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📜 Transkript
14 [musik] Uhr in Primaförde. Die Polizisten Chris Boden und Matthias Klein sind in der Niedersächsischen Kleinstadt in der Spätschicht unterwegs. Ob Verkehrsunfall oder Nachbarschaftsstreit, ihre Einsätze bekommen die Polizisten von der Leitstelle. Lässt der Funkspruch auf sich warten, suchen sich die Polizisten ihre Aufgaben. [musik] Äh, wir stehen hier relativ versteckt gerade. Ähm, beobachten einfach tatsächlich den von links nach rechts und rechts nach links fließenden Verkehr. Ähm, ob die Leute jetzt hier beispielsweise angeschnallt sind, Handy in der Hand haben oder oder also um die Mittagszeit ist der Verkehr eigentlich noch eher ruhig. Ähm, das geht dann langsam so in den einzenden Feierabendverkehr über. Ja. Ja. Handy schön in Hand und Ach scheiße. Chris Boden kommt nicht so schnell hinterher, wie er möchte. Ja, es ist gerade ein Taxi an uns vorbeigefahren. Da hatte der Taxifahrer sein Handy in der linken Hand und hat da reingequatscht. Der Taxifahrer ist den Polizisten etwas voraus und fädelt sich auf der geradeausspur [musik] ein, während Chris Boden auf der Abbegerspur steht. Doch dafür das Blaulicht anzuschalten wäre nicht angemessen. Mal so Stichwort Verhältnismäßigkeit, ne? Für die Ahnung einer Verkehrsordnungswierigkeit in dem Maße jetzt hier andere potenziell durch die Wahrnehmung von Sondern Wegerechten ja einer gewissen Gefahr auszusetzen ist einfach schlichtwg nicht verhältnismäßig. Äh machen wir daherin gehen nicht. Ähm, aber wir kriegen dann im Laufe der nächsten Minuten auf jeden Fall unsere Gelegenheit, ihm dann der Verkehrskontrolle zu unterziehen. Wer sein Handy während der Fahrt benutzt, muss 100 € zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg. Nach knapp 5 Minuten schaffen es die beiden, den Taxifahrer auf einem nahe gelegenen Parkplatz anzuhalten. Moin, moin, moin. Eine Verkehrskontrolle einmal Führerschein, Ffahrzeugschein mal bitte. Mhm. Weswegen wir sie in der Kontrolle nehmen, als sie an uns vorbeigefahren sind. Höchstwahrscheinlich werden sie uns gar nicht gesehen haben. Hö gesehen. Gut. Ähm ich muss sie dahin einmal beleernen, dass sie während sie ein Fahrzeug im öffentlichen Vergessraum geführt haben, leider Gottes das Mobiltelefon bedient haben. Okay. In der rechten Hand Tippbewegung. Wahrscheinlich waren sie bei WhatsApp oder irgendwas dergleichen drinne. Das ein Tarbestand, den dürfen wir nicht irgendwie mündlich verwahren oder irgendwas den gleichen. Den müssen wir ahnen. Anderfalls w der Kollege und ich uns selber strafbar machen. Okay. Ja. Ich muss sie einmal belernen, dass sie das Recht auf Aussagefrei haben. Ja, also müssen sich daheg gegenüber der Polizei nicht äußern zu diesem Vorwurf. Ja, s die Beleegung verstanden. Ja, verstanden. Okay. Möchten Sie Angaben machen? M ja, weil ich äh also ich habe hier das Displayessen äh am Funk kann ja hier funken in dem Sinne, ich habe hier mein Display mit den ich quasi umgespielt habe in dem Sinne das Telefon hier genau jetzt ist es da und vorhin war es in ihrer rechten Hand ich kann mich nicht also ich kann mich nicht aber okay dann wer ich das so protokollieren, aber Aber Fakt ist, der Kollege und ich haben das gesehen und [räuspern] entsprechenden. Ja, klar natürlich. Okay, gut. Alles klar. Ähm, dann wer wir ein Datenmittlungsblick fertig machen. Ja. Ja, dazu ein kurzen Moment Geduld haben. Wenn wir fertig sind, kommen wir zu Ihnen zurück. Können Sie sich noch mal äußern oder eben nicht. Können Sie noch mal drüber nachdenken über Ihre Meinung, die Sie gerade