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Spaniens Wirtschaft wächst rasant, doch der Aufschwung hat seinen Preis. Hunderttausende Einwanderer arbeiten ohne Aufenthaltsstatus oder gültige Papiere in der Pflege, der Landwirtschaft und im Tourismus. Jetzt hat ein Gesetz den Aufenthalt von rund 500.000 Einwanderern legalisiert. Mildred, Diana und Luz sind Frauen, die es geschafft haben, sich in Spanien zu behaupten. Doch wird das neue Gesetz ihre Zukunft tatsächlich verändern?
🎥 Eine »Arte Re:«-Reportage von SPIEGEL TV.
► Erstausstrahlung: 18. Mai 2026.
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Die Abfallsammler von Rumänien:
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#spanien #einwanderung #doku
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🤖 Zusammenfassung
Spanien boomt wirtschaftlich; für viele Südamerikaner wird der American Dream zum „Spanish Dream“. Viele kommen als Touristen, bleiben ohne Aufenthaltstitel und arbeiten prekär als Hausangestellte oder Hotelreinigungskräfte. Mildrit Lopez Beltran erzählt von jahrelanger illegaler Arbeit, Familientrennung und späterer Legalisierung. Rund eine Million Menschen leben ohne Papiere; Politikerin Diana Paredes setzt sich für deren Regularisierung ein. Ein neues Dekret soll 500.000 von ihnen Bleibe- und Arbeitsrecht gewähren, doch Opposition und EU-Kommission befürchten weitere illegale Migration und Kosten. Die Gewerkschaft „Las Kellys“ kämpft gegen Ausbeutung im Tourismus. Integration gelingt vor allem Spanischsprachigen leichter; Rassismus, Diskriminierung und parallele Lebenswelten bleiben jedoch weiterhin bestehen.
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📜 Transkript
Spanien boomt. Das Land gehört zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt und wächst schneller als die meisten EU-Staaten. Dieses Wirtschaftswunder hat ein unbekanntes Gesicht. Über 20% der Bevölkerung sind eingewandert, die meisten aus Südamerika. Die Wirtschaft in unserem Heimatland ist nicht mit der hier vergleichbar. Hier finden wir Sicherheit und Schutz und unsere Kinder haben Zugang zu einer guten Bildung. Etwas, dass es in unserem Land so nicht gibt, aber das hat auch immer seinen Preis. [musik] So wie viele tausend Frauen aus Lateinamerika reiste die Ecuadorianerin Mildrit Lopez Beltran als Touristin nach Spanien und blieb. Für sie und viele andere ist aus dem American Dream ein Spanish Dream geworden. Die Situation in Ecuador ist seit einiger Zeit schwierig. Es gibt viel Kriminalität und kaum Sicherheit im Land. Deshalb entscheiden sich viele hier zu bleiben. Die Einreise war leicht. Ich bin einfach mit meinem Reisepass gekommen. Ganz legal. Doch als ich länger hier blieb, wurde mein Aufenthalt illegal, da ich keine Papiere hatte. Zuerst habe ich wie viele als illegale Haushaltshilfe gearbeitet und wir haben Orte gemieden, an denen die Polizei Ausweiskontrollen durchführte. Wenn wir unterwegs waren, achteten wir darauf, solche Situationen zu vermeiden. Vor etwa 20 Jahren gab es häufig Rattien in Diskotheken oder Nachtlokalen, wo Dokumente kontrolliert wurden. Deshalb bin ich gar nicht erst ausgegangen. Spanien ist das Land mit den meisten Hausangestellten Europas. Oft Frauen, die mit im Haushalt leben ohne Aufenthaltsrecht. Am Anfang hatte ich keine Papiere. Erst als ich sie bekam, konnte ich reisen. Es dauerte dre Jahre, bis ich meine Papiere erhielt und nach 6 Jahren konnte ich endlich zu meiner Mutter. Vor 20 Jahren bekam ich als Hausangestellte 600 € im Monat für 24 Stunden am Tag. Und wenn die Herrschaften