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WELT – NACH ANSCHLAG IN BERLIN: Radikalisierung im Netz! „Darauf muss sich die Politik konzentrieren“

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WELT – NACH ANSCHLAG IN BERLIN: Radikalisierung im Netz! „Darauf muss sich die Politik konzentrieren“

Michael Krechting, stellvertretender Chefredakteur der WAZ Digital, ordnet den Berliner Vorfall überregional ein und verweist auf den bevorstehenden Jahrestag des Solingen-Anschlags sowie den kontrastierenden CSD in Duisburg. Er setzt sich dafür ein, die offene, vielfältige Gesellschaft trotz der Trauer nicht aus Angst einzuschränken, und fordert entschlossenes Rechtsstaatshandeln, insbesondere gegen die Radikalisierung über soziale Medien, deren…

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NACH ANSCHLAG IN BERLIN: Radikalisierung im Netz! „Darauf muss sich die Politik konzentrieren“

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD spricht Michael Krechting, stellvertretender Chefredakteur der WAZ Digital, über die laufenden Ermittlungen, die politischen Folgen und die Rolle sozialer Medien bei der Radikalisierung. Im Interview zieht er Parallelen zum Anschlag von Solingen, warnt vor Fake News und fordert einen stärkeren Fokus auf die Bekämpfung von Radikalisierung im Netz. Außerdem geht es um die Verantwortung der Politik, den Schutz einer offenen Gesellschaft und den Umgang mit Extremismus.

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🤖 Zusammenfassung

Michael Krechting, stellvertretender Chefredakteur der WAZ Digital, ordnet den Berliner Vorfall in einen überregionalen Kontext ein und erinnert an den nahenden Jahrestag des Solingen-Anschlags sowie den kontrastierenden CSD in Duisburg. Er plädiert dafür, die offene, vielfältige Gesellschaft trotz der Trauer nicht durch Angst einschränken zu lassen, und fordert entschlossenes Rechtsstaatshandeln. Einen Schwerpunkt sieht Krechting in der Radikalisierung über soziale Medien, deren ausländische Betreiber stärker in den Blick genommen werden müssten. Zugleich warnt er vor Fake News und wirbt um Vertrauen in professionellen Journalismus – was angesichts der Zugehörigkeit zur Funke-Mediengruppe auch Eigeninteresse signalisiert. Die Herkunft der Radikalisierung des noch flüchtigen mutmaßlichen Täters bleibt unklar. Politisch erwartet Krechting eine Stellungnahme des Bundeskanzlers, eine hitzige Debatte um CSD-Veranstaltungen und eine sorgfältige Prüfung der geforderten Maßnahmen.