geschildert haben. Ja. Ähm und dann werden wir auch schon durch mit der Kiste. Ja. Ja. Okay. Okay. Alles klar. Perfekt. Bis gleich. Danke. Auch wenn es keine Beweisfotos gibt, die Aussagen von Matthias Klein und Chris Boden reichen als Zeugenaussagen. Dass der Fahrer die Tat nicht zugibt, ist für die Polizisten alltäglich. Ähm, also mich beeinträchtigt das nicht. Ganz grundsätzlich ist mir das gleichgültig, vor allem, weil das ja auch sein Recht ist, mir gegenüber nicht zu sagen, geschweige denn, den Verstoß nicht ähm zuzugeben. Ähm ja, ist aber ein bisschen unterschiedlich, was ich als Mensch, als Privatperson, Christ darüber denke im Vergleich zu dem, was ich halt als Oberkommissar Boden dazu denke. Persönlich bin ich ein bisschen enttäuscht von ihm, dass er sich jetzt versucht rauszureden, aber ich sage mal so, 100 € und ein Punkt ist ein saftiges ist ein saftiger Verstoß. Ich will nicht sagen, dass ich es darht verstehen kann, aber ich bin immer ein bisschen ja doch sage ich enttäuscht, wenn die Leute mir halt irgendwie was vom Pferd erzählen wollen. Offenbar hat der Taxifahrer noch mal drüber nachgedacht. Gut, sie bleiben dabei. Was würde dann passieren, wenn jetzt nicht dabei bleiben würde? Wenn sie jetzt sagen würden, okay, sie sind eingeständig, ja, dann kriegen sie ein Überweisungsträger von der Busketstelle, ja, dass sie 100 € überweisen dürfen und kriegen Punkt gut geschrieben in Flensburg. Okay. Und ähm im anderen Fallmäßig könnte es durchaus sein, dass wenn sie wirklich bis in die allerletzte Instanz dabei bleiben, dass sie diese Tat nicht begangen haben, wir uns vor Gericht wiedersehen. Der Kollege, ich, sie gut. Ne, dann dann nehme ich die Strafe. Ist das jetzt ein Schuldeingeständnis oder Bequemlichkeit? Einmal bitte hier unten rechts quitieren. Jawohl. Wir machen das nicht, um irgendwie Geld von ihm zu kriegen. Quatsch. Behauptet. Ganz genau. Oder irgendwelchen Leuten hier irgendwie Punkte gut zu schreiben. Ach Quatsch. Möchten, dass sie das gestehen? Mhm. Weil sie sagen, okay, ich habe was falsch gemacht. Das stimmt. Wenn ich was falsch mache, dann sage ich das auch nur ich ich sage ich ich sage nicht, dass ich ähm mich vergere oder sowas. Ich sage nur, ich kann mich nicht rein, dass ich das halte das geben jetzt aber den Verstoß zu. Ja, weil ich keinen Bock habe auf diesen ganzen vorgerecht und dies und das und jenes. Jetzt nehme ich diese 100 € in den Punkt und dann trotzdem komm da nicht aufeinander oder auf dem Nänner, dann ist das so. Dann muss ich sie so ziehen lassen oder dass es halt ohne dass einig sind. Gut, ich danke ihn trotzdem für ihre Arbeit. Jito Ja, ich danke die Kinder nach Hause bringen. Ja, klar. Alles klar. Also wir machen es halt vorrangig deswegen, weil mit dem Handy gefährlich ist. Sie machen ja auch ihre Arbeit. Ich sag ja nicht, dass sie was falsches machen oder das machen wir mit allen gleich, ne? Wenn wir das uns beide sicher sind gleichzeitig, wir haben das gesehen und wir waren uns eben zeitgleich sicher, das ein Handy im Spiel, kontrollieren wir das, ne? Man ist mit dem Handy im Blindflug unterwegs, wenn man da drauf guckt, ne? Da fährt man mal eben schnell. Ja, haben Sie recht. 