verreist waren, musste ich auf das Haus aufpassen und mich um die beiden Kinder kümmern. Ihren Lohn hat sie nach Ecuador geschickt zu ihrer Familie, die auf das Geld angewiesen war. Etwa ein Fünftel [musik] der Menschen in Ecuador lebt in großer Armut. Ich musste mich entscheiden zwischen meinem Leben dort und der Chance neu anzufangen. Meine Mutter hat mich inständig gebeten zu gehen, aber ich wollte meine Tochter nicht verlassen. Das tat mir am meisten weh, sie zurückzulassen. Aber sie ist bei meiner Mutter aufgewachsen und es hat ihr an nichts gefehlt. Ich musste schließlich gehen. Es war sehr schwer, weil ich sehr an meiner Familie hänge. Ich liebe meine Familie sehr. Es hat mich sehr viel Kraft gekostet, mich durchzukämpfen, aber nun bin ich hier. Am schlimmsten war, meine Mutter und mein Kind zurückzulassen, aber ich musste diesen Schritt gehen. Ich war immer eine starke, kämpferische und fleißige Frau und so bin ich heute hier. Meine Mutter, mein größter Halt, lebt nicht mehr. Sie ist vor einem Jahr gestorben. Das ist alles sehr traurig und schwierig. nicht leicht darüber zu haben. Ah. [musik] Von den 10 Millionen Einwanderern Spaniens [musik] lebt fast eine Million ohne Papiere und damit in einer Schattenwelt. [musik] Für deren Legalisierung kämpft Diana Paredes. Als Kind ist die heutige Abgeordnete mit ihren Eltern aus [musik] Peru eingewandert. Auch für sie ein schwieriger Weg. Um ein Zimmer oder eine Wohnung mieten zu können, werden von dir Unterlagen verlangt, ein Arbeitsvertrag und Gehaltsabrechnungen mit einem hohen Einkommen. Deshalb ist es für Migrantinnen und Migranten mit sehr vielen Hürden verbunden, sich hier offiziell anzumelden. Dabei ist die Anmeldung die wichtigste Voraussetzung, um Rechte zu erhalten. Z.B., dass deine Kinder eingeschult werden können und dass du Zugang zum Gesundheitssystem hast und medizinisch versorgt werden kannst. Als Abgeordnete für Familie und Soziales ist sie auch für Einwanderer zuständig. Wie geht es euch? Mit der Unterstützung meiner Familie habe ich es geschafft. Die ersten Jahre waren schwierig, aber nach z d. Jahren hat sich alles nach und nach eingespielt. Also seit zwei Jahren läuft es gut. Ja. Und wie du weißt, habe ich tausend verschiedene Dinge gemacht. Ich habe wirklich überall gearbeitet. Es war nicht leicht, aber jetzt geht's mir gut. Gott sei Dank. Die Einwanderer sind sehr wichtig für die spanische Wirtschaft, weil wir Jobs machen, die die spanische Bevölkerung selbst nicht machen will oder für die es einfach nicht genügend Arbeitskräfte gibt, z.B. viel im Pflegebereich, in der Betreuung, in der Gastronomie und Hotellerie, ganz wichtig in der Landwirtschaft, bei der Ernte und Aussag. Dort arbeiten überwiegend migrantische Personen, die sehr große Mehrheit sogar und leider oft auch ohne Rechte. Für sie alle ist die Legalisierung gut. Für diese Legalisierung kämpfte sie im Parlament der Autonomen Gemeinschaft Madrid. Im Februar 2026 brachte [musik] die spanische Regierung ein neues Dekret auf den Weg. Spaniens [musik] Boom ist vor allem ein Boom im Dienstleistungssektor. Dieser macht rund [musik] 76% der Wertschöpfung aus. Dazu gehört auch der Tourismus. Etwa 2,5 [musik] Millionen ausländische Arbeitskräfte arbeiten im Dienstleistungssektor. Rund 800.000 Menschen leben allerdings ohne Papiere im Land. Mit dem neuen Dekret [musik] werden 500.000 von ihnen nun ein Bleibe und Arbeitsrecht bekommen. Dass Menschen [musik] legal arbeiten dürfen, Steuern zahlen und sich schneller integrieren, dafür [musik] hat sie sich hier seit 2023 