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PUTINS KRIEG: „Macht Russen zu schaffen!“ – Von Moskau bis Jekaterinburg: Ukrainische Angriffe verursachen enormen wirtschaftlichen Schaden
Russland hat Ziele nahe Kiew mit drei Kurzstreckenraketen angegriffen. Eine Rakete fing die Ukraine ab. Zwei Geschosse schlugen ein. Mindestens zehn Menschen starben. Mehr als 100 wurden verletzt.
Der Angriff traf eine Waffenausstellung nordwestlich der Hauptstadt. Dort wurden Drohnen, Kamikazedrohnen, Abfangdrohnen und elektronische Kampfmittel gezeigt. Die Veranstalter hatten die Ausstellung in sozialen Medien angekündigt. Zudem war eine Online-Registrierung möglich. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen Fahrlässigkeit.
Russische Drohnen griffen auch Sumy im Norden der Ukraine an. Sie trafen eine Tankstelle und ein Postamt. Die Militärverwaltung meldete mindestens zwei Tote und zwei Verletzte.
Weitere russische Angriffe richteten sich gegen Odessa sowie ukrainische Hafenanlagen am Schwarzen Meer und an der Donau bei Ismaji
🤖 Zusammenfassung
Der ukrainische Präsident Selenskyj warnte vor weiteren massiven russischen Raketenangriffen. Bei einem Drohnenangriff auf Sumy im Norden der Ukraine wurden mindestens zwei Menschen getötet. Nach Angaben eines Korrespondenten griff Russland mit drei Kurzstreckenraketen eine Waffenausstellung nordwestlich von Kiew an; eine Rakete wurde abgefangen, zwei schlugen ein. Dabei widersprachen sich die Angaben zu den Todesopfern – zunächst mindestens 15, später mindestens zehn Tote und über 100 Verletzte. Die Veranstaltung war offenbar über soziale Medien und eine Online-Anmeldung beworben worden, sodass russische Geheimdienste davon erfuhren. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen Fahrlässigkeit. Parallel eskalieren die gegenseitigen Luftangriffe: Russland greift Häfen in Odessa und Ismajil an, während die Ukraine russische Raffinerien und Logistikzentren attackiert. Laut staatlichen russischen Umfragen sinkt Putins Zustimmung von über 80 auf etwa 65 Prozent, was Kriegsmüdigkeit, wirtschaftliche Schäden und Zensur zugeschrieben wird. Eine kritische Masse oder politische Wende sei aber noch nicht erkennbar.
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📜 Transkript
Der ukrainische Präsident Selenskyj hat die ukrainische Bevölkerung in seiner Videoansprache vor weiteren massiven russischen Raketenschlägen gewarnt. Am Abend haben russische Drohnen erneut die Stadt Sumy im Norden der Ukraine angegriffen. Die Geschosse trafen unter anderem eine Tankstelle und ein Postamt. Die Militärverwaltung berichtet von mindestens zwei Toten sowie zwei Verletzten. Bereits gestern waren bei einem Raketenangriff nahe Kiew mindestens 15 Menschen getötet worden. Und damit zu unserem Korrespondenten Christoph Wanner nach Kiew. Christoph, immer wieder gibt es ja diese schweren Angriffe des russischen Militärs, und einer in der Nähe von Kiew, der hatte besonders schwerwiegende Folgen. Was ist da genau passiert? Ja, gestern hat sich hier für die Ukraine was äußerst Negatives zugetragen. Es war ein massiver russischer Raketenangriff auf das Umfeld der ukrainischen Hauptstadt, etwas nordwestlich. Da war eine Waffenausstellung, eine Waffenvorführung. Davon haben die Russen Wind bekommen und haben mit drei Kurzstreckenraketen attackiert. Eine konnte die Ukraine abfangen, zwei sind eingeschlagen, und die Konsequenzen sind natürlich äh furchtbar hier für die Ukraine. Mindestens zehn Tote, über 100 Verletzte. Und das besonders Ärgerliche ist, dass wahrscheinlich Leichtsinn der Grund dafür ist, dass die Russen von dieser Ausstellung Wind bekommen haben. Die Ukrainer haben wohl das Ganze im Internet, in den sozialen Medien annonciert. Dann gab es für diese Ausstellung am Rand von Kiew auch noch eine Online-Registrierung. Also man konnte sich da online anmelden, und natürlich klar, dass davon die russischen Geheimdienste Wind bekommen haben und sofort attackiert haben. Und so sind eben diese großen Schäden und auch die vielen Toten und Verletzten zu erklären. Jetzt hat hier schon die Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen wegen Fahrlässigkeit, und ähm dann haben auch äh gleich Kollegen hier in der Ukraine weiter