6 Sekunden 100 m und hat nicht gesehen, was links und rechts passiert. Darum geht's uns da haben Sie recht. Vollkommen. Alles klar. Gut. Perfekt. Vielen Dank. Schönen Tag noch. Also danke. Ciao. Ciao. Tschüss. Die Polizisten sind zurück auf den Straßen von Bremerfde. An einer Kreuzung im Innenstadtbereich winkt ihn ein älterer Mann. Doch Chris Boden und Matthias Klein sehen ihn nicht rechtzeitig und fahren weiter. Problem. Noch wissen die Polizisten nicht, welche Art von Hilfe der Mann braucht. Alles in Ordnung. Die Polizisten Chris Boden und Matthias Klein sind in Prima Förder auf Streife. Plötzlich macht ein älterer Mann am Straßenrand auf sich aufmerksam. [musik] Die beiden wollen herausfinden, warum er winkt. Bein alles in Ordnung? Ich komme nicht mehr klar. Mein Mark Trockerie ist bitte was mein Markt. Mein Markt, mein Markt wurde das eine Drockerie Geschäft. Der heißt meine Frau, die weiß besser Bescheid. Ja, meinen Markt gibt es aber drüberf überhaupt gar nicht. Kommen Sie mal mit einer aber sie können sich doch nicht hier so in Lebensgefahr begeben, indem sie hier so über die Ja. Nee, über die Bundesstraße stolpern, nur um uns zu fragen, wo die Batterie ist. Nein, richtig. Ist richtig. Wir sind drauf. Ich muss zur Reha. Zu Reha? Ja. Wo denn? Mein Markt soll das heißen oder dein Markt oder irgendwie. Ähm da soll hinten Parkplatz sein. Suchen Sie so ein Sanitätshaus oder was? Ja. Ja, genau. Sanitätshaus am Markt wahrscheinlich. Ja, wahrscheinlich. Dann bringen wir sie gleich mal eben hin. Oh, sie sind ein Schatz. Gut, dass wir sie angetroffen haben. Aber das können sie trotzdem nicht machen zukünftig, ne? Weil wenn sie uns sowas fragen wollen hier so über die Bundesraße, also die sie sind sie sind da einmal fast hingeflogen. Ja, wenn die Verkehrsze immer nicht aufpassen, die fahren sie tot. Fahren sie nicht tot, ne? Steigen s mal wieder ein. Fahren sie gleich eben hier rechts. Da stehen wir hier rechts. Hier rechts. Ja. Ja. Alles klar. Fahren Sie hinter uns her. Das Sanitätshaus [musik] ist nur drei Straßen entfernt. Und wie heißt das so schön? Die Polizei, dein Freund und Helfer. Und das passt zu Chris Boden und Matthias Klein. Ja, wir helfen ja eigentlich grundsätzlich jedem, nicht? Halten mal gleich eben hier an und fahren wir hier rauf, dann können die auch hoffentlich uns hinterheren. Das ist das hier, sagst du, ne? Das da, dass wir sich hier mal ein Packplätzchen suchen. Da vorne ist ja schon gleich schön einer. Ich steig mal aus. Ich red mal mit denen. Ups. Ja, klar. So, suchen sich mal hier ein Parkplatz. Da vorne wird gerade einer ist gerade einer frei geworden und das Sanitäsus ist da Strich gegenüber auf der Seite. Ja, da können Sie daneben hingehen. Ja. Damit haben die beiden dem Ehepaar aus einer angespannten Situation geholfen. Bei älteren Herrschaften achten sie auch noch besonders darauf, ob sie noch verkehrssicher unterwegs sind. Er ist danach noch ganz ordentlich und sportlich gefahren. Das haben wir noch gesehen auf dem Parkplatz. War noch recht zügig unterwegs, konnte sich selber ein Parkplatz suchen. Ich denke mal, als er dann hinter uns hergefahren ist, war auch so ein bisschen Ruhe wieder drin. Damit sind die Polizisten wieder frei für den nächsten Funkspruch. Da aber [musik] nichts dringendes reinkommt, nehmen sie sich Zeit, sich um einen offenen Haftbefehl zu kümmern. Tatsächlich haben wir momentan noch einen aktuellen Fall, der noch nicht vollstreckt worden ist. Äh, da wird höchstwahrscheinlich eine Verkehrsordnungswigkeit im Raume stehen, die zur zum Erzwingungshaftbefehl geführt hat. Ähm, also ist eigentlich äh etwas sehr geringwertiges, sagen wir es mal so. Ähm, entweder er zahlt 40 € oder er geht tatsächlich einen Tag in erzwingungshaft. ähm was sie nicht davon befreit, die 40 € trotzdem noch bezahlen zu müssen. Ganz genau. Also die 40 € muss er so oder so zahlen und dann würde er die so oft zahlen bzw. andersrum dann würde er so oft Nacht in der Zelle verbringen JVA, bis er das