eingesetzt. Ein Gefühl der Fremdheit aber bleibt. Dieser Ort ist wichtig für Migrantinnen und Migranten wie mich. Es ist wichtig, weil es ein Raum politischer Repräsentation ist, indem wir unsere Stimme erheben und Themen ansprechen können, die uns im Alltag betreffen, wie Rassismus oder Diskriminierung. Diana Paredes ist eine von wenigen Einwanderinnen, die es bis in die politische Elite geschafft haben. Als ich hier angekommen bin, waren viele Menschen total überrascht. Mir ist es sogar passiert, dass ich nach mehreren Monaten hier ins Plenum gehen wollte und man mich nicht erkannt hat. Sie dachten, ich würde mich reinschleichen. Dass migrantische Menschen wie ich hier sind, hilft die gläserne Decke zu durchbrechen. Kritik an der Legalisierung von Einwanderern [musik] kommt von der politischen Opposition. Das neue Gesetz schaffe Anreize für mehr illegale Migration, die die öffentlichen Kassen belaste. Auch die EU-Kommission missbilligte den [musik] Vorstoß der spanischen Regierung. Mein erstes Video, dass ich als Abgeordnete auf Social Media geteilt habe. Mein erster Redebeitrag im Plenum. In der Schule beleidigen Sie uns und rufen: "Fass mich nicht an, du bist schmutzig." Nein, Herr Minister, das sind nicht bloß Anekdoten. Ach was, seit Königin Isabella, seit der Entdeckung Amerikas, haben wir alle wie Brüder behandelt. Muslime, Roma, Latinus. [musik] Wir haben uns sogar mit ihnen vermischt. Sie haben jetzt die Chance, sich zu einem Madrid ohne Hass und Diskriminierung zu bekennen. Fast 5000 Kommentare gab's. Das kam also gut an. Wenn wir Rassisten wären, wärst du längst zurück in deinem Land. In Spanien habe ich noch nie jemanden gesehen, der rassistisch ist. Immer spielt ihr das Opfer. Halt die Klappe, Panschita. Das ist eine Beleidigung, vor allem gegenüber Lateinamerikanern. Man nennt uns Panchitas und Panchitos. Solche Beschimpfungen ist sie gewohnt, aber nicht nur sie. Einige Debatten drehen sich darum, Migranten zu unterteilen, in die in Anführungszeichen willkommener oder angeblich besser integrierbar sind und andere, die aufgrund ihrer Kultur oder ihrer Religion als nicht integrierbar gelten. [räuspern] Das ärgert mich sehr. Man sollte uns nicht aufteilen in gute und schlechte Migranten. [räuspern] [musik] Mildrit gehört in Spanien sicher zu den Einwanderinnen, denen die Integration leichter fällt. Sie spricht Spanisch, ist katholisch und kommt aus einem ehemaligen kolonialen Einflussgebiet und ist damit den Spaniern weniger fremd. Auch ihre beiden Kinder, die sie in Madrid bekommen hat, haben es oft leichter in der Schule als Mitschüler, deren Eltern aus Afrika oder Asien stammen. [musik] Sprache und Bildung sind für Kinder [musik] der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration. Für mich ist Bildung sehr wichtig, gerade weil ich aus Ecuador komme, weil das dort fehlt. Ich bringe meinen Kindern bei, Bildung wertzuschätzen. Ich bin jetzt 45 Jahre alt und mein Traum war es immer Ärztin zu werden, nicht Krankenschwester, Ärztin. Meine Eltern konnten mir diese Ausbildung aber nicht ermöglichen, die wir unseren Kindern hier in Spanien bieten können. Deshalb vermittle ich meinen Kindern, wie wertvoll Bildung ist. Ihre Kinder Bruno und Beatrice zieht sie alleine groß. Das sind die Hausaufgaben. Wir machen Mathe, Addition, Subtraktion, Division und Multiplikation. Kindergärten und Schulen sind in Madrid gratis [musik] und ganz tägig. Für alleinerziehende, arbeitende Mütter wie Mildritt [musik] unverzichtbar. Wenn ich groß bin, will ich am liebsten Lockführer werden oder Pilot oder