untersucht, was da alles passiert sein könnte und was es vielleicht noch alles für Ankündigungen im Internet gibt. Und da hat sich herausgestellt, dass das nicht das einzige Ereignis ist, was im Internet, in den sozialen Medien annonciert wird. Und das muss natürlich sofort aufhören, weil das natürlich den Russen extrem hilft, herauszufinden: Wo sind Ausstellungen, wo sind Waffenpräsentationen? In diesem Fall ging es vor allem um Drohnen, elektronische Kampfmittel, Kamikazedrohnen, Abfangdrohnen und eben sehr großen Schaden, sehr viele Tote und Verletzte, wie ich gesagt habe. Und die Russen greifen auch Odessa wieder an. Massiv die Hafenanlagen am Schwarzen Meer. Auch die Hafenanlagen der Ukrainer an der Donau, die Stadt Ismajil. Und die Ukrainer attackieren das russische Kernland. Wieder Logistikzentren wohl von Wildberries, jetzt in der Nähe von Jekaterinburg, und so gehen eben diese Luftschläge hin und her. Das erleben wir jetzt schon über die vergangenen Tage hin, und das Ganze eskaliert immer mehr. Du sprichst es an. Auch die Ukrainer bleiben durchaus wehrhaft und greifen Raffinerien und Logistikzentren von zum Beispiel Onlinehändlern an. Das hat ja auch wirtschaftliche Auswirkungen, die die russische Bevölkerung zu spüren bekommt. Ändert das denn etwas an der Popularität des russischen Präsidenten? Ich glaube schon. Ich glaube schon, dass Putin heute bei Weitem nicht mehr so populär ist bei der russischen Bevölkerung, wie das einmal war. Ich stütze mich da auf Umfrageergebnisse russischer staatlicher Meinungsforschungsinstitute, FOM und WZIOM heißen die, und das Ganze ist natürlich unter staatlicher Kontrolle, deswegen immer mit Vorsicht zu genießen, diese Daten. Und da heißt es, dass die Zustimmungswerte von Putin bei 65 bis 66 Prozent liegen. Immer noch sehr viel, aber man kann natürlich davon ausgehen, dass so staatliche Institute in Russland gerne auch die Zahlen etwas schönen und besser darstellen, als sie sind. Das ist mein Verdacht. In den Hochzeiten hatte Putin Umfragewerte von weit über 80 Prozent. Das Ganze sinkt, und daraus können auch die staatlichen Meinungsforschungsinstitute kein Geheimnis mehr machen. Der Grund dafür ist sicherlich auf der einen Seite die Kriegsmüdigkeit bei vielen Menschen, dann die Probleme mit der Benzinversorgung wegen der ukrainischen Schläge auf die russischen Raffinerien. Jetzt auch der große wirtschaftliche Schaden durch die Angriffe auf die Logistikzentren von Wildberries in Moskau, in St. Petersburg, in Jekaterinburg, im Süden des Landes, bei Twer. So geht das schon die ganze Woche über, und das macht natürlich der Bevölkerung zu schaffen. Wirtschaftlicher Schaden enorm. Und dann darf man auch eines nicht unterschätzen: die Zensur, die in Russland herrscht. Und das Ganze geht auch extrem vielen Menschen stark auf die Nerven, um das vorsichtig zu formulieren. Und deswegen sind Putins Umfragewerte weiter unten. Ist das eine kritische Masse? Kann das Ganze dazu führen, dass der Kremlchef einlenkt, umdenkt oder vielleicht sogar in Bedrängnis geraten könnte in Russland? Nein, im Augenblick noch auf gar keinen Fall. Das, was wir da sehen an Unzufriedenheit, ist keine kritische Masse, und der Kremlchef wird seinen Stil weiterführen. Er wird versuchen, seine Ziele zu erreichen, die Ukraine aus dem Donbass rauszuwerfen, aus den Provinzen Donezk und Luhansk, und das ist sein Kriegsziel. Und sein Ego erlaubt es Putin nicht, dieses Kriegsziel zu ändern, zumindest jetzt im Augenblick nicht. Und dann geht es ihm auch noch um die Reputation, die Reputation vor allem im globalen Süden. Man darf ja nicht vergessen, dass die Russen noch viele Wirtschaftspartner haben, Geschäftspartner haben, allen voran China und Indien. Und wenn Putin jetzt klein beigeben würde, würde das bedeuten, dass man ihn auch da nicht mehr ernst nimmt, und das wird der russische Präsident auf jeden Fall versuchen zu vermeiden. Christoph, vielen Dank nach Kiew.
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=FVVVa3cSldw |
| Titel | PUTINS KRIEG: „Das macht Russen zu schaffen!“ Ukrainer verursachen enormen wirtschaftlichen Schaden |
| Kategorien | BulkNews |
| Hinzugefügt | 2026-07-25 09:26:54 |
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