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DEUTSCHLAND: Bundeslagebild meldet mehr Fälle sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen

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DEUTSCHLAND: Bundeslagebild meldet mehr Fälle sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen

Kanal-Aufrufe 0 🔗 https://www.youtube.com/watch?v=c2N9zf9xJpU 🤖 Zusammenfassung Die Bundespressekonferenz 2025 präsentierte das Bundeslagebild zu Sexualdelikten an Kindern und Jugendlichen, vorgetragen von Innenminister Dobrindt, BKA-Chef Münch und Beauftragter Claus. Trotz einzelner Rückgänge bleiben die Zahlen auf hohem Niveau; jugendpornografische Inhalte stiegen 2025 um rund 20 Prozent auf 11.500 Fälle, eine Verdopplung gegenüber 2021. Die Regierung macht KI-Tools…

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DEUTSCHLAND: Bundeslagebild meldet mehr Fälle sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen

🔗 https://www.youtube.com/watch?v=c2N9zf9xJpU

🤖 Zusammenfassung

Die Bundespressekonferenz 2025 präsentierte das Bundeslagebild zu Sexualdelikten an Kindern und Jugendlichen, vorgetragen von Innenminister Dobrindt, BKA-Chef Münch und Beauftragter Claus. Trotz einzelner Rückgänge bleiben die Zahlen auf hohem Niveau; jugendpornografische Inhalte stiegen 2025 um rund 20 Prozent auf 11.500 Fälle, eine Verdopplung gegenüber 2021. Die Regierung macht KI-Tools für die einfache Erstellung und Veränderung illegaler Inhalte verantwortlich. Bei Tatverdächtigen sind 84 Prozent deutsch und 16 Prozent nichtdeutsch, darunter überproportional Syrer und Afghanen; 87 Prozent sind männlich. Als Gegenmaßnahmen nennt Dobrindt IP-Adressenspeicherung, internationale Zusammenarbeit, die EU-CSA-Verordnung und ein europäisches Opferschutzamt. Die geplante IP-Speicherung bleibt allerdings datenschutzrechtlich umstritten.

Summary created by "LinkBuster-KI HAL8999 – Status READY!!"