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📜 Transkript

Und mit zugeschaltet ist jetzt Michael  Krechting. Er ist der Stellvertrin   Chefredakteur der Watz Digital. Ich grüße auch  Sie ganz herzlich. Berlin nicht der einzige Ort,   der mit solchen Vorfällen zu kämpfen hat,  auch in NRW. Was ist denn ihr ihre jetzige   Einschätzung zum Stand der  Ermittlungen und dieser Situation? Und mit zugeschaltet ist jetzt Michael  Krechting. Er ist der stellvertretende   Chefredakteur der WAZ Digital. Ich grüße auch Sie  ganz herzlich. Berlin ist nicht der einzige Ort,   der mit solchen Vorfällen zu kämpfen hat.  Auch in NRW gab es ähnliche Fälle. Was   ist Ihre Einschätzung zum aktuellen Stand  der Ermittlungen und zu dieser Situation? Es weckt natürlich Erinnerungen. In etwa  einem Monat jährt sich zum ersten Mal der   Anschlag in Solingen, bei dem drei Menschen  von einem Attentäter getötet worden sind.   Wenn wir das miteinander vergleichen und ich  persönlich sage, dass ich mir gestern Nachmittag   noch Bilder vom CSD in Duisburg angeschaut habe:  Die WAZ hat dort über 100 bunte Bilder von einer   feiernden Gemeinschaft veröffentlicht, einem  Fest der Vielfalt. Dann steht das natürlich   in einem scharfen, bitteren und traurigen Kontrast  zu dem, was in Berlin passiert ist. Das bewegt   mich tief und beschäftigt uns in NRW anhand der  genannten Beispiele schon seit längerer Zeit. In der Tat ist das ein sehr  grausamer Vorfall. Ich habe   gerade mit Burkard Dregger von der CDU  gesprochen. Dabei ging es auch um Fragen   der Integration und den Umgang mit solchen  Situationen. Wie ist Ihre Einschätzung dazu? Ich glaube, ganz wichtig ist, dass wir im Umgang  mit dieser Situation nicht von dem ablassen,   was unsere offene Gesellschaft im Kern  ausmacht. Wir leben in einer offenen,   vielfältigen und toleranten Gesellschaft. Wir  feiern das mit solchen Festen und wir müssen daran   auch festhalten. Wir dürfen uns am Ende nicht in  Angst zurückziehen. Das ist die menschliche Seite,   die ich erwähnen möchte. Und natürlich ist vieles  von dem, was Herr Dregger und auch Herr Ruschitzki   erwähnt haben, extrem wichtig. Nämlich,  dass wir mit der entsprechenden Schärfe als   Rechtsstaat darauf reagieren und genau prüfen, wo  wir vielleicht noch mehr tun müssen. Einen Punkt   möchte ich besonders hervorheben, den Herr Dregger  am Ende angesprochen hat: das Thema Social Media   und die Radikalisierung in den sozialen Medien.  Ich glaube, dass wir darüber nicht nur national,   sondern auch international sprechen müssen. Es  braucht hier einen deutlich stärkeren Fokus.   Wir haben es mit Plattformbetreibern zu tun, die  nicht in Deutschland sitzen, sondern in den USA,   in China, in Russland und anderen Ländern.  Darauf muss sich die Politik jetzt stärker   konzentrieren. Und für uns als Bürger gilt: Lassen  wir uns nicht von Gerüchten oder Fake News in den   sozialen Medien leiten. Kolleginnen und Kollegen  von Ihnen, aus der Funke Mediengruppe und vielen   anderen Redaktionen haben die ganze Nacht  berichtet und tun das auch heute weiter. Darauf   sollten wir als Bürgerinnen und Bürger vertrauen  und uns nicht von Gerüchten beeinflussen lassen. In der Tat ein sehr wichtiger Hinweis. Die  Radikalisierung in den sozialen Medien ist gerade   für junge Menschen ein großes Thema. Wir  wissen noch nicht genug, um sagen zu können,   woher die Radikalisierung des mutmaßlichen Täters  kam oder ob sie überhaupt aus diesem Bereich   stammt. Wir wissen aber, dass er noch auf der  Flucht ist. Es handelt sich weiterhin um eine   laufende Fahndung. Was bedeutet das aus Ihrer  Sicht für die Politik? Der Bundeskanzler wird   sich sicherlich noch äußern müssen. Es stehen  Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt an. An diesem   Thema hängen viele weitere Fragen: soziale  Medien, Datenschutz, Integration, Migration,   Außenpolitik und der Umgang mit ausländischen  Einflussnahmen in sozialen Medien. Das sind viele   politische Herausforderungen, die nun auch  den Bundeskanzler beschäftigen werden, oder? Genau. Seine Sommerpause, die ohnehin schon  turbulent verlaufen ist, wird dadurch zusätzlich   geprägt werden. Sicherlich werden wir auch  erleben, dass diejenigen, die CSD-Veranstaltungen   wie gestern in Berlin, zuvor in Duisburg oder in  zwei Wochen in Essen grundsätzlich kritisch sehen,   einen Anschlag wie diesen für ihre Argumentation  nutzen. Wir werden vermutlich erneut eine sehr   hitzige Debatte erleben. Umso wichtiger ist es,  dass die Politik mit Klarheit reagiert und die   Maßnahmen sorgfältig prüft, die Herr Dregger  und Herr Ruschitzki bereits angesprochen haben. Herr Krechting, ich bedanke mich ganz  herzlich für Ihre Zeit und dieses Gespräch. Sehr gerne.


📊 Link-Infos

URL https://www.youtube.com/watch?v=I4tapmnYUFI
Titel NACH ANSCHLAG IN BERLIN: Radikalisierung im Netz! „Darauf muss sich die Politik konzentrieren“
Kategorien BulkNews, WELT, WELT Nachrichtensender, anschlag, berlin, csd, csdanschlag, weltnachrichtensender
Hinzugefügt 2026-07-26 18:22:52
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