Pilot. Und du Beatrice? Tierärten. Wenn man fleißig ist und arbeitet, kann man es hier gut sowas bringen. Der einzige Traum, den ich im Moment habe, ist meinen Kindern eine Wohnung zu kaufen, damit sie niemand vor die Tür setzen kann. Das ist mein Ziel und dafür stehe ich jeden Tag auf. Mhm. Mhm. [musik] Auch in der Tourismusbranche werden bevorzugt Menschen aus Süd und Mittelamerika eingestellt. Spanien zählt zu den meist besuchten Ländern der Welt. An der spanischen Spitze Barcelona. Die Stadt zieht [musik] jährlich etwa 15 Millionen Touristen an, die rund 10 Milliarden Euro ausgeben und Arbeitsplätze schaffen in Kultur, Gastronomie und vor allem Hotellerie. Ztausende Wohnungen stehen den Touristen zur Verfügung und sie alle müssen täglich geputzt werden. Lamparo ist eine von ihnen. 2006 kam sie aus Kolumbien nach Spanien in der Hoffnung, sich und ihrer Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen. Auch sie allein erziehend, ohne Papiere, nur mit einem Koffer. Erst fand sie einen Job im Schlachthaus, heute arbeitet sie ganz regulär und legal im Hotel. Die meisten dieser Unterkünfte hier sind Pensionen, Airbnbs oder Apartotels. Barcelona ist ein sehr begehrtes Reiseziel. Es gibt unglaublich viele Touristen, aber den wenigsten ist wirklich bewusst, dass die Zimmermädchen, die ihre Zimmer sauber machen, sehr, sehr arm sind. im Präkariat leben. Der Tourismusbom in Barcelona hat die Situation dieser Frauen nicht verbessert. Im Gegenteil, wir sind nicht gegen den Tourismus, wir sind gegen den Massentourismus. Das kann ich ganz klar sagen. Warum? Weil niemand die Zimmermädchen im Blick hat. Wir sind aber auch Menschen. Der Arbeitsdruck ist enorm, weil wir in immer kürzerer Zeit 20 oder 25 Zimmer schaffen müssen. In 8 Stunden sollen wir immer mehr Zimmer sauber machen. Offiziell sind es zwar 8 Stunden Arbeit am Tag, aber in Wirklichkeit sind es jetzt 10, 12 oder noch mehr Stunden. Wir arbeiten unter einem riesengroßen Druck. Darum hat Luis Amparo eine Art Gewerkschaft von Hotelreinigungskräften gegründet im Kampf um Anerkennung und bessere Arbeitsbedingungen. Die Kellys, sie sind zu einem Symbol für den Kampf gegen prekäre Beschäftigung im Tourismus geworden. Jeden Freitagabend treffen sich die Kellys, eine Anlaufstelle für alle Zimmermädchen, die Rad suchen oder mitkämpfen wollen. Was also können wir als Verein leisten? Wir können allen, die als Zimmermädchen arbeiten, die im Hotel beschäftigt sind, ein paar Instrumente zur Selbstermächtigung an die Hand geben. Wir informieren euch über die Tarifverträge im Gastgewerbe und wir haben uns ins Arbeitnehmergesetz eingearbeitet. Das ist zusammen mit dem Tarifvertrag die Grundlage unserer Rechte bei der Arbeit. 2016 hat Luis Ampero mit ihrer Gewerkschaftsarbeit angefangen, neben ihrem Job in einer Hotelwäscherei, um sich und ihren Kolleginnen faire Gehälter und Bedingungen zu ermöglichen. Wir haben ganz viele Videos von unserer Arbeit als Kollektiv, seit es uns gibt und gehen damit online. Mal sehen, welches ich euch zeigen kann. Da sind so viele. Das hier z.B. Das ist vom letzten Jahr, da waren wir alle dabei. Mit Demos machen sie auf ihre Arbeitsrealität aufmerksam. Auch die Touristen wollen sie mit solchen Fotos aufrütteln. Sie betonen, dass der wirtschaftliche Erfolg des Tourismus oft auf ihrer unsichtbaren Arbeit beruht. Sie ziehen laut vor das Rathaus oder vor nutzen Social Media, um Gehör zu finden. Dazu gehört auch ihr ein prägsamer Name. Unser Name Las Kellis ist ein Wortspiel. Alle fragen immer, woher kommt das? Ganz einfach, wir sind