📜 Transkript

Und wir schauen noch mal aufs Livebild, um  zu sehen, ob in der Bundespressekonferenz   der Bundesinnenminister und der BKA-Chef so  langsam den Saal betreten, um ihr Lagebild   zur sexualisierten Gewalt gegen Kinder und  Jugendliche vorzustellen, die nach wie vor   viel zu hoch ist. Das muss man auch ganz klar  sagen: Jeder einzelne Fall ist ein Fall zu viel.   Viele der Taten verlagern sich oder auch die  Ausbreitung und Verbreitung dieser Taten ins   Internet, in Sphären, wo es für den Gesetzgeber  und die ermittelnden Behörden sehr schwer ist,   hinzukommen und der Täter habhaft zu werden. Wir  sehen, hier werden noch Fotos gemacht von den   Kollegen Fotografen, und dann erwarten wir in  wenigen Augenblicken die Details zum Lagebild,   wahrscheinlich auch mit Überlegungen,  wie man da noch intensiver wird ermitteln   können oder müssen und wie man auch  die Strafverfolgungsbehörden vielleicht   anders ausstatten muss, um der Täter habhaft zu  werden. Aber eine Frage wird natürlich auch sein:   Wie kann man den Opfern Hilfe angedeihen  lassen und wie unterstützt man auch diejenigen   Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, die sich  diese zum Teil extrem grausamen Taten anschauen   müssen, um überhaupt vernünftig ermitteln zu  können? Und damit geben wir ab in die BPK. Guten Tag, liebe Kolleginnen und Kollegen.  Herzlich willkommen in der Bundespressekonferenz   und herzlich willkommen unseren Gästen:  Bundesinnenminister Alexander Dobrindt,   Holger Münch, der Präsident des  Bundeskriminalamtes, und Kerstin Claus,   die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen  Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Es geht   heute um das Bundeslagebild Sexualdelikte zum  Nachteil von Kindern und Jugendlichen aus dem   Jahr 2025, also dem vergangenen  Jahr. Herzlich willkommen Ihnen. Ich sage nur kurz ein paar Worte für alle, die uns  an den Bildschirmen verfolgen und sich wundern,   dass es etwas anders aussieht als normalerweise.  Der Saal der Bundespressekonferenz wird im Moment   ein bisschen renoviert. Es kommt ein neuer  Teppichboden und umweltfreundliches Licht.   Wir befinden uns hier im Tagungszentrum im Haus  der Bundespressekonferenz und haben versucht,   es so auszustatten, dass es fast so aussieht wie  immer. Aber es sieht natürlich nicht ganz so aus   wie immer. An die Kolleginnen und Kollegen: Es  gibt Handmikrofone, die Sie bitte auch benutzen,   damit der Ton auch in die Sendestationen  übertragen wird und Sie hörbar sind. Das   ist bitte herumzureichen in kollegialer Art und  Weise. Es gilt weiterhin die Regel: eine Frage,   eine Nachfrage. Und ich habe hier sozusagen  die Macht, das Mikrofon an- und auszustellen   und würde es dann nach der Nachfrage auch  ausstellen mit der Bitte, es weiterzureichen. So, das zur Einleitung. Herzlich willkommen  noch mal, Herr Minister. Sie haben das Wort. Ja, sehr geehrte Damen und Herren, herzlichen  Dank, dass Sie heute das Bundeslagebild   Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und  Jugendlichen begleiten. Dieses Lagebild   beschreibt die Lage im Jahr 2025 zur Entwicklung  im Bereich des sexuellen Missbrauchs von   Minderjährigen. Das Lagebild beruht auf den Daten  der Polizeilichen Kriminalstatistik. Das soll   heißen, dass wir uns hier mit dem polizeilichen  Hellfeld beschäftigen. Und ich sage das voraus:   Wir gehen von einem hohen Dunkelfeld aus,  das wir nicht beziffern können, das aber nach   unserer Einschätzung das, was wir im Hellfeld  sehen, noch einmal deutlich übersteigen könnte. Der Bericht unterscheidet unterschiedliche  Delikte: sexueller Missbrauch von Kindern und   Jugendlichen, kinderpornografische Inhalte  und sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen.   Zusammenfassend kann man über all diese  Bereiche und unterschiedlichen Delikte sagen:   Auch wenn in einzelnen Teilbereichen  Rückgänge von Fallzahlen erkennbar sind,   bleiben die Zahlen der Sexualdelikte  erschreckend hoch und verzeichnen in   Teilen einen dramatischen Anstieg, insbesondere  im Bereich der jugendpornografischen Inhalte. Wir sehen hier eine Steigerung im letzten  Jahr von rund 20 %. Ein dramatischer Befund,   den ich auch anhand eines Schaubildes deutlich  machen kann. Fallzahlen zur Herstellung,   Verbreitung, zum Erwerb und Besitz  jugendpornografischer Inhalte.   Wir sehen hier im Jahr 2025 eine Zahl von 11.500  Fällen, eine Steigerung von 20 % gegenüber dem   Vorjahr. Die Dramatik wird deutlich, wenn man den  Fünfjahresvergleich anstellt. Wir haben hier mehr   als eine Verdoppelung vom Jahr 2021 auf das Jahr  2025: von 5.000 Fällen auf über 11.500 Fälle.   