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WELT Nachrichtensender – FEUER-ALARM IN EUROPA: „96 bis 98 Prozent sind menschengemacht“ – Goldammer warnt!

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FEUER-ALARM IN EUROPA: „96 bis 98 Prozent sind menschengemacht“ – Goldammer warnt!

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FEUER-ALARM IN EUROPA: „96 bis 98 Prozent sind menschengemacht“ – Goldammer warnt!

Die Waldbrände in Frankreich und Spanien eskalieren. Professor Johann Georg Goldammer, Direktor des Global Fire Monitoring Center der Universität Freiburg, ordnet die dramatische Lage ein. Er erklärt, welche Rolle Klimawandel und menschliches Fehlverhalten spielen und warum sich auch Deutschland auf neue Waldbrand-Risiken einstellen muss.

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🤖 Zusammenfassung

Professor Johann Goldammer vom Global Fire Monitoring Center der Uni Freiburg beurteilt die aktuellen Waldbrände in Frankreich und Spanien als außergewöhnlich. Im Vergleich zur globalen Analyse für 2025 – weltweit 460.000 Evakuierte, 31 tote Einsatzkräfte und 125 zivile Tote – sei der Großteil dieser Zahlen allein in den beiden Ländern bereits erreicht, darunter 160.000 Evakuierte in einem Gebiet.

Goldammer betont, dass Südeuropa sich zwar systematisch auf die Brandbekämpfung vorbereitet habe, der Klimawandel diese Bemühungen aber weltweit überhole. Mehr proaktive Maßnahmen zur Schaffung von Resilienz – also widerstandsfähiger Kulturlandschaften – seien nötig, was politisch weniger spektakulär, aber dringender sei als reine Brandbekämpfung. Die meisten Feuer (96–98 Prozent) gehe auf menschliche Fahrlässigkeit oder Brandstiftung zurück; natürliche Ursachen wie Blitze seien selten. In Deutschland biete die fragmentierte Kulturlandschaft Vorbereitungsmöglichkeiten durch Walderschließung und Brandschutzkorridore, doch das sei Neuland.

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📜 Transkript

Zugeschaltet ist mir jetzt Professor Johann Goldammer, erster Direktor des Global Fire Monitoring Center der Uni Freiburg. Ich grüße herzlich. Hallo. Einen schönen guten Morgen, Herr Töchen. Ja, und Sie beobachten ja Waldbrände schon seit Jahrzehnten kann man sagen. Wie schlimm ist das, was wir da jetzt gerade erleben in Frankreich, in Spanien im Vergleich zu den Jahren oder den letzten 20 Jahren davor? Na ja, wenn wir die derzeitige Situation in Frankreich und Spanien mit äh unserer globalen Analyse für das vergangene Jahr 2025 vergleichen, wir werden ja die Schäden von Vegetationsbränden, von Landschaftsbränden jährlich aus. Da hatten wir im vergangenen Jahr insgesamt 460.000 Personen, die wir evakuiert wurden, weltweit. Und wenn wir jetzt sehen, äh, dass diese Zahlen, die Hälfte davon praktisch jetzt schon erreicht ist in Frankreich und in Spanien, dann haben wir eine außergewöhnliche Situation. Und das gleiche betrifft natürlich auch die äh Todesopfer. 2025 wurden weltweit 31 Einsatzkräfte äh sind ums Leben gekommen, 125 Zivilpersonen. In anderen Jahren waren das mehr, aber wir befürchten halt, dass die Situation in Frankreich und in Spanien tatsächlich außergewöhnlich ist. Das sind ja wirklich extrem hohe Zahlen. Wenn wir da hören 160.000 Menschen, die allein da jetzt evakuiert werden müssen. Ist denn Südeuropa beim Waldschutz heute schlechter aufgestellt als vor 10 Jahren oder woran liegt das? Die äh Länder Südeuropas haben sich ja in den letzten Jahren sehr systematisch vorbereitet in Hinblick auf die Bekämpfung, die Kontrolle von diesen Bränden. Nur äh ist eine Entwicklung, die läuft uns überall davon weltweit. Das sehen wir nicht nur im Euromediterranenraum, sondern äh weltweit letztlich auch in kleiner Maßstab hier in Deutschland, dass aufgrund des Klimawandels unsere Waldvegetation, das Offenland, also auch Buschland, auch landwirtschaftliche Flächen sehr viel anfälliger werden gegen Feuer und da muss sehr viel mehr proaktiv eingegriffen werden. Und das sind Dinge, die verlangen sehr ähm, sagen wir mal, sehr klare politische Entscheidungen in allen Ländern, weil diese Vorbereitung, diese Schaffung von Resilienz, wie wir das sagen, von unseren Landschaften gegenüber Wildfeuer, das ist etwas, äh, das ist nicht so spektakulär, wie beispielsweise auf einen Großbrand zu reagieren. Und da muss die Politik sehr einfühlsam sich in den nächsten Jahren neu orientieren. Das heißt, die Frau in den Beitrag hat auch recht, wenn sie sagt, die Regierung hätte vorher schon mehr tun müssen. Jetzt ist der Klimawandel sicherlich eine Ursache. Wie groß ist denn möglicherweise auch der Anteil menschlicher Nachlässigkeit? Das wird hier ja auch spekuliert bei diesen Bränden. Na ja, die Brände hier in Europa und das betrifft viele Regionen weltweit werden primär durch den Menschen verursacht. Da gibt es verschiedene Gründe dafür, aber natürliche Ursachen wie z.B. Blitzschlag äh das kommt immer wieder vor. Das hatten wir dieses Jahr in Europa äh auch schon an einigen Stellen. Spielt aber letztlich eine untergeordnete Rolle. Also in der Regel so um 96 bis 98% der Brände werden durch Fahrlässigkeit bisweilen auch durch Brandstiftung ähm erzeugt. Und äh das sind Dinge, die sind schwer äh zu greifen für eine Regierung, weil wir sehen, dass die Situation sich über Jahre hinweg nicht geändert hat. Herr Professor, ganz kurz noch muss ich fragen, wenn das so ist, wie Sie sagen, fragen sich natürlich auch viele Zuschauer hier und in Deutschland, kann sowas auch bei uns in dieser Größenordnung passieren? Hier in Deutschland ist unsere Kulturlandschaft sehr stark fragmentiert. Ähm, wir haben einen Wechsel von Wald und Offenland äh Landschaften und hier bieten sich Möglichkeiten, dass wir im äh Vorfeld uns schon äh besser vorbereiten. Das heißt, äh durch die Erschließung von Wald, durch die Errichtung von Waldbrandschutzkorridoren kann man hier schon einiges machen. Aber auch hier muss ich sagen, das ist Neuland für Deutschland. Da müssen wir uns drauf einstellen in den kommenden Jahren. Professor Johann Goldimer, Direktor des Global Fire Monitoring Center der Uni Freiburg, ganz herzlichen Dank für diese Einschätzungen, Zahlen und Daten. Ich danke Ihm.


📊 Link-Infos

URL https://www.youtube.com/watch?v=svB_3lwkYnU
Titel FEUER-ALARM IN EUROPA: „96 bis 98 Prozent sind menschengemacht“ – Goldammer warnt!
Kategorien BulkNews
Hinzugefügt 2026-07-25 21:58:58
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