die, die die Hotelzimmer putzen. Also auf Spanisch limpian oder einfach Kellys. Las die die putzen. Schau hier die Kelly von Catalonien. Das sind wir. Unión catalora asociachete dichu was fragen. Ich arbeite über diese Zeitarbeitma und wollte wissen, ob man das klären kann, was die bezahlten Stunden und die Arbeitstage [musik] angeht. Z.B. hier. Ich habe an diesen zwei Tagen gearbeitet und dafür 206,94 € bekommen. Und hier habe ich nur einen Tag gearbeitet und dafür 76 € erhalten. Manchmal arbeite ich ebenfalls nur einen einzigen Tag, bekomme aber etwas mehr. Woher kommt dieser Unterschied? Das müssen wir uns ganz genau anschauen mit deiner Lohnabrechnung und wie sie aufgebaut ist. Kannst du mir eine Lohnabrechnung zeigen? Ich glaube, dass man dich hier ausnutzt. Es kann nicht sein, dass bei dir alles anteilig abgerechnet wird und das Ergebnis dann so aussieht. Der Lohn fällt von einem Tag auf den anderen unterschiedlich aus und ist nicht nachvollziehbar. Wir müssen Vertrag und Lohnabrechnungen genau prüfen und alles nachrechnen. Wenn etwas nicht stimmt, reichen wir Beschwerde ein, gehen zur Arbeitsinspektion oder suchen einen Anwalt, damit geprüft wird, ob das, was Sie verdienen, korrekt ist. Trotz gesetzlicher Reformen, auch dank der Kellys, kommt es weiterhin zu Missbrauch, vor allem bei Frauen, die illegal hier sind. Zurzeit habe ich keinen regulären Aufenthaltsstatus, aber dank des neuen Dekrets habe ich die Möglichkeit, meine Situation nun zu legalisieren. Ich bin gerade dabei, befinde mich mitten in diesem Prozess. Hier in Spanien hat sich für mich nun eine Chance ergeben. Obwohl mein Vater eingebürgerter US-Amerikaner ist, ist es schwieriger in die USA einzureisen als hier. Und trotz allem, was ich erlebt habe, habe ich hier viele wunderbare Menschen getroffen. Sehr viele liebe Menschen, die einen unterstützen, die einem die Hand reichen und einen in den Arm nehmen. Die Kelly haben mich mit offenen Armen aufgenommen. Unsere Aufgabe ist genau das, ihnen Werkzeuge, aber auch Selbstbewusstsein zu geben, damit sie ihre Rechte kennen, denn sie werden auf jede nur denkbare Weise ausgebeutet. Es ist ein harter Kampf und es ist unsere Arbeit, sie dabei zu begleiten. [musik] Man hält zusammen. Doch das bedeutet [musik] auch oft ein Leben in einer Parallelwelt. [musik] Sonntags kommt Mildritt mit ihren Kindern in den Stadtpark von Tetan, einem Treffpunkt für Latinus in Madrid. Die südamerikanischen Einwanderer bleiben meist unter sich, sei es bei der Arbeit oder in der Freizeit. Auch wer hier eine Familie gründet, findet den Partner meistens aus dem eigenen Kulturkreis. [musik] [singen] Ich bin hier in Spanien geboren, aber Eador gefällt mir trotzdem sehr gut, weil dort alles sehr schön ist. Auch die Küche ist toll, das Essen ist großartig und weil ich gerne esse, hat mir dort wirklich alles geschmeckt. Und ich bin halb Ecuadorianerin, halb Spanierin. [jubel] Im Juni fahren wir nach Ecuador und besuchen meine Familie. Die Kinder fühlen sich aber als Spanier. Wenn wir eine Weile in Ecuador sind, sagen sie schon nach ein zwei Wochen: "Mama, wann fahren wir nach Hause? Für mich ist beides schön. Eador und Madrid. Neue zu entdecken ist toll. Ich habe Freunde aus Peru, Eador, Venezuela und Kolumbien. Ziemlich viele sogar. Die meisten, die ich kenne, kommen aus Lateinamerika, aus Ecuador. Die meisten meiner Freunde kommen auch aus Lateinamerika. Ein paar sind Spanier, alle anderen Ecuadorianer, Venezulaner, Chinesen, Peruaner oder Kubaner. China, Peru Cuba und manchmal spielen wir alle zusammen Fußball und