Da wird deutlich, dass wir es  hier mit einem anwachsenden,   steigenden Phänomen zu tun haben, dem wir  in aller Deutlichkeit entgegentreten müssen. Warum steigt dieses Phänomen so stark? Da gibt  es unterschiedliche Auslöser. Einer davon ist   allerdings, dass mit der Nutzung von KI die  Veränderung von kinderpornografischen Inhalten,   also die qualitative Weiterveränderung,  sehr einfach geworden ist und von Tätern   sehr niederschwellig genutzt werden kann  und offensichtlich auch genutzt wird.   Das zeigt bereits einen Handlungsbedarf auf,  auf den wir später noch eingehen werden. Im Bereich der Tatverdächtigen, was die  jugendpornografischen Inhalte anbelangt,   ist es so, dass die Zahl der Tatverdächtigen   ebenfalls deutlich steigt. Sowohl bei den  deutschen als auch bei den nichtdeutschen   Tatverdächtigen verzeichnen wir Steigerungen  zwischen 15 % und 17,5 %. Bei der Unterscheidung   zwischen deutschen und nichtdeutschen  Tatverdächtigen kann man sagen, dass 84 % deutsche   Tatverdächtige sind und 16 % nichtdeutsche  Tatverdächtige. Bei den nichtdeutschen   Tatverdächtigen ist die häufigste Gruppe aus dem  Bereich der Syrer und der Afghanen zu verzeichnen. Diese Tatverdächtigen sind überwiegend  männlich. Auch das muss man dazu sagen.   87 % der Tatverdächtigen sind  männlich, 13 % sind weiblich. Das ist für uns eine Herausforderung, die nach  unserer Einschätzung in der kommenden Zeit noch   größer wird, weil künstliche Intelligenz  es noch einfacher macht, pornografische   und jugendpornografische Inhalte zu erstellen  oder zu verändern, sie damit immer wieder als   neu zu klassifizieren und so neue Straftaten zu  begehen, aber auch neues Interesse zu wecken. Wir treten dem deutlich entgegen.  Auch das BKA nutzt inzwischen neue   Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz  in der Materialauswertung, um sehr schnell   zwischen bereits bekanntem, verändertem  Material und neu hergestelltem Material   unterscheiden zu können. Warum? Weil wir glauben,  dass wir bei neuem Material möglicherweise noch   aktive Missbrauchsfälle identifizieren können.  Bei neuem Material ist die Wahrscheinlichkeit   natürlich höher, dass es sich um noch aktive  Missbrauchsfälle handelt. Deshalb wäre es   besonders wichtig, dann entsprechend dagegen  vorzugehen, um den Missbrauch zu beenden. Wir brauchen die IP-Adressenspeicherung, um gegen  diese kriminellen Machenschaften vorzugehen. Bei   Meldungen, die wir in der Regel aus den USA  von NCMEC bekommen, erhalten wir IP-Adressen   mitgeliefert. Die IP-Adressenspeicherung  macht es möglich, Tätern entsprechend auf   die Spur zu kommen. Das notwendige Gesetz zur  IP-Adressenspeicherung befindet sich bereits   im parlamentarischen Verfahren. Wir gehen  davon aus, dass wir nach der Sommerpause   im Herbst die zweite und dritte Lesung haben  und dieses Gesetz abschließend beschließen. Wir bauen die internationale Kooperation  deutlich aus. Das ist in diesem Bereich   im Netz natürlich entscheidend, weil sich die  Kriminalität nicht an Ländergrenzen orientiert,   sondern im internationalen  Kontext abspielt. Wir hoffen,   dass wir eine Entscheidung zur CSA-Verordnung  auf europäischer Ebene erreichen. Wir befinden   uns jetzt glücklicherweise im Trilog,  um dauerhaft eine Rechtsgrundlage für   die Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs  von Kindern und Jugendlichen zu schaffen. Ich darf an der Stelle auch  sagen: Ich bin froh und dankbar,   dass wir in Deutschland seit mehreren Jahren  die Stelle der Unabhängigen Bundesbeauftragten   gegen sexuellen Missbrauch von Kindern  und Jugendlichen haben. Frau Klaus nimmt   diese Aufgabe in herausragender Weise wahr.  Sie ist für uns ein wesentliches Element,   wenn es um Schutz, Prävention, Aufklärung,  aber auch um Hilfe für Betroffene geht. Ich halte es für dringend notwendig, dass das,  was in Deutschland gelungen ist, nämlich dieses   Amt der Unabhängigen Bundesbeauftragten zu  etablieren, auch auf europäischer Ebene möglich   wird. Wir kennen das in anderen europäischen  Ländern bisher nicht und auch auf europäischer   Ebene gibt es eine solche Stelle bislang  nicht. Wir sehen aber den enormen Gewinn   gerade im Bereich Schutz, Prävention und  Aufklärung, der durch diese Stelle und durch   Frau Klaus möglich ist. Deshalb ist  meine Erwartung an die Europäische Union,   dass wir auch zum Schutz vor sexuellem  Missbrauch von Kindern eine solche Stelle   einführen, um europaweit gegen diese  Entwicklungen stärker vorgehen zu können. Vielen Dank.


📊 Link-Infos

URL https://www.youtube.com/watch?v=c2N9zf9xJpU
Titel DEUTSCHLAND: Bundeslagebild meldet mehr Fälle sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen
Kategorien Zeitung, BulkNews
Hinzugefügt 2026-07-21 22:12:04
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