Geld begleicht oder den offenen Betrag begleicht. Bevor die Polizei wegen unbezahlter Ordnungswidrigkeiten an der Haustür klingelt, verschicken die Behörden mehrere Mahnungen. Chris Boden und Matthias Klein hoffen, dass sie den Mann zu Hause antreffen. Die Adresse des Mannes kennen Sie noch aus früheren Zeiten. Das ist unsere ehemalige Stelle hier. Die ist zu einem Wohnobjekt umgebaut. Aber ihr Schlüssel passt natürlich nicht mehr. Deswegen lässt sie ein Bewohner des Wohnkomplexes rein. Bei den beiden werden alte Erinnerungen wach. Mal kicken, wo er wohnt. Das ist jetzt irgendwie ungewöhnlich, muss ich sagen. Das ist richtig ungewöhnlich. Schon ziemlich. Hier waren früher die Nee, hier Zellen. Raum, ne? Nee, hier waren früher die Zellen und hier war unser Blutinnahmeraum. Genau, das ist lustig. Mit deutlich weniger Sentimentalität klingeln Chris Boden und Matthias Klein dann bei dem Mann und überbringen ihm die schlechte Nachricht. Wir haben vorliegen Hbefehl gegen Sie. Erzwingungshaft. Weswegen genau können wir nicht sagen. Auf jeden Fall sollen sie 40 € zahlen plus Verweungsgebühren sind knapp über 100 €. Anderfalls müssen sie einen Tag in der Zwingungshaften. Ja. Ja. Also entweder zahlen sie jetzt oder sie fahren mit uns mit den JVA für einen Tag. Ich kann das Küberweisung kurz eine Karte geh zum Automaten rüber. Also, sie können das bei uns auch direkt per Karte zahlen. Dann bewaffnen sie sich mit ihrer Geldbörse und dann gehen wir zum Streifenwagen und dann ist das erledigt. Ja, okay. D machen wir eben so. Alles klar. Konto ist gedeckt. Ja, dann folgen Sie uns mal zum Streifenwagen. Haftbefehle führen die Polizisten in der Regel im Auftrag von anderen Behörden durch. In diesem Fall ist es die Staatsanwaltschaft stade. Deswegen haben Sie auch gerade keinerlei Informationen darüber, welche Ordnungswidrigkeit der Mann begangen hat. Ich würde mich echt wissen, warum tatsächlich. Ja, da müssen Sie mal bei der Staatsanwaltschaftsstade unter diesem Aktenzeichen nachfragen. Ja. oder direkt beim Landkreis Rotenburg-Würmelstraßenverkehrsamt unter diesem Aktenzeichen. Also das wird höchstwahrscheinlich dann eine ja Verkehrsundigkeit irgendwas dergleichen gewesen sein. Die kann man auch begehen als Fahrradfahrer, ne? Oder Fußg oder was weiß ich schon beschissen tatsächlich, weil ich bin meistens zu Fuß unterwegs nur morgens kurz um Ecooter zu arbeiten, aber wieer Kakura scheint gar nichts jetzt auch nicht. K haben Sie parat? Ja, dann einmal 109,50 €. Ja, einmal oben auflegen. Das Bußgeld [musik] von ursprünglich 40 € hat sich aufgrund der Mahngebühren fast verdreifacht. Alles klar. Gut. Ja, soll das gewesen sein. Dann hauen sie sich wieder aufs Ohr. Ja, ich versuch's. Alles klar. Gut. Ja, tschüss. Hat er vielleicht verdrängt und wenn man es verdrängt, dann wird's irmer hart, ne? Und dann hat er jetzt nicht nur das entsprechende Verwarngeld bezahlt von 40 € oder Bußgeld, was auch immer das ist, sondern eben auch noch die Verbrealtungskosten, die aufgelaufen sind, ne? Kann man sich sparen. [musik] Für Chris Boden und Matthias Klein ist der Fall abgeschlossen. An Feierabend denken die beiden aber noch nicht. Sie haben noch zwei Stunden, in denen Sie für Sicherheit in und um Primaförde sorgen. Ja. [musik]
📊 Link-Infos
| URL | https://www.youtube.com/watch?v=XWvRD63XbvE |
| Titel | Haftbefehl! Strafen nicht bezahlt – muss der Mann jetzt in Haft? | Achtung Kontrolle |
| Kategorien | BulkNews, Achtung Kontrolle, Kontrolle, Polizei, kabeleins |
| Hinzugefügt | 2026-07-15 16:40:22 |
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