Volleyball und wir veranstalten auch Turniere in Teams. [musik] Bruno Beatrice und ihre Freunde gleichen die extrem niedrige Geburtenrate Spaniens fast aus. Ein weiterer Aspekt, [musik] warum Immigration und Legalisierung vom Staat gewollt sind. Inzwischen vermischen wir uns auch etwas. Es gibt jetzt auch Spanierinnen und Spanier, die mitmachen, die gern hierher kommen, Sport treiben und gucken, was wir hier machen, dass wir uns treffen, zusammen essen, wie wir die Zeit zusammen genießen, ein Bierchen trinken und wenn sie das mit uns teilen, ist das schön. Hoffen wir, dass es so bleibt, dass irgendwann alle zusammenkommen. Die nächste Generation wird es mit der Integration leichter haben. So auch Mildrits erste Tochter aus Ecuador, die sie ganz legal im Zuge der Familienzusammenführung nach Spanien geholt hat. Lisbeth kam nach Madrid, nachdem ihre Großmutter gestorben war. Mildrit hat sich um die Einreise gekümmert, auch um einen guten Job und eine kleine Wohnung für sie. Aber das hatte seinen Preis für die junge Frau. Ich hatte Ersparnisse, aber weil ich diese Wohnung mieten musste, habe ich jetzt keine mehr. Jetzt heißt es eben wieder von vorne anfangen, weiterarbeiten, sparen und nach und nach etwas aufbauen. Wenn ich mir eine Wohnung kaufen wollte, wäre das zwar schwierig, aber nicht unmöglich. Wenn man arbeitet und spart, kann man es schaffen. Ich möchte eine Wohnung kaufen und gleichzeitig unsere Familie in Ecuador unterstützen. Spanien ist sehr erfolgreich, nicht nur durch die Spanier, auch durch uns Lateinamerikaner, die hierherkommen, um sich eine Zukunft aufzubauen. Wir arbeiten gut und leisten unseren Beitrag. Und jetzt gehe ich arbeiten, starte in den Tag. [musik] Ne. Dank Menschen wie Mildritt und Lisbeth gehört Spaniens Wirtschaft zu den erfolgreichsten in Europa. Durch die Legalisierung und vereinfachte Immigration ist der American Dream zum Spanish Dream geworden. [musik] Wenn wir Zeit haben, treffen wir uns, gehen aus, trinken was oder gehen auch mal tanzen. Es lenkt uns ab, weil wir die ganze Woche arbeiten. Wenn wir uns hier treffen, können wir etwas entspannen. Wir lachen, erinnern uns an unsere gemeinsamen Erlebnisse aus unserer Kindheit, an die Dinge, die wir früher gemacht haben. Ihre Tochter hat es heute in der neuen Heimat sehr viel leichter als ihre Mutter, die vor 20 Jahren gekommen ist. Ich arbeite auch deshalb so viel, weil sie mir ein Vorbild war. Sie ist eine sehr fleißige Frau. Sie hat immer gekämpft und gearbeitet, obwohl sie mich schon in jungen Jahren bekommen hat. Dasselbe hat sie auch für meine Geschwister getan. Das ist wirklich bewundernswert. Auch ich arbeite viel, auch für sie. Sie ist eine echte Kämpferin und ich bin glücklich, alle meine Kinder bei mir zu haben. Ich bin die glücklichste Frau. Während es bei Lisbeths Mutter noch ums Überleben ging, blickt ihre Tochter selbstbewusst in eine spanische Zukunft. Ich sehe meine Zukunft hier in Spanien. Ich würde gern meine eigene Chefin sein, mein eigenes Geschäft haben, am liebsten in der Gastronomie. weil mir das wirklich Spaß macht. Ich wünsche mir deshalb mein eigenes Restaurant und möchte es selbst führen. Spanien gibt den Einwanderern eine Chance und sie helfen der Wirtschaft Spaniens.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=mtAZuy2hUcA |
| Titel | Spaniens Boom: Aufschwung aus dem Schatten der Gesellschaft | SPIEGEL TV für Arte Re: |
| Kategorien | BulkNews, DER SPIEGEL, doku, einwanderung, spanien |
| Hinzugefügt | 2026-07-26 18:22:50 |
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