteilt Attacke auf CSD | ZDF-Sommerinterview |
| Kategorien | BulkNews, ZDFheute Nachrichten |
| Hinzugefügt | 2026-07-26